Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Foto: Pixabay
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Kachelmann: Extremereignis zeichnete sich Tage vor der Flut ab

DÜSSELDORF: Schon Tage vor der Flutkatastrophe zeichnete sich nach Einschätzung des Wetterexperten Jörg Kachelmann ein extremes Wetterereignis für den Südwesten von Nordrhein-Westfalen ab. Am Montag sei nach den Wettermodellen eigentlich bekannt gewesen, dass etwas Großes passieren würde, sagte Kachelmann am Freitagabend im Untersuchungsausschuss des Landtags von Nordrhein-Westfalens zur Flutkatastrophe im Juli zu den Wettermodellen und der Prognose am Montag, dem 12. Juli.

«Die Informationen waren alle da», betonte Kachelmann in seiner Befragung durch Landtagsabgeordnete. Warum seien die Menschen nicht 24 Stunden vorher darüber informiert worden, dass etwas komme, was man noch nicht gesehen habe? - das fragte er mit Blick auf die Ereignisse am 13. und 14. Juli, als großflächiger Starkregen zu Hochwasser und Überflutungen führte. «Wir haben immer genug Zeit», betonte Kachelmann. Bei einer Wiederholung der Ereignisse müsse kein einziger Mensch ums Leben kommen, unterstrich er.

Kachelmann hatte am 13. Juli mittags in einem Tweet gewarnt, es werde «womöglich Zeit, Menschen allmählich behördlicherseits und medial auf ein Hochwasser-Szenario vorzubereiten». In der folgenden Nacht kam es zu ersten Überschwemmungen.

Der Untersuchungsausschuss im Landtag von Nordrhein-Westfalen war mit den Stimmen der Oppositionsabgeordneten von SPD und Grünen zustande gekommen. Das Gremium soll mögliche Versäumnisse, Unterlassungen oder Fehleinschätzungen der CDU/FDP-Landesregierung und nachgeordneter Behörden in Zusammenhang mit dem verheerenden Hochwasser von Mitte Juli mit 49 Toten in NRW untersuchen. Im Frühjahr 2022 soll dem Landtag ein öffentlicher Bericht über die bis dahin vorliegenden Erkenntnisse vorgelegt werden. Im Mai 2022 sind Landtagswahlen.


Archäologen haben womöglich antike Stadt Maliboea entdeckt

ATHEN: Griechische Archäologen glauben, die antike Stadt Maliboea entdeckt zu haben. Dies teilte am Freitag das griechische Kulturministerium mit. Homer erwähnte die Stadt in seiner Sage über den Trojanischen Krieg (Ilias). Die Einwohner Maliboeas hätten sich mit Schiffen an dem sagenumwobenen Krieg beteiligt. Niemand wusste jedoch bislang, wo der Ort genau liegt. Nun haben die Archäologen in den vergangenen Monaten in der Nähe des kleinen Touristenhafens von Agiokampos in Mittelgriechenland die Fundamente einer Burg (Akropolis) freigelegt.

An der Grabungsstätte wurden etliche Fragmente von Statuen und Keramikgegenständen freigelegt. Auf einer Keramik wurde das Wort Meliboea entziffert, wie das Ministerium mitteilte. Die Entdeckung dieser antiken Stadt sei in den vergangenen Jahren Ziel zahlreicher erfolgloser Ausgrabungen gewesen, hieß es. Die Ausgrabungen sollen nun im Frühling 2022 fortgesetzt werden, sie müssen derzeit wetterbedingt unterbrochen werden.


Autorin Annette Hess hat Ideen für «Ku'damm»-Fortsetzung

BERLIN: Drehbuchautorin Annette Hess hat bereits Ideen für eine Fortsetzung der «Ku'damm»-Saga um die Familie Schöllack und ihre Tanzschule. Grundsätzlich findet Hess, dass bei Fortsetzungen im Seriengeschäft die Qualität nicht unbedingt steige. Und nur weil man den Figuren aus «Ku'damm» gerne zuguckt und einfach nur im vorigen Rhythmus, also dann 1966 und 1969, weiter zu erzählen: Das ist ihr zu wenig, wie sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. «Jede Staffel hat für mich auch einen Kern, der über diese Familie hinausweist.» Eine Vorstellung, wie es weitergehen könnte, hat sie bereits. Mehr werde nicht verraten. «Aber es ist bei mir hier auf dem Schreibtisch.» Am Sonntag kommt die ZDF-Saga «Ku'damm 56» in Berlin erstmals als Musical auf die Bühne. In der Geschichte geht es um eine Tanzschule am Berliner Kurfürstendamm und die Frauen der Schöllack-Familie, um Emanzipation und Aufbruch, aber auch um die Enge der Nachkriegszeit. Im Fernsehen lief bereits der dritte Teil der Saga, «Ku'damm 63».


«Geh aufs Ganze!»-Moderator Draeger wollte früher Dramaturg werden

KÖLN: Moderator Jörg Draeger, berühmt geworden mit der Gameshow «Geh aufs Ganze!», wollte eigentlich mal Dramaturg werden. «Das hört sich vielleicht hochtrabend an, aber ich liebe Literatur», antwortete der 76-Jährige der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, woher seine Gabe stamme, Kandidaten um den Finger zu wickeln. Er sei zum Beispiel schon lange ein Fan des Schriftstellers Werner Bergengruen, der Novellen und Romane geschrieben habe, die davon handelten, wie Menschen in Versuchung geführt werden. «Das hat mich so fasziniert, dass ich das Spiel mit der Versuchung immer spannend fand», sagte Draeger. Bei «Geh aufs Ganze!» entscheiden sich Kandidaten zum Beispiel für einen Umschlag, ein Tor oder eine Kiste. Danach versucht Draeger, sie mit Geldangeboten für das Gewählte zu verunsichern. Wer sich verzockt, bekommt nur den Zonk, einen Trostpreis.


Bushido: Meine Kinder sollen verstehen, dass die Polizei gut ist

BERLIN: Rapper Bushido (43) will seinen Kindern vermitteln, dass die Polizei «etwas Gutes» ist. Seitdem er sich mit einem Clanchef zerstritten hat, stehen er und seine Familie unter Polizeischutz. Noch immer halten das Leute für übertrieben, wie Bushido dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag) sagte. «Polizeischutz, so was braucht man in Deutschland nicht, heißt es dann. Aber das stimmt nicht. Dass wir von bewaffneten Beamten geschützt und in gepanzerten Fahrzeugen durch die Gegend gefahren werden, kommt nicht von ungefähr.» Es solle allen zu denken geben, dass sich eine Familie einer solchen Gefahr ausgesetzt sehe. «Dieselben Leute, die heute auf unsere Kinder aufpassen, haben früher bei uns die Hausdurchsuchungen durchgeführt», sagte Bushido. «Mir ist wichtig, dass meine Kinder verstehen, dass die Polizei etwas Gutes, etwas Wichtiges ist.» Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi heißt, und seine Frau Anna-Maria haben nach einer Drillingsgeburt vor etwa zwei Wochen nun sieben gemeinsame Kinder.


«Überrascht?» - Wegen Planungspanne neues Gesicht in der «Tagesschau»

BERLIN/HAMBURG: Zuschauerinnen und Zuschauer der ARD-«Tagesschau» haben am Donnerstag eine kleine Überraschung erlebt. Zum ersten Mal führte Moderator André Schünke durch die quotenstärkste Nachrichtensendung um 20.00 Uhr. Grund für seinen Einsatz war laut Norddeutschem Rundfunk eine Planungspanne. Die Sendung wird bei ARD-aktuell auf dem NDR-Gelände in Hamburg produziert. Auf Twitter kommentierte der Sender: «Überrascht? Es gab ein Versehen in der Planung. tagesschau24-Moderator André Schünke ist kurzfristig eingesprungen. Das Beste am Norden ist unsere Spontaneität.» Für seinen Einsatz bekam Schünke viel Lob.


Nach freizügigen Fotos: Madonna kritisiert Richtlinien auf Instagram

BERLIN: Popstar Madonna hat die Richtlinien auf Instagram in Bezug auf freizügige Fotos von Nutzerinnen kritisiert. «Ich finde es immer noch erstaunlich, dass wir in einer Kultur leben, die es zulässt, dass jeder Zentimeter des weiblichen Körpers gezeigt wird, außer der Brustwarze. Als ob das der einzige Teil der weiblichen Anatomie wäre, der sexualisiert werden könnte», schrieb die 63-Jährige am Donnerstag (Ortszeit) zu einer Fotoserie, auf der sie in Unterwäsche zu sehen ist. An mehreren Stellen verdeckte Madonna dabei auf den Bildern eine Brustwarze mit einem Herz-Emoji. Die Fotos hatte sie nach eigenen Worten zuvor ohne die Emojis hochgeladen - diese Fotoreihe sei dann gelöscht worden, schrieb die Sängerin. In den Instagram-Richtlinien heißt es zum Verbot von Nackt-Fotos: «Das gilt auch für Fotos, Videos und einige digital erstellte Inhalte, auf denen Geschlechtsverkehr, Genitalien und Nahaufnahmen nackter Gesäße zu sehen sind. Dazu gehören auch bestimmte Fotos weiblicher Brustwarzen.»


Bericht: Beatles-Schauspieler für «Midas Man» stehen fest

LOS ANGELES: Für den geplanten Spielfilm über den legendären Beatles-Manager Brian Epstein stehen laut einem Medienbericht die Darsteller der vier Beatles fest. In die Rollen der Bandmitglieder schlüpfen die Briten Jonah Lees, Blake Richardson, Leo Harvey-Elledge und Campbell Wallace, wie das US-Branchenblatt «Deadline» am Donnerstag (Ortszeit) berichtete. Der Film «Midas Man» zeichnet das Leben und die Erfolgsgeschichte des Managers nach, der die «Fab Four» im Cavern Club in Liverpool entdeckte und berühmt machte. Jonah Lees, der in dem neuen Film John Lennon spielen soll, ist aus der Netflix-Serie «Der Brief für den König» bekannt. Leo Harvey-Elledge verkörperte zuletzt den Oasis-Sänger Liam Gallagher im Film «Creation Stories» und soll nun George Harrison spielen. Newcomer Campbell Wallace soll als Ringo Starr zu sehen sein. Mit Blake Richardson, der dem Bericht zufolge Paul McCartney spielt, ist zudem ein Musiker dabei: Der 22-Jährige ist eigentlich Sänger und Gitarrist der Band «New Hope Club».


Jimmy Kimmel verbrennt sich beim Truthahn-Braten die Haare

LOS ANGELES: Brenzliger Feiertag für Jimmy Kimmel: Beim Zubereiten seines Thanksgiving-Truthahns hat sich der US-Moderator versehentlich ein paar Haare verbrannt. Der 54-Jährige teilte am Donnerstag ein Selfie von sich. Unter seiner Kappe ist deutlich ein versengter Haaransatz zu sehen. «Fröhliches Thanksgiving euch allen», schrieb Kimmel dazu. «Versucht, beim Anfeuern des Ofens nicht eure Haare und Augenbrauen zu verbrennen.» Auf ein Thanksgiving-Dinner musste seine Familie offensichtlich trotzdem nicht verzichten. Kurz darauf postete Kimmel ein weiteres Bild, auf dem er einen knusprigen Truthahn in die Kamera hält. Kimmels älteste Tochter Katie (30) kommentierte auf Instagram schlicht «Schon wieder?», worauf der Moderator antwortete: «Jap. Es ist jetzt eine Feiertagstradition.»

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