Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Foto: Pixabay
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Wahlaufruf von Herbert Grönemeyer: können nicht mehr auf Zeit spielen

BERLIN: Sänger Herbert Grönemeyer hat mit einem Video einen eindringlichen Wahlaufruf gestartet und dabei auch seine eigene Generation in die Pflicht genommen. «Ist es uns wirklich gewahr, dass wir nicht mehr auf Zeit spielen können und dass jeder von uns gehörige Veränderungen und ein fundamentales Umdenken in Kauf nehmen muss, wenn wir in der Klimaveränderung auf den allerletzten Metern noch einen Richtungswechsel vollziehen wollen?», fragte der 65-Jährige in einem Video, das am Freitag auf seinen Kanälen in den Sozialen Medien veröffentlicht wurde. Er sorge sich, «dass es uns durchrutscht, um wie viel elementarer diese Wahl im Vergleich zu den vorhergehenden ist». Es sei eine hochdramatische, existenzielle Zeit für den Planeten.

Die Regierung verglich er mit einer Firmenleitung, die «verkrustet, träge, mutlos und in Einzelteilen immer mehr nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht» sei. Neben einem stärkeren Kampf gegen den Klimawandel nannte Grönemeyer unter anderem auch die Verteilung von Reichtum, den Umgang mit Rassismus und die Digitalisierung als zentrale politische Fragen.

«Und haben wir den Mut einer frischen, jüngeren Generation zuzuhören, Verantwortung zu übertragen, sie zu stärken und zu unterstützen, Neues zu wagen, uns wieder zum Mitmachen zu motivieren, zu überzeugen und gemeinsam mit ihnen zu lernen?», fragte der Sänger. Seine Generation stehe in der Pflicht, die Zukunftssorgen der Jüngeren wirklich ernstzunehmen und ihnen eine Zukunft zu ebnen. «Die jüngeren Menschen machen einen Riesenjob.» Sie hätten es verdient, dass die Menschen über 50 Jahre mit ihnen Hand in Hand arbeiten.

Eine Wahlempfehlung für eine Partei sprach Grönemeyer nicht aus. «Macht den Klimawahlcheck oder zumindest den Wahl-O-Mat, redet miteinander und hört euch gegenseitig zu und gebt auf jeden Fall eure Stimmzettel ab», sagte er.


Elton John auf «Kriegspfad» wegen Brexit-Regeln für Musiker

LONDON: Die britische Poplegende Elton John ist wegen Hürden für britische Musiker und Musikerinnen bei Auftritten in der EU nach dem Brexit laut eigener Aussage auf dem «Kriegspfad». Der 74-Jährige hat deswegen auch schon ein Treffen mit Premierminister Boris Johnson verlangt - aber noch keine Rückmeldung erhalten, wie er in seiner Sendung «Rocket Hour» beim Radiosender Apple Music 1 erzählte.

Seit dem endgültigen Austritt Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt zum Jahreswechsel benötigen britische Musiker ein Visum, um in EU-Ländern auftreten zu können.

«Was sich ereignet hat, ist, dass es finanziell unmöglich geworden ist für junge Künstler für ihre Visa zu bezahlen und sich durch die ganze Bürokratie durchzukämpfen, die sie für Europa brauchen», so Elton John. Er sei daher «auf dem Kriegspfad, um das zu klären», so der Star weiter.

Der Brite hatte erst kürzlich die Daten für seine Abschiedstournee verschoben, weil er sich nach einem Sturz einer Operation unterziehen muss.


Jazz-Kontrabassist George Mraz mit 77 Jahren gestorben

PRAG: Der Jazz-Kontrabassist George Mraz ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 77 Jahren, wie der öffentlich-rechtliche tschechische Rundfunk am Freitag berichtete. Mraz spielte im Laufe seiner langen Karriere an der Seite zahlreicher Jazz-Größen von Stan Getz über Chet Baker und Dizzy Gillespie bis Ella Fitzgerald. Zwei Jahre lang war er Mitglied im berühmten Trio des kanadischen Klaviervirtuosen Oscar Peterson.

Der am 9. September 1944 im südböhmischen Pisek geborene Mraz machte sich bereits als junger Mann einen Namen als Trendsetter. Unter anderem arbeitete er mit dem Jazzgitarristen Rudolf Dasek zusammen. Nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei im August 1968 ging Mraz, der mit Vornamen eigentlich Jiri hieß, in die Emigration.

Nach einem Zwischenstopp in Deutschland zog er in die USA und studierte an der Berklee School of Jazz in Boston. Mit seinem charakteristischen, etwas rauen Klang wurde er rasch zu einem gesuchten Begleiter in der US-Jazz-Szene. Später widmete er sich auch eigenen Projekten wie dem Album «My Foolish Heart» von 1995. Im Jahr 2009 zeichnete ihn der damalige tschechische Präsident Vaclav Klaus für seine Verdienste um die Kultur mit der Goldenen Plakette des Staatsoberhaupts aus. Mraz hinterlässt seine Frau, die Pianistin und Sängerin Camilla.


Missbrauchsskandal: Prinz Andrew will Zustellung der Klage verhindern

LONDON: Im Tauziehen um eine Zivilklage in den USA gegen den britischen Prinzen Andrew ziehen die Anwälte des Royals alle Register. Wie der Londoner High Court am Freitag mitteilte, kündigte das Anwaltsteam des zweitältesten Queen-Sohns an, gegen die Überstellung der Dokumente durch das Gericht vorzugehen. Bislang hatte es Andrew erfolgreich geschafft, den Start des Prozesses in den USA um Missbrauchsvorwürfe hinauszuzögern, indem er schlicht nicht erreichbar war. Der High Court hatte schließlich eingewilligt, die förmliche Überstellung der Dokumente zu übernehmen. Für den Einspruch dagegen haben die Anwälte Andrews nun eine Woche Zeit, hieß es in der Mitteilung des High Courts.

Ob das noch eine Rolle spielen wird, ist aber fraglich. Fast zeitgleich ordnete der zuständige Richter in New York nämlich an, die Dokumente könnten auch an Andrews Anwalt in Los Angeles übermittelt werden. Unklar war zunächst, ob die Rechtsvertreter des Royals auch dagegen Einspruch einlegen wollen.

Die Klage steht in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter und US-Multimillionär Jeffrey Epstein, der sich 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Prinz Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein in dessen Anwesen in den USA und der Karibik. Epstein und dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell, die derzeit in einem New Yorker Gefängnis auf ihren Prozess wartet, sollen jahrelang Dutzende Mädchen und junge Frauen in ihre Abhängigkeit gebracht und sexuell missbraucht sowie anderen Männern zugeführt haben. Maxwell hat hinsichtlich der Anklage auf nicht schuldig plädiert.


(Foto - aktuell vom 14.09.)

BROMLEY: US-Open-Siegerin Emma Raducanu hat die erste Nacht zu Hause in Großbritannien damit verbracht, sich eine Aufzeichnung ihres Finalsiegs anzuschauen. Sie habe versucht, ein paar Momente noch einmal zu erleben und sich zu erinnern, wie sie sich dabei gefühlt hat, sagte die 18-jährige Britin am Freitag der BBC. «Als ich es angeguckt habe, fühlte es sich fast so an, als ob nicht ich es wäre, die einige dieser Schläge gespielt hat», sagte die Tennisspielerin. Der Teenager war am Donnerstag ins heimische Bromley zurückgekehrt, fünf Tage nach dem 6:4, 6:3-Finalerfolg über die Kanadierin Leylah Fernandez (19) in New York. Von ihrer chinesischen Mutter habe sie zuerst hausgemachte Teigtaschen bekommen, erzählte Raducanu.

Erinnerungsstücke von Sylvester Stallone werden versteigert


(Foto - Archiv)

BERLIN: Sängerin Sarah Connor (41) wünscht sich in der Gesellschaft mehr Empathie im Umgang mit dem Thema Depressionen. «Es ist keine Krankheit, die man von außen sieht. Du fühlst dich alleine, einsam, isoliert und abgespalten vom Rest der Gesellschaft», sagte Connor der Deutschen Presse-Agentur. «Es erfordert Feingefühl und genaues Hinsehen, um überhaupt mitzubekommen, dass es jemandem im eigenen Umfeld nicht so gut geht.» In ihrer Ballade «Stark» thematisiert die Musikerin das Thema aus Sicht der Bezugsperson eines depressiven Menschen. Sie selbst habe jemandem aus ihrem Umfeld in solchen Phasen Mut zugesprochen. Auch sie habe bereits als Teenager mit Depressionen zu tun gehabt und kenne die «Dunkelheit der Gedanken», sagte Connor weiter.

Erste Nacht in England: Raducanu schaut US-Open-Finale an


(Foto - Archiv, lief auch im Ressort Kultur)

MÜNCHEN/ANSBACH: Star-Tenor Jonas Kaufmann (52) hat seinen Auftritt beim «Oper für alle»-Konzert in Ansbach wegen einer Luftröhrenentzündung absagen müssen. «Der Klassiker schlechthin: Kaum hat man Urlaub kommen all die kleinen Bakterien und Viren aus ihren Löchern gekrochen und nehmen sich des einmal entspannten Körpers an», sagte er kurz vor dem geplanten Konzert zum Saisonauftakt der Bayerischen Staatsoper am Freitag. Er habe seinen Urlaub «mit einer unglaublichen Erkältung zugebracht» und klagte seither über festsitzenden Husten. Auch für «La Forza del Destino» am 26. September in München habe er absagen müssen. Wann er wieder singen könne, sei noch unklar, sagte Kaufmann. Er müsse auf Grünes Licht der Ärzte warten. Wie die Staatsoper mitteilte, sollte Tenor Piotr Beczala Kaufmann bei der Spielzeiteröffnung in Ansbach ersetzen.

Biontech-Gründerpaar erhält Ehrendoktorwürde in Köln


(Foto - Archiv)

BERLIN: Der britische Popstar Ed Sheeran (30) wird 2022 für drei Konzerte nach Deutschland kommen. Geplant sind Auftritte in Gelsenkirchen, München und Frankfurt, wie Warner Music am Freitag mitteilte. Am 29. Oktober soll das fünfte Album des Musikers erscheinen - es trägt den Titel «=» («Equals», auf Deutsch: gleich). Die daraus ausgekoppelte Single «Bad Habits» ist bereits ein großer Erfolg und stand unter anderem in Deutschland an der Spitze der Charts. Seine Tour werde ihn 2022 durch Stadien in Großbritannien, Irland, Mitteleuropa und Skandinavien führen. Unter anderem soll er im Juni/Juli 2022 für drei Abende im Londoner Wembley-Stadion spielen.

Nicolas Cage über neue Thriller-Komödie: «Werd ich niemals anschauen»


(Foto - aktuell)

KÖLN: Die Gründer des Unternehmens Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, sind mit der Ehrendoktorwürde der Uni Köln ausgezeichnet worden. Das Forscherpaar trug sich am Freitag zudem in das Goldene Buch der Stadt ein, die eine besondere Bedeutung für sie hat. «Selbstverständlich sehen wir das als eine Ehrung für unsere wissenschaftliche Arbeit», sagte Sahin bei der Feierstunde. «Wir sehen es aber auch als Möglichkeit, uns an diese wunderschöne Zeit, die wir in Köln gehabt haben, zu erinnern.» Der Vorstandschef des Mainzer Unternehmens Biontech war im Alter von vier mit seiner Familie nach Köln gezogen, machte dort Abitur und studierte Medizin. Biontech gehörte zu den ersten Unternehmen, die einen Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Markt brachten.

«Dunkelheit der Gedanken»: Sarah Connor spricht über Depressionen


(Foto - Archiv, lief auch im Ressort Kultur)

LOS ANGELES: Boxhandschuhe, Notizbücher und andere Erinnerungsstücke von Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone (75) sollen in den USA versteigert werden. Die Auktion sei für den 5. Dezember geplant, teilte Veranstalter Julien's Auctions in Los Angeles mit. Ersteigert werden können unter anderem Boxhandschuhe aus der «Rocky»-Filmreihe, Kostüme und weitere Film-Erinnerungsstücke. Mehrere Notizbücher, in denen Stallone Ideen für die «Rocky»-Filme notierte, schätzt das Auktionshaus auf bis zu 60.000 Dollar (etwa 50.000 Euro) pro Stück.

«Mutter Beimer» ruft zum Impfen auf: «Das ist umsonst!»


Haftstrafe für Südafrikas Ex-Präsident Zuma bleibt bestehen

JOHANNESBURG: Das Verfassungsgericht Südafrikas hat am Freitag eine 15-monatige Haftstrafe für den Ex-Präsidenten Jacob Zuma bestätigt. Zudem müsse der 79-Jährige die Gerichtskosten tragen, teilte das Gericht mit. Der Ex-Präsident hatte eine Aufhebung der Strafe beantragt. Zumas Haftantritt führte im Juli in Teilen des Landes zu tagelange Protestaktionen seiner Anhänger mit Plünderungen. Dabei starben mehr als 300 Menschen.

Ende Juni wurde erstmals in der Geschichte des Landes ein Ex-Präsident zu einer Haftstrafe verurteilt. Wegen Korruptionsvorwürfen aus seiner Amtszeit (2009 bis 2018) sollte sich Zuma vor einer Untersuchungskommission verantworten. Mehreren Vorladungen war er jedoch nicht gefolgt, was dann die Haftstrafe zur Folge hatte. Zuma verbrachte die ersten beiden Monate zunächst im Gefängnis, wurde aber Anfang September wegen seiner angeschlagenen Gesundheit in ein Krankenhaus verlegt.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

«Mutter Beimer» ruft zum Impfen auf: «Das ist umsonst!» (Foto-aktuell vom 16.9.)

KÖLN: Schauspielerin Marie-Luise Marjan, berühmt geworden als «Mutter Beimer» aus der Fernsehserie «Lindenstraße» (1985-2020), hat zum Impfen gegen das Coronavirus aufgerufen. Corona habe viele Pläne durcheinander gebracht, erklärte die 81-Jährige am Rande der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln. «Man kann nur bitten, dass die Leute sich impfen lassen. Damit wir nicht schon wieder irgendeine große Beschränkung bekommen», sagte sie. Sie verstehe nicht, warum man «das Angebot einer Regierung oder auch der Wissenschaftler und Ärzte, die sich Gedanken darüber» gemacht hätten, nicht annehme. «Das ist umsonst! Meine Damen, meine Herren, liebe Kinder. Nun nehmt es doch an.» Sie selbst sei schon seit mehreren Monaten geimpft.


Leute kompakt

Missbrauchsskandal: Prinz Andrew will Zustellung der Klage verhindern

(Foto - Archiv)

LONDON: Im Tauziehen um eine Zivilklage in den USA gegen den britischen Prinzen Andrew ziehen die Anwälte des Royals alle Register. Wie der Londoner High Court am Freitag mitteilte, kündigte das Anwaltsteam des zweitältesten Queen-Sohns an, gegen die Überstellung der Dokumente durch das Gericht vorzugehen. Bislang hatte es Andrew erfolgreich geschafft, den Start des Prozesses in den USA um Missbrauchsvorwürfe hinauszuzögern, indem er schlicht nicht erreichbar war. Der High Court hatte schließlich eingewilligt, die förmliche Überstellung der Dokumente zu übernehmen. Für den Einspruch dagegen haben die Anwälte Andrews nun eine Woche Zeit, hieß es in der Mitteilung des High Courts. Die Klage steht in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter und US-Multimillionär Jeffrey Epstein, der sich 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Prinz Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein in dessen Anwesen in den USA und der Karibik.

Jonas Kaufmann kann wegen Luftröhrenentzündung nicht singen


Ed Sheeran spielt 2022 drei Konzerte in Deutschland

BERLIN: Der britische Popstar Ed Sheeran (30) wird 2022 für drei Konzerte nach Deutschland kommen. Geplant sind Auftritte in Gelsenkirchen, München und Frankfurt, wie Warner Music am Freitag mitteilte. Am 29. Oktober soll das fünfte Album des Musikers erscheinen - es trägt den Titel «=» («Equals», auf Deutsch: gleich). Die daraus ausgekoppelte Single «Bad Habits» ist bereits ein großer Erfolg und stand unter anderem in Deutschland an der Spitze der Charts.

Sheeran gehört zu den erfolgreichsten Musikern der Welt. «Ed Sheeran ist seit vergangener Woche der erste britische Solokünstler, der 52 Wochen lang - also ein ganzes Jahr - auf Platz 1 der offiziellen britischen Singles-Charts steht», teilte Warner Music am Freitag mit. «Nur Elvis Presley und die Beatles waren insgesamt mehr Wochen an der Spitze.» Ende 2019 kündigte er eine Pause an, im August 2020 kam dann seine Tochter zur Welt.

Seine Tour werde ihn 2022 durch Stadien in Großbritannien, Irland, Mitteleuropa und Skandinavien führen. Unter anderem soll er im Juni/Juli 2022 für drei Abende im Londoner Wembley-Stadion spielen.


Nicolas Cage über neue Thriller-Komödie: «Werd ich niemals anschauen»

LOS ANGELES: Hollywoodstar Nicolas Cage wirbt auf ungewöhnliche Weise für seinen neuen Film «The Unbearable Weight Of Massive Talent». «Ich werde mir diesen Film niemals anschauen», sagte der 57-Jährige dem Branchenmagazin «Collider». In dem Film spielt Cage für Regisseur Tom Gormican eine fiktionalisierte Version von sich selbst, einen Schauspieler in Geldnot, der für eine Millionengage an der Geburtstagsparty eines reichen Fans teilnimmt.

«Mir wurde gesagt, dass es ein guter Film ist», so Cage. «Aber es ist einfach ein zu abgefahrener Trip für mich: Ins Kino zu gehen und mir dabei zuzusehen, wie ich Tom Gormicans hoch-neurotische, von Ängsten geplagte Version von mir spiele.» Gormican habe ihn immer wieder in diese Richtung geschoben. Cage selbst habe den Regisseur darauf hingewiesen, wie weit sein fiktiver Charakter von seiner wirklichen Persönlichkeit abweiche. «Aber er sagte: Naja, der neurotische Cage ist der beste Cage«.»

Neben Cage spielen unter anderem Neil Patrick Harris, Tiffany Haddish und Pedro Pascal in der Thriller-Komödie. In den USA ist «The Unbearable Weight Of Massive Talent» seit Freitag in den Kinos zu sehen.


Erinnerungsstücke von Sylvester Stallone werden versteigert

LOS ANGELES: Boxhandschuhe, Notizbücher und andere Erinnerungsstücke von Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone (75) sollen in den USA versteigert werden.

Die Auktion sei für den 5. Dezember geplant, teilte Veranstalter Julien's Auctions in Los Angeles mit. Ersteigert werden können unter anderem Boxhandschuhe aus der «Rocky»-Filmreihe, Kostüme und weitere Film-Erinnerungsstücke. Mehrere Notizbücher, in denen Stallone Ideen für die «Rocky»-Filme notierte, schätzt das Auktionshaus auf bis zu 60.000 Dollar (etwa 50.000 Euro) pro Stück. Stallone gilt als einer der erfolgreichsten Action-Schauspieler der Filmgeschichte und wurde vor allem mit den «Rocky»- und «Rambo»-Filmreihen berühmt.


Weißes Haus bietet Rapperin Minaj nach Impf-Tweet Expertengespräch an

WASHINGTON: Nach einem viel diskutierten Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung hat das Weiße Haus dem Popstar ein Gespräch mit einem Experten angeboten. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte am Donnerstag (Ortszeit) in Washington, man habe angeboten, dass Minaj mit einem der Gesundheitsfachleute der Regierung telefonieren könne, um ihre Fragen zu Sicherheit und Effektivität einer Impfung zu beantworten. Das Angebot sei auf Mitarbeiter-Ebene überbracht worden. Es sei noch nicht über ein mögliches Format oder andere Details gesprochen worden. Minaj hatte am Mittwoch auf Twitter geschrieben, sie sei ins Weiße Haus eingeladen worden.

Minaj, die in Trinidad und Tobago geboren wurde und in New York aufwuchs, hatte am Montag in einem Tweet Zweifel an der Sicherheit einer Corona-Impfung geschürt. Die 38-Jährige schrieb, einem Freund ihres Cousins auf Trinidad sei nach der Impfung gegen das Coronavirus der Hoden angeschwollen und er sei impotent geworden. Minaj riet dabei auch ihren mehr als 22 Millionen Followern, sich die Entscheidung zur Impfung gut zu überlegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Dafür erntete die Rapperin viel Spott und Kritik. Großbritanniens oberster medizinischer Regierungsberater, Chris Whitty, sagte, Minaj solle sich schämen. Es gebe Menschen, die Unwahrheiten über die Impfung verbreiteten, obwohl sie es besser wüssten. Der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago, Terrence Deyalsingh, sah sich zu einer öffentlichen Stellungnahme bemüßigt: Er erklärte, es gebe in seinem Land keine Berichte über einen solchen Fall, und beklagte zugleich, man habe «viel Zeit damit verschwendet, dieser falschen Behauptung nachzugehen».

Die US-Regierung bemüht sich seit Monaten intensiv, Skeptiker und Kritiker im Land von einer Corona-Impfung zu überzeugen. Rund 54 Prozent der Bevölkerung in den USA sind voll gegen das Coronavirus geimpft. In den vergangenen Wochen kam die Impfkampagne angesichts verbreiteter Impfskepsis nur noch sehr schleppend voran.

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