Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Foto: Pixabay
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Ben Affleck plant Spielfilm über «Chinatown»-Dreh

LOS ANGELES: Oscar-Preisträger Ben Affleck (47) plant seine fünfte Regiearbeit nach «Gone Baby Gone», «The Town», «Argo» und dem Kriminalfilm «Live by Night», der 2017 in den deutschen Kinos war. Der Schauspieler, Autor und Regisseur soll für das Studio Paramount «The Big Goodbye» verfilmen, wie die US-Branchenblätter «Variety» und «Hollywood Reporter» am Freitag berichteten. Vorlage ist das gleichnamige Buch von Autor Sam Wasson, der darin der Entstehung des ikonischen Spielfilms «Chinatown» von 1974 nachgeht.

An dem Dreh des Kriminalfilms wirkten schillernde Hollywoodgrößen mit: Roman Polanski führte Regie, Jack Nicholson und Faye Dunaway spielten ein Liebespaar, «Bonnie und Clyde»-Autor Robert Towne schrieb das brillante Skript, Filmmogul Robert Evans («Der Pate», «Love Story») war der Produzent. «Chinatown» im Los Angeles der 1930er Jahre, mit Nicholson als Privatdetektiv, drehte sich um Macht, Korruption und Affären. Wasson blickt in seinem Buch hinter die Kulissen Hollywoods, auf die Träume und Ticks der Talente, die den Film auf die Leinwand brachten.

Affleck und sein Freund Matt Damon hatten 1998 für das gemeinsame Drehbuch zu «Good Will Hunting» einen Oscar gewonnen. Sein Regie-Werk «Argo» brachte Affleck als «Bester Film» 2013 einen weiteren Oscar als Produzent ein. Zuletzt war er als Schauspieler in dem Sportdrama «Out of Play - Der Weg zurück» zu sehen. Über einen möglichen Drehbeginn und die Rollenbesetzung von «The Big Goodbye» wurde zunächst nichts bekannt.


Golden Globes: Vorsitzender Lorenzo Soria mit 68 gestorben

LOS ANGELES: Der Verband der Hollywood-Auslandspresse (HFPA), der alljährlich die Golden Globes verleiht, trauert um seinen Vorsitzenden. Lorenzo Soria sei am Freitag in seinem Haus in Los Angeles friedlich gestorben, teilte die Hollywood Foreign Press Association auf Twitter mit. Der gebürtige Argentinier wurde 68 Jahre alt. Nach Angaben des Filmportals «Hollywood Reporter» litt er an Lungenkrebs.

Soria war zuletzt im Juni 2019 zum Vorsitzenden des Filmverbands gewählt worden. Seit 2003 hielt er diese Position mehrere Male inne. Seit den 1980er Jahren berichtete der Journalist für italienische Publikationen aus Hollywood.

Der Golden-Globe-Verband vergibt die Preise seit 1944. Über die Gewinner entscheidet eine kleine Gruppe von rund 100 Auslands-Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. Die Trophäen in Form einer goldenen Erdkugel gehören nach den Oscars und den Emmys mit zu den begehrtesten Auszeichnungen für Kinofilme und Fernsehsendungen. Die Verleihungszeremonie erfolgt gewöhnlich im Januar im Rahmen eines lockeren Gala-Dinners.


Selena Gomez mit Steve Martin und Martin Short in Comedyserie

LOS ANGELES: Pop-Star und Schauspielerin Selena Gomez (28) wird mit den Komiker-Legenden Steve Martin (74) und Martin Short (70) gemeinsam vor der Kamera stehen. Der US-Streamingdienst Hulu gab am Freitag bekannt, dass Gomez in der geplanten Comedyserie «Only Murders In The Building» die dritte Hauptrolle übernehmen wird.

Die Story dreht sich um drei Leute, die sich zunächst nicht kennen, aber über ihre Vorliebe für «True Crime»-Geschichten, also der Aufklärung von wahren Verbrechen, zueinanderfinden. Steve Martin und John Hoffman («Grace & Frankie») liefern das Drehbuch, zusammen mit Short, Gomez und Dan Fogelman («This Is Us - Das ist Leben») sind sie auch als Produzenten an Bord.

Die Komiker Martin und Short kennen sich von Filmen wie «Drei Amigos» und «Vater der Braut». Gomez wurde als Teenager mit der Sitcom «Die Zauberer vom Waverly Place» zum Disney-Star. Später spielte sie in Filmen wie «The Big Short», «Bad Neighbors 2», «The Dead Don't Die» und «A Rainy Day in New York» mit.


Eurovision Song Contest startet Ende 2021 mit USA-Version

NEW YORK: Der Eurovision Song Contest wird 2021 zur Weihnachtszeit eine eigene US-Version bekommen. Geplant für den «American Song Contest» seien fünf bis zehn Qualifikationsrunden, Semifinals und ein «Grand Final», teilten die europäischen Produzenten am Freitag mit.

Die Künstler sollen in Castingrunden durch Profis aus der Musikbranche in einer sogenannten «Academy» ausgewählt werden, um ihre Bundesstaaten zu vertreten, hieß es weiter. Mit Blick auf beliebte US-Sportereignisse sagte Produzent Anders Lenhoff: «Die amerikanische Version wird anders als alles sein, was es je zuvor im US-Fernsehen zu sehen gab, eine Verbindung des Spektakels und der Aufregung von March Madness und den NFL-Playoffs mit der Kunst und Schönheit von Performances auf Weltniveau.»

Die Organisatoren des Eurovision Song Contest arbeiten seit Jahren an weltweiten Versionen. Vor wenigen Wochen hatte bereits ein Spielfilm beim Streamingdienst Netflix mit Komiker Will Ferrell die US-Zuschauer an das Thema herangeführt. Auch ein Eurovision Asia Song Contest ist seit einiger Zeit in Entwicklung. In den späten 70er-Jahren gab es außerdem eine Gegenveranstaltung zur westeuropäischen Show in Osteuropa, den 2008 von Russland einmalig erneut aufgelegten Intervision-Liederwettbewerb.


Kein neuer Vertrag: Oliver Kahn nicht mehr ZDF-Experte

BERLIN: Oliver Kahn arbeitet zukünftig nicht mehr als TV-Experte beim ZDF. Das Vorstandsmitglied des FC Bayern München und der öffentliche-rechtliche Sender haben nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur keinen neuen Vertrag abgeschlossen. Der bisherige Kontrakt galt bis zur Europameisterschaft, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden war. Der 51 Jahre alte Ex-Nationalspieler war mehr als ein Jahrzehnt für das ZDF im Einsatz. Seit dem 1. Januar ist Kahn Mitglied des Vorstands des FC Bayern. Er soll mit Ablauf des Vertrages von Karl-Heinz Rummenigge der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters werden.


«Captain Marvel»-Fortsetzung unter Regie von Neuling Nia DaCosta

LOS ANGELES: Für die Fortsetzung des Superheldinnen-Spektakels «Captain Marvel» ist eine junge, noch wenig bekannte Filmemacherin an Bord. US-Regisseurin Nia DaCosta (30) wird «Captain Marvel 2» für Marvel Studios inszenieren, wie die US-Branchenblätter «Hollywood Reporter» und «Variety» berichteten. Brie Larson («Kong: Skull Island») kehrt in der Rolle der ehemaligen Airforce-Pilotin Carol Danvers, die plötzlich Superkräfte entwickelt, zurück. Drehbuchautorin Megan McDonnell («WandaVision») ist neu an Bord. DaCosta tritt die Nachfolge der Regie-Kollegen Anna Boden und Ryan Fleck an, die den Blockbuster «Captain Marvel» im vorigen Jahr drehten. Die Fortsetzung soll im Sommer 2022 in die Kinos kommen.


Trump vermisst alte Glühbirnen: Er will nicht «orangefarben aussehen»

CLYDE: US-Präsident Donald Trump findet sich im Licht klassischer Glühbirnen schöner als bei modernen Energiesparlampen. «Ich mag sie besonders, weil ich nicht so orangefarben aussehe», sagte der 74-Jährige bei einer Rede vor Angestellten eines Haushaltsgeräteherstellers. «Ihr seid alle schöne Leute, aber ihr habt mit der alten Glühbirne besser ausgesehen, als mit den furchtbaren neuen Glühbirnen», sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im US-Bundesstaat Ohio. «Ich mag diesen Look nicht», sagte er mit Blick auf das Licht energieeffizienter Lampen.


Sportreporter Werner Hansch zieht in das «Promi Big Brother»-Haus

KÖLN: Ein Fußball-Kommentator wagt sich mit 81 Jahren auf ein neues Spielfeld: Sportreporter und «Stimme des Reviers» Werner Hansch zieht in das «Promi Big Brother»-Haus von Sat.1. Das bestätigte der Sender am Freitag. Angesprochen auf seine Beweggründe sagte Hansch dem Sender: «Im Wesentlichen gibt es drei Gründe dafür. Erstens brauche ich ein bisschen Geld.» Zweitens sei es eine Herausforderung, zu versuchen, in seinem Alter mit einer Menge junger Menschen mitzuhalten. Und drittens sei es eine Art Heimkehr zu Sat.1. Hanschs Karriere-Höhepunkt war seine Zeit als Kommentator für die Sat.1-Fußballshow «ran». Über Hanschs Teilnahme hatte zuerst die «Bild» berichtet.


Spaniens Altkönig bleibt untergetaucht: Abu Dhabi statt Karibik?

MADRID: Vier Tage nach Bekanntwerden seiner Ausreise aus Spanien bleibt der unter Korruptionsverdacht stehende Altkönig Juan Carlos untergetaucht. Die in Sachen Monarchie gewöhnlich gut informierte Zeitung «ABC» schrieb am Freitag, der 82-Jährige sei offenbar zu befreundeten Scheichs in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten gereist. Juan Carlos unterhalte beste Beziehungen zum Kronprinzen, Scheich Mohammed bin Said Al Nahjan. Er sei am Montag von Vigo im Nordwesten Spaniens mit einem Privatjet nach Abu Dhabi geflogen, hieß es. Unterkunft habe er im Emirates Palace, einem der teuersten Hotels der Welt, bezogen. Zuvor hatten «ABC» und andere Medien allerdings versichert, das frühere langjährige spanische Staatsoberhaupt sei in der Dominikanischen Republik von einem anderen mächtigen Freund, dem Zuckermagnaten Pepe Fanjul, aufgenommen worden. Das wurde von der Regierung des Karibik-Landes allerdings dementiert.


Salzburger Festspiele verbieten Gebrauch von Fächern

SALZBURG: Bei den Salzburger Festspielen darf sich das Publikum nicht mehr mit Fächern Kühlung verschaffen. Der Gebrauch während der Vorstellungen wird untersagt. «Dadurch könnten infektiöse Aerosole, die eigentlich von der Klimaanlage nach oben abgesaugt werden sollen, seitlich verteilt werden, was wir unbedingt vermeiden wollen», sagte Lukas Crepaz, der als kaufmännischer Direktor der Festspiele auch für die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich ist, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ein entsprechender Hinweis wurde nachträglich in die automatische Ansage aufgenommen, die vor Beginn jeder Aufführung in deutscher und englischer Sprache zu hören ist.

Als eines der wenigen Kulturfestivals weltweit wurden die Salzburger Festspiele, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern, nicht wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Dafür gelten strenge Hygieneregeln. Nach anfänglichen Problemen insbesondere bei der Einhaltung der Sicherheitsabstände verhalte sich das Publikum mittlerweile «vorbildlich», sagte Crepaz. Die verkürzten und wegen der Pandemie stark modifizierten Festspiele laufen noch bis Ende August.

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