Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Foto: Pixabay
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Schauspieler Odenkirk nach «kleinem» Herzinfarkt - «werde ok sein»

LOS ANGELES: «Better Call Saul»-Schauspieler Bob Odenkirk hat sich nach einer Krankenhauseinweisung nun selbst zu Wort gemeldet. «Ich hatte einen kleinen Herzinfarkt», teilte der 58-Jährige am Freitag auf Twitter mit. «Aber ich werde ok sein», schrieb er weiter und sprach dabei vor allem seinem Ärzteteam Dank aus. Sie hätten die Gefäßblockade ohne Operation beseitigen können. Odenkirk dankte auch seiner Familie, Freunden und den vielen Fans für deren «überwältigende» Anteilnahme. Er werde sich nun eine Weile erholen aber bald wieder zurück sein, stellte der Star in Aussicht.

Medienberichten zufolge war Odenkirk diese Woche am Set der Serie «Better Call Saul», die im Raum Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexiko gedreht wird, zusammengebrochen. Der Schauspieler ist auch aus der Vorgänger-Serie «Breaking Bad» bekannt.


Englischen Corona-Experten belästigt: Acht Wochen Haft auf Bewährung

LONDON: Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, wie ein Gericht in London am Freitag entschied. Der Mann, der wegen des Vorfalls seinen Job als Immobilienmakler verloren hatte, hatte sich zuvor der Körperverletzung schuldig bekannt. Er muss zudem rund 300 Pfund (350 Euro) Strafe und Gebühren zahlen. Whitty wurde bei dem Übergriff nicht verletzt.

Der 24-Jährige hatte zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund vor gut einem Monat versucht, den Professor in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten Whitty, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend. Ein Video des Vorfalls verbreitete sich rasch und löste Empörung aus, auch Johnson kritisierte die Männer.

Der zweite Angeklagte plädierte auf nicht schuldig. Das Verfahren gegen ihn wird am 23. November fortgesetzt.


Ringen um Stonehenge-Tunnel: Gerichtssieg für Aktivisten

LONDON: Im Ringen um den umstrittenen Bau eines Autobahntunnels in der Nähe des steinzeitlichen Monuments Stonehenge in England haben die Gegner des Projekts vor Gericht einen Sieg erzielt. Die Entscheidung des britischen Verkehrsministers Grant Shapps für den 3,2 Kilometer langen Tunnel sei ungesetzlich, urteilte ein Gericht in London am Freitag. Die Pläne hatten den Status von Stonehenge als Welterbestätte bedroht.

Der Richter betonte, dass Minister Shapps bei seiner Entscheidung keine Alternativen berücksichtigt habe, um eine Lösung im Einklang mit der Welterbekonvention zu finden. In einem Bericht hatten Beamte vor ständigen, unumkehrbaren Schäden an dem Monument gewarnt, Shapps hatte dennoch das insgesamt 1,7 Milliarden Pfund (2 Mrd. Euro) teure Umbauprojekt unterstützt, das die Fahrzeit zwischen London und dem Südwesten verkürzen und den Verkehr in der Gegend entzerren soll. Verschiedene Organisationen, die sich gegen das Projekt engagiert hatten, nannten die Gerichtsentscheidung einen «gewaltigen Erfolg».

Das zuständige Komitee der Unesco hatte auf seiner diesjährigen Tagung einen Beschluss verabschiedet, demzufolge Stonehenge im kommenden Jahr auf die Liste der gefährdeten Stätten gesetzt werden könnte, wenn der Bau des Tunnels wie bislang geplant vonstatten gehen sollte. Zudem hatte die Unesco der Hafenstadt Liverpool die Auszeichnung als Weltkulturerbe wegen eines Stadtentwicklungsvorhabens entzogen.


Auch New Yorker Broadway will Impf-Nachweise verlangen

NEW YORK: Die Theater am New Yorker Broadway wollen bei der Wiedereröffnung im September nach rund anderthalbjähriger Pause während der Corona-Pandemie nur Zuschauer mit Impf-Nachweis zulassen. Auch alle Mitarbeiter und Schauspieler an den insgesamt 41 Theatern müssten geimpft sein, teilte der Branchenverband Broadway League am Freitag mit. Ausnahmen gebe es nur für Kinder unter zwölf Jahren, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist, und für Menschen, bei denen medizinische Gründe oder religiöse Überzeugungen eine Impfung verhinderten - diese müssten einen negativen Test vorzeigen.

Zudem müssten Zuschauer im Theater Masken tragen und dürften diese nur zum Essen und Trinken abnehmen. Die Regelung gelte zunächst bis mindestens Oktober, Hintergrund sei die erneute Zunahme der Infektionen in den USA aufgrund der Delta-Variante des Coronavirus. Ab Mitte September wollen viele der in der Pandemie seit März 2020 geschlossenen Broadway-Theater den Betrieb wieder aufnehmen.

Zuvor hatten bereits unter anderem die Metropolitan-Oper und die Carnegie Hall angekündigt, mit dem Beginn der Saison zumindest vorerst nur noch vollständig geimpfte Zuschauer zuzulassen. Diese beiden Spielstätten schließen Kinder unter zwölf Jahren sogar ganz aus, solange für sie noch kein Impfstoff zugelassen ist.


(Die Meldung lief auch im Ressort Politik)

BERLIN: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Unions-Kandidat Armin Laschet (CDU) nach einer aktuellen Umfrage in der Wählergunst überholt. Wenn der oder die Kanzlerin in Deutschland direkt wählbar wäre, würden sich 20 Prozent der Teilnehmer einer zwischen dem 23. und dem 26. Juli durchgeführten Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für den aktuellen Finanzminister Scholz entscheiden. 15 Prozent würden NRW-Ministerpräsident Laschet wählen, 13 Prozent Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Damit haben sich die Positionen von Laschet und Scholz verkehrt. Einen Monat zuvor hatte der Unionskandidat bei 21 Prozent gelegen, sein Konkurrent von der SPD bei 16 Prozent. Baerbock sackte um 2 Prozentpunkte ab. Der Kanzler oder die Kanzlerin wird in Deutschland nicht direkt gewählt. Stattdessen stehen bei der Bundestagswahl am 26. September Parteien auf dem Stimmzettel.


TV-Quoten: «Die Alm» zum Finale im finstren Tal

BERLIN: Die ProSieben-Realityshow «Die Alm» hat sich zum Finale endgültig zu einem Tal der Tränen entwickelt. Gerade einmal 690.000 Zuschauer wollten am Donnerstagabend das alpine Treiben und den Herdenauftrieb von Stars, Sternchen und Influencern unter Aufsicht von Collien Ulmen-Fernandes und Christian Düren sehen. Zum Start der Show mit dem Motto «Promischweiß und Edelweiß» waren es Ende Juni noch 1,28 Millionen Zuschauer gewesen. Die Einschaltquote sank in der Zwischenzeit von anfangs 5,2 Prozent auf zuletzt 2,9 Prozent. In der für Werbespots wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren beim Finale 5,5 Prozent dabei, so wenige wie nie.

Umfrage: Scholz überholt Laschet bei Kanzlerfrage


Filmfestival Ludwigshafen: Schauspielpreis für Claudia Michelsen

LUDWIGSHAFEN/BERLIN: Die mehrfache Grimme-Preis-Trägerin Claudia Michelsen wird in diesem Jahr neben Ulrich Matthes mit dem Preis für Schauspielkunst des Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen ausgezeichnet. Die 52-Jährige sei «eine der großen Darstellerinnen des deutschen Films, eine Meisterin ihres Faches», sagte der Intendant Michael Kötz. Die Festival-Gesellschaft hatte diese Woche bereits mitgeteilt, dass Ulrich Matthes einer der Preisträger ist. Diesem wird die Ehrung am 4. September überreicht. Die Auszeichnung von Michelsen («Polizeiruf 110», «Ku'damm 56») ist für den 10. September geplant. Sowohl Matthes als auch Michelsen leben im Berlin. Das Festival in Ludwigshafen läuft vom 1. bis zum 19. September.


(Die Meldung lief auch im Ressort Sport)

TOKIO: Japans Kronprinz Akishino wird an Stelle seines älteren Bruders, Kaiser Naruhito, der Abschlusszeremonie bei den Olympischen Spielen in Tokio beiwohnen. Das gab das kaiserliche Haushofamt am Freitag bekannt. Die Zeremonie wird am 8. August im Olympia-Stadion wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer stattfinden. Kaiser Naruhito hatte die Spiele am vergangenen Freitag in dem Stadion für eröffnet erklärt. Der Großhofmeister des Hofamtes hatte zuletzt für großes Aufsehen gesorgt, als er der Öffentlichkeit mitteilte, dass Kaiser Naruhito nach seiner Einschätzung die Sorgen vieler Untertanen vor einer Ausbreitung des Coronavirus durch die Olympischen Spiele teile. Am Donnerstag war die Zahl der Neuinfektionen in Tokio am dritten Tag in Serie auf einen Höchststand von 3865 Fällen gestiegen. Landesweit verzeichnete der Olympia-Gastgeber erstmals mehr als 10.000 Fälle.


Autor Fitzek: «Ich liebe Musik beim Nachdenken»

BERLIN: Autor Sebastian Fitzek (49) experimentiert in seinem neuen Thriller mit Musik. Er mache keinen Hehl daraus, dass er immer probiere, doch noch einen Fuß ins Musikgeschäft zu setzen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Eigentlich habe er mal Schlagzeuger werden wollen - das habe nicht geklappt. «Und jetzt habe ich eben die Möglichkeit, Musik und Buch zu verbinden.» Zu seinem neuen Buch, das im Herbst erscheint, soll es eine eigene Playlist geben. Er habe sich die Frage gestellt: Was wäre, wenn das Leben eines verschwundenen Mädchens davon abhänge, dass man eine Playlist decodiere, die sie in Gefangenschaft zusammengestellt habe? «So entstand die Idee», sagte Fitzek. Fitzek hört selbst gerne Depeche Mode oder Prince - er sei ein Kind der 1980er. Zum Buchprojekt steuert unter anderem Rapper Kool Savas ein Lied bei.

Japans Kronprinz geht statt Kaiser zu Olympia-Abschlusszeremonie


Ursula Karven: Gegen sexuelle Belästigung im Arbeitsleben wehren

BERLIN: Die Schauspielerin Ursula Karven (56) will sich für mehr Schutz gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz einsetzen. Junge Frauen bekämen auch heute noch Textnachrichten, die sich in keiner Weise von denen unterschieden, die sie früher selbst bekommen habe, sagte Karven am Donnerstagabend in Berlin. Karven nahm an einem Treffen mehrerer Frauen aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil. Sie sei früher selbst sexualisierten Textnachrichten ausgesetzt gewesen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die seien meist spät in der Nacht gekommen und morgens vor dem Dreh wieder. Vieles davon sei unter der Gürtellinie gewesen. Karven riet Frauen, in solchen Fällen sofort darüber zu reden. «Also wirklich laut werden.» Dazu passe das Schlagwort #TheLouderVoices, unter dem sie online eine Petition gestartet habe. Karven fordert die Politik auf, eine Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation zu unterstützen.


Leute kompakt

Pinar Atalay wird auch «RTL Aktuell» moderieren

KÖLN: Die TV-Journalistin Pinar Atalay wird nach ihrem Wechsel von der ARD zu RTL bei dem Privatsender auch im Newsformat «RTL Aktuell» zu sehen sein. Ab September verstärke sie das Moderationsteam rund um Peter Kloeppel, Charlotte Maihoff, Maik Meuser, Anna Fleischhauer und Christopher Wittich, teilte RTL am Freitag in Köln mit. Sie freue sich sehr darauf, dem Publikum «zur besten Sendezeit die wichtigsten Nachrichten des Tages bei RTL präsentieren zu dürfen», wurde die 43-jährige zitiert. Darüber hinaus übernimmt sie ab Herbst eine Woche pro Monat die Moderation von «RTL Direkt», einem neuen Nachrichtenformat live aus Berlin um 22.15 Uhr.


Weinstein-Prozess: Richterin lässt einen Anklagepunkt fallen

LOS ANGELES: In einem weiteren Verfahren gegen den früheren US-Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen Sexualstraftaten ist einer von elf Anklagepunkten fallen gelassen worden. Die Anwälte des 69-Jährigen hatten vor Gericht in Los Angeles beantragt, dass drei Anklagepunkte wegen Verjährung gestrichen werden, doch die zuständige Richterin kam dem nur in einem Fall nach. Dabei ging es um einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff in einem Hotel in Beverly Hills im Mai 2010.

Insgesamt dreht sich das Verfahren in Kalifornien um Vorwürfe von fünf Frauen, darunter wegen Vergewaltigung, in einem Zeitraum von 2004 bis 2013. Weinstein war im vorigen Jahr in New York wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu einer Haftstrafe von 23 Jahren verurteilt worden. Vorige Woche war er nach Los Angeles gebracht worden, wo er vor Gericht auf nicht schuldig plädierte.

Sein Anwalt Mark Werksman sprach nach der Anhörung vom Donnerstag von einem Sieg für seinen Mandanten. Sie seien dankbar, dass die Richterin Anklagepunkt 5 gestrichen habe, teilte Werksman der Deutschen Presse-Agentur mit. Damit sei nun eines der fünf angeblichen Opfer von dem Verfahren ausgeschlossen worden. «Wir erwarten, dass auch die übrigen Punkte im Verlauf des Verfahrens abgewiesen werden», erklärte Werksman. «Herr Weinstein ist unschuldig, und wir sind zuversichtlich, dass er freigesprochen wird.»

Das Verfahren in Kalifornien muss innerhalb von vier Monaten nach der Überstellung beginnen. Ein konkreter Termin für den Prozessauftakt wurde am Donnerstag zunächst nicht bekannt. Die nächste Anhörung in dem Fall ist für Mitte September angesetzt.


Skulptur von deutscher Künstlerin in New Yorker Brooklyn Bridge Park

NEW YORK: Zwischen Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge steht nun eine Skulptur der Künstlerin Claudia Wieser.

«Rehearsal» besteht aus fünf bis zu vier Meter hohen unterschiedlichen geometrischen Figuren, die mit mehr als 1500 Kacheln besetzt sind. Die Skulptur im Brooklyn Bridge Park sei die erste öffentliche Auftragsarbeit der 1973 im bayerischen Freilassing geborenen und in Berlin lebenden Wieser, sagte Nicholas Baume, Chef des New Yorker Public Art Fund, der Kunst im öffentlichen Raum unterstützt. «Eine großartige Arbeit, die neu denkt, was eine Skulptur sein kann.» Die Skulptur soll bis zum 17. April in dem Park mit Blick auf die Skyline von Manhattan zu sehen sein.

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