Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

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Jury zieht sich im Weinstein-Prozess zu Beratungen zurück

LOS ANGELES: Im Prozess gegen den früheren Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe hat sich die Jury am Freitagnachmittag (Ortszeit) zu Beratungen über das Urteil zurückgezogen. Nach einem wochenlangen Verfahren mit Dutzenden Zeugenaussagen müssen die zwölf Geschworenen über sieben Anklagepunkte, darunter Vergewaltigung und andere sexuelle Übergriffe, entscheiden. Es geht um Vorwürfe von vier Frauen in einem Zeitraum von 2004 bis 2013. Die meisten Übergriffe sollen in Hotels in Beverly Hills stattgefunden haben. Im Falle eines Schuldspruchs in allen Punkten droht dem 70-Jährigen eine jahrzehntelange Haftstrafe.

Die Anklage hatte Weinstein im Schlussplädoyer als Vergewaltiger beschrieben, der seine Macht dazu benutzt habe, Frauen nachzustellen und wie ein Raubtier zu handeln. Die Verteidigung argumentierte, dass sexuelle Handlungen einvernehmlich waren oder dass einige der vorgebrachten Vorwürfe von den Klägerinnen frei erfunden waren.

Mit dem Verfahren in Kalifornien stand Weinstein ein weiteres Mal wegen sexueller Übergriffe vor Gericht. Ein Prozess in New York endete 2020 mit einem Schuldspruch und einer Haftstrafe von 23 Jahren. Sein Anwaltsteam hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.


33-Jähriger nach Tod von US-Rapper Takeoff unter Mordverdacht

HOUSTON: Einen Monat nach dem Tod von US-Rapper Takeoff in Houston ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Gegen den 33-Jährigen sei Anklage wegen Mordes erhoben worden, teilte die Polizei der texanischen Stadt am Freitag mit. Er soll den 28 Jahre alten Takeoff - mit bürgerlichem Namen Kirsnick Khari Ball - am 1. November in Houston erschossen haben. Zudem wurde ein 22-Jähriger in Zusammenhang mit dem Vorfall wegen unerlaubten Waffenbesitzes angezeigt.

Ermittlern zufolge ereignete sich der tödliche Vorfall nach einer privaten Party in einer Bowlingbahn. Während eines Streits seien Schüsse gefallen. Sergeant Michael Burrow beschrieb den Rapper am Freitag als «unbeteiligten Zuschauer». Er sei unbewaffnet und nicht in den Streit verwickelt gewesen. «Wir haben einen guten Mann verloren», sagte Polizeichef Troy Finner.

Zusammen mit den Rappern Quavo und Offset bildete Takeoff die Grammy-nominierte Gruppe Migos aus Atlanta im Bundesstaat Georgia. Migos feierte mit Hits wie «Versace», «Bad and Boujee» und «MotorSport» Erfolge. Bei einer großen Trauerfeier Mitte November nahmen Tausende Abschied. Auch Musiker wie Drake, Justin Bieber, Chloe Bailey und Yolanda Adams zollten ihm Tribut. Seine Familie gründete eine Stiftung, die mit Gemeindeprojekten gegen Schusswaffengewalt vorgehen soll.


Belarus: Inhaftierte Kolesnikowa soll am Montag Krankenhaus verlassen

MINSK: Die zu einer langen Haftstrafe verurteilte belarussische Oppositionelle Maria Kolesnikowa soll nach einer Behandlung auf der Intensivstation das Krankenhaus am Montag wieder verlassen. Das teilte die belarussische Opposition unter Berufung auf ihren Vater Alexander Kolesnikow, der den Arzt der politischen Gefangenen getroffen hatte, am Freitag mit. Maria habe gefrühstückt und fühle sich normal, teilte Kolesnikow demnach mit. Warum die prominenteste Gefangene des Landes auf der Intensivstation behandelt werden musste, war aber weiter unklar.

Die Gegner von Machthaber Alexander Lukaschenko beklagten, dass der Anwalt weiter keinen Zugang zu Kolesnikowa habe und es keine gesicherten Informationen zu ihrem Zustand gebe. Sie soll in dieser Woche operiert worden sein. Auch der Vater habe nur die Ärzte, aber nicht seine Tochter selbst gesehen. Kolesnikowa war zuvor als Strafe in Einzelhaft verlegt worden. Eine Richterin hatte eine Beschwerde gegen die besonders harte Isolationshaft abgelehnt.

Kolesnikowa gilt zusammen mit der im Exil in dem EU-Land Litauen lebenden Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja als Galionsfigur der belarussischen Opposition gegen Lukaschenko. Die beiden führten 2020 die landesweiten Proteste gegen die umstrittene Präsidentenwahl an, bei der sich Lukaschenko zum Sieger erklärt hatte. Er ließ Polizei und Justiz hart gegen Demonstranten vorgehen.

Kolesnikowa war im Sommer 2020 verhaftet und wegen Verschwörung zum Umsturz zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Prozess galt wie der gegen andere Lukaschenko-Gegner als politische Inszenierung.


Billy Porter in weißer Abendrobe auf dem «Walk of Fame»

LOS ANGELES: Der Hauptdarsteller der Dragqueen-Kulterie «Pose», Billy Porter, ist am Donnerstag auf Hollywoods «Walk of Fame» mit einem Stern verewigt worden. Auf hohen Plateauschuhen, in einem bodenlangen, weißen Outfit mit riesigen Puffärmeln, trat der 53-Jährige vor die Menge. Er sei stolz und dankbar, am Welt-Aids-Tag zu zeigen, wie «schwarz, queer und HIV-positiv» heutzutage aussehe. Im vorigen Jahr hatte der US-Showstar bekanntgegeben, seit 2007 von einer HIV-Diagnose zu wissen. Mit seinen extravaganten Outfits sorgt Porter oft für Schlagzeilen. Bei der Oscar-Verleihung 2019 lief er im Smoking-Kleid über den roten Teppich. In dem Jahr wurde er vom Magazin «GQ» in der Kategorie «Style» als Mann des Jahres gefeiert.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Männer in Organzablusen: Maximilian Mundt mag Modemut (Foto-aktuell vom 1.12.)

BERLIN: Schauspieler Maximilian Mundt (26) freut sich, wenn es lockerere Moderegeln für Männer gibt. Er habe Angst gehabt, dass er nicht reinkomme, sagte der mit Organzabluse, einem durchsichtigen schwarzen Hemd, bekleidete Netflix-Serienstar («How to Sell Drugs Online (Fast)») am Donnerstagabend in Berlin bei den «GQ Men of the year»-Preisen. «Ich war bei den Filmfestspielen in Cannes dieses Jahr - ich habe mir eine Akkreditierung geholt und wollt ein paar Filme gucken und bin nicht ins Kino gekommen, weil ich keinen Smoking anhatte.» Umso froher sei er, dass er bei dieser deutschen «GQ»-Gala so auftreten könne, wie er gerade sei. Mundt äußerte Bewunderung für Promis, die vermeintliche Modesünden begehen und Fashion-Regeln sprengen.


Dirigent Roth über Wagner: «Der Mann interessiert mich nicht»

MÜNCHEN: Für den Dirigenten der neuen «Lohengrin»-Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper, François-Xavier Roth ist die umstrittene Person Richard Wagner nicht wichtig. «Der Mann interessiert mich nicht», sagte er dem «Münchner Merkur» (Freitag). «Mich interessiert, wie er als Komponist unsere Welt verändert hat.» Roth dirigiert die von Regisseur Kornél Mundruczó inszenierte Neuproduktion von Richard Wagners Oper um den Schwanenritter, die an diesem Samstag in München Premiere feiern wollte.


Sänger Marc Marshall trägt jetzt Regenbogenbart

BADEN-BADEN: Als Zeichen gegen Diskriminierung hat Sänger Marc Marshall seinen Bart in Regenbogenfarben gefärbt. «Liebe, Frieden und Respekt sind für mich die Grundlagen für ein harmonisches Miteinander», erklärte der 59-Jährige dazu am Freitag in Baden-Baden. «Liebe, Frieden und Respekt trage ich in mir - und all diese Werte sehe ich auch in einem Regenbogen.» Der Sohn von Schlagerlegende Tony Marshall (84) trägt auch ohne Färbung einen recht markanten, üppigen Vollbart und gibt in den kommenden Wochen viele Weihnachtskonzerte - von der Region Baden über Trier bis nach Köln, Bochum und Duisburg.


Sarah Connor singt «Christmas 2066» mit Tochter Delphine

BERLIN: Sarah Connor (42) hat für ihr neues Weihnachtsalbum zum ersten Mal einen Song mit ihrer jüngsten Tochter Delphine aufgenommen. Die Elfjährige ist in dem Lied «Christmas 2066» zu hören, in dem sich ihre Mutter ein Weihnachtsfest in der Zukunft ausmalt. Auch bei den vier Weihnachtskonzerten, die Connor in Berlin spielte, trat Delphine mit auf. «Da haben wir eine riesige Ausnahme gemacht», sagte die Sängerin zu «Bild». «Phini hat im Gegensatz zu unseren beiden Großen noch nicht die Ambition, Sängerin zu werden. Darüber bin ich ganz froh, sie hat leider Talent.»


Bushido scheitert mit Verfassungsklage gegen Indizierung

KARLSRUHE: Mehr als sieben Jahre, nachdem das Album «Sonny Black» von Bushido als jugendgefährdend auf den Index gesetzt wurde, ist der Rapper auch mit einer Verfassungsbeschwerde gescheitert. Die Indizierung verletze ihn nicht in seiner Kunstfreiheit, teilte das Bundesverfassungsgericht am Freitag mit. Die Karlsruher Richterinnen und Richter nahmen die Klage deshalb gar nicht zur Entscheidung an. Die Bundesprüfstelle hatte die CD mit 15 Titeln im April 2015 auf die Liste jugendgefährdender Medien gesetzt. Die Begründung: Die Texte würden verrohend wirken, einen kriminellen Lebensstil verherrlichen und Frauen sowie homosexuelle Menschen diskriminieren. Dagegen war Bushido vor Gericht gezogen. Der Streit ging bis zum Bundesverwaltungsgericht, wo der Rapper 2019 unterlag.


Harry und Meghan im Fokus der Klatschpresse: «Krieg» und «Sabotage»

LONDON: Rund eine halbe Minute Trailer für eine neue Netflix-Dokumentation über Prinz Harry und seine Frau Meghan reichen aus, um die Titel der britischen Boulevardzeitungen zu dominieren. Die einflussreiche «Daily Mail» wertete die Veröffentlichung des Trailers für «Harry & Meghan», in dem nicht mit Tränen, Küssen und dramatischen Schnitten gespart wird, am Freitag als «Kriegserklärung (original: «Declaration of War») im Blick aufs Königshaus. Auch die «Sun» titelt «Kiss Means War» (original: «Kuss bedeutet Krieg») und schreibt von einem «Angriff», der Prinz William und Kate «sabotiere» und ihre aktuelle US-Tour anlässlich von Williams «Earthshot»-Preis für Klimaschutz-Projekte «ruiniere». Berichten zufolge soll die Netflix-Dokumentation «Harry & Meghan» am 8. Dezember erscheinen.


Russischer Ex-Soldat und Autor: Putin weiß nicht, was Armee ist

MOSKAU/PARIS: Der aus Russland geflohene ehemalige Fallschirmjäger und Buchautor Pawel Filatjew sieht die Niederlagen bei dem Krieg gegen die Ukraine als persönliche Verantwortung von Kremlchef Wladimir Putin. «Er hat nie gedient, er war nie im Krieg und weiß auch nicht, was Armee ist», sagte der 34-Jährige am Freitag bei einer Videoschalte aus Paris über Putin. An diesem Samstag erscheint sein Buch «ZOV. Der verbotene Bericht. Ein Fallschirmjäger packt aus» (Hoffmann und Campe Verlag) über Russlands Krieg in der Ukraine. Filatjew machte Putin und Verteidigungsminister Sergej Schoigu zudem dafür verantwortlich, die russischen Streitkräfte heruntergewirtschaftet zu haben.

«Sie haben keine Ahnung von der Armee», sagte Filatjew. Noch zu Sowjetzeiten sei das Militär «nicht schlecht» und vor allem «konkurrenzfähig» gewesen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion habe Korruption Einzug gehalten, seien die Falschen an die Militäruniversitäten gekommen, die nur persönliche Bereicherung, aber nicht die Interessen des Landes im Blick hätten. «Reformen kann nur machen, wer auch weiß, was Armee ist», sagte er. «Ich möchte, dass meine Armee stark und professionell ist, um das Land zu schützen.»

Filatjew machte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur deutlich, dass er kein Interesse an einer Niederlage Russlands oder der Ukraine in dem Krieg habe. «Das würde den Tod unzähliger Soldaten bedeuten.» Den Krieg könnten nur die Menschen in Russland beenden, indem sie Putin zur Rechenschaft zögen und einen Truppenabzug forderten, sagte Filatjew. Danach könnten Friedensverhandlungen beginnen. Filatjew hofft, dass sein Buch dabei hilft, die Menschen in Russland über den Krieg, den er ablehne, aufzuklären und zu mündigen Bürgern zu machen, die sich für Frieden einsetzen.

Er habe «keine blutige und detailreiche» Schlachtbeschreibung liefern, sondern Gedanken eines Soldaten im Krieg aufschreiben wollen. Dabei gehe er auch auf Kriegsverbrechen etwa «plündernder Soldaten» ein, doch gebe es solche Straftaten überall. Filatjew bedauerte, dass der Moskauer Machtapparat Kriegsverbrechen nicht aufklären und bestrafen lasse. Dadurch entstehe der falsche Eindruck, dass jeder russische Soldat ein Kriegsverbrecher sei.


Ehrengrab für Christiane Hörbiger - Beisetzung am 17. Dezember

WIEN: Die im Alter von 84 Jahren gestorbene Schauspielerin Christiane Hörbiger erhält ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Ihr Grab werde nahe der Ruhestätten des Karikaturisten Manfred Deix und des Malers Arik Brauer liegen, teilte die Bestattung Wien am Freitag mit. Hörbiger werde am 17. Dezember beigesetzt. Am selben Vormittag würden ihren sterblichen Überreste in einer Kirche auf dem Gelände des Zentralfriedhofs aufgebahrt. Dort könne die Öffentlichkeit Abschied von der Künstlerin nehmen, hieß es. Bereits jetzt gebe es für Trauernde die Möglichkeit, ihr in einem Onlinekondolenzbuch die letzte Ehre zu erweisen. Die Schauspielerin, die in mehr als 130 TV- und Filmproduktionen mitgewirkt hat, war am Mittwoch in ihrer Heimatstadt Wien gestorben.


Harry und Meghan im Fokus der Klatschpresse: «Krieg» und «Sabotage»

LONDON: Rund eine halbe Minute Trailer für eine neue Netflix-Dokumentation über Prinz Harry und seine Frau Meghan reichen aus, um die Titel der britischen Boulevardzeitungen zu dominieren. Die einflussreiche «Daily Mail» wertete die Veröffentlichung des Trailers für «Harry & Meghan», in dem nicht mit Tränen, Küssen und dramatischen Schnitten gespart wird, am Freitag als «Kriegserklärung (original: «Declaration of War») im Blick aufs Königshaus.

Dazu stellt das Blatt Screenshots vom Clip gegenüber, die eine böse dreinschauende Prinzessin Kate sowie eine weinende Herzogin Meghan zeigen. Auch die «Sun» titelt «Kiss Means War» (original: «Kuss bedeutet Krieg») und schreibt von einem «Angriff», der Prinz William und Kate «sabotiere» und ihre aktuelle US-Tour anlässlich von Williams «Earthshot»-Preis für Klimaschutz-Projekte «ruiniere».

Der «Daily Express» geht noch einen Schritt weiter und stellt die rhetorische Frage: «Harry, hasst du deine Familie wirklich so sehr?» (original: «Harry, do you really hate your family so much?»). Der «Daily Star» nimmt frühere Aussagen von Harry und Meghan aufs Korn, in denen diese sich mehr Privatsphäre und weniger Beobachtung des Boulevards gewünscht hatten. «Öffentlichkeitsscheues Paar teilt intimste Momente mit acht Milliarden Menschen» (original: «Publicity-shy couple share most intimate secrets with 8bn people») heißt es auf der Titelseite des Krawallblatts.

Meghan (41) ist in dem Trailer mehrfach dabei zu sehen, wie sie sich Tränen aus dem Gesicht wischt. «Wenn so viel auf dem Spiel steht, ist es nicht sinnvoller, unsere Geschichte von uns selbst zu hören?», fragt sie in die Kamera. Harry zeigt sich als fürsorglicher Familienvater: «Niemand sieht, was hinter verschlossenen Türen passiert», sagt der 38-Jährige. «Ich musste alles tun, um meine Familie zu beschützen.» Berichten zufolge soll die Netflix-Dokumentation «Harry & Meghan» am 8. Dezember erscheinen.


US-Schauspieler und Ex-Footballprofi Brad William Henke gestorben

LOS ANGELES: Der aus der Serie «Orange is the New Black» bekannte US-Schauspieler Brad William Henke ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 56 Jahren, wie das Branchenportal «The Hollywood Reporter» und andere US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf die Agentur des Schauspielers und weitere Quellen in seinem Umfeld berichteten. Henke sei im Schlaf gestorben, hieß es, zur Todesursache gab es zunächst keine Angaben. Unter Henkes letzten Instagram-Post von August bekundeten Fans am Freitag ihre Trauer. «Du warst so unglaublich talentiert», schrieb ein Nutzer, «das ist herzzerreißend».


Elton John spielt letztes britisches Konzert 2023 in Glastonbury

GLASTONBURY: Popstar Elton John will seine Tourkarriere in Großbritannien auf dem berühmten Glastonbury-Festival beenden. Der 75-Jährige werde im kommenden Juni Headliner des Festivals sein und dort «die letzte Show in Großbritannien auf seiner allerletzten Tour spielen», wie die Veranstalter am Freitag auf Twitter mitteilten. Elton John selbst sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, es gebe keinen passenderen Ort, um sich von seinen britischen Fans zu verabschieden. «Sie waren mehr als brillant und haben mich durch alle Höhen und Tiefen meiner Karriere begleitet.» Elton John reist mit seiner Abschiedstour «Farewell Yellow Brick Road» derzeit um die ganze Welt und hat kürzlich sein letztes Konzert in den USA gespielt. Endgültig enden soll seine Tourkarriere im kommenden Sommer in Europa.


Drew Barrymore spricht übers Dating und Alleinsein

LOS ANGELES: US-Schauspielerin Drew Barrymore hat nach eigenen Worten wieder angefangen, auf Dates zu gehen. «Weil es schon so viele Jahre her war, hatte ich mir Sorgen gemacht, dass ich zu gut im Alleinsein bin», sagte die 47-Jährige in einer neuen Folge ihrer «Drew Barrymore Show», die am Donnerstag (Ortszeit) ausgestrahlt wurde. Mit ihrem Gast, der Schauspielerin Whoopi Goldberg (67), sprach sie über das Dating nach einer längeren Zeit als Single. «Alleine zu sein ist nichts Schlechtes», sagte Goldberg. In ihrer CBS-Talkshow spricht Barrymore seit 2020 mit Prominenten über Liebe und Beziehungen. Sie selbst war dreimal verheiratet, zuletzt mit dem Schauspieler Will Kopelman (44). Die beiden haben zwei Töchter: Olive (10) und Frankie (8).


«Den ganzen Tag nackt»: Sido wünscht sich ein Leben auf dem Boot

BERLIN: Rapper Sido kann sich gut vorstellen, seinen Lebensabend auf einem Boot zu verbringen. «Ich bleibe dann auf diesem Boot und fahr dahin, wo die Sonne ist», sagte der 42-Jährige im dpa-Interview. «Dann habe ich noch so ein kleines Beiboot, was an Land fahren kann und so Sachen holen kann.» Der Rapper wolle aber nicht mehr an Land. «Wenn jemand was von mir will, wie meine vier Söhne oder so, die sollen kommen, Meeting bei mir auf dem Boot», sagt Sido. «Aber ich will nur auf meinem Boot sein, am besten noch weg von Leuten.» Für den Rapper sei das ein «Safe Place», also ein sicherer Ort. «Ich würde mich super wohlfühlen, auf dem Boot, im Wasser, nackt, den ganzen Tag nackt», sagt Sido. Wie lange der Rapper noch weiter Musik mache, wisse er nicht. «Ich mach mir nur öfter mal Gedanken: «Ist jetzt Schluss? Sollte ich aufhören?»», sagt Sido.


Theaterstück über den Relotius-Skandal hat in Schweden Premiere

UPPSALA: Ein Theaterstück über den Fälscherskandal um den früheren «Spiegel»-Journalisten Claas Relotius feiert am Samstag in Schweden Premiere. Das Werk am Stadttheater Uppsala mit den Schauspielern Emil Brulin, Rebecca Kaneld und Angelika Prick trägt den Titel «Spegelmannen» (Der Spiegel-Mann). Das Theater beschreibt den Fall als «den größten Journalisten-Bluff aller Zeiten».

«Genau wie Hollywood die Dramaturgie für die perfekte Geschichte gelernt hat, hatte Claas Relotius gelernt, wie er schreiben musste, um Klicks zu bekommen», sagte Regisseur Viktor Tjerneld dem schwedischen Rundfunk vor der Premiere. «Er hätte wirklich stattdessen Fiktion schreiben sollen, er hat ja ein Gefühl für gute Geschichten.»

Der «Spiegel» hatte den Skandal um seinen Star-Autoren Claas Relotius Ende 2018 selbst öffentlich gemacht. Dem Magazin zufolge waren seit 2011 rund 60 Texte im Heft und bei «Spiegel Online» erschienen, die Relotius geschrieben hat oder an denen er beteiligt war. Darin hatte er zum Teil Protagonisten und Szenen erfunden.


Experte: Royales Klima-Engagement in Zukunft womöglich schwieriger

LONDON: Das Engagement der britischen Royal Family für Klimaschutz könnte nach Ansicht eines Verfassungsexperten mit der Zeit schwieriger werden. Wenn sich die Krise verschärfe und der Kampf gegen den Klimawandel in der Zukunft ein zentralerer Fokus der täglichen Politik werde, könne es sein, dass sich die Familie aus der Debatte zurückziehen müsste, sagte der Verfassungsrechtler und Royal-Experte Craig Prescott von der Universität Bangor der Deutschen Presse-Agentur. «Es besteht das Risiko, dass Mitglieder der Royal Family zu stark mit dem Thema Umwelt verbunden und dadurch in die politische Debatte verstrickt werden.» Die Monarchie ist traditionell der politischen Neutralität verpflichtet.

Thronfolger Prinz William ist derzeit mit seiner Frau Kate in Boston in den USA, um dort am Freitag seinen Earthshot-Preis für innovative Klimaschutz-Projekte zu vergeben. Die prominent besetzte Verleihung findet zum zweiten Mal statt und gilt als Herzensprojekt von William (40). Damit sollen jährlich fünf Projekte ausgezeichnet werden, die sich in den Kategorien Naturschutz, Schutz der Meere, Luftsauberkeit, Müllvermeidung und Klimaschutz hervortun.

Der Earthshot-Preis sei ein gutes Beispiel dafür, wie die Royals ihr Engagement derzeit ihrer Rolle gemäß gestalten könnten, meint Experte Prescott. William und Kate seien dabei nicht selbst in Aktivismus involviert, würden aber Aktivistinnen und Aktivisten versammeln und ihnen eine Bühne geben. «Interessant dabei ist, dass der Preis auf zehn Jahre angelegt ist. Bis dahin könnten wir in einer deutlich anderen Situation sein.»

Williams Vater König Charles III. ist seit Jahrzehnten als passionierter Klimaschutz-Vorkämpfer bekannt. Als Monarch hat er nun jedoch weniger Freiheiten. Experte Prescott beschreibt dies als «schwierigen Balance-Akt». Einerseits sei es wichtig, dass die Monarchie Aufmerksamkeit auf wichtige Themen lenke - andererseits müsse der König über jeglicher parteipolitischer Debatte stehen.

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