Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Foto: Pixabay
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Queen überträgt Meghans Theater-Schirmherrschaft an Camilla

LONDON: Queen Elizabeth II. (95) hat das erste der vielen Ehrenämter von Herzogin Meghan (40) neu in der Royal Family verteilt. Künftig übernimmt ihre Schwiegertochter Herzogin Camilla (74) die Schirmherrschaft über das National Theatre, wie der Palast in der Nacht zum Freitag mitteilte. Die frühere Schauspielerin Meghan und ihr Ehemann, Queen-Enkel Prinz Harry (37), hatten im Februar 2021 ihre royalen Pflichten niedergelegt. Damit mussten sie auch ihre Ehrentitel und Schirmherrschaften aufgeben.

Die Ernennung Camillas gilt als weiteres Zeichen, dass die Ehefrau von Thronfolger Prinz Charles (73) die Gunst der Queen genießt. Die Monarchin hatte sich zu ihrem 70. Thronjubiläum im Februar gewünscht, dass Camilla britische Königin («Queen consort») wird, wenn sie stirbt und Charles König wird.

Das National Theatre zeigte sich begeistert über die Wahl. Camilla sei eine langjährige Unterstützerin der Künste, eine leidenschaftliche Theaterliebhaberin und Verfechterin von Literatur und Drama. Das Theater ist eine der bekanntesten Kunststätten des Landes. Seit 1976 residiert es in einem modernen Gebäude, das Prinz Charles einst mit einem Atomkraftwerk verglich.

Camilla hält bereits zahlreiche Schirmherrschaften, darunter für die The Royal Academy of Dance, die Royal Society of Literature und das London Chamber Orchestra. Die Queen war selbst lange Schirmherrin des National Theatre, bevor sie das Ehrenamt 2019 an Meghan übertrug. Es wird damit gerechnet, dass die Queen nun auch bald die ehemalige Schirmherrschaft Meghans für den Hochschulverband Association of Commonwealth Universities an ein anderes Familienmitglied überträgt.


Auch Intendant Bachler findet Gergijew-Rauswurf heuchlerisch

MÜNCHEN: Kulturmanager Nikolaus Bachler hat den Rauswurf des russischen Dirigenten und Putin-Freunds Waleri Gergijew bei den Münchner Philharmonikern als heuchlerisch verurteilt. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) habe Gergijew engagiert und noch vor Kurzem seine Vertragsverlängerung als Glück für die Stadt bezeichnet, sagte Bachler am Donnerstag der österreichischen Presse-Agentur APA. Bachler leitete bis zum Vorjahr die Bayerische Staatsoper und managt nun die Osterfestspiele Salzburg. Auch wenn Putin einen grässlichen Krieg vom Zaun gebrochen habe, sei es scheinheilig und «ganz unmöglich», sich jetzt reinzuwaschen, indem man den Dirigenten hinauswerfe, den man gerade noch unter den gleichen Bedingungen geholt habe. Der Intendant der im Sommer stattfindenden Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, hatte vorige Woche ähnliche Kritik geübt.

Reiter hatte die Trennung von Gergijew Anfang März damit begründet, dass dieser sich trotz Aufforderung nicht vom Angriff Russlands auf die Ukraine distanziert hatte. Weltweit wurde Gergijew auch von anderen renommierten Häusern und Orchestern ausgeladen.

Bei der Staatsanwaltschaft München I ist wegen des Rauswurfs Gergijews derweil eine Anzeige des AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron gegen Reiter eingegangen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Vorwurf: versuchte Nötigung in einem besonders schweren Fall. Die Anzeige richtet sich auch gegen den Management-Direktor der Münchner Philharmoniker, Christian Beuke, und den Intendanten der Bayerischen Staatsoper, Serge Dorny. «Es wird derzeit geprüft, ob aufgrund der Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren einzuleiten ist,» sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Anne Leiding.


Netflix zeigt in USA Comedy-Serie mit ukrainischem Präsidenten

NEW YORK/BERLIN: Netflix hat die Polit-Comedy-Serie «Diener des Volkes» mit dem ukrainischen Präsidenten in sein Angebot in den USA aufgenommen. Das teilte der Streaminganbieter über Twitter mit, in den USA heißt die Serie «Servant of the People». In Deutschland ist sie auf der Netflix-Plattform derzeit nicht zu sehen. Es gibt aber eine andere Möglichkeit: Der deutsch-französische Sender Arte zeigt die erste Staffel in seiner Mediathek.

Bevor Wolodymyr Selenskyj Präsident der Ukraine wurde, war er als Schauspieler und Komiker tätig gewesen. In der vor Jahren auf den Markt gekommenen ukrainischen Fernsehserie «Diener des Volkes» spielte er ausgerechnet die Rolle eines Lehrers, der plötzlich Präsident der Ukraine wird.


Deutscher Astronaut Maurer absolviert am Mittwoch Außeneinsatz im All

KÖLN/HOUSTON: Als vierter Deutscher steigt Esa-Astronaut Matthias Maurer am kommenden Mittwoch (23.3.) zu einem Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation (ISS) in den freien Kosmos aus. Bei dem etwa sechseinhalbstündigen Einsatz rund 400 Kilometer über der Erde soll Maurer zusammen mit dem US-Amerikaner Raja Chari Wartungsarbeiten übernehmen, wie die europäische Raumfahrtbehörde Esa am Donnerstag mitteilte. Der Einsatz soll um 13.50 Uhr MEZ beginnen.

Er freue sich sehr, teilte Maurer mit. «Wir haben letzten Freitag unsere Anzüge überprüft und sichergestellt, dass alles in Ordnung und einsatzbereit ist.» Schon ein geringer Defekt gilt als hochriskant in dem lebensfeindlichen Umfeld. Bei dem Einsatz arbeite Maurer auch an der externen europäischen Forschungsplattform Bartolomeo, sagte Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Maurer wird am Freitag (18.3.) 52 Jahre alt. Der Saarländer ist der zwölfte Deutsche im All und der vierte auf der ISS. Auch seine drei Vorgänger auf dem Außenposten der Menschheit hatten einen solch akribisch geplanten und körperlich anstrengenden Einsatz absolviert: Thomas Reiter (2006), Hans Schlegel (2008) und Alexander Gerst (2014).

Maurer war am 11. November mit drei Kollegen der US-Raumfahrtbehörde Nasa in einem US-Raumschiff zur ISS geflogen. Dort soll er bis voraussichtlich Ende April zahlreiche Experimente durchführen.


Schwarzenegger ruft Russen zum Kampf gegen Propaganda auf

LOS ANGELES: Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger hat die russische Bevölkerung dazu aufgerufen, sich gegen die Propaganda ihres Staates zu wehren. «Ich spreche heute zu euch, weil es Dinge in der Welt gibt, die euch vorenthalten werden - schreckliche Dinge, von denen ihr wissen solltet», sagte der 74-Jährige in dem bei Twitter und Telegram veröffentlichten Video.

Er selbst habe im Laufe seiner Karriere eine tiefe Verbindung zu Russland aufgebaut. Aufgrund der Brutalität seines Handels sei Russland nun aber von der restlichen Welt isoliert. Die Regierung habe die Bevölkerung und die Soldaten über die wahren Gründe für den Krieg in der Ukraine belogen. «Die Machthaber im Kreml haben diesen Krieg begonnen. Dies ist nicht der Krieg des russischen Volkes», sagte Schwarzenegger.

«Ich weiß, dass sich das russische Volk nicht darüber bewusst ist, dass solche Dinge geschehen. Deshalb fordere ich die russische Bevölkerung und die russischen Soldaten in der Ukraine auf, die Propaganda und die Desinformation zu durchschauen, die man erzählt», sagte Schwarzenegger. «Ich bitte Sie, mir zu helfen, die Wahrheit zu verbreiten. Informieren Sie Ihre russischen Mitbürger über die humanitäre Katastrophe, die sich in der Ukraine abspielt.»

Menschen, die in Russland gegen den Krieg demonstrierten, nannte er seine «neuen Helden». Und auch an Russlands Präsident Wladimir Putin wandte sich Schwarzenegger direkt: «Sie haben diesen Krieg begonnen. Sie führen diesen Krieg. Sie können diesen Krieg stoppen.»


Stars wie Blake Lively und Ryan Reynolds Mit-Ausrichter der Met-Gala

NEW YORK: Stars wie Blake Lively, Ryan Reynolds, Lin-Manuel Miranda und Regina King sollen sich bei der diesjährigen Met-Gala als Mit-Ausrichter betätigen. Die starbesetzte Gala ist nach zahlreichen Ausfällen und Verschiebungen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr wieder an ihrem traditionellen Termin am ersten Montag im Mai angesetzt. Auch Vogue-Chefin Anna Wintour, Designer Tom Ford und Instagram-Chef Adam Mosseri sollen als Ehren-Ausrichter dabei sein, wie das Museum am Central Park in Manhattan am Donnerstag mitteilte.

Der oft als «Party des Jahres» bezeichnete «Met Ball» ist eine alljährliche Spendenveranstaltung für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums. Die auf mehrere Millionen Dollar geschätzten Einnahmen des «Costume Institute Benefit» bilden das Jahresbudget des Instituts, das inzwischen nach Wintour benannt ist. Wegen der Pandemie hatte die Gala 2020 und 2021 im Mai abgesagt werden müssen und war dann schließlich im September 2021 mit Stars wie Lil Nas X, Sharon Stone und Lorde nachgeholt worden.

Damit war auch der erste Teil einer Ausstellung über die Geschichte der amerikanischen Mode eröffnet worden: «In America: A Lexicon of Fashion». Mit der Gala im Mai soll nun der zweite Teil eröffnet werden: «In America: An Anthology of Fashion». Beide werden bis September 2022 zu sehen sein. Der zweite Teil der Schau soll rund 100 US-amerikanische Kleidungsstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert zeigen. An der Inszenierung beteiligen sich auch berühmte Regisseure wie Sofia Coppola und Martin Scorsese.


Harry Wijnvoord hat an Bord eines Kreuzfahrtschiffs geheiratet

KÖLN: Fernsehmoderator Harry Wijnvoord hat seiner Partnerin Iris an Bord eines Kreuzfahrtschiffs das Ja-Wort gegeben. Die Zeremonie mit einem Pastor wurde am Donnerstag live auf dem Sender sonnenklar.TV übertragen. Auf die Frage, ob er seine Iris als Ehefrau lieben und ehren wolle, in guten und in bösen Tagen, antwortete der Niederländer mit kräftiger Stimme: «Ja, ich will, mit Gottes Hilfe.» Danach wurden Ringe getauscht - und es gab einen dicken Kuss.

Das Paar war bereits seit 2021 standesamtlich verheiratet, nun kam noch eine feierliche Trauung hinzu. Kennengelernt hatten sich die beiden 2019 während des Karnevals vor einer Kölner Kneipe. Wijnvoord ist vor allem als Moderator der RTL-Gameshow «Der Preis ist heiß» bekannt, die bald ein Revival erleben soll. Seine Frau Iris hat eine Damenboutique in Lüdinghausen. Für beide ist es die zweite Ehe.

Bei der Feier auf dem Rhein-Schiff waren auch einige fernseherfahrene Gäste an Bord. Unter anderem lauschte «Geh aufs Ganze!»-Moderator Jörg Draeger der Trauung in einem cremefarbenen Anzug. Für die musikalische Begleitung war Mike Leon Grosch zuständig, einst Kandidat bei «Deutschland sucht den Superstar». Aus einem seiner Lieder stammte auch der Trauspruch: «Zwei Herzen, eine Seele, zwei, die sich immer lieben, wir teilen denselben Traum, bei dir bin ich zu Haus.»


«Let's Dance»: Promis alle wieder fit - Tänzerin Menzinger fällt aus

BERLIN: In der RTL-Tanzshow «Let's Dance» sind am Freitagabend (20.30 Uhr) wieder alle Promis dabei. Politikerin Caroline Bosbach (32), Unternehmerin Lilly zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (49) und Schauspieler Timur Ülker (32) sind nach ihren Corona-Infektionen wieder am Start, wie RTL am Donnerstag bei der Vorstellung der Tänze mitteilte. Alle drei hatten in der vergangenen Show wegen positiver Corona-Tests aussetzen müssen. «Ich merke richtig: Mein Körper ist zwar da, aber irgendwie auch nicht», sagte Ülker nach einem Training mit Profitänzerin Malika Dzumaev (31), die ebenfalls infiziert war, am Donnerstag bei Instagram.

Während die Promis wieder gesund sind, fällt Profitänzerin Kathrin Menziger (33) an der Seite von Zirkusartist René Casselly (25) wegen eines positiven Corona-Tests aus. Obwohl sie alles getan habe, damit das nicht passiert, habe es sie erwischt, sagte Menzinger bei Instagram. Sie wird in Show 4 durch Regina Luca (33) ersetzt. Casselly geht nicht nur mit einer neuen Tanzpartnerin ins Rennen, sondern auch mit einem Bonuspunkt. Dieser wurde ihm in der Show am vergangenen Freitag von Jury und Publikum verliehen. Wegen der drei Corona-Ausfälle war kein Kandidat ausgeschieden.


Erste St. Patrick's-Feier seit drei Jahren - auch Royals dabei

DUBLIN/ALDERSHOT: Erstmals seit drei Jahren ist in Irland und Großbritannien wieder mit Paraden der St. Patrick's Day gefeiert worden. Zahlreiche Menschen zogen grün gekleidet und ausgelassen durch die irische Hauptstadt Dublin. In der englischen Garnisonsstadt Aldershot südwestlich von London besuchten Queen-Enkel Prinz William (39) und seine Ehefrau Herzogin Kate (40) die Parade der Irish Guards. Begrüßt wurden sie vom Maskottchen des Regiments, dem irischen Wolfshund Turlough Mor, auch bekannt als Seamus.

Britische und irische Regierungsvertreter wünschten über soziale Medien «Happy St Patrick's Day!». Nicht teilnehmen an den Feierlichkeiten konnte allerdings der irische Regierungschef Micheal Martin. Er wurde bei einem Besuch in den USA positiv auf das Coronavirus getestet und musste ein Treffen mit US-Präsident Joe Biden absagen.

Am 17. März jährt sich der Todestag des heiligen Patrick (um 385-461), der im 5. Jahrhundert an der Verbreitung des christlichen Glaubens auf der «Grünen Insel» beteiligt war. Irische Auswanderer brachten die Feiern zu Ehren ihres Nationalheiligen auch in die USA. Inzwischen gibt es am St. Patrick's Day in vielen Ländern Umzüge.


«mea ois wia mia» - Österreich wird Gastland der Leipziger Buchmesse

LEIPZIG: Österreich will sich als Gastland der Leipziger Buchmesse 2023 als offenes Land präsentieren. Das Nachbarland stellt seinen Auftritt unter das Motto «mea ois wia mia», wie die künstlerische Leiterin Katja Gasser bei der Programmvorstellung am Donnerstag in Leipzig sagte. Es sei gemeint als Gegenentwurf zu der «mia san mia»-Mentalität, die auch häufig anzutreffen sei. «Wir wollen zeigen, dass wir als Österreich die Kapazität haben, als offenes «Wir» aufzutreten», sagte Gasser.

Die Veranstalter planen ein komplettes Jahr der österreichischen Kultur bis zur Buchmesse im nächsten Jahr. Daran sollen rund 300 Kulturschaffende, mehrheitlich Autorinnen und Autoren, mitwirken. Allerdings sollen auch Theater und bildende Kunst im Programm ihren Platz finden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz seien rund 100 Veranstaltungen geplant. Das Budget für den Gastland-Auftritt liege bei zwei Millionen Euro, sagte Andrea Mayer, Staatssekretärin im österreichischen Kulturministerium.

Buchmesse-Direktor Oliver Zille sagte, Österreich habe eine spannende Literaturszene, die in Deutschland noch mehr Aufmerksamkeit verdiene. Zugleich sei Österreich der größte und wichtigste Auslandsmarkt für die deutsche Buchbranche. Nach Angaben des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels gibt es im Nachbarland rund 350 zumeist mittelständische Verlage. Pro Jahr kommen rund 9000 neue Bücher auf den Markt.


Nach Kritik an Interview: BBC entschädigt Dianas Ex-Privatsekretär

LONDON: Wegen des berühmten Interviews mit Prinzessin Diana im Jahr 1995 zahlt die BBC deren früherem Privatsekretär Schadenersatz. Der britische Sender erkenne an, dass Patrick Jephson durch die Art und Weise, wie das Interview zustande gekommen sei, einen Schaden gehabt habe, teilte die BBC am Donnerstag mit. Man habe mit Jephson, der als Journalist und Autor tätig ist, eine Einigung erzielt. «Die BBC entschuldigt sich uneingeschränkt», hieß es in der Mitteilung. Man habe die rechtlichen Kosten übernommen und außerdem eine «substanzielle Summe» an Schadenersatz gezahlt. Jephson kündigte am Donnerstag an, das Geld an ein Kinderhospiz in Wales zu spenden.

Aus einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Untersuchungsbericht war hervorgegangen, dass der frühere BBC-Reporter Martin Bashir gefälschte Dokumente eingesetzt hatte, um für das Interview Zugang zu Prinzessin Diana zu erhalten. Bashir hatte dabei gefälschte Zahlungsdokumente an Jephson und einen weiteren royalen Bediensteten vorgelegt. Diese sollten beweisen, dass Diana von Menschen in ihrem Umfeld bespitzelt wurde. Die Prinzessin, die als paranoid galt und überall Nebenbuhlerinnen und Verschwörungen gegen sich vermutet haben soll, fühlte sich dadurch bestätigt - und packte aus. Später vertuschte die BBC das Fehlverhalten ihres Reporters.

Das zur besten Sendezeit ausgestrahlte Exklusivgespräch hatte 1995 rund 23 Millionen Menschen in Großbritannien vor die Fernseher gelockt. Die bereits von Prinz Charles getrennte, aber noch nicht geschiedene Prinzessin beschrieb damals, wie sie sich vom Königshaus alleine gelassen und sabotiert fühlte. Und sie legte die Affäre ihres Mannes mit seiner heutigen Ehefrau Camilla Parker-Bowles offen. «Wir waren zu dritt in dieser Ehe», sagte Diana in die Kamera - ein unerhörter Tabubruch.


Nelsons leitet erste Salzburger Osterfestspiele nach Ära Thielemann

MÜNCHEN: Dirigent Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig werden 2023 als erstes Gastorchester der Salzburger Osterfestspiele die Neuausrichtung des Festivals einläuten. Das gab Intendant Nikolaus Bachler am Donnerstag in München bekannt. Nachdem die Sächsische Staatskapelle Dresden unter ihrem Chef Christian Thielemann im April ihre Abschiedssaison als langjähriges Stammorchester bestreitet, will Bachler künftig zu Ostern jedes Jahr ein anderes führendes Ensemble in der Mozartstadt präsentieren.

Im Zentrum des Programms 2023 steht eine Wiederaufnahme von Romeo Castelluccis Inszenierung von Richard Wagners «Tannhäuser», bei der Startenor Jonas Kaufmann sein Rollendebüt in der Titelpartie geben wird. Bei den Konzerten steht die bedeutende russische Komponistin Sofia Gubaidulina und ihr mystisch erschütterndes Werk «Der Zorn Gottes» im Mittelpunkt.

Doch Intendant Bachler will auch den künstlerischen Fokus des Festivals ausweiten. Erstmals wird zu Ostern in Salzburg getanzt: Der Israelische Choreograph Emanuel Gat wird ein neues Stück «Träume» zur Musik von Wagners «Wesendonck-Liedern» zur Uraufführung bringen. Außerdem soll der deutsche DJ WestBam bei einem Auftritt seine elektronische Musik mit Wagner verschmelzen. «Wir werden ein neues Kapitel aufschlagen», sagte Bachler.

Zuvor geht von 9. bis 18. April die letzte Saison der Ära Thielemann über die Bühne. Er dirigiert eine Neuinszenierung von Richard Wagners Oper «Lohengrin». Die Sächsische Staatskapelle spielt mit Gastdirigent Tugan Sokhiev unter anderem die 7. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch.


Astronaut Maurer feiert Geburtstag im All (Foto-Archiv)

HOUSTON/KÖLN: Inmitten der schweren Ukraine-Krise feiert der deutsche Astronaut Matthias Maurer an diesem Freitag gemeinsam mit der russisch-amerikanischen Crew an Bord der Internationalen Raumstation ISS seinen 52. Geburtstag. Dazu lade er alle abends zu einem Essen ein, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Da an dem Tag drei weitere russische Kosmonauten erwartet würden, seien sie dann zu zehnt. «Ich möchte natürlich das Beste servieren, ein bisschen saarländisches Essen», sagte der gebürtige Saarländer. «Ich muss mal gucken, dass ich da noch genügend Essen hier habe.» Maurer war am 11. November mit drei Kollegen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zum Außenposten der Menschheit aufgebrochen. Er soll Ende April zur Erde zurückkehren.


Frauke Ludowig hat während Corona «richtig flachgelegen» (Foto-aktuell)

BERLIN: TV-Moderatorin Frauke Ludowig (58) ist von ihrer Corona-Infektion einige Tage lang aus der Bahn geworfen worden. «Ich hatte wirklich drei schwierige Tage, hab' richtig flachgelegen, mit allem, was dazugehört. Schüttelfrost, Fieber und Übelkeit», sagte die Moderatorin des RTL-Magazins «Exclusiv - Das Starmagazin» am Mittwoch am Rande der Berliner Modewoche. «Ich hab' immer gedacht, ich krieg's nicht, aber die Wahrheit war, ich hab's doch gekriegt.» Nach drei Tagen sei aber alles wieder gut gewesen. Auch ihre Tochter Nele, mit der sie am Mittwochabend eine Laufstegschau von Marc Cain besuchte, hatte sich angesteckt. Wegen ihrer Corona-Erkrankung war Ludowig Anfang März als Moderatorin des RTL-Magazins «Exclusiv Spezial - Let's Dance» ausgefallen, wie der Sender RTL mitgeteilt hatte.


Kim Kardashian schwärmt von Pete Davidson: «Wir sind so süß» (Foto-Archiv)

LOS ANGELES: US-Reality-Star Kim Kardashian (41) hat in einem Fernsehinterview begeistert über ihre Beziehung mit dem US-Komiker Pete Davidson (28) gesprochen. Sie habe die «süßesten» gemeinsamen Fotos, sagte Kardashian in der der Fernsehsendung «Ellen DeGeneres Show». Ein vierminütiger Clip davon wurde am Mittwoch im Netz veröffentlicht. Darin spricht Moderatorin Ellen DeGeneres ihren Gast auf jüngste Fotos des Paares auf Kardashians Instagram-Konto an. Mit dem Posting habe sie nun die Beziehung mit Davidson in ihren sozialen Medien offiziell gemacht, witzelte der Reality-TV-Star. Angesichts der Fotos kam sie ins Schwärmen: «Oh mein Gott, wir sind so süß.» Im Februar 2021 hatte Kardashian nach siebenjähriger Ehe die Scheidung von Rapper Kanye West eingereicht. West freut sich nicht mit seiner Exfrau. In den vergangenen Wochen wurden Kardashian und Davidson in den sozialen Medien immer wieder von West angefeindet.


US-Schauspieler Smollett aus Gefängnis entlassen (Foto-aktuell)

CHICAGO: Der wegen eines vorgetäuschten rassistischen und homophoben Angriffs zu fünf Monaten Haft verurteilte US-Schauspieler Jussie Smollett ist nach einer Woche aus der Haft entlassen worden. Ein Berufungsgericht in Chicago gab laut Medienberichten einem Antrag der Verteidiger statt, den früheren Star der US-Serie «Empire» auf freien Fuß zu setzen, bis über den Einspruch gegen die Verurteilung entschieden ist. Im Januar 2019 erzählte Smollett der Polizei, dass er nachts nahe seiner Wohnung von zwei maskierten Männern angegriffen worden sei. Später wurde er wegen mutmaßlicher Falschaussagen festgenommen. Im Dezember 2021 sprach ein Gericht Smollett in den meisten Anklagepunkten schuldig. Vergangene Woche verurteilte ein Richter ihn schließlich unter anderem zu 150 Tagen Gefängnis, einer 30-monatigen Bewährungsstrafe und zur Zahlung von rund 120.000 Dollar als Entschädigung für die Polizeiermittlungen.


Leute kompakt

Gentleman positiv auf Corona getestet (Foto-Archiv)

KÖLN: Der Musiker Gentleman ist positiv auf Corona getestet worden. Der 46-jährige Reggae-Künstler, der mit bürgerlichem Namen Tilmann Otto heißt, habe keine Symptome, sei aber natürlich dennoch in Quarantäne, teilte am Donnerstag das Literaturfestival Lit.Cologne in Köln mit. Sein dort für Donnerstagabend geplanter Auftritt musste deshalb abgesagt werden. Die Lit.Cologne findet erstmals seit 2019 wieder in Präsenz statt.


Nach Protest gegen Krieg: Moskauer Primaballerina tanzt in Amsterdam

AMSTERDAM: Die russische Primaballerina Olga Smirnowa (31) hat nach Protesten gegen die russische Invasion in die Ukraine das Moskauer Bolschoi Ballet verlassen und wird nun in Amsterdam tanzen. Sie habe sich dem Nationalen Ballet in Amsterdam angeschlossen und sei am Mittwoch dem Ensemble vorgestellt worden, teilte ein Sprecher mit. Smirnowa hatte sich erst kürzlich deutlich gegen den Ukraine-Krieg ausgesprochen: Anfang März hatte sie in dem sozialen Medium Telegram geschrieben, «dass ich mit allen Fasern meiner Seele gegen den Krieg bin».

Die Zusammenarbeit mit dem Ballet von Amsterdam war nach den Worten des Sprechers schon länger ein Wunsch der Primaballerina. Durch die russische Invasion sei dieser nun sehr schnell erfüllt worden. «Olga Smirnowa ist eine außergewöhnliche Tänzerin», sagte Ted Brandsen, Direktor des Nationale Ballet. «Es ist sehr besonders, dass sie jetzt bei uns in den Niederlanden tanzen wird.» Auf der Amsterdamer Bühne soll sie bereits ab 3. April zu sehen sein im russischen Ballet-Klassiker «Raymonda».

Smirnowa, die einen ukrainischen Großvater hat, schrieb auf Telegram: «Ich hätte nie gedacht, dass ich mich für Russland schämen würde, ich war immer stolz auf das talentierte russische Volk, unsere kulturellen und sportlichen Errungenschaften.» Sie habe erwartet, dass entwickelte Länder im 21. Jahrhundert Konflikte mit friedlichen Mitteln lösen würden.

Auch ein Solo-Tänzer des Mariinksy Ballets aus Sankt Petersburg hat Russland verlassen. Der ursprünglich aus Brasilien stammende Tänzer Victor Caixeta wurde ebenfalls ins Ensemble in Amsterdam aufgenommen, berichtet die Nachrichtenagentur ANP.


«Zwei Leben, eine Bühne»: Bewegende Doku über Eugen und Roger Cicero

HAMBURG: Am 24. März jährt sich der Todestag von Roger Cicero zum 6. Mal. Noch zu seinen Lebzeiten begannen die Dreharbeiten zu einer Kino-Musikdoku über ihn und seinen Vater Eugen Cicero. Jetzt kommt sie in die Kinos.

Sie waren Vater und Sohn, vor allem aber waren sie beide außergewöhnliche Musiker: Eugen und Roger Cicero. Während Eugen in den 1960er als Klaviervirtuose Berühmtheit erlangte und mit Sängerinnen wie Ella Fitzgerald und Shirley Bassey auftrat, machte Roger den deutschsprachigen Swing salonfähig und begeisterte seine Fans mit einer Mischung aus Pop, Jazz und Swing, gewürzt mit frechen und amüsanten Texten. Ihre Lebensgeschichten sind untrennbar miteinander verwoben und weisen zahlreiche Parallelen auf - vom rasanten Aufstieg bis zu schmerzhaften Abstürzen, vom Ringen zwischen kommerziellem Erfolg und künstlerischer Integrität bis hin zu ihrem tragischen Tod an einem Hirninfarkt.

Zum 6. Todestag von Roger Cicero (1970-2016) am 24. März kommt der bewegende Kino-Dokumentarfilm «Cicero - Zwei Leben, eine Bühne» über Roger und Eugen Cicero (1940-1997) in die deutschen Kinos. Regie führt Kai Wessel («Nebel im August», «Hilde»), Autorin ist die Hamburger Produzentin Katharina Rinderle. Mehr als 50 teils sehr persönliche Interviews wurden mit Weggefährten und Zeitzeugen geführt, darunter Multitalent Till Brönner und Schlagzeuger Charly Antolini. Herausgekommen ist eine emotionale Hommage an zwei außergewöhnliche Musiker, die beide Grenzen überwanden und neue musikalische Wege beschritten.

Anhand der Interviews, zahlreicher Konzertmitschnitte und privatem Filmmaterial beleuchtet der Dokumentarfilm den Werdegang der beiden Musiker und versucht, ihre Leidenschaft für die Musik zu ergründen: Eugen Cicero war ein klassisch ausgebildeter Jazz-Pianist und Pionier des Crossover, lange bevor dieser Begriff Einzug in die Musiktheorie hielt. Sein Sohn Roger spielte unbemerkt in kleinen Hamburger Clubs, bis er mit deutschsprachigem Swing einen überwältigenden Erfolg feierte. «Ihren Mut, Neues zu wagen und Neuland zu betreten. Darin waren sie sich unglaublich ähnlich und zurecht musikalische Ausnahmeerscheinungen», so die Produzentin.


Roth unterstützt Pop-Solidaritätsveranstaltung: «Kultur für Frieden»

BERLIN: Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat ihre Unterstützung für eine vor dem Brandenburger Tor in Berlin geplante Solidaritätsveranstaltung der Pop-Szene aus der Ukraine, Russland und Deutschland angekündigt. «Kultur für den Frieden - und gegen die Aggression des Putin-Regimes, Solidarität mit der Ukraine, aber auch mit den vielen Menschen in Russland, gerade aus Kunst, Kultur und Medien, die den Mut haben, sich gegen den Krieg zu wenden und für den Frieden einzutreten - all diese Ziele unterstütze ich aus ganzem Herzen», schrieb die Grünen-Politikerin in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Brief an die Veranstalter.

Unter dem Motto «Sound of Peace» ist für Sonntag (20.3.) eine musikalische Friedenskundgebung vorgesehen, die aber kein Konzert werden soll. Die Veranstalter haben bisher Bands und Künstlerinnen und Künstler wie Silbermond, Gentleman, Revolverheld, Michael Patrick Kelly oder Zoe Wees als Teilnehmer angekündigt. Weitere Zusagen werden den Angaben zufolge erwartet.

«Der kulturelle Raum ist der Raum, in dem wir uns als Menschen treffen und neue Formen des Zusammenlebens suchen», schrieb Roth. «Für Boykotte, Rassismus und Diskriminierung ist dort kein Platz.»


Michelle Obama zu Gast in letzter «Ellen DeGeneres Show» (Foto-Archiv)

LOS ANGELES: US-Moderatorin Ellen DeGeneres (64) empfängt die ehemalige First Lady Michelle Obama in der letzten Ausgabe ihrer «Ellen DeGeneres Show». Für die Abschiedssendung am 26. Mai seien zudem weitere Stars aus Film, Musik und Sport eingeladen, wie die Macher der Show am Mittwoch (Ortszeit) unter anderem den US-Branchenblättern «Deadline» und «Entertainment Weekly» mitteilten. Erwartet werden demnach Jennifer Garner, Channing Tatum, Zac Efron, Adam Levine, Behati Prinsloo, Gwen Stefani, David Letterman, Diane Keaton, Serena Williams und Kim Kardashian. Auch DeGeneres' Ehefrau, die Schauspielerin Portia de Rossi, werde zu sehen sein. Die Moderatorin hatte im Mai in einem Interview mit dem Magazin «Hollywood Reporter» mitgeteilt, die Show nach der laufenden 19. Staffel einzustellen.


Senta Berger: Wurde bei Fliegeralarm mit Bilderbüchern getröstet (Foto-Archiv)

AUGSBURG: Filmstar Senta Berger führt ihre enge Beziehung zu Kinderbüchern auf früheste Kriegserlebnisse zurück. Ihre Mutter habe sie als Kleinkind bei Fliegeralarm immer mit Bilderbüchern zu trösten versucht, sagte die 1941 geborene Schauspielerin der «Augsburger Allgemeinen». «Damals saßen wir sehr oft im Luftschutzkeller», sagte die 80-Jährige. «Dort waren die Leute fast hysterisch vor Angst, wenn dann noch ein Kind anfing zu schreien, war das für alle unangenehm», erinnert sich die gebürtige Wienerin. «Meine Mutter hat alles dafür getan, dass ich keine Angst habe, nicht weine und ruhig bin.» Deshalb habe sie immer viele Bücher mitgenommen.


Samuel L. Jackson über Sucht: «Ich war wie der Troll im Keller» (Foto-Archiv)

LOS ANGELES: Hollywood-Star Samuel L. Jackson (73) ist nach eigenen Worten als junger Mann von seiner Ehefrau aus seiner Suchterkrankung gerettet worden. «Sie hätte nicht versuchen müssen, mich zu heilen», sagte er in einem gemeinsamen Interview des Paars im Magazin «People» (Freitag). «Sie hätte einfach sagen können: «Verschwinde» und mich in die Welt entlassen können. Sie hätte mich gehen lassen und das sein lassen können, was ich sein wollte.» Stattdessen habe seine Frau darauf bestanden, dass er einen Entzug mache und Kliniken abtelefoniert, um einen Platz für ihn zu finden. In den frühen Jahren ihrer Ehe habe er hauptsächlich im Keller des gemeinsamen Hauses in New York gehaust, erzählte Jackson weiter. «Ich war wie der Troll im Keller, und ab und zu kam ich nach oben, um irgendetwas zu tun. Ich war süchtig und verrückt.» Die Liebe seiner Familie habe ihm geholfen, «der Mann zu werden, der ich sein sollte».

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