Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Foto: Pixabay
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Prinz Charles entsetzt über immer mehr Angriffe auf Rettungskräfte

LONDON: Der britische Thronfolger Prinz Charles (72) hat sich schockiert gezeigt über eine wachsende Zahl an Übergriffen auf Rettungskräfte in Großbritannien. Bei einem Besuch im Chelsea and Westminster Hospital in London am Donnerstag traf er unter anderem mit Sanitätern zusammen, die Opfer von Attacken im Einsatz geworden waren. «Man kann das nicht glauben, oder?», so Charles nach dem Gespräch und fügte hinzu: «Das ist für mich unvorstellbar, inakzeptabel. Warum solltest du jemanden angreifen, der versucht, sich um dich zu kümmern?»

Nach Angaben des London Ambulance Service gab es allein zwischen April 2020 und Januar dieses Jahres knapp 530 gewalttätige Angriffe auf Mitarbeiter und Freiwillige in der britischen Hauptstadt. «Bei diesen Attacken handelt es sich um Treten, Schlagen, Kopfstöße, Beißen und Anspucken», sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge ein Sprecher. In mehr als 800 weiteren Fällen seien Drohungen oder Beleidigungen gegen die Rettungskräfte ausgesprochen worden. Insgesamt lag die Zahl der Übergriffe in England laut Gesundheitsdienst NHS in den Jahren 2020 und 2021 mit rund 3570 um mehr als 30 Prozent über dem Niveau des Vergleichszeitraums vor fünf Jahren.


Schauspieler M'Barek: Politik hat Kultur «komplett vernachlässigt»

BERLIN: Schauspieler Elyas M'Barek (39, «Fack ju Göhte») hat die Politik für den Umgang mit der Kultur während der Corona-Pandemie kritisiert. «Mein Eindruck ist, dass der Kulturbetrieb komplett vernachlässigt wurde», sagte M'Barek in einem am Donnerstag veröffentlichten «Bild»-Interview. «Viele Menschen, die in der Branche arbeiten, gerade auch Künstler und deren Mitarbeiter wurden sehr allein und im Stich gelassen.»

Die Krise habe die Menschen seiner Meinung nach kaum zum Besseren verändert. «Die Solidarität und die Empathie beispielsweise gegenüber den Pflegeberufen ist doch längst passé, und einige beneiden mittlerweile den Nächsten, weil er geimpft ist und man selbst nicht. Ich kann der ganzen Krise leider keinen schönen Effekt abgewinnen», sagte M'Barek.

Für ihn persönlich sei das vergangene Jahr gar nicht so anders als sonst gewesen. «Ich drehe normalerweise ein oder zwei Filme im Jahr, bin sehr privilegiert und außerdem sehr lange Stillstände gewohnt. So habe ich die Pandemie anfangs auch gesehen: als verordneten Stillstand», sagte der Schauspieler. Entspannt habe er sich beim Basteln mit Legosteinen.


Bericht: Fehler erleichterten Anschlag auf Ariana-Grande-Konzert

MANCHESTER: Schwere Sicherheitsmängel haben einem Untersuchungsbericht zufolge das tödliche Terrorattentat auf das Konzert von Ariana Grande in Manchester 2017 erleichtert. Es seien mehrere Möglichkeiten verpasst worden, Leben zu retten, sagte der Chef der Untersuchungskommission, John Saunders, am Donnerstag. So hätten Mitglieder des Sicherheitsdienstes nicht richtig reagiert. Zudem sei das Foyer der Manchester Arena nicht flächendeckend von Kameras erfasst worden, auch seien dort keine Polizisten stationiert gewesen.

Bei dem Anschlag am 22. Mai 2017 hatte ein polizeibekannter Mann nach einem Konzert der Sängerin einen Sprengsatz gezündet und dadurch 22 Konzertbesucher mit in den Tod gerissen, darunter mehrere Jugendliche und Kinder. Hunderte Menschen erlitten Verletzungen oder wurden traumatisiert.

Saunders betonte, verantwortlich für den Anschlag seien der Terrorist Salman Abedi sowie sein Bruder, der zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Der Attentäter hätte aber rechtzeitig als Gefahr identifiziert werden müssen, sagte Saunders. «Falls das passiert wäre, hätte Abedi vermutlich trotzdem seinen Sprengsatz gezündet, aber der Verlust an Leben und die Zahl der Verletzten wäre höchstwahrscheinlich geringer ausgefallen.»

Saunders gab mehrere Beispiele an. So habe etwa ein Sicherheitsmann einen Augenzeugen abgewimmelt, der ihn auf verdächtiges Verhalten des späteren Attentäters ansprach. Zwei Polizisten machten zudem eine zweistündige Essenspause und fuhren dafür zu einem mehrere Kilometer entfernten Schnellimbiss.


«Danke» nach fast 15 Jahren: Diana Ross bringt neues Album heraus

NEW YORK: US-Souldiva Diana Ross (77) bringt erstmals seit fast 15 Jahren ein neues Album heraus.

«Thank You» werde im September erscheinen, teilte sie via Kurznachrichtendienst Twitter mit. «Ich bin so aufgeregt.» Eine gleichnamige Single erschien bereits am Donnerstag. Ross hatte vor allem in den 1970er und 80er Jahren mit der Frauenband The Supremes und solo Welterfolge gefeiert. Ein Album mit zumindest teilweise neuem Material veröffentlichte sie zuletzt 2007.


Viel Geträumtes am ersten Tag des Bachmann-Wettlesens

KLAGENFURT: Traumartige Szenerien und der Traum vom anderen Leben haben sich durch den ersten Tag des Bachmann-Wettlesens gezogen. Einen starken Eindruck bei der Jury hinterließ am Donnerstag der Berliner Dramatiker Necati Öziri mit dem inneren Monolog eines jungen Mannes, der sich das Leben seines schon lange abwesenden Vaters vorstellt. Öziris Text «Morgen wache ich auf und dann beginnt das Leben» habe eine «Wucht wie ein Hammerwerk», sagte Jurymitglied Michael Wiederstein bei dem mehrtägigen deutschsprachigen Literaturwettbewerb im österreichischen Klagenfurt.

Die erste der vorab aufgezeichneten Lesungen der hybriden Veranstaltung absolvierte die Schweizerin Julia Weber. Sie präsentierte eine märchenhafte Erzählung über eine engelsgleiche Frau, die eine andere Frau aus ihrer traurigen Existenz zurück ins Leben reißt. Auch wenn der Text «Ruth» die Jury aus Kritikern und Autoren in Klagenfurt spaltete, erhielt er viel Lob wegen seiner beeindruckenden Behandlung von Sexualität und Älterwerden.

Die Mühen des Erwachsenseins beschäftigten auch die Leipziger Autorin Heike Geißler, die bereits 2008 am Rennen um den mit 25.000 Euro dotierten Bachmann-Preis teilnahm. Ihren diesjährigen Beitrag «Die Woche» fanden etliche Juroren erst beim wiederholten Lesen oder Hören ansprechend.

«Die andere Frau» der österreichischen Teilnehmerin Magda Woitzuck erzählt von einer Krankenschwester, die das Leben ihrer verstorbenen Nachbarin erkundet. Die Salzburgerin Katharina Ferner beschloss den ersten Lesetag mit einer Abfolge von Träumen, die die Jury etwas verwirrt zurückließ. Vor der Preisbekanntgabe am Sonntag werden weitere neun Autoren und Autorinnen um die Wette lesen.


Science-Fiction-Film «Dune» feiert in Venedig Weltpremiere

VENEDIG: Der Science-Fiction-Film «Dune» des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve wird beim Festival in Venedig Weltpremiere feiern.

Er werde dort außer Konkurrenz am 3. September gezeigt, teilten die Macher des Kinofestes in der Lagunenstadt am Donnerstag mit. Der 53-jährige Villeneuve fuhr mit Werken wie «Arrival» und «Blade Runner 2049» weltweite Erfolge ein. In der Großproduktion «Dune» nach einer Romanreihe von Frank Herbert sind viele Kino-Promis dabei: darunter Charlotte Rampling, Javier Bardem, Rebecca Ferguson, Oscar Isaac und Timothée Chalamet. Die Neuverfilmung der Science-Fiction-Saga sollte eigentlich schon 2020 in die Kinos kommen, wurde aber auf das laufende Jahr verschoben. Die 78. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals in Venedig läuft vom 1. bis 11. September.


Expedition «Ocean Change» in den Nordatlantik mit Arved Fuchs beginnt

KIEL: Mit der vierten Etappe seiner «Ocean Change»-Expedition will Polarforscher Arved Fuchs das Interesse der Menschen für die Veränderungen des Meeres im Klimawandel wecken. «Wir haben ein Problem, und wir können es lösen. Was wir nicht haben, ist Zeit», sagte der 68-Jährige kurz vor dem Auslaufen seines Segelschiffs «Dagmar Aaen» am Donnerstag aus dem Kieler Hafen. Auf der Reise, die erst im Herbst 2022 enden soll, will Fuchs mit seiner Besatzung die Veränderungen des Golfstroms untersuchen. Zunächst führt die Route nördlich um Island, dann um die Südspitze Grönlands und schließlich in die kanadische Arktis.


Australischer Popstar Cody Simpson will als Schwimmer zu Olympia

ADELAIDE: Der australische Popstar Cody Simpson (24) ist auch als Schwimmer erfolgreich - und darf nach guten Leistungen in den Ausscheidungswettkämpfen in Adelaide noch von Olympia träumen. Der Ex-Freund von US-Sängerin Miley Cyrus hatte sich Ende 2020 in die engere Auswahl für Tokio geschwommen und nimmt nun nach einer persönlichen Bestleistung von 52,84 Sekunden über 100 Meter Schmetterling am Finale teil. «Ich habe gerade meine zwei Ziele für dieses Jahr auf einmal erreicht! Ein olympisches Trial-Finale und 100 Meter Schmetterling in rund 52 Sekunden», jubelte Simpson auf Instagram, wo er fast vier Millionen Follower hat. Der blonde Sänger, der es mit zahlreichen Singles in die internationalen Charts geschafft und schon mit Justin Bieber einen Song eingespielt hat («Home to Mama»), war bereits als Kind ein erfolgreicher Schwimmer.


Schriftsteller Kehlmann: So lief die Zusammenarbeit mit Daniel Brühl

BERLIN: Der Schriftsteller Daniel Kehlmann (46, «Tyll») hat nach eigenen Angaben nicht lange überlegt, ob er das Drehbuch zum Psychothriller «Nebenan» schreiben will. «Wenn man Schriftsteller ist, kommen öfters Leute mit Ideen zu einem», sagte Kehlmann bei der Sommerausgabe der Berlinale. Der Normalfall sei, dass man dann sage: «Ja, schöne Idee.» Manchmal sage man das ehrlich, manchmal nicht. Allerdings stets mit dem Zusatz: «Ist aber nicht für mich.» In dem Fall sei es anders gewesen. «Ich hörte diese Idee und dachte: Das ist genau für mich», sagte Kehlmann. «Und wir hatten so viel Spaß. Und es war so eine interessante, erfüllende Zusammenarbeit.»


Filmpremiere ist für Daniel Brühl das schönste Geburtstagsgeschenk

BERLIN: Schauspieler Daniel Brühl (43) hat auf der Sommerausgabe der Berlinale seinen neuen Film vorgestellt. In dem Psychothriller mit dem Titel «Nebenan», in dem Brühl auch eine Hauptrolle spielt und erstmals selbst Regie führt, geht es um zwei sehr verschiedene Figuren. Sie treffen in einer Berliner Kneipe aufeinander. Die Idee habe er vor zehn Jahren in Barcelona gehabt, in einem Tapas-Restaurant, in dem er bis heute noch gerne esse. Da habe ihm ein Mann gegenüber gesessen, der ihn die ganze Zeit fixiert habe, ohne zu blinzeln, ein bisschen wie in einem Sergio-Leone-Film. «Und ich wusste gleich, der mag mich nicht. Der kann mich nicht ertragen. Wie ich da sitze, mit meinem Rollköfferchen, frisch aus Berlin gelandet», sagte Brühl.


Bergsteiger Messner sieht manche junge Umweltschützer kritisch

ROM: Der 76-jährige Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner hält nichts von jungen kritischen Leuten, die in ihrem eigenen Alltag nicht zu Veränderungen bereit sind. «Ich mag keine jungen Leute, die sagen, wir Alten hätten die Welt zerstört, ohne dass sie die Kraft hätten, ihren Lebensstil zu ändern», sagte der Italiener der Zeitung «Corriere della Sera» vom Donnerstag. «In unserem Tal, auf unserem Hof, können wir autark mit wenig leben und zeigen, dass auch auf diese Weise im Kleinen die Welt gerettet werden kann.» Der Südtiroler war selbst in der Umweltpolitik aktiv und setzt sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein.


Kevin Hart will mit seinen Kindern offen über eigene Fehler sprechen

LOS ANGELES: Für US-Schauspieler und Komiker Kevin Hart («Jumanji») ist es wichtig, als bekannter Mensch mit seinen Kindern offen über die eigenen Fehler und Skandale zu reden. «Du musst mit deinen Kindern darüber sprechen, denn es wird rauskommen», sagte der 41-Jährige dem Online-Lifestyle-Magazin «Romper». Seinen Kindern sei bewusst, wer er ist. Der öffentliche Erfolg sei ein Geschenk und zugleich ein Fluch. «Das Geschenk ist das Leben, das du leben darfst, der Fluch ist das Rampenlicht, in dem du durchgehend stehst.» Hart war in den vergangenen Jahren in mehrere Skandale verwickelt. 2017 hatte er öffentlich zugegeben, dass er seine schwangere Frau betrogen hatte, Ende 2018 sprang er nach einer Kontroverse um frühere schwulenfeindliche Bemerkungen als Gastgeber der Oscars ab.


Michael J. Fox kritisiert klischeehafte Filmszenen für Behinderte

LOS ANGELES: Schauspieler Michael J. Fox («Zurück in die Zukunft») hat die Darstellung von Menschen mit Behinderung in Filmen als oft klischeehaft und eindimensional kritisiert. «Menschen sehen einen Rollstuhl oder jemanden mit einer Behinderung im Fernsehen und die Musik wird sanft und dunstig und dann kämpft der Typ mit irgendeiner banalen Tätigkeit, in dem Versuch, diese Sache zu bewältigen. Wie ich beim Versuch, auf einem Golfplatz einen Ball auf dem Tee zu platzieren», sagte der 60-Jährige, der an Parkinson erkrankt ist, im Gespräch mit seinem Schauspielkollegen Denis Leary. Schließlich hätten die Behinderten in diesen rührend inszenierten Filmszenen dann Erfolg mit ihrer Tätigkeit «und die Musik schwillt zu einem Crescendo an».

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