Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Foto: Pixabay
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Startenor Klaus Florian Vogt kritisiert Veranstalter in Corona-Krise

BAYREUTH: Startenor Klaus Florian Vogt hat die Haltung vieler Veranstalter gegenüber Künstlern in der Corona-Krise kritisiert. «Es ist frustrierend zu erleben, dass man einerseits - im Normalfall - als Lohengrin, Stolzing oder Tannhäuser eine Opernaufführung trägt. In der Krise hingegen muss man erfahren, dass man als Künstler gar nicht richtig dazu gehört», sagte der freischaffende Sänger dem «Nordbayerischen Kurier» (Freitag). «Das geht so weit, dass versucht wird, für kommende, bereits feststehende Engagements Gagen zu drücken oder Verträge zu ändern», sagte Vogt der Zeitung. «Diese Erfahrung enttäuscht und erschreckt mich sehr, Wertschätzung sieht anders aus.»

Der 50-Jährige zählt zu den weltweit renommiertesten Sängern seines Fachs und hat sich unter anderem bei den Bayreuther Festspielen mit der Interpretation von Wagner-Partien einen Namen gemacht.

Auch wenn die Festspiele dieses Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt worden sind, müssen die Bayreuther nicht ganz auf seinen Gesang verzichten. Am Wochenende wird er gemeinsam mit Sopranistin Camilla Nylund Auszüge aus «Lohengrin» auf der dortigen Seebühne singen. «Es ist eine schöne Sache, Wagners Musik trotz der Absage der Festspiele hier präsent zu halten», sagte der Tenor. «Ich hoffe sehr, dass in Bayreuth im nächsten Jahr relativ normale Festspiele stattfinden können. Das ist mein großer Wunsch.»


Spekulationen über Zukunftspläne von Rapper Cro

STUTTGART: Der Stuttgarter Rapper Cro befeuert Gerüchte um seine Zukunftspläne. Auf seinem Instagram-Account postete der Musiker ein Video mit zahlreichen Aufnahmen aus seiner Karriere - und dem englischsprachigen Kommentar: «Es war eine Ehre.» In einem zweiten Video ist ein Mann zu sehen, der die Panda-Maske, das Markenzeichen des Rappers, im Boden vergräbt.

Zahlreiche Fans kommentierten die Videos in der Hoffnung auf neue Musik des Rappers, dessen letztes Album 2017 erschienen war. Was es mit den Anspielungen im sozialen Netzwerk Instagram wirklich auf sich hat, ist vorerst unklar. Das Management des Rappers war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.


Komiker Tracy Morgan lässt sich scheiden

LOS ANGELES: Der amerikanische Komiker Tracy Morgan (51) und seine Frau Megan Wollover stehen vor dem Ehe-Aus. «Traurigerweise, nach fast fünf Jahren Ehe, reichen Megan und ich die Scheidung ein», teilte Morgan durch seinen Sprecher am Mittwoch dem «Hollywood Reporter» und anderen US-Medien mit. Das Paar hat eine siebenjährige Tochter. Morgan hat zudem drei erwachsene Söhne aus seiner ersten Ehe mit Sabina Morgan. Morgan hatte Wollover 2015 geheiratet, ein gutes Jahr nach einem schweren Autounfall, als ein Lastwagen den Kleinbus des Schauspielers rammte. Dabei war ein Mensch ums Leben gekommen.


Uschi Glas: Corona ein «Donnerschlag» für junge Generation

BERLIN: Uschi Glas (76) sieht die Corona-Pandemie auch als Zeit des Lernens vor allem für Jüngere. «Ich würde nicht sagen, dass es jungen Leuten schlecht gehen muss, damit etwas Gescheites aus ihnen wird», sagte die Schauspielerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). «Wobei wir jetzt ja eine Situation haben, wo sich alle Kinder und Jugendlichen, die noch nie eine Not erlebt haben, einschränken müssen - und das auch lernen müssen. Das war wie ein Donnerschlag, aber immerhin ist es kein Krieg.»


Late-Night-Kabarett «Mann, Sieber!» im ZDF läuft aus

BERLIN: Die Late-Night-Show «Mann, Sieber!» im ZDF läuft aus. Am 15. September (22.45 Uhr) gehen die Kabarettisten Tobias Mann und Christoph Sieber in die letzte Staffel ihrer Sendung, die einmal im Monat läuft. «Mann, Sieber!» war seit Herbst 2015 im Zweiten zu sehen, die letzte Show wird nach 41 Folgen am 1. Dezember ausgestrahlt. «Tobias Mann und Christoph Sieber haben mit ihrer Late-Night-Satire im ZDF das Genre bereichert und fünf Jahre lang aktuelle politische und gesellschaftliche Themen sehr klug und pointiert satirisch kommentiert», lobte ZDF-Unterhaltungschef Oliver Heidemann.


Rabbiner versteckt nach Angriff in München seine Kippa

MÜNCHEN: Nach einer antisemitischen Attacke auf den Rabbiner Shmuel Aharon Brodman in München fühlt sich dieser weniger sicher und versteckt seine Kippa. «Ich bin vorsichtiger geworden. Ich gehe nicht mehr offen mit meiner Kippa auf die Straße, sondern verstecke sie unter einem Hut oder einer Baseballmütze», sagte der 1959 geborene Brodman der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag). Wenn er mit seinem Sohn in der Stadt unterwegs sei, dann sprächen sie nicht mehr laut Hebräisch, wenn Leute sie hören könnten. «Das ist der Unterschied. Ich fühle mich sicher, aber nicht mehr so wie zuvor.»


Kretschmann: Urlaub im Ausland nicht angemessen

STUTTGART: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rät wegen der Corona-Pandemie vom Urlaub im Ausland ab. «Ich mache es einfach nicht, weil es zu kompliziert und auch nicht angemessen ist», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Zwar verbiete es sich nicht, aber: «In solchen Zeiten kann man einfach im Land bleiben und muss nicht in der Welt herumreisen.» Er selbst wolle in diesem Sommer in den Bayerischen Wald fahren, sagte Kretschmann. Dort werde er wandern, aber auch Zeit mit seinen beiden Enkeln verbringen - etwa auf Spielplätzen oder im Zoo.


In Corona-Zwangspause: Fatih Akin schaut alte Filmklassiker im Kino

HAMBURG: Der Hamburger Regisseur Fatih Akin («Gegen die Wand», «Aus dem Nichts») hat die Zwangspause in der Corona-Zeit genutzt, um alte Filmklassiker der 40er- und 50er-Jahre im Kino zu schauen. «Die habe ich zum ersten Mal auf der großen Leinwand gesehen und das war für mich eigentlich das Beste an dieser ganzen Corona-Zeit», sagte Akin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Auf diese Weise habe er die «Liebe zum Kino in Zeiten von Hardcore-Stream nochmal voll neu entdeckt». Diese alten Filme hätten eine extrem filmische Grammatik und Rhetorik. «Und das hat mich wieder so erinnert daran, dass ich - sobald es wieder möglich ist - wieder Kinofilme machen werde.»


Goethe-Institut vergibt Henrike Grohs Award an Jackie Karuti

BERLIN/MÜNCHEN: Die kenianische Künstlerin Jackie Karuti erhält den Henrike Grohs Award 2020. Karutis Werk berge eine einzigartige poetische Dimension, ihr Interesse richte sich auf einschlägige Erkundungen von Technologien und Betrachtungsweisen, hieß es am Donnerstag zur Begründung des von Goethe-Institut und der Familie Grohs vergebenen Auszeichnung. Karuti setze sich in ihren Projekten mit den Themen Tod, Sexualität, Identität, Wissen und urbane Kultur auseinander, hieß es. Dazu nutze sie verschiedene Medien, Zeichnungen oder interaktive Performances.

Der Preis erinnert an die aus Berlin stammende Kulturmanagerin und Ethnologin Grohs, die 2016 bei einem Terroranschlag in der Republik Côte d'Ivoire getötet worden war. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro Preisgeld sowie 10.000 Euro für eine Veröffentlichung dotiert.

Akwasi Bediako Afrane (Ghana) und Sabelo Mlangeni (Südafrika) erhalten als Zweitplatzierte jeweils 5000 Euro.


Gestohlener Teddy in Kanada wieder da - Auch Ryan Reynolds freut sich

VANCOUVER: Sein Schicksal hatte auch die Schauspieler Ryan Reynolds (43, «Deadpool») und Zach Braff (45, «Scrubs») berührt - nun ist ein im kanadischen Vancouver während eines Umzugs gestohlener Teddy wieder da. Das Kuscheltier nahm Besitzerin Mara Soriano von zwei Unbekannten in Empfang, wie die kanadische Nachrichtenagentur Canadian Press am Mittwoch (Ortszeit) berichtete. Zuvor hatten auch Reynolds und Braff den Suchaufruf der Frau im Internet nach dem Teddy unterstützt, Reynolds bot sogar einen Finderlohn von 5000 Dollar. Das Besondere an dem Teddy: Er enthält eine Stimmaufnahme der an Krebs gestorbenen Mutter der Frau.


Sukowa: Regie-Unterschied beim Talent, nicht beim Geschlecht

BERLIN: Für die Schauspielerin Barbara Sukowa (70) haben gute oder weniger angenehme Erfahrungen mit Filmemachern nichts mit dem Geschlecht der Regie zu tun. «Ich glaube, ich würde keinen Unterschied machen zwischen Regisseurinnen und Regisseuren», sagte Sukowa («Rosa Luxemburg») im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit Blick auf ihre gut 50 Filme umfassende Erfahrung. Für die nach ihrer Berliner Zeit seit langem in New York lebende Schauspielerin gibt es ein klares Kriterium: «Der Unterschied liegt zwischen Talent und nicht so viel Talent.»

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