Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Foto: Pixabay
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Niederländer Mulders als Kölner Opernintendant bestellt

KÖLN: Der Niederländer Hein Mulders ist offiziell als neuer Opernintendant bestellt worden. Das beschloss der Stadtrat am Donnerstag. Zuvor hatte sich am 12. April bereits der Hauptausschuss der Stadt für den 58-Jährigen entschieden, der von einer Findungskommission ausgewählt worden war. Mulders tritt sein Amt am 1. September 2022 an. Derzeit ist er in Essen als Intendant für die Sparten Aalto-Musiktheater, Essener Philharmoniker und Philharmonie Essen verantwortlich.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich sehr zufrieden. Mulders werde eine «entscheidende Rolle für die Zukunft der Kunst- und Kulturmetropole Köln spielen», sagte sie voraus.

Die Kölner Oper befindet sich seit Jahren in einem Ausweichquartier, erst zur Spielzeit 2024/25 soll sie in ihr saniertes Stammhaus aus den 50er Jahren zurückkehren.


Marbacher Schillerpreis geht an Autor Sasa Stanisic

MARBACH AM NECKAR: Autor Sasa Stanisic (43) wird mit dem nächsten Schillerpreis der Stadt Marbach ausgezeichnet. Der im damaligen Jugoslawien geborene Schriftsteller habe sich «erfindungsreich und virtuos» mit Macht und Herrschaft, Krieg und Revolution sowie dem Kampf um individuelle Freiheit befasst, teilte die Marbacher Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Auch Friedrich Schiller habe sich mit diesen Themen auseinandergesetzt.

Stanisic war als 14-Jähriger mit seinen Eltern nach Heidelberg geflüchtet. Krieg und Flucht waren Themen seines Debütromans «Wie der Soldat das Grammofon repariert» (2006). Für sein autobiografisches Werk «Herkunft» erhielt er 2019 den Deutschen Buchpreis.

Der mit 10.000 Euro dotierte Schillerpreis wird alle zwei Jahre am 10. November, dem Geburtstag Schillers, an Persönlichkeiten verliehen, die in ihrem Leben oder Wirken der Denktradition des Dichters verpflichtet sind. Zuletzt wurde 2019 die Medizin-Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard ausgezeichnet.


Hohe Erlöse bei Auktion von Beatles-Erinnerungen aus Hamburger Zeit

LONDON/HAMBURG: Mehrere Erinnerungsstücke an den Durchbruch der legendären Beatles in Hamburg haben bei einer Auktion in London hohe Erlöse erzielt. Die Sammlung aus mehreren Briefen, Fotos und Skizzen sei für insgesamt 383.823 Pfund (443.718,50 Euro) verkauft worden, teilte das Auktionshaus Bonhams am Donnerstag mit. Das sei etwa doppelt so viel als die Summe, auf die die Kollektion vor der Versteigerung geschätzt wurde. Mit 137.750 Pfund war eine mehrseitige Dokumentsammlung von John Lennon inklusive mehrerer Unterschriften der teuerste Einzelposten.

Die meisten Artefakte zeugten von der engen Beziehung der Band mit der Fotografin Astrid Kirchherr, die mit Schwarz-Weiß-Bildern der Band bekannt wurde und sich mit dem damaligen Mitglied Stuart Sutcliffe (1940 bis 1962) verlobte.

«Das Vermächtnis der Beatles ist nach wie vor stark, und das außergewöhnliche Ergebnis hat dies bewiesen», sagte Bonhams-Expertin Katherine Schofield der Mitteilung zufolge. Die Hamburger Phase zwischen 1960 und 1962 gilt als entscheidend für den Durchbruch der Band aus dem englischen Liverpool. «Die Zeit, die sie in Hamburg verbrachten, prägte sie sowohl als Musiker als auch als Männer», sagte Schofield.


Leute kompakt

«House of the Dragon»: Erste Bilder vom «Game of Thrones»-Ableger (Foto-Handout)

LOS ANGELES: Nachschub für Fans der Fantasy-Serie «Game of Thrones»: Der US-Sender HBO hat am Mittwoch die ersten Set-Fotos für die Serie «House of the Dragon» veröffentlicht. Die Dreharbeiten zu der Vorgeschichte der Erfolgs-Serie «Game of Thrones» («GoT») waren Ende April angelaufen. Die Fotos zeigen die Schauspieler Olivia Cooke und Rhys Ifans als Otto und Alicent Hightower, Emma D'Arcy als Prinzessin Rhaenyra Targaryen, Matt Smith als Prinz Daemon Targaryen und Steve Toussaint als «The Sea Snake». «House of the Dragon» basiert auf dem Buch «Feuer und Blut» des US-Schriftstellers George R.R. Martin. Die Geschichte spielt rund 300 Jahre vor den Ereignissen von «GoT». Die Serie rund um das Königshaus Targaryen soll 2022 gesendet werden.


Harry und Meghan rufen an Geburtstag von Sohn Archie zum Spenden auf

LONDON/LOS ANGELES: Zum zweiten Geburtstag ihres Sohnes Archie haben Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39) am Donnerstag zu Spenden für Corona-Impfungen in ärmeren Ländern aufgerufen. «Wir können uns keine passendere Weise vorstellen, den Geburtstag unseres Sohnes zu begehen», schrieben die beiden auf der Webseite ihrer gemeinnützigen Organisation Archewell. Während für manche Menschen bereits ein Stück Normalität zum Greifen nahe sei, müssten die Impfkampagnen in Entwicklungsländern erst noch richtig anlaufen, so das Paar weiter. So seien von rund einer Milliarde Impfdosen bislang 80 Prozent in wohlhabenderen Ländern verabreicht worden.

Für Archie ist es der letzte Geburtstag als Einzelkind. Im Sommer erwarten Meghan und Harry die Geburt eines Mädchens. Das Paar hatte sich vor etwas mehr als einem Jahr vom engeren Kreis der britischen Königsfamilie losgesagt und seinen Lebensmittelpunkt nach Kalifornien verlegt. In einem Aufsehen erregenden TV-Interview hatten die beiden zudem schwere Vorwürfe erhoben. Von mangelnder Unterstützung und gar rassistischen Äußerungen innerhalb der Familie war die Rede. Meghan hat teilweise afroamerikanische Wurzeln. Seitdem ist das Verhältnis zu den anderen Royals angespannt.


Willow Smith überrascht ihre Mutter mit «Wicked Wisdom»-Auftritt (Foto-Archiv)

BERLIN: Sängerin Willow Smith hat die Rockband ihrer Mutter Jada Pinkett Smith für einen Auftritt wiedervereint und ihre Mutter damit überrascht. Die 20-Jährige versammelte die Bandmitglieder von «Wicked Wisdom» in der Einfahrt des Familienanwesens und gab ein kleines Konzert für ihre Mutter - als Teil eines Muttertags-Spezials der gemeinsamen Facebook-Show «Red Table Talk». In der Sendung treten Willow, Jada (49) und Großmutter Adrienne Banfield-Jones (67) zusammen auf. Jada Pinkett Smith gründete die fünfköpfige Nu-Metal-Band im Jahr 2002. «Wicked Wisdom» spielte unter anderem im Vorprogramm von Britney Spears.


«Transformation»: Glenn Close bringt Spoken-Word-Album heraus

BERLIN: US-Schauspielerin Glenn Close veröffentlicht ihr erstes Jazz-Album. Die Platte trägt den Titel «Transformation: Personal Stories of Change, Acceptance, and Evolution» (dt. Transformation: Persönliche Geschichten über Wandel, Akzeptanz und Entwicklung) und erscheint am 7. Mai, wie das Branchenblatt «Variety» am Mittwoch (Ortszeit) berichtete. Für das Projekt hat der Hollywood-Star mit dem befreundeten Jazz-Saxophonisten Ted Nash zusammengearbeitet: Nash komponierte demnach die Musik, während Close literarisches Material für die Texte auswählte und als Spoken-Word-Performance über die Melodien sprach.

«Transformation» ist ein Live-Album und wurde bei der gleichnamigen Show aufgenommen, die Close und Nash Anfang 2020 im New Yorker Lincoln Center aufführten. «Die CD enthält das Beste der drei Abende», erklärte Close im Gespräch mit «Variety». «Früher hat mich Jazz immer eingeschüchtert», sagte die 74-Jährige. Nun empfinde sie Jazz als «absoluten Ausdruck der Menschlichkeit».

Close begann ihre Karriere Ende der 1970er Jahre am Broadway. Mit «Garp und wie er die Welt sah» schaffte sie 1982 den Durchbruch in Hollywood.


Architekt Libeskind: Raubkunst trägt nicht zur Aufklärung bei

NEW YORK/BERLIN: Angesichts der Debatte um Raubkunst hat Stararchitekt Daniel Libeskind die Rückgabe von Artefakten in ihre Ursprungsländer gefordert. «Ich bin gegen gestohlene Kunst durch imperiale Mächte, die gehortet und als Errungenschaft der westlichen Zivilisation dargestellt wird. Es ist ein Widerspruch: Wie kann man etwas stehlen und dann behaupten, dass man die Öffentlichkeit aufklärt?», sagte Libeskind der Deutschen Presse-Agentur.

Vielmehr müssten unter anderem auch deutsche Museen der Öffentlichkeit erklären, warum bestimmte Kunst nicht mehr an ihren Wänden hängt. «Ich denke, das würde die Menschen dazu bewegen, ethisch zu verstehen, dass es in der Geschichte nicht um Gewalt geht, sondern um Gerechtigkeit.» Dabei gehe es nicht nur um im Holocaust, sondern auf der ganzen Welt gestohlene Stücke. Libeskind, polnisch-amerikanischer Architekt und Erbauer unter anderem des Jüdischen Museums in Berlin, wird am 12. Mai 75 Jahre alt.

In Deutschland hatte sich die Debatte zuletzt auf Raubgut aus der Kolonialzeit konzentriert. Im nächsten Jahr sollen erste Benin-Bronzen an Nigeria zurückgegeben werden. Darauf verständigte sich Ende April eine Runde von deutschen Museumsexperten und politisch Verantwortlichen. Bronzen aus dem Königspalast des damaligen Königreichs Benin sind in vielen deutschen Museen zu finden. Die Objekte stammten größtenteils aus den britischen Plünderungen des Jahres 1897.


Oscar-Preisträgerin Julie Andrews wird für ihr Lebenswerk geehrt

LOS ANGELES: Oscar-Preisträgerin Julie Andrews (85) wird für ihre Verdienste als Schauspielerin und Sängerin eine weitere hohe Auszeichnung erhalten. Am 11. November soll der Star den Lebenswerk- Ehrenpreis des renommierten American Film Institute (AFI) erhalten. Die Gala wird im Dolby Theatre in Hollywood gefeiert, wo traditionell die Oscars vergeben werden. Die ursprünglich für 2020 geplante AFI-Würdigung war wegen der Corona-Pandemie im vorigen Jahr abgesagt worden.

«Julie Andrews hat über Generationen hinweg die Welt unterhalten», sagte der AFI-Vorsitzende Bob Gazzale in einer Mitteilung. Mehr denn je freue sich der Verband darauf, ihre vielen Talente und die Freude, die sie verbreitet habe, zu würdigen.

Andrews ist die 48. Empfängerin des seit 1973 verliehenen AFI Life Achievement Award. Zu früheren AFI-Preisträgern gehören Stars wie Jane Fonda, Meryl Streep, Morgan Freeman, Clint Eastwood, George Clooney und Denzel Washington.

Die gebürtige Britin machte 1956 mit ihrem Broadway-Debüt in dem Musical «My Fair Lady» in den USA Furore. Für ihre erste Hollywoodrolle in dem Disney-Musical «Mary Poppins» wurde sie 1965 mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Weitere große Auftritte hatte sie in Filmen wie «The Sound of Music - Meine Lieder, meine Träume», Alfred Hitchcocks «Der zerrissene Vorhang» und in der Verwechslungs-Komödie «Viktor und Viktoria».


Britische Post würdigt Paul McCartney mit Sonderbriefmarken (Foto-Handout)

LONDON: Zu Ehren von Ex-Beatle Paul McCartney (78) veröffentlicht die Royal Mail eine Serie von zwölf Sonderbriefmarken. Zu sehen sind mehrere Nummer-Eins-Alben, die McCartney seit dem Ende der Beatles 1970 als Solokünstler veröffentlich hat. Darunter ist auch sein jüngstes Werk «McCartney III», das er während des Corona-Lockdowns aufgenommen und veröffentlicht hat. Hinzu kommen Briefmarken mit Fotografien Sir Pauls im Aufnahmestudio, wie die Royal Mail am Donnerstag mitteilte. McCartney ist der dritte Musiker, den die Royal Mail mit einem Briefmarkenset würdigt - bisher wurde diese Ehre David Bowie (2017) und Elton John (2019) zuteil. Mit mehr als 60 Goldenen Schallplatten und zahlreichen Nummer-Eins-Nummern ist McCartney der erfolgreichste Künstler der britischen Chart-Geschichte. Die Briefmarken können vom 28. Mai an erworben werden, drei Wochen vor McCartneys 79. Geburtstag am 18. Juni.


«House of the Dragon»: Erste Bilder vom «Game of Thrones»-Ableger

LOS ANGELES: Nachschub für Fans der Fantasy-Serie «Game of Thrones»: Der US-Sender HBO hat am Mittwoch die ersten Set-Fotos für die Serie «House of the Dragon» veröffentlicht. Die Dreharbeiten zu der Vorgeschichte der Erfolgs-Serie «Game of Thrones» («GoT») waren Ende April angelaufen. Die Fotos zeigen die Schauspieler Olivia Cooke und Rhys Ifans als Otto und Alicent Hightower, Emma D'Arcy als Prinzessin Rhaenyra Targaryen, Matt Smith als Prinz Daemon Targaryen und Steve Toussaint als «The Sea Snake».

«House of the Dragon» basiert auf dem Buch «Feuer und Blut» des US-Schriftstellers George R.R. Martin. Die Geschichte spielt rund 300 Jahre vor den Ereignissen von «GoT». Die Serie rund um das Königshaus Targaryen soll 2022 gesendet werden.

Die achte und letzte Staffel der preisgekrönte Fantasy-Saga «Game of Thrones» war im Mai 2019 ausgestrahlt worden. Acht Jahre lang hatte «GoT» Fans auf der ganzen Welt gefesselt.

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