Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Foto: Pixabay
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Schriftstellerin Yasmina Reza erhält Prix de l'Académie de Berlin

BERLIN: Die französische Schriftstellerin Yasmina Reza (63) wird in diesem Jahr mit dem Prix de l'Académie de Berlin geehrt. Die Theaterautorin («Der Gott des Gemetzels», «Drei Mal Leben») begeistere «mit ihren bitterbösen Theaterstücken voller Witz und Eleganz» Menschen in Frankreich, Deutschland und weiteren Ländern, teilte die Akademie am Donnerstag mit.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er werde an Menschen, Institutionen oder Projekte verliehen, die zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich beitragen.

Reza wurde 1959 in Paris geboren. Zu ihren Werken zählt zum Beispiel der 2022 erschienene Roman «Serge», in dem sich Nachkommen von Holocaust-Überlebenden ihrer Vergangenheit stellen. Das Theaterstück «Der Gott des Gemetzels» wurde im Jahr 2011 von dem Regisseur Roman Polanski verfilmt.

Die Académie de Berlin hat sich der deutsch-französischen Freundschaft verschrieben. Der Preis wird am 1. Dezemeber (Donnerstag) in Berlin verliehen.


Chelsea Manning: Mit Informationen wird heute anders umgegangen

HAMBURG: Der veränderte Zugang zu Informationen im Internet hat nach Ansicht der früheren Wikileaks-Informantin Chelsea Manning auch den Krieg verändert. «Ukrainische Soldaten teilen Informationen über Telegram», sagte sie in einem Gespräch mit «Zeit Online»-Chefredakteur Jochen Wegner am Mittwochabend. Mit Informationen werde heute anders umgegangen als früher: «Mittlerweile ist die Geschwindigkeit wichtiger als die Frage, ob die Information geheim gehalten wurde oder nicht.» In diesem «dramatischen informationsreichen Umfeld» müsse man mit dem Problem umgehen, all die Informationen richtig einzuordnen, zu verifizieren oder falsifizieren. Manning hatte Wikileaks 2010 Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen und saß dafür mehrere Jahre in Haft.


Krimiautor Nesbø: Schlafe nach Schreiben von Kinderbüchern besser ein

BERLIN: Die Krimis des norwegischen Schriftstellers Jo Nesbø sind nichts für schwache Nerven - auch nicht für den Autoren selbst, wenn er nach dem Schreiben einschlafen will. «Ich fühl' mich besser, ins Bett zu gehen in der Nacht, nachdem ich ein Kinderbuch geschrieben habe als bei der Harry Hole-Serie», verriet der 62-Jährige am Mittwochabend bei der Buchpremiere und Lesung seines neuen Thrillers «Blutmond» in Berlin. Es ist das mittlerweile 13. Buch aus der millionenfach verkauften Reihe rund um den Ermittler Harry Hole. Nesbø, der auch Kinderbücher herausgebracht hat («Doktor Proktors Pupspulver»), sagte zum Schreiben seiner Krimiserie: «Es ist ein ziemlich dunkles Universum. Manchmal fühl' ich mich fast verschmutzt, wenn ich ins Bett gehe». Doch letztlich wisse er, dass er immer zurück zu seinem Charakter Harry kehren würde.


U2-Sänger Bono: «Ich liebe Deutschland»

BERLIN: U2-Sänger Bono hält offenbar viel von der deutschen Politik. «Dieses Land hat seinen Beitrag zur Entwicklungsarbeit verdoppelt - ich liebe Deutschland», rief der 62-jährige Ire, der sich stark für ärmere Länder engagiert, am Mittwochabend im Admiralspalast in Berlin ins Publikum. Hier stellte der Rockstar seine Autobiografie «Surrender - 40 Songs, eine Geschichte» vor - der einzige Deutschland-Termin für das Werk. Im Publikum waren unter anderem Regisseur Wim Wenders, Comedian Michael Mittermeier und Bonos Ehefrau Ali Hewson.


Schauspieler Benno Fürmann meditiert gerne in der Nacht

BERLIN: Schauspieler Benno Fürmann («Babylon Berlin») kann sich beim Meditieren eher zu später Stunde entspannen. «Ich meditiere gerne nachts. Weil in der Nacht ist der Raum ein bisschen freier, der ist subtiler, es ist leichter to get in the zone», sagte Fürmann am Mittwochabend bei der Buchpremiere und Lesung des neuen Krimis «Blutmond» von Jo Nesbø in Berlin. Früher habe er es immer als sehr aufregend empfunden, in der Nacht Filme zu drehen. «Mittlerweile guck' ich sehr regelmäßig auf die Uhr und will nach Hause», verriet der 50-Jährige.


Broilers und Uhlmann bringen Live-Alben ihrer Erfolgstourneen heraus

DÜSSELDORF: Beide haben ihre bislang erfolgreichsten Tourneen beendet und beide präsentieren sie nun als Live-Alben: Sammy Amara von der Düsseldorfer Punkrockband Broilers und Singer-Songwriter Thees Uhlmann mit seiner Band. Die Broilers veröffentlichen die «Puro Amor Live Tapes» an diesem Freitag (25. November).


Rosa von Praunheim plant Filmprojekt über Domina

BERLIN: Regisseur Rosa von Praunheim hofft darauf, eines seiner Herzensprojekte umsetzen zu können. «Ich habe mindestens 20 Projekte, die zum Teil schon entwickelt sind, aber nie die Finanzierung gefunden haben», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Das Dringendste ist «Zwanzig Jahre an der Peitsche» über eine Domina, die in dem Mietshaus, in dem ich wohne, zwanzig Jahre praktiziert hat.» Mit ihr habe er sich befreundet. Von Praunheim («Rex Gildo - Der letzte Tanz») wird an diesem Freitag (25. November) 80 Jahre alt. Der Filmemacher, Autor und Künstler lebt in Berlin.


Barbara Meier hat zweite Tochter bekommen

BERLIN: Model Barbara Meier (36) ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Das Mädchen heißt Emilia Elise, wie Meier am Mittwoch bei Instagram veröffentlichte. Dort war ein Foto zu sehen, auf dem allem Anschein nach Meiers ältere Tochter Marie-Therese (2) und die neugeborene Schwester Händchen halten. Der Text dazu war aus der Perspektive von Marie-Therese verfasst: «Meine kleine Schwester Emilia Elise ist da! Ich freue mich sehr, dass es Mama und Emilia so gut geht und wir nun endlich zu viert sind!» Die vergangene Woche habe die Familie genutzt, sich «ganz ohne Trubel kennenzulernen». Der Name Emilia Elise sei wie der Name Marie-Therese von Vorfahren der Familie inspiriert worden.


Udo Lindenberg wünscht sich mehr Rock 'n' Roll für die Gesellschaft

KÖLN: Sänger Udo Lindenberg (76) wünscht sich «'n bisschen mehr Rock 'n' Roll» für die Gesellschaft. Die deutsche Rocklegende versteht darunter nämlich auch eine Lebenseinstellung. «Naiv ist es, zu glauben, dass alles schon irgendwie gut geht. Man muss Neues ausprobieren, um sich selbst treu zu bleiben», sagte er dem UN-Kinderhilfswerk Unicef. Rock 'n' Roll bedeute dabei «nicht immer das zu sagen, was Anderen gefällt, sondern auch öfter mal seine Ansicht zu flaggen und durchzuziehen». Lindenberg fordert daher: «Wir müssen alle 'n bisschen mehr Rock 'n' Roll werden, streiten, diskutieren, uns engagieren.» Der 76-Jährige («Sonderzug nach Pankow») hat auch in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsgrußkarte für Unicef gestaltet.


Salzburger Festspiele: Russin Marina Davydova wird Schauspielchefin

SALZBURG: Die aus Russland geflüchtete Regisseurin und Theaterkritikerin Marina Davydova wird ab 2024 die Schauspielsparte der Salzburger Festspiele verantworten. Das Repertoire des Festivals solle unter Davydova verstärkt international ausgerichtet werden, sagte Intendant Markus Hinterhäuser am Donnerstag.

Davydova floh nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im März aus ihrer Heimat nach Berlin. Sie war mit Drohungen und Überwachung konfrontiert, nachdem sie eine Petition gegen den Krieg verfasst hatte. «Künstler können in Zeiten politischer und sozialer Katastrophen ihre Ressourcen als Person des öffentlichen Lebens nutzen, zur Meinungsbildung beizutragen», sagte sie in einer Mitteilung der Salzburger Festspiele. Die Kunst selbst solle jedoch nicht in Geiselhaft für aktuelle Entwicklungen genommen werden, betonte sie.

Die 1966 im aserbaidschanischen Baku geborene Davydova ist Theaterhistorikerin und war lange Jahre Kritikerin für die Zeitung «Iswestija». Sie leitete 23 Jahre lang das von ihr mitbegründete internationale Festival NET (New European Theatre) in Moskau. In Deutschland konzipierte und inszenierte sie 2017 das Stück «Eternal Russia» am Hebbel am Ufer in Berlin, 2019 folgte «Checkpoint Woodstock» am Hamburger Thalia Theater.

Davydova folgt in Salzburg auf die Schweizerin Bettina Hering, die dort seit 2017 als Schauspielchefin wirkt. Das Programm der Saison 2023 wird am 9. Dezember präsentiert.


«GQ»: David Alaba gehört zu den «Männern des Jahres»

BERLIN/MÜNCHEN: Der österreichische Fußballer David Alaba (30) gehört für die deutsche Ausgabe des Stil-Magazins «GQ» zu den Männern des Jahres. «David Alaba ist vom großen FC Bayern zum noch größeren Verein Real Madrid gewechselt und wurde dort direkt als zentrale Figur der Abwehr eingeplant», teilte das in München erscheinende Magazin am Donnerstag mit. «Nicht viele Fußballer auf der Welt sind in der Lage, mit so einem enormen Druck umzugehen.» Alaba habe bewiesen, dass er einer von ihnen sei und habe mit der Mannschaft die nationale Meisterschaft und die Champions League gewonnen. Die «GQ»-Awards finden am 1. Dezember als Dinnergala in Berlin statt.


Kelsey Grammer: Dreharbeiten für «Frasier»-Neuauflage starten bald

LOS ANGELES: Die Neuauflage der Sitcom «Frasier» soll nach jahrelangen Planungen bald in Produktion gehen. «Wir beginnen im Februar mit den Proben», sagte Hauptdarsteller Kelsey Grammer (67) in einem Interview des Magazins «People», das am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlicht wurde. An dem Konzept sei zuvor «sechs oder sieben Jahre lang» gearbeitet worden. Grammer, der den Psychiater und Radiomoderator Dr. Frasier Crane von 1984 bis 1993 in der NBC-Sitcom «Cheers» und dann bis 2004 im Spin-Off «Frasier» spielte, war demnach an der Entwicklung des Stoffs beteiligt. Die Neuauflage soll beim Streamingdienst Paramount+ erscheinen.


Schlagerstar Matthias Reim: «Ich liebe mein unstetes Musikerleben»

STOCKACH: Schlagerstar Matthias Reim denkt trotz gesundheitlicher Probleme nicht ans Aufhören. «Ich liebe mein unstetes Musikerleben», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Seinen 65. Geburtstag an diesem Samstag (26.11) will er aber ruhig angehen. «Meinen Geburtstag verbringe ich mit meiner Familie in aller Stille», sagte Reim, der am Bodensee lebt. Der Musiker («Verdammt, ich lieb' dich») hatte zuletzt mit seinem Burnout für Schlagzeilen gesorgt. Zwei Monate hatte er mit Auftritten pausiert. «Burnout ist ein ziemlich eleganter Begriff für das, was mit mir passiert ist - ich hatte einen totalen Zusammenbruch - körperlich und auch psychisch», so der Sänger weiter.

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