Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Die russisch-österreichische Sopranistin Anna Netrebko tritt während der Eröffnungszeremonie des Traditionellen auf. Foto: epa/Florian Wieser
Die russisch-österreichische Sopranistin Anna Netrebko tritt während der Eröffnungszeremonie des Traditionellen auf. Foto: epa/Florian Wieser

Spaniens Kronprinzessin Leonor negativ auf Coronavirus getestet

MADRID: Großes Aufatmen im spanischen Königshaus: Kronprinzessin Leonor ist nach einem Corona-Fall in ihrer Schulklasse negativ auf das Virus getestet worden. Die 14-Jährige werde aber vorerst die Quarantäne im Zarzuela-Palast nordwestlich von Madrid fortsetzten, teilte das Königshaus am Mittwoch mit. Eine Mitschülerin der ältesten Tochter von König Felipe VI. hatte sich amtlichen Angaben zufolge im familiären Bereich angesteckt. Seit Freitag sind deshalb alle Kinder von Leonors Klasse isoliert. In Quarantäne ist auch Leonors jüngere Schwester, die Infantin Sofía (13). Sie alle sollen insgesamt zwei Wochen zu Hause bleiben.


Sharon Stone: Wir sollten mehr über psychische Krankheiten reden

BERLIN: Hollywood-Star Sharon Stone (62) findet, die Gesellschaft müsse offener über psychische Erkrankungen reden. Der Kopf sei «der wichtigste und komplizierteste Teil des Körpers. Es ist unser Sicherungskasten», sagte die Schauspielerin der Deutschen Presse-Agentur. «Und wenn wir nicht darüber reden können, dass jemand kämpft und Hilfe braucht und die Hilfe, die kommt, bloß ein paar Tabletten sind, dann ist das nicht fair und hilfreich.» Sie habe schon als Kind erlebt, dass Krankheiten wie Krebs tabuisiert wurden. Das sei bei Problemen mit der Psyche ähnlich. «Ich hatte einen Schlaganfall und eine Hirnblutung. Als ich mir damals Hilfe suchen wollte, um wieder auf die Beine zu kommen, gab es keine. Es wollte einfach keiner etwas damit zu tun haben.»


Jan Kittmann spielt Hauptrolle bei «Gute Zeiten, schlechte Zeiten»

BERLIN: Schauspieler Jan Kittmann («Die Klempnerin») übernimmt von diesem Herbst an eine Hauptrolle in der RTL-Serie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten». Der 37-Jährige spiele den Bauleiter Tobias Evers, teilte der Fernsehsender am Donnerstag mit. Demnach freut sich Kittmann über seine Rolle. «Tobias bringt in vielerlei Hinsicht neuen Wind hinter die herrschenden Fronten», sagte der in Berlin lebende Schauspieler über seine Rolle. Er bringe ein großes Geheimnis mit - und verwickele sich ungewollt in eine Liebesgeschichte mit einer Rolle, die schon lange in der Serie bekannt sei. Um wen es sich handelt, verriet Kittmann nicht.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Cosma Shiva Hagen freut sich über Ende der Bühnenabstinenz

DRESDEN: Schauspielerin Cosma Shiva Hagen (39) tritt nach coronabedingter Zwangspause wieder ins Rampenlicht. «Nach langer Bühnenabstinenz endlich wieder im Theatersaal zu stehen, macht mich sehr glücklich», sagte sie laut Mitteilung vor der Wiederaufnahme der «Sternstunden» in der Comödie Dresden. In «Des Plans Sur la Comète», einem Boulevardtheater-Erfolg aus Frankreich, gibt sie ab dem 24. September wieder die junge Kosmologin Estelle, die kurz vor einer bahnbrechenden Entdeckung über die Form des Universums steht. Mit der deutschsprachigen Erstaufführung hatte die Tochter von Sängerin Nina Hagen am 6. März ihr Debüt an Sachsens größtem Privattheater gegeben. Wegen Corona aber waren die für April und Mai geplanten Staffeln in den Herbst verschoben worden.


Münchner Oberbürgermeister vermisst Oktoberfest und mahnt zu Vernunft

MÜNCHEN: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62) sieht das wegen Corona geplatzte Oktoberfest mit Wehmut - und mahnt Wiesn-Fans zu Vernunft. «Ein Herbst ohne Wiesn - da fehlt einfach etwas», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er werde am Samstag - dem ursprünglich geplanten Start des Oktoberfestes - «sicher etwas wehmütig daran denken, dass ich jetzt eigentlich das erste Fass anzapfen würde». Er habe keine Alternativen geplant. «Für mich gibt es einfach nur das Original.» Er verstehe aber alle, die trotzdem virtuell oder wie auch immer feiern wollten. «Ich bitte nur darum, dass alle rücksichtsvoll sind und sich an die derzeitigen Corona-Regeln halten.»


Ilona Grübel - Kampfsportlerin auch noch mit 70

MÜNCHEN: Obwohl die Münchner Schauspielerin Ilona Grübel («SOKO München») am 23. September 70 Jahre alt wird, liegen ihr Rollen der «älteren Dame» nicht. In einem Action-Film dürfte sie indes eine gute Figur abgeben, denn: sie betreibt regelmäßig und intensiv Kampfsport. «Taekwondo ist mein Lieblingssport», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der trainingsintensive Sport begeistere sie umso mehr, je älter sie werde. Jazztanz und Ballett habe sie dagegen «leichten Herzens» von ihrem persönlichen «Bewegungsprogramm» gestrichen.


Anke Engelke: Manche wollen in Corona-Krise Leichtes, andere Schweres

BERLIN: Anke Engelke (54) sieht in der Corona-Pandemie kein eindeutiges Medienverhalten. «Der eine möchte in einer Zeit wie dieser Unbeschwertheit, der andere möchte vielleicht eine ernsthaftere, tiefere Auseinandersetzung mit dem Leben, mit der eigenen Zukunft, mit der der Familie - da gibt es ja alle Varianten», sagte die Schauspielerin der Deutschen Presse-Agentur. Die Komikerin und Entertainerin ist seit Donnerstag in der sechsteiligen Netflix-Serie «Das letzte Wort» zu sehen. Darin spielt sie eine eigentlich lebenslustige Frau, die kurz nach der Silberhochzeit Witwe wird und beschließt, als Trauerrednerin zu arbeiten.


Joko und Klaas lassen in Primetime Flüchtling aus Moria berichten

BERLIN: Die Entertainer Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (36) haben bei ProSieben wieder 15 Minuten freie Sendezeit erspielt und sie diesmal genutzt, um ein Schlaglicht auf die Zustände an den EU-Außengrenzen zu werfen. Im Dokufilm «A short story of Moria» schilderte am Mittwoch zur besten Sendezeit eine Viertelstunde lang ein Flüchtling aus Afghanistan, unter welch widrigen Bedingungen er nach Europa kam und auf welch unwürdige Zustände er traf. In einem Videocall erzählte der junge Mann von den katastrophalen Bedingungen in dem inzwischen bei einem Feuer zerstörten Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. In den Aufnahmen waren auch Tränengaseinsätze der griechischen Polizei zu sehen und viele weinende Kinder. «Kümmert euch um dieses Chaos», appellierte der Mann.


Barack Obama veröffentlicht Memoiren nach US-Wahl

WASHINGTON: Fast vier Jahre nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus will der frühere US-Präsident Barack Obama den ersten Band seiner Memoiren veröffentlichen. «A Promised Land» (offizieller deutscher Titel: «Ein verheißenes Land») erscheine am 17. November und damit zwei Wochen nach der diesjährigen US-Wahl, wie der Verlag Penguin Random House am Donnerstag mitteilte. Neben der englischen Version erscheine das Buch an dem Tag in 24 weiteren Sprachen, darunter auch auf Deutsch.

Obama schrieb auf Twitter, er habe in seinem Buch eine ehrliche Bilanz seiner Präsidentschaft ziehen wollen. Zudem beleuchte er, mit welchen Kräften die USA als Nation rängen, wie man die Spaltungen heilen und die Demokratie für alle funktionieren lassen könne. Obama war im November 2008 gewählt worden und zog 2009 als erster schwarzer Präsident ins Weiße Haus ein. 2012 wurde der Demokrat wiedergewählt.

Der Erscheinungstermin für den zweiten und abschließenden Band der Memoiren stehe noch nicht fest und werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, erklärte der Verlag. Die Memoiren von Obamas Frau Michelle waren 2018 im US-Buchhandel erschienen und zum Bestseller geworden.


Daniel Hope verlängert Vertrag mit Dresdner Frauenkirche

DRESDEN: Daniel Hope bleibt länger als Künstlerischer Leiter der Dresdner Frauenkirche. Der südafrikanisch-britische Geiger hat seinen Vertrag mit der Stiftung in der ostdeutschen Stadt vor Ablauf der Frist um drei Jahre verlängert.

«Mit Daniel Hope haben wir einen Weltbürger, herausragenden Musiker und kreativen Kurator mit einem feinen Gespür für den besonderen Resonanzraum Frauenkirche an unserer Seite», sagte Geschäftsführerin Maria Noth am Donnerstag. Der Wahlberliner hatte die damals neu geschaffene Position des Artistic Directors 2019 übernommen.

Für das Musikjahr 2021 kündigte Hope mehr als 100 Veranstaltungen an. «Die neue Saison steht für mich unter dem Begriff der Verbindung.» Mit Musikern aus Deutschland, Europa und Übersee solle die Botschaft der Versöhnung auf musikalisch-verbindende Weise weitergeben werden. So wagt das Prague Philharmonic Orchestra mit Geigerin Midori den Aufbruch in die Neue Welt und die Neukomposition des chinesischen Komponisten Tan Dun schlägt eine Brücke nach Asien.


Opernstar Netrebko: Mit Covid und Lungenentzündung im Krankenhaus

MOSKAU: Opernstar Anna Netrebko ist wegen einer durch das Coronavirus ausgelösten Lungenentzündung im Krankenhaus. Wie die 48-Jährige bei Instagram am Donnerstag mitteilte, ist sie auf dem Weg der Besserung. «Ich bin schon fünf Tage im Krankenhaus wegen einer Covid-Lungenentzündung, und es geht mir bald besser», schrieb sie. Netrebko hat an diesem Freitag Geburtstag und sollte aktuell in einer Inszenierung der Oper «Don Carlos» am weltberühmten Moskauer Bolschoi Theater auftreten. «Ich habe mich sofort in die Isolation begeben, als ich gemerkt habe, dass ich krank werde, obwohl die Tests da noch negativ waren.» Sie sei dann aber rechtzeitig ins Krankenhaus gekommen und habe Hilfe erhalten. «Alles wird gut! Der Teufel ist nicht so schrecklich, wie er beschrieben wird.»


Johnson: Nachbarn in Corona-Zeiten nur bei wilden Partys anzeigen

LONDON: Die Briten sollten aus Sicht ihres Premiers Boris Johnson (56) ihre Nachbarn nur bei ausschweifenden Partys wegen Missachtung von Corona-Regeln anzeigen. «Ich selbst war nie ein Fan von Schnüffeleien», sagte Johnson der Zeitung «The Sun» (Donnerstag). Die Menschen sollten ihre Nachbarn lieber direkt auf solche Verstöße hinweisen. Weil die Zahl der Corona-Infektionen rapide ansteigt, gelten erneut strengere Regeln: So dürfen sich in England seit dieser Woche nur noch sechs Menschen miteinander treffen. «Wenn eine riesige «Animal House»-Party stattfindet, mit Whirlpools und so, und das eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit ist, dann sollten die Behörden davon wissen», sagte Johnson in Anspielung auf die College-Party-Komödie «Animal House» aus den 70er Jahren.


Drew Barrymore: Habe Männern seit fünf Jahren abgeschworen

BERLIN: Schauspielerin Drew Barrymore («Drei Engel für Charlie») hat nach eigenen Worten seit fünf Jahren der Männerwelt abgeschworen. «Ich habe einfach nicht die Kapazität dafür», sagte die 45-Jährige in ihrer eigenen Talkshow «The Drew Barrymore Show» (CBS). Es sei nicht so, dass sie nicht wolle. Es fehle einfach die Zeit: «Ich bekomme es einfach nicht unter.»

Zu Gast in der Sendung war Oscarpreisträgerin Jane Fonda (82). Diese antwortete auf Barrymores Frage nach ihrer Haltung zu dem Problem: «Du bist zu jung, um etwas abzuschwören, Drew.» Sie selbst sei zu alt. Sie machte Barrymore Mut: «Du kannst sicher die ein oder andere Affäre dazwischenquetschen. Ich bin ganz dafür.»

In «The Drew Barrymore Show» geht es um Liebe und Beziehungen. Start war am 14. September. Gäste waren unter anderem Cameron Diaz, Lucy Liu und Reese Witherspoon.


Carrie Underwood und Thomas Rhett zu «Entertainern des Jahres» gekürt

NASHVILLE: US-Sängerin Carrie Underwood (37) und ihr Landsmann Thomas Rhett (30) haben bei der Verleihung der Academy of Country Music-Trophäen (ACM) den Spitzenpreis «Entertainer des Jahres» gewonnen. «Wir haben ein Unentschieden», sagte Gastgeber Keith Urban sichtlich überrascht bei der Preisvergabe in der Nacht zum Donnerstag in der Country-Hochburg Nashville. Das sei wohl zum ersten Mal passiert, fügte der Sänger hinzu. Underwood war als einzige Frau in der Top-Sparte nominiert. Neben den beiden Gewinnern waren auch noch die Sänger Luke Bryan, Eric Church und Luke Combs im Rennen. Combs holte den Titel als «Künstler des Jahres», Maren Morris gewann die Auszeichnung als «Künstlerin des Jahres».


Jim Carrey wird in US-Satireshow Joe Biden parodieren

LOS ANGELES: Hollywood-Komiker Jim Carrey (58, «Bruce Allmächtig») wird sich vor der Fernsehkamera in den demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden verwandeln. Die Comedy-Show «Saturday Night Live» gab die prominente Besetzung für die Satire-Rolle am Mittwoch bekannt. Die 46. Staffel der beliebten, bissigen Show soll am 3. Oktober Premiere feiern, also einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen im November. In früheren SNL-Shows war Ex-Vizepräsident Biden auch schon von Jason Sudeikis und Woody Harrelson dargestellt worden. Alec Baldwin kehrt mit seiner gefeierten Verkörperung von US-Präsident Donald Trump zurück. Baldwin hat für seine Trump-Parodie in den vergangenen Jahren schon viel Applaus bekommen. Die Komödiantin Maya Rudolph wird die Kandidatin der Demokraten für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, spielen.

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