Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Dienstag

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Rocker Steven Tyler auf Entzug - Aerosmith sagt Konzerte ab

LOS ANGELES/LAS VEGAS: Die US-Rockband Aerosmith hat wegen Suchtproblemen von Frontman Steven Tyler (74) nach eigenen Angaben eine Konzertreihe in Las Vegas abgesagt. Der Rocker sei rückfällig geworden und habe sich aus eigenen Stücken in den Entzug begeben, teilte die Band am Dienstag auf Instagram mit. Im Vorfeld der geplanten Auftritte habe sich Tyler einer Fußoperation unterzogen und Schmerzmittel eingenommen, die zu dem Rückfall geführt hätten, hieß es in der Mitteilung. Die Musiker seien «am Boden zerstört», ihre Fans zu enttäuschen. Sie müssten die für Juni und Juli geplanten Auftritte in Las Vegas absagen.

Im Rahmen der «Deuces Are Wild»-Show wollte die Band von Juni bis Dezember zwei Dutzend Konzerte in der Casino-Stadt geben. Die Fans wurden nun auf September vertröstet.

Tyler hat in der Vergangenheit offen über Suchtprobleme gesprochen. 2009 war er wegen chronischer Schmerzen und Abhängigkeit von Schmerzmitteln in einer Klinik behandelt worden.

Aerosmith wurde 1970 in Boston gegründet. Neben «Crazy» gehören «Dream on», «I Don't Want To Miss A Thing», «Walk This Way» und «Cryin'» zu den größten Hits der fünfköpfigen Band.


Starinvestor Soros: Ukraine-Krieg könnte Ende der Zivilisation sein

DAVOS: Starinvestor George Soros sieht gravierende Folgen, falls wegen des Kriegs in der Ukraine andere Krisen wie der Klimawandel zurückstehen. Themen, die die ganze Menschheit beträfen, seien angesichts des russischen Kriegs in den Hintergrund getreten. «Deshalb sage ich, dass unsere Zivilisation möglicherweise nicht überleben wird», sagte der 91-Jährige am Dienstagabend am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos. Im Kampf gegen den Klimawandel sei die Gesellschaft stark zurückgefallen. Möglicherweise sei der Klimawandel bereits unumkehrbar.

Soros kritisierte den russischen Präsidenten Wladimir Putin und betonte, die Ukraine habe unerwartet starken Widerstand gegen den Angriff geleistet. Europa habe auf die Invasion schneller, geschlossener und kraftvoller reagiert als je zuvor in seiner Geschichte.

Zugleich bleibe die Abhängigkeit der europäischen Staaten von russischer Energie stark - «vor allem wegen der merkantilistischen Politik» der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel. «Das machte Deutschland zur leistungsstärksten Volkswirtschaft in Europa, aber jetzt ist ein hoher Preis zu zahlen», sagte Soros. «Deutschlands Wirtschaft muss neu ausgerichtet werden. Und das wird lange dauern.» Kanzler Olaf Scholz scheine letztlich die richtigen Entscheidungen für die europäische Einigkeit zu treffen: Er habe Nord Stream 2 aufgegeben, 100 Milliarden Euro für die Verteidigung zugesagt und der Ukraine Waffen geliefert.


Serebrennikow: «Soldaten meines Landes haben anderes Land überfallen»

MOSKAU: Der regimekritische russische Regisseur Kirill Serebrennikow hat in einem langen Essay Stellung gegen Moskaus vor drei Monaten begonnenen Angriffskrieg auf die Ukraine bezogen. «Soldaten meines Landes sind in ein fremdes Land eingedrungen und haben begonnen, es zu zerstören. Menschen zu töten. Häuser zu zerstören», schrieb Serebrennikow (52) am Dienstag auf seinem Telegram-Kanal. Auch das oppositionelle Portal «Medusa» in Riga veröffentlichte den Text.

Der Krieg zwinge alle Menschen zu einem Leben in Angst und Hass - die Zeugen, die Teilnehmer, die Opfer, «selbst die, die dagegen sind». Wer einen Krieg beginne, verliere immer. Wer vergewaltige, töte, friedliche Menschen quäle, sei ein Kriegsverbrecher, für den es keine Sympathien geben dürfe. Der russische Staat sei in vielen Epochen «menschenfresserisch» gewesen, schrieb Serebrennikow. Der Kultur sei dagegen immer das wichtig gewesen, was dem Staat nicht wichtig gewesen sei - «das Mitgefühl mit den Gefallenen».

Der Regisseur hatte zuletzt beim Festival in Cannes seinen Film «Tchaikovsky's Wife» vorgestellt. Auch dort äußerte er sich gegen den Krieg. Er wurde aber kritisiert, weil er forderte, den kremlnahen Oligarchen Roman Abramowitsch von Sanktionen auszunehmen.


Britische Botschaft feiert den Geburtstag der Queen

BERLIN: Ein Toast auf die Queen: Mit einer traditionellen Gartenparty hat die britische Botschaft in Berlin den 96. Geburtstag und das 70. Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. gefeiert. Ein Dudelsackspieler begrüßte am Dienstag die Gäste in der Residenz im Grunewald, wo Cocktails und Häppchen gereicht wurden.

Botschafterin Jill Gallard verkündete die Gewinner eines «Coronation-Cake-Backwettbewerbs», einer von vielen Aktionen zum Thronjubiläum. Unter den Gästen waren Verlegerin Friede Springer, der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler, Sänger Max Raabe, der frühere Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU). Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte kurzfristig abgesagt.

Der Geburtstag der Königin ist eigentlich am 21. April, von den Briten wird er traditionell im Sommer nachgefeiert. In Deutschland gibt es dieses Jahr zum «Platinum Jubilee» auch eine Initiative, bei der Bäume gepflanzt werden. Die Queen war 2015 mit 89 Jahren bei der Berliner Gartenparty mit ihrem 2021 verstorbenen Mann Prinz Philip zu Gast. Es war damals ihr fünfter Staatsbesuch in Deutschland.


Pop beim König: Iggy Pop nimmt schwedischen Polarpreis entgegen

STOCKHOLM: Die amerikanische Rocklegende Iggy Pop hat am Dienstagabend in Stockholm den schwedischen Polar-Musikpreis aus den Händen des Königs in Empfang genommen. König Carl XVI. Gustaf (76) applaudierte dem 75 Jahre alten Sänger («The Passenger»). Mit der renommierten Auszeichnung wurden in diesem Jahr außerdem das französische Ensemble intercontemporain mit seinem deutschen Musikdirektor Matthias Pintscher bedacht.

Mit seiner Gruppe The Stooges habe Iggy Pop furiose Rockmusik geschaffen, hatte die Jury den Preis begründet. Mit seinem Mut und seiner Energie habe er den Weg für Punk-Größen wie die Sex Pistols und die Ramones geebnet.

Der Polar Music Prize zählt zu den prestigeträchtigsten Musikauszeichnungen der Welt. Mit ihm werden jedes Jahr bedeutende Errungenschaften sowohl in der populären als auch in der klassischen Musik gewürdigt. Er ist mit jeweils einer Million Schwedischen Kronen (rund 95.000 Euro) dotiert. Zu den früheren Polarpreisträgern gehören Paul McCartney, Elton John, Bruce Springsteen, Metallica, Pink Floyd und Bob Dylan.


Bäume als «Superhelden»: Riesige Installation vor Buckingham-Palast

LONDON: Kurz vor den Feiern zum Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. haben Förster am Buckingham-Palast in London den sogenannten «Baum der Bäume» errichtet. Das 21 Meter hohe Werk des britischen Designers Thomas Heatherwick, das am Dienstag mit etlichen Helfern vollständig aufgebaut werden sollte, besteht aus 350 in Großbritannien gewachsenen Bäumen, die in Aluminiumtöpfe eingepflanzt und zu einem scheinbar einzigen großen Baum zusammengefügt wurden.

Sie stehen für die mehr als eine Million Bäume, die anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der 96-jährigen Monarchin im ganzen Land gepflanzt werden sollten. Außerdem sollten Bäume damit als «Superhelden» der Städte und Dörfer gewürdigt werden, sagte der Künstler der Nachrichtenagentur PA. «Die Queen hat die Pläne abgesegnet.» Sie habe ihr «Daumen hoch» gegeben.

Nach den Jubiläumsfeiern Anfang Juni, bei dem am Buckingham-Palast unter anderem ein großes Konzert stattfindet, sollen die Bäume an ausgewählte Vereine und Bürgerinnen und Bürger vergeben werden, um deren Arbeit zu würdigen. Die mit 3500 Lichtern versehene Installation wird zu Beginn des Jubiläumswochenendes von einem Mitglied der Royal Family offiziell angeknipst

Die Vorbereitungen auf das «Jubilee» laufen auch andernorts auf Hochtouren. So stimmte die BBC am Dienstag bereits ihre Zuschauer und Hörer darauf ein, in der kommenden Woche im ganzen Land den Party-Song «Sweet Caroline» mitzusingen. Viele Straßen in London sind bereits mit Flaggen gesäumt, der Bereich um den Palast ist weiträumig abgesperrt.


«Ich bin nicht Banksy» - Lokalpolitiker gibt Mandat auf

PEMBROKE DOCK: Ein Lokalpolitiker in Wales hat sein Mandat aufgegeben, weil er zu oft für den berühmten anonymen Graffiti-Künstler Banksy gehalten wurde. Die «ziemlich lächerlichen» Behauptungen seien in verschiedenen sozialen Netzwerken verbreitet worden, sagte der Waliser William Gannon dem Sender BBC, der am Dienstag darüber berichtete.

Er sei so oft aufgefordert worden, zu belegen, dass er nicht Banksy sei, dass dies seine Fähigkeit behindert habe, politische Arbeit zu verrichten. Weshalb Gannon für den weltbekannten Künstler gehalten wurde, blieb unklar.

Schließlich ließ sich der Stadtverordnete sogar einen Anstecker mit der Aufschrift «I am not Banksy» (deutsch: «Ich bin nicht Banksy») anfertigen. Nun will Gannon statt in der Kommunalpolitik wieder als Künstler tätig sein, wie er es auch in der Vergangenheit schon gewesen war. Banksy sei jedoch sehr willkommen, in der walisischen Stadt Pembroke Dock ein Werk zu hinterlassen, sagte Gannon. «Das würde uns sehr gut tun, gerade unserem Tourismus.»

Die Identität des berühmten Street-Art-Künstlers Banksy ist noch immer unbekannt. Regelmäßig hinterlässt er Kunstwerke an öffentlichen Orten im Vereinigten Königreich und weit darüber hinaus - oft mit gesellschaftskritischem Tenor.


Nepal: Kleinster Teenager erhält Eintrag im Guinness-Buch

KATHMANDU: Ein 17-Jähriger aus Nepal steht nun im Guinness-Buch der Rekorde - als kleinster männlicher lebender Teenager der Welt. Dor Bahadur Khapangi sei 73,43 Zentimeter groß - so steht es auf dem Guinness-Zertifikat, das ihm ein Vertreter des nepalesischen Tourismusministeriums bei einer Veranstaltung am Dienstag überreichte. Der Ministeriumsvertreter sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass man das Zertifikat zuvor von Guinness erhalten habe. Bei der Veranstaltung waren mehrere Fotografen dabei.

Der Jugendliche lebt in einem kleinen Dorf rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Kathmandu in dem Land im Himalaya. Die Familie habe lange gehofft, dass er noch wachse, sagte sein Bruder Nar Bahadur Khapangi Magar dem örtlichen Online-Medium «Herne Khabar». Aber da dies nicht geschah, hätten sie diese Tatsache inzwischen akzeptiert.


Kremlgegner Nawalny wird in strengeres Gefängnis verlegt

MOSKAU: Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny wird aus seinem bisherigen Straflager in ein strengeres Gefängnis für Schwerverbrecher verlegt. Das Stadtgericht Moskau wies die Berufung gegen ein Urteil aus früherer Instanz am Dienstag ab, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Damit tritt eine neunjährige Haftstrafe unter anderem wegen angeblichem Betrugs in Kraft. Infolgedessen soll Nawalny demnächst verlegt werden.

In russischen Gefängnissen für Schwerbrecher dürfen die Insassen seltener Angehörige treffen, Päckchen und Briefe empfangen oder zum Ausgang an die frische Luft. Nawalnys Team fürchtet, dass der 45-Jährige künftig auch deutlich weiter entfernt von Moskau inhaftiert sein wird. Der Oppositionspolitiker hatte im Sommer 2020 nur knapp einen Giftanschlag überlebt, von dem er sich in Deutschland monatelang erholte. Er gilt als einer der schärfsten Kritiker von Präsident Wladimir Putin.

Nawalny, der seit Anfang vergangenen Jahres in einem Lager rund 100 Kilometer von der russischen Hauptstadt entfernt sitzt, war im März in einem weiteren umstrittenen Prozess verurteilt worden. Das Berufungsverfahren, zu dem er per Video zugeschaltet wurde, nutzte er für Kritik an Russlands Krieg gegen die Ukraine: «Ihr erleidet eine historische Niederlage in dem blöden Krieg, den ihr begonnen habt. Er hat kein Ziel und keinen Sinn.»


Punktesystem für Bachmannpreis - Wettlesen um 25.000 Euro

KLAGENFURT: Mit einem Punktesystem für die Ermittlung des Bachmannpreises wollen die Organisatoren des Wettlesens die Spannung steigern. Die Mitglieder der Jury würden nach den Lesungen ein bis neun Punkte vergeben, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung der 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Justiziar werde die Punkte addieren und die Gewinner der verschiedenen Preise feststellen - und zwar beginnend mit den weniger hoch dotierten Preisen. Im Fall von Punktegleichstand stimme die Jury ab. Bei den bisherigen Tagen der deutschsprachigen Literatur hatte in der entscheidenden Runde jeder Juror nur eine Stimme und die Preisverleihung begann mit dem Hauptpreis.

Das Wettlesen in Klagenfurt findet vom 23. bis 25. Juni statt. Der mit 25.000 Euro dotierte Hauptpreis wird am 26. Juni verliehen und gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der deutschsprachigen Literatur. Daneben werden auch der Deutschlandfunk-Preis (12.500 Euro), der Kelag-Preis (10.000 Euro), der 3sat-Preis (7500 Euro) sowie der BKS Bank-Publikumspreis (7000 Euro plus Stadtschreiberstipendium) vergeben.

Im Starterfeld sind fünf Autorinnen und neun Autoren. Nicht wenige haben ihre Wurzeln außerhalb des Landes, in dem sie heute leben. Der gebürtige Iraner und freie Journalist Behzad Karim-Khani betreibt in Berlin eine Bar. Ana Marwan stammt aus Slowenien und hat ihren Lebensmittelpunkt nun auf dem Land in Österreich. Der 57-jährige Hannes Stein wurde in München geboren, wuchs in Österreich und Deutschland auf, lebte in Schottland und Israel und ist heute in New York zu Hause. Die gelernte Schneiderin Eva Sichelschmidt aus Wuppertal pendelt zwischen Rom und Berlin, wo sie auch ein Geschäft für Spirituosen und Zigarren hat. Alexandru Bulucz stammt aus Rumänien und ist nun Berliner. Der 1971 in Bagdad geborene Usama Al Shahmani lebt in Frauenfeld in der Schweiz.

Der gesamte Bewerb wie auch die Preisverleihungen werden von 3sat live übertragen. Auch das Deutschlandradio überträgt den Wettbewerb mit einem Livestream.


Was Viggo Mortensen über das Altern denkt

CANNES: Der amerikanische Schauspieler Viggo Mortensen (63) schreckt vor Gedanken über den Tod nicht zurück.

«Manchmal bin ich irritiert davon oder genervt - wenn mein Körper nicht mehr so reagiert wie früher, wenn Menschen um mich herum sterben, Menschen, die ich kenne, Familie... wissen Sie, ich weiß, dass er näher kommt, und ich bevorzuge es, ihm ins Angesicht zu blicken», sagte er am Dienstag in Cannes. Mortensen spielt eine Hauptrolle im Film «Crimes of the Future», der im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes läuft. Über den Regisseur des Films, David Cronenberg, sagte er: Dieser beschäftige sich definitiv mit dem Tod, und das «ab und zu mit einem Sinn für Humor».


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HAMBURG: Wie Propeller dreht der Kieler Schlagzeuger Bastian Gregor seine Drumsticks um seine Finger: 105 Mal hat der 33-Jährige das pro Minute geschafft, während er das Elvis-Presley-Lied «Mystery Train» mit dem Schlagzeug begleitet hat. Damit hat der Musiker einen Weltrekord in der Disziplin «Meiste Drumstick-Umdrehungen in einer Minute» geschafft. Das Rekord-Institut für Deutschland (RID) hat dem Schlagzeuger des Hamburger Rockabilly-Trios Biggs B. Sonic diese Bestleistung beglaubigt. Am Montagabend bekam er in Hamburg eine entsprechende Urkunde.


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LONDON: Der ehemalige Gitarrist der Sex Pistols, Steve Jones, glaubt nicht, dass sich seine Punkband («Anarchy In The UK») noch einmal zusammentun wird. Eine Reunion will der 66-Jährige aber nicht endgültig ausschließen. «Naja, man sollte niemals nie sagen», betonte Jones im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. «Aber ich sehe das in naher Zukunft nicht. Und wir werden nicht jünger.» Die Sex Pistols hatten sich 1978 nach nur einem Album, dem einflussreichen «Never Mind The Bollocks, Here's The Sex Pistols», getrennt. In den 1990er und 2000er Jahren hatte die Punkband jedoch gemeinsam mehrere Reunion-Tourneen absolviert.

Kieler Schlagzeuger wirbelt Drumsticks 105 Mal pro Minute - Rekord


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BERLIN: Dem früheren Oasis-Sänger Liam Gallagher (49) fehlt es im aktuellen Musik-Business an Authentizität. «Heutzutage gibt es viel zu viel hohle Angeberei im Musikgeschäft. Das ist alles nicht echt», sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Nur weil Du mit verbundenen Augen und Deinen Füßen Gitarre spielen kannst, bist Du noch lange kein Gott.» Musik müsse die Leute dazu bringen, «zu saufen und zu springen. Einfache Lyrics, in die Fresse.»

Sex-Pistols-Gitarrist Steve Jones glaubt nicht an Bandreunion


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BERLIN: Der Moderator Reinhold Beckmann (66) hat einen Vorrat an Putztüchern für seine Brille. «Was mich nervt: wenn die Brille dreckig ist und ich kein Brillentuch dabeihabe», sagte er in einem Interview dem Verein Kuratorium Gutes Sehen. «Deshalb habe ich mir irgendwann einen Überschuss an Brillenputztüchern angelegt. Überall liegen welche rum.» Beckmann wurde vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS) zum «Brillenträger des Jahres 2022» gekürt. Zu den früheren Trägerinnen und Trägern dieser Auszeichnung gehören Daniel Hartwich, Joko Winterscheidt, Jürgen Klopp und Hella von Sinnen.

Liam Gallagher über das Musikgeschäft von heute: «Alles nicht echt»


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MÜNCHEN: Immenhof-Schauspielerin Leia Holtwick konnte die Pferde beim Filmdreh nicht nur reiten, sondern auch als Wärmequelle nutzen. «Ein Pferd ist wie ein lebendiger, riesengroßer Warmhalte-Akku, da kann man sich anlehnen und wird warmgehalten», sagte die 20-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist sehr praktisch, da es manchmal Szenen gibt, wo es etwas frischer wird und ich bin eine große Frostbeule.» Im Reiterhof-Film «Immenhof: Das große Versprechen», der am Donnerstag in die Kinos kommt, spielt Holtwick erneut die Hauptrolle.

«Brillenträger des Jahres» Reinhold Beckmann hortet Putztücher


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CANNES: US-Schauspielerin Kristen Stewart (32) ist der Meinung, dass die Menschheit auch im Angesicht von Horror Freude empfinden kann. «Lachst du auf einer Beerdigung, ist das nicht nur aus Unbehagen, es ist auch, weil... es so große Kapazitäten für Freude gibt», sagte sie am Dienstag in Cannes. Sie spielt eine Rolle im neuen Film von David Cronenberg, «Crimes of the Future», der am Montagabend Premiere in Cannes feierte. Der Film erzählt von einer dystopischen Zukunft, in der Menschen die Möglichkeit haben, durch Technologien ihre Körper zu verändern und auch keinen Schmerz mehr zu empfinden. Saul Tenser (Viggo Mortensen) lässt sich mit Hilfe seiner Assistentin Caprice (Léa Seydoux) neue Organe wachsen und diese anschließend bei Performances wieder entfernen.

Immenhof-Schauspielerin: Pferde am Set sind wie Warmhalte-Akku


Bruce Springsteen kündigt Tour an - Drei Shows in Deutschland

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BERLIN: Rock-Legende Bruce Springsteen und seine E Street Band wollen im kommenden Jahr wieder auf Tour gehen. «Nach sechs Jahren freue ich mich darauf, unsere großartigen und treuen Fans im nächsten Jahr wiederzusehen», teilte der 72-Jährige auf seiner Internetseite mit. Losgehen soll es demnach am 28. April 2023 in Barcelona in Spanien. Am 21. Juni spielen der von seinen Fans gern «Boss» genannte Sänger und seine Band dann in Düsseldorf. Am 15. Juli wollen die Musiker in Hamburg und am 23. Juli in München auftreten.

Kristen Stewart über die Freude am Morbiden


MTV vergibt die Europe Music Awards in Düsseldorf

DÜSSELDORF: Der Musiksender MTV wird die Europe Music Awards (EMA) in diesem Jahr in Düsseldorf vergeben. Die Verleihung der EMA-Trophäen wird am 13. November aus dem PSD Bank Dome in Düsseldorf übertragen, gab Veranstalter D-live am Dienstag bekannt.

Nach einer pandemiebedingten virtuellen Party im Jahr 2020 waren die Awards im vergangenen Jahr in Ungarn vergeben worden. Die MTV Europe Music Awards werden seit 1994 jährlich verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen.


Zu den Albumveröffentlichungen am 27. Mai

Zum neuen Jubiläums-Album «Alles aus Liebe: 40 Jahre Die Toten Hosen» hat dpa bereits am Sonntag (22.5.) eine Besprechung gesendet: «Kleine Perlen, große Hits: Die Toten Hosen machen «Alles aus Liebe»» (87 Zl/10.00 Uhr).

Ein Wortlaut-Interview mit Campino zum 40-jährigen Bestehen der Band haben Sie am Sonntag (15.5.) erhalten: «Campino: Die Hosen stehen für Punkrock und politische Botschaften» (114 Zl/10.00 Uhr).


Putsch, Chaos und Serienmorde: «Engel des Todes»

HAMBURG: Thomas Ziebula glänzt in seinem neuen Roman «Engel des Todes» vor allem mit der innenpolitischen Lagebeschreibung Deutschlands nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Anhänger und Gegner der neuen Republik stehen sich hasserfüllt und unversöhnlich gegenüber. Politische Morde sind an der Tagesordnung, die Zukunft sieht hoffnungslos aus.

Der Kapp-Putsch 1920 führt die junge deutsche Demokratie an den Rand eines Bürgerkrieges. In vielen Städten bricht Chaos aus, Unruhen und Straßenkämpfe sind an der Tagesordnung. So auch in Leipzig, wo ein sadistischer Serienmörder sein Unwesen treibt. Kriminalinspektor Paul Stainer befindet sich in einer prekären Situation. Das wüste Durcheinander infolge des Putsches macht eine reguläre Ermittlung fast unmöglich und als Sozialdemokrat hat er sich der Anfeindungen seiner völkisch-nationalen Kollegen zu erwehren.

Die Krimihandlung gelingt dem Autor weniger gut als die historischen Beschreibungen. Die Erzählung kommt weitschweifig und kleinteilig daher. Spannung stellt sich eigentlich nur im Zuge der politischen Konflikte ein.


Wohlfühl-Krimi: «Flüssiges Gold»

HAMBURG: Commissario Luca hat sich aus der hektischen Großstadt in das beschauliche Montegiardino in der Toskana versetzen lassen. Abgesehen von kleineren Delikten ist sein Job wenig aufregend, bis eines Tages eine Olivenbäuerin am helllichten Tag mitten im Ort angeschossen wird. In Luca erwacht wieder der Großstadtpolizist. Leider tritt bald Vice-Questora Aurora Mair aus Florenz auf den Plan, die Luca vorgesetzt ist und den Fall an sich zieht. Die Dame ist äußerst resolut und macht sich mit ihrer Ruppigkeit schnell die Bevölkerung spinnefeind. Als ein weiteres Attentat verübt wird, müssen sich Aurora und Luca wohl oder übel zusammenraufen.

Paolo Riva hat mit «Flüssiges Gold» seinen Erstling veröffentlicht. Herausgekommen ist ein typischer Wohlfühl-Krimi mit üppigen Schilderungen des Lokalkolorits und kulinarischer Genüsse. Natürlich ist der Held auch ein vorzüglicher Koch und verbringt mehr Zeit beim Schlemmen als bei seiner Arbeit. Nun ja, «Flüssiges Gold» ist ein weiterer jener schon allzu zahlreichen Krimis im Reiseführer-Format.


«Thor: Love and Thunder»: Trailer mit Christian Bale als Bösewicht

BERLIN: Der neue Trailer zu dem Götterspektakel «Thor: Love and Thunder» zeigt Oscarpreisträger Christian Bale als Bösewicht. «Das ist mein Schwur. Alle Götter werden sterben», sagt der 48-Jährige in dem mehr als zweiminütigen Trailer. Bale spielt in der Marvel-Fortsetzung Gorr den Götterschlächter. Er ist komplett weiß geschminkt, kahl und hat gelbe Augen. In dem Film scheint es zum direkten Schlagabtausch zwischen ihm und Donnergott Thor, verkörpert von Chris Hemsworth (38), zu kommen - zumindest wird das im Trailer angedeutet. Ebenfalls länger zu sehen ist Natalie Portman (40), die Thors «alte Exfreundin» Jane Foster spielt.

Der vierte «Thor»-Film soll laut Marvel Studios am 8. Juli in den US-Kinos anlaufen. Neben Bale, Hemsworth und Portman sind auch Tessa Thompson (38), Chris Pratt (42), Russell Crowe (58) und viele weitere Stars mit an Bord. Im April wurde bereits ein erster Teaser veröffentlicht.

Nach «Thor» (2011) unter der Regie von Kenneth Branagh und «Thor - The Dark Kingdom» (2013) von Alan Taylor hatte der Neuseeländer Taika Waititi (46) «Thor: Tag der Entscheidung» (2017) einen ungewöhnlich humorvollen und selbstironischen Anstrich verpasst. Nun inszeniert er auch den vierten Teil der nordischen Götter-Saga.


«Stranger Things»-Star Natalia Dyer: glücklich über Perücke

BERLIN: «Stranger Things»-Star Natalia Dyer (27) hat sich bei den Dreharbeiten zur vierten Staffel der Netflix-Serie auf dem Kopf deutlich wohler gefühlt. «Ich hatte vor der dritten Staffel eingewilligt, eine Dauerwelle zu tragen. Ich weiß nicht, warum. Denn das war für mein echtes Leben echt hart», sagte Dyer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Deshalb habe ich dieses Mal gefragt, ob ich eine Perücke haben darf. Es hat mein Leben verändert.»

«Stranger Things» schildert die gruseligen Abenteuer von Kindern und Teenagern in einer US-Kleinstadt während der 1980er Jahre. Die Science-Fiction-Serie ist wegen ihrer liebevollen 80er-Jahre-Optik beliebt, aber auch aufgrund ihrer Horror-Effekte. Der britische Schauspieler Charlie Heaton (28) hat im echten Leben keine Probleme mit Blut, sondern eher mit Tieren. «Spinnen, Käfer, Kakerlaken, fliegende Kakerlaken - das ist alles echt schlimm.»

Die ersten sieben Folgen der neuen Staffel sind ab diesem Freitag (27.5.) bei dem Streamingdienst zu sehen. Am Montagabend stellten Dyer und Heaton die neue Staffel in Berlin bei einer Deutschland-Premiere vor.


Produzent Bruckheimer: «Top Gun: Maverick» eine große Herausforderung

LONDON: Mehr als 35 Jahre mussten die Fans von «Top Gun» auf eine Fortsetzung des Kinoklassikers der 1980er Jahre warten. In dieser Woche startet «Top Gun: Maverick» mit Tom Cruise in den deutschen Kinos. Für Hollywood-Produzent Jerry Bruckheimer (78), der neben Filmhits wie «Beverly Hills Cop» und «The Rock» auch «Top Gun» in die Kinos brachte, war es eine besondere Herausforderung.

«Das Publikum erwartet etwas Außergewöhnliches», sagte Bruckheimer der Deutschen Presse-Agentur in London. «Als Tom entschieden hat, dass er diesen Film macht, hat er zu uns gesagt: Wir müssen einen Volltreffer landen. Wir müssen sicherstellen, dass dieser Film so gut wie nur irgendwie möglich wird.»

Hauptdarsteller Cruise, inzwischen 59 Jahre alt, wurde 1986 mit «Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel» (deutscher Kinotitel) zum Weltstar. Ihn für eine Fortsetzung zu gewinnen, erforderte laut Bruckheimer einen gewissen Einsatz. «Es war nötig, dass Regisseur Joe Kosinksi und ich nach Paris geflogen sind, während Tom «Mission: Impossible» gedreht hat», sagte der Produzent.

Dort habe man Cruise die Story, den Look des Films und sogar ein Poster präsentiert. «Und nachdem Tom die Geschichte gehört hat, hat er sein Handy genommen, den Chef des Studios Paramount angerufen und gesagt: Ich will einen weiteren «Top Gun»-Film machen», erzählte Bruckheimer. «So sehr hat ihn Joe beeindruckt. Und Joe hat einen phänomenalen Film gemacht.»


Bruce Springsteen kündigt Tour an - Drei Shows in Deutschland

BERLIN: Rock-Legende Bruce Springsteen und seine E Street Band wollen im kommenden Jahr wieder auf Tour gehen. «Nach sechs Jahren freue ich mich darauf, unsere großartigen und treuen Fans im nächsten Jahr wiederzusehen», teilte der 72-Jährige auf seiner Internetseite mit. Am 28. April 2023 ist ein Konzert in Barcelona in Spanien geplant. Am 21. Juni spielen der von seinen Fans gern «Boss» genannte Sänger und seine Band dann in Düsseldorf. Am 15. Juli wollen die Musiker in Hamburg und am 23. Juli in München auftreten.

Als bislang letzter Termin ist der 25. Juli in Monza (Italien) vorgesehen. Weitere Auftritte in England, Belgien und den USA sollen aber noch hinzukommen. Es wäre die erste Tour seit der 14-monatigen «The River Tour» (2016-2017).


Sex-Pistols-Gitarrist Steve Jones glaubt nicht an Bandreunion

LONDON: Der ehemalige Gitarrist der Sex Pistols, Steve Jones, glaubt nicht, dass sich seine berüchtigte Punkband («Anarchy In The UK») noch einmal zusammentun wird. Eine Reunion will der 66-Jährige aber nicht endgültig ausschließen. «Naja, man sollte niemals nie sagen», betonte Jones im Interview der Deutschen Presse-Agentur in London. «Aber ich sehe das in naher Zukunft nicht. Und wir werden nicht jünger.»

Die Sex Pistols hatten sich 1978 nach nur einem Album, dem einflussreichen «Never Mind The Bollocks, Here's The Sex Pistols», getrennt. In den 1990er und 2000er Jahren hatte die Punkband jedoch gemeinsam mehrere Reunion-Tourneen absolviert. «Es gab gutes Geld, und es hat viel Spaß gemacht», erinnerte sich Jones. «Aber irgendwann hat es nicht mehr so viel Spaß gemacht.» Mittlerweile haben Jones und Frontmann John Lydon alias Johnny Rotten keinen Kontakt mehr.

Zuletzt schimpfte Lydon (66) über die Sex-Pistols-CD «The Original Recordings», eine neue Zusammenstellung alter Songs der Band, die am Freitag (27.5.) erscheint. Parallel dazu startet in den USA und in Großbritannien die neue TV-Serie «Pistol» von Regisseur Danny Boyle, die auf der Autobiografie von Jones basiert. Ein deutscher Starttermin für «Pistol» steht bislang noch nicht fest.


Liam Gallagher über das Musikgeschäft von heute: «Alles nicht echt»

BERLIN: Dem früheren Oasis-Sänger Liam Gallagher (49) fehlt es im aktuellen Musik-Business an Authentizität. «Heutzutage gibt es viel zu viel hohle Angeberei im Musikgeschäft. Das ist alles nicht echt», sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Nur weil Du mit verbundenen Augen und Deinen Füßen Gitarre spielen kannst, bist Du noch lange kein Gott.» Musik müsse die Leute dazu bringen, «zu saufen und zu springen. Einfache Lyrics, in die Fresse.»

Mit Oasis sei das früher gelungen, sagte der 49-Jährige, der inzwischen solo unterwegs ist und an diesem Freitag (27.5.) gleich zwei neue Platten auf den Markt bringt: das Studioalbum «C'Mon You Know» und das Livealbum «Down By The River Thames», aufgenommen auf einem Frachtkahn auf der Themse im Lockdown-Winter 2020. Außerdem tritt er am ersten Juni-Wochenende wieder im Knebworth Park nördlich von London auf - dort, wo er mit seinem Bruder Noel und der gemeinsamen Band Oasis vor mehr als 25 Jahren mit zwei Mega-Konzerten Musikgeschichte geschrieben hatte.

«Wir waren ja als Oasis nichts Besonderes. Wir waren so alt wie unser Publikum, wir haben gesoffen, was die gesoffen haben, und wir sahen aus wie die. Aber die Musik war verdammt großartig», sagte Gallagher. «Ich sag' immer: Normal bleiben, einfach bleiben.»

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