Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Dienstag

Foto: Pixabay
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Autor Walser: Habe keine Berührung mit der gefährlichen Corona-Welt

DÜSSELDORF: Der 94-jährige Schriftsteller Martin Walser («Ein fliehendes Pferd», «Ein sterbender Mann») hat die Corona-Zeit bisher zurückgezogen verbracht. «Ich habe keinerlei Berührung mit der gefährlichen Corona-Welt», sagte er der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Dienstag/Printausgabe Mittwoch). «Ich bin immer für mich. Und so erfahre ich alles nur aus den Nachrichten, aber nichts am eigenen Leibe. Ich verspüre keinen Grund, Kontakt zu haben.»

Walser, der in Überlingen am Bodensee lebt, veröffentlichte kürzlich ein neues Buch mit dem Titel «Sprachlaub». Darin geht es auch um das Alter und den Tod. «In dem Augenblick, in dem ich schreibe, bin ich unsterblich», sagte Walser. Die deutlichste Überwindung von Tod und Sterben sei für ihn das Schreiben.

Walser sagte, er nehme natürlich Anteil daran, was in der Welt passiere. «Ich bin ein unschuldiger Konsument von Nachrichten, aber ich lass mich davon nicht irritieren. Meine Sprachmomente sind unantastbar von der bloßen politischen Aktualität. Es kommt in meinen Versen auch nichts Gesellschaftskritisches vor; das ist einfach vorbei.»


Forbes schätzt Kim Kardashians Vermögen auf eine Milliarde Dollar

LOS ANGELES: Kosmetikprodukte und Mode haben Reality-TV-Star Kim Kardashian nach einer Schätzung des US-Magazins «Forbes» zur Milliardärin gemacht: Demnach steigerte die 40-Jährige ihr Vermögen von 780 Millionen im Oktober nun auf die magische Marke von einer Milliarde (etwa 850 Millionen Euro).

Verantwortlich dafür seien vor allem zwei Firmen Kardashians - «KKW Beauty» für Kosmetik und «Skims» für größtenteils eng anliegende Frauenmode - die vor allem durch direkte Werbung in den Sozialen Medien erfolgreich wurden. Kardashian erreicht mit ihrem Instagram-Konto 213 Millionen Menschen und gehört zu den erfolgreichsten Influencerinnen weltweit.

Kardashian wurde durch die Reality-TV-Show «Keeping Up with the Kardashians» (etwa: Mit den Kardashians Schritt halten) ab 2007 nicht nur in den USA berühmt. Ihre Eigenvermarktung in den sozialen Medien wurde dabei zu einem Schlüssel für ihren Erfolg sowie anhaltender Aufmerksamkeit in den vergangenen gut 15 Jahren. Schlagzeilen machte sie auch mit ihrer Ehe zu Rap-Superstar Kanye West sowie dem Einreichen der Scheidung vor wenigen Wochen.

Kardashian folgt ihrer Halbschwester Kylie Jenner in die Riege der - zumindest zeitweisen - Milliardärinnen. Jungunternehmerin Jenner war von «Forbes» zur Milliardärin ausgerufen worden, das Magazin hatte danach jedoch Zweifel an seiner eigenen Schätzung geäußert und sie schließlich wieder unter der Marke einsortiert.


Stiftung von Harry und Meghan produziert erste Doku-Serie auf Netflix

LOS ANGELES/LONDON: Die Zusammenarbeit der Stiftung Archewell von Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39) mit Netflix bringt erste Resultate. Wie der Streamingdienst am Dienstag mitteilte, produziert Archewell eine Doku-Serie über den von Harry ins Leben gerufenen Sportwettbewerb für kriegsversehrte Soldaten namens «Invictus Games». Prinz Harry werde bei der Netflix-Doku mit dem Titel «Heart of Invictus» sowohl vor der Kamera in Erscheinung treten als auch als Producer tätig sein, hieß es in der Mitteilung.

«Ich fiebere dem entgegen, was da kommt und ich bin extrem stolz auf die Invictus-Gemeinschaft, die zu weltweitem Zusammenwachsen, Potenzial in den Menschen und fortwährendem Einsatz anregt», sagte Harry der Mitteilung zufolge. Wann die Dokumentation abrufbar sein wird, war zunächst unklar.

Für Harry sind die «Invictus Games» eine Herzensangelegenheit. Sein eigener Einsatz in Afghanistan hatte ihn tief geprägt. Zwar musste er mit dem Abschied aus dem engeren Kreis der Königsfamilie im vergangenen Jahr inzwischen auch seine Funktion im Militär aufgeben, doch den «Invictus Games» bleibt er verbunden. Der Sportwettbewerb soll zum nächsten Mal im niederländischen Den Haag im kommenden Jahr ausgetragen werden.


Fans halten Mahnwache für US-Rapper DMX vor Krankenhaus

NEW YORK: Fans von Rapper DMX haben eine Mahnwache für den in Lebensgefahr schwebenden Musiker abgehalten. Wie TV-Bilder vom CNN-Partnersender «News 12» zeigten, versammelten sich am Montag Dutzende Anhänger von DMX vor dem Krankenhaus nördlich von New York, in dem dieser Medienberichten zufolge nach einem Herzanfall künstlich am Leben gehalten wird. Die Fans spielten seine Songs, tanzten auf der Straße und beteten für die Genesung des 50-Jährigen. «News 12» sprach von zeitweise 500 Anwesenden.

DMX, mit bürgerlichem Namen Earl Simmons, war am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden und soll seitdem künstlich beatmet werden. Der Musiker wurde in den 1990er Jahren mit Hits wie «Party Up» und «Get At Me Dog» bekannt. Der Rapper war dreimal für den wichtigsten Musikpreis Grammy nominiert und führte mit seinen Songs immer wieder die US-Charts an.


Conchita und Gätjen moderieren wieder «Free European Song Contest»

UNTERFÖHRING: Auch die zweite Ausgabe der von Stefan Raab produzierten ProSieben-Musikshow «Free ESC» moderieren Conchita Wurst und Steven Gätjen. Das teilte am Dienstag der Privatsender mit Sitz in Unterföhring bei München mit. Die Show startet an 15. Mai und damit eine Woche vor dem Finale des von der ARD ausgestrahlten Eurovision Song Contest in Rotterdam. Dragqueen Conchita Wurst, hinter der der Künstler Tom Neuwirth steckt, gewann 2014 den klassischen ESC für Österreich. «Der FreeESC war definitiv eines meiner Highlights vergangenes Jahr», sagte Wurst laut Mitteilung. Sie warte gespannt auf die musikalische Bandbreite 2021. «Und natürlich kann ich es kaum erwarten, herauszufinden, ob Steven dieses Mal einen blauen oder doch wieder einen schwarzen Smoking tragen wird.»

Als der Eurovision Song Contest 2020 wegen Corona abgesagt wurde, stampfte ProSieben als Alternative den «Free European Song Contest» aus dem Boden und will ihn nun beibehalten.


Schauspielerin Grischa Huber im Alter von 76 Jahren gestorben

HAMBURG: Die Theater- und Filmschauspielerin Grischa Huber ist tot. Sie starb Dienstagvormittag im Alter von 76 Jahren nach langer Krankheit, wie ihre Tochter Muriel König der Deutschen Presse-Agentur sagte. Huber war Trägerin des Filmbandes in Gold für ihre darstellerische Leistung in dem Film «Unter dem Pflaster ist der Strand» (1974).

Geboren auf der polnischen Insel Wollin begann sie ihre schauspielerische Karriere am Karlsruher Staatstheater. Nach weiterem Schauspielunterricht in München debütierte Huber am dortigen Residenztheater 1967 in Jean Genets «Die Wände».

Danach folgten weitere Theaterengagements etwa in Köln, Mannheim, Bochum, Berlin und Hamburg, wo sie unter anderem 1988 am Deutschen Schauspielhaus in dem Stück «Lulu» unter der Regie von Peter Zadek die Französin gab. Diese Inszenierung zeigt das Schauspielhaus am 17. April in der Aufzeichnung des WDR 24 Stunden lang als Stream.

Auch in Fernsehen und Kino war die Frau von Schauspieler Michael König präsent - erstmals 1970 in dem Spielfilm «Lenz» nach der gleichnamigen Erzählung von Georg Büchner. Danach folgten Rollen in Kino-Filmen wie «Goethe» (Regie: Phillipp Stölzl), «Hilde» (Kai Wessel) oder «September» (Max Färberböck). Im Fernsehen war sie unter anderem in der Serie «SOKO Stuttgart» (ZDF), in «Drei in einem Bett» (Sat1) oder «Hurenkinder» (ARD) zu sehen.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Dienstag

Joko Winterscheidt freut sich über schlechten Empfang an Seenplatte (Foto-Archiv)

MIROW: Entertainer Joko Winterscheidt (42) hat den teils schlechten Handyempfang an der Mecklenburgischen Seenplatte sehr genossen. «Ein mega Gefühl», sagte Winterscheidt der Deutschen Presse-Agentur. «In meinem Alltag konnte es gerade nichts Tolleres geben als hier anzukommen und festzustellen: Kein Empfang? Keiner, der heute anruft? Mega!» Die Einheimischen sähen das sicher anders. Der Fernsehmoderator und Unternehmer hatte für sein neues Socken-Label in einem Waldstück in der Nähe von Mirow Bäume gepflanzt. Um einen Teil des CO2-Ausstoßes zu kompensieren, das bei der Produktion der Socken freigesetzt wird, sollen auf der bisherigen Monokultur-Fläche jährlich Tausende klimastabile Bäume gepflanzt werden.


Feinkost-Unternehmer-Familie Käfer hat Corona (Foto-Archiv)

MÜNCHEN: Der Münchner Feinkost-Unternehmer Michael Käfer und seine Familie haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Er, seine Frau Clarissa und deren zwei Söhne befinden sich zurzeit in Quarantäne. «Wir haben aber noch Glück und nur ganz leichte Symptome», sagte der 63-Jährige der «Bild»-Zeitung (Dienstag). «Wir haben alle vier etwas Kopfweh und leichten Husten. Ansonsten geht es uns gut.» Die Zwangspause nutzten die Käfers nun als Familienzeit, sagte Clarissa Käfer der «Bild». Die Söhne bereiteten das Frühstück, sie und ihr Mann wechselten sich beim Kochen ab. Außerdem spiele die Familie mit Freude Gesellschaftsspiele.


Schauspielerin Katharina Schüttler: Ausmisten gibt gutes Gefühl (Foto-Archiv)

HAMBURG/BERLIN: Schauspielerin Katharina Schüttler (41) liebt nach eigenen Worten das Ausmisten - und bereut es nur manchmal. «Wie (die bekannte Aufräum-Expertin und Autorin) Marie Kondo es empfiehlt, überprüfe ich bei jedem Gegenstand, ob er mich glücklich macht», sagte sie dem Magazin «Emotion» (Heft 5/21; Mittwoch). Zuletzt seien viele Fotos in den Müll gewandert. «Ich besitze jetzt zwar immer noch eine ganze Kiste, aber heute ist das eine Kiste voll Bedeutung. Das ist ein gutes Gefühl.» Nur selten bereut sie es demnach, etwas weggeworfen zu haben. «Etwa ein Pizzaschneider von den Simpsons oder meine Rollensammlung aus der Schauspielschulzeit. Ein paar Dinge springen vielleicht fälschlicherweise über die Klippe...»


Mobbing wegen Stotterns: Upamecano hatte als Kind harte Jahre (Foto-Archiv)

LEIPZIG: Aufgrund eines Sprachfehlers hat der französische Fußball-Nationalspieler Dayot Upamecano in seiner Kindheit viel Spott über sich ergehen lassen müssen. Der Profi von RB Leipzig stotterte und nahm zwischen seinem 10. und 13. Lebensjahr die Hilfe eines Logopäden in Anspruch. «Das war nicht schön. Eine schwierige Zeit. Einige Mitschüler haben mich nicht besonders gut behandelt und mich geärgert. Ich habe deswegen wenig gesprochen damals und versucht, das nicht zu tief an mich heranzulassen. Im Gegenteil: Es hat mich gestärkt und geprägt, aber nicht verletzt. Ich wusste ja: Ich kann dafür andere Dinge besser», sagte der 22-Jährige dem Magazin «Fußball & Familie». «Auf dem Platz war ich ein anderer, da strahlte ich etwas anderes aus, da zeigte ich breite Brust.»


Leute kompakt

Hauptdarsteller für Boris-Becker-Film gefunden: Bruno Alexander (Foto-Archiv)

KÖLN: RTL hat einen Hauptdarsteller für die Verfilmung der Tennis-Karriere von Boris Becker gefunden. Der 22 Jahre alte Hamburger Bruno Alexander, bekannt aus der Streaming-Serie «Wir Kinder vom Bahnhof Zoo», werde in die Rolle des Wimbledon-Siegers (heute 53) schlüpfen. Das teilte der Sender am Dienstag mit. Der Schauspieler bereite sich seit einigen Wochen mit Tennis-Training auf die Produktion vor. Drehstart ist laut RTL in der kommenden Woche. Alexander, der in der Zeit von Beckers größten Triumphen noch nicht auf der Welt war, sagte: «Natürlich kannte ich Boris Becker, denn eigentlich kennt jeder Boris Becker oder meint zumindest, ihn zu kennen.» Als das Angebot gekommen sei, habe er aber doch erstmal recherchieren müssen. «In meiner Generation ist er nicht so gegenwärtig wie in der meiner Eltern.»


Familie von Captain Tom ruft zu Spendenaktionen auf (Foto-Archiv)

LONDON: Die Familie des im Februar im Alter von 100 Jahren gestorbenen britischen Rekordspendensammlers Captain Tom Moore hat vor seinem Geburtstag am 30. April dazu aufgerufen, dem Beispiel des Veteranen zu folgen. Captain Tom, der zuletzt selbst an Covid-19 erkrankt war, hatte im vergangenen Jahr umgerechnet knapp 37 Millionen Euro an Spenden für den in der Pandemie unter Druck geratenen Gesundheitsdienst NHS gesammelt. Er war dafür 100 Runden mit seinem Rollator durch seinen Hinterhof spaziert. Beinahe über Nacht avancierte er zum nationalen Helden. Queen Elizabeth II. (94) schlug ihn im vergangenen Sommer zum Ritter. «Wir wollen, dass die Leute ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ihre eigenen Aktionen mit der Zahl 100 erfinden», sagte Captain Toms Tochter Hannah Ingram-Moore der BBC am Dienstag. Das könne zugunsten der von ihrem Vater gegründeten Stiftung oder für einen anderen guten Zweck sein.


Von Klicklauten und den hundert Arten «ich» zu sagen

MÜNCHEN: Das Deutsche ist bei der Differenzierung von Schnee nicht gerade erfindungsreich. Mit mindestens 20 verschiedenen Ausdrücken zeigt dagegen das Saamische ein sehr feines Gespür für Schnee. Was den Saamen ihr Schnee, ist den Menschen auf Hawaii der Regen. Es gibt zahlreiche ausdifferenzierte Begriffe - vom angenehmen Nieselregen bis zum kalten Regen in Honolulu. In seinem unterhaltsamen Buch «Die seltsamsten Sprachen der Welt» hat Harald Haarmann etwa 50 Beispiele von Sprachen zusammengestellt, deren Vokabular, Grammatik oder Laute in unseren Augen besonders auffällig und eigenwillig sind. Für Fremde kaum erlernbar sind etwa die schnalzenden Klicklaute einiger Sprachen im Süden Afrikas. Den Weltrekord an Konsonanten - nämlich 80 - hält eine Sprache, die im türkischen Kaukasusvorland gesprochen wird. Und das Khmer oder Kambodschanische zeigt ein ausgeprägtes Statusdenken, indem das «ich» sich geschmeidig der jeweiligen hierarchischen Situation anpasst. Sprache ist eben genauso vielfältig wie die verschiedenen Kulturen und Lebenswelten.


BERLIN: «Anders fühlen» erzählt deutsche Geschichte aus anderem Blickwinkel

Der Mittvierziger Benno Gammerl hat ein dickes Buch zu einem bislang wenig beleuchteten Aspekt Geschichte der Bundesrepublik geschrieben. «Als schwuler Historiker wollte ich schon lange etwas zur Homosexualitätengeschichte schreiben», sagt er. «Wie fühlten frauenliebende Frauen und männerliebende Männer und wie haben sich diese Gefühle seit den 1950er Jahren verändert?» Schwule und Lesben fühlten natürlich anders, auch wenn viele vielleicht in einem Anflug von besonderem Respekt das verneinen wollten. «Unser Fühlen ist untrennbar verflochten mit der Position, die wir in der Gesellschaft einnehmen.» Wenn sich das Empfinden in einem zentralen Punkt von dem der Mehrheit unterscheide, auf deren Wünsche alles ausgerichtet sei, von den Schulbüchern bis zu den Figurenpaaren auf Hochzeitstorten, dann präge das auch die Gefühle. Das Buch macht es sich nicht leicht, denn Gammerl ist wichtig, dass es bei dem Thema keine saubere Entwicklung gebe, von «Stigmatisierung» (Wer schwul ist, fliegt raus) über Emanzipation (Ich bin lesbisch - und da müsst Ihr jetzt mit zurechtkommen) hin zur sogenannten Normalisierung (Ehe für alle) heute.


The Weeknd spendet Dollar-Million für Opfer des Tigray-Konflikts (Foto-Archiv)

BERLIN: R&B-Superstar The Weeknd (31, «Blinding Lights») hat angekündigt, mit einer Spende von einer Million Dollar (rund 850.000 Euro) Menschen in der äthiopischen Region Tigray zu unterstützen. «Mein Herz bricht für meine Leute in Äthiopien, wo unschuldige Zivilisten - von kleinen Kindern bis zu Alten - sinnlos ermordet werden und ganze Dörfer aus Angst und Zerstörung verlassen werden», schrieb der Musiker bei Instagram. Der Sänger und Rapper, mit bürgerlichem Namen Abel Makkonen Tesfaye, wurde im kanadischen Toronto als Sohn äthiopischer Einwanderer geboren. Mit seiner Spende wolle er über das World Food Programme der Vereinten Nationen (UN) zwei Millionen Mahlzeiten zur Verfügung stellen.


Lil Nas X erreicht wieder US-Chartsspitze - und teilt kräftig aus (Foto-Archiv)

BERLIN: US-Rapper Lil Nas X (21) hat seinen zweiten Song an die Spitze der US-amerikanischen Charts gebracht - und sich dafür kräftig gefeiert, inklusive Seitenhieb gegen Nicht-Fans. «Ich hoffe, meine Hater sind traurig», schrieb er auf Twitter. Das Stück «Montero (Call Me By Your Name)» stieg am Montag (Ortszeit) direkt auf Platz eins in die «Hot 100» ein, berichtete das Magazin «Billboard», das die Charts herausgibt. Auf Twitter würdigte der Musiker seinen Erfolg mit einem Video, das er schon im vorigen Juni aufgenommen habe. Darin gratulierte er seinem Zukunfts-Ich zu dem erhofften Erfolg. «Ich bin stolz auf dich», sagt Lil Nas X in dem Video.


Kate Winslet über Homophobie in Hollywood: «Das ist doch furchtbar» (Foto-Archiv)

BERLIN: Oscar-Preisträgerin Kate Winslet (45, «Der Vorleser») ist empört darüber, dass sich queere Kolleginnen und Kollegen in Hollywood immer noch oft verstecken müssten. «Ich kann gar nicht sagen, wie viele junge Schauspieler ich kenne - manche schon bekannt, manche am Anfang ihrer Karriere -, die große Angst davor haben, dass ihre Sexualität öffentlich gemacht wird und dass sie dann nicht mehr für Hetero-Rollen engagiert werden», sagte die mit dem Filmdrama «Titanic» weltberühmt gewordene Britin der «Sunday Times». «Das ist doch furchtbar.» Winslet selbst als heterosexuelle Schauspielerin spielt in ihrem neuen Film «Ammonite», der im Februar beim Streamingdienst Hulu startete, eine lesbische Paläontologin.


Anna Brüggemann schrieb einen «Trennungsroman»

BERLIN: Die Berliner Schauspielerin und Drehbuchautorin Anna Brüggemann (40) hat einen Roman über die Trennung eines Paares geschrieben. Autobiografisch sei das Buch überhaupt nicht, sagte Brüggemann («Kreuzweg», «Als Hitler das rosa Kaninchen stahl») der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hatte nie so eine Beziehung, wie sie in diesem Buch beschrieben wird.» Der Impuls für den Roman war demnach vielmehr, dass sie beobachtete, wie sich viele Paare in ihrem Umfeld in den 20ern nach langer stabiler Beziehung trennen, und das immer nach gleichen Muster. Der Titel «Trennungsroman» war ein nächtlicher Einfall. Das bei Ullstein erschienene Buch handelt von Thomas und Eva, beide Anfang 30 und seit acht Jahren ein Paar. Nachdem sie nach zwei Jahren in Paris nach Berlin zurückkehrt, steuern die beiden auf eine Trennung zu.


Grönemeyer wird 65: «Bochumer Junge», Musiktalent und Aufsteiger

BOCHUM: Herbert Grönemeyer, einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands, wird am Montag (12.4.) 65 - und da gratuliert auch die alte Heimat. «Egal, wo sein Wohnsitz ist, für uns ist und bleibt Herbert Grönemeyer ein «Bochumer Junge»», sagt der dortige Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD). Der Schauspieler und Sänger sei dem VfL Bochum ebenso verbunden wie den Bochumer Symphonikern, seine Konzerte im Ruhrgebiet fühlten sich immer wie «Heimspiele» an, meinte der OB. Grönemeyer - er lebt seit einigen Jahren in Berlin - hatte seinen Durchbruch als Musiker 1984 mit dem Album «4630 Bochum».

Als Schauspieler war er zuvor im Kinofilm «Das Boot» von Wolfgang Petersen als Leutnant Werner einem Millionenpublikum bekanntgeworden. Sein großer Erfolg als vielseitiger Künstler sei schon ungewöhnlich, sagt Musikexperte Heiko Maus. Das «Phänomen Grönemeyer» setze sich aus mehreren Faktoren zusammen. Dazu gehörten «Authentizität und Anpassungsfähigkeit, sprachliches, musikalisches und darstellendes Talent, Lokalkolorit und das Image eines sympathischen, sozialpolitisch engagierten Aufsteigers».

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