Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Dienstag

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Lady Gaga vor Biden-Amtseinführung: «Ein Tag für Frieden und Liebe»

WASHINGTON/LOS ANGELES: Popmusikerin Lady Gaga (34) schickt ihren Instagram-Fans am Abend vor der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden und seiner Vizepräsidentin Kamala Harris aus Washington eine Botschaft zu. «Ich bete, dass morgen für alle Amerikaner ein Tag des Friedens ist. Ein Tag für Liebe, nicht Hass», schrieb die Sängerin am Dienstag (Ortszeit) zu einem Foto von sich, weiß gekleidet, in der Rotunde des Kapitols. «Love, from the Capitol», vermerkte der Star.

Vorige Woche war bekannt geworden, dass Lady Gaga bei der Zeremonie am Mittwoch die US-Nationalhymne «Star Spangled Banner» singen wird. Die 34-Jährige («Poker Face») hatte Biden bereits mit einem Auftritt zum Abschluss seiner Wahlkampagne unterstützt.

Weitere Starauftritte sind nach der Vereidigung von Biden und Harris bei einer live übertragenen Sondersendung im Fernsehen geplant. Oscar-Preisträger Tom Hanks (64, «Philadelphia») soll das TV-Special «Celebrating America» (Wir feiern Amerika) moderieren.


Weitere «Wonka»-Verfilmung für 2023 geplant

LOS ANGELES: Hollywood plant eine weitere «Wonka»-Verfilmung über den Schokoladenfabrikanten Willy Wonka aus der Kinderbuchvorlage des britischen Autors Roald Dahl. Das Studio Warner Bros. will den Spielfilm unter der Regie von Paul King, dem Macher der «Paddington»-Filme, 2023 auf die Leinwand bringen. «Harry Potter»-Produzent David Heyman ist ebenfalls an Bord, wie die Branchenblätter «Variety» und «Hollywood Reporter» am Dienstag (Ortszeit) berichteten. «Wonka» soll die Abenteuer des jungen Willy Wonka beleuchten, bevor er zu dem berühmten Fabrikbesitzer wird.

In der 1964 veröffentlichten Geschichte «Charlie und die Schokoladenfabrik» von Roald Dahl (1916-1990) erhält der kleine Charlie Bucket aus ärmlichen Verhältnissen Eintritt in die Schokoladenfabrik des kauzigen Fabrikanten Willy Wonka, eine fantastische Welt aus Süßigkeiten.

US-Komiker Gene Wilder spielte Wonka 1971 in «Charlie und die Schokoladenfabrik». Das Buch wurde 2005 auch von Tim Burton verfilmt, Johnny Depp stellte darin den schrägen Fabrikanten dar. Die mögliche Besetzung des neuen Projekts ist noch nicht bekannt.


Thomas Gottschalk erobert sich Show auf ProSieben

BERLIN: Fernsehlegende Thomas Gottschalk ist ab sofort wieder Showmaster. Der 70-Jährige siegte im Finale der am Dienstagabend ausgestrahlten Unterhaltungsendung «Wer stiehlt mir die Show?» gegen Gastgeber Joko Winterscheidt (42). Damit stehen Gottschalk alle Möglichkeiten offen, das Dienstagabendquiz des Privatsenders nach seinen Wünschen umzukrempeln. Kurz vor der entscheidenden Frage flaxte der ehemalige «Wetten, dass..?»-Moderator: «Ich stehe vor dem Höhepunkt meiner Karriere.»

Am Ende entscheidend war die Frage nach der «E.T.»-Darstellerin Drew Barrymore, die Gottschalk korrekt beantwortete. Zuvor war Winterscheidt ins Hintertreffen geraten, weil er eine Frage nach den Symbolen auf der Flagge der DDR falsch beantwortet hatte. Gottschalk wird am kommenden Dienstag um 20.15 Uhr die Quizshow moderieren. Joko Winterscheidt muss sich in die Gruppe der Kandidaten einreihen und versuchen, die Show kommende Woche wieder zurückzuerobern.


Gina Lollobrigida lässt sich impfen: Habt keine Angst!

ROM: Gina Lollobrigida («Der Glöckner von Notre Dame») pflegt mit Vorliebe ihr Image als exzentrische, selbstverliebte Alt-Diva. Beim Thema Anti-Corona-Impfung allerdings möchte die 93-jährige italienische Schauspielerin ein leuchtendes Vorbild abgeben: «Ich denke, dass die Impfung eine gute Gelegenheit ist, um zu zeigen, dass wir, wenn wir alle das Richtige tun, aus der Pandemie herauskommen können», sagte Lollobrigida der Zeitung «Corriere della Sera» (Dienstag). Sie hatte sich den Angaben nach am Montag in Rom eine erste Spritze geben lassen. «Ich möchte allen sagen, dass sie keine Angst haben müssen.»

Das Blatt zeigte ein Bild, wie sie im edlen schwarzen Kleid mit Goldborten eine Spritze in den Oberarm bekommt. «Ich will leben», sagte der Star aus 50er-Jahre-Filmen wie «Fanfan, der Husar» und «Die Schönen der Nacht».

Italien wurde von der Corona-Pandemie heftig getroffen. In der Impfkampagne seit Anfang 2021 hatte das Land bis Dienstagnachmittag rund 1,2 Millionen Dosen an die Menschen im Land verabreicht. Den Anfang hatte das medizinische Personal gemacht.


Kein «Tatort» mit Til Schweiger in diesem Jahr

HAMBURG: Die Fernsehzuschauer müssen in diesem Jahr auf einen «Tatort» mit Til Schweiger verzichten. «Die Corona-Pandemie hat die Planungen für einen neuen «Tatort» aus Hamburg zurückgeworfen», sagte ein NDR-Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Daher gibt es zurzeit keine neue Entwicklung. Für 2021 sind Dreharbeiten derzeit nicht geplant.» Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.

Zuletzt hatte Schweiger den «Tatort: Tschill out» gedreht. Die NDR-Produktion lief Anfang Januar 2020. Damit war das Team Nick Tschiller (Schweiger) und Yalcin Gümer (Fahri Yardim) bislang sechs Mal gemeinsam im Einsatz. Die ersten Episoden des Duos waren von viel Action und vielen Toten bestimmt. Die bislang letzte Folge des Hamburger «Tatorts» von der Insel Neuwerk kam deutlich ruhiger daher.


Deutsche Koproduktion feiert Premiere beim Sundance-Festival

BERLIN/MÜNCHEN: Die deutsch-italienisch-dänische Koproduktion «Der menschliche Faktor» feiert ihre Weltpremiere im Hauptwettbewerb des diesjährigen Sundance Film Festivals. Das teilte German Films, das Informations- und Beratungszentrum für die internationale Verbreitung deutscher Filme, am Dienstag in München mit.

In dem Film des italienischen Drehbuchautoren Ronny Trocker geht es um das das Leben von Jan (Mark Waschke) und Nina (Sabine Timoteo), das durch einen Konflikt in ihrer gemeinsam geführten Werbeagentur aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Bei einem gemeinsamen Wochenende an der belgischen Küste werden sie und ihre zwei Kinder Opfer eines mysteriösen Hauseinbruchs.

Das berühmte Indie-Filmfestival Sundance wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie weitgehend ins Internet verlegt - ergänzt um Veranstaltungen in mehreren US-Großstädten. Online soll es für ein breites Publikum Möglichkeiten geben, das Festivalprogramm und anschließende Diskussionen auf einer neuen Plattform zu verfolgen.

Für viele kleinere Filme ist das 1978 von Schauspieler Robert Redford mitgegründete Sundance-Festival ein Sprungbrett, um Verleiher zu finden und für Aufsehen in der Branche zu sorgen. Zu den größten Erfolgen der letzten Jahrzehnte beim größten Indie-Filmfestival der USA zählten «Blair Witch Project», «Boyhood» und «Get Out». Die 37. Ausgabe des Sundance Film Festivals soll vom 28. Januar bis 3. Februar stattfinden.


Sohn von Victoria und David Beckham auf Titelseite der «L'Uomo Vogue»

LONDON: Schmachtender Blick, blondierter Haarschopf, muskelbepackter Bauch. Romeo Beckham, der 18 Jahre alte Sohn des englischen Ex-Fußballnationalspielers David Beckham (45) und seiner Frau, Ex-Spice-Girl Victoria (46), ist seinem Durchbruch als Foto-Model näher gekommen. Ein Bild von ihm erschien nun auf der Titelseite der zweisprachig englisch-italienischen Modezeitschrift «L'Uomo Vogue». Dazu der Spruch: «Boys will be boys» - Jungs sind nun einmal Jungs.

«Stolz auf dich», kommentierte seine Mutter auf Instagram, wo sie mehrere Fotos und eine kurze Video-Collage von dem Shooting teilte. Erfreut zeigte sich auch Papa David. Ebenfalls auf Instagram schrieb er: «So stolz auf dich (...) Was für ein unglaubliches erstes Cover.» Zuerst hatte die «Bild» darüber berichtet.


Meghans Vater: Brief war «Ende unserer Beziehung»

LONDON: In einem schriftlichen Statement hat der Vater von Herzogin Meghan, Thomas Markle, den Brief, aus dem die «Mail on Sunday» in mehreren Artikeln zitierte, als Angriff verurteilt. «Der Brief war kein Versuch der Versöhnung, er war Kritik an mir», schrieb Markle in einem zur virtuellen Anhörung des Londoner High Courts am Dienstag veröffentlichten Statement. Meghan habe in ihrem Brief kein echtes Mitgefühl oder Interesse gezeigt, schrieb Markle. «Er hat das Ende unserer Beziehung erkennen lassen.»

Der Brief steht im Zentrum eines Rechtsstreits, der in diesen Tagen in London fortgesetzt wird: Meghan, die mittlerweile mit Prinz Harry und ihrem gemeinsamen Sohn Archie in Kalifornien lebt, hatte gegen den Verlag Associated Newspapers geklagt, der Anfang 2019 in mehreren Artikeln aus dem privaten Brief an ihren Vater Thomas Markle zitierte. Ihren Anwälten zufolge wirft sie dem Verlag einen «ernsthaften Eingriff in das Recht auf Privatsphäre» vor.

Die Anwälte wollen ein Schnellverfahren erwirken, ein sogenanntes Summary Judgment, das ihrer Ansicht nach ausreichend ist, um den Fall zu entscheiden. Die Anwälte hoffen auf ein Urteil zugunsten der 39-Jährigen ohne Verhandlung mit Zeugenaussagen, um eine royale Schlammschlacht vor Gericht zu vermeiden. Zunächst war offen, ob vor Gericht bei der für zwei Tage angesetzten virtuellen Anhörung in London direkt eine Entscheidung darüber fallen wird.


Schauspielerin Bea Fiedler schwärmt in «Dschungelshow» von den 80ern

KÖLN: Lagerfeuerstimmung ganz ohne Holz und Funkenflug: «Eis am Stiel»-Schauspielerin Bea Fiedler hat in der RTL-«Dschungelshow» in bester Camp-Manier aus ihrem bewegenden Leben berichtet. Dabei schwärmte die 63-Jährige in der Sendung am Montagabend vor allem von ihren Hoch-Zeiten: «Die 80er waren die zehn schönsten Jahre in meinem Leben.» Sie berichtete von ihrem damaligen Zeitvertreib («Ich hab' mich durch die 80er durchgesoffen») und auch Nicht-Jugendfreiem. Zudem gab Fiedler Einblicke in ihr Leben als Sozialhilfeempfängerin und sagte, dass sie seit fast 20 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem einzigen Sohn habe: «Zu Hause in meiner Wohnung weine ich jeden Tag.»


Punk-Ikone Johnny Rotten wütend über geplante Sex Pistols-Serie

LONDON/LOS ANGELES: Die Ankündigung einer TV-Serie über die Sex Pistols hat bei Johnny Rotten, dem Sänger der legendären Punkband, für große Verärgerung gesorgt. «Niemand hat sich die Mühe gemacht, mich in irgendeiner Weise einzubinden», sagte Rotten, der eigentlich John Lydon heißt, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin zutiefst beleidigt durch dieses Projekt. Und ich bin schockiert, dass sie sogar schon Schauspieler für mich casten, ohne Rücksprache oder jegliche Kommunikation. Meiner Meinung nach ist dieses Projekt nicht mehr als Gift.» Der US-Sender FX hatte vergangene Woche bekanntgegeben, dass der preisgekrönte britische Regisseur Danny Boyle («Trainspotting») die Geschichte der Sex Pistols verfilmen wird. Die sechsteilige Serie «Pistol» soll auf der Autobiografie des Sex Pistols-Gitarristen Steve Jones basieren.


Leute kompakt

«Bild»: Kult-Girlgroup No Angels vor Comeback

BERLIN: Fans der No Angels haben Grund zur Hoffnung: Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung steht Deutschlands berühmteste Girlgroup vor einem Comeback. Die Musikerinnen, die 2000 aus der Castingshow «Popstars» hervorgingen, planen demnach einen Auftritt in einer großen Fernsehshow und wollen «alle ihre bekannten Songs im aktuellen Sound neu aufnehmen». Ihr Label BMG äußerte sich am Dienstag auf Nachfrage zunächst nicht dazu. Mit Songs wie «Daylight In Your Eyes» feierten die No Angels in den Nullerjahren riesige Erfolge. Mit vier Nummer Eins-Hits, drei Nummer Eins-Alben und mehr als fünf Millionen verkauften Alben wurden die No Angels nach Angaben von BMG die erfolgreichste deutsche Girlgroup aller Zeiten. 2003 löste sich die Gruppe zunächst auf, feierte 2007 ein Comeback, bis 2014 zum zweiten Mal das Ende bekanntgegeben wurde.


Bolton nennt Trump «schlechtesten US-Präsidenten in der Geschichte»

BERLIN: Nach Ansicht des Ex-Sicherheitsberaters John Bolton nimmt der scheidende US-Präsident Donald Trump in einer Rangliste der amerikanischen Staatsoberhäupter den letzten Platz ein. «Ja, ich denke, Trump wird definitiv als der schlechteste US-Präsident in die Geschichte eingehen», sagte er im Interview mit dem Nachrichtenportal «t-online» am Dienstag. Dass ein Präsident einen Mob gegen seine eigene Regierung ins Feld schicken würde, sei fürchterlich gewesen. Der Ex-Berater bezeichnete den Sturm auf das Kapitol als «sehr traurigen Tag für Amerika». Der frühere Nationale Sicherheitsberater Bolton, einst Vertrauter von Trump, war wegen Meinungsverschiedenheiten 2019 rausgeworfen worden. Seitdem fiel der 72-Jährige häufiger mit kritischen Äußerungen über Trump auf.


Anhörung in Meghan-Prozess startet mit minutenlangem Schweigen

LONDON: Die Anhörung im Rechtsstreit von Herzogin Meghan mit dem Verlag der britischen Zeitung «Mail on Sunday», Associated Newspapers, hat mit technischen Problemen begonnen. «Sie sind unzweifelhaft eingefroren», sagte Richter Mark Warby zu Beginn der virtuellen Anhörung am Dienstag am High Court in London zu einem von Meghans Anwälten, der - wie auch alle Zuhörer - per Videokonferenz zugeschaltet war. Erst nach mehreren Versuchen konnte der Anwalt mit seinen Ausführungen beginnen.

Eigentlich hatte die Videoschalte bereits eine Stunde vor Beginn der Anhörung begonnen, um solche technischen Probleme zu vermeiden - ein typisches Beispiel für die enorme Herausforderung für Gerichte, Prozesse trotz der Pandemie fortzusetzen. Tausende Verfahren sind in Großbritannien derzeit pausiert und sorgen für einen enormen Rückstau an den Gerichten.

Die Anwälte von Herzogin Meghan wollen im konkreten Fall ein Schnellverfahren erwirken - ein sogenanntes «Summary Judgement», das ihrer Ansicht nach ausreichend ist, um den Fall zu entscheiden. Meghan, die mittlerweile mit Prinz Harry und ihrem gemeinsamen Sohn Archie in Kalifornien lebt, hatte gegen den Verlag Associated Newspapers geklagt, der Anfang 2019 in mehreren Artikeln aus einem privaten Brief an ihren Vater Thomas Markle zitierte.

Die Anwälte hoffen auf ein Urteil zugunsten der 39-Jährigen ohne Verhandlung mit Zeugenaussagen, um eine royale Schlammschlacht vor Gericht zu vermeiden. Zunächst war offen, ob vor Gericht bei der für zwei Tage angesetzten Anhörung in London direkt eine Entscheidung darüber fallen wird.


Alicia Keys fordert von Joe Biden zügigen Einsatz gegen Rassismus

LOS ANGELES: Alicia Keys, Khalid, Mary J. Blige und andere afroamerikanische Künstler erinnern in einem neuen Video an schwarze Opfer von Polizeigewalt und Rassismus. Sie fordern den gewählten US-Präsidenten Joe Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris auf, in den ersten hundert Tagen ihrer Amtszeit eine Kommission zur Beseitigung von strukturellem Rassismus einzurichten. Die Künstler erinnern unter anderem an Ahmaud Arbery, Rayshard Brooks und Breonna Taylor, die alle im vergangenen Jahr erschossen wurden. Arbery als er Joggen war, Brooks, nachdem er in seinem Auto eingeschlafen war, und Taylor bei einem nächtlichen Polizeieinsatz in ihrer eigenen Wohnung. Auch auf George Floyd wird verwiesen, dessen brutale Tötung im vergangenen Mai landesweite Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst hatte.


Wendler macht Werbung für Pumpernickel - Hersteller distanziert sich

GÜTERSLOH: Der skandalträchtige Schlagersänger Michael Wendler hat sich mit einer nicht abgesprochenen Werbung für Pumpernickel-Brot eine scharfe Distanzierung des Herstellers eingehandelt. «Wir sind von den Veröffentlichungen völlig überrascht worden», teilte die betroffene Firma Mestemacher im westfälischen Gütersloh auf Anfrage mit. Es gebe «keine Geschäftsbeziehung» zu Michael Wendler. Der Sänger (48, «Egal») hatte vor Tagen auf seinem Instagram-Account für Dosen-Pumpernickel des Unternehmens geworben. Zuletzt ist es recht einsam um Wendler geworden. Unter anderem hatte RTL seine Auftritte in der Castingshow «DSDS» herausgeschnitten. Zuvor hatte Wendler Deutschland wegen der Anti-Corona-Maßnahmen bei Telegram als «KZ» bezeichnet. Angeblich sei «KZ» eine Abkürzung für «Krisen Zentrum» gewesen, hatte er später auf Instagram behauptet. In der breiten Öffentlichkeit waren die Buchstaben jedoch als Synonym für «Konzentrationslager» wahrgenommen worden.


Unverwechselbarer Sound: «Malvita»

WIEN: Christina reist in die Toskana zur Hochzeit ihrer Cousine Marietta Esposito. Sie soll das gesellschaftliche Großereignis fotografisch begleiten. Die vornehme Verwandtschaft residiert mit zahlreicher Dienerschaft auf dem herrschaftlichen Landsitz Malvita. Doch alles hier wirkt auf Christina einschüchternd: das labyrinthische Haus, die kühlen eleganten Cousinen und auch der Aufpasser, der ihr zur Seite gestellt wird. Je länger sie bleibt, umso mehr zeigen sich Risse in der schönen Familienfassade, bis sich am Ende wahre Abgründe auftun. Und dann gibt es auch noch eine Leiche. «Malvita», der zweite Roman der österreichischen Schriftstellerin Irene Diwiak, ist ein schräges Stück Literatur. Er kommt zunächst relativ harmlos daher, wird fast nebenbei und mit einigen Längen wie im Plauderton erzählt, um sich dann zu einem ätzenden Gesellschafts- und Geschlechterporträt zu entwickeln. Wie schon in ihrem Erstlingswerk «Liebwies» gelingt Diwiak hier wieder ein sehr eigener unverwechselbarer Sound und eine Erzählweise abseits des Mainstreams.


Neuerscheinungen

BERLIN: Kleines Kunstwerk: «Für die Ewigkeit»

Nach einem dubiosen Duell flüchtet der Pianist Jörg Jäger aus Montevideo nach Buenos Aires. Unter dem Namen Jorge Jega heuert er im Haus des stinkreichen Industriellen Alameda als Klavierlehrer von dessen schöner Tochter an. Zwischen dem ärmlichen, aber ehrgeizigen Exilanten und der verwöhnten Cis entspannt sich eine romantische Liebesbeziehung, die in eine wilde Flucht über drei Länder mündet. Ein Verwandter von Cis heftet sich den Verliebten an die Fersen und versucht, durch eine infame Erpressung Nutzen aus der heiklen Situation zu ziehen. Zugegeben, auf den ersten Blick hört sich «Für die Ewigkeit. Die Flucht von Cis und Jorge Jega» wie eine sentimentale Telenovela an. Doch in Wahrheit ist Helmut Krausser mit diesem historischen Roman ein kleines Kunstwerk gelungen. Das Buch ist nicht nur mitreißend und spannend, es lebt vor allem von zwei schillernden Charakteren, die im Verlauf der Handlung überraschende Wandlungen erfahren. Das Spiel um Erotik, Macht und Abhängigkeit nimmt ein spektakuläres, dabei durchaus unerwartetes Ende.


Morgan Freeman erinnert mit Videovorträgen an Martin Luther King

LOS ANGELES: Oscar-Preisträger Morgan Freeman («Million Dollar Baby») hat mit Videovorträgen an den Bürgerrechtler Martin Luther King erinnert. Der 83-Jährige postete anlässlich des «Martin Luther King Days» am Montag im Stundentakt Videos auf Instagram, in denen er Zitate Kings vorliest. Im zwölften und letzten Video trug der Schauspieler, der seit dem Film «Bruce Allmächtig» manchen als die «Stimme Gottes» gilt, folgende Worte vor: «Endlich frei! Endlich frei! Großer allmächtiger Gott, wir sind endlich frei!» Mit dem Ausruf hatte King im August 1963 seine legendäre «I have a dream»-Rede abgeschlossen. Der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. (1929-1968) ist der einzige Amerikaner außer George Washington, der in den USA mit einem eigenen Feiertag geehrt wird.


Sängerin Zoe Wees: Schönheitsideale machen es jungen Menschen schwer

BERLIN/HAMBURG: Die Hamburger Musikerin Zoes Wees (18) findet die von vielen Influencern und Fernsehshows vermittelten Schönheitsideale belastend. «Es ist echt schwierig, in der heutigen Welt aufzuwachsen. Als junger Mensch weißt du ja noch gar nicht, wie du dich selbst liebst, und ob es normal ist, wie du aussiehst», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wenn du jeden Morgen in den Spiegel guckst und sagst, wie sehr du dich lieb hast, hilft das», sagte die Sängerin. Wees, die im vergangenen Jahr mit ihrer Debütsingle «Control» einen europaweiten Hit landete, hat inzwischen gelernt, sich selbst zu lieben. In ihrem aktuellen Song «Girls Like Us» singt Wees über den Druck der Gesellschaft auf junge Mädchen.

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