Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Dienstag

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Koch Nelson Müller ist das Ballett-Nilpferd bei «The Masked Singer»

KÖLN: TV-Koch Nelson Müller ist bei der ProSieben-Show «The Masked Singer» als dickbeiniges Ballett-Nilpferd entlarvt worden. Der 41-Jährige musste am Dienstagabend sein skurriles Kostüm ablegen, in dem er sich bis ins Finale getänzelt hatte. Dort bekam er aber zu wenige Stimmen der Zuschauer und verpasste den Sieg der aktuellen Staffel. «Es ist ein bisschen wärmer als bei mir in der Küche, muss ich sagen», sagte Müller verschwitzt, nachdem er sich die dicke Maske abgezogen hatte.

Der Name des TV-Kochs galt schon lange als heißer Tipp für das Nilpferd. Der Paarhufer hatte sich in der Show als Ballerina inszeniert. Müller erklärte, dass das sogar biografische Bezüge gehabt habe. «Ich habe tatsächlich mal mit sieben Jahren als kleiner Junge Ballett getanzt.»

Bei «The Masked Singer» singen Promis in aufwendigen Bühnenkostümen. Erst, wenn die Zuschauer sie aus der Show wählen oder sie die Sendung gewinnen, müssen sie ihre Masken ablegen. Der Gewinner der dritten Staffel sollte in der Nacht zu Mittwoch feststehen.


Rätsel gelöst: Popsänger Ben ist der Anubis von «Masked Singer»

KÖLN: Eine ägyptische Gottheit verpasst den Thron: Popsänger und Moderator Ben Blümel (39, «Engel») ist bei der ProSieben-Show «The Masked Singer» als Anubis enttarnt worden. Der Sänger bekam am Dienstagabend zu wenige Stimmen der Zuschauer und musste das Finale der Sendung daher vorzeitig verlassen. Zudem musste er seine Maske als ägyptische Gottheit ablegen.

Um die Figur hatte es in den vergangenen Wochen viele Rätsel gegeben. Viele Zuschauer hatten auf Schauspieler Elyas M'Barek (38) oder Moderator Klaas Heufer-Umlauf (37) getippt. Der Anubis trat ausgesprochen martialisch auf und trommelte sich ständig auf der Brust herum. Er sang sogar ein paar harte Songs - im Finale etwa «Sonne» von Rammstein.

Dass ausgerechnet Blümel unter dem Kostüm steckte, der mit der eher soften Pop-Nummer «Engel» bekannt wurde, wunderte so manchen. Blümel sagte dazu lapidar: «Ich hab' ja auch mal Rock 'n' Roll gemacht, ich hab' auch mal Rap gemacht. Aber mit Pop habe ich halt die Kohle verdient.»

Bei «The Masked Singer» singen Promis in aufwendigen Bühnenkostümen. Erst, wenn die Zuschauer sie aus der Show wählen oder sie die Sendung gewinnen, müssen sie ihre Masken ablegen. Der Gewinner der dritten Staffel sollte in der Nacht zu Mittwoch feststehen.


Katzenberger und Cordalis sind «Familie Erdmann» bei «Masked Singer»

KÖLN: Das Promi-Paar Daniela Katzenberger (34) und Lucas Cordalis (53) ist bei der ProSieben-Show «The Masked Singer» enttarnt worden. Die beiden Reality-Stars steckten in den Kostümen der «Familie Erdmann» - einem Duo possierlicher Erdmännchen. Im Finale der Musikrätsel-Sendung bekamen sie am Dienstagabend allerdings zu wenige Stimmen der Zuschauer. Die Folge: Es reichte nur für den fünften Platz der aktuellen Staffel und sie mussten ihre flauschigen Verkleidungen ablegen. «Das ist eine Erkenntnis, die ich in der Show mitnehme: Den Pfälzer Dialekt kann man nicht verstellen», sagte Katzenberger.

Der Grund: Rateteam-Mitglied Bülent Ceylan (44) hatte im Verlauf der Show erklärt, dass er bei den Erdmännchen einen vertrauten Dialekt vernommen habe. Ceylan stammt aus Mannheim, Katzenberger aus dem ganz nahen Ludwigshafen. Auch deswegen war ihr Name schon seit Wochen als heißer Tipp für das «Erdfrauchen» gehandelt worden. Seit 2016 ist sie mit dem Musikproduzenten Lucas Cordalis verheiratet, dem Sohn von Schlagerstar Costa Cordalis (1944-2019, «Anita»).

Die Erdmännchen waren das erste Kandidaten-Duo, das bei «The Masked Singer» angetreten war. In der Show singen Promis in aufwendigen Bühnenkostümen um die Wette. Erst, wenn die Zuschauer sie aus der Show wählen oder sie die Sendung gewinnen, müssen sie ihre Masken ablegen. Der Gewinner der dritten Staffel sollte in der Nacht zu Mittwoch feststehen.


Beyoncé dominiert Grammy-Nominierungen - auch Deutsche im Rennen

LOS ANGELES: Die US-Sängerin Beyoncé geht mit den meisten Siegeschancen in die kommende Grammy-Verleihung. Die 39-Jährige sammelte bei der Verkündung der Nominierungen am Dienstag neun Preischancen in acht Kategorien ein. Unter anderem wurde ihr Song «Black Parade» sowohl in der Kategorie «Aufnahme des Jahres» als auch als «Song des Jahres» nominiert. Ebenfalls mehrere Nominierungen erhielten unter anderem Taylor Swift, Dua Lipa, Roddy Ricch, Billie Eilish, Megan Thee Stallion und DaBaby. An der Verkündung der Nominierungen wirkten unter anderem Sharon Osbourne, Megan Thee Stallion, Dua Lipa und Imogen Heap mit.

Einige Trophäen könnten auch nach Deutschland gehen: So wurde unter anderem der Pianist Igor Levit in der Kategorie «Bestes klassisches Instrumentalsolo» für seine kompletten Beethoven-Sonaten nominiert, in der gleichen Kategorie haben auch der Violinist Augustin Hadelich und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Preischance für ihre «Bohemian Tales». In zwei Jazz-Kategorien hat die Frankfurt Radio Big Band Siegeschancen, in einer Opern-Kategorie das Orchester und der Chor der Deutschen Oper in Berlin.

Die Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt gezählt werden, werden in rund 80 Kategorien vergeben. Rund 13.000 Mitglieder der veranstaltenden Recording Academy entscheiden über die Preisträger. Die für den 31. Januar 2021 geplante kommende Grammy-Gala soll von Comedian Trevor Noah moderiert werden. Der Südafrikaner ist seit 2015 Gastgeber der «Daily Show» beim US-Sender Comedy Central.

Im Januar hatte bei der diesjährigen Grammy-Verleihung, die von Sängerin Alicia Keys moderiert wurde, die Sängerin und Songschreiberin Billie Eilish gleich fünf Preise gewinnen können.


Weiterer Getty-Enkel tot: John Gilbert Getty mit 52 Jahren gestorben

LOS ANGELES: John Gilbert Getty, Enkel des Milliardärs J. Paul Getty und Sohn des Komponisten Gordon Getty, ist tot. Der Musiker sei im Alter von 52 Jahren gestorben, berichteten US-Medien am Dienstag unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. «Mit schwerem Herzen teilt Gordon Getty den Tod seines Sohnes John Gilbert Getty mit», zitierte das Magazin «People» aus einer Mitteilung des Sprechers. «John war ein talentierter Musiker, der den Rock'n'Roll geliebt hat. Er wird sehr vermisst werden.» Getty sei bereits am Freitag in San Antonio im US-Bundesstaat Texas gestorben. Zur Todesursache wurde zunächst nichts bekannt.

2015 war bereits Gettys Bruder Andrew im Alter von nur 47 Jahren gestorben, die Mutter Ann Gilbert Getty in diesem September. Neben seinem Vater hinterlässt John Gilbert Getty unter anderem zwei weitere Brüder, Peter und Billy, sowie eine Tochter, Ivy.

Gettys Großvater J. Paul Getty war mit Öl zum Multimilliardär geworden. Zeitweise wurde er als reichster Mann der Welt genannt. 1976 war er im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein 1933 geborener Sohn Gordon - der Vater von John Gilbert Getty - hatte danach weite Teile des Geschäfts übernommen, wurde aber auch als Komponist klassischer Musik bekannt.


Comedian Trevor Noah soll 2021 die Grammy-Verleihung moderieren

LOS ANGELES: Der Comedian Trevor Noah (36) soll im kommenden Jahr die Grammy-Verleihung moderieren. Noah sei als Gastgeber der für den 31. Januar 2021 geplanten Gala engagiert worden, teilten die Veranstalter am Dienstag in Los Angeles mit - wenige Stunden bevor die Nominierungen für die US-Musikpreise bekanntgegeben werden sollten.

«Auch wenn die Grammys mir nicht erlauben wollen, zu singen, und mich auch nicht für das beste Pop-Album nominieren wollen, freue ich mich sehr darauf, diese verheißungsvolle Veranstaltung zu moderieren», witzelte Noah. Der Südafrikaner ist seit 2015 Gastgeber der «Daily Show» beim US-Sender Comedy Central.

Die diesjährige Grammy-Verleihung im Januar hatte die US-Sängerin Alicia Keys moderiert. Die Sängerin und Songschreiberin Billie Eilish hatte bei den Auszeichnungen abgeräumt und gleich fünf Preise gewinnen können. Die Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt gezählt werden, werden in mehr als 80 Kategorien vergeben, rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger.


Klett-Cotta bringt späte Mittelerde-Schriften von Tolkien heraus

STUTTGART: Bisher unveröffentlichte Schriften von «Der Herr der Ringe»-Autor J.R.R. Tolkien sollen im kommenden Jahr im Verlag Klett-Cotta erscheinen. Das Buch werde «einzigartige Einblicke in die Hintergründe von Tolkiens Schöpfung» geben, teilte der Verlag am Dienstag in Stuttgart mit. Der Band mit dem Titel «Natur und Wesen von Mittelerde» wird von Carl F. Hostetter herausgegeben, der laut Verlag einer der weltweit führenden Tolkien-Experten ist.

Der britische Schriftsteller John Ronald Reuel Tolkien (1892-1973) erlangte mit dem in Mittelerde angesiedelten Fantasy-Epos «Der Herr der Ringe» (erschienen 1954/55) und der Vorgeschichte «Der Hobbit» (1937) Weltruhm. Nach Verlagsangaben wurden weltweit mehr als 150 Millionen Exemplare der beiden Bestseller verkauft. Die Verfilmung durch den neuseeländischen Regisseur Peter Jackson spielte mehr als 5,5 Milliarden US-Dollar (4,64 Milliarden Euro) ein und gewann zahlreiche Oscars.

Bis kurz vor seinem Tod habe der Autor über Mittelerde geschrieben, teilte der Verlag mit. «Das Buch ermöglicht es, Tolkien beim Schaffensprozess über die Schulter zu schauen, und es erweckt Mittelerde erneut zum Leben.» Der Band soll im Juli 2021 erscheinen.


Arte verlängert in Corona-Zeiten digitale Musikangebote

BERLIN: Der deutsch-französische Sender Arte zeigt auch 2021 wegen der Corona-Pandemie verstärkt Musikformate im Digitalen.

Auf der Plattform Arte Concert wolle man auch im kommenden Jahr der «kulturellen Flaute» verstärkt entgegenwirken und Kulturerlebnisse ermöglichen, solange Konzertsäle, Opernhäuser, Kinos und Clubs geschlossen bleiben, teilte der Sender am Dienstag mit. Auf der Plattform gibt es etwa Livestreams zu Konzerten aus allen Genres von Opern bis zu Pop und Rock. Details zu den Konzerten wurden noch nicht genannt. Flankiert wird das Ganze im ersten Halbjahr durch Dokumentationen im TV, etwa über die Kultband Die Toten Hosen. Auch ein Beethoventag ist geplant.


Jürgen Klopp: «Ich habe keine Ahnung, wie Motivation geht»

BERLIN: Jürgen Klopp (53) sieht sich selbst nicht gerade als Motivationskünstler. «Ich habe keine Ahnung, wie Motivation geht, ehrlich. Und wäre Motivieren meine einzige Stärke, dann wäre ich nicht da, wo ich bin», sagte der Trainer des englischen Fußball-Meisters FC Liverpool im Interview der «ADAC Motorwelt». Und er gab zu: «Ich kann nicht den ganzen Tag irgendwelche flammenden Reden halten. Ich muss wie jeder andere auch ganz viel Kleinkram machen.» Er mache das, was er mache, total gern, sagte Klopp. Und anderen zu erklären, warum man etwas, das man sehr gerne mache, mit besonders hohem Einsatz machen sollte, falle ihm nicht besonders schwer.


Britische Prinzessin Michael of Kent erholt sich von Covid-19

LONDON: Nach dem Auftreten schwerer Covid-19-Symptome hat die britische Prinzessin Michael of Kent mittlerweile wohl die schlimmste Phase ihrer Erkrankung überstanden. Sie sei «auf dem Weg der Besserung», sagte ihr Sprecher Simon Astaire am Montag der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. «Sie ist vor drei Wochen erkrankt, aber sie ist nun aus dem Schlimmsten heraus.» Die 75-Jährige ist bereits seit Wochen im Kensington-Palast in Quarantäne. Auch ihr Mann Michael, ein Cousin der Queen, hatte sich in Isolation begeben, allerdings keine Symptome gezeigt. Die Prinzessin, die den Vornamen ihres Mannes im Titel trägt, litt hingegen unter hohem Fieber und Erschöpfungssyndromen.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Dienstag

Tesla-Chef Musk überholt Bill Gates in Milliardärs-Rangliste

NEW YORK: Der Höhenflug des US-Elektroautobauers Tesla an der Börse lässt das Vermögen von Firmenchef Elon Musk immer weiter steigen. Dem Milliardärs-Ranking «Bloomberg Billionaires Index» zufolge überholte der 49-jährige Starunternehmer am Montag den Microsoft-Mitgründer Bill Gates und gilt nun als zweitreichster Mensch der Welt. Dank des kräftigen Kursanstiegs der Tesla-Aktie um 6,5 Prozent sei Musks Vermögen an einem einzigen Tag um 7,2 Milliarden auf 127,9 Milliarden Dollar (108 Mrd Euro) geklettert. Gates brachte es in Bloombergs Superreichen-Charts zuletzt auf 127,7 Milliarden Dollar. An der Spitze der Milliardärs-Liste steht weiter unangefochten Amazon-Chef Jeff Bezos, dessen Vermögen der «Bloomberg Billionaires Index» auf 182 Milliarden Dollar taxiert.


Für die Kinder: Bei Marcus Mittermeier gibts Weihnachten fleischlos

MÜNCHEN: Der Schauspieler Marcus Mittermeier (51) will Weihnachten vegetarisch feiern - auch seinen Kindern zuliebe. «Am Heiligen Abend wird es höchstwahrscheinlich etwas Vegetarisches geben», sagte der «München Mord»-Darsteller der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). «Wir gewöhnen uns an, immer weniger Fleisch zu essen. Das kommt so ein bisschen von den Kindern, die aus ethischen Gesichtspunkten und Umweltschutzgründen sehr stark die vegetarische Fahne hoch halten», sagte der Schauspieler. «Letztendlich tut das uns allen gut.» Die Kinder seien zwar inzwischen schon groß und legten selbst keinen großen Wert mehr auf «das Klingeling und eine feierliche Bescherung». Aber auf das festliche Essen und das Zusammenkommen freue sich die Familie auch dieses Jahr.


Luke Mockridge ist froh über seine Wurzeln in Endenich

BERLIN: Comedian Luke Mockridge empfindet kleinstädtische Wurzeln als äußerst hilfreich. «Ich bin kein sonderlich großer Freund von roten Teppichen und Instagram-Storys mit Promi-Freunden. Darum bin ich sehr glücklich, bei all dem Rummel, der um mich herum passiert, noch diese gesunde Homebase zu haben», sagte der 31-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Der Moderator stammt aus dem Bonner Ortsteil Endenich. Noch heute spaziere er gerne mit seiner Mutter durch das Zentrum und höre Klatsch und Tratsch über die Anwohner. «Wenn ich in Endenich geblieben wäre, würde ich heute vermutlich Englisch und Sport unterrichten, den örtlichen Fußballverein trainieren oder dort spielen und fleißig in meine Stammkneipe gehen. Und wenn ich mir das so vorstelle, wäre das auch nicht das schlechteste Leben.»


«Tagesschau»-Sprecher Jan Hofer trauert um Freund Karl Dall

HAMBURG: «Tagesschau»-Sprecher Jan Hofer hat den Tod des Komikers Karl Dall betrauert. «Ich bin so unendlich traurig. Freunde seit mehr als 40 Jahren. Ich kann nicht glauben, dass er nicht mehr da ist. (...) #ruheinFrieden Karl und misch den Himmel auf», schrieb Hofer auf Instagram. Dazu hatte der Nachrichtensprecher und Moderator ein Schwarz-Weiß-Foto von Dall und sich online gestellt. Karl Dall war am Montag im Alter von 79 Jahren gestorben. Er hatte sich nach Angaben seiner Familie von einem Schlaganfall, den er fast zwei Wochen zuvor erlitten hatte, nicht mehr erholt.


Auswahlkommission schlägt Andreas Reize als Thomaskantor vor

LEIPZIG: Der Schweizer Andreas Reize soll der neue Leiter des weltberühmten Thomanerchors in Leipzig werden. Der 1975 in Solothurn geborene Reize wurde von der Auswahlkommission nach einem aufwendigen Verfahren vorgeschlagen, teilte die Stadt am Dienstag mit. «Wir freuen uns, mit Andreas Reize einen Kandidaten gefunden zu haben, mit dem wir den Aufbruch ins 21. Jahrhundert erfolgreich fortsetzen können», sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Andreas Reize soll die Nachfolge von Thomaskantor Gotthold Schwarz antreten, dessen Vertrag mit der Stadt Leipzig vereinbarungsgemäß am 30. Juni 2021 endet. Der Amtsantritt ist für September 2021 geplant. Am 16. Dezember entscheidet der Leipziger Stadtrat über die Personalie.

Reize studierte Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Bern und Winterthur-Zürich und legte ein Konzertdiplom im Fach Orgel, ein Lehrdiplom Klavier sowie ein Postgraduate-Studium im Fach Chor-Dirigieren ab. Er ist unter anderem Musikdirektor der Oper Waldegg, seit 2007 Leiter des Knabenchores «Singknaben der St. Ursenkathedrale Solothurn», seit 2011 Leiter des Gabrielichors Bern und Chordirektor des Zürcher Bach-Chores sowie seit 2019 Erster Gastdirigent am Theater Biel-Solothurn für den Bereich Alte Musik.

Reize verfüge über breite interpretatorische, musikwissenschaftliche und theologische Kenntnisse, begründete Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) die Entscheidung. «Er stellte in seiner Bewerbung ein umfassendes, fundiertes und schlüssiges Konzept für die zukünftige Entwicklung des Thomanerchores vor.» Seit April hatte sich eine 17-köpfige Auswahlkommission und ein fünfköpfiges Expertengremium auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht.


Olympiasiegerin Bönisch wird Judo-Cheftrainerin in Österreich

WIEN: Olympiasiegerin Yvonne Bönisch wird neue Judo-Cheftrainerin in Österreich. Die 39 Jahre alte Potsdamerin tritt ihre Stelle am 1. Januar 2021 an, teilte der Österreichische Judoverband am Dienstag auf seiner Homepage mit. Die Olympiasiegerin von 2004 in Athen leitet künftig ein sechsköpfiges Team von Auswahltrainern und ist vorrangig für den Olympia- und Elitekader bei Männern und Frauen verantwortlich. Zuletzt war Yvonne Bönisch seit 2017 Frauen-Nationaltrainerin in Israel.

«Uns ist ein Sensationscoup gelungen», sagte Verbandspräsident Martin Poiger. Nach Verbandsangaben hatte sich Bönisch unter 25 Bewerbern aus 16 Nationen für die neu geschaffene Stelle durchgesetzt. Die frühere WM- und EM-Zweite soll wie zuvor in Israel für Erfolge sorgen. «Wir warten seit 2008 auf eine Olympia-, seit 2010 auf eine WM-Medaille. Yvonne soll den Unterschied ausmachen», sagte Sportdirektor Markus Moser.

Yvonne Bönisch nimmt die Zielsetzung an. «Der Österreichische Judoverband braucht zählbare Erfolge - sprich Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften», sagte die Trainerin. Dieses Ziel strebe man nun schon in Tokio 2021 an, sonst drei Jahre später in Paris, fügte sie hinzu.

Es sei ihr nicht leicht gefallen, Israel zu verlassen, weil sie wegen der Verschiebung der Olympischen Spiele von 2020 um ein Jahr nun dort ihre Arbeit nicht beenden konnte. «Aber der Job in Österreich ist für mich ein nächster, wichtiger Karriereschritt», sagte die 39-Jährige.


Eine Sprache, viele Länder - Portugal zur Leipziger Buchmesse 2021

LEIPZIG: Portugal weitet seinen Auftritt als Gastland auf der Leipziger Buchmesse 2021 über die Grenzen des Landes aus. Es solle die Literatur in portugiesischer Sprache in den Fokus gerückt werden, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Daher werden sich nicht nur Autorinnen und Autoren aus Portugal in Leipzig präsentieren, sondern es werden auch Schriftsteller aus Angola, Guinea-Bissau oder Mosambik vorgestellt. Portugiesisch sei weltweit Muttersprache für 240 Millionen Menschen, hieß es.

Bis zur Buchmesse im Mai 2021 werden mehr als 50 Titel in deutscher Sprache in 26 Verlagen erscheinen. Dazu zählen Übersetzungen bekannter Namen wie Fernando Pessoa und José Saramago. Aber auch jüngere Autoren wie Patrícia Portela, José Luís Peixoto und Margarida Vale de Gato gehören zum Programm. Mit Isabela Figueiredo oder Dulce Maria Cardoso sind nach Angaben der Veranstalter auch zwei Autorinnen vertreten, die sich literarisch-kritisch mit Migration und Kolonisation auseinandersetzen.

Aus Angola - einer der früheren Kolonien Portugals und erst seit 1975 unabhängig - zähle Ondjaki zum Gastland-Programm. Er sei einer der wichtigsten portugiesischsprachigen Schriftsteller in Afrika. Außerdem erscheinen auf Deutsch Werke von Mia Couto aus Mosambik und Germano de Almeida aus dem Inselstaat Kap Verde.

Die Leipziger Buchmesse soll nächstes Jahr vom 27. bis 30. Mai stattfinden. Der angestammte Termin in März wurde aufgegeben, um die Messe trotz der Corona-Pandemie möglich zu machen. 2020 war die Leipziger Buchmesse eine der ersten großen Messen gewesen, die wegen Corona abgesagt wurden.


«Laura non c'è»-Sänger Nek meldet sich aus Krankenhaus zurück

ROM: Der italienische Pop-Musiker Nek («Laura non c'è») hat sich nach ungewöhnlicher Stille in den sozialen Medien bei seinen Fans zurückgemeldet - aus dem Krankenbett. «Ich hatte einen Unfall, während ich in meinem Landhaus war», schrieb der 48-Jährige auf Facebook zu einem Foto, das ihn mit einem Gips am linken Arm zeigt. Er befinde sich seit einigen Tagen im Krankenhaus und erhole sich von einer Operation an der Hand, erklärte er weiter in dem Post von Montagnacht. «Es geht mir gut, das ist die Hauptsache.»


Kristen Stewart spielt Hauptrolle in lesbischer Weihnachtskomödie

BERLIN: Ein lesbisches Paar stellt die Weihnachtskomödie «Happiest Season» («Die glücklichste Jahreszeit») in den Mittelpunkt der Geschichte: An den Feiertagen lernt Abby (Kristen Stewart) endlich die Familie ihrer Freundin Harper (Mackenzie Davis) kennen. Dort muss sie allerdings feststellen, dass sich Harper noch gar nicht vor ihren konservativen Eltern als lesbisch geoutet hat. Schauspielerin Kristen Stewart nennt den Film «bemerkenswert»: «Einen solchen Film gab es vor ein paar Jahren noch gar nicht», sagt die 30-Jährige im Interview mit dem Magazin «Variety», das am Montag (Ortszeit) veröffentlicht wurde.


1,78 mit 13 Jahren: Nicole Kidman war unsicher wegen ihrer Größe

BERLIN: Hollywod-Star Nicole Kidman («Moulin Rouge») ist nicht gerade klein: 1,80 Meter misst die 53-Jährige. Als Jugendliche sei ihr das unangenehm gewesen, erzählt Kidman nun im Interview mit der britischen Ausgabe des Magazins «Glamour», das am Montag (Ortszeit) erschienen ist. «Ich war ein Teenager, der sich nicht anpassen wollte, aber ich hatte auch viele Ängste und Unsicherheiten, weil ich so groß war», sagt sie. «Mit 13 war ich schon 1,78 Meter groß.» Anlässlich ihres neuen Films «The Prom» («Der Abschlussball») erinnert sich die Oscar-Preisträgerin auch an ihren eigenen Abschlussball: «Ich trug ein Flapperkleid aus den 1920er Jahren, passend zu meiner Haltung, mich nicht anpassen zu wollen.» Das Vintage-Kleid sei schwarz-weiß und perlenbesetzt gewesen - «es hatte definitiv nichts von Tüll und großen Röcken.»


Obama über seine Töchter: «Sind großartige Freundinnen geworden»

WASHINGTON: Die Obama-Töchter Malia (22) und Sasha (19) sind sich nach den Worten ihres Vaters inzwischen sehr nahe. «Seit März waren sie fast die ganze Zeit bei uns, mit wenigen Unterbrechungen», sagte der frühere US-Präsident Barack Obama im Interview mit dem Magazin «People», das am Montag (Ortszeit) erschien. Für ihn und seine Frau Michelle (56) sei es ein Genuss, so viel «Extra-Zeit» mit den Kindern zu verbringen, sagte der 59-Jährige. «Besonders schön ist es zu sehen, was für großartige Freundinnen Malia und Sasha geworden sind.» Noch vor ein paar Jahren habe es oft Konkurrenz zwischen den Schwestern gegeben. «Nun sind beide alt genug und genießen die Gesellschaft der anderen», erzählte Obama.

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