Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Dienstag

Foto: Pixabay
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Kulturstaatsministerin eröffnet Frankfurter Buchmesse

FRANKFURT/MAIN: Ohne Publikum ist am Dienstagabend die Frankfurter Buchmesse eröffnet worden. Die Eröffnungsfeier in der Frankfurter Festhalle wurde live im Internet übertragen. Ausländische Gäste wurden per Videobotschaft zugeschaltet. Angekündigt waren der kanadische Premierminister Justin Trudeau und der israelische Schriftsteller David Grossman.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wünschte der digitalen Sonderausgabe der Buchmesse viel Erfolg. Sie freue sich aber schon jetzt darauf, im nächsten Jahr «wieder alles zu erleben, was dazu gehört: mit Messeständen und Gastland-Pavillon, mit Empfängen und Gedränge, mit Lesungen und Diskussionen live vor großem Publikum».


Opernstar Garanca: Corona-Auszeit vor allem für junge Musiker schlimm

RIGA: Für den lettischen Opernstar Elina Garanca (44) ist die corona-bedingte Auszeit von der Bühne schwierig. «Allen gebührenden Respekt vor dem Studio und vor Aufzeichnungen, aber dies ist nicht meine Welt. Ich brauche Zuhörer, die ich sehen, fühlen, hören muss, von denen ich Energie erhalten muss», sagte die Mezzosopranistin am Dienstag im lettischen Rundfunk. «Ich brauche diese lebende Materie vor meinen Augen.» Beruflich befinde sie sich im Vergleich zu anderen Sängern aber in einer privilegierten Position, weil sie schon viel erreicht und verdient habe. «Für alle jungen Musiker, deren Karriere gerade erst begonnen hat, ist dies eine sehr, sehr schwierige Zeit.»

Garanca gibt in dieser Woche in ihrer lettischen Heimat zwei Konzerte - unter Corona-Schutzmaßnahmen mit beschränkter Platzkapazität. Wegen der Pandemie wurden in den vergangenen Monaten mehrere Auftritte von ihr abgesagt, verlegt oder deren Programm geändert. «Am frustrierendsten sind diese Ungewissheit und die ständigen Veränderungen.»


Cuxhavener brauen Seepockenbier

CUXHAVEN: Der Cuxhavener Oliver Köhn (51) sieht nicht aus wie ein Pirat, braut aber eine Art Piratenbier: In seiner Mikrobrauerei, die er mit zwei Mitstreitern betreibt, stellt er Seepockenbier in Seeräuberoptik her. Vor ein paar Wochen holten Köhn und seine beiden Mitstreiter die dritte «Piratenernte» aus der Außenelbe. Zwölf Wochen hatten 50 Flaschen im Wasser gehangen und waren den Gezeiten ausgesetzt. Die kleinen Krebstiere hatten ihr Bestes gegeben, die Flaschen waren übersät mit den Rankenfüßern. «Das sieht cool aus», findet Köhn. Die Flaschen wurden vom Schlick befreit, gespült, getrocknet und handbeschriftet. Verkauft werden die Flaschen zusammen mit Baumwollhandschuhen. «Die Pocken sind recht scharfkantig», betont Köhn. Niemand solle sich beim Biergenuss verletzen.


Joko Winterscheidt spielt mit seinem Job

UNTERFÖHRING: Bei einer neuen Show auf ProSieben bekommt der Gewinner keinen Koffer voller Geld - stattdessen darf er die Sendung gleich voll und ganz als Moderator übernehmen. In «Stiehl mir nicht die Show» fordern drei Prominente und ein Zuschauer den Gastgeber Joko Winterscheidt (41) heraus, wie ProSieben am Dienstag mitteilte. Die Herausforderer wollen ihm buchstäblich die Show stehlen. Verliert Joko, wird der Gewinner zum Quizshow-Moderator der nächsten Ausgabe und kann die Show nach seinem Willen umgestalten. Währenddessen muss Joko dann als Kandidat darum kämpfen, seine eigene Show zurückzugewinnen. «Als uns Joko seine neue Show-Idee vorgestellt hat, in der er seinen eigenen Job aufs Spiel setzt, klang das erst mal sehr riskant - und etwas verrückt. Also perfekt für ProSieben», erläuterte ProSieben-Chef Daniel Rosemann. «Wir freuen uns schon jetzt darauf zu sehen, ob jemand Joko die Show stehlen kann.»


Fast fünf Millionen sehen «Wer wird Millionär?» mit DFB-Stars

ERLIN: Der Auftritt von fünf Fußball-Nationalspielern und DFB-Direktor Oliver Bierhoff im RTL-Quiz «Wer wird Millionär?» hat ein großes TV-Publikum vor den Bildschirmen versammelt. 4,95 Millionen (18,1 Prozent) schalteten ab 20.15 Uhr ein, als Niklas Süle und Lukas Klostermann 125.000 Euro für den guten Zweck erspielten. Leon Goretzka und Joshua Kimmich kamen auf 64.000 Euro, Kevin Trapp und Oliver Bierhoff auf 32.000 Euro. Nur der ZDF-Film «Die Spur der Mörder» erreichte eine noch stärkere Quote: Den Thriller verfolgten 5,99 Millionen (19,6 Prozent). Für die Tier-Doku «Unbekanntes Madagaskar» im Ersten entschieden sich 2,76 Millionen (8,9 Prozent).


Laura nach Wendler-Eklat: «Bin bezüglich Corona wie die Schweiz»

KÖLN: Nach dem Eklat um die Corona-Äußerungen von Schlagersänger Michael Wendler (48) nimmt dessen Frau Laura Müller (20) für sich Neutralität in Anspruch. «Bezüglich des Themas Corona bin ich wie die Schweiz: Ich bin neutral und unpolitisch», sagte die 20-Jährige in einem Video, das sie am Montagabend in ihrer Instagram-Story teilte. «Jeder sollte seine eigene Meinung haben», fügte sie hinzu. Und seine Meinung solle man auch vertreten und öffentlich mitteilen dürfen. Zu ihrem Verhältnis zu Wendler sagte sie, sie sehe keinen Grund, sich von dem Sänger zu trennen. «Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass man unmittelbar als Paar dieselbe Meinung teilt.» Michael Wendler und seine Ehefrau leben in ihrer Wahlheimat Florida.


Rapper Kanye West veröffentlicht religiöses Wahlkampfvideo

LOS ANGELES: Nur wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat Rap-Superstar Kanye West (43) ein eigenes Wahlkampfvideo veröffentlicht. Der zigfache Grammy-Gewinner teilte am Montag ein Video auf Twitter, das am Ende dazu auffordert, West als «Write-in»-Kandidaten einzutragen - also seinen Namen per Hand auf einen Stimmzettel zu schreiben, auf dem er eigentlich gar nicht zur Wahl steht. In seinem Video spricht West vor allem über die Bedeutung von Religiosität. «Indem wir uns dem Glauben zuwenden, werden wir zu der Art Nation, zu der Art Volk, wie Gott möchte, dass wir es sind», sagt der Rapper vor dem Hintergrund einer wehenden schwarz-weißen USA-Flagge.


Leute kompakt

Queen hielt vor 80 Jahren erste öffentliche Rede

LONDON: Vor 80 Jahren hat Königin Elizabeth II. ihre erste öffentliche Rede gehalten - damals war sie noch Prinzessin und erst 14 Jahre alt. Sie sprach britischen Kindern, die im Zweiten Weltkrieg in den USA, Kanada und anderen Ländern in Sicherheit gebracht werden mussten, in einer Rundfunk-Ansprache Mut zu. Sie könne den Schmerz der Kinder nachempfinden, sagte Elizabeth. Ihr zur Seite stand während der knisternden Übertragung am 13. Oktober 1940 im Schloss Windsor ihre zehnjährige Schwester Margaret. An diese Rede hatte die heute 94-Jährige in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache an das Volk im Corona-Lockdown erinnert. «Heute fühlen wieder viele die schmerzhafte Trennung von ihren Liebsten. Aber heute wie damals wissen wir in unserem tiefen Inneren, dass es das Richtige war», sagte die Queen im vergangenen April auf Schloss Windsor. «Wir werden uns wiedersehen.»

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