Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt

Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt

Bruce Springsteen über die USA: «Das Land brennt und ist im Chaos»

LOS ANGELES: US-Rockstar Bruce Springsteen (70, «Born To Run») hat seinen Auftritt als Gast-DJ beim Radiosender Sirius XM für einen eindringlichen Appell gegen Rassismus und Polizeigewalt genutzt. Zum Auftakt der Sendung am Mittwoch spielte er seinen Protest-Song «American Skin (41 Shots)» und widmete ihn dem durch Polizeibrutalität gestorbenen Afroamerikaner George Floyd. «Dieses Lied ist fast acht Minuten lang. Und so lange dauerte das Sterben von George Floyd, während ein Polizist in Minneapolis ein Knie in seinen Nacken drückte», sagte Springsteen. «American Skin (41 Shots)» aus dem Jahr 2001 prangert das Vorgehen von vier weißen Polizisten an, die im Jahr 1999 den unbewaffneten schwarzen Einwanderer Amadou Diallo mit 41 Schüssen niedergestreckt hatten. «Das Land brennt und ist im Chaos», resümierte Springsteen mit Blick auf die schwere Krise in den USA durch die Coronavirus-Pandemie und durch Polizeigewalt.


Millionenspende von Kanye West - zahlt Ausbildung von Floyd-Tochter

LOS ANGELES: Rapper Kanye West (42) hat nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd eine Millionenspende für schwarze Opfer von Gewalt angekündigt. Nach Angaben eines Sprechers des Musikers will West die Familien von Floyd, und der im Februar und März durch Schüsse getöteten Afroamerikaner Ahmaud Arbery und Breonna Taylor mit zwei Millionen Dollar unterstützen, berichtete der Sender CNN am Donnerstag.

West habe auch einen Ausbildungsfond für die sechsjährige Gianna Floyd eingerichtet, um die Schulausbildung der jüngsten Tochter des getöteten Afroamerikaners zu finanzieren. Der Rapper und Ehefrau Kim Kardashian sind selbst Eltern von vier kleinen Kindern.

Floyd war vorige Woche in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Ein Polizeibeamter hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden 46-Jährigen gedrückt. Seitdem gingen Zehntausende Menschen weltweit auf die Straßen, um gegen Polizeigewalt, Rassismus, Benachteiligung und Ungleichheit zu protestieren. Arbery war im Februar im US-Staat Georgia von weißen Männern erschossen worden, Taylor im März bei einem Schusswechsel zwischen ihrem Partner und Polizisten.


Labour-Abgeordnete mit Baby im Arm tritt für Abtreibungsrechte ein

LONDON: Die Labour-Abgeordnete Stella Creasy hat sich im britischen Parlament in einer Debatte über neue Abtreibungsgesetze in Nordirland geäußert - mit ihrem Baby im Arm. Creasy, die sich seit langem für straffreie Abtreibungen in Nordirland einsetzt, forderte am Donnerstag, die Menschenrechte zu wahren, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Das nordirische Regionalparlament rief sie auf, Alternativen vorzuschlagen, wenn es nicht mit den 2019 vom Londoner Parlament verabschiedeten Gesetzen zufrieden sei. Tochter Hettie gluckste derweil vor sich hin.

Hintergrund der Debatte sind die seit vergangenem Herbst geltenden Gesetze, nach denen Abtreibungen in Nordirland unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind. Die nordirische DUP, die seit Januar wieder mit der Partei Sinn Fein regiert, will die Gesetze kippen und neue schaffen, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Die Lockerung der strengen Abtreibungsgesetze in Nordirland war im Sommer 2019 vom britischen Unterhaus in London beschlossen worden: Zu jenem Zeitpunkt existierte keine nordirische Regierung, und Nordirland wurde als Teil des Vereinigten Königreiches von London aus mitregiert. Die Regelungen waren damals denen in den anderen Teilen Großbritanniens angepasst worden.


Trotz Absage der Bregenzer Festspiele Konzerte im Festspielhaus

BREGENZ: Bregenz am österreichischen Ende des Bodensees will trotz Absage der traditionsreichen Bregenzer Festspiele in diesem Sommer Kunst in die Stadt holen. Neu geplant sind vom 15. bis 22. August nun Festtage im Festspielhaus, wie Intendantin Elisabeth Sobotka am Donnerstag ankündigte. Sie wolle ein «starkes künstlerisches Zeichen im Absage-Sommer» setzen.

Die Bregenzer Festspiele sind wegen der riesigen Seebühne legendär und ziehen jeden Sommer mehr als 200.000 Besucher an. Sie waren vor der coronabedingten Absage vom 22. Juli bis 23. August geplant.

Zum Auftakt der Festtage ist ein Konzert des österreichischen Musikensembles Franui mit Bariton Florian Boesch geplant. Den Abschluss machen die Wiener Symphoniker unter Philippe Jordan. Das Programm soll am 22. Juni veröffentlicht werden.


Hück plant Charity-Kampf gegen Tyson: «Mit Links gewinne ich»

PFORZHEIM: Der frühere Porsche-Gesamtbetriebsratschef und Ex-Europameister im Thaiboxen, Uwe Hück (58), will im nächsten Jahr gegen Box-Legende Mike Tyson (53) antreten. Dafür will der 58-Jährige Tyson zu einem großen Charity-Kampf im Super-Schwergewicht nach Baden-Württemberg holen. Hück, der seit einem Jahr als SPD-Politiker Schlagzeilen macht, will dafür mit Wladimir Klitschko trainieren.

«Die Linke langgezogen ist meine Chance. Mit Links gewinne ich», sagte Hück am Donnerstag auf Anfrage. Auch wenn er danach Kopfschmerzen habe: «Acht Runden halte ich durch.» Der Erlös des Kampfes soll benachteiligten Jugendlichen zugutekommen. Für seine «fast 60 Jahre» sei Hück noch erstaunlich fit, lobte Klitschko ihn in einer Videobotschaft.

Hück, der in Pforzheim wohnt, plant schon seit längerem einen Boxkampf gegen Tyson: «Wir sind mittendrin in den Verhandlungen. Sobald wir wieder in die USA fliegen können, werden wir mit dem Manager reden.» Angepeilt sei ein Termin «Mitte nächsten Jahres zwischen Mai und Juni».


Frankreichs Verlagsriese Hachette geht nicht nach Frankfurt

PARIS: Frankreichs Verlags-Flaggschiff Hachette wird dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie nicht an der Frankfurter Buchmesse teilnehmen. Hachette Livre Frankreich, Hachette UK, Hachette Book Group und Grupo Anaya (Hachette Spanien) werden laut Informationen der Fachzeitschriften «Livres Hebdo» und «actualitte.com» vom Donnerstag nicht mit einem Stand auf der Buchmesse vertreten sein. Wie die international verzweigte Verlagsgruppe demnach mitteilte, gehen Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und Partner vor.

Der Branchenriese sei jedoch sehr an dem virtuellen Konzept interessiert, das die Buchmesse derzeit ausarbeite, hieß es in den Berichten weiter. 

Der Aufsichtsrat der Buchmesse hatte vergangene Woche entschieden, dass das Branchenereignis vom 14. bis 18. Oktober in Frankfurt teilweise vor Ort, teilweise dezentral in der Stadt und teilweise virtuell stattfinden soll. Auch die Besuchertage am Wochenende soll es weiter geben.


Carolin Kebekus leiht ihr Instagram-Profil an Virologin aus

KÖLN: Komikerin Carolin Kebekus (40) leiht ihren Instagram-Account für einen Tag an zwei Wissenschaftlerinnen aus. Die Aktion ist Teil der internationalen Kampagne #PassTheMic. Dabei stellen Prominente ihr Social-Media-Profil Corona-Experten zur Verfügung, damit diese von ihrer großen Reichweite profitieren können, um ihre Botschaft zu verbreiten. «Corona betrifft uns alle», sagte Kebekus. «Und damit meine ich auch wirklich jeden - weltweit. Niemand ist sicher, wenn nicht alle geschützt sind. Deswegen müssen wir das Problem auch weltweit angehen und nicht nur unser eigenes Süppchen kochen.» Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Kebekus überlässt ihren Account am 8. Juni der Hamburger Virologin Marylyn Addo und der Gesundheitsexpertin Naomi Tulay-Solanke, die über die Situation in Liberia berichtet, wo insbesondere Mädchen und Frauen stark von den Lockdown-Maßnahmen betroffen sind. In Deutschland machen außerdem Komiker Michael Mittermeier und Tänzerin Motsi Mabuse bei der Aktion mit, die von der Organisation «One» koordiniert wird.


Myanmar: Achtjährige wird während Lockdown zum Star in der Küche

NAYPYIDAW: Ein achtjähriges Mädchen in Myanmar ist während des Lockdowns zu einer kleinen Starköchin geworden - ihre Videos gehen viral. «Weil ich nicht nach draußen gehen konnte, begann ich Mama und Papa beim Kochen zu helfen, und ich liebe es», sagte Moe Myint May Thu der Deutschen Presse-Agentur. Bald lud ihre Mutter Videos der Tochter beim Kochen traditioneller Gerichte auf ihr TikTok-Konto. Dabei trägt das Kind süße Kochuniformen und Kochmütze. Inzwischen wurden die Videos mehrere Hunderttausend Mal geschaut. Die Mutter hatte einmal bei einem Schönheitswettbewerb teilgenommen und daher schon früher Tausende Abonnenten gehabt. Inzwischen sind es 83.000.


Einmal rund ums Saarland: Extremsportler will 288 Kilometer laufen

SAARBRÜCKEN: Der saarländische Ultraläufer Martin Schedler will sein Bundesland umrunden: Seine Lauf-Tour führt ihn über 288 Kilometer, inklusive kleinem Schwenk zum Dollberg als höchstem Berg des Saarlandes. «Mein Plan ist es, das definitiv in vier Tagen zu schaffen», sagte der Diplom-Verwaltungswirt (39) der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Start sei am 11. Juni in Saarbrücken. Warum diese Mammut-Route? Zum einen wolle er Menschen in der einschränkenden Corona-Pandemie dazu animieren, «unser schönes Saarland zu erkunden und neu zu entdecken», sagte er. Außerdem sei sein Ziel, «ein positives Ereignis» zu schaffen, um von negativen Corona-Nachrichten abzulenken. «Die Leute warten ja auf so was. Es gibt ja gar keine Sportereignisse mehr.»


Charles: Nehme Umweltschutz seit Covid-19-Erkrankung noch ernster

BALLATER: Prinz Charles setzt sich seit seiner Covid-19-Erkrankung noch entschlossener für Umweltschutz ein als vorher. Das sagte der 71 Jahre alte Thronfolger dem britischen Sender Sky News in einem Interview, das am Mittwochabend veröffentlicht wurde. Je mehr die Natur zerstört werde, desto stärker setze sich die Menschheit der Bedrohung von Pandemien aus, sagte der Royal in dem Video-Interview von seinem Landsitz im schottischen Birkhall aus. «Alle diese Dinge haben mit dem Verlust von Biodiversität zu tun, sie werden Zoonose genannt und man bekommt diese Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, wenn man die Natur zerstört», sagte Charles und fügte hinzu: «Wenn die Erde ein Patient wäre, hätte kein anständiger Arzt so eine Situation entstehen lassen, bevor er eine Behandlung einleitet.»


Angelique Kerber über Corona-Pause: «Gute Zeit, sich zu sortieren»

BERLIN: Die ehemalige Wimbledonsiegerin Angelique Kerber (32) sehnt das Ende der coronabedingten Zwangspause auf der Tennis-Tour herbei. «Ich zähle wirklich schon die Tage, bis ich nach so langer Zeit des Stillstands endlich wieder bei einem Turnier auf dem Platz stehen darf», sagte die beste deutsche Tennisspielerin in der aktuellen Ausgabe ihres Podcasts «Lunch-Break mit Angie Kerber» mit einem ihrer Sponsoren (Generali). Kerber versucht der Auszeit auch etwas Positives abzugewinnen. «Es war eine gute Zeit, sich zu sortieren. Ich weiß heute, dass meine Karriere ein Prozess ist, ich bin sowohl als Person als auch als Spielerin gereift und letztendlich durch alle meine Erfahrungen erfolgreich geworden», sagte die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin und frühere Weltranglisten-Erste.


«Star Wars»-Schauspieler kämpft bei Rede gegen Rassismus mit Tränen

BERLIN: «Star Wars»-Schauspieler John Boyega hat bei einer Kundgebung in London vor Tausenden «Black Lives Matter»-Demonstranten eine sehr emotionale Rede gehalten. Dabei kämpfte der 28-Jährige mit den Tränen. Im Hyde Park forderte der Filmstar die Demonstranten am Mittwoch auf, «lebenslanges Engagement» zu zeigen und die Bewegung zu nutzen, den langfristigen sozialen Wandel voranzutreiben. Die Menge protestierte gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd, der während eines Polizei-Einsatzes ums Leben gekommen ist. «Ich warte nicht! Ich bin in diesem Land geboren. Ich bin 28 Jahre alt, in London geboren und aufgewachsen», sagte Boyega. «Jeder schwarze Mensch hier kennt den Moment, in dem ein anderer ihn zum ersten Mal daran erinnert hat, dass er schwarz ist», sagte er in einer emotionalen Rede, bei der er den Tränen nahe zu sein schien. «Ich will, dass ihr versteht, wie schmerzhaft es ist, jeden Tag daran erinnert zu werden, dass deine Rasse nichts zählt», sagte der Sohn nigerianischer Eltern.


Meghan zu Fall Floyd: Lage in den USA ist «niederschmetternd»

LOS ANGELES: Herzogin Meghan (38) hat sich erschüttert über den Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz und die Gewalt in den USA geäußert. «Was in unserem Land, in unserem Staat und in unserer Heimatstadt L.A. (Los Angeles) passiert ist, ist absolut niederschmetternd», sagte die US-Amerikanerin und Ehefrau des britischen Prinzen Harry (35) in einer Videobotschaft an die Schülerinnen ihrer früheren Schule in Los Angeles. Es sei ihr schwergefallen, die richtigen Worte zu finden, gestand sie ein. «Das einzig Falsche wäre es, nichts zu sagen, denn George Floyds Leben zählt», sagte die Herzogin in dem Video, das das Magazin «Essence» veröffentlichte.


Schriftstellerin Despentes prangert Rassismus in Frankreich an

PARIS: Die französische Schriftstellerin Virginie Despentes («Vernon Subutex») hat in einem offenen Brief Rassismus in Frankreich und die Ignoranz vieler Weißer angeprangert. «In Frankreich sind wir keine Rassisten, aber seit 25 Jahren veröffentliche ich Bücher und habe nur einmal die Fragen eines schwarzen Journalisten beantwortet», schreibt die 50-Jährige in einem Brief, den der Sender France Inter am Donnerstag veröffentlichte. «Das letzte Mal, als ich um meine Papiere gebeten wurde, war ich mit einem Araber unterwegs», so die Autorin. «Ich kann nicht vergessen, dass ich eine Frau bin. Aber ich kann vergessen, dass ich weiß bin», so Despentes. Wer nicht weiß sei, habe diese Wahl in Frankreich nicht. Sie könne jeden Tag ohne Ausweis das Haus verlassen, bemerke die Polizei in der Stadt gar nicht. «Das ist das Weißsein. Je nach Laune darüber nachdenken oder nicht darüber nachdenken. In Frankreich sind wir nicht rassistisch, aber ich kenne keinen einzigen Schwarzen oder Araber, der diese Wahl hat.»


Jean Reno mag lieber Platten als Spotify

MÜNCHEN: Erfolgsschauspieler Jean Reno (71) mag lieber Schallplatten als Streamingdienste wie Spotify. Zwar sei er dankbar, dass ihn seine sechs Kinder geistig jung hielten und er dadurch seinen Geschmack weiterentwickele, sagte der Kinostar in einem Interview des Magazins «Playboy» (Juli-Ausgabe). Aber er übernehme nicht alles von ihnen: «Ich halte nicht viel von Spotify und diesen digitalen Diensten.» Stattdessen ziehe er es vor, Platten zu kaufen und so das Schaffen von Musikern besser verfolgen zu können.


Live im TV: Mann scheucht Australiens Premier vom neuen Rasen

CANBERRA: Inmitten einer TV-Übertragung hat ein Hausbesitzer den australischen Premierminister Scott Morrison (52) von seinem neu gesäten Rasen verscheucht. «Alle gehen bitte vom Gras runter! Na los», rief der Mann von der Vordertreppe seines Hauses direkt in das Statement des Premierministers hinein. Die Aufforderung galt auch dem versammelten Journalistentross. Die Pressekonferenz wurde live im Fernsehen übertragen, wie ein Video des Senders sky news am Donnerstag zeigte. Der Premier und die Presseleute hatten sich für die Pressekonferenz nahe dem Haus des Mannes versammelt. Morrison war in einem Neubaugebiet in Googong, einem Vorort der Hauptstadt Canberra, gerade dabei, Australier zu ermutigen, im Rahmen eines Wirtschaftspakets in ihre Häuser zu investieren.


Meghan zu Fall Floyd: Lage in den USA ist «niederschmetternd»

LOS ANGELES: Herzogin Meghan (38) hat sich erschüttert über den Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz und die Gewalt in den USA geäußert. «Was in unserem Land, in unserem Staat und in unserer Heimatstadt L.A. (Los Angeles) passiert ist, ist absolut niederschmetternd», sagte die US-Amerikanerin und Ehefrau des britischen Prinzen Harry (35) in einer Videobotschaft an die Schülerinnen ihrer früheren Schule in Los Angeles. Es sei ihr schwergefallen, die richtigen Worte zu finden, gestand sie ein. «Das einzig Falsche wäre es, nichts zu sagen, denn George Floyds Leben zählt», sagte die Herzogin in dem Video, das das Magazin «Essence» veröffentlichte.

Floyd war am 25. Mai in der Stadt Minneapolis umgekommen. Aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gehen seitdem weltweit Menschen auf die Straße. Meghan Markle, die im August 1981 in Los Angeles geboren wurde, erinnerte auch an die dortigen Unruhen 1992, nachdem vier Polizisten den Afroamerikaner Rodney King zusammengeschlagen hatten und freigesprochen wurden. «Ich war elf oder zwölf Jahre alt, und es waren die L.A.-Unruhen, die auch von einem sinnlosen Akt des Rassismus ausgelöst wurden», sagte sie.

Sie habe nun aber auch eine Seite ihres Landes gesehen, die ihr Hoffnung mache, sagte Meghan, und nannte die unzähligen Akte der Solidarität und die Polizisten, die sich auf die Seite der Demonstranten stellten. «Wir sehen das genau jetzt, vom Sheriff in Michigan oder dem Polizeichef in Virginia. Wir sehen, wie die Menschen in Solidarität zusammenstehen, wir sehen, wie Gemeinschaften zusammenkommen und sich Auftrieb geben. Ihr werdet Teil dieser Bewegung sein», sagte die Absolventin der Immaculate Heart High School an die Adresse der heutigen Schülerinnen.


Überfall auf Kardashian - Justiz will Prozess gegen zwölf Verdächtige

PARIS: Fast vier Jahre nach dem spektakulären Raubüberfall auf den US-Star Kim Kardashian (39) will die Pariser Justiz zwölf Verdächtige vor Gericht bringen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Überstellung an das Schwurgericht beantragt, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Mittwochabend mitteilte. Es liegt nun an den Ermittlungsrichtern, zu entscheiden, ob die Verdächtigen auf die Anklagebank kommen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP würde es nicht vor 2021 zu einem Prozess kommen.

Kardashian war im Oktober 2016 in einer Luxusresidenz im schicken 8. Pariser Stadtbezirk überfallen worden. Die mutmaßlichen Täter hatten die Ehefrau von Rapper Kanye West mit einer Waffe bedroht, gefesselt und Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro erbeutet.


Run the Jewels ziehen Albumveröffentlichung vor

BERLIN: Run the Jewels haben die Veröffentlichung ihres vierten Studioalbums «RTJ4» vorgezogen. Es sei ab sofort verfügbar, schrieben die beiden Rapper Killer Mike und EL-P auf ihrer Webseite und bei Twitter. Das Album kann auf der Webseite kostenlos oder gegen Spenden heruntergeladen werden. Alle Einnahmen sollen denjenigen zugute kommen, die in den USA gegen Rassismus und für sozialen Wandel demonstrieren. Ursprünglich sollte das Album an diesem Freitag (5. Juni) erscheinen. «Scheiß drauf, warum warten. Die Welt ist verseucht mit Schwachsinn, deshalb hier etwas Rauhes zum Zuhören, während ihr euch mit all dem beschäftigt», schrieben die Musiker. «Wir hoffen, es bringt euch etwas Freude.»


Dwayne Johnson sendet emotionale Botschaft an Trump

BERLIN: Schauspieler Dwayne «The Rock» Johnson hat seine Solidarität mit der «Black Lives Matter»-Bewegung zum Ausdruck gebracht und sich an US-Präsident Donald Trump gewandt. «Wo bist du», sagt der 48-Jährige mehrmals in einem knapp achtminütigen Video, das er in der Nacht zum Donnerstag auf Twitter postete. «Wo ist unser Anführer in dieser Zeit, wo unser Land auf den Knien ist - bettelnd, flehend, verletzt, wütend, frustriert, im Schmerz und ausgestreckten Armen, nichts anderes wollend, als gehört zu werden.» Der Kinostar («Jumanji - The Next Level ») wünscht sich, dass Trump auf das Land zugehe, seine Hand ausstrecke und sage: «Ich höre euch, ich höre euch zu. Und ihr habt mein Wort, dass ich bis zu meinem Todestag, meinem letzten Atemzug, alles in meiner Macht Stehende tun werde, um die notwendige Veränderung herbeizuführen und Gleichheit herzustellen. Denn jedes schwarze Leben zählt», sagt «The Rock».

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