Neues aus dem Ausland am Sonntag

Neues aus dem Ausland am Sonntag

Bus aus Serbien verunglückt - viele verletzte Kinder

SOFIA: Bei einem schweren Unglück mit einem Bus aus Serbien sind in Bulgarien viele Kinder sowie Erwachsene verletzt worden. Der vermutlich durch den Fahrer verursachte Unfall ereignete sich am Sonntagabend bei der südbulgarischen Stadt Stara Sagora. Der Bus war von der Fahrbahn in Richtung Sofia abgekommen und in einem Graben umgekippt. Acht Kinder und vier Erwachsene sind mit teils schweren Verletzungen in Kliniken gebracht worden, wie das bulgarische Innenministerium mitteilte. Fast alle anderen Insassen seien untersucht und gegebenenfalls medizinisch behandelt worden.

Als Unfallursache wurde ein Fahler des Fahrers vermutet, dessen Aufmerksamkeit im Bus abgelenkt worden sei, wie Innenminister Iwan Demerdschiew dem TV-Sender bTV sagte. Der Bus sei mit 38 Kindern und 10 Erwachsenen aus Serbien auf dem Weg von der bulgarischen Schwarzmeerküste nach Belgrad gewesen. Die Kinder hätten an einem Folklore-Festival in dem Badeort Slantschew Brjag (Sonnenstrand) teilgenommen. Es sollten noch in der Nacht zum Montag Ermittlungen eingeleitet werden.

In Bulgarien waren erst vor gut einer Woche bei einem schweren Unglück mit einem Bus aus Rumänien vier Menschen ums Leben gekommen.


Syrische Staatsagentur: Israelischer Luftangriff tötet drei Soldaten

DAMASKUS: Bei einem Luftangriff in Syrien sind syrischen Angaben zufolge drei Soldaten in dem Bürgerkriegsland getötet und drei weitere verletzt worden. Am Sonntagabend seien Ziele in der Nähe der Hauptstadt Damaskus durch israelische Raketen beschossen worden, teilte die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana mit. Gleichzeitig sei die Region Tartus vom Mittelmeer aus angegriffen worden. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

Israels Luftwaffe bombardiert regelmäßig Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Israel will verhindern, dass sein Erzfeind Iran und mit ihm verbündete Milizen ihren militärischen Einfluss in Syrien ausweiten. Der Iran ist neben Russland im Bürgerkrieg der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung.


Polens Regierung: Bislang keine toxischen Stoffe in Fischen entdeckt

STETTIN: Bei Laboruntersuchungen von verendeten Fischen aus der Oder sind nach Angaben von Polens Regierung bislang keine toxischen Substanzen entdeckt worden, die das Fischsterben verursacht haben. Die Fische seien auf Quecksilber und andere Schwermetalle untersucht worden, sagte Polens Umweltministerin Anna Moskwa am Sonntag in Stettin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne). In den kommenden Stunden würden die Proben der Fische auf weitere 300 schädliche Stoffe untersucht, darunter auch auf Pestizide. Zudem sollen Fischleichen seziert und das Verhalten der Fische kurz vor ihrem Verenden untersucht werden.

Moskwa sagte weiter, Wasserproben hätten einen erhöhten Sauerstoffgehalt ergeben, was für die Sommerperiode und den niedrigen Wasserstand ungewöhnlich sei. Möglicherweise sei es zu einem Oxidierungsprozess des Wassers gekommen. Dies könne darauf hindeuten, dass das Fischsterben möglicherweise keine natürliche Ursache habe, sondern dass es einen Täter gebe, der Substanzen ins Wasser eingeleitet habe.

Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen, die in Polen und Deutschland an dem Fluss leben. Polnische Behörden hatten nach Regierungsangaben bereits Ende Juli erste Hinweise darauf bekommen, dass in dem Fluss massenweise verendete Fische treiben. Die Ursache des Fischsterbens ist noch ungeklärt.


Mindestens fünf Tote bei Explosion

GUAYAQUIL: Bei einer Explosion in der ecuadorianischen Hafenstadt Guayaquil sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 16 Personen wurden verletzt, wie der Risiko- und Katastrophenschutz des südamerikanischen Landes auf Twitter am Sonntag mitteilte. Zudem wurden demnach acht Häuser und zwei Fahrzeuge zerstört. Ersten Berichten zufolge waren laut der ecuadorianischen Zeitung «El Universo» zunächst Schüsse und dann eine Explosion zu hören.

Der ecuadorianische Innenminister Patricio Carrillo machte Mitglieder krimineller Organisationen des Drogenhandels verantwortlich. «Die Söldner des organisierten Verbrechens, die seit langem die Wirtschaft narkotisiert haben, greifen nun mit Sprengstoff an», schrieb Carrillo auf Twitter. «Das ist eine Kriegserklärung an den Staat.» In einem Tweet der Generalstaatsanwaltschaft hieß es, man würde Beweismittel zur Klärung der Ursache der Explosion sammeln.

Präsident Guillermo Lasso hatte wegen der zunehmenden Gewalt unter anderem für die Provinz Guayas, deren Hauptstadt Guayaquil ist, im April den Ausnahmezustand ausgerufen. Dort hatte es in den Tagen zuvor Berichten zufolge Explosionen außerhalb des Gefängnisses und Bombendrohungen in Justizgebäuden gegeben.

In einem Gefängnis in der Nähe der Hafenstadt Guayaquil waren bei blutigen Bandenkämpfen im September 118 Menschen ums Leben gekommen. Die Gefängnisse in Ecuador sind wie auch andernorts in Lateinamerika überfüllt. Viele Strafanstalten werden von Gangs kontrolliert. Zahlreiche inhaftierte Bosse steuern die Geschäfte ihrer kriminellen Organisationen aus dem Gefängnis heraus. «Der Feind ist der Drogenhandel», sagte der Gouverneur von Guayas, Pablo Arosemena.


Dutzende harren auf Insel in griechisch-türkischem Grenzfluß aus

ATHEN: Knapp 40 Migranten stecken seit Tagen auf einer kleinen Insel mitten im griechisch-türkischen Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) fest. Die Menschen müssten dringend in Sicherheit gebracht werden, forderten am Sonntag griechische Parlamentsabgeordnete sowie Menschenrechtsorganisationen. Die griechische Polizei erklärte jedoch, die Kleininsel liege auf der türkischen Seite der Grenze. «Die Dienststellen der (griechischen) Streitkräfte weisen darauf hin, dass es sich um einen Punkt außerhalb des griechischen Hoheitsgebiets handelt», teilte die griechische Polizei am Sonntagabend mit. Die türkischen Behörden seien bereits zwei Mal informiert worden, hätten aber bislang nicht reagiert.

Nach Informationen griechischer Medien, die nicht offiziell bestätigt sind, sei in den vergangenen Tagen ein Kind allen Anzeichen nach durch einen Stich eines Skorpions auf der Kleininsel ums Leben gekommen. Weitere 39 Menschen harren dort seit fast einer Woche aus, berichtete das Nachrichtenportal Efsyn.gr am Sonntag. Die Menschen stammten aus Syrien und befürchteten, dass die türkischen Behörden sie zurück in ihre Heimat schicken könnten, sollte Griechenland und damit auch die EU sie nicht aufnehmen, hieß es im Bericht weiter.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks seien seit Jahresbeginn und bis zum 7. August 3225 Menschen aus der Türkei auf dem Landweg nach Griechenland geflüchtet.


Nordex bestätigt Jahresprognose - Verlust im ersten Halbjahr

HAMBURG: Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat seine Jahresprognose trotz Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis bestätigt. Von Januar bis Juni sei der Umsatz infolge niedrigerer Installationen um gut ein Fünftel auf 2,1 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Sonntag in Hamburg mit. Das um die Neuausrichtungskosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rutschte deutlich ins Minus. Hier verzeichnete Nordex einen Verlust von 143,7 Millionen Euro, nach plus 68,4 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Neben den geringeren Installationen außerhalb Europas und Lateinamerikas machte das Unternehmen die indirekten Auswirkungen der Pandemie und des Ukrainekrieges durch die Verwerfungen an den Energie-, Rohstoff- und Logistikmärkten für die Entwicklung verantwortlich.

Nordex hatte die Vorlage seiner Quartalsergebnisse wegen eines Cyber-Sicherheitsvorfalls verschoben und war wegen der verspäteten Bekanntgabe aus dem Nebenwerte-Index SDax geflogen. Einziger Großaktionär ist der spanische Mischkonzern Acciona, der fast ein Fünftel an Nordex hält.

Die Hamburger waren bereits mit hohen Verlusten in das neue Jahr gestartet. Auch andere Windanlagenbauer wie Vestas und Siemens Gamesa sehen sich wegen der steigenden Kosten sowie Störungen der Lieferketten einem scharfen Gegenwind ausgesetzt. Nordex hatte zuletzt mit Unterstützung seines Großaktionärs zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt und dabei insgesamt brutto 351 Millionen Euro eingesammelt.

Firmenchef Jose Blanco äußerte sich in der Mitteilung zuversichtlich. Man werde mittelfristig von den guten Wachstumsaussichten der Windkraftindustrie profitieren. «Wir sehen weiterhin eine starke Auftragslage und verfügen über ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio», betonte der Manager.


Polens Wasserbehörde: Kein zusätzliches Wasser in die Oder geleitet

WARSCHAU: Im Zusammenhang mit dem Fischsterben in der Oder hat die polnische Wasserbehörde Berichte dementiert, wonach zwischen Ende Juli und Anfang August Wasser aus polnischen Staubecken in den Fluss eingeleitet worden sein soll. Dies seien falsche Informationen, die in polnischen und deutschen Medien verbreitet würden, hieß es in einer Mitteilung der Behörde am Sonntag laut Nachrichtenagentur PAP. Demnach sei der kurzzeitige Anstieg des Wasserspiegels auf die Wetterbedingungen zurückzuführen. «In Tschechien kam es Ende Juli zu heftigen Regenfällen, die sich auf den Durchfluss und den Wasserstand der Oder auswirkten», heißt es in der Stellungnahme.

Das Landesumweltministerium Brandenburg hatte am Donnerstag in einer Mitteilung geschrieben, dass nach ersten Analyseergebnissen am 8. August eine «starke Welle organischer Substanzen» durch die Oder bei Frankfurt gegangen sei. In deutschen und polnischen Medien war darüber spekuliert worden, ob auf polnischer Seite Staustufen oder Rückhaltebecken geöffnet wurden, um eine mögliche Verunreinigung des Flusses schneller Richtung Ostsee zu spülen.

Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen, die in Deutschland und Polen an dem Fluss leben. Polens Regierung vermutet, dass der Fluss mit Chemie-Abfällen vergiftet wurde. Die polnische Polizei hat eine Belohnung von umgerechnet 210.000 Euro für die Aufklärung ausgesetzt.


Afghanistans Ex-Präsident Ghani verteidigt Flucht vor Taliban

WASHINGTON: Ein Jahr nach der Rückkehr der militant-islamistischen Taliban an die Macht hat der ehemalige afghanische Präsident Aschraf Ghani seine Flucht aus dem Land verteidigt.

«Ich bin gegangen, weil ich den Taliban und ihren Anhängern nicht das Vergnügen bereiten wollte, einen afghanischen Präsidenten erneut zu demütigen», sagte er dem US-Sender CNN in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. Die gesamte Schutztruppe des Präsidenten habe sich damals aufgelöst und Zivilkleidung angezogen. Auch der Verteidigungsminister sei geflüchtet. «Ich war der letzte, der ging», sagte er. Ghani war am 15. August 2021 ins Ausland geflohen.


Eurofighter starten zu Manöver in Australien

NEUBURG AN DER DONAU: Sechs deutsche Eurofighter starten am Montagnachmittag in Richtung Asien. Erstes Ziel ist die Verlegung der Kampfflugzeuge nach Singapur innerhalb von 24 Stunden. Unterstützt wird das logistisch aufwendige Vorhaben namens «Rapid Pacific 2022», in das etwa 250 Soldatinnen und Soldaten eingebunden sind, nach Angaben der Luftwaffe von vier Transportflugzeugen des Typs A400M sowie drei A330 zur Betankung der Kampfflugzeuge in der Luft.

Anschließend geht es weiter nach Australien, wo die Besatzungen in diesem und dem kommenden Monat an zwei multinationalen Übungen der australischen Streitkräfte teilnehmen werden.


1500 Menschen wegen Waldbrandes evakuiert

SARAGOSSA: Etwa 1500 Bewohner mehrerer Ortschaften im Nordosten Spaniens haben ihre Häuser wegen eines außer Kontrolle geratenen Waldbrandes teils fluchtartig verlassen müssen. Die Flammen in der Region um den Ort Añón de Moncayo etwa 70 Kilometer westlich der Großstadt Saragossa würden von starken Windböen immer wieder angefacht, sagte ein Feuerwehrmann im staatlichen spanischen Fernsehsender RTVE am Sonntag. Zudem ändere sich die Windrichtung dauernd. Die Lage sei kritisch.

Im Fernsehen war zu sehen, wie Bewohner der Region schon eingehüllt in beißenden Rauch mit Gartenschläuchen und Wassereimern versuchten, die Flammen an den Rändern der Dörfer aufzuhalten. Sie wurden von 300 professionellen Brandbekämpfern unterstützt. Auch weiter südlich in Jumilla bei Murcia bekämpfte die Feuerwehr bei starkem Wind einen Waldbrand, der durch einen Blitz ausgelöst worden sein soll.

Im Zusammenspiel mit einer seit Monaten anhaltenden Dürre und großer Hitze, die Experten auf den Klimawandel zurückführen, sowie sehr trockener Luft kommt es immer wieder zu Waldbränden. 2022 ist für Spanien das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen. Seit Jahresbeginn wurden nach Messungen des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus bei fast 388 Waldbränden schon mehr als 260.000 Hektar zerstört. Diese 2600 Quadratkilometer entsprechen der Fläche des Saarlandes.


Fischsterben in der Oder: Lemke setzt auf Zusammenarbeit mit Polen

HAMBURG: Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) setzt bei der Aufklärung des Fischsterbens in der Oder auf die Zusammenarbeit mit Polen. Nach einem Treffen mit ihrer polnischen Amtskollegin Anna Moskwa am Sonntagabend im Stettin sagte Lemke, man habe lösungsorientiert diskutiert und «gute und gemeinsame Schritte» vereinbart. Dazu zählen insbesondere Verbesserungen bei den Informationsketten. Hier habe es in den vergangenen Tagen Versäumnisse gegeben. Die deutsche Seite sei zunächst durch Angler über das Fischsterben informiert worden.

Ziel sei nun die Schadensminimierung, die Information und der Schutz der Bevölkerung sowie die Identifizierung des Verursachers der Umweltkatastrophe. Lemke dankte zudem den haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die bereits Unmengen an toten Fischen aus dem Grenzfluss geborgen haben. «Es ist klar, dass wir uns einer wirklich schlimmen Umweltkatastrophe gegenübersehen», sagte die Ministerin. Die Auswirkungen, die sich möglicherweise auf Jahre erstrecken könnten, seien noch nicht absehbar.


Grubenunglück : Angehörige fordern internationale Hilfe

SABINAS: Rund zehn Tage nach einem Grubenunglück in Mexiko mit zehn eingeschlossenen Bergleuten haben verzweifelte Angehörige angesichts der stagnierenden Rettungsarbeiten eine Ausweitung des Einsatzes gefordert. «Die Behörden sagen, wir sollen warten, warten, dabei muss man sie herausholen», sagte der Bruder von einem der Bergleute bei einer Pressekonferenz, zu der sich die Angehörigen erstmals zusammengeschlossen hatten, wie die mexikanische Zeitung «Milenio» am Samstagabend (Ortszeit) berichtete. «Wir wollen Hilfe, auch wenn es ausländische ist.»

Die Koordinatorin des nationalen Katastrophenschutzes, Laura Velázquez, räumte der mexikanischen Zeitung «El Universal» zufolge Schwierigkeiten bei der Rettung der Bergleute ein. In dem Bergwerk in Sabinas im Bundesstaat Coahuila, mehr als 1000 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt, war es am 3. August zu einem Erdrutsch und einem Wassereinbruch gekommen, der die Suche erschwert. Fünf Bergleute konnten sich aus eigener Kraft in Sicherheit bringen. Drei von ihnen wurden wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Der Zustand der restlichen zehn Kumpel ist unbekannt.

In der Bergbauregion von Coahuila kommt es immer wieder zu Grubenunglücken. Im Jahr 2006 kamen bei einer Explosion in der Kohlenmine von Pasta de Conchos in Coahuila 65 Bergarbeiter ums Leben. Vor einem Jahr ertranken sieben Kumpel im Inneren eines Bergwerks nach einem schweren Regen.


Kurz nach Pelosi-Besuch: Weitere US-Delegation in Taiwan

TAIPEH: Knapp zwei Wochen nach dem umstrittenen Taiwan-Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi ist erneut eine US-Delegation in den demokratisch regierten Inselstaat gereist. Wie das Außenministerium in Taipeh am Sonntag bekanntgab, traf eine fünfköpfige Delegation unter Leitung von dem demokratischen Senator Ed Markey für einen zweitägigen Besuch ein. Demnach werden die US-Politiker auch Taiwans Präsidentin Tsai Ing-Wen treffen.

Der Stopp in Taiwan findet nach Angaben des American Institute in Taiwan im Rahmen einer größeren Reise in die indopazifische Region statt. Bei den Treffen in Taiwan soll es demnach um die Beziehungen zwischen den USA und Taiwan, regionale Sicherheit, Handel, globale Lieferketten oder Klimawandel gehen, hieß es weiter.

Als Reaktion auf den Besuch Pelosis hatte China groß angelegte Militärübungen rund um die Taiwan durchgeführt und dabei auch eine mögliche Eroberung geübt. Die chinesische Führung lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab, weil sie die Insel als Teil der Volksrepublik ansieht. Hingegen versteht sich Taiwan längst als unabhängig.


Taliban erklären Jahrestag der Machtergreifung zum Feiertag

ISLAMABAD: Die militant-islamistischen Taliban haben für den Jahrestag ihrer Rückkehr an die Macht in Afghanistan einen Feiertag ausgerufen.

Der 15. August markiere den «ersten Jahrestag des Sieges des vom Islamischen Emirat Afghanistan angeführten afghanischen Dschihad über die amerikanische Besatzung und ihre Verbündeten», schrieb das Ministerium für Arbeit und Soziales am Sonntag in einer Mitteilung zur Ankündigung des Feiertages.

Die Taliban waren vergangenes Jahr auf wenig Gegenwehr der afghanischen Streitkräfte gestoßen, als sie das Land unter dem Eindruck des Abzugs internationaler Truppen nach und nach unter ihre Kontrolle brachten und schließlich die Hauptstadt Kabul einnahmen. Nach der Einnahme Kabuls erfolgte ein internationaler militärischer Evakuierungseinsatz unter anderem für Ortskräfte sowie besonders schutzbedürftige Menschen. Am Flughafen der Hauptstadt spielten sich damals dramatische Szenen ab, als viele Menschen das Land verlassen wollten und sich große Mengen Wartender vor dem Eingang stauten oder gar bis aufs Rollfeld gelangten.

Seit ihrer Rückkehr an die Macht unterdrücken die Taliban jede abweichende Meinung. Zudem schränkten sie die Rechte der Frauen und Mädchen gerade auf den Besuch höherer Schulen, Bildung und Bewegungsfreiheit massiv ein. Willkürliche Verhaftungen, außergerichtliche Tötungen ehemaliger afghanischer Amtsträger und Angriffe der Terrormiliz Islamischer Staat gegen religiöse Minderheiten haben zugenommen. Auch die wirtschaftliche Not ist größer als zuvor. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist von Hunger bedroht.


Katholiken feiern Messe nach Verbot von Prozession

MANAGUA: Inmitten zunehmender Spannungen mit der autoritären Regierung von Präsident Daniel Ortega haben Gläubige in Nicaragua nach dem Verbot einer Prozession in großer Zahl an einer Messe in der Hauptstadt Managua teilgenommen. Dies war in einer Live-Übertragung auf Facebook am Samstag (Ortszeit) zu sehen. «Ich weiß, dass niemand uns die Liebe zur Heiligen Jungfrau von Fátima nehmen kann», sagte Kardinal Leopoldo Brenes nach Angaben der nicaraguanischen Zeitung «La Prensa». «Die Katholiken haben die Angst verloren», schrieb das Blatt.

Die Polizei hatte sich seit dem Vortag in der Umgebung der Kathedrale von Managua positioniert. Die Erzdiözese von Managua hatte am Freitag auf Twitter mitgeteilt, dass die Polizei die für Samstag geplante Prozession zu Ehren der Heiligen Jungfrau von Fátima nach ihren Angaben aus Sicherheitsgründen untersagt habe. Die Erzdiözese rief dazu auf, zu einer Messe in die Kathedrale von Managua zu kommen, um für die Kirche und Nicaragua zu beten.

Die autoritäre Ortega-Regierung ließ zuletzt rund 100 Nichtregierungsorganisationen und eine Reihe von kirchlichen und örtlichen Radio- und Fernsehsendern in dem mittelamerikanischen Land schließen. Die Polizei hindert einen regierungskritischen Bischof seit mehr als einer Woche am Verlassen seiner Residenz.

Die USA und weitere amerikanische Staaten verurteilten die Menschenrechtslage in Nicaragua angesichts der verstärkten Verfolgung von Kritikern am Freitag scharf.


Viele Verletzte bei schwerer Explosion in Einkaufszentrum

ERIWAN: Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in der Südkaukasusrepublik Armenien sind nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch getötet und 35 weitere verletzt worden. Die Detonation ereignete sich etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Eriwan, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur am Ort des Geschehens berichtete. Vermutlich war ein Lager mit Feuerwerkskörpern durch einen Verstoß gegen die Brandschutzvorschriften in die Luft geflogen. Dadurch explodierte auch eine Gasleitung. Die Detonation am Sonntagnachmittag (Ortszeit) sei massiv gewesen.

Mehrere Gebäude stürzten ein oder wurden beschädigt. Unter den Trümmern könnten sich nach Angaben von Rettungskräften noch Menschen befinden, hieß es. Zunächst hatte der armenische Zivilschutz von 20 Verletzten gesprochen. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Über der Stadt breitete sich eine Rauchwolke aus. Auf Autos legten sich Staub und Schutt.

Das Zivilschutzministerium teilte am Sonntag mit, dass mindestens sieben Menschen zur Behandlung ins Krankenhaus mussten. Viele Menschen rannten von der Unglücksstelle weg um ihr Leben.

Die frühere Sowjetrepublik Armenien im Südkaukasus mit Grenzen zum Iran, zur Türkei, zu Aserbaidschan und Georgien gehört zu den ärmsten Ländern der Region. Immer wieder kommt es dort zu Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften. Rettungskräfte und Feuerwehr waren ohne Schutzmasken im Einsatz.


Vor Krisentreffen: EU ruft Serbien und Kosovo zur Deeskalation auf

BRÜSSEL: Wenige Tage vor einem Krisentreffen hat die Europäische Union Serbien und dem Kosovo zur Deeskalation ihrer Spannungen aufgerufen. EU-Kommissionssprecherin Nabila Massrali appellierte am Sonntag an führende Politiker beider Länder, «gegenseitige Feindseligkeiten und gefährliche Äußerungen» einzustellen und «verantwortungsvoll» zu handeln. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat den kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti und Serbiens Präsident Aleksandar Vucic für Donnerstag zu einem Vermittlungsgespräch nach Brüssel eingeladen.

Die Einladung der EU war erfolgt, nachdem sich das Kosovo auf Bitten Borrells und der USA bereit erklärt hatte, umstrittene Reiseregeln für Serben zunächst auszusetzen. Diese sehen vor, dass an den Grenzübergängen keine serbischen Personaldokumente mehr anerkannt werden. Stattdessen sollten sich Serben dort zunächst ein provisorisches Dokument ausstellen lassen. Die kosovarischen Behörden begründeten ihr Vorgehen mit einem identischen Vorgehen serbischer Behörden beim Grenzübertritt kosovarischer Bürger.

Die EU versucht seit Jahren, zur Klärung des Verhältnisses zwischen Serbien und dem Kosovo beizutragen. Dieses ist äußerst spannungsgeladen, weil sich das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo 1999 mit Nato-Hilfe von Serbien abgespalten und 2008 für unabhängig erklärt hatte. Mehr als 100 Länder, darunter Deutschland, erkannten die Unabhängigkeit des Kosovos an. Andere, darunter Serbien, Russland, China und fünf EU-Länder, tun das bis heute nicht.


Mehr als 20.000 Migranten auf Booten im Ärmelkanal in diesem Jahr

LONDON: Mehr als 20.000 Migranten haben in diesem Jahr bereits die gefährliche Überfahrt auf kleinen Booten über den Ärmelkanal unternommen. Das geht aus offiziellen Zahlen der britischen Regierung hervor, wie die Nachrichtenagentur PA am Sonntag meldete. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr: Damals lag die Zahl zu dieser Zeit des Jahres erst bei 11.300. Insgesamt zählten die Behörden im vergangenen Jahr 28.526 Überquerungen.

Die Überfahrten von Frankreich nach Großbritannien, die seit Brexit und Pandemie unter anderem aufgrund strengerer Kontrollen auf den Landwegen zugenommen haben, sind der konservativen Regierung in London ein Dorn im Auge. Die Kontrolle über die eigenen Grenzen zu gewinnen, war eines der zentralen Versprechen der Brexit-Kampagne. Die Briten wollen daher bestimmte Asylsuchende verschiedener Nationalitäten nach Ruanda ausfliegen und haben dafür einen umstrittenen Pakt mit dem ostafrikanischen Land geschlossen. Beide verbliebenen Kandidaten für die Nachfolge des scheidenden Premierministers Boris Johnson wollen an dem Plan festhalten, in dem die Vereinten Nationen einen Bruch internationalen Rechts sehen.

Im vergangenen November war es im Ärmelkanal zu einem tragischen Unglück gekommen: 27 Menschen starben, nachdem ihr Schlauchboot kenterte.


Huthi-Rebellen: Mehr als 90 Tote bei Überschwemmungen im Jemen

SANAA: Im Norden des Jemen sind bei Überschwemmungen nach Angaben der Huthi-Rebellen mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. 140 Gebäude seien dort nach schweren Regenfällen eingestürzt und mehr als 5000 weitere beschädigt worden, teilte ein Sprecher des sogenannten humanitären Rats mit. Mehr als 24.000 Familien seien in verschiedenen von den Rebellen beherrschten Provinzen betroffen, sagte der Sprecher laut einem Bericht des Fernsehsenders Al-Masirah. Die Wassermassen hätten auch das alte Zentrum der Hauptstadt Sanaa sowie Ackerland beschädigt.

Im Jemen tobt seit mehr als sieben Jahren ein Bürgerkrieg. Die Zerstörungen durch regelmäßige Überschwemmungen in der Regenzeit, die normalerweise im August endet, haben die aktuelle humanitäre Krise noch verstärkt. Das Land im Süden der Arabischen Halbinsel ist stark vom Klimawandel bedroht. Durch die Erderwärmung drohen dem Land unter anderem noch mehr Wasserknappheit, Hitzewellen, Sandstürme, Erdrutsche sowie steigende Meeresspiegel und überflutete Küsten.

Schon vor anderthalb Wochen hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitgeteilt, dass Sturzfluten in der Provinz Marib Tausende vertrieben und ihre Unterkünfte stark beschädigt hätten. IOM-Helfer versorgten danach mehr als 3400 Familien.


Tausende Migranten beantragten dieses Jahr bereits Asyl

NIKOSIA: Gut 13.000 Menschen haben seit Jahresbeginn einen Asylantrag in der kleinen EU-Inselrepublik Zypern gestellt. In ihrer Mehrheit hätten sie aus der Türkei übergesetzt, berichtete der staatliche Rundfunk (RIK) am Sonntag. Zypern verzeichnet laut EU-Statistik gemessen an der Bevölkerungsgröße bei Weitem die meisten Asylanträge pro Jahr. Die Regierung in Nikosia hat deshalb wiederholt um Hilfe der EU gebeten.

Mittlerweile machten Migranten ohne Aufenthaltsstatus rund vier Prozent der Bevölkerung des Südteils Zyperns aus, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das Innenministerium in Nikosia weiter. Im Südteil der Inselrepublik leben rund 700.000 griechische Zyprer und etwa 180.000 Ausländer, die sich legal in Zypern aufhalten; darunter zahlreiche britische Staatsbürger.

Zypern ist seit 1974 in einen größeren griechisch-zyprischen Teil im Süden und einen türkisch-zyprischen Teil im Norden geteilt. Nur die Türkei erkennt Nordzypern als Staat an. Aufgrund der faktischen Teilung Zyperns übt die international anerkannte Republik Zypern die tatsächliche Kontrolle nur im Südteil der Insel aus.

Die meisten Flüchtlinge werden nach Angaben zyprischer Behörden von Schleuserbanden aus der Türkei in den Norden der Mittelmeerinsel gebracht, der von türkischen Truppen besetzt ist. Anschließend werden sie durch nicht gut bewachte Stellen der Trennungslinie in den Süden geschleust.


Kleinbus kollidiert mit Pkw: 13 Verletzte

WARSCHAU: Beim Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Pkw sind in Polen 13 Menschen verletzt worden. Sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Wie der TV-Nachrichtensender TVN24 am Sonntag online berichtete, waren die beiden Fahrzeuge auf der Autobahn in Rzezawa, östlich von Krakau, aus zunächst unbekannter Ursache zusammengestoßen und durch den Aufprall auf das angrenzende Feld geschleudert worden.

In dem Kleinbus befanden sich nach Feuerwehrangaben neun Personen, davon vier Kinder. Eine schwerverletzte Person war demnach im Wrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die anderen acht waren zwar verletzt, konnten aber selbst aussteigen. Auch die vier Insassen des Pkw wurden verletzt, eine Person erlitt schwere Kopf- und Brustverletzungen. Die Autobahn in Richtung Tarnow war wegen des Unfalls vorübergehend blockiert.


Polen schließt auch Schwermetalle als Ursache für Fischsterben aus

WARSCHAU: Das Fischsterben in der Oder ist nach Angaben der polnischen Regierung nicht auf Schwermetalle zurückzuführen. Dies hätten weitere Analysen toter Fische durch das staatliche Veterinärinstitut ergeben, schrieb Umweltministerin Anna Moskwa am Samstagabend auf Twitter. Zuvor hatte die Regierung in Warschau bereits erhöhte Quersilberwerte als Ursache ausgeschlossen.

Die Analysen wiesen aber auf erhöhte Salzwerte im Wasser hin und stimmten somit mit den Erkenntnissen der deutschen Behörden überein, sagte Moskwa der Nachrichtenagentur PAP. «Der hohe Salzgehalt der Oder hat möglicherweise andere giftige Stoffe im Wasser oder im Bodensediment aktiviert. Die toxikologische Untersuchung der Fische wird dazu beitragen, eventuelle Schadstoffe festzustellen, die zum Tod der Tiere beigetragen haben.»

Nach Angaben von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) weist die Oder «sehr stark erhöhte Salzfrachten» auf. Der Begriff Salzfrachten bezeichnet im Wasser gelöste Salze. Polens Regierung vermutet, dass der Fluss mit Chemie-Abfällen vergiftet wurde. Die polnische Polizei hat eine Belohnung von umgerechnet 210.000 Euro für die Aufklärung ausgesetzt.

Nach Angaben des Innenministeriums in Warschau sind derzeit 2000 Polizisten, mehr als 300 Feuerwehrleute sowie 200 Soldaten an den Ufern der Oder im Einsatz. Sie helfen bei der Bergung verendeter Fische und warnen Bürger, den Kontakt mit dem Wasser zu meiden.


Waldbrand an französischer Atlantikküste unter Kontrolle

BORDEAUX: Die französischen und europäischen Einsatzkräfte haben das Feuer an der Atlantikküste bei Bordeaux in den Griff bekommen. Wie ein Sprecher der örtlichen Präfektur am Sonntagnachmittag mitteilte, habe die regnerische und windarme Nacht geholfen. «Das ist eine exzellente Nachricht», sagte er. Die 8000 Anwohnerinnen und Anwohner, die vorübergehend ihre Häuser verlassen mussten, könnten wieder zurück. Das Feuer entstand möglicherweise durch Brandstiftung.

Seit Dienstagnachmittag kämpfte die Feuerwehr südlich von Bordeaux gegen die Flammen. Unterstützung erhielten sie dabei zuletzt auch aus anderen Ländern: Aus Deutschland beteiligten sich 65 Feuerwehrleute.

Schon im Juli brannte es in der Gegend südlich von Bordeaux heftig. Erst nach mehr als einer Woche hatte die Feuerwehr die Waldbrände unter Kontrolle.


Zwei Tote bei Militäreinsatz, Rebellenführer schwer verletzt

LIMA: Bei einem Militäreinsatz gegen die linke Guerilla-Organisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) in einer abgelegenen Urwaldregion Perus sind zwei Soldaten ums Leben gekommen. Zudem wurde der verbliebene Guerilla-Anführer Víctor Quispe Palomino alias «José», bei dem Einsatz in der Region von Vizcatán schwer verletzt, wie aus einer Mitteilung des Kommandos der peruanischen Streitkräfte am Samstag (Ortszeit) hervorging.

Víctor Quispe Palomino hatte zuletzt eine der letzten Einheiten der einst mächtigen maoistischen Kämpfer geführt, die sich von dem im September 2021 in Haft gestorbenen Guerilla-Chef Abimael Guzmán losgesagt haben. Sein Bruder Jorge Quispe Palomino alias «Raúl», ebenfalls Guerilla-Anführer und einer der meistgesuchten Männer Perus, war offiziellen Angaben zufolge im Januar 2021 nach einem Militäreinsatz gestorben.

Bei Auseinandersetzungen zwischen dem Leuchtenden Pfad und staatlichen Sicherheitskräften waren zwischen 1980 und 2000 fast 70.000 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer waren indigene Bauern. Anders als in anderen Bürgerkriegen in der Region war in Peru die Guerilla für einen Großteil der Toten verantwortlich. Heute widmen sich die verbliebenen Rebellen im VRAEM-Gebiet vor allem dem Drogenhandel.


Brennende Fahrzeuge und Blockaden: 17 Festnahmen im Norden von Mexiko

TIJUANA: Im Norden Mexikos sind nach einer Reihe von Gewaltakten 17 Personen festgenommen worden. Drei der Festgenommenen, zwei Männer und eine Frau, seien als Mitglieder des schwer bewaffneten Drogenkartells «Cártel Jalisco Nueva Generación» identifiziert worden, hieß es in einer Mitteilung der mexikanischen Regierung am Samstag (Ortszeit). Demnach wurde auch ein Busfahrer in der Stadt Mexicali an der Grenze zu den USA verletzt.

Am Freitagabend war es in Tijuana, Mexicali und anderen Städten im Bundesstaat Baja California, der an Kalifornien auf der US-Seite grenzt, zu Straßensperren gekommen. Öffentliche Verkehrsmittel und private Fahrzeuge wurden angezündet. Die Regierung sprach in der Mitteilung von 24 kriminellen Handlungen. Das US-Konsulat in Tijuana wies seine Angestellten an, sich bis auf Weiteres in Sicherheit zu bringen.

Bei einer Reihe bewaffneter Angriffe im Norden Mexikos waren zuvor elf Menschen ums Leben gekommen. Nach Kämpfen von Banden, die mit dem Sinaloa-Drogenkartell verbunden sind, in einem Gefängnis wurden in der Grenzstadt Ciudad Juárez nach Angaben von Sicherheitsbehörden am Freitag mehrere Menschen auf der Straße und in Geschäften angegriffen und getötet. Es habe sechs Festnahmen gegeben. Für den Großteil der Gewalttaten im Land werden die mächtigen Drogenkartelle verantwortlich gemacht.


Acht Verletzte bei Schüssen nahe Klagemauer in Jerusalem

JERUSALEM: Bei Schüssen nahe der Klagemauer in Jerusalem sind mindestens acht Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Die Schüsse seien an zwei verschiedenen Orten gefallen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom in der Nacht zum Sonntag bei Twitter mit. Ein Tatverdächtiger sei auf der Flucht, berichteten israelische Medien. Die Schüssen hätten auf einen Bus in der Altstadt sowie auf einen Parkplatz nahe dem Davidsgrab abgezielt.

Einem Rettungssanitäter zufolge waren in dem Bus Gläubige von der Klagemauer auf dem Weg in die Stadt. «Laut einem Passanten begann ein Terrorist, wahllos auf den Bus zu schießen», wurde der Sanitäter in der «Jerusalem Post» zitiert. Als der Rettungsdienst den Ort des Vorfalls erreicht habe, habe es einen großen Tumult gegeben. Menschen seien in Panik gerannt.

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