Neues aus dem Ausland am Samstag

Neues aus dem Ausland am Samstag

UN-Sicherheitsrat berät am Montag zu Luftangriffen auf Gaza

NEW YORK/GAZA/TEL AVIV: Die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen sollen am Montag den UN-Sicherheitsrat in New York beschäftigen. Aus Diplomatenkreisen verlautete am Samstag, dass ein Treffen des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Irland, Frankreich, Norwegen und China angefragt worden sei. Eine Uhrzeit stand zunächst noch nicht fest. Das Treffen soll hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Das israelische Militär hatte am Freitag die großangelegte Militäraktion «Morgengrauen» mit Luftangriffen gegen die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) gestartet. Dabei wurden Militärchef Taisir al-Dschabari und weitere PIJ-Mitglieder getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für Raketenangriffe aus dem Gazastreifen und geplante Angriffe auf Zivilisten. Palästinensischen Angaben zufolge starben bei den israelischen Angriffen auch viele Zivilisten. Unter den Toten seien sechs Kinder und zwei Frauen.


Palästinenser: 24 Tote durch Angriffe Israels - darunter 6 Kinder

GAZA/TEL AVIV: Die Zahl der Toten nach dem Beginn israelischer Luftangriffen im Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben weiter gestiegen. Mindestens 24 Menschen seien seit Freitag getötet und 203 verletzt worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Unter den Toten seien demnach sechs Kinder und zwei Frauen.

Das israelische Militär hatte am Freitag nach Drohungen die großangelegte Militäraktion «Morgengrauen» mit Luftangriffen gegen die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) gestartet. Dabei wurden Militärchef Taisir al-Dschabari und weitere PIJ-Mitglieder getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für Raketenangriffe aus dem Gazastreifen und geplante Angriffe auf Zivilisten.

Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen wurden bei den Angriffen am Samstag drei Wohnhäuser getroffen. Ein fünfstöckiges Wohnhaus westlich von Gaza-Stadt sei demnach zerstört worden. Anwohner berichteten, dass israelische Drohnen zuvor eine Warnrakete auf das Gebäude abfeuerten, bevor Kampfjets das Gebäude angriffen.

Das israelische Militär teilte mit, dass bei der Militäroperation lediglich Waffenproduktionsstätten, Raketenabschussanlagen und Waffenlager zerstört wurden. Berichte über getötete Zivilisten seien bekannt und würden untersucht, sagte ein Vertreter des Militärs am Samstag.


Kleiner Inselstaat St. Kitts und Nevis wählt neue Regierung

BASSETERRE: Der winzige Karibikstaat St. Kitts und Nevis hat bei einer vorgezogenen Neuwahl seiner elf gewählten Parlamentarier eine neue Regierung bestimmt. Die Arbeitspartei gewann mit sechs Sitzen die Abstimmung deutlich, wie die Regierung am Samstag mitteilte. Neuer Premierminister soll der in den USA und auf Kuba ausgebildete Arzt und Parteichef Terrance Drew werden. Sein Vorgänger Timothy Harris von der People's Labour Party hatte ein Misstrauensvotum verloren. Die Arbeitspartei will das Gesundheitswesen, den Wohnungsbau und die Bildung zu verbessern.

Mit rund 50.000 Einwohner gehört St. Kitts und Nevis zu den kleinsten Staaten der Welt. Das aus zwei Inseln bestehende Land wurde erst 1983 von Großbritannien unabhängig. Staatsoberhaupt ist noch immer Königin Elisabeth II. Seit dem Niedergang der Zuckerindustrie ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftssektor. Andere Branchen schaffen kaum Arbeitsplätze.


Waldbrandbekämpfung in Tschechien dauert nach zwei Wochen noch an

HRENSKO: Zwei Wochen nach dem Ausbruch ist der Waldbrand im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz an der Grenze zu Sachsen noch nicht endgültig gelöscht. Weiterhin sind rund 1000 Feuerwehrleute aus dem ganzen Land vor Ort, wie ein Sprecher am Samstag mitteilte. Schwierigkeiten bereitet den Einsatzkräften demnach der Wind, der immer wieder versteckte Glutnester entfacht. Insgesamt seien bisher rund 100 Einsatzkräfte verletzt worden - die meisten davon nur leicht.

Das Einsatzgebiet der Feuerwehr umfasst noch rund 400 Hektar. Alles in allem sind auf tschechischer Seite mehr als 1000 Hektar Wald verbrannt. Als problematisch erweist sich unter anderem das schwer zugängliche Gebiet rund um das Prebischtor. Das Felsentor aus Sandstein gilt als Wahrzeichen des Nationalparks nahe der Elbe, der unmittelbar an die Sächsische Schweiz grenzt.

Als wichtige Unterstützung trafen inzwischen wieder zwei große Löschflugzeuge des Typs Canadair CL-415 aus Italien ein, die jeweils mehr als 6000 Liter Wasser aufnehmen können. Die Hilfe erfolgt im Rahmen des «rescEU» genannten Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union. Die Flugzeuge hatten vorübergehend nach Italien zurückkehren müssen, nachdem sich dort die Waldbrandlage zugespitzt hatte.


Acht Tote bei Angriff auf illegale Bar

CELAYA: Bei einem Überfall auf eine illegale Bar in Mexiko sind mindestens acht Menschen getötet worden. Fünf weitere wurden verletzt, als bewaffnete Angreifer in der Kneipe in Celaya im Bundesstaat Guanajuato in Zentralmexiko das Feuer eröffneten, wie die Zeitung «Milenio» am Samstag unter Berufung auf die örtlichen Sicherheitskräfte berichtete. Die Polizei leitete eine Fahndung nach den Tätern ein, die nach Angaben von Augenzeugen mit Autos und Motorrädern flüchteten.

Mexiko leidet seit Jahren unter einer Welle der Gewalt. Im vergangenen Jahr wurden in dem lateinamerikanischen Land im Schnitt fast 100 Tötungsdelikte pro Tag registriert. Rund 100.000 Menschen gelten zudem als verschwunden. Für den Großteil der Gewalttaten sind kriminelle Banden verantwortlich. Die meisten Taten werden nie aufgeklärt.


Abermals Tote bei Anschlag in Schiitenviertel von Kabul

KABUL: In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einer Bombenexplosion in einem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadtviertel mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 Zivilisten seien verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Krankenhausvertreter mit. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag in dem Viertel Pul-e-Sukhta, und die Taliban-Regierung gab keine Stellungnahme ab.

Am Freitag hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu einem Bombenanschlag im selben Stadtviertel mit mindestes acht toten Zivilisten und zahlreichen Verwundeten bekannt. Die IS-Kämpfer sind Sunniten und hegen einen tödlichen Hass gegen alle Schiiten. Das Schiitentum ist nach den Sunniten die zweitgrößte religiöse Strömung innerhalb des Islams.

In Afghanistan sind die Schiiten eine Minderheit. Sie bereiten sich derzeit auf den Aschura-Tag vor, bei dem an den Märtyrertod des Imams Hussein, eines Enkels des Propheten Mohammed, erinnert wird. Der IS tritt in Afghanistan seit 2015 mit Anschlägen in Erscheinung und kämpft auch gegen die regierenden Taliban, bei denen es sich ebenfalls um Sunniten handelt.


Palästinenser: Fünf Kinder bei Angriff im Gazastreifen getötet

TEL AVIV/GAZA: Bei einem Angriff im Norden des Gazastreifens sind palästinensischen Berichten zufolge fünf Kinder und ein Erwachsener getötet worden. Örtlichen Quellen zufolge sollen sie bei einem israelischen Luftangriff im Flüchtlingslager Dschabalia nahe einer Moschee ums Leben gekommen sein. Israels Militär wies dies jedoch zurück. «Basierend auf Militärdaten scheint es, dass das Ereignis auf eine fehlgeleitete Rakete des Islamischen Dschihads zurückgeht», teilte das Militär mit. Die Streitkräfte hätten zum Zeitpunkt des Ereignisses keine Aktivitäten in Dschabalia durchgeführt.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministerium ist die Zahl der Toten seit dem Beginn der Angriffe am Freitag auf 24 gestiegen, darunter sind insgesamt sechs Kinder und zwei Frauen.

Das israelische Militär bombardiert bei einer Militäroperation gegen die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad seit Freitag Ziele im Gazastreifen. Zuvor soll es Drohungen über einen Angriff auf israelische Zivilisten gegeben haben. Bei den Angriffen wurde unter anderem der Dschihad-Militärchef Taisir al-Dschabari getötet, der dem israelischem Militär zufolge auch für Raketenangriffe aus dem Gazastreifen verantwortlich war. Aus Gaza wurden seit Freitag mehrere Hundert Raketen auf Israel abgefeuert, die auf offenem Gelände nieder gingen oder vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen wurden.


Heftige Unwetter und Murenabgänge in Südtirol und Trentino

BOZEN: Heftige Unwetter und Murenabgänge haben Südtirol und das Trentino heimgesucht. Die Feuerwehren in den norditalienischen Urlaubsregionen waren zu Beginn des Wochenendes im Dauereinsatz. 211 Personen, darunter Urlauber und Einheimische, mussten allein im Fassatal in den Dolomiten die Nacht auf Samstag in einer Turnhalle verbringen.

Häuser und Hotels waren teilweise von Schlammlawinen betroffen. Bei dem Wolkenbruch wurden innerhalb einer Stunde Niederschläge von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter gemessen. Verletzte gab es ersten Erkenntnissen zufolge keine.

In Südtirol zählte die Feuerwehr am Freitagabend mehr als 200 Einsätze mit rund 1000 Feuerwehrleuten. Vor allem der Osten des Landes in der Gegend der Dolomiten war betroffen. In St. Martin in Thurn mussten 50 Menschen in einer Turnhalle übernachten.

In der Gemeinde Olang wurde das Auto italienischer Urlauber von einer Schlammlawine getroffen, das Dach einer ebenfalls erfassten Mühle krachte auf den Wagen. Ein Paar aus Mailand konnte sich gerade noch aus dem Auto retten, wie das Nachrichtenportal «stol.it» berichtete. Auf Videoaufnahmen im Internet war zu sehen, wie Bäche über die Ufer traten und Bäume sowie Teile der Straße mit sich rissen.


Kampf um Johnson-Nachfolge: Truss-Kritik an Sunaks Wirtschaftspolitik

LONDON: Im Ringen um die Nachfolge des scheidenden britischen Premierministers Boris Johnson hat Außenministerin Liz Truss die Wirtschaftspolitik ihres Rivalen Rishi Sunak aufs Korn genommen. Bei einem Wahlkampfauftritt in den West Midlands machte sie Sunaks Arbeit als früherer Finanzminister für die erwartete Rezession verantwortlich. Der Abschwung müsse vermieden werden, indem man dafür sorge, dass die Wirtschaft wettbewerbsfähig sei, Unternehmen zum Wachstum ermutigt und die Steuern niedrig gehalten würden, sagte Truss nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Samstag vor Reportern.

«Die höchsten Steuern sagt 70 Jahren zu haben, wird dieses Wachstum nicht liefern und unser Land in eine Rezession führen», sagte sie demnach. Sunak warnte derweil in Eastbourne davor, dass es «keine Hoffnung» für seine Partei bei der nächsten Wahl gebe, sollte die Inflation nicht schnell unter Kontrolle kommen. Er will dem Kampf gegen die stark gestiegenen Preise Vorrang geben, während Truss sich wiederholt für Steuersenkungen ausgesprochen hat.

Im internen Auswahlprozess der konservatives Tory-Partei sind Truss und Sunak die einzigen verbliebenen Kandidaten auf die Johnson-Nachfolge. Truss gilt Umfragen zufolge als klare Favoritin. Die Entscheidung dazu fällt im September.


Mehrere Tote bei Unwettern

COLOMBO: Bei schweren Regenfällen im Krisenland Sri Lanka sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden des Landes am Samstag mitteilten, kam es infolge der starken Niederschläge stellenweise zu Überflutungen und Erdrutschen. Drei Menschen galten zunächst als vermisst.

Der etwa 22 Millionen Einwohner zählende Inselstaat südlich von Indien erlebt derzeit die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Rund sechs Millionen Menschen sind nach jüngsten Angaben des UN-Welternährungsprogramm (WFP) von Ernährungsunsicherheit bedroht und benötigen Hilfe.


UN-Welternährungsprogramm besorgt über Lebensmittelkrise

COLOMBO: Das UN-Welternährungsprogramm ist besorgt über die Folgen der Wirtschaftskrise in Sri Lanka für die Versorgung der Ärmsten mit Lebensmitteln. Fast 6,3 Millionen Menschen - oder drei von zehn Haushalten - seien von Ernährungsunsicherheit bedroht und benötigten Hilfe, teilte das Welternährungsprogramm (WFP) in einer Dankeserklärung für einen Hilfsbeitrag aus Norwegen über umgerechnet etwa 500.000 Dollar mit. Jüngste Umfragen des WFP zeigten, dass 61 Prozent der Familien angesichts der akuten Notlage entweder weniger essen oder auch weniger nahrhafte Lebensmittel zu sich nehmen beziehungsweise sogar Mahlzeiten ganz auslassen, hieß es.

Mit einem Nothilfeprogramm wolle man 3,4 Millionen Menschen in Sri Lanka helfen, die am stärksten von Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung bedroht seien, hieß es weiter. Der etwa 22 Millionen Einwohner zählende Inselstaat südlich von Indien steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Zuletzt fehlte es dem mit 51 Milliarden Dollar im Ausland verschuldeten Land an Geld, um lebenswichtige Güter wie Treibstoff, Medikamente sowie Gas zum Kochen zu importieren. Die Lebensmittelpreise sind stark gestiegen, die Inflation liegt nach amtlichen Angaben bereits bei mehr als 60 Prozent.

«Wir sind zutiefst besorgt über die Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Krise auf die Menschen in Sri Lanka», wurde der norwegische Botschafter zitiert. Die Nahrungsmittelknappheit und die steigenden Preise wirkten sich insbesondere negativ auf Kinder und Frauen in dem Inselstaat aus.


Geschwächter Belugawal in der Seine

PARIS: Ein geschwächter Belugawal ist in der Seine - rund 70 Kilometer entfernt von Paris - unterwegs.

Die Behörden seien mehrere Tagen im Einsatz gewesen, um das Tier zu lokalisieren, schrieb die Präfektur de l'Eure am Samstag auf Twitter. Der Wal steckt nach Informationen des Nachrichtensenders Franceinfo in einer Schleuse fest. Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein großer Wal in den französischen Fluss verirrt hat: Im Mai verhungerte ein Orca nach wochenlanger Odyssee in der Seine, im Juli wurde mutmaßlich ein Finnwal in der Flussmündung bei Le Havre gesichtet.


Unwetter im Salzburger Land - 230 Menschen saßen in Berghütten fest

ZELL AM SEE: Wegen Schlammlawinen und Überflutungen im Salzburger Land haben rund 230 Menschen vorübergehend in Berghütten und Gasthäusern festgesessen. Bei Räumungsarbeiten wurden am Samstag die Verbindungswege zu fast allen dieser Gebäude in der Region Oberpinzgau provisorisch wieder hergestellt, hieß es von der Landesverwaltung in Salzburg.

Aus einer Hütte im Hollersbachtal würden neun Personen mit einem Hubschrauber ausgeflogen. Bei den Unwettern am Freitagnachmittag wurden keine Menschen verletzt, sagte ein Sprecher. Die Eingeschlossenen seien nicht in Gefahr gewesen.

Auch in den Bundesländern Tirol und Kärnten traten Bäche über die Ufer, es wurden Straßen überschwemmt und Gebäude beschädigt. Für Samstagabend kündigten Meteorologen erneut Regen und Gewitter in den schon am Freitag betroffenen Gebieten an.


Taiwans Militär: China «simuliert» Angriff auf Insel

TAIPEH: Bei den Manövern um Taiwan hat die chinesische Volksbefreiungsarmee am Samstag nach Einschätzung des taiwanischen Militärs einen Angriff auf die Insel «simuliert». Wie das Verteidigungsministerium in Taipeh berichtete, operierten zahlreiche Militärflugzeuge und Kriegsschiffe am Morgen in der Nähe Taiwans. Einige von ihnen hätten die inoffizielle, aber meist von beiden Seiten respektierte Mittellinie in der Meerenge der Taiwanstraße überquert, die das Festland und die Insel trennt.

Als Reaktion habe Taiwans Militär Flugzeuge geschickt, Warnungen über Funk geschickt und Raketenabwehrsysteme mobilisiert, um die chinesischen Militärmaschinen zu verfolgen. China hatte die Manöver rund um die demokratische Inselrepublik als Reaktion auf den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan gestartet. Es war der ranghöchste Besuch aus den USA seit einem Vierteljahrhundert. Peking betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh vehement ab.


Mindestens elf Tote bei Busunglück

ZAGREB: Bei einem schweren Busunfall in Kroatien sind am Samstagmorgen mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. 34 weitere Personen erlitten schwere Verletzungen, berichtete das kroatische Fernsehen unter Berufung auf Polizei und Rettungskräfte. Der Bus war aus Polen gekommen.

Das Unglück ereignete sich auf einer Autobahn 60 Kilometer nordwestlich von Zagreb. Der Bus war von der ungarischen Grenze kommend in Richtung Zagreb unterwegs. Die Ursache war zunächst unbekannt. Die Behörden gingen davon aus, dass der Fahrer hinter dem Steuer eingeschlafen war, hieß es in dem Fernsehbericht.


Gazastreifen: Israels Militär stellt sich auf längeren Einsatz ein

TEL AVIV: Israels Streitkräfte stellen sich nach der Tötung eines militanten Palästinenserführers im Gazastreifen auf einen längeren Einsatz ein. «Das Militär ist auf eine einwöchige operative Tätigkeit vorbereitet, entsprechend der Anweisung der politischen Ebene und des Generalstabschefs», teilte das Militär am Samstag mit. Angriffe auf den Gazastreifen dauerten am Morgen an. Zwei Mitglieder des Islamischen Dschihads seien nach Militärangaben abgeschossen worden. Sie wollten demnach vom Gazastreifen aus Mörser auf israelisches Gebiet abfeuern.

Israels Streitkräfte hatten am Freitag eine großangelegte Militäraktion gegen die extremistische Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) begonnen. Bei Luftangriffen im Gazastreifen wurde Militärchef Taisir al-Dschabari gezielt getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für zahlreiche Angriffe aus dem Gazastreifen. Militante Palästinenser reagierten mit Raketenbeschuss. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Nach palästinensischen Angaben wurden durch die israelischen Angriffe seit Freitag mindestens 11 Menschen getötet. Mehr als 80 Menschen seien verletzt worden.


Raketenangriffe auf Israel dauern an - Festnahmen im Westjordanland

TEL AVIV: Nach der gezielten Tötung eines militanten Palästinenserführers im Gazastreifen haben die Raketenangriffe auf Israel am Samstagmorgen angedauert. In mehreren Städten im Süden des Landes waren Sirenen zu hören, wie das Militär mitteilte. Insgesamt wurden einem Sprecher zufolge seit Freitag mehr als 190 Raketen auf Israel gefeuert. Sie gingen demnach auf offenem Gelände nieder oder wurden vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen. Rund 36 Raketen seien innerhalb des Gazastreifens gelandet. Warnsirenen waren am Abend auch in mehreren Vororten Tel Avivs zu hören.

Israels Streitkräfte hatten am Freitagabend den Militärchef der extremistischen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen, Taisir al-Dschabari, getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für zahlreiche Angriffe aus dem Gazastreifen. Militante Palästinenser reagierten mit Raketenbeschuss. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Die großangelegte Militäroperation Israels dauerte am Samstag an. Im Westjordanland gab es in der Nacht bei Anti-Terror-Razzien 20 Festnahmen, davon standen 19 in Verbindung mit dem Islamischen Dschihad, wie das Militär mitteilte. Im Gazastreifen wurden zudem neben Militärposten zwei Waffenproduktionsstätten sowie sechs Raketenabschussanlagen angegriffen. Nach palästinensischen Angaben starben seit Freitag mindestens elf Menschen, darunter neben Al-Dschabari ein fünfjähriges Kind und weitere PIJ-Mitglieder. Mehr als 80 Menschen seien verletzt worden.

2019 hatte Israel bereits den Vorgänger von Al-Dschabari, Baha Abu al-Ata, gezielt getötet. Darauf folgten damals massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte und Gegenangriffe der israelischen Luftwaffe in dem Küstenstreifen. Nach einigen Tagen konnte mit Hilfe von Unterhändlern Ägyptens und der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart werden.


Parlament in Indiana beschließt fast vollständiges Abtreibungsverbot

WASHINGTON: Das Parlament im US-Bundesstaat Indiana hat ein fast vollständiges Abtreibungsverbot beschlossen. Indiana ist damit der erste Bundesstaat, in dem nach dem Grundsatzurteil des Supreme Courts zur Abtreibung ein neues Gesetz mit schärferen Regeln verabschiedet wurde. Es erlaubt Abtreibungen nur noch in Ausnahmefällen: nach Vergewaltigungen, in Fällen von Inzest, wenn der Fötus nicht lebensfähig ist oder ein schweres Gesundheitsrisiko für die Mutter besteht.

Der von der republikanischen Partei dominierte Senat stimmte am Freitagabend (Ortszeit) mit 28 zu 19 Stimmen für das Gesetz. Anschließend wurde es vom republikanischen Gouverneur Eric Holscomb unterzeichnet. Der teilte in einer Stellungnahme mit, es sei sorgfältig abgewogen worden, welche Ausnahmen gelten sollten. Diese würden die «unvorstellbaren Umstände, mit denen eine Frau oder ein ungeborenes Kind konfrontiert werden kann, berücksichtigen». Das Gesetz soll am 15. September in Kraft treten.

Ende Juni hatte der Oberste Gerichtshof der USA ein Grundsatzurteil gekippt, welches bis dahin fast 50 Jahre lang das Recht auf Abtreibung in der US-Verfassung sicherte. Da dieses Recht nun nicht mehr per Bundesgesetz geschützt ist, können die Bundesstaaten nun weitreichende Einschränkungen und Verbote erlassen. Vor allem republikanische Bundesstaaten haben bereits restriktive Abtreibungsgesetze in Kraft gesetzt. Die Folge des Urteils des Supreme Court ist auch ein Flickenteppich an Regelungen.


Unfall bei Flucht: Täter stirbt nach Bluttat in Kindergarten

PEKING: Nach der Bluttat in einem Kindergarten in Südostchina mit vier Toten ist der Täter nach Polizeiangaben seinen Verletzungen erlegen, die er auf der Flucht bei einem Unfall erlitten hatte. Wie die Polizei in Anfu in der Provinz Jiangxi laut Staatsfernsehen vom Samstag berichtete, habe der 48-Jährige vor nahenden Polizisten einen Bauzaun überklettert und eine Schnellstraße überquert, wobei ihn ein Auto erfasst habe. Genanalysen hätten bestätigt, dass es sich bei dem 48-Jährigen um den Angreifer gehandelt habe.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann am Mittwoch maskiert in dem Kindergarten in Anfu mehrere Kinder und Lehrer attackiert. Nach Schilderungen von Angehörigen war er mit einem Messer bewaffnet. Die Zahl der Toten stieg von anfänglich drei auf vier, nachdem ein weiteres Opfer an seinen Verletzungen gestorben war, wie die Polizei berichtete.

Solche Angriffe auf Kinder sind in China nicht selten. Bei früheren Verbrechen wollten sich Täter wegen empfundener Ungerechtigkeiten an der Gesellschaft rächen und suchten sich dafür die schwächsten Mitglieder aus. An Schulen und Kindergärten in China herrschen deswegen schon lange strenge Sicherheitsmaßnahmen. Wachpersonal steht an den Eingängen. Eltern, Verwandte noch andere Personen werden meist nicht auf das Schul- oder Kindergartengelände gelassen. Sie können ihre Kinder nur am Eingang abgeben und dort wieder abholen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Marco Polo 06.08.22 16:10
Neues aus dem Ausland… Benno Johann Embs
Es passiert viel auf der Welt…. in dem Rahmen möchte ich alle Leser fragen ob Sie einen Benno Johann Embs kennen oder kenne gelernt haben. Seine erwachsene Tochter ist auf der Suche nach ihm. Herr Embs lebt seit langer Zeit in Thailand. Leider hat weder die deutsche Botschaft in Bangkok eine Adresse noch liegt eine Todesanzeige vor. Es wäre sehr nett, wenn jemand eine Info hat ob Herr Embs noch lebt oder leider bereits verstorben ist. Sollte jemand Herrn Benno Embs kennen dann würde die Tochter sich sehr freuen, wenn er sich bei ihr meldet. Es würde bereits helfen eine Info zu erhalten ob er noch lebt oder bereist verstorben ist. Schreibt bitte einfach hierzu einen Kommentar sollte jemand Herrn Embs kennen gelernt haben. Vielen lieben Dank!