Neues aus dem Ausland am Montag

Neues aus dem Ausland am Montag

Rotes Kreuz: Migration aus Südamerika nach Norden stark zugenommen

PANAMA-STADT/GENF: Die Zahl der Migranten, die den gefährlichen Darién-Dschungel in Panama Richtung Norden durchqueren, ist in diesem Jahr dramatisch gestiegen. Von Januar bis August waren es 70.376 Menschen, darunter 13.655 Kinder, wie die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Montag mitteilte - so viele, wie insgesamt in den fünf Jahren zuvor. Die höchste Zahl in einem Jahr sei zuvor 2016 gemessen worden, als rund 30.000 Menschen den sogenannten Tapón del Darién durchquerten.

Dieser ist eine Lücke im panamerikanischen Autobahnsystem an der Grenze zwischen dem mittelamerikanischen Panama und dem südamerikanischen Kolumbien. Es handelt sich nach Angaben der IFRC um eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. Wer sie absolviert habe, sei oft physisch und mental traumatisiert. Die Reise ist nicht nur wegen des teils gebirgigen, teils sumpfartigen Terrains ohne Straßen schwierig, sondern auch wegen der dort aktiven Banden.

Das IFRC will den Migranten verstärkt Schutz und Hilfe bieten. Diese kämen nach Angaben der Behörden Panamas aus rund 40 Ländern - darunter afrikanische und asiatische Staaten. Viele von ihnen seien Haitianer oder Kubaner, zuletzt seien auch mehr Venezolaner gekommen.

Von Panama sind es noch Tausende Kilometer bis zur US-mexikanischen Grenze. Dort stieg die Zahl aufgegriffener Migranten nach illegaler Einreise zuletzt deutlich - nach Angaben der US-Grenzpolizei CBP waren es allein im Juli rund 213.000 Menschen. In den vergangenen Tagen versammelten sich Tausende Migranten, vor allem aus Haiti, unter einer Brücke in der US-Grenzstadt Del Rio. Nach Medienberichten waren viele von ihnen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti von 2010 mit mehr als 200.000 Toten nach Südamerika ausgewandert. Unter anderem wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie wagten sie demnach nun die Reise nach Norden - und durch den Darién-Urwald.


Libanons Parlament spricht neuer Regierung Vertrauen aus

BEIRUT: Das libanesische Parlament hat der neuen Regierung des Krisenlandes sein Vertrauen ausgesprochen. Nach einer stundenlangen Debatte stimmten am Montagabend 85 Abgeordnete für das Kabinett von Ministerpräsident Nadschib Mikati, wie Parlamentschef Nabih Berri erklärte. 15 Parlamentarier votierten gegen die Regierung. Mikati versprach in seiner Rede Maßnahmen, um die Wirtschaft wiederzubeleben. Die Sitzung im Beiruter Unesco-Palast konnte wegen eines Stromausfalls nur mit fast einer Stunde Verspätung beginnen.

Nach einem monatelangen Machtkampf hatten sich Mikati und Staatschef Michel Aoun vor zehn Tagen auf ein neues Kabinett geeinigt. Es steht vor einer schweren Aufgabe. Das Land am Mittelmeer erlebt seit fast zwei Jahren die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seiner Geschichte. Rund drei Viertel der Bevölkerung lebt in Armut. Die libanesische Lira hat mehr als 90 Prozent ihres Wertes verloren. Zudem leidet das Land unter einer schweren Versorgungskrise. Es fehlt unter anderem Treibstoff für Stromproduktion und Fahrzeuge.

Hinzu kommt eine schwere politische Krise. Viele Libanesen haben ihr Vertrauen in die politische Elite völlig verloren. Sie werfen ihr Korruption und Selbstbereicherung vor. Von Mikati erwarten sie keine tiefgreifenden Reformen, weil sie ihn als Teil der alten Elite sehen.

Die Explosionskatastrophe im Hafen der Hauptstadt Beirut vor mehr als einem Jahr hat die Lage weiter verschärft. Damals kamen nach offiziellen Angaben mehr als 190 Menschen ums Leben, rund 6000 wurden verletzt. Die Vorgängerregierung erklärte danach ihren Rücktritt.


Spitzenkandidaten geben bei Neuwahl Stimmen ab

OTTAWA: Bei der vorgezogenen Neuwahl in Kanada haben die Spitzenkandidaten am Montag ihre Stimmen abgegeben. «Ich habe gerade gewählt - und Sie sollten das auch tun», schrieb der amtierende Premierminister Justin Trudeau per Kurznachrichtendienst Twitter und veröffentlichte ein Foto, das ihn mit seinen drei Kindern an der Wahlurne zeigt. Bereits einige Stunden zuvor hatte der konservative Herausforderer Erin O'Toole ein Foto auf Twitter veröffentlicht, das ihn mit seiner Ehefrau beim Wählen zeigt.

Mehr als 25 Millionen Kanadier waren am Montag dazu aufgefordert, ihre Stimmen abzugeben. Landesweit zeichnete sich ein knappes Rennen ab. Letzte Umfragen sahen die Liberalen vorne. Eine absolute Mehrheit dürfte allerdings eher schwer zu erreichen sein, eine Mehrheit für die Konservativen schien auch unwahrscheinlich.

Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht zum Dienstag (MESZ) gerechnet. Da es auch wegen der Coronavirus-Pandemie mehr Briefwähler als normalerweise gibt, könnte sich der Zeitpunkt für aussagekräftige Resultate aber nach hinten verschieben. Trudeau regiert in dem flächenmäßig zweitgrößten Land der Erde mit knapp 38 Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern seit 2015 - seit zwei Jahren steht er nur noch einer Minderheitsregierung vor. Der 49-Jährige hatte die vorgezogene Abstimmung vor wenigen Wochen mit der Hoffnung auf eine absolute Mehrheit ausgerufen, obwohl seine Minderheitsregierung stabil war.


Supreme Court befasst sich mit Recht auf Abtreibung in den USA

WASHINGTON: Das Oberste Gericht der USA wird sich bald mit einem erneuten Versuch befassen, das aktuelle Recht auf Abtreibungen zu kippen. Der Supreme Court setzte am Montag die mündliche Verhandlung zu einem entsprechenden Rechtsstreit aus dem Bundesstaat Mississippi auf die Tagesordnung für den 1. Dezember. In dem Fall wird versucht, die wegweisende Entscheidung des Obersten Gerichts aus dem Jahr 1973 rückgängig zu machen, mit der Abtreibungen landesweit für rechtens erklärt worden waren.

Ein Gesetz in Mississippi, das bisher von Gerichten blockiert wurde, verbietet Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche. Der Bundesstaat verlangt inzwischen auch, die Supreme-Court-Entscheidung im Fall Roe v. Wade aus dem Jahr 1973 generell zurückzunehmen.

Mississippi verschärfte den Kurs, nachdem im vergangenen Jahr kurz vor der Präsidentenwahl die konservative Juristin Amy Coney Barrett ans Oberste Gericht berufen wurde. Mit ihr bekamen die Konservativen eine Mehrheit von sechs zu drei Stimmen im Supreme Court.


Gefängnisstrafen von mehr als 400 Jahren in großem Mafia-Prozess

ROM: In einem großen Mafia-Prozess sind fast vier Dutzend Mitglieder der Casamonica-Familie in Rom zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Strafgericht in der italienischen Hauptstadt sprach die 44 Angeklagten am Montag in erster Instanz unter anderem wegen Drogenhandels, Erpressung und illegalen Waffenbesitzes schuldig. Vor allem aber wertete die Kammer die in Rom seit Jahrzehnten aktive und zum Teil gefürchtete Casamonica-Familie als mafiöse Vereinigung.

Dieses Urteil könnte «ein Wendepunkt im Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Rom sein», schrieb die in der Hauptstadt erscheinende Tageszeitung «La Repubblica» am Montagabend nach dem Richterspruch.

Insgesamt wurden am Ende des zwei Jahre laufenden Prozesses auf die Angeklagten verteilt mehr als 400 Jahre Haft verhängt; die Staatsanwaltschaft hatte zusammengerechnet sogar 630 Jahre gefordert. Mit 30 Jahren Gefängnis erhielt Clan-Chef Domenico Casamonica die höchste Strafe. «Das ist ein historisches Urteil», sagte Nicola Zingaretti, der Präsident der Region Latium laut Agentur Adnkronos.


U-Boot-Streit mit Frankreich: US-Regierung um Beschwichtigung bemüht

WASHINGTON: Die US-Regierung bemüht sich angesichts des schweren diplomatischen Streits mit Frankreich um eine Beschwichtigung der Partner in Paris. US-Präsident Joe Biden habe um ein Telefonat mit dem Präsidenten Emmanuel Macron gebeten, um über das weitere Vorgehen und sein klares Bekenntnis zum Bündnis mit Frankreich zu sprechen, sagte ein hochrangiger Beamter der US-Regierung am Montag in Washington. «Der Präsident möchte seinen Wunsch zum Ausdruck bringen, eng mit Frankreich im Indopazifik und weltweit zusammenzuarbeiten.» Dabei sollten auch konkrete und praktische Schritte für die Kooperation zur Sprache kommen. Die Partnerschaft zwischen den USA und Frankreich habe über Jahrzehnte Sicherheit, Stabilität und Wohlstand auf der Welt gefördert.

Frankreich hatte sich wegen eines geplatzten, milliardenschweren U-Boot-Geschäfts mit Australien empört über die neue Sicherheitspartnerschaft zwischen den USA, Großbritannien und Australien gezeigt. Australien hatte im Zuge eines Dreierpakts den Bau atomgetriebener U-Boote vereinbart und dafür einen 56-Milliarden-Euro-Vertrag mit Frankreich von 2016 aufgekündigt. Die Regierung in Paris beorderte deshalb auf Wunsch von Präsident Macron seine Botschafter aus den USA und Australien zu Beratungen heim.

Der US-Regierungsvertreter sagte mit Blick auf die erboste Reaktion der Franzosen: Man teile nicht die Sicht aus Paris dazu, wie sich alles entwickelt habe, «aber wir verstehen ihre Position». Das Telefonat von Biden und Macron sei eine wichtige Gelegenheit, sich persönlich auszutauschen. Die US-Regierung sei überzeugt, dass beide Länder einen produktiven Weg vorwärts finden würden.

Ein Termin für das Telefonat von Biden und Macron sei noch nicht vereinbart, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Auf die Frage, ob der US-Präsident seinem französischen Kollegen irgendetwas anbieten werde, um den wirtschaftlichen Schaden des geplatzten Deals zu mildern, sagte Psaki: «Mir ist kein Plan bekannt, irgendetwas anzubieten.» Fokus des geplanten Gespräches sei das feste Bekenntnis zum Bündnis und der Zusammenarbeit beider Staaten.


Nach Parlamentswahl : Hunderte bei Protest in Moskau

MOSKAU: Nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl in Russland ist es in Moskau zu Protesten gekommen. Am Puschinkplatz im Zentrum der Hauptstadt versammelten sich am Montagabend schätzungsweise 300 Menschen friedlich und forderten den Rücktritt von Staatschef Wladimir Putin, wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete. Sie folgten demnach einem Aufruf der Kommunisten, die sich bei der Abstimmung zur neuen Staatsduma massiv um Stimmen gebracht sehen und deshalb zu Kundgebungen aufgerufen hatten.

In Videos, die im Nachrichtenkanal Telegram verbreitet wurden, war eine riesige Menschenmenge zu sehen - trotz schlechten Wetters. Die Menge skandierte etwa «Russland ohne Putin» und «Wir werden nicht vergeben». Zunächst gab es keine Angaben über Festnahmen. Die Moskauer Stadtverwaltung lehnt Straßenproteste wegen der Corona-Pandemie kategorisch ab.

Nach Auszählung von fast allen Stimmen lag die Kremlpartei Geeintes Russland der Wahlkommission zufolge bei 49,8 Prozent. Die Kommunisten landeten demnach bei 18,9 Prozent. Bei der letzten Wahl vor fünf Jahren waren sie auf 13,35 Prozent gekommen.


Gesuchter Deutscher auf Mallorca festgenommen

PALMA: Ein Deutscher ist auf der beliebten Ferieninsel aufgrund eines von der Hamburger Justiz ausgestellten internationalen Haftbefehls festgenommen worden.

Der Gesuchte habe sich in einem Landhaus in Sóller versteckt und sei festgenommen worden, als er die Insel auf dem Seeweg verlassen wollte, wie die «Mallorca Zeitung» am Montag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Dem 50-Jährigen werde in Deutschland Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie Waffen- und Drogenschmuggel vorgeworfen. Ihm drohten deshalb bis zu 15 Jahre Haft. Bei seiner Festnahme am Samstag habe er 4000 Euro in bar, drei Handys und einen tragbaren Router dabeigehabt.


Krebs-Lüge: Delegierter in Chiles Verfassungskonvent tritt zurück

SANTIAGO DE CHILE: Nach dem Skandal um eine erfundene Krebserkrankung hat ein prominenter Delegierter der Verfassungsgebenden Versammlung in Chile seinen Posten geräumt. «Ich werde nicht mehr teilnehmen und nicht mehr abstimmen», sagte Rodrigo Rojas Vade in einem am Montag veröffentlichten Video. Er habe große Fehler gemacht, aber kein Verbrechen begangen. Der frühere Vizepräsident des Verfassungskonvents war einer der Anführer der Proteste gegen die Regierung Ende 2019. Er hatte immer wieder behauptet, an Leukämie erkrankt und von den Behandlungskosten in den Ruin getrieben worden zu sein. Vor Kurzem räumte er schließlich ein, nicht an Blutkrebs erkrankt zu sein.

Nach Angaben seines Anwalts war Rojas Vade 2013 an Syphilis erkrankt. Aus Scham habe er allerdings behauptet, er leide an Krebs. Kritiker werfen ihm allerdings vor, seine Wahlkampagne zum Verfassungskonvent wesentlich auf seine angebliche Krebsdiagnose und seinen Kampf für eine Gesundheitsreform gestützt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Meineid gegen Rojas Vade.

Derzeit arbeiten die Delegierten in Chile eine neue Verfassung aus. Der aktuelle Text stammt noch aus der Zeit der Militärdiktatur von General Augusto Pinochet (1973-1990). Eine neue Verfassung gehörte zu den Hauptanliegen der Demonstranten, die Ende 2019 zu Tausenden auf die Straße gingen, um einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftssystem zu fordern. Mehr als 30 Menschen kamen bei den Protesten ums Leben, der Polizei wurde exzessive Gewaltanwendung vorgeworfen.


Johnson: Klimakonferenz ist «Wendepunkt für die Welt»

NEW YORK: Wenige Wochen vor der Klimakonferenz in Glasgow hat der britische Premier Boris Johnson die historische Wichtigkeit des Treffens betont. «Ich denke, Glasgow - Cop26 - ist ein Wendepunkt für die Welt und der Moment, in dem wir erwachsen werden und Verantwortung übernehmen müssen», sagte Johnson am Montag nach einem Vorbereitungsgespräch mit einer Reihe von Staats- und Regierungschefs in New York. Die Industrieländer trügen dabei die größte Verantwortung, den Kampf gegen die Klimakrise zu verstärken. Bei der teilweise virtuellen Veranstaltung war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugeschaltet.

Die Klimakonferenz Anfang November in Schottland droht zu scheitern. Die Vereinten Nationen hatten zuletzt gesagt, die Welt befinde sich bezüglich der Erderwärmung auf einem katastrophalen Weg. Einem UN-Bericht zufolge ist derzeitig eine Erwärmung um 2,7 Grad bis 2100 absehbar - das Klimaabkommen von Paris sieht aber vor, den Anstieg möglichst auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Klima-Anstrengungen verdoppelt werden.

Schon jetzt hat sich die Erde im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,2 Grad erhitzt. Die Folgen der Klimakrise sind bereits weltweit spürbar - dazu gehören etwa ein Anstieg der Meeresspiegel, ein höheres Risiko von Dürren, Hitzewellen, schweren Stürmen und Überschwemmungen, aber auch das Abschmelzen von Gletschern und der Eisflächen an den Polen oder das Absterben von Korallenriffen. Zuletzt hatte unter anderem Extremwetter in den USA weltweit für Aufsehen gesorgt. Die Weltklimakonferenz in Glasgow im November gilt als wichtiger Meilenstein.


Prozess gegen Kölner Sängerin - Haftstrafe gefordert

ISTANBUL: Im Prozess gegen die Kölner Sängerin Hozan Cane hat die türkische Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen Unterstützung eine terroristischen Organisation gefordert. Cane drohe damit eine Gefängnisstrafe von fünf bis zehn Jahren, sagte die Anwältin Newroz Akalan der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Cane konnte die Türkei vor einigen Monaten verlassen und ist nun wieder in Deutschland. Die nächste Verhandlung soll am 18. Oktober stattfinden. Die Anwältin erwartet ein Urteil.

Cane wurde in der Anklageschrift ursprünglich Mitgliedschaft in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen, die in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation gilt. Bereits im November 2018 war die Sängerin für den Vorwurf zu mehr als sechs Jahren Haft verurteilt worden. Ein Berufungsgericht hob das Urteil jedoch auf und der Fall wurde neu aufgerollt. Die Anklage stützt sich unter anderem auf Inhalte von Facebook- und Twitter-Profilen.

Hozan Cane war kurz vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Juni 2018 in Edirne festgenommen worden und saß mehr als zwei Jahre im Gefängnis. Danach galt für sie eine Ausreisesperre. Cane hat kurdische Wurzeln und besitzt nur die deutsche Staatsbürgerschaft. Ihre Tochter Gönül Örs war Ende Juni in der Türkei wegen Terrorvorwürfen zu mehr als zehn Jahren Haft verurteilt worden. Auch sie konnte das Land mittlerweile verlassen und ist wieder zurück in Köln.


Klimaschutz-Proteste auf Londoner Ringautobahn - Dutzende Festnahmen

LONDON: Die Londoner Ringautobahn M25 ist am Montag erneut zum Ziel von Klimaschutzaktivisten geworden. Wie die Polizei in der Grafschaft Hertfordshire nordwestlich von London mitteilte, wurden fast 30 Menschen am Montag festgenommen, nachdem sie sich an mehreren Ausfahrten am Asphalt festgeklebt und blaue Farbe auf die Fahrbahn geschüttet hatten. Auch an der Themseüberquerung in Dartford östlich der britischen Hauptstadt gab es ein Dutzend Festnahmen, als Aktivisten versuchten, die Fahrbahn zu blockieren.

Hinter den Sitzblockaden, die in der vergangenen Woche mehrmals für Staus und Verzögerungen auf Großbritanniens befahrenster Autobahn gesorgt hatten, steckt die Gruppe Insulate Britain. Die Aktivisten machen sich für eine flächendeckende Wärmeisolierung von Häusern in Großbritannien stark. Ein Sprecher kündigte an, die Proteste würden fortgesetzt, bis sich die Regierung den Forderungen der Gruppe beuge.

Verkehrsminister Grant Shapps rief die Demonstranten hingegen auf, die Proteste einzustellen. Die Aktionen seien vollkommen kontraproduktiv, «weil sie die Abgase produzieren, die sie eigentlich verhindern wollen, indem sie die Autos zum Stillstand bringen», sagte Shapps am Montag. Der konservative Politiker schloss auch eine härtere Gangart der Polizei nicht aus, um die Proteste zu beenden.


Frau bei Angriff in norwegischer Arbeitsagentur getötet

OSLO: Bei einem Messerangriff in den Räumlichkeiten der Arbeitsagentur in Norwegen ist eine Behördenmitarbeiterin getötet worden.

Sie sei Ende 50 und ihren bei der Tat erlittenen Verletzungen im Krankenhaus erlegen, teilte die Polizei der Nachrichtenagentur NTB zufolge am Montag im westnorwegischen Bergen mit. Eine weitere Angestellte Mitte 30 wurde demnach leichter verletzt. Ein Mann wurde wenige Minuten nach dem Angriff am Vormittag gefasst. Hintergründe der Tat, die bei einem Gesprächstermin in einem Büro verübt worden sein soll, blieben zunächst unklar. Ein Polizeisprecher und die Arbeitsverwaltungsbehörde NAV sprachen von einem tragischen Vorfall.


Fünf Tote bei Wohnungsräumung

ALMATY: Bei der Räumung seiner Wohnung soll ein Mann in Kasachstan in Zentralasien fünf Menschen erschossen haben. Bei dem Vorfall am Montag in der Stadt Almaty seien auch zwei Polizisten getötet worden, teilten die Behörden der Staatsagentur Kazinform zufolge mit.

Der 1967 geborene Tatverdächtige habe aggressiv reagiert, als ein per Gericht angeordneter Räumungsbeschluss vollstreckt werden sollte, hieß es. Der Mann habe dann auf einen Gerichtsvollzieher, die Polizisten und Mitarbeiter vom Rettungsdienst geschossen. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen.


Autovermieter Sixt erwartet 2021 deutlich mehr Gewinn

PULLACH: Der Autovermieter Sixt wird dank eines überraschend guten Feriengeschäfts in Europa und den USA deutlich optimistischer.

Der operative Konzernumsatz dürfte im laufenden Jahr 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro erreichen, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Montag in Pullach mit. Bisher hatte der Vorstand 1,95 bis 2,1 Milliarden Euro erwartet. Der Gewinn vor Steuern soll mit 300 bis 330 Millionen Euro die bisherige Prognose von 190 bis 220 Millionen deutlich übertreffen. Der Kurs der Sixt-Aktie drehte nach den Nachrichten in die Gewinnzone.


EU unterstützt weltweit Menschenrechtsprojekte mit Millionensumme

BRÜSSEL: Die Europäische Union will mit 119,5 Millionen Euro Menschenrechtsprojekte in der ganzen Welt unterstützen. Die EU werde dem Demokratieabbau, der Zunahme von Menschenrechtsverletzungen, Ungleichheit, Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung nicht untätig zusehen, teilte die Europäische Kommission am Montag mit.

Rund 100 Millionen Euro sollen an zivilgesellschaftliche Organisationen, Demokratieaktivisten und Menschenrechtler in 116 Ländern gehen. Daneben soll unter anderem das Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte mit 4,8 Millionen Euro und der Global Campus of Human Rights, ein Netzwerk von einhundert Universitäten, 4,9 Millionen Unterstützung bekommen.

Insgesamt sollen Kommissionsangaben zufolge im Rahmen der europäischen Entwicklungszusammenarbeit zwischen 2021 und 2027 finanzielle Mittel in Höhe von 1,562 Milliarden Euro für Menschenrechte und Demokratie bereitgestellt werden.


Tote Migranten: Polen wirft Minsk «organisierte Aktion» vor

WARSCHAU: Nach dem Fund von vier toten Migranten im polnisch-belarussischen Grenzgebiet hat die Regierung in Warschau Minsk für den Flüchtlingszustrom verantwortlich gemacht. Man habe es mit einem «organisierten Sturmangriff» auf die polnische Grenze zu tun, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki der Agentur PAP zufolge am Montag. Man werde sich nicht beugen und sich nicht erpressen lassen. Der Politiker der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) ordnete die Entsendung von 500 Soldaten und zusätzlicher Ausrüstung an die Ostgrenze seines Landes an, die zugleich EU-Außengrenze ist.

Die drei Menschen, die am Sonntag tot auf polnischem Territorium gefunden wurden, starben demnach an Unterkühlung und Erschöpfung. Ihre Identität sei nicht geklärt, man werde aber alles dafür tun, dass sie nicht anonym bleiben müssten, versprach Morawiecki. Acht Flüchtlinge, die sich in einem Sumpfgebiet verirrt hatten, hätten indes lebend gerettet werden können. Eine tote Frau sei auf belarussischer Seite der Grenze entdeckt worden.

Der Oppositionsabgeordnete Franciszek Sterczewski übte scharfe Kritik am Vorgehen der nationalkonservativen Regierung. «Es ist der polnische Grenzschutz, der diese Leute zurück an die Grenze und in den Wald schickt, damit sie so enden», schrieb der 33-Jährige bei Twitter. Polen hatte in der Grenzregion zu Belarus (Weißrussland) vor Kurzem den Ausnahmezustand verhängt. Journalisten und Hilfsorganisationen erhalten keinen Zutritt.


Mann auf den Hintern geklapst: Zwei Frauen in England vor Gericht

PORTSMOUTH: Weil sie angeblich einem Mann einen Klaps auf den Hintern gegeben haben, müssen sich zwei junge Frauen in der englischen Stadt Portsmouth wegen sexueller Belästigung und Beteiligung an einem Tumult verantworten. Die 19 und 20 Jahre alten Angeklagten erschienen am Montag erstmals vor Gericht, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete.

Der Vorfall soll sich in einem beliebten Ausgehviertel in der südenglischen Hafenstadt abgespielt haben. Beide plädierten auf nicht schuldig. Der Klaps auf den Po soll Auslöser einer größeren Auseinandersetzung gewesen sein, nachdem eine weitere Frau die mutmaßlichen Täterinnen zur Rede stellte. Der Prozessbeginn wurde auf den 7. März 2022 festgesetzt.


Zehnjährige als Drogendealer: Mafia-Bande in Sizilien hochgenommen

CATANIA: In Sizilien ist eine Mafia-Bande, die Kinder im Alter von rund zehn Jahren als Drogendealer eingesetzt hatte, aufgeflogen.

Die Carabinieri nahmen am Montagmorgen in der Stadt Catania 20 Leute fest, wie italienische Medien berichteten. Auf Überwachungsvideos war etwa zu sehen, wie ein Junge von Drogenkäufern auf der Straße Geld entgegennahm und daraufhin mit dem Finger auf die Stelle am Boden zeigte, wo das Rauschgift versteckt war. Unter den Verhafteten waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa auch prominentere Mitglieder eines Mafia-Clans der Cosa Nostra sowie Frauen - etwa die 67 Jahre alte Schwester eines Mafiabosses aus der Stadt am Fuße des Ätna.


Erste Wahllokale offen - knappes Rennen erwartet

OTTAWA: Bei den Neuwahlen in Kanada haben die ersten Wahllokale geöffnet. Am Morgen konnten in Neufundland im Osten des riesigen Landes die ersten von über 25 Millionen Kanadiern ihre Stimme abgeben. Landesweit zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen dem liberalen Amtsinhaber Justin Trudeau und seinem konservativen Herausforderer Erin O'Toole ab. Letzte Umfragen sahen die Liberalen vorne. Eine absolute Mehrheit dürfte allerdings eher schwer zu erreichen sein, eine Mehrheit für die Konservativen scheint auch unwahrscheinlich.

Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht zum Dienstag (MESZ) gerechnet. Da es mehr Briefwähler als normalerweise gibt, könnte sich der Zeitpunkt für aussagekräftige Resultate aber nach hinten verschieben. Trudeau regiert in dem flächenmäßig zweitgrößten Land der Erde mit knapp 38 Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern seit 2015 - seit zwei Jahren steht er nur noch einer Minderheitsregierung vor.

Der 49-Jährige hatte die vorgezogene Abstimmung vor wenigen Wochen mit der Hoffnung auf eine absolute Mehrheit ausgerufen, obwohl seine Minderheitsregierung stabil war. Trotz der engen Umfragen scheinen die Liberalen erneut bessere Chancen zu haben, was auch am Wahlsystem liegt: Die Mandate in den 338 Wahlbezirken werden nach dem Prinzip der absoluten Mehrheit verteilt. Das kommt traditionell eher den Liberalen entgegen. Entscheidend sind lediglich einige Dutzend umkämpfte Bezirke - ein wenig vergleichbar mit den «Swing States» in den USA.


EU kritisiert Ablauf russischer Parlamentswahlen

BRÜSSEL: Die EU hat den Ablauf der von Manipulationsvorwürfen begleiteten Parlamentswahl in Russland scharf kritisiert. «Diese Wahlen haben in einer Atmosphäre der Einschüchterung kritischer und unabhängiger Stimmen stattgefunden», sagte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Montag in Brüssel.

Bei der Parlamentswahl in Russland hat die Kremlpartei Geeintes Russland einen haushohen Sieg errungen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bewertete die Abstimmung am Montag als «frei und fair», wie er der Agentur Interfax sagte.

Der EU-Sprecher bedauerte, dass es aufgrund der Einschränkungen Russlands keine Wahlbeobachter-Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gegeben habe. Man habe jedoch unabhängige und seriöse Berichte über ernsthafte Verstöße während der Wahl zur Kenntnis genommen. Im Vorfeld sei zudem verstärkt gegen Oppositionspolitiker, Medien, Journalisten und zivilgesellschaftliche Organisationen vorgegangen worden. All dies habe zum Ziel gehabt, die kritische Opposition zum Schweigen zu bringen und einen echten Wettbewerb unmöglich zu machen.

Außerdem machte der Sprecher deutlich, dass man «die Wahlen auf der illegal annektierten Krim» nicht anerkennen werde. Auf Nachfrage, ob dies auch grundsätzlich für die Wahl in Russland gelte, verwies er darauf, dass es Angelegenheit einzelner EU-Staaten sei, Wahlergebnisse anzuerkennen. Die EU-Außenminister dürften am Rande der UN-Generalversammlung in New York jedoch über die Wahlen beraten. Zudem werde EU-Chefdiplomat Borrell dort den russischen Außenminister Sergej Lawrow treffen.


Umweltschützer kritisieren Treibstoff-Subvention für EU-Fischer

BRÜSSEL: Die Umweltschutz-Kampagne Our Fish kritisiert Steuerbefreiungen für Kraftstoff in der Fischerei in der EU. Durch diese Subventionen für Treibstoff kommen in der Union laut einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Organisation jährliche Beträge zwischen 759 Millionen und 1,5 Milliarden Euro zusammen. Dadurch werde auch der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen mitfinanziert. «Diese Steuererleichterungen der EU verschlimmern nicht nur die Überfischung und gefährden die Gesundheit der Meere», teilte Rebecca Hubbard, Programmdirektorin von Our Fish, mit. Diese Steuerpolitik heize auch den Klimawandel an, dessen Auswirkungen Kleinfischer weiter benachteiligten.

Auf Ebene der Welthandelsorganisation (WTO) wird über ein Verbot solcher Subventionen diskutiert, eine Einigung gibt es aber seit Jahren nicht. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte am Montag, dass derzeit daran gearbeitet werde, dass Treibstoffe in der Fischerei in der EU künftig besteuert werden könnten.

Die Überfischung der Meere ist ein seit Jahren bekanntes Problem. Ein Drittel der Arten sind bereits überfischt, es werden also bei diesen Arten mehr Fische gefangen als nachwachsen. Milliarden Menschen aus ärmeren Ländern weltweit sind - im Gegensatz zu zahlreichen Menschen in reichen Ländern - auf Fisch als wichtige Proteinquelle angewiesen. Ein entscheidender Grund für die Überfischung sind wachsende kommerzielle Fischfangflotten, die teils Tausende Kilometer von heimischen Küsten entfernt unterwegs sind.


Opferzahl nach Amoklauf korrigiert - Täter im Krankenhaus

PERM: Nach dem Amoklauf an einer Universität in der russischen Stadt Perm am Ural haben die Behörden die Zahl der Todesopfer nach unten korrigiert. Es seien sechs Menschen ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag der Agentur Interfax zufolge mit. Zuvor war von acht Toten die Rede gewesen. Mehr als 20 Menschen wurden demnach verletzt.

Verwirrung gab es zunächst auch um den Gesundheitszustand des Täters. Der junge Mann sei bei der Festnahme verwundet und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden, erklärten die Ermittler nun. Zuvor hatte die Hochschule in der rund 1200 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Stadt den Mann für tot erklärt - die Uni löschte diese Information später jedoch wieder.

Der maskierte Angreifer hatte am Morgen auf dem Campus mit einem Jagdgewehr um sich geschossen. Es soll sich um einen Studenten gehandelt haben. Medien zufolge hatte er die Tat kurz zuvor in sozialen Netzwerken angekündigt. In dem Beitrag soll er auch erklärt haben, dass er keinerlei Ideologie verfolge.


25 Jahre Gefängnis für «Hotel Ruanda»-Helden in Terrorismus-Verfahren

NAIROBI: Ein Gericht in Ruanda hat den «Hotel Ruanda»-Helden Paul Rusesabagina des Terrorismus für schuldig befunden, und zu einer Gefängnisstrafe von 25 Jahren verurteilt. Rusesabagina habe den bewaffneten Flügel einer von ihm mitgegründeten Oppositionsbewegung finanziell und logistisch unterstützt, sagte das Gericht während der Urteilsverkündung in Kigali. Dieser bewaffnete Flügel, die Nationale Befreiungsfront (FLN), sei verantwortlich für tödliche Anschläge in Ruanda in den Jahren 2018 und 2019, hieß es weiter. Rusesabagina war während der Urteilsverkündung nicht anwesend.

Rusesabagina wurde durch den Hollywood-Film «Hotel Ruanda» bekannt. 1994 starben während des Völkermordes in Ruanda innerhalb weniger Wochen mehr als 800.000 Menschen. Die meisten Opfer gehörten der Tutsi-Minderheit an, aber auch Hutus wurden von Vertretern der Hutu-Mehrheit getötet. Rusesabagina, heute 67 Jahre alt, leitete damals das «Hotel des Mille Collines» in Kigali. Dort gewährte er mehr als 1200 Menschen Zuflucht und rettete damit ihre Leben. Später wurde er zu einem scharfen Kritiker des amtierenden ruandischen Präsidenten Paul Kagame und ging ins Exil nach Belgien.

Nach Angaben seiner Anwältin wurde er in Dubai von den ruandischen Behörden entführt, um vor Gericht gestellt werden zu können. Das Europaparlament, US-Kongressabgeordnete und Menschenrechtler haben die Art der Festnahme und die Haftbedingungen heftig kritisiert. Die Clooney Foundation for Justice, eine Stiftung des Schauspielers George Clooney und seiner Frau, der Anwältin Amal, bezeichnete das Verfahren als «Show-Prozess». Das Strafmaß käme einem Todesurteil gleich, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung, die das gesamte Verfahren juristisch mitverfolgt hatte.


Schlag gegen Mafia-Geldwäscherbande auf Kanareninsel Teneriffa

MADRID: Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit ihren italienischen Kollegen und der europäischen Polizeibehörde Europol auf Teneriffa 106 Verdächtige im Zusammenhang mit Geldwäsche für die italienische Mafia festgenommen. Die Bande habe für verschiedene Mafiagruppen Gelder im Umfang von mehr als zehn Millionen Euro in legale Gelder verwandelt. Die Millionen stammten vor allem aus Online-Betrügereien der Mafia in Ländern wie Spanien, Deutschland, Irland, Italien, Litauen und Großbritannien, wie die Polizei am Montag weiter mitteilte. Auch eine Marihuana-Plantage mit 400 Pflanzen sei gefunden worden.

Den Verdächtigen werde unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation, Betrug, Drogenhandel, Geldwäsche, Entführung, Urkundenfälschung, Körperverletzung, Erpressung, Nötigung, Raub und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.


Parsons bleibt wohl IPC-Präsident - Quade kandidiert für Vorstand

BONN: Der Brasilianer Andrew Parsons wird aller Voraussicht nach für mindestens weitere vier Jahre Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) bleiben. Das IPC erklärte am Montag nach einer Prüfung durch das Referenzkomitee, dass Parsons sich am 12. Dezember in Taipei zur Wiederwahl stellen darf. Er ist dabei ohne Gegenkandidat. Der 44 Jahre alte Brasilianer mit schottischen Eltern steht dem IPC seit 2017 vor. Sein Vorgänger Sir Philip Craven war 16 Jahre im Amt.

Derweil kandidiert Karl Quade, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Behindertensportverband (DBS) und bei den letzten 13 Paralympics jeweils der deutsche Chef de Mission, für einen Platz im Präsidium. Hierfür stehen 26 Bewerber für zehn Plätze zur Wahl. Der 66 Jahre alte Leverkusener gewann 1988 in Seoul Gold im Sitzvolleyball.

«Nach vielen Jahren im Paralympischen Sport zunächst als Athlet und später in verschiedenen Funktionen im internationalen und nationalen Bereich möchte ich meine Erfahrungen im Governing Board des Internationalen Paralympischen Komitees einbringen», sagte Quade der Deutschen Presse-Agentur: «Speziell die besonderen Herausforderungen bei Sportgroßverstaltungen im ökologischem wie auch ökonomischen Bereich, das Klassifizierungssystem aber auch Fragen der Integrität des Sports haben mich in meinem ehrenamtlichen Bereich aber auch im früheren beruflichen Umfeld beschäftigt. Gerne stelle ich diese Erfahrungen auch dem IPC zur Verfügung.»

Auch Vize-Präsident Duane Kale aus Neuseeland stellt sich ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl. Gewählt wird im Dezember durch die IPC-Mitglieder, die sich aus den nationalen Paralympischen Komitees, internationalen Sportverbänden und Behindertenorganisationen sowie regionalen Verbänden zusammensetzen. Im Vorfeld der IPC-Versammlung wird es auf Zypern noch eine Zusammenkunft der Paralympischen Komitees aus Europa geben, auf denen sich die europäischen Bewerberinnen und Bewerber für das Board noch vorstellen.


Vierfachmord an Mutter und Kindern sorgt für Entsetzen in England

KILLAMARSH: Ein Vierfachmord an einer Mutter und drei Kindern hat in England für Entsetzen gesorgt.

Ein Mann sei festgenommen worden, teilte die Polizei im Ort Killamarsh nahe Sheffield mit. Sie rief Anwohner dazu auf, alle Hinweise weiterzugeben, «so unbedeutend sie auch scheinen mögen». Wie verschiedene Medien berichteten, handelt es sich bei den Opfern um eine Frau und ihre zwei Kinder - einen 13-jährigen Jungen und ein elfjähriges Mädchen - sowie eine Freundin der Tochter, die dort übernachten sollte. Der Vater der Geschwister legte am Montag Blumen und handgeschriebene Briefe am Tatort nieder. Die Leichen waren am Sonntagmorgen entdeckt worden.


Bundesregierung bestürzt über tödliche Schüsse an russischer Uni

BERLIN: Die Bundesregierung hat sich bestürzt über die tödlichen Schüsse an einer Hochschule in der russischen Stadt Perm geäußert. «Das ist eine grauenvolle Tat», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. «Unsere Gedanken und unsere Anteilnahme sind bei den Angehörigen der Ermordeten und natürlich bei denen, die jetzt in den Krankenhäusern mit den Folgen ringen.» Seibert richtete den Verletzten im Namen der Bundesregierung «alle guten Genesungswünsche» aus.

Ein Mann hatte am Montagmorgen in der russischen Stadt Perm am Ural in einer Universität um sich geschossen, acht Menschen kamen ums Leben. Rund 20 Menschen seien verletzt worden, teilten mehrere Behörden mit. Der Angreifer wurde Angaben zufolge getötet. Zunächst war von einer Festnahme die Rede gewesen.


Mann schießt auf fünf Menschen - Schwangere verliert Kind

BARCELONA: Ein Mann hat am Montagmorgen in der spanischen Stadt Sabadell bei Barcelona fünf Menschen niedergeschossen, die an einer Party unter freiem Himmel teilnahmen. Eines der Opfer, eine im siebten Monat Schwangere, habe wegen ihrer Verletzungen ihr Kind verloren, berichtete die Zeitung «La Vanguardia» unter Berufung auf die Polizei.

Ein anderes Opfer sei von vier Kugeln lebensgefährlich verletzt worden. Dessen Freundin habe der Polizei gesagt, sie vermute, dass es sich bei dem Täter um ihren Ex-Freund handelte, der erst vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen worden sei. Die anderen drei Opfer wurden der Polizei zufolge nur leicht verletzt. Nach dem Täter werde gefahndet, hieß es. Es wurde auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Abrechnung im Bandenmilieu gehandelt haben könnte.


Manöver mit Tausenden Soldaten in Westukraine gestartet

JAWORIW: Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Russland hat in der Westukraine ein Manöver auch mit Nato-Truppen begonnen. Knapp 25 Kilometer vom EU-Staat Polen entfernt werden etwa 6000 Soldaten aus rund einem Dutzend Staaten Kampfeinsätze trainieren, wie das Verteidigungsministerium in Kiew am Montag mitteilte. Geübt werden bei dem jährlichen US-amerikanisch-ukrainischen Manöver Rapid Trident (Schneller Dreizack) noch bis Freitag kommender Woche auch Offensiv- und Luftlandeoperationen. Die Bundeswehr entsandte einen Beobachter.

Die Ukraine trainiert seit den 1990er Jahren regelmäßig mit Einheiten aus Nato-Staaten. Seit 2019 ist das Ziel eines Beitritts zum westlichen Militärbündnis in der Verfassung verankert. In den vergangenen Monaten hatten wiederholt Militärübungen des Westens und Russlands für Spannungen gesorgt. Im Juni hatte die russische Schwarzmeerflotte nach eigenen Angaben ein britisches Kriegsschiff mit Warnschüssen und Bombenabwürfen an der Halbinsel Krim zum Kurswechsel gezwungen.


Johnson mit wenig Hoffnung auf 100 Milliarden Dollar Klimahilfe

NEW YORK/LONDON: Rund sechs Wochen vor der UN-Klimakonferenz Cop 26 in Glasgow hat der britische Premierminister Boris Johnson wenig Hoffnungen auf die zugesagten Klimahilfen von 100 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr. Die Chancen stünden bei «sechs aus zehn», dass die Staatengemeinschaft das ursprünglich verabredete Ziel einhalte, sagte Johnson in der Nacht zum Montag auf dem Weg zur UN-Generalversammlung in New York. «Es wird schwierig, aber die Leute müssen verstehen, dass es von entscheidender Bedeutung für die Welt ist», sagte Johnson. Er rief die Staats- und Regierungschefs zu größeren Anstrengungen auf.

Großbritannien richtet Anfang November die Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow aus. London hatte zuletzt betont, die Staaten hätten bei der Klimafinanzierung «kollektiv versagt».

Wohlhabende Länder hatten sich im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz in ärmeren Ländern auszugeben. Einer aktuellen Analyse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge, beliefen sich entsprechende Ausgaben der Industriestaaten 2019 aber nur auf etwa 79,6 Milliarden US-Dollar (67,6 Milliarden Euro).

Nach Berechnungen der Hilfsorganisation Oxfam werden die Industriestaaten ihr 100-Milliarden-Versprechen auch zwischen 2020 und 2025 jeweils verfehlen. Über die Jahre gerechnet würden Empfängern zwischen 68 Milliarden Dollar und 75 Milliarden Dollar fehlen, teilte Oxfam am Montag mit. Dabei sei Handeln dringend erforderlich: Die Klimakrise könne wirtschaftlich doppelt so hohe Verluste verursachen wie die Corona-Pandemie. «Auch Deutschland muss dafür mehr Geld in die Hand nehmen», sagte Jan Kowalzig, Klimaexperte bei Oxfam Deutschland.


Zwei neue Tube-Stationen: Londoner U-Bahn-Netz erweitert

LONDON: Erstmals in diesem Jahrtausend hat die U-Bahn in London eine bedeutende Veränderung erfahren. Am Montag wurden zwei Stationen der Northern Line im Südwesten der britischen Hauptstadt eröffnet. Die erste Tube verließ den neuen Bahnhof Battersea Power Station am frühen Morgen und hielt als erstes in Nine Elms, wo die neue US-Botschaft steht.

Die beiden Stationen würden eine große Rolle bei der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Pandemie spielen, sagte Bürgermeister Sadiq Khan. Nach Schätzung der Verkehrsbehörde Transport for London könnte die Verlängerung dazu beitragen, 25.000 neue Jobs und 20.000 neue Wohnungen zu fördern.

Die neue Strecke hat rund 1,1 Milliarden Pfund (1,28 Mrd Euro) gekostet, unter anderem musste ein rund 3,2 Kilometer langer Tunnel gebaut werden. Es ist die erste bedeutende Erweiterung des Streckennetzes seit der Eröffnung der Jubilee Line 1999. Insgesamt hat die weltbekannte Tube nun 273 Stationen.


Athen protestiert gegen türkische Fischer in griechischen Gewässern

ATHEN: Das griechische Außenministerium hat seinen Botschafter in Ankara am Montag angewiesen, bei der türkischen Regierung Protest gegen die nach ihrer Ansicht illegale Fischerei türkischer Fischer in griechischen Gewässern einzulegen.

In letzter Zeit war es immer wieder zu entsprechenden, zum Teil auch mit Videos dokumentierten Vorfällen gekommen. Türkische Schleppnetzfischer würden zum Teil näher als drei Seemeilen vor griechischen Inseln operieren und seien dort auch mit griechischen Fischern aneinandergeraten. Manche sollen griechischen Medienberichten zufolge sogar von der türkischen Küstenwache begleitet worden sein. Auf der griechischen Insel Leros hatten die Fischer deshalb vergangene Woche das Rathaus besetzt und gefordert, die Regierung möge etwas unternehmen.

«Illegaler Fischfang in griechischen Hoheitsgewässern ist neben der Tatsache, dass es sich um einen weiteren Verstoß der Türkei gegen das internationale Seerecht handelt, auch ein Verstoß gegen das europäische Recht», teilte der griechische Außenminister Nikos Dendias nun am Montag mit. Zudem verurteilte er die «verwerfliche Praxis der türkischen Küstenwache, die türkische Fischerboote begleitet und griechische Fischer belästigt».

Die griechische Seite sei verpflichtet, ihre Rechte zu verteidigen und keine Herausforderungen unbeantwortet zu lassen, warnte Dendias.


Bienenschwarm tötet 64 gefährdete Brillenpinguine

KAPSTADT: In der südafrikanischen Touristenmetropole Kapstadt sind 64 Pinguine wohl von einem Bienenschwarm getötet worden. Das sagte eine Sprecherin der Südafrikanischen Naturschutzbehörde SANParks, Lauren Howard-Clayton, der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Es handele sich um einen «tragischen und ungewöhnlichen Unfall», so Howard-Clayton.

Die Vögel seien demnach am Freitag am Strand von Boulders, einem beliebten Touristen-Ziel südlich von Kapstadt, tot aufgefunden worden. Sie seien Teil einer in einem Naturschutzgebiet lebenden Kolonie von Brillenpinguinen (Spheniscus demersus) gewesen, die laut der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als gefährdet gelten. Einige der Tiere seien mit 20 oder mehr Bienenstichen aufgefunden worden, sagte die Sprecherin. Anschließende Tests auf Giftstoffe oder Krankheitserreger seien ergebnislos geblieben. Behörden seien nun auf der Suche nach dem Bienenstock, um herauszufinden, was den Bienenangriff ausgelöst haben könnte, sagte Howard-Clayton.

Brillenpinguine brüten in Südafrika und im benachbarten Namibia. In den vergangenen drei Jahrzehnten ist Zahl der in Südafrika lebenden Pinguine nach Angaben der Stiftung zur Erhaltung der Küstenvögel im Südlichen Afrika (Sanccob) um 73 Prozent auf 10.400 Paare gesunken. In Namibia gibt es demnach noch 4.300 Pinguin-Paare.


Angreifer schießt in russischer Uni um sich - acht Menschen tot

PERM: Ein Mann hat in der russischen Stadt Perm am Ural in einer Universität um sich geschossen und mehrere Menschen getötet. Es gebe acht Tote und rund 20 Verletzte, teilten die Ermittler am Montagvormittag der Agentur Interfax zufolge mit. Der Angreifer wurde nach Angaben der Hochschule getötet. Zunächst war von einer Festnahme die Rede gewesen.

Auf Videos im sozialen Netzwerk Telegram war zu sehen, wie Menschen aus Fenstern sprangen. Im Inneren des Gebäudes in der Stadt rund 1200 Kilomter östlich von Moskau verbarrikadierten Studenten mit Stühlen und Tischen die Türen. Sie waren aufgefordert worden, sich in den Hörsälen einzuschließen. Dozenten hatten sich eigenen Angaben zufolge vor dem maskierten Mann in ihren Büros verschanzt.

Über das Motiv des Täters war zunächst nichts bekannt. Es wurden Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet.


Brand im alten Flüchtlingslager von Samos

SAMOS: Im alten Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Samos ist am späten Sonntagabend aus bisher unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen. Das Feuer konnte Medienberichten zufolge noch in der Nacht unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde niemand.

Erst am vergangenen Samstag war auf der Insel ein neues, von der EU finanziertes Flüchtlingslager mit einer Kapazität von 3000 Plätzen eröffnet worden. Im alten Lager leben aktuell rund 400 Migranten, die diese Woche in die neue Anlage gebracht werden sollen. Dieser Prozess soll nun wegen des Brandes schneller vonstatten gehen. In griechischen Medien wird spekuliert, das Feuer könnte von Inselbewohnern gelegt worden sein, um die Räumung des alten Lagers voranzutreiben. Bestätigt wurde das bisher nicht.

Im alten Lager von Vathy hatten noch im vergangenen Jahr zwischenzeitlich mehr als 7500 Migranten unter extrem schlechten Bedingungen gelebt - Platz gab es dort nur für rund 700 Menschen. Seither ließ die griechische Regierung die meisten Asylsuchenden von Flüchtlingsinseln wie Samos, Lesbos und Chios aufs Festland bringen.

Das neue Lager ist umstritten und wird von Hilfsorganisationen kritisiert. Nach Angaben des griechischen Migrationsministeriums bietet es menschenwürdige Lebensbedingungen - allerdings dürfen die Migranten das Lager nur tagsüber nach Voranmeldung verlassen. Hilfsorganisationen bezeichnen es deshalb als Gefängnis - unter anderem auch, weil es weitab jeder Ortschaft gebaut wurde.


Spaniens Regierungschef sagt nach Vulkanausbruch schnelle Hilfe zu

MADRID/LA PALMA: Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat nach dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma allen Geschädigten schnelle Hilfe zugesagt. «Die Bürger der Insel können beruhigt sein, weil der Staat genügend Mittel und Personal zur Verfügung hat», sagte Sánchez in der Nacht zu Montag. Er sagte einen geplanten USA-Besuch ab und flog auf die Insel.

Der Vulkan war am Sonntag erstmals seit 50 Jahren wieder aktiv geworden. Mehrere Lavaströme wälzten sich auch die Nacht über mit einer Geschwindigkeit von etwa 700 Metern pro Stunde bergab in Richtung bebauter Gebiete. Mehrere Häuser seien bereits zerstört oder beschädigt worden, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE am Montag. Etwa 5000 Menschen wurden bisher nach Angaben der Polizei aus gefährdeten Gebieten evakuiert. Die Insel zählt insgesamt etwa 83.000 Einwohner. Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.

La Palma liegt ganz im Nordwesten der Kanaren, einer Inselgruppe im Atlantik vor der Westküste Afrikas. Sie ist 85 Kilometer von der nächstgelegenen größeren und auch bei deutschen Touristen sehr beliebten Insel Teneriffa entfernt, 57 Kilometer sind es bis La Gomera.

Auf der jüngsten der Kanareninseln hatte es zuletzt vor 50 Jahren einen Vulkanausbruch gegeben, als der Teneguía 1971 Lava in die Luft schleuderte. Massentourismus wie auf den bekannteren Inseln Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa gibt es auf La Palma nicht.


Rugby: Deutsches Siebener-Team auf Platz neun in Kanada

HAMBURG: Die Siebener-Auswahl des Deutschen Rugby-Verbands hat beim Weltserien-Turnier im kanadischen Vancouver den neunten Platz belegt. Zum Abschluss des Turniers erreichte die Mannschaft von Bundestrainer Damian McGrath mit dem 66:0 über Jamaika den höchsten Sieg der Veranstaltung.

Zwölf Jahre nach dem zuvor letzten Auftritt auf Weltserien-Niveau waren die deutschen Männer mit Niederlagen gegen Gastgeber Kanada (5:24) und die USA (7:26) gestartet. Es folgten Siege gegen Chile (36:12), Mexiko (41:0) und Jamaika. «Das war ein guter Abschluss eines Turniers, das für uns so schwierig begonnen hatte», sagte McGrath.

Das nächste Weltserien-Turnier der olympischen Rugby-Variante findet am kommenden Wochenende in Edmonton in Kanada statt. Auch dann ist die deutsche Auswahl dabei. Damian McGrath hofft, «dass wir uns da besser präsentieren können».


57 Stunden umsonst geflogen: Glücklose Pfuhlschnepfe muss umdrehen

WELLINGTON: Großes Pech für einen Zugvogel: Wegen widriger Wetterbedingungen ist eine Pfuhlschnepfe auf ihrem Weg nach Neuseeland umgekehrt und Tausende Kilometer zurück nach Alaska geflogen. Das Tier, dessen Migration vom neuseeländischen Department of Conservation mittels eines Funksenders am Bein verfolgt wird, sei im Yukon-Kuskokwim-Delta in Alaska in Richtung Südpazifik gestartet, teilte die Behörde am Montag mit. Nach 2000 Kilometern sei der ausgewachsene Vogel aber auf so starke Winde gestoßen, dass er umdrehen musste. Nach einem 57-stündigen Nonstop-Flug landete er wieder in Alaska.

Das Verhalten sei für eine Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica) - in Neuseeland «Kuaka» genannt - sehr ungewöhnlich, sagte Zoologie-Professor Phil Battley von der neuseeländischen Massey University. «Im Laufe der Jahre haben wir etwa 70 Pfuhlschnepfen verfolgt, die Alaska verlassen haben, und dies ist die erste, von der wir wissen, dass sie wegen schlechten Wetters umkehren musste.» Andere Exemplare, die etwa zeitgleich in Alaska aufgebrochen seien, hätten es nach Neuseeland geschafft.

Forscher interessiere besonders, was der Vogel als nächstes tue, wie lange er sich ausruhe und ob er doch noch den ganzen Weg nach Neuseeland schaffe, so Battley. «Er hat noch Zeit. Er hat sicher nicht seine ganze Energie verbraucht», so der Experte. «Er hat gemerkt, dass er mit Gegenwind konfrontiert war und dachte, das sei kein guter Start für einen zehntägigen Flug.»

Dieselbe Schnepfe habe bereits im vergangenen Jahr mit starken Winden zu kämpfen gehabt und sei damals einen Monat in Neukaledonien in der Südsee zwischengelandet. «Wer zwei Jahre hintereinander mit dem gleichen Problem zu kämpfen hat, den kann man wohl als glücklos bezeichnen», meinte Battley. Die rund 11.000 Kilometer lange Nonstop-Migration der Pfuhlschnepfen ist eine der längsten der Vogelwelt.


Wahlleiterin: Kremlpartei Geeintes Russland holt absolute Mehrheit

MOSKAU: Bei der Parlamentswahl in Russland hat die Kremlpartei Geeintes Russland nach Angaben der Zentralen Wahlkommission ihre absolute Mehrheit in der Staatsduma verteidigt. Die Partei habe jedoch leichte Verluste im Vergleich zur letzten Abstimmung vor fünf Jahren hinnehmen müssen, sagte Wahlleiterin Ella Pamfilowa am Montag in Moskau. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Geeintes Russland auf 49,6 Prozent. 2016 waren es noch 54,2 Prozent.

Im neuen Parlament werden Pamfilowa zufolge fünf Parteien vertreten sein, eine mehr als zuletzt: Neben Geeintes Russland sind das die Kommunisten, die Rechtspopulisten der LDPR des Ultranationalisten Wladimir Schirinowski, die Partei Gerechtes Russland und erstmals die Partei Nowyje Ljudi (Deutsch: Neue Leute). Alle gelten als Kremlnah.

Die Wahlbeteiligung wurde mit 51,6 Prozent angegeben. 110 Millionen Menschen in Russland und im Ausland waren zu der dreitägigen Abstimmung aufgerufen, die am Sonntag zu Ende gegangen war.

Die Opposition beklagte massiven Wahlbetrug. Die Wahlleitung hatte einige Verstöße eingeräumt und eine Prüfung der Vorfälle zugesichert. Pamfilowa zufolge wurden mehr als 25.000 Stimmzettel in 35 Regionen Russlands für ungültig erklärt.


Baby aus erstem Stock geworfen - US-Polizist fängt Säugling

JERSEY CITY: Ein US-Polizist hat ein Baby aufgefangen, nachdem es aus dem ersten Stock eines Gebäudes in Jersey City geworfen wurde. Der erst einen Monat alte Säugling sei bei dem Vorfall nicht verletzt worden, berichteten US-Medien am Sonntag (Ortszeit). Ein Anrufer habe die Polizei in der Nachbarstadt von New York City am Samstag davor gewarnt, dass ein Kind in Gefahr sei. Ein Mann habe dann vor den herbeigerufenen Beamten damit gedroht, das Baby über einen Balkon im ersten Stock zu werfen. In welcher Beziehung er zu dem Kind stand, war zunächst nicht bekannt.

Die Polizisten hätten das Gebiet abgesperrt, um mit dem Mann zu verhandeln, doch dieser habe das Baby letztlich vom Balkon geworfen, schrieb Bürgermeister Steven Fulop auf Instagram. Polizist Eduardo Matute reagierte schnell und fing das Baby auf. Fulop dankte den Beamten für ihre Arbeit und veröffentlichte ein Foto, das Matute mit dem Säugling auf dem Arm im Krankenhaus zeigt.

Der Tatverdächtige sei festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Stadt dem Sender CNN. Er wurde demnach wegen versuchten Mordes, schwerer Körperverletzung und Kindeswohlgefährdung angeklagt. Das Baby sei vorsorglich in ein örtliches Krankenhaus gebracht und später wieder entlassen worden.


Zahl der Koalas sinkt rapide

SYDNEY: Die Koalas sind in Gefahr: Die Zahl der australischen Beutelsäuger nimmt einer neuen Studie zufolge rapide ab und ist allein in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent geschrumpft. Der Bestand sei in allen Regionen des Landes zurückgegangen, besonders aber im Bundesstaat New South Wales an der Ostküste, teilte die Australian Koala Foundation (AKF) am Montag mit. Hier sei die Zahl sogar um 41 Prozent zurückgegangen. In vielen Landesteilen seien Koalas bereits ausgestorben, hieß es.

Der Stiftung zufolge leben heute schätzungsweise noch zwischen etwa 32.000 und 58.000 Koalas auf dem fünften Kontinent. 2018 waren es noch zwischen 46.000 und 82.000. Die verheerenden Buschfeuer im Sommer 2019/2020 hätten erheblich zur Dezimierung der possierlichen Eukalyptus-Esser beigetragen, sagte die AKF-Vositzende Deborah Tabart. Der WWF hatte im Dezember mitgeteilt, dass wahrscheinlich mehr als 60.000 Koalas bei den Bränden getötet, verletzt, vertrieben oder traumatisiert worden seien.

Allerdings sei dies nicht der einzige Grund für den Rückgang: Auch Dürren, Hitzewellen und Wassermangel bedrohten die Tiere, so Tabart. «Ich habe einige Landschaften gesehen, die wie der Mond aussehen - mit toten und sterbenden Bäumen überall.» Vor allem die Rodung von Flächen für Landwirtschaft, Wohnungen und Bergbau sei «tödlich» für die nur in Australien beheimateten Koalas, sagte die Expertin. Es sei wichtig, die Rodungen in Koala-Lebensräumen zu stoppen, «um unser geliebtes Nationaltier vor Gefahr zu schützen», betonte Tabart.


«UK» statt «GB» auf Autos: London bemüht sich um Geschlossenheit

LONDON: Nach dem Brexit will das Vereinigte Königreich seine Geschlossenheit betonen und ändert deshalb sein internationales Fahrzeugkennzeichen. Vom 28. September an müssen Briten für Fahrten ins Ausland einen Aufkleber mit der Aufschrift «UK» auf der Rückseite ihres Wagens haben. Das bisher genutzte «GB» darf dann nicht mehr ohne zusätzlichen «UK»-Sticker verwendet werden. Die Vereinten Nationen seien informiert worden, teilte das Verkehrsministerium in London mit. Der Automobilverband AA, aber auch Politiker aus verschiedenen Lagern kritisierten den Schritt.

Unterstützer betonen hingegen, dass sich nun auch endlich die Menschen in Nordirland angesprochen fühlten. Die britische Provinz gehört nicht zu Großbritannien, aber zum Vereinigten Königreich.

«Die Änderung der nationalen Kennung von «GB» zu «UK» symbolisiert unsere Einheit als Nation und ist Teil eines umfassenderen Schrittes zur Verwendung des «UK»-Symbols in der gesamten Regierung», begründete das Ministerium das Vorgehen.

Die «UK»-Sticker können online bestellt sowie in Postämtern und Werkstätten gekauft werden und kosten je 1,50 Pfund (ca 1,75 Euro).


Nürnberger will nach China reiten - letzter Testritt gestartet

NÜRNBERG: Der Nürnberger Jürgen Dirrigl (52) will mit seinem Pferd bis zur Chinesischen Mauer reiten. Gerade ist er zu einem 35-tägigen Testritt aufgebrochen, der ihn 900 Kilometer durch Deutschland führt - vom oberfränkischen Hof bis nach Lübeck. Dabei soll sich zeigen, ob der 52-Jährige und sein Wallach Peu gut auf die lange Reise bis nach China vorbereitet sind.

«Das ist genau die Dauerbelastung», erzählt Dirrigl am Mobiltelefon. Denn die Tagesetappen seien wie auf der Reise nach China geplant: Immer 30 Kilometer am Tag, dazwischen insgesamt fünf Ruhetage. Und auch während der Reise entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze begleitet ein Reisegefährte Dirrigl in einem Allrad-Lastwagen, der zum Wohnmobil umgebaut ist. Dieser wird auch Futter für Peu transportieren, was Dirrigls Angaben nach spätestens ab Ostanatolien nötig sein wird.

Auf seinem Ritt will Dirrigl 10.000 potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender gewinnen. Während seiner Route hat er zusammen mit der Deutschen Stammzellspenderdatei des Roten Kreuzes mehrere Typisierungsaktionen geplant. Zu der fast 18.000 Kilometer langen Reise nach China will Dirrigl dann im kommenden Jahr aufbrechen. Über das Vorhaben hatten zuvor andere Medien berichtet.


Schlag für US-Präsident Biden in der Migrationspolitik

WASHINGTON: US-Präsident Joe Biden und seine Demokraten können Menschen, die bislang ohne Aufenthaltserlaubnis in den USA leben, voraussichtlich nicht über ein gewaltiges Haushaltsvorhaben den Weg zur Staatsbürgerschaft ebnen. «Wir sind zutiefst enttäuscht über diese Entscheidung, aber der Kampf für die Gewährung eines legalen Status für Einwanderer im Rahmen der Haushaltskonsolidierung geht weiter», erklärte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, am Sonntagabend (Ortszeit).

Der Grund ist eine Entscheidung der für die Verfahrensregeln des Senats zuständigen Beamtin, Elizabeth MacDonough, über die Medien berichteten. Ihre Entscheidung, dass Einwanderungsbestimmungen nicht in einen umfangreichen Gesetzentwurf aufgenommen werden können, ist ein Rückschlag für Biden.

Mit dem Haushaltsvorhaben wollen die Demokraten verteilt über mehrere Jahre gewaltige Summen in die Sozialsysteme des Landes pumpen, etwa in Bildung, Kinderbetreuung, Familienleistungen oder Gesundheit. Außerdem wollen sie den Kampf gegen die Klimakrise vorantreiben. Das Vorhaben steht aber noch am Anfang. Die Demokraten wollten auch bestimmten Gruppen von Einwanderern über das Vorhaben eine Greencard ermöglichen, die letztlich den Weg zur Staatsbürgerschaft ebnen kann.

Biden hatte nach seinem Amtsantritt einen Kurswechsel in der Migrationspolitik angekündigt. Menschen, die bislang ohne Aufenthaltserlaubnis in den USA leben, sollen die Möglichkeit bekommen, einen Aufenthaltstitel zu erhalten - und auf lange Sicht auch die US-Bürgerschaft. «Wir werden weiter dafür kämpfen, den besten Weg zu finden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, einen legalen Status zu erhalten», kündigte Schumer nun an.


Kreml bewertet Parlamentswahl als «frei und fair»

MOSKAU: Trotz massiver Manipulationsvorwürfe sieht der Kreml keinen Grund für Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Parlamentswahl in Russland. Die Abstimmung sei «frei und fair» gewesen, sagte Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. «In dieser Hinsicht bewerten wir die Wahl ziemlich positiv.» Die unabhängigen Wahlbeobachter der Organisation Golos haben dagegen Tausende Verstöße aufgelistet. Das Team des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny sprach von der «schmutzigsten Wahl» seit Jahren.

Zugleich zeigte sich der Kreml mit dem Abschneiden der Regierungspartei Geeintes Russland zufrieden. «Die Partei hatte die Aufgabe, ihre führende Position zu verteidigen. Diese Aufgabe wurde sicherlich erfüllt», sagte Peskow.

Die Partei, die den Kurs von Präsident Wladimir Putin stützt, lag nach Auszählung von mehr als 95 Prozent der Stimmen am Montagmittag bei 49,6 Prozent, wie die Zentrale Wahlkommission mitteilte.

Für Putin galt die auf drei Tage angesetzte Abstimmung als wichtiger Stimmungstest. Peskow zufolge gibt es derzeit keine Entscheidung, die Zusammensetzung der Regierung zu ändern. Bei der Wahl zur neuen Duma waren Außenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu als Spitzenkandidaten für Geeintes Russland angetreten.


Wischmopp vor Überwachungskamera - Verstöße bei Russlandwahl beklagt

MOSKAU: Die Parlaments- und Regionalwahlen in Russland sind überschattet gewesen von massiven Fälschungsvorwürfen. Mithilfe von Überwachungskameras wurden einige Fälle dokumentiert - und in sozialen Medien verbreitet. Ein Video zeigt eine Helferin in einem Wahllokal in der Stadt Kemerowo im Westen Sibiriens. Sie stellte sich demonstrativ vor eine Wahlurne. Hinter ihr ist eine Hand zu sehen, die neben einer russischen Fahne immer wieder vermutlich Stimmzettel in die Urne steckt. Die Frau schaut verlegen in den Raum.

Eine andere Aufnahme zeigt, wie ein Wischmopp vor eine Überwachungskamera gehalten wird, die eigentlich eine Wahlurne im Blick haben soll. Die Wahlkommission hatte im Vorfeld versprochen, dass die Videoübertragungen auch in Internet zu sehen sein sollten.

Die unabhängigen Wahlbeobachter der Organisation Golos haben Tausende Verstöße landesweit aufgelistet. Sie berichteten demnach etwa, dass Wählern Stimmzettel ausgehändigt worden sei, auf dem bereits das Kreuzchen bei der Kremlpartei Geeintes Russland gesetzt wurde. In einem anderen Wahllokal soll angeblich der Kugelschreiber nicht funktioniert haben - es sei nur ein Bleistift griffbereit gewesen.

In der Region Tscheljabinsk am Ural berichtete eine Frau Golos zufolge, dass sie mit ihrem Mann wählen gehen wollte. Laut Protokoll hatte sie aber schon abgestimmt. Vermutlich hatte jemand anderes für sie abgestimmt. Auch in anderen Regionen des flächenmäßig größten Landes der Erde gab es Golos zufolge ähnliche Beispiele - zum Beispiel in St. Petersburg. Eine in Israel lebende Russin sagte, sie habe zweimal abstimmen können - online und in einem Wahllokal.


Frankreichs Ministerin berät in Niger über Antiterrorkampf

PARIS/NIAMEY: Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly ist am Sonntag in Niger zu Gesprächen über das französische Engagement im Antiterrorkampf in der Sahelzone eingetroffen. Das westafrikanische Land sei ein entscheidender Partner im Kampf gegen bewaffnete terroristische Gruppen in der Sahelzone, erklärte Parly. Die Ministerin sich in der Hauptstadt Niamey mit Präsident Mohamed Bazoum sowie ihrem dortigen Kollegen. «Ich habe immer gesagt, die Lösung für die Sahelzone ist nicht, dass unsere Soldaten die örtlichen Truppen ersetzen», sagte Parly. Das Ziel sei die Autonomie der Truppen in der Sahelzone.

Der zuvor nicht groß angekündigte Besuch von Parly folgt nur einige Tage auf in Frankreich und Deutschland geäußerte Sorge über den möglichen Einsatz von russischen Söldnern im benachbarten Krisenstaat Mali. In Deutschland mehrten sich die Stimmen, in einem solchen Fall den Bundeswehr-Einsatz in dem Land zu überprüfen. Auch Frankreich erklärte, das Engagement russischer Söldner sei nicht kompatibel mit dem französischen Einsatz. Um das Thema dürfte es auch in Niger gehen, aus dem Land kam ebenfalls deutliche Kritik an einem Einsatz russischer Söldner.

Nach Informationen aus Bamako geht es der durch einen Putsch an die Macht gekommenen malischen Führung vor allem um den eigenen Personenschutz. Zudem wies Mali die Kritik zurück und erklärte, es handele sich um Gerüchte, andererseits dulde das Land keine Einmischung.

Erst am Donnerstag hatte Frankreich bekannt gemacht, das seine Streitkräfte den Chef eines bedeutenden Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Westafrika getötet haben. Der Anführer des Islamischen Staats in der Sahelzone (ISGS), Adnan Abu Walid al-Sahrawi, sei nach einem Luftangriff im August gestorben.


Blitz-Umfrage zu TV-Triell: Scholz vorn

BERLIN: In der dritten und letzten Fernsehdebatte der drei Kanzlerkandidaten vor der Bundestagswahl hat sich einer Blitz-Umfrage unter Zuschauern zufolge SPD-Bewerber Olaf Scholz am besten geschlagen. Auf die Frage, wer alles in allem das TV-Triell gewonnen habe, stimmten 42 Prozent für Scholz. Auf Platz zwei landete Armin Laschet (Union) mit 27 Prozent, und Annalena Baerbock (Grüne) kam auf 25 Prozent. Sechs Prozent entschieden sich für die Antwort «Weiß ich nicht».

Diese Umfrageergebnisse präsentierte der Sender Sat.1 am Sonntagabend in seiner Nachbesprechung direkt im Anschluss an das Triell, das auf ProSieben, Sat.1 und Kabeleins ausgestrahlt wurde.

Für die Umfrage befragte Forsa nach Senderangaben 2291 wahlberechtigte Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Umfrage bezieht sich somit nicht auf alle Wahlberechtigten in Deutschland, sondern nur auf die TV-Zuschauer.

Am späteren Abend veröffentlichte die Fernsehgruppe ProSiebenSat.1 weitere Details der Umfrage. Bei der Frage «Wen fanden Sie am glaubwürdigsten?» lag Scholz erneut vorn mit 37 Prozent. Danach folgte Baerbock mit 29 Prozent und Laschet mit 28 Prozent.

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