Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Trump gibt «Freund» Nigel Farage bei Wahlkampfrede die Bühne

PHOENIX: US-Präsident Donald Trump hat seinen «Freund» Nigel Farage, Chef der britischen Brexit-Partei, bei einer Wahlkampfveranstaltung in Arizona auf die Bühne geholt. Farage hielt im Ort Goodyear am Mittwoch ein kurzes, aber leidenschaftliches Plädoyer für Trump: «Das ist die zäheste und mutigste Person, die ich je in meinem Leben getroffen habe», sagte er.

Farage griff die Medien und politische Gegner Trumps an, die ihm in den vergangenen Jahren das Leben schwer gemacht hätten. Der US-Präsident sei der einzige Regierungschef der freien Welt, der den Mut habe, für sein Land zu kämpfen und sich gegen die Globalisierung und China zu stemmen, sagte Farage.

Trump und Farage verbindet seit einigen Jahren eine politische Freundschaft. Der Brite war bereits 2016 bei einer Veranstaltung des späteren Wahlsiegers dabei.


Kampfjet fängt bei Trump-Rede Flugzeug ab - Trump: Kleine Vorführung

PHOENIX: Bei einer Wahlkampfrede von US-Präsident Donald Trump in Arizona hat ein Flugzeug den Luftraum der Veranstaltung verletzt. Das Nordamerikanische Luftverteidigungskommando teilte am Mittwoch mit, dass ein Flugzeug in eine gesperrte Zone um den Veranstaltungsort in Bullhead City eingedrungen sei und nicht auf Funksprüche reagiert habe. Der Pilot habe sich erst gemeldet, als der F-16 Kampfjet Signalleuchten eingesetzt habe. Die Maschine sei ohne weitere Zwischenfälle aus dem gesperrten Gebiet eskortiert worden.

Auch Trump wurde offenbar auf den Zwischenfall aufmerksam. An einer Stelle unterbrach er seine Rede, schaute in den Himmel und mutmaßte, dass der Pilot des Kampfjets ihm gegenüber habe angeben wollen. Kurze Zeit später zeigten TV-Bilder scheinbar Rauch von den abgefeuerten Signalleuchten, die Trump sichtlich erfreuten: «Schaut Euch das an! Schaut, schaut, schaut! Schaut Euch das an: Sie haben dem Präsidenten eine kleine Vorführung gegeben.»


Welthandel: USA wollen Südkoreanerin an der WTO-Spitze sehen

WASHINGTON: Im Rennen um den Führungsposten bei der Welthandelsorganisation (WTO) stellen sich USA hinter eine Kandidatin aus Südkorea. Handelsministerin Yoo Myung Hee habe «alle nötigen Qualifikationen, um die Organisation effektiv zu führen», teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die WTO müsse dringend reformiert werden, es brauche daher jemanden mit praktischer Erfahrung in Handelsfragen, hieß es. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump steht der WTO sehr kritisch gegenüber.

Die EU-Staaten wiederum hatten sich diese Woche geschlossen hinter die Kandidatin Ngozi Okonjo-Iweala aus Nigeria gestellt, die einzige andere verbliebene Bewerberin im Rennen um den Posten des WTO-Generaldirektors. Die 164 WTO-Mitglieder hatten das Bewerberfeld zuletzt von fünf auf zwei reduziert. Der bisherige WTO-Chef Roberto Azevêdo hatte sein Amt Ende August nach sieben Jahren an der Spitze der WTO aus familiären Gründen vorzeitig abgegeben.


Ford mit kräftigem Gewinnsprung - Jahresziele angehoben

DEARBORN: Der zweitgrößte US-Autobauer Ford hat den Gewinn im dritten Quartal kräftig gesteigert. Unterm Strich verdiente der Konzern in den drei Monaten bis Ende September 2,4 Milliarden Dollar (2,0 Mrd Euro) nach 400 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 37,5 Milliarden Dollar, wie Ford am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Autobauer profitierte stark vom lukrativen Geschäft mit SUV's und Pick-up-Trucks im US-Heimatmarkt, wo die Nachfrage im Sommer nach dem Corona-Shutdown wieder anzog.

Zudem habe die Finanzsparte Ford Credit die besten Ergebnissen seit 15 Jahren abgeliefert, was zu deutlich erhöhten Gewinnspannen geführt habe. Das Europa-Geschäft des Konzerns bleibt indes problematisch. Hier fiel ein Betriebsverlust in Höhe von 440 Millionen Dollar an, der Umsatz schrumpfte um zehn Prozent. Insgesamt wurden die Markterwartungen aber weit übertroffen, die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung um sechs Prozent. Ford hob auch die Jahresprognose an und rechnet für 2020 nun mit schwarzen Zahlen.


Wirbelsturm «Zeta» zu Kategorie zwei Hurrikan hochgestuft

WASHINGTON: Der Hurrikan «Zeta» hat kurz vor dem Erreichen der US-Golfküste weiter an Stärke gewonnen und wird als Wirbelsturm der Kategorie zwei eingestuft. Mit Winden von bis zu 161 Stundenkilometern werde das Erreichen des US-Festlandes in den kommenden Stunden erwartet, teilte das Nationale Wetter-Institut in New Orleans (Louisiana) am Mittwoch mit. Auch starker Regen und Tornados seien im Süden der USA möglich.

Die Meteorologen erwarteten, dass «Zeta» als Hurrikan der Kategorie zwei von fünf später am Mittwoch (Ortszeit) im Südosten des Bundesstaates Louisiana auf Land trifft und sich dann wieder abschwächt. Entlang der Golfküste zwischen dem Südosten Louisianas bis in den Westen Floridas wurde unter anderem auch vor gefährlichen Sturmfluten gewarnt. Louisianas Gouverneur John Bel Edwards mahnte die Bevölkerung auf Twitter an: «Sie sollten Ihre Vorbereitungen abschließen.»


Acht mutmaßliche chinesische Agenten in den USA angeklagt

NEW YORK: Die US-Justizbehörden haben acht Menschen angeklagt, die in den USA als chinesische Agenten fungiert und versucht haben sollen, Dissidenten zur Rückkehr nach China zu zwingen.

Fünf der Angeklagten seien am Mittwoch in den USA festgenommen worden, teilten die Justizbehörden in New York mit. Die drei anderen hielten sich vermutlich in China auf. Im Rahmen der Operation «Fox Hunt» (Fuchsjagd) sollen sie politische Gegner von Chinas Präsident Xi Jinping in den USA «belästigt, verfolgt und genötigt» haben, um sie zur Rückkehr nach China zu bewegen. Bei Verurteilung drohen den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen.


Trump: Plünderungen in Philadelphia müssen gestoppt werden

PHILADELPHIA: US-Präsident Trump hat ein härteres Vorgehen gegen Plünderer nach Ausschreitungen in der Großstadt Philadelphia gefordert. «Die Unruhen in Philadelphia müssen aufhören. Sie müssen sie beenden», sagte Trump am Mittwoch in Las Vegas in Richtung der örtlichen Behörden. Der Präsident bekräftigte die Bereitschaft der Regierung für die Entsendung zusätzlicher Einsatzkräfte des Bundes. «Wir beobachten das sehr genau und warten auf einen Anruf. Wenn sie Hilfe wollen, sind wir innerhalb einer Stunde da.»

In Philadelphia (Pennsylvania) war es nach dem Tod eines Afroamerikaners durch Polizeischüsse am Montag zwei Nächte in Folge zu Protesten mit Ausschreitungen gekommen. Gouverneur Tom Wolf, der wie Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney den Demokraten angehört, hat laut der Zeitung «The Philadelphia Inquirer» selbst bereits mehrere Hundert Mitglieder der Nationalgarde aus dem Bundesstaat mobilisiert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Alyssa Farah, hatte dies am Mittwoch beim TV-Sender Fox News bereits eine «weise Entscheidung» genannt. Die Entscheidung zur Einsetzung der Nationalgarde sollte dazu beitragen, die Unruhen in den Griff zu bekommen.

Auslöser der Proteste war der Tod des 27-jährigen Walter Wallace bei einem Polizeieinsatz am Montag. Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe dieses trotz mehrfacher Aufforderungen nicht fallen lassen, teilte die Polizei mit. Er habe sich auf die Polizisten zubewegt, woraufhin zwei Beamte mehrfach auf ihn gefeuert hätten. Passanten filmten den Vorfall mit ihren Smartphones. Bei den Protesten waren nach Polizeiangaben bereits am Montag 30 Beamte verletzt und 91 Menschen festgenommen worden.


Finales Wahlkampf-Wochenende: Biden und Obama treten gemeinsam auf

WASHINGTON: Am letzten Wochenende vor der US-Wahl wollen der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden und Ex-Präsident Barack Obama mit vereinten Kräften weitere Wähler mobilisieren. Bidens Wahlkampfteam teilte am Mittwoch mit, dass am Samstag ein gemeinsamer Auftritt im wichtigen Bundesstaat Michigan geplant sei. Biden war während der beiden Amtszeiten von Obama US-Vizepräsident. Obama ist im Endspurt vor dem Wahltag am kommenden Dienstag verstärkt in den Wahlkampf gegen US-Präsident Donald Trump eingestiegen und hat seit vergangenen Mittwoch drei Solo-Auftritte in Florida und Pennsylvania für Biden absolviert.

Michigan, Florida und Pennsylvania gehören zu mehreren besonders umkämpften Staaten. Die Ergebnisse dort könnten den Ausgang der Wahl entscheidend beeinflussen. 2016 ging Michigan mit hauchdünner Mehrheit an Trump. Umfragen sehen dort in diesem Jahr den Kandidaten der Demokraten vorne. In Florida deuten die Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hin. In Pennsylvania werden Biden gute Chancen eingeräumt, dort könnte es aber auch eng werden.


US-Wahl: Biden gibt frühzeitig seine Stimme ab

WILMINGTON: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat bei der US-Präsidentenwahl frühzeitig seine Stimme abgegeben. «Wir haben gerade gewählt», sagte Biden am Mittwoch im Anschluss im Beisein seiner Frau Jill vor Reportern in seinem Wohnort Wilmington im Bundesstaat Delaware. Der 77-Jährige tritt bei der Wahl gegen US-Präsident Donald Trump an.

Der republikanische Amtsinhaber hat auch schon gewählt. Trump gab seine Stimme am Samstag in West Palm Beach in Florida ab. Mehrere Bundesstaaten erlauben die persönliche Stimmabgabe vor dem eigentlichen Wahltag am 3. November. Experten rechnen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr damit, dass deutlich mehr Wähler als in anderen Jahren ihre Stimme per Post abgeben.

Nach Daten des «U.S. Elections Project» des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida haben bereits mehr als 73,9 Millionen Amerikaner von der Möglichkeit der frühen Stimmabgabe Gebrauch gemacht. Das entspricht rund 54 Prozent der Gesamtzahl der Wähler 2016.


Polen protestieren den siebten Tag in Folge gegen Abtreibungsverbot

WARSCHAU: In mehreren polnischen Städten sind am Mittwochabend erneut Tausende Menschen gegen eine Verschärfung des Abtreibungsverbots auf die Straße gegangen. Es war der siebte Protesttag in Folge seit der umstrittenen Entscheidung des Verfassungsgerichts, wonach Frauen auch dann nicht abtreiben dürfen, wenn ihr Kind schwere Fehlbildungen hat.

In Polens drittgrößter Stadt Lodz zogen nach Angaben des Senders TVN24 etwa 20.000 überwiegend junge Menschen durch die Innenstadt. Auch im Zentrum der Hauptstadt Warschau versammelten sich am Abend viele Menschen. Die Demonstranten trugen Plakate mit der Aufschrift «Kämpft mit dem Virus, nicht mit den Frauen» und «Kümmert euch um den Leib Christi». Auf anderen Plakaten wurde die nationalkonservative Regierungspartei PiS mit derben Schimpfwörtern attackiert.

Die Organisation Allpolnischer Frauenstreik, die bei den Protesten federführend ist, hatte für Mittwoch zu einem Streik aufgerufen. In vielen Städten blieben in den Stadtverwaltungen, Universitäten und manchen privaten Firmen die Beschäftigten der Arbeit fern - oft mit Billigung ihrer Vorgesetzten. Für den Abend forderte die Organisation die Protestierenden in Warschau auf, vor das Gebäude des Parlaments (Sejm) zu ziehen, wo die Abgeordneten tagten. «Alle vor den Sejm, wir organisieren ihnen den Lockdown», schrieben die Aktivistinnen auf Facebook.


Flugzeugbauer Airbus berichtet über aktuelle Geschäftszahlen

TOULOUSE: Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus berichtet am Donnerstag (06.30 Uhr) über die Geschäftsentwicklung im Zeitraum von Anfang Juli bis Ende September. Der Hersteller hatte seine Verkehrsflugzeug-Produktion wegen des Einbruchs im Flugverkehr und der Notlage vieler Fluggesellschaften um rund 40 Prozent heruntergefahren.

Airbus-Chef Guillaume Faury warnte die Belegschaft Berichten zufolge bereits vor einer schweren und länger andauernden Krise. Das Unternehmen will rund 15.000 Arbeitsplätze abbauen. Auch mehrere Tausend Stellen in Deutschland sind von dem Sparplan betroffen.


EU-Abgeordneter im Hungerstreik für Finanztransaktionssteuer

BRÜSSEL: Um mehr Geld für Klimaschutz, Gesundheit und Soziales zu mobilisieren, ist der französische Europaabgeordnete Pierre Larrouturou in den Hungerstreik getreten. Damit wolle er Druck auf die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron ausüben, schrieb der 56-Jährige am Mittwoch auf Twitter und Facebook. Er bekräftigte dabei seine Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer.

«Das ist doch obszön zu hören, dass es kein Geld für die Gesundheit, das Klima, die Beschäftigung gibt, während es den Finanzmärkten noch nie so gut ging», schrieb Larrouturou, der 2019 für die kleine Linkspartei Nouvelle Donne ins Europäische Parlament eingezogen war und dort der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D) angehört. «Es ist Zeit, diejenigen zahlen zu lassen, die noch nie bezahlt haben», sagte Larrouturou in einem Video.

Mit Blick auf die Beratungen über den langfristigen EU-Haushalt für 2021-2027 bemerkte der Mann aus der südwestfranzösischen Dordogne, dass es in Europa nur einmal alle sieben Jahre die Chance gebe, Dinge zu verändern. Mit seiner Forderung nach einer Steuer auf Wertpapiergeschäfte steht der Franzose nicht alleine da. Auch der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ist für eine Variante. Andere EU-Staaten haben sich gegen eine solche Abgabe gestellt.


Schwedischer EU-Politiker von sexueller Belästigung freigesprochen

STOCKHOLM: Der rechtspopulistische schwedische EU-Parlamentarier Peter Lundgren ist von einem Gericht vom Vorwurf der sexuellen Belästigung freigesprochen worden. Nach Prüfung aller Beweismittel in dem Fall kam das Gericht im schwedischen Jönköping am Mittwoch einstimmig zu dem Schluss, dass es sehr unklar sei, ob, in welcher Weise und unter welchen Voraussetzungen der Europapolitiker die Frau berührt habe und ob diese Handlung in irgendeiner Form als belästigend bezeichnet werden könne.

Kurz vor der Europawahl 2019 waren gegen den Spitzenkandidaten der rechtspopulistischen Schwedendemokraten Voruntersuchungen eingeleitet worden. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll er einer Parteikollegin im Zuge einer Parteiveranstaltung in einem Hotelzimmer im März 2018 an die Brust gefasst haben. Lundgren räumte das zwar ein, bezeichnete den ursprünglichen Bericht der Zeitung «Expressen» darüber aber als übertrieben. Ein straffälliges Verhalten hatte er vor Gericht abgestritten, wie das schwedische Radio berichtete. Die Frau sagte demnach, die Anklage gegen Lundgren sei gegen ihren Willen geschehen.


Präsidententochter kritisiert verschärftes Abtreibungsrecht

WARSCHAU: Im Streit um eine Verschärfung des polnischen Abtreibungsrecht hat die Tochter und Beraterin von Präsident Andrzej Duda gefordert, Frauen bei schweren Fehlbildungen des Kindes weiterhin einen Schwangerschaftsabbruch zu ermöglichen. Sie selbst würde sich zwar aufgrund ihrer Überzeugungen nie zu einem Abbruch entscheiden, schrieb die 24-jährige Kinga Duda am Mittwoch auf Twitter. «Aber in einer Sache, die so unglaublich schwer ist, wie die Vorstellung von der Geburt eines Kindes, das Minuten oder Stunden nach der Geburt sterben kann, sollte die Entscheidung über Fortführung oder Abbbruch der Schwangerschaft bei der Frau liegen».

Sie sei deshalb nicht einverstanden mit der Entscheidung des Verfassungsgerichts, schrieb Kinga Duda weiter. Die Juristin ist als ehrenamtliche Beraterin ihres Vaters tätig.

Die Verfassungsrichter hatten in der vergangenen Woche entschieden, dass Frauen auch dann nicht abtreiben dürfen, wenn ihr Kind schwere Fehlbildungen hat. Ein entsprechender Passus im bisherigen Abtreibungsrecht sei verfassungswidrig. Ohnehin gehört das polnische Abtreibungsrecht schon zu den strengsten in Europa. Seit der Gerichtsentscheidung gibt es landesweite Proteste.


Entwicklungsminister: Afrika darf nicht zum Schrottplatz werden

BERLIN: Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kritisiert den Export von Schrottautos und ausgemusterten Elektrogeräten zur Entsorgung nach Afrika. «Afrika darf nicht zum Schrottplatz der EU und Deutschlands werden. Wir kommen nicht ans Ziel, wenn aus hohen Umweltstandards in Deutschland und Europa folgt, dass der unbequeme Schrott einfach exportiert wird, zu Lasten der Entwicklungsländer», sagte Müller am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Er kritisiert, dass nicht nur Altautos, sondern vor allem auch Elektrogeräte und Müll in großem Umfang illegal in Afrika zu Lasten der Umwelt entsorgt werden. «Ich habe das selbst auf Afrikas größtem Elektroschrottplatz gesehen, in Ghana», so Müller. «Ein Umdenken ist nötig - für ökologisch nachhaltige Lieferketten. Wir brauchen eine kontrollierte Kreislaufwirtschaft, wo jeder zuhause für seinen Müll und Schrott Entsorgungssysteme aufbaut und kontrolliert.»

Afrikas Umwelt wird laut dem UN-Umweltprogramm (Unep) durch eine Flut ausgemusterter Gebrauchtwagen aus den Industrieländern belastet. «Millionen gebrauchter Personenwagen, Vans und Minibusse, die von Europa, Japan und den USA in die Entwicklungsländer exportiert werden, tragen erheblich zur Luftverschmutzung bei und behindern Anstrengungen, die Effekte des Klimawandels abzumildern», heißt es in einem am Montag veröffentlichten Unep-Bericht. Zwischen 2015 und 2018 seien weltweit 14 Millionen Gebrauchtwagen exportiert worden, von denen rund 80 Prozent in arme Länder gingen.


Irans Präsident mahnt Frankreich wegen Mohammed-Karikaturen

TEHERAN: Im Streit um den Umgang mit Mohammed-Karikaturen in Frankreich hat der iranische Präsident Hassan Ruhani die Achtung der islamischen Werte eingefordert. «Obwohl nicht beabsichtigt, führen solche Aussagen (wie des französischen Präsidenten Emmanuel Macron) nur zu mehr Gewalt und Blutvergießen», erklärte Ruhani am Mittwoch. Gerade Länder wie Frankreich, die stets von Freiheit, Brüderlichkeit, Demokratie und Zivilisation sprächen, sollten Beleidigungen anderer Kulturen nicht zulassen. Stattdessen müsse man für die weltweite Achtung dessen sorgen, was 1,9 Milliarden Menschen heilig sei, erklärte der Präsident auf seiner Webseite.

Macron hatte bei einer Gedenkfeier für den von einem Islamisten ermordeten Geschichtslehrer Samuel Paty bekräftigt, dass die Veröffentlichung auch religionskritischer Karikaturen von der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Dies führte zu Protesten in der islamischen Welt, vor allem in den sunnitischen Ländern Türkei und Pakistan. Der schiitische Iran hatte nach Macrons Äußerungen am Dienstag den Geschäftsträger der französischen Botschaft in Teheran einbestellt und gemahnt, Islamophobie führe nur zu weiteren radikalen Reaktionen islamistischer Gruppen.


Atommülltransport auf dem Weg von England nach Deutschland

SELLAFIELD: Sechs hochradioaktive Castor-Behälter aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield sind mit einem Spezialschiff auf dem Weg nach Deutschland. Die «Pacific Grebe» hat am späten Dienstagabend (24 Uhr MEZ) den Hafen Barrow-in-Furness in der Nähe von Sellafield verlassen, wie das Unternehmen International Nuclear Services (INS) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das Schiff werde nun einen deutschen Hafen ansteuern, von wo die Fracht per Bahn ins hessische Zwischenlager Biblis gebracht werde.

Welchen Hafen die «Pacific Grebe» mit dem Atommüll an Bord ansteuert, teilte INS nicht mit. Atomkraftgegner und Umweltschützer gehen davon aus, dass die Behälter über den niedersächsischen Hafen Nordenham ins Land kommen. INS ist nach eigenen Angaben seit 40 Jahren auf den weltweiten Transport von Atommaterial spezialisiert.


Festnahmen in Katalonien wegen Puigdemont-Finanzierung

BARCELONA: Wegen möglicherweise illegaler Praktiken bei der Finanzierung des im belgischen Exil lebenden Anführers der katalanischen Separatisten, Carles Puigdemont, sind in seiner Heimat mehrere Menschen festgenommen worden. Mehrere Hundert Polizisten seien an dem Einsatz am Mittwoch beteiligt gewesen. Dabei seien Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse gegen etwa 30 Personen und Unternehmen aus dem Umfeld der Unabhängigkeitsbewegung vollstreckt worden, berichteten spanische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Justizkreise.

Unter den Festgenommenen befänden sich Unternehmer, die der linken Separatistenpartei ERC sowie Puigdemonts Partei Junts per Catalunya nahestünden und zum Teil früher wichtige politische Positionen innehatten, berichteten die Zeitungen «La Vanguardia» und «El País» sowie der staatliche Fernsehsender RTVE. Dabei gehe es unter anderem um den Verdacht, dass Puigdemonts Aufenthalt in Belgien durch die Veruntreuung öffentlicher Mittel finanziert worden sein könnte.

Der frühere Chef der Regionalregierung war nach dem illegalen Unabhängigkeitsreferendum und der versuchten Abspaltung Kataloniens von Spanien nach Belgien geflohen. Bei der Europawahl 2019 wurde er ins EU-Parlament gewählt. Auf Antrag der spanischen Justiz eröffnete das Parlament im Januar ein Prüfverfahren zur Aufhebung der Immunität. Spanien will Puigdemont vor Gericht stellen. Etliche seiner Mitstreiter, die sich nicht ins Ausland abgesetzt hatten, wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.


Aufruf zum Boykott französischer Produkte und Protest

ISLAMABAD: In Pakistan hat der Vorsitzende der neuen Oppositionsbewegung PDM Händler zum Boykott französischer Produkte aufgerufen. Maulana Fazalur Rehman, der auch Präsident der konservativen Partei Jamiat Ulema-e Islam ist, forderte am Mittwoch zudem einen Stopp von Importen aus Frankreich. Islamische Parteien kündigten Proteste gegen Frankreichs Position zu Meinungsfreiheit und Karikaturen des Propheten Mohammed an.

Premierminister Imran Khan forderte in einem Brief an muslimische Staaten, gemeinsam die Stimme zu erheben. «Wir als Führer der muslimischen Politik müssen die Initiative ergreifen, um ein Ende des Kreislaufs von Hass und Gewalt zu fordern», so Khan. Am Montag hatte Pakistan bereits den französischen Botschafter einbestellt.

Zuvor hatte die Veröffentlichung umstrittener Mohammed-Karikaturen in Teilen der muslimischen Welt für Protest gesorgt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte sich für Meinungsfreiheit und Veröffentlichen von Karikaturen ausgesprochen - zuletzt bei der Gedenkfeier für den von einem mutmaßlichen Islamisten enthaupteten Lehrer Samuel Paty. Viele Muslime lehnen eine bildliche Darstellung des Propheten ab und empfinden sie als beleidigend, explizit verboten ist sie im Koran aber nicht.


Amt: Elefanten mutmaßlich infolge von Transport gestorben

BUDAPEST: In Ungarn sind die beliebten Zirkuselefanten Mambo und Betty gestorben - nach amtlichen Angaben mutmaßlich infolge eines Transports. Der Vorfall habe sich Mitte August ereignet, erklärte das ungarische Landwirtschaftsministerium am Dienstag auf seiner Facebook-Seite. Mambo und Betty gehörten zum Zirkus Casselly, der auch in Deutschland unterwegs ist. Das Unternehmen äußerte sich bislang auf Nachfrage nicht zur Erklärung der ungarischen Behörden.

In der vergangenen Woche hatte die Tierschutzorganisation Pro Wildlife von einem mutmaßlichen Erstickungstod der beiden Elefanten in einem Transporter gesprochen. René Casselly jr., der in der Zirkusfamilie für die Elefanten verantwortlich ist, hatte noch vor der Erklärung des Landwirtschaftsministeriums die Berichte der Tierschützer zurückgewiesen: Die Tiere seien nach dem Transport in ihrem Gehege nahe der westungarischen Stadt Györ an einer «unbekannten Krankheit» gestorben, sagte er mehreren Medien. Einen dritten Elefanten mit dem Namen Tonga habe der Tierarzt gerade noch retten können. Von einer Obduktion der toten Tiere habe man «aus Pietätsgründen» Abstand genommen.

In der Erklärung des Ministeriums heißt es: «Aufgrund der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen sind die beiden Tiere infolge eines Transports im Inland gestorben. (...) Der behandelnde Tierarzt fand keine Anzeichen einer infektiösen Erkrankung. Das Verenden der Tiere hat wahrscheinlich ein Zwischenfall im Zusammenhang mit dem Transport verursacht.» Die Untersuchung dauere aber noch an, fügte die Behörde hinzu und bestätigte außerdem, dass der Tierarzt den dritten Elefanten durch «schnelles und sachgemäßes Eingreifen» gerettet habe.


Kosten für Verkehrspolizei müssen bei Lkw-Maut draußen bleiben

LUXEMBURG: Die Kosten für die Verkehrspolizei dürfen bei der Erhebung der Lkw-Maut in Deutschland nicht berechnet werden. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Mittwoch in Luxemburg und gab damit einer polnischen Spedition recht. Diese hatte in Deutschland Klage auf Rückzahlung der Mautgebühren erhoben. Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hatte den Europäischen Gerichtshof um Klärung gebeten. (Rechtssache C-321/19)

Laut EuGH sind bei der Festsetzung der Mautgebühren ausschließlich die Infrastrukturkosten, also für Bau sowie Betrieb, Instandhaltung und Ausbau des betreffenden Verkehrswegenetzes, zu berücksichtigen. «Polizeiliche Tätigkeiten fallen aber in die Verantwortung des Staates, der dabei hoheitliche Befugnisse ausübt und nicht lediglich als Betreiber der Straßeninfrastruktur handelt», urteilten die höchsten europäischen Richter. Die Kosten der Verkehrspolizei könnten daher nicht als Kosten für den Betrieb im Sinne der Richtlinie über die Erhebung von Gebühren angesehen werden.


Handelskonzern Carrefour steigert Umsatz und profitiert von Corona

BOULOGNE-BILLANCOURT: Der französische Handelskonzern Carrefour hat im dritten Quartal von der hohen Zahl an Menschen im Homeoffice im Zuge der Corona-Krise und der anziehenden Nachfrage nach Lebensmitteln profitiert. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Umsätze konzernweit um 8,4 Prozent auf rund 19,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Boulogne-Billancourt mitteilte. Dies sei das beste Abschneiden in den vergangenen 20 Jahren gewesen, hieß es.

Besonders stark legte das Online-Geschäft zu, das ein Umsatzplus von rund zwei Dritteln verzeichnete. Aber auch in Brasilien zogen die Erlöse deutlich an und kletterten um mehr als ein Viertel. Im stark umkämpften Heimatmarkt Frankreich und in Spanien konnte Carrefour ebenfalls wachsen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Carrefour-Chef Alexandre Bompard, der die Resultate auch als Zeichen dafür wertete, dass das laufende Umbauprogramm der Franzosen erfolgreich sei. Bompard hat dem Einzel- und Großhändler einen strikten Sparkurs verordnet und bestätigte nun die Ziele. So will Carrefour von Ende 2020 an weiterhin drei Milliarden Euro pro Jahr einsparen. Bis 2022 will der Konzern zudem den Absatz über das Internet und die Verkäufe von Bio-Produkten steigern sowie Immobilien verkaufen.


Puma kehrt zu Wachstum zurück - Weiter kein Ausblick

HERZOGENAURACH: Der Sportartikelhersteller Puma SE ist im dritten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Quartal habe sich dabei viel besser entwickelt, «als ich es erwartet hatte», kommentierte Vorstandschef Björn Gulden die am Mittwoch vorgelegten Zahlen. Für das vierte Quartal blieb der Manager jedoch vorsichtig. Der Oktober habe gut begonnen, jedoch werde das Unternehmen wegen der steigenden Infektionszahlen vorsichtiger. Auf einen Ausblick auf das Gesamtjahr verzichtet Puma daher weiterhin.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,58 Milliarden Euro, wie Puma in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt lag das Plus bei 13,3 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich um 16,8 Prozent auf 190 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Puma 113,6 Millionen Euro, das waren 13 Prozent mehr. Im zweiten Quartal waren Umsatz und Ergebnis wegen der weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch eingebrochen.

Nach neun Monaten steht noch ein Umsatzminus von 7,7 Prozent zu Buche, das Ebit liegt weit unter dem Vorjahresniveau. Die Kreditlinie von 900 Millionen Euro, die sich Puma im Zuge der Pandemie im Mai gesichert hatte, wurde den Angaben zufolge noch nicht in Anspruch genommen.


Opel-Mutterkonzern PSA mit leichtem Umsatzrückgang

PARIS: Der Umsatz des Opel-Mutterkonzerns PSA ist von Anfang Juli bis Ende September im Vorjahresvergleich leicht um 0,8 Prozent auf 15,45 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Hersteller setzte knapp 589.000 Fahrzeuge ab, das war ein Minus von 12,7 Prozent, wie PSA am Mittwoch in Paris mitteilte. Bei Opel mit der britischen Schwestermarke Vauxhall gab es im dritten Vierteljahr sogar einen Rückgang um 22,3 Prozent auf rund 151.000 Fahrzeuge.

Von Januar bis Ende September setzte der Konzern mit den Stammmarken Peugeot und Citroën 40,57 Milliarden Euro um, deutlich weniger als die 53,92 Milliarden Euro in den neun Monaten des Vorjahreszeitraums. PSA wurde nach früheren Angaben - wie andere Autohersteller auch - von der coronabedingten Nachfrageschwäche getroffen.

Der von Carlos Tavares geführte Konzern will mit dem italienisch-amerikanischen Konkurrenten Fiat Chrysler fusionieren. Die Unternehmen bestätigten in einer Mitteilung, dass der Mega-Zusammenschluss bis Ende März abgeschlossen werden soll - das entspricht der bisherigen Planung.


Sony hebt Jahresprognose deutlich an

TOKIO: Der japanische Elektronikriese Sony hat den Gewinn in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres verdoppelt und die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Wie der Hersteller der Playstation am Mittwoch bekanntgab, stieg der Nettoertrag zwischen April und September dank kräftiger Zuwächse im Spiele- und Musikgeschäft um 104 Prozent auf 692,89 Milliarden Yen (rund 5,6 Mrd Euro). Der Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr um 0,9 Prozent auf 4,08 Billionen Yen.

Sony erwartet jetzt für das noch bis zum 31. März 2021 laufende Gesamtgeschäftsjahr einen Nettogewinn von 800 Milliarden Yen, ein Anstieg zum Vorjahr von 37,4 Prozent. Der Umsatz dürfte demnach um 2,9 Prozent auf 8,5 Billionen Yen steigen.


Deutsche-Bank-Chef: Auf gutem Weg zu Vorsteuergewinn im Gesamtjahr

FRANKFURT/MAIN: Nach einem überraschend guten dritten Quartal wächst bei der Deutschen Bank die Zuversicht. Trotz des beispiellosen Konjunktureinbruchs infolge der Corona-Pandemie sei Deutschlands größtes Geldhaus 2020 durchgehend profitabel gewesen, bilanzierte Konzernchef Christian Sewing am Mittwoch: «Nach neun Monaten beläuft sich unser Gewinn auf 846 Millionen Euro vor Steuern, sodass wir weiterhin zuversichtlich sind, auch für das Gesamtjahr ein positives Vorsteuerergebnis zu erreichen.»

Nach einer Serie von Verlustjahren läuft bei der Deutschen Bank seit Mitte 2019 ein tiefgreifender Konzernumbau. Das Institut hat sich aus einigen Geschäftsfeldern zurückgezogen, das Investmentbanking wurde verkleinert. Zudem soll bis Ende 2022 die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern um etwa 18.000 auf weltweit 74.000 verringert werden. Auch das Filialnetz in Deutschland wird um gut 100 Standorte auf 400 geschrumpft.


VW-Tochter Traton will mit japanischer Hino Elektro-Lkw entwickeln

MÜNCHEN/TOKIO: Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton und ihr japanischer Partner Hino wollen zusammen künftig Elektro-Lkw entwickeln. Dazu haben die Unternehmen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, wie Volkswagen am Mittwoch in München mitteilte. «Dieses neue Joint Venture mit unserem starken Partner Hino ist der nächste wichtige Schritt in der Elektrifizierung», sagte Traton-Vorstandschef Matthias Gründler. So soll die gemeinsame Entwicklung batterieelektrischer Fahrzeuge, von Brennstoffzellen-Lkw und Komponenten vorangetrieben werden. Darüber hinaus wollen Traton und Hino gemeinsame Elektroplattformen inklusive Software und Schnittstellen entwickeln.

Traton und Hino haben bereits 2018 eine grundsätzliche Kooperation beschlossen und hatten im vergangenen Jahr auch ein Gemeinschaftsunternehmen für den Einkauf von Teilen gegründet. Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen prüfen. Das Elektro-Joint-Venture werde zunächst im schwedischen Södertälje angesiedelt und in einem weiteren Schritt auf Tokio ausgedehnt. Traton besteht vor allem aus dem Münchener Lkw- und Busbauer MAN sowie den Schweden von Scania. Traton will bis 2025 eine Milliarde Euro in die Elektrifizierung investieren.


Darts-Profi Hopp: Habe große Chance in meiner Karriere vertan

OBERHAUSEN: Unmittelbar vor der EM in Oberhausen hat sich Deutschlands bekanntester Darts-Profi Max Hopp noch einmal an sein bitteres EM-Aus 2018 erinnert. «Da hätte ich richtig gute Chancen gehabt, mein erstes Major zu gewinnen. Ich habe an diesem Abend eine große Chance in meiner Karriere vertan», sagte Hopp der Deutschen Presse-Agentur vor den diesjährigen Titelkämpfen. Der 24-Jährige hatte damals im Halbfinale gegen James Wade 9:10 verloren. Der EM-Halbfinaleinzug ist bis heute der größte Erfolg in Hopps Karriere.

Bei der diesjährigen EM trifft der Weltranglisten-34. zum Auftakt am Donnerstag (ab 16.00 Uhr/DAZN und Sport1) auf den Waliser Jonny Clayton. In der Rangliste, die immer über zwei Jahre läuft, hat der Hesse nun das Preisgeld von der EM 2018 zu verteidigen. «Da lastet schon ordentlich Druck drauf. Ich weiß, dass ich in der Rangliste ein, zwei Plätze fallen könnte», sagte Hopp. Neben ihm ist in Gabriel Clemens ein zweiter deutscher Starter in Oberhausen dabei. Er bekommt es gleich zum Auftakt mit Weltmeister Peter Wright aus Schottland zu tun.


Polizei: Beverly Hills sperrt am Wahltag Shoppingmeile Rodeo Drive

LOS ANGELES: Die Luxus-Shoppingmeile Rodeo Drive im kalifornischen Beverly Hills wird am Tag der US-Wahl und am Folgetag vorsichtshalber gesperrt. Dies teilte der Polizeichef des Nobelortes, Dominick Rivetti, am Dienstag, eine Woche vor dem Wahltag (am 3. November), in einer Videobotschaft mit.

Seine Behörde werde in «voller Alarmbereitschaft» sein, sagte Rivetti mit Blick auf mögliche Proteste und Ausschreitungen. Beverly Hills setze auf «proaktives Handeln», um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten. Rodeo Drive, eine palmengesäumte Shopping-Allee mit vielen Edel-Boutiquen, werde für Autos und Fußgänger zwei Tage lang gesperrt.

Am Rande von Protesten gegen Polizeigewalt, Brutalität und Ungerechtigkeit gegen Schwarze war es in den letzten Monaten in US-Städten, darunter auch in Beverly Hills, zu Ausschreitungen gekommen.

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