Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Japans Premier nennt Raketenstarts Nordkoreas «völlig inakzeptabel»

TOKIO: Der japanische Regierungschef Fumio Kishida hat die wiederholten Raketenstarts Nordkoreas als «völlig inakzeptabel» verurteilt.

Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag. Die Geschosse seien zwischen 350 und 800 Kilometer weit und in einer maximalen Höhe von 50 bis 100 Kilometer geflogen, berichtete Japans Verteidigungsminister Yasukazu Hamada. Sie seien außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Japans ins Meer gestürzt. Über ihre Botschaft in Peking übergab Japans Regierung einen formellen Protest an die diplomatische Vertretung Nordkoreas in der chinesischen Hauptstadt.


Nordkorea feuert erneut Raketen ab

SEOUL/TOKIO: Ungeachtet starker Proteste hat Nordkorea seine Serie von Raketentests fortgesetzt. Das südkoreanische Militär teilte mit, Nordkorea habe am Donnerstag erneut zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer) abgefeuert, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Die Geschosse seien bei der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang gestartet worden. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Am Mittwoch hatte Südkorea mitgeteilt, die USA wollten ihren nukleargetriebenen Flugzeugträgers «USS Ronald Reagan» erneut in die Gewässer östlich der koreanischen Halbinsel entsenden.

Zuletzt war das Schiff im September zu seinem ersten Besuch in Südkorea seit fast vier Jahren eingetroffen und hatte an einem Seemanöver zwischen südkoreanischen und US-Streitkräften teilgenommen. Es wird laut Yonhap erwartet, dass der Flugzeugträger an einer weiteren Übung mit Südkorea und Japan in den internationalen Gewässern teilnehmen wird.

Am Dienstag hatte Pjöngjang eine ballistische Mittelstreckenrakete abgefeuert, die - erstmals seit knapp fünf Jahren - über die japanische Inselgruppe geflogen war. Sowohl die USA als auch die Nato verurteilten den Test scharf. Als Reaktion schossen die USA und Südkorea am Mittwoch vier Boden-Boden-Raketen in Richtung des Japanischen Meers.

Das letzte Mal, als Nordkorea 2017 eine Rakete über Japan fliegen ließ, führte das Land nur wenige Tage später einen Atomwaffentest durch. UN-Resolutionen untersagen Nordkorea die Erprobung von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf befördern können. Seit dem 25. September hat Nordkorea damit sechs Mal Raketen abgeschossen.


US-Ermittler erreichen beschleunigte Prüfung in Trump-Verfahren

WASHINGTON: Im juristischen Tauziehen um den Umgang des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump mit Geheimdokumenten bekommen US-Ermittler eine Chance, die Untersuchungen zu beschleunigen. Das zuständige Berufungsgericht stimmte ihrem Antrag zu, den Widerspruch gegen die Einsetzung eines externen Prüfers mit Vorrang zu behandeln. Die beiden Seiten sollen nun spätestens bis zum 17. November ihre Argumente austauschen, eine Fristverlängerung schloss das Gericht am Mittwoch aus. Danach soll über eine mündliche Verhandlung entschieden werden.

Das US-Justizministerium will mit dem Widerspruch den von einer Bezirksrichterin verfügten Einsatz eines Sonderprüfers kippen, der die im August bei Trump beschlagnahmten Dokumente durchgehen soll. Ziel dabei ist, unter den 11.000 Dokumenten erst diejenigen herauszufiltern, die etwa vom Anwaltsgeheimnis geschützt oder Trumps Privateigentum sein könnten.

Das Berufungsgericht erlaubte zuvor den Behörden, rund 100 beschlagnahmte Dokumente mit Geheimvermerk weiter für die Ermittlungen auszuwerten. Trumps Seite zog am Dienstag vor das Oberste Gericht der USA, um das zu unterbinden.

Anfang August hatte die Bundespolizei FBI Trumps Anwesen im US-Bundesstaat Florida durchsucht. Das FBI beschlagnahmte diverse Verschlusssachen, einige mit höchster Geheimhaltungsstufe. Dieses Material hätte dem Gesetz nach eigentlich an das Nationalarchiv gegeben werden müssen. Dadurch, dass er die Unterlagen nach seinem Ausscheiden aus dem Amt in seinem Privathaus aufbewahrte, könnte Trump sich strafbar gemacht haben.


Keine gemeinsame Haltung des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea in Sicht

NEW YORK: Nach dem erneuten Raketentest Nordkoreas ist eine gemeinsame Haltung des UN-Sicherheitsrates nicht in Sicht. Bei einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch in New York wurde Diplomaten zufolge keine Einigung auf einen Text erwartet. Demnach sei ein Vorschlag zu einer gemeinsamen Stellungnahme von China im Vorfeld des Treffens blockiert worden.

Die US-amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield mahnte bei der Sitzung im mächtigsten UN-Gremium: «Indem wir diesem Rat angehören, haben wir alle die große Verantwortung übernommen, den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit zu schützen und zu verteidigen.» Nordkorea fühle sich auch von der Inaktivität des Sicherheitsrates zu seinen Taten ermutigt. Washington sei derweil weiterhin zu Verhandlungen mit Pjöngjang bereit.

Der stellvertretende chinesische Botschafter Geng Shuang hingegen gab den USA eine Schuld am Verhalten Nordkoreas. Washington habe in der Vergangenheit auf Maßnahmen des Landes zur Denuklearisierung nicht angemessen reagiert. Er forderte die USA auf, «Bedingungen für die Aufnahme eines Dialogs zu schaffen». China gilt als wichtigster Partner Nordkoreas.

Pjöngjang hatte am Dienstag eine ballistische Mittelstreckenrakete in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer) abgefeuert. Es ist das erste Mal seit knapp fünf Jahren, dass eine nordkoreanische Rakete über die japanische Inselgruppe geflogen ist. Am Samstag hatte Nordkorea bereits zwei ballistische Kurzstreckenraketen getestet.


Netanjahu kommt während Feiertagsgebet ins Krankenhaus

TEL AVIV: Israels Oppositionsführer und früherer Regierungschef Benjamin Netanjahu ist am höchsten jüdischen Feiertag ins Krankenhaus gekommen. Er habe sich während des Jom-Kippur-Gebetes in der Synagoge unwohl gefühlt und sich selbstständig ins Krankenhaus begeben, teilte ein Sprecher am Mittwochabend mit. Erste Tests seien normal ausgefallen, es gehe ihm jetzt besser. Zur Sicherheit bleibe der 72-Jährige jedoch vorsorglich über Nacht im Krankenhaus. Nach Angaben des Sprechers hat Netanjahu während des Feiertags gefastet.

Israels Regierungschef Jair Lapid wünschte Netanjahu am Abend auf Twitter eine schnelle Genesung. Am 1. November wählt Israel ein neues Parlament. Netanjahu strebt eine Rückkehr als Ministerpräsident an.

An Jom Kippur verzichten viele Jüdinnen und Juden für 25 Stunden auf Essen und Trinken. Der höchste jüdische Feiertag begann am Dienstagabend nach Sonnenuntergang und endete am Mittwochabend. Jedes Jahr kommt es auch zu Notfällen. Nach Angaben von Israels Rettungsdienst Magen David Adom wurden in diesem Jahr rund 268 Menschen behandelt, die in Ohnmacht fielen, dehydriert waren oder sich wegen des Fastens unwohl fühlten.


Biden nach Hurrikan «Ian»: Wiederaufbau in Florida wird Jahre dauern

WASHINGTON/FORT MYERS: Der Wiederaufbau im US-Bundesstaat Florida nach Hurrikan «Ian» wird US-Präsident Joe Biden zufolge Jahre dauern. «Das wird sehr, sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, nicht nur Wochen oder Monate. Es wird Jahre dauern», sagte Biden bei einem Besuch in Fort Myers. Er versprach den Menschen, dass die US-Regierung an deren Seite stehen werde - auch wenn die Fernsehkameras wieder weg sein würden. «Wir werden besser daraus hervorgehen, denn wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika», sagte Biden.

Der US-Präsident und seine Ehefrau Jill hatten sich unter anderem in einem Hubschrauber ein Bild von der Lage gemacht. Sie trafen im Anschluss mit Floridas Gouverneur Ron DeSantis zusammen. Man rechne damit, dass diese Wirbelstürme wirklich schlimm werden könnten, sagte dieser. Oftmals trete dies dann aber gar nicht ein. Bei «Ian» seien allerdings die schlimmsten Befürchtungen eingetreten.

«Ian» war vor einer Woche als Hurrikan der Stufe vier von fünf in Florida auf Land getroffen. Bei seinem Zug quer über den südlichen US-Bundesstaat richtete er gewaltige Schäden und kostete Dutzenden Menschen das Leben.


Scholz weist internationale Kritik an Deutschland in Krise zurück

LA CORUÑA: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat internationale Kritik am deutschen Kurs in der Energiekrise zurückgewiesen. Scholz sagte am Mittwoch nach den deutsch-spanischen Regierungskonsultationen in La Coruña auf eine entsprechende Frage hin, Deutschland habe mit seinen Entscheidungen, um die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland zu gewährleisten, zugleich «sehr, sehr viele weitreichende» Entscheidungen getroffen, um die Energieversorgungssicherheit für ganz Europa zu gewährleisten.

Der Kanzler nannte den Aufbau eigener LNG-Terminals in Deutschland. Diese Kapazitäten würden Deutschland auch in die Lage versetzen, über das deutsche Netz viele Nachbarn wie die Tschechische Republik, die Slowakei oder Österreich mit Gas mit zu versorgen. Diese Infrastruktur könne später auch für Wasserstoff genutzt werden.

Die Bundesregierung hatte ein bis zu 200 Milliarden schweres Energie-Entlastungspaket für Bürger und Unternehmen angekündigt. Länder wie Italien, Spanien oder Luxemburg hatten kritisiert, dass nicht alle Länder die finanziellen Mittel hätten, um solche Maßnahmen zu finanzieren und daher der Binnenmarkt verzerrt werden könnte.

Auf eine Frage, was er von einem grundsätzlichen Preisdeckel auf Gasimporte hält, ging Scholz nicht direkt ein. Er sagte, man müsse dafür sorgen, dass die Preise für Strom und für Gas auf den Weltmärkten sinken. Zugleich müssten bei den aktuell hohen Preisen Bürger und Unternehmen unterstützten. Es sei ganz wichtig, dass in nächster Zeit Resilienz und Souveränität Europas gestärkt werden. Das könne nur in engster Kooperation mit vielen Ländern gelingen, die Gas produzieren, auf dem Weltmarkt verkaufen und den Ländern, die die Nachfrage haben.


Mexiko verlängert Militärpräsenz auf den Straßen bis 2028

MEXIKO-STADT: Im Kampf gegen die Drogenkartelle kann das mexikanische Militär mindestens bis 2028 weiter im Inneren eingesetzt werden. Der Senat stimmte in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) mit Zweidrittelmehrheit dafür, das Mandat der Streitkräfte für die öffentliche Sicherheit um weitere vier Jahre zu verlängern. «Wir haben Vertrauen in die Angehörigen der Streitkräfte», sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador. Bisher war der Einsatz des Militärs vorläufig nur bis 2024 erlaubt.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten den wachsenden Einfluss des Militärs im Inneren. «Damit wird eine militarisierte Sicherheitspolitik ohne robuste zivile Kontrolle eingeführt», hieß es in einer Stellungnahme der Nichtregierungsorganisation Centro Prodh. «Mexiko entfernt sich weiter von internationalen Standards.»

Drogenkartelle und Verbrechersyndikate kontrollieren ganze Regionen Mexikos und kämpfen untereinander um Einflussgebiete und Schmuggelrouten. Die Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, das staatliche Gewaltmonopol überall durchzusetzen. Seit Beginn des sogenannten Drogenkriegs 2006 übernehmen die Streitkräfte immer mehr Aufgaben im Inneren. Kritiker bemängeln allerdings, dass sie für polizeiliche Aufgaben nicht ausgebildet sind und zu einer Eskalation der Gewalt beitragen.


Chemie-Nobelpreisträger Sharpless: «Glücklichster Mensch der Welt»

STANFORD: Der US-Chemiker Barry Sharpless (81) hat die Nachricht von seiner Auszeichnung mit seinem zweiten Chemie-Nobelpreis von seiner Ehefrau bekommen - und sich dann erstmal wieder schlafen gelegt. «Ich wurde gegen halb drei Uhr nachts aufgeweckt und Jen hat einen Computer in mein Gesicht gehalten, auf dem drei Gesichter abgebildet waren», sagte Sharpless bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Kalifornien. «Dann hatte ich das Glück, noch ein bisschen schlafen zu können, während sie sich um die Dinge gekümmert hat.»

Sharpless war gemeinsam mit dem Dänen Morten Meldal und der US-Amerikanerin Carolyn Bertozzi für Methoden zum besonders effizienten Aufbau von Biomolekülen und zum zielgerichteten Markieren von Zellstrukturen mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden.

Für Sharpless, der am Scripps Research Institute in La Jolla in Kalifornien forscht, ist es nach 2001 bereits der zweite Chemie-Nobelpreis. Damit ist er neben Frederick Sanger die einzige Person, welcher zweimal diese Ehre zuteil wurde. Insgesamt erhielten einschließlich Sharpless sieben Menschen oder Organisationen zweimal den Nobelpreis. «Zum zweiten Mal zu gewinnen, ist absolut aufregend und es ist so befriedigend, dass es in meinem Leben passiert», sagte Sharpless. «Ich hatte schon immer Glück, aber jetzt denke ich, bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt.»

2001 hatte Sharpless den Anruf aus Stockholm verschlafen. Erst rund zwei Stunden danach riss ihn das Klingeln eines Kollegen aus dem Schlaf. Nach den Worten seiner Frau «hüpfte Barry aus dem Bett und sprang unter die Dusche». Er sei mächtig aufgeregt, sagte sie damals der Deutschen Presse-Agentur.


Nach Skandal: Chef der Zollverwaltung tritt zurück

PODGORICA: Nach einem Skandal um beschlagnahmte und anschließend verschwundene Zigaretten ist der Generaldirektor der montenegrinischen Zollverwaltung, Rade Milosevic, zurückgetreten. Er habe das Amt niedergelegt, um sich auf die Entkräftung entsprechender Vorwürfe gegen seine Person und die Regierung zu konzentrieren, berichtete die Webseite des staatlichen Fernsehens RTCG am Mittwoch. Dem Sender lag das Rücktrittsschreiben vor.

Dem Portal «cdm.me» zufolge soll es vor dem Rücktritt eine heftig geführte Aussprache zwischen Milosevic und dem amtierenden Ministerpräsidenten Dritan Abazovic gegeben haben. Der Zollchef stammt aus der grün-liberalen Kleinpartei URA, die Abazovic anführt. Im Mittelpunkt des Skandals steht eine Lkw-Ladung von geschmuggelten Zigaretten, die der Zoll beschlagnahmt und zur ordnungsgemäßen Vernichtung vorgesehen hatte.

Wie jedoch die Strafbehörden herausfanden, soll der Großteil der Zigaretten nicht vernichtet, sondern der Schmuggler-Mafia zugespielt worden sein. In den letzten Tagen nahm die Sonderstaatsanwaltschaft mehrere Beamte aus der Führung der Zollverwaltung fest. Milosevic war am letzten Samstag als Zeuge einvernommen worden.

Zigarettenschmuggel ist im kleinen Adrialand ein notorisches Problem. Immer wieder unterstützen korrupte staatliche Stellen die Schmugglerbanden. Auch dem pro-westlichen Präsidenten Milo Djukanovic war in der Vergangenheit eine Beteiligung vorgeworfen worden. Die seit Ende 2020 regierende Anti-Djukanovic-Koalition hatte versprochen, Kriminalität und Korruption zu bekämpfen.


Prozess zu Zugunglück mit 80 Toten begonnen

SANTIAGO DE COMPOSTELA: Mehr als neun Jahre nach einem verheerenden Zugunglück mit 80 Todesopfern im Nordwesten Spaniens hat der Prozess gegen die zwei beschuldigten Männer begonnen. Auf der Anklagebank nahmen am Mittwoch in Santiago de Compostela der Lokführer des Unglückszuges sowie der damalige Sicherheitschef der spanischen Bahngesellschaft Adif Platz. Die Staatsanwaltschaft fordert für beide je vier Jahre Haft.

Die beiden Angeklagten werden unter anderem der Tötung wegen «grober Fahrlässigkeit» in 80 Fällen bezichtigt. Sie sollen Donnerstag und Freitag den Staatsanwälten und der Verteidigung Rede und Antwort stehen. Insgesamt sollen zudem in den nächsten neun Monaten knapp 700 Zeugen und Experten aussagen. Der von Richterin María Elena Fernández Currás geleitete Prozess soll deshalb nicht vor Juli nächsten Jahres zu Ende gehen.

Zum Prozessauftakt versammelten sich Hunderte von Menschen vor dem Verhandlungsort in der «Stadt der Kultur» Santiago de Compostela, um gegen die Langsamkeit der Justiz zu protestieren. «Wir hoffen, dass der Gerechtigkeit jetzt endlich Genüge getan wird», sagte der Anwalt des Zusammenschlusses der Opfer und Hinterbliebenen, Manuel Alonso Cerezuelo, dem staatlichen Fernsehsender RTVE.

Der Unglückszug fuhr am 24. Juli 2013 in Angrois wenige Kilometer vor Santiago de Compostela in Galicien mit 192 Stundenkilometern in eine Kurve, in der nur Tempo 80 zugelassen war. Der Zug entgleiste. Neben den 80 Todesopfern gab es auch 145 Verletzte. Medien sprachen damals vom schlimmsten Zugunglück der vergangenen 40 Jahre in Spanien.


Attacke am Hotel-Pool: Mindestens sechs Tote

EL SEMILLERO: Bei einem bewaffneten Angriff am Pool eines Hotels sind im Süden von Guatemala mindestens sechs Menschen getötet worden. Drei Männer und drei Frauen kamen in dem Hotel in der Ortschaft El Semillero ums Leben, wie örtliche Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Polizei berichteten. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass Angehörige der Jugendbande «Barrio 18» von Mitgliedern der rivalisierenden Gang «Mara Salvatrucha» (MS) angegriffen wurden. Beide Gruppen werden für zahlreiche Gewalttaten in Mittelamerika verantwortlich gemacht.

In Guatemala, dem bevölkerungsreichsten Land der Region mit 17 Millionen Einwohnern, hatte zuletzt die Zahl der Tötungsdelikte deutlich zugenommen. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden mehr als 2860 Menschen getötet. Nach Angaben des Nationalen Forensischen Instituts war das ein Anstieg um 10,3 Prozent gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr.


Erste Sitzung des neuen Parlaments am 13. Oktober

ROM: Nach der Parlamentswahl in Italien soll die neue Abgeordnetenkammer in Rom am 13. Oktober zum ersten Mal zusammenkommen. Bei der konstituierenden Sitzung sollen die Mitglieder einen neuen Präsidenten für die größere der beiden Parlamentskammern wählen, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung hieß. Der kleinere Senat hatte zunächst noch keine Agenda veröffentlicht. Auch er muss einen neuen Präsidenten wählen.

Nach dem Wahlsieg der rechtsnationalistischen Fratelli d'Italia unter Parteichefin Giorgia Meloni am 25. September spekulieren Medien derzeit über mögliche Kandidaten für Ministerposten und die Vorsitze in den Parlamentskammern. Meloni, die voraussichtlich neue Regierungschefin wird, und ihre im Faschismus verwurzelte Partei gewannen als deutlich stärkste Kraft innerhalb einer Allianz mit der rechtspopulistischen Lega und der Forza Italia von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi.

In der Hierarchie der italienischen Republik folgen der Senatspräsident und der Präsident der Abgeordnetenkammer direkt auf Staatschef Sergio Mattarella. Dieser muss in den Tagen nach der Parlamentssitzung die Nachfolgerin oder den Nachfolger des noch amtierenden Regierungschefs Mario Draghi sowie die Minister vereidigen. Bis wann die neue Regierung steht ist noch unklar.


Mindestens vier Tote nach Anschlag auf Moschee in Kabul

KABUL: Bei einem Bombenanschlag in einer Moschee in Kabul sind am Mittwoch mindestens vier Menschen gestorben. Mindestens 25 weitere wurden nach Angaben der regierenden Taliban verletzt. Die Moschee befand sich Angaben des Krankenhauses und lokalen Medien zufolge im Gebäude des Innenministeriums. Damit wäre es der erste Anschlag innerhalb eines bedeutenden Gebäudes, das derzeit von den regierenden Taliban besetzt wird. Ein Taliban-Sprecher des Innenministeriums widersprach jedoch den Angaben. Er sagte, die Explosion habe sich in einer Moschee außerhalb des Ministeriums ereignet. Der Vorfall werde untersucht.

Die Taliban sind seit August 2021 wieder an der Macht und versprachen, das Land nach 40 Jahren Krieg zu befrieden. Erst am vergangenen Freitag waren bei einer Attacke auf eine Schule in dem Viertel Dashte Barchi, das mehrheitlich von den schiitischen Hazara bevölkert wird, 53 Schülerinnen und Schüler gestorben. 110 weitere wurden verletzt. Bei Afghanen innerhalb und außerhalb des Landes löste der Anschlag großes Entsetzen aus.


Erdogan will per Verfassungsänderung das Kopftuchtragen schützen

ISTANBUL: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will das Recht auf Kopftuchtragen mit Hilfe der Opposition in der Verfassung verankern. «Lasst uns eine Lösung auf der Verfassungsebene finden, nicht auf der gesetzlichen», sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara bei einer Versammlung seiner islamisch-konservativen AK-Partei.

Zuvor hatte der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu einen Gesetzesentwurf dem Parlament vorgelegt, der das Recht auf Kopftuchtragen in öffentlichen Behörden und Einrichtungen garantieren soll. Es sollen demnach Frauen bei ihrer Kleiderwahl nicht in ihren Grundrechten eingeschränkt werden.

Der Text, der dem Parlament vorgelegt wurde, sei weit davon entfernt, das Problem in all seinen Dimensionen zu erfassen, kritisierte Erdogan. Das Staatsoberhaupt warf der Opposition «Heuchelei» vor, weil es in der Vergangenheit das Verdienst seiner Regierungspartei gewesen sei, solche Rechte zu sichern. Die AKP, die seit 2002 an der Macht ist, hatte ein Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen schrittweise aufgehoben.

Kilicdaroglu überraschte mit seiner Initiative, weil seine Partei, die sozialdemokratische CHP, traditionell die Trennung zwischen Staat und religiösen Institutionen (Säkularismus) als eine der Grundfesten der türkischen Republik hochhält. Beobachter gehen davon aus, dass der Oppositionsführer Wähler aus dem traditionellen Milieu Erdogans für seine Partei gewinnen möchte. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen sind für den kommenden Juni angesetzt. Der Wahlkampf nimmt zunehmend Fahrt auf.


Nobel-Experte: Auch dritte Auszeichnung mit Nobelpreis kein Problem

STOCKHOLM: Der US-Forscher Barry Sharpless erhält in diesem Jahr schon zum zweiten Mal einen Chemie-Nobelpreis - und auch einem dritten steht theoretisch nichts im Wege. Für die Auswahl der Preisträgerinnen und -träger spielt es bei den Nobelkomitees keine Rolle, ob jemand schon zuvor mit dem renommierten Preis ausgezeichnet wurde. «Wir schauen nur auf den Wert der Entdeckungen und Verbesserungen, nicht auf frühere Preise», erklärte ein Mitglied des Chemie-Nobelkomitees, Peter Somfai, der Deutschen Presse-Agentur in Stockholm. Voreingenommen wegen vorheriger Nobelpreis-Ehren sei man nicht. Basis für die Vergabe seien nur die eingegangenen Nominierungen.

Sharpless war am Mittwoch gemeinsam mit Carolyn Bertozzi und Morten Meldal der diesjährige Chemie-Nobelpreis zugesprochen worden. Die drei gelten als Vordenker der sogenannten Click-Chemie, mit der chemische Bausteine vergleichsweise einfach miteinander verbunden werden können. Sharpless hatte den Nobelpreis in der Kategorie 2001 schon einmal erhalten. Damit wird der 81-Jährige nach der Preisübergabe im Dezember die einzige Person neben Frederick Sanger sein, die in ihrem Leben zwei Chemie-Nobelpreise bekommen hat. Insgesamt haben einschließlich Sharpless sieben Menschen oder Organisationen mehrmals einen Nobelpreis erhalten.

Die von den Chemie-Nobelpreisträgern vorangebrachte Click-Chemie hat unter anderem die Entwicklung von Arzneimitteln vereinfacht. «Zum Beispiel gibt es laufende Entwicklungen von Krebsmedikamenten auf Basis der Click-Chemie. Das wird der Menschheit definitiv zugutekommen», sagte Somfai. Anwendung finde das Konzept außerdem etwa bei der Entwicklung neuer Materialien für den Alltags- und Spezialgebrauch und beim Verständnis biochemischer Prozesse.

«Es ist ein effizientes Werkzeug zum Verbinden zweier Moleküle - und Dinge miteinander zu verbinden, das ist das Herzstück der Chemie», sagte Somfai. «Click-Chemie ist supereinfach: Man setzt diese Dinge einfach zusammen und sie werden reagieren.»


Neues Röntgenprüfsystem für Güterzüge an Grenze zu Belarus

VILNIUS: Litauen hat an der EU-Außengrenze zum autoritär regierten Belarus ein neues Röntgenprüfsystem für Güterzüge am Grenzübergang Kena in Betrieb genommen. Die Anlage soll effizientere Kontrolle ermöglichen und dazu beitragen, den Schmuggel von Waren einzudämmen. «Wir können die Fracht aus dem Nachbarland genauer überwachen», sagte Finanzministerin Gintare Skaiste am Mittwoch in Kena. Damit diene das anfangs zunächst im Testmodus eingesetzte System den nationalen Sicherheitsinteressen des baltischen EU- und Nato-Landes. Aber auch Unternehmen könnten durch schnellere Inspektionen und vereinfachte Verfahren Geld und Zeit sparen.

Litauen habe seit der Migrationskrise an der Grenze zu Belarus im Spätsommer 2021 eine Zunahme von Schmuggelware festgestellt. Auch wenn die Gütermenge zurückgegangen sei, komme immer noch viele Fracht aus dem Nachbarland an, sagte Skaiste der Agentur BNS zufolge. Im Konflikt mit Belarus hatte die EU mehrfach Sanktionen gegen Belarus und dessen Machthaber Alexander Lukaschenko verhängt. Sie umfassen etwa auch den Bahntransit bestimmter Güter.

Nach Angaben des litauischen Grenzschutzes überqueren gegenwärtig zwischen vier und acht Güterzüge pro Tag die litauisch-belarussische Grenze. Nahezu wöchentlich entdeckten die Beamten dabei große Sendungen an Schmuggelware aus Belarus, hieß es in einer Mitteilung. Wegen eines Defekts der bisherigen Prüfanlage erfolgt in Kena die Kontrolle der Güterzüge seit einigen Jahren manuell.

«Das Besondere an dem Gerät ist, dass es einen Zug scannen kann, selbst wenn er sich mit 60 Kilometern pro Stunde bewegt, so dass der Zug seine Geschwindigkeit nicht verringern muss», sagte Vize-Grenzschutzchefin Dovile Kraulaidiene über das Röntgenprüfsystem. Das Scannen der Fracht erfolge schnell - bereits innerhalb einer Stunde lägen qualitativ hochwertige Bilder zur Überprüfung vor.


Proteste: Iran warnt EU vor «unüberlegten Maßnahmen»

Teheran (dpa)- Der Iran hat die Europäische Union vor «unüberlegten Maßnahmen» im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten im Land gewarnt. «Falls die EU (bezüglich der Proteste) hastige und unüberlegte Maßnahmen ergreifen sollte, sollte sie sich auf effektive Gegenmaßnahmen des Irans einstellen», sagte Außenminister Hussein Amirabdollahian in einem Telefonat am Mittwoch mit seinem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio.

Der Iran respektiere die Forderungen seines Volkes, nicht aber vom Ausland und Terroristen organisierte Ausschreitungen. «Das iranische Volk werde dem Ausland niemals erlauben, mit solchen Methoden die Unabhängigkeit und die territoriale Integrität des Landes zu gefährden», so der iranische Chefdiplomat laut Nachrichtenagentur Isna.


Berlin verlängert Mandat für Anti-IS-Einsatz der Bundeswehr

BERLIN: Die deutsche Regierung hat das Mandat für die Teilnahme der Bundeswehr am internationalen Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verlängert.

Insgesamt könnten demnach weiterhin bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch in Berlin mit. Der Bundestag muss der bis zum 31. Oktober 2023 geplanten Verlängerung noch zustimmen. Der Einsatz dient der Sicherung und Stabilisierung und soll das Wiedererstarken des IS verhindern sowie die Versöhnung im Irak fördern.

Derzeit sind rund 150 Soldatinnen und Soldaten in Jordanien und 80 weitere im Irak im Einsatz. Die Bundeswehr ist seit 2017 vor Ort, sie leistet Transportaufgaben und Luftbetankung.

Hoffmann sagte, auch wenn Fortschritte erzielt worden seien, seien weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Iraks und im regionalen Kampf gegen den IS notwendig. Um dem Irak eine Entwicklungsperspektive zu bieten, blieben die Unterstützungsleistungen essenziell.


Britischer Minister: König Charles sollte zu Klimagipfel reisen

LONDON: Ein weiterer Schlag für Premierministerin Liz Truss: In der Debatte um König Charles' Absage zur Teilnahme am diesjährigen Weltklimagipfel hat sich ein britischer Minister gegen die Regierungslinie gestellt. Alok Sharma, der aktuell noch Präsident des UN-Weltklimagipfels und gleichzeitig Mitglied der britischen Regierung ist, sagte in einem BBC-Interview: «Ich bin auf jeden Fall dafür, dass seine Majestät teilnimmt und höre das auch aus aller Welt. Klar ist er Staatsoberhaupt in Großbritannien, aber er ist auch Staatsoberhaupt in anderen Ländern.» Einige davon seien schon heute besonders stark von der Klimakrise betroffen, so Sharma in dem Gespräch am Dienstagabend.

Der Palast hatte zuvor bestätigt, dass der König im kommenden Monat nicht zum Gipfel nach Ägypten reisen wird. Berichten zufolge wurde dies auf Anraten der neuen britischen Premierministerin Liz Truss entschieden. Charles - ein schon lange engagierter und bestens vernetzter Vorkämpfer für den Klimaschutz - soll zuvor bereits Pläne und Verabredungen für das Treffen getroffen haben. Doch als britisches Staatsoberhaupt handelt der König traditionell im Einvernehmen mit der Regierung - und diese hat unter der neuen Regierungschefin keine allzu grüne Agenda.

Auch bei anderen Themen hatten Mitglieder der Truss-Regierung in den vergangenen Tagen die Kabinettsdisziplin gebrochen und sich gegen die offizielle Regierungslinie ausgesprochen. Die Premierministerin gilt bereits wenige Wochen nach ihrem Amtsantritt als angezählt.

Ebenfalls Kritik an der Entscheidung übte der australische Staatssekretär für Verteidigung und den Wandel zur Republik, Matt Thistlethwaite, der den Vorgang als Argument für die Abschaffung der Monarchie in Australien nutzte: «Die britische Premierministerin hat unser Staatsoberhaupt davon abgehalten, an der COP27-Konferenz teilzunehmen (...). Wir brauchen ein Staatsoberhaupt, das die Hoffnungen des australischen Volks vertritt (...)».


Tausende Schüler gehen in Budapest für ihre Lehrer auf die Straße

BUDAPEST: Tausende Schüler haben in Budapest für eine bessere Entlohnung der Lehrer in Ungarn demonstriert. In der Innenstadt bildeten sie am Mittwoch eine kilometerlange Menschenkette, wie Medien berichteten. Wegen der schlechten Bezahlung hängten immer mehr Lehrerinnen und Lehrer ihren Beruf an den Nagel, klagten die Schüler gegenüber Medienvertretern.

Dem Protest schlossen sich auch Lehrer und betroffene Eltern an. Die Demonstranten wandten sich zudem gegen die Schulpolitik der rechten Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Das Schulwesen sei überzentralisiert, die Lehrpläne mit ideologischen Inhalten überfrachtet. Orban will nach eigenem Bekunden Gesellschaft und Kultur in Ungarn auf neue «christliche und nationale Grundlagen» stellen.

Die Demonstranten brachten auch ihre Solidarität mit Lehrerinnen und Lehrern zum Ausdruck, die in jüngster Zeit aus dem Schuldienst entlassen wurden, weil sie sich Streiks für eine bessere Entlohnung angeschlossen hatten. Nach Ansicht der Orban-Regierung, haben die Lehrer nicht das Recht zu streiken.


Französische Stars schneiden sich wegen Iran-Protest Haare ab

PARIS: Aus Protest gegen das brutale Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Demonstranten haben sich rund 50 berühmte französische Schauspielerinnen und Sängerinnen Haare abgeschnitten. Auf dem am Mittwoch veröffentlichten Protestvideo blickt zunächst Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche in die Kamera, sagt «for freedom» (für die Freiheit), schneidet sich ein Haarbüschel ab und hält es in die Kamera. Weitere Beteiligte an dem mit der Hymne «Bella Ciao» unterlegten Video sind unter anderem Isabelle Huppert, Jane Birkin und Charlotte Gainsbourg.

«Das iranische Volk, allen voran die Frauen, demonstrieren unter Einsatz ihres Lebens. Dieses Volk hofft nur auf den Zugang zu den grundlegendsten Freiheiten. Diese Frauen, diese Männer bitten um unsere Unterstützung», heißt es in einem begleitenden Text zu dem Video auf dem Instagram-Account «soutienfemmesiran». «Es ist unmöglich, diese schreckliche Unterdrückung nicht immer und immer wieder anzuprangern. Die Zahl der Toten und Verletzten geht bereits in die Dutzende, darunter auch Kinder. Die Verhaftungen erhöhen nur die Zahl der Gefangenen, die bereits illegal inhaftiert sind und allzu oft gefoltert werden», lautet es weiter.

Auslöser der Demonstrationen ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini Mitte September. Die Sittenpolizei hatte sie wegen ihres angeblich «unislamischen Outfits» festgenommen. Was mit Amini danach geschah, ist unklar. Die Frau fiel ins Koma und starb am 16. September in einem Krankenhaus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben; die Polizei weist das zurück. Seit dem Tod der Frau demonstrieren landesweit Tausende gegen den repressiven Kurs der Regierung sowie den Kopftuchzwang.


270 Verletzte nach Erdbeben im Iran

TEHERAN: Nach einem erneuten Erdbeben im Iran sind mehr als 270 Menschen mit Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch. Das Beben, das sich am Morgen in der Nähe der türkischen Grenze ereignete, hatte demnach eine Stärke von 5,4. Todesopfer gab es nach offiziellen Angaben nicht. Die meisten Menschen seien beim Verlassen ihrer Häuser verletzt worden. An rund 200 Wohnhäusern seien Risse entstanden.

In der Region, wo die Arabische, die Indische und die Eurasische Platte aufeinander treffen, kommt es immer wieder zu teils schweren Erdbeben. Darunter waren starke Beben im Juni und Juli im Südiran mit mehreren Toten und Dutzenden Verletzten. Im Nachbarland Afghanistan waren im Juni bei einem Erdbeben mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen.


Dänemark wählt bereits am 1. November ein neues Parlament

KOPENHAGEN: Dänemark wählt noch in diesem Herbst ein neues Parlament. Nach Wochen der Spekulationen gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwoch vor ihrem Amtswohnsitz Marienborg nördlich von Kopenhagen bekannt, dass die nächste Wahl bereits am 1. November stattfinden wird. Damit beugte sie sich letztlich einer Forderung der linksliberalen Partei Radikale Venstre, die mit dem Nerz-Skandal in der Corona-Krise zusammenhängt.

Gewählt werden muss in Dänemark alle vier Jahre - in diesem Fall hätte Frederiksen eigentlich Zeit bis zum 4. Juni 2023. Die Radikale Venstre, die Frederiksens nur aus Sozialdemokraten bestehende Minderheitsregierung unterstützt, hatte der Ministerpräsidentin im Sommer aber ein Ultimatum gestellt: Bis zur Eröffnung des Parlaments nach der Sommerpause am Dienstag sollte die Ministerpräsidentin die Wahl ausgerufen haben. Ansonsten wollte die Partei ein Misstrauensvotum erzwingen.

Hintergrund des Ultimatums ist Frederiksens Rolle im dänischen Nerz-Skandal, bei dem während der Corona-Pandemie Millionen Nerze getötet worden waren. Erst später hatte sich herausgestellt, dass dafür die Rechtsgrundlage gefehlt hatte. Eine unabhängige Kommission hatte in einem Bericht scharfe Kritik an der Ministerpräsidentin und Teilen ihrer Regierung geübt, die die Entscheidung zur Massenkeulung der zur Pelzproduktion gezüchteten Nerze aus Corona-Sorgen getroffen hatte.


Großrazzia gegen Halbwelt in Norddeutschland und Österreich

HAMBURG/KIEL: Bei einer Großrazzia in Hamburg haben deutsche Steuerfahnder, Polizei- und Zollbeamte am frühen Mittwochmorgen Clubs, Kneipen und Bordelle im Amüsierviertel St. Pauli durchsucht.

Insgesamt seien 46 Durchsuchungsbeschlüsse in den deutschen Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein sowie in Österreich vollstreckt worden, sagte Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering am Mittwoch der dpa. Dabei seien auch Privatwohnungen von insgesamt zehn Beschuldigten durchsucht worden. +

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der gemeinschaftlichen, bandenmäßigen Hinterziehung von Umsatzsteuer bei der Betreibung von Bordellen. Dabei handele es sich um einen hohen sechsstelligen Betrag.


WTO: Welthandel wächst überraschend stärker - 2023 aber Bremsspuren

GENF: Der Welthandel wird in diesem Jahr aus Sicht der WTO trotz zahlreicher Schocks überraschend stärker wachsen als angenommen - im kommenden Jahr aber dürfte er dann deutlich ausgebremst werden. Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet für 2022 nun mit einem Wachstum im Warenhandelsvolumen von 3,5 Prozent, wie sie am Mittwoch in Genf berichtete. Bei ihrer Prognose im April war sie von nur 3,0 Prozent ausgegangen. Im kommenden Jahr dürften sich die Bremsspuren der Schockwellen durch Krieg, Pandemie und Klimawandel aber umso deutlicher zeigen: für 2023 senkte die WTO ihre Prognose drastisch von 3,4 auf 1,0 Prozent.

Die Importnachfrage sinke in den größeren Volkswirtschaften aus verschiedenen Gründen. Die WTO nennt die hohen Energiepreise in Europa, den Zinsanstieg in den USA und die Produktionsunterbrechungen wegen der Corona-Lockdowns in China. Die WTO warnt Regierungen aber vor dem Reflex, Handelsbarrieren aufzubauen. Ein Rückzug aus globalen Lieferketten erhöhe den Inflationsdruck, begrenze das Wirtschaftswachstum und bringe Einschränkungen im Lebensstandard.


Truss unbeliebter als Johnson und Ex-Labour-Chef Corbyn

BIRMINGHAM: Die schlechten Nachrichten für die britische Premierministerin Liz Truss reißen nicht ab. Wie das Meinungsforschungsinstitut Yougov am Mittwoch mitteilte, ist die neue Regierungschefin nach nur einem Monat im Amt unbeliebter als es ihr Vorgänger Boris Johnson je war.

Die 47-Jährige musste zuletzt einen Bestandteil ihrer Steuerreform zurücknehmen, der von mehreren Mitgliedern ihrer Konservativen Partei scharf kritisiert worden war und die Märkte auf Talfahrt geschickt hatte. Auch andere Punkte ihres Wirtschaftsprogramms stießen auf Kritik. Auf dem am Mittwoch zu Ende gehenden Parteitag in Birmingham zeigten sich die Tories in teils offenem Aufruhr. Die Umfrage wurde am 1. und 2. Oktober kurz vor Beginn der Konferenz durchgeführt.

Nur 14 Prozent der Befragten haben der Umfrage zufolge einen positiven Eindruck von Truss. Das sind zwölf Punkte weniger als bei der vorigen Yougov-Erhebung vor zwei Wochen. Fast drei Viertel (73 Prozent) hingegen haben einen schlechten oder sehr schlechten Eindruck von der Premierministerin. Unterm Strich sei ihre Beliebtheit um 28 Punkte auf minus 59 gefallen. Johnsons Tiefststand lag Anfang Juli bei minus 53, Corbyns bei minus 55. Die Werte von Oppositionsführer Keir Starmer legten hingegen zu. 44 Prozent haben einen guten Eindruck vom aktuellen Chef der Labour-Partei. Von Yougov befragt wurden demnach 1751 Erwachsene.

Bereits am Wochenende hatte das Meinungsforschungsinstitut Opinium ebenfalls historisch niedrige Werte für Truss ermittelt.


Taiwan wertet deutschen Besuch als Zeichen der Unterstützung

TAIPEH: Taiwan sieht den laufenden Besuch einer Bundestagsdelegation als Zeichen der starken Unterstützung Deutschlands für die demokratische Inselrepublik. Bei einem Treffen mit den sechs Abgeordneten aller Fraktionen sagte Außenminister Joseph Wu, dass Taiwan die Zusammenarbeit mit Deutschland vertiefen und gemeinsam Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße und der indopazifischen Region bewahren wolle.

Auch mit Blick auf die Ende Oktober erwartete Visite des Menschenrechtsausschusses des Bundestages sagte der Außenminister am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Taipeh, mit beiden Besuchen dürften die bilateralen Beziehungen «bedeutende Fortschritte» machen. Beide Länder teilten gemeinsame Werte wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, betonte Wu.

Der parlamentarische Freundeskreis für die Beziehungen zu Taiwan besuchte einen Wissenschaftspark in Tainan im Süden der Insel, wo sich die Abgeordneten über die Entwicklung der Halbleiterindustrie informierten. Taiwan ist weltweit führend in der Produktion solcher Chips, die für technische Produkte von der Waschmaschine bis zum Auto oder Flugzeug notwendig sind.

Der deutsche Besuch verärgert die Regierung in Peking, die Taiwan nur als Teil der Volksrepublik ansieht und offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh ablehnt. Die Spannungen hatten sich jüngst verschärft. Als Reaktion auf den Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Anfang August hatte China großangelegte Manöver gestartet.


Eisenbahnerstreik: Viele Züge stehen still

LONDON: Pendler und Reisende haben sich in Großbritannien am Mittwoch erneut auf Ausfälle und Verspätungen einstellen müssen. Rund 9000 Lokführerinnen und Lokführer von 13 Zugunternehmen sowie andere Beschäftigte wollten für 24 Stunden erneut ihre Arbeit niederlegen. Dazu aufgerufen hatten die Lokführergewerkschaft Aslef und die Transport Salaried Staff Association. Auf vielen Routen bedeutete das weniger oder sogar keine Zugverbindungen, sogar einige Bahnhöfe wurden geschlossen.

In dem andauernden Konflikt geht es neben höheren Löhnen auch darum, ob Ticketverkaufstellen in Bahnhöfen geschlossen werden sollen, da viele Kunden ihre Tickets online kaufen. Die Gewerkschaften fürchten Jobverluste.

Verkehrsministerin Anne-Marie Trevelyan signalisierte auf dem Parteitag der konservativen Tories in Birmingham Kompromissbereitschaft. Weitere Streiks bei der Bahn seien «das Letzte, was das Land brauche», sagte die Politikerin dem «Telegraph» zufolge und rief die Gewerkschaften auf, an den Verhandlungstisch zu kommen. Es werde einen «Deal» geben, mit dem alle zufrieden sein könnten. Trotz der weitgehenden Privatisierung der Bahnen in Großbritannien ist die Regierung für einige Rahmenbedingungen zuständig.

Neben Alltagspendlern waren von den Streiks auch Teilnehmer des Tory-Parteitags betroffen, die am Mittwoch nach dem Ende des Treffens zurückkehren wollten. In den kommenden Tagen sind weitere Streiks von Bahngewerkschaften bei einzelnen britischen Bahnbetreibern geplant.


Kanada kündigt millionenschweren Hilfsfonds nach Sturm «Fiona» an

DARTMOUTH: Rund anderthalb Wochen nach dem heftigen Wirbelsturm «Fiona» in Kanada hat Premierminister Justin Trudeau zusätzliche Hilfe mittels eines Wiederaufbaufonds zugesagt. Bis zu 300 Millionen kanadische Dollar (rund 223 Mio. Euro) sollen über zwei Jahre hinweg bereitgestellt werden, sagte Trudeau bei einem Besuch in Dartmouth in der besonders stark von «Fiona» betroffenen Provinz Nova Scotia am Dienstag (Ortszeit).

Damit solle Betroffenen geholfen und langfristige Wiederaufbaumaßnahmen unterstützt werden. «Dieser Fonds wird für alle da sein, die nicht durch andere Programme abgedeckt sind.» Die Schäden seien «viel schlimmer, als die Bilder aus dem Fernsehen oder dem Internet zeigen konnten», sagte er weiter.

Mit heftigen Regenfällen und Sturmfluten hatte «Fiona» Ende September entlang Kanadas Ostküste schwere Schäden angerichtet. Hunderttausende Menschen waren zeitweise ohne Strom. Wie der Sender CBC am Dienstag unter Berufung auf Nova Scotias Regierungschef Tim Houston berichtete, harrten mehr als 20.000 Einwohner in der Provinz noch immer ohne Elektrizität aus. Viele von ihnen müssten noch bis zum Wochenende auf die Wiederherstellung der Versorgung warten.


Pritschenwagen stürzt in Schlucht: Mindestens 17 Tote

JOCOTÁN: Beim Absturz eines Pritschenwagens in eine Schlucht sind im Osten von Guatemala mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Unglück am Mittwoch 13 weitere Personen verletzt, als das mit zahlreichen Fahrgästen besetzte Fahrzeug nahe der ländlichen Ortschaft Jocotán einen tiefen Abgrund herunterstürzte.

Medienberichten zufolge hatten sich die Menschen auf den Weg gemacht, um in der Kreisstadt Chiquimula Hilfsgelder des UN-Welternährungsprogramms abzuholen. Das Unglück ereignete sich offenbar, nachdem der Fahrer aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, um ein mechanisches Problem zu beheben. Der Pritschenwagen geriet ins Rollen und stürzte in die Schlucht. Die meisten Toten waren Frauen. Auch ein fünf Jahre altes Kind kam bei dem Unglück ums Leben.


Afrikanische Union lädt zu Friedensgesprächen über Äthiopien-Konflikt

ADDIS ABEBA: Die Afrikanische Union (AU) hat die äthiopische Regierung und die Tigray-Rebellen zu Friedensgesprächen in Südafrika eingeladen. Wie aus einem Schreiben der AU an die Führung der Rebellen in der nordäthiopischen Region hervorging, sollen die Gespräche am Samstag beginnen. Am Mittwoch bestätigte die Regierung in Addis Abeba, daran teilnehmen zu wollen. Dabei wolle man «alle möglichen Maßnahmen ergreifen», um den Konflikt zu lösen. Eine offizielle Antwort der Rebellen war zunächst nicht bekannt.

Die Friedensgespräche sollen vom Hohen Vertreter der AU am Horn von Afrika und ehemaligen nigerianischen Präsidenten, Olusegun Obasanjo, geleitet werden.

In dem nordostafrikanischen Staat mit 115 Millionen Einwohnern kommt es seit August wieder zu schweren Auseinandersetzungen zwischen dem äthiopischen Militär und den Tigray-Rebllen (TPLF). Die TPLF fordert in dem seit November 2020 andauernden Konflikt mehr Autonomie für ihre ethnische Gruppe. Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass es auf beiden Seiten zu schwerwiegenden Kriegsverbrechen und ethnischen Säuberungen gekommen sei. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind von den gut sieben Millionen Menschen in Tigray etwa 5,2 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen.


USA schicken nach Raketentest erneut Flugzeugträger

SEOUL: Einen Tag nach Nordkoreas Test einer Mittelstreckenrakete wollen die USA erneut einen Flugzeugträger in die Gewässer östlich der koreanischen Halbinsel entsenden. Wie der südkoreanische Generalstab am Mittwoch mitteilte, soll die «sehr ungewöhnliche» Rückkehr des nukleargetriebenen Flugzeugträgers «USS Ronald Reagan» die Verteidigungsbereitschaft der Verbündeten gegen nordkoreanische Provokationen demonstrieren. Südkorea steht unter dem militärischen Schutzschild der USA.

Zuletzt war das Schiff im September zu seinem ersten Besuch in Südkorea seit fast vier Jahren eingetroffen und hatte an einem Seemanöver zwischen südkoreanischen und US-Streitkräften teilgenommen.

Am Dienstag hatte Pjöngjang eine ballistische Mittelstreckenrakete in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Es war das erste Mal seit knapp fünf Jahren, dass eine nordkoreanische Rakete über die japanische Inselgruppe flog. Als Reaktion haben die USA und Südkorea am Mittwoch vier Boden-Boden-Raketen in Richtung des Japanischen Meers (koreanisch: Ostmeer) geschossen.


Iran bestellt infolge der Proteste britischen Botschafter erneut ein

TEHERAN: Der Iran hat im Zusammenhang mit den anhaltenden systemkritischen Protesten erneut den britischen Botschafter in Teheran einbestellt. Das iranische Außenministerium erklärte am Mittwoch, der britischen Regierung werde illegitime Einmischung und die Verbreitung von falschen und anstachelnden Informationen über die Proteste vorgeworfen. Mit der Veröffentlichung solcher Informationen sei London an den «Inszenierungen» iranischer Oppositionsgruppen in Großbritannien gegen die islamische Republik beteiligt, hieß es.

Wegen der kritischen Berichterstattungen von in London ansässigen persischsprachigen Nachrichtensendern war der britische Botschafter schon vergangene Woche einbestellt worden. Auch der Botschafter Norwegens sowie der Geschäftsträger der französischen Botschaft in Teheran wurden wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes ins Außenministeriums bestellt.

Auslöser der Demonstrationen im Iran war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini Mitte September. Die Sittenpolizei hatte sie wegen ihres angeblich «unislamischen Outfits» festgenommen. Was mit Amini danach geschah, ist unklar. Die Frau fiel ins Koma und starb am 16. September in einem Krankenhaus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben; die Polizei weist das zurück. Seit dem Tod der jungen Frau demonstrieren landesweit Tausende Menschen gegen Regierung und das konservative islamische System.


Südkoreanische Rakete nach Fehlstart zu Boden gestürzt

SEOUL: Bei einem Militärmanöver ist eine Rakete der südkoreanischen Armee nach einem Fehlstart zu Boden gestürzt. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Generalstab am Mittwoch berichtete, wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Das Fachmedium NK News meldete unter Berufung auf das Militär, ein in der Rakete integrierter Sprengkopf sei nicht explodiert. Die Rakete wurde von einer Militärbasis nahe der südkoreanischen Ostküstenstadt Gangneung gestartet. Die Absturzursache war zunächst nicht bekannt.

In den sozialen Medien kursierten unbestätigte Videos, in denen ein riesiges Feuer in der Nähe der Basis zu sehen sein soll. Bei einigen Bewohnern von Gangneung war Panik ausgebrochen, da sie zunächst einen Angriff durch Nordkorea befürchteten. Etliche Südkoreaner auf den Online-Plattformen kritisierten, dass die großen Medien des Landes erst rund neun Stunden später über den Vorfall berichtet hätten.

Nach dem Fehlstart der Rakete schossen die Streitkräfte der USA und Südkoreas am Mittwoch vier Boden-Boden-Raketen in Richtung des Japanischen Meers (Ostmeers). Wie das südkoreanische Militär mitteilte, feuerten beide Seiten jeweils zwei Raketen ab, die Scheinziele präzise getroffen hätten. Damit sei die Fähigkeit der Verbündeten demonstriert worden, vor weiteren Provokationen Nordkoreas abschrecken zu können.

Nur einen Tag zuvor hatte Nordkorea eine ballistische Mittelstreckenrakete in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Es war das erste Mal seit knapp fünf Jahren, dass eine nordkoreanische Rakete über die japanische Inselgruppe geflogen war.

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