Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Neues aus dem Ausland am Mittwoch

Bandenmitglieder von El Salvador an die USA ausgeliefert

SAN SALVADOR: El Salvador hat zwei mutmaßliche Mitglieder einer gewalttätigen Jugendbande an die USA ausgeliefert. «Wir danken der Regierung El Salvadors für den Schritt vorwärts, den diese Auslieferungen darstellen», schrieb der US-Staatssekretär im Außenministerium, Brian Nichols, am Mittwoch auf Twitter. Trotz seines sogenannten Kriegs gegen die Banden hatte die Regierung von Präsident Nayib Bukele bislang wenig Bereitschaft gezeigt, auf die Auslieferungsgesuche der USA einzugehen.

Die beiden Angehörigen der Mara Salvatrucha (MS-13) sollen sich unter anderem wegen Totschlags, organisierter Kriminalität, Verschwörung und Drogenhandels vor US-Gerichten verantworten. Die MS-13 ist eine von zwei Verbrechersyndikaten, die in dem mittelamerikanischen Land für den Großteil der Gewaltkriminalität verantwortlich gemacht werden. Die Gangstergruppe wurde in den 1980er Jahren in den USA von salvadorianischen Migranten gegründet. Auch in den Vereinigten Staaten ist die Bande weiterhin aktiv.

Nach einer Mordwelle mit 62 Opfern allein an einem Tag hatte Bukeles Regierung Ende März den Ausnahmezustand verhängt, um die Banden zu bekämpfen. Eine Reihe von Grundrechten wurde dadurch ausgesetzt. Die Maßnahme wurde schon mehrmals vom Parlament verlängert. Bislang wurden knapp 49.000 mutmaßliche Bandenmitglieder festgenommen.


Thronjubiläum: Prägeanstalt gibt Münzen mit Queen-Unterschrift heraus

LONDON: Die britische Münzprägeanstalt Royal Mint gibt anlässlich des 70. Thronjubiläums von Queen Elizabeth II. erstmals Gedenkmünzen mit der Unterschrift der 96-jährigen Monarchin heraus.

Die Geldstücke mit einem Nennwert von fünf Pfund sollen in drei verschiedenen Ausführungen geprägt werden, jeweils zum Gedenken an das wohltätige Engagement der Queen, den Commonwealth und die Verdienstorden, die vom Königshaus verteilt werden. Erhältlich sein sollen die Münzen von Donnerstag an in verschiedenen Ausführungen zum Preis von 13 Pfund (knapp 15,50 Euro) für die einfachste Variante bis hin zur Goldmünze für 2865 Pfund (rund 3400 Euro) auf der Webseite der Royal Mint.

Entworfen wurden die Münzen vom irischen Designer P.J. Lynch, der sich von den Händen der Queen inspirieren ließ. «Sie schüttelt so oft Hände - das ist, wie sie die Menschen begrüßt, die sie trifft, und wie sie mit ihnen kommuniziert», sagte Lynch einer Mitteilung der Royal Mint zufolge. Das habe ihn auf den Gedanken mit der Unterschrift gebracht, so Lynch weiter. Die Signatur der Königin bezeichnete er als «Staatsinstrument, wenn sie ihre offiziellen Dokumente unterschreibt, aber auch als ihr persönliches Versprechen und ihre Zusage».

Die Queen, die im Jahr 1952 nach dem Tod ihres Vaters George VI. den britischen Thron bestieg, feierte in diesem Jahr mit einem mehrtägigen Spektakel ihr 70. Thronjubiläum.


Drei Tote bei Explosion in Indiana - viele Häuser beschädigt

WASHINGTON: Bei einer Explosion in Evansville im US-Bundesstaat Indiana sind einem Medienbericht zufolge mindestens drei Menschen getötet worden.

Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf die Feuerwehr, mindestens 39 Häuser seien beschädigt worden. Es könne noch weitere Opfer geben. Manche der beschädigten Häuser könnten aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Die Ursache der Explosion werde untersucht.


Hilfsorganisation: Afghanistan erlebt «Kinderrechtskatastrophe»

KABUL: Ein Jahr nach Machtübernahme der Taliban erlebt Afghanistan die wohl schwerste humanitäre Katastrophe des Landes. Das beschreibt ein am Mittwoch erschienener Bericht der Hilfsorganisation Save the Children. Demnach hätten 97 Prozent aller afghanischen Familien Schwierigkeiten, genug Essen für ihre Kinder aufzutreiben. Vor allem Haushalte, die von Frauen geführt werden, litten unter Armut. Genau in diesen seien Mädchen nun auch besonders stark von Kinderheirat bedroht. «Kinder werden ihrer Kindheit beraubt», fasst Inger Ashing von Save the Children die Situation in dem Land zusammen. «Eltern sehen ihre Kinder sterben.» Der wirtschaftliche Kollaps werde durch Sanktionen gegen die Taliban noch verstärkt.

Mädchen treffen die Zustände besonders hart, wie der Bericht zeigt. Demnach zeigen 26 Prozent aller befragten Mädchen Anzeichen von Depressionen, bei den Jungen sind es 16 Prozent. Trotz Drucks der internationalen Gemeinschaft und der afghanischen Zivilgesellschaft haben die Taliban in weiten Teilen des Landes die Schulen für Mädchen ab der siebten Klasse geschlossen. Viele Kinder müssen laut Bericht außerdem die Schule verlassen, um zum Einkommen im Haushalt beizutragen oder weil sich Eltern keine Schulmaterialien leisten können. Afghanistan erlebe derzeit eine «Kinderrechtskatastrophe», so die Organisation.

Allerdings betont auch Save the Children: Schon vor Machtübernahme der Taliban sei Afghanistan einer der schlechtesten Orte gewesen, um ein Kind zu sein. Seit 40 Jahren leide das Land unter Krieg und Gewalt. Viele ländliche Gegenden haben demnach in den vergangenen zwanzig Jahren außerdem nie etwas von den Aufbaumaßnahmen der alten Regierung gesehen.

Gleichzeitig heißt es im Bericht, unter den Mädchen und den jungen Menschen in Afghanistan gäbe es noch viel Hoffnung. «Ohne Bildung ist es jedoch schwierig, eine Zukunft für das Land zu sehen», so Christopher Nyamandi, Landesdirektor von Save the Children Afghanistan.


Erstmals mehr uneheliche als eheliche Babys in England und Wales

LONDON: In England und Wales sind im vergangenen Jahr erstmals mehr Babys von unverheirateten Müttern geboren worden als von verheirateten. Die Mütter von 51,3 Prozent der Neugeborenen waren zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, wie die nationale Statistikbehörde ONS am Mittwoch mitteilte.

Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1845 stellte diese Gruppe zuvor noch nie die Mehrheit. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in England und Wales 624.828 Geburten registriert.

«Das folgt einem Langzeittrend von sinkenden Eheschließungsraten und einer steigenden Anzahl von Paaren, die unverheiratet zusammenleben», sagte James Tucker vom Statistikamt laut Nachrichtenagentur PA. Allerdings dürften diese Zahlen nicht vorschnell interpretiert werden, da die Auswirkungen der Pandemie auf Eheschließungen noch nicht vollständig absehbar seien. Während der Corona-Lockdowns konnte nur in kleinstem Kreis geheiratet werden, weshalb viele Feiern aufgeschoben wurden.


Premierminister-Kandidatin lobt Verhältnis zu Downing-Street-Kater

LONDON: Die britische Premierminister-Kandidatin Liz Truss ist nach eigenen Angaben mit Kater Larry befreundet, dem legendären Hauskater im Regierungssitz Downing Street, Hausnummer 10. «Ich habe schon eine extrem positive Beziehung mit Larry. Ich denke, er schleicht sich oft an mich heran und ich bin eines seiner bevorzugten Kabinettsmitglieder», sagte die 47 Jahre alte Außenministerin am Mittwoch dem Sender GB News. Eines der Ziele ihrer Bewerbung sei, diese Freundschaft weiter zu vertiefen.

Truss gilt als Favoritin im Duell um die Nachfolge des scheidenden Premierministers Boris Johnson. Einziger verbliebener Gegenkandidat ist der ehemalige Finanzminister Rishi Sunak. Die Entscheidung, wer Johnson als Chef der Konservativen Partei und damit als Regierungschef nachfolgt, treffen etwa 200.000 Tory-Parteimitglieder bis zum 5. September. Für Larry, der den offiziellen Titel «Chief Mouser» (in etwa: «Oberster Mäusejäger») trägt, wird es bereits die vierte Regierungschefin beziehungsweise der vierte Regierungschef.


Pelosi verteidigt Taiwan-Reise gegen Kritik

WASHINGTON: Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat ihren umstrittenen Besuch in Taiwan verteidigt. «Wir werden es China nicht erlauben, Taiwan zu isolieren», sagte die demokratische Politikerin am Mittwoch in Washington. Die Volksrepublik halte Taiwan beispielsweise von einer Mitgliedschaft in der Weltgesundheitsorganisation WHO ab. «Aber sie halten uns nicht davon ab, nach Taiwan zu reisen», sagte Pelosi. An ihrem Besuch zu Beginn des Monats hatte es vor allem aus China, aber auch aus anderen Ländern Kritik gegeben.

Mit Blick auf eine Einschätzung des US-Militärs zu dem Besuch sagte Pelosi: «Ich kann mich nicht erinnern, dass sie uns jemals gesagt hätten, wir sollten nicht reisen.» Der ebenfalls demokratische Präsident Joe Biden hatte vor Pelosis Reise auf Fragen zu den Plänen geantwortet: «Ich glaube, das Militär hält es im Moment für keine gute Idee.»

Als Reaktion auf den Taiwan-Besuch der US-Politikerin hatte China seit vergangener Woche großangelegte Militärübungen rund um die demokratische Inselrepublik absolviert und dabei auch eine Eroberung geübt. Die chinesische Führung lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab, weil sie die Insel als Teil der Volksrepublik ansieht. Hingegen versteht sich Taiwan längst als unabhängig. Pelosi - protokollarisch in den USA die Nummer drei - war seit einem Vierteljahrhundert die ranghöchste US-Politikerin in Taiwan.


Schüsse auf Insel Skye: Ein Toter und drei Verletzte in Schottland

BROADFORD: Bei einer Reihe von Vorfällen, bei denen Schüsse fielen, ist im Westen Schottlands ein Mann getötet worden. Drei weitere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.

Wie die schottische Polizei mitteilte, starb ein 47-jähriger Mann auf der Insel Skye noch am Tatort, nachdem am Mittwochmorgen ein Schuss gefallen war. Zuvor war eine 32-jährige Frau an einem anderen Ort auf der Insel schwer verletzt worden. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Menschen wurden auf dem nahen Festland in der Region Wester Ross ebenfalls durch Schüsse verletzt und in Kliniken gebracht.

Ein 39-jähriger Mann wurde im Zusammenhang mit den Vorfällen festgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass er für alle Taten verantwortlich ist.

«Ich möchte den Menschen versichern, dass wir diese Vorfälle als eingedämmt betrachten ohne weitere Bedrohung für die Öffentlichkeit», sagte Chief Superintendent Conrad Trickett, der lokale Chef der Polizei in der Highlands-and-Islands-Abteilung der Mitteilung zufolge.


Iraner in den USA wegen Mordkomplotts gegen Bolton angeklagt

WASHINGTON: Wegen eines Mordkomplotts gegen den ehemaligen Sicherheitsberater des früheren US-Präsidenten Donald Trump, John Bolton, ist in den USA ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarde angeklagt worden. Dem 45 Jahre alten Mann aus Teheran wird vorgeworfen, einen Mord in Auftrag gegeben und als Lohn 300.000 US-Dollar (etwa 291.000 Euro) in Aussicht gestellt zu haben, wie das Justizministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Er befindet sich nach Angaben des Ministeriums im Ausland auf freiem Fuß. Der genaue Aufenthaltsort sei nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei dem Plan um eine Vergeltungsmaßnahme für einen Anschlag im Januar 2020 handeln sollte, bei dem der iranische General Ghassem Soleimani getötet wurde. Über einen Anschlag auf den heute 73 Jahre alten Bolton ist nichts bekannt. Der renommierte Diplomat war in den Jahren 2018 und 2019 Sicherheitsberater im Weißen Haus, trat dann aber im Streit mit Trump zurück.

«Es ist nicht das erste Mal, dass wir iranische Rachepläne gegen Menschen auf amerikanischem Boden aufgedeckt haben, und wir werden unermüdlich daran arbeiten, jeden einzelnen dieser Versuche aufzudecken und zu vereiteln», sagte Vize-Generalstaatsanwalt Matthew Olsen. Sollte der Mann gefasst und verurteilt werden, drohen ihm bis zu 10 Jahre Haft für die Planungen und weitere 15 Jahre für die in Aussicht gestellte Bezahlung.


Italiens Ex-Ministerpräsident Berlusconi will wieder ins Parlament

ROM: Der italienische Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi will wohl bei der Parlamentswahl Ende September für den Senat kandidieren. Er sei dazu «von so vielen gedrängt worden», erklärte der 85 Jahre alte Chef der konservativen Partei Forza Italia am Mittwoch im italienischen Radio. Deshalb glaube er, dass er kandidieren wolle. Der Senat ist die kleinere der beiden Parlamentskammern.

Berlusconi war viele Jahre Abgeordneter im italienischen Parlament, Anfang 2013 wurde er dann in den Senat gewählt. Nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs wurde er im November desselben Jahres jedoch aus der Kammer ausgeschlossen. In der Folge durfte er sechs Jahre lang nicht wieder kandidieren.


Frau kurz nach Hochzeit ermordet - Schuldspruch für Mann in England

BRADFORD: Nur wenige Stunden nach der gemeinsamen Hochzeitsfeier soll ein Mann in England seine Frau ermordet haben. Später legte er die Leiche in einem Koffer verpackt im Unterholz ab. Zu diesem Schluss kam eine Gerichtsjury im englischen Bradford am Mittwoch. Das Strafmaß soll am 19. August verkündet werden, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Der Täter muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen.

Die Tat spielte sich im Oktober 2021 in der englischen Grafschaft West Yorkshire ab. Nach der Eheschließung soll das Paar in einem Pub gefeiert haben. Doch noch am selben Abend oder am nächsten Tag soll der 45-Jährige seine 52 Jahre alte Braut nach Angaben der Staatsanwaltschaft getötet haben. Erst Tage später meldete er sie als vermisst. In Wirklichkeit soll er die Leiche jedoch zuerst in einem Schrank im gemeinsamen Haus verstaut haben, bevor er sie in einen Koffer packte und auf einem nahen Feld ablegte.


Jugendlicher soll zehn Waldbrände gelegt haben

HERCEG NOVI: Die Polizei in Montenegro hat einen Jugendlichen aus Herceg Novi festgenommen, der zehn Waldbrände gelegt haben soll. Der 19-Jährige habe die Feuer zwischen dem 24. Juli und 8. August im Hinterland der Küstenstadt mutwillig verursacht, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit. Die Flammen entfachte er demnach in Wäldern und Gebüschen entlang von Gemeindestraßen.

Die Brände konnten jeweils von den Feuerwehren mit Unterstützung durch Helikopter gelöscht werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Den Fall des Jugendlichen übernahm die Staatsanwaltschaft in Kotor. Er wird der Brandstiftung verdächtigt. Vegetationsbrände sind in Montenegro und den benachbarten Adria-Ländern Kroatien und Albanien in den heißen und trockenen Sommermonaten häufig.


US-Kriegsveteranen erhalten mehr staatliche Unterstützung

WASHINGTON: US-Kriegsveteranen, die im Einsatz giftigen Substanzen ausgesetzt waren und daran erkrankt sind, erhalten künftig mehr Unterstützung vom Staat. US-Präsident Joe Biden unterzeichnete am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz. Es sieht unter anderem einen erleichterten Zugang zur Gesundheitsversorgung für Betroffene und mehr Leistungen für Hinterbliebene vor. «Dieses Gesetz ist schon lange überfällig, aber wir haben es endlich gemeinsam durchgesetzt», sagte Biden bei der Unterzeichnung in Washington, zu der auch Angehörige geladen waren.

Während der Kriege im Irak und in Afghanistan entsorgte das Militär seine Abfälle häufig durch Verbrennung unter freiem Himmel. Schätzungen zufolge sollen dabei rund 3,5 Millionen US-Veteranen gefährlichen Schadstoffen ausgesetzt worden sein. Die meisten der Anträge auf Invalidität in diesem Zusammenhang wurden bislang abgelehnt, das neue Gesetz soll dies nun ändern.


Estland meldet Luftraumverletzung durch russischen Helikopter

TALLINN: Estland hat die Verletzung seines Luftraums durch einen russischen Helikopter gemeldet. Der Hubschrauber des Typs Mi-8 sei am 9. August abends unerlaubt in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Mitglieds eingedrungen, teilten die estnischen Streitkräfte am Mittwoch mit. Das Außenministerium in Tallinn bestellte wegen des Vorfalls den russischen Botschafter ein und überreicht eine Note.

Nach Armeeangaben war es die dritte Luftraumverletzung durch Russland in diesem Jahr - nach insgesamt fünf Vorfällen im vergangenen Jahr. Wie zuletzt im Juni sei sie im Gebiet Koidula im Südosten Estlands nahe der Grenze zu Russland erfolgt.

Der Helikopter habe weder die elektronische Kennung eingeschaltet noch einen Flugplan übermittelt. Auch habe der Pilot zum Zeitpunkt der weniger als eine Minute dauernden Luftraumverletzung keinen Funkkontakt mit der Flugsicherung gehalten, hieß es weiter.


Waldbrände an französischer Atlantikküste flammen wieder auf

BORDEAUX: Die heftigen Waldbrände an der französischen Atlantikküste südlich von Bordeaux sind nach rund zwei Wochen wieder aufgeflammt. 6000 Menschen hätten ihre Wohnungen verlassen müssen, 6000 Hektar Fläche seien von den Flammen zerstört worden, teilte die Präfektur am Mittwoch in Bordeaux mit. Die Richtung spanische Grenze führende Autobahn A63 wurde in beide Richtungen zwischen Bordeaux und Bayonne gesperrt.

Innenminister Gérald Darmanin kündigte die Entsendung von 1000 zusätzlichen Feuerwehrleuten sowie den Einsatz neun weiterer Löschflugzeuge und zweier Hubschrauber in der Region an. Frankreich habe europäische Länder um Hilfe gebeten, Schweden und Italien würden kurzfristig Löschflugzeuge zur Verfügung stellen, sagte der Minister beim Besuch einer anderen von Bränden betroffenen Region dem Sender BFMTV. Zugleich sprach er den Verdacht aus, dass Brandstifter für den Wiederausbruch der Waldbrände an der Atlantikküste verantwortlich seien. Den Verantwortlichen drohten harte Strafen.

Im Juli bereits hatten die Brände in den Pinienwäldern entlang der Atlantikküste über 20.000 Hektar Land zerstört, das entspricht etwa der Fläche Stuttgarts. Tausende Menschen mussten vorsichtshalber ihre Bleibe verlassen.

Wegen der bereits dritten Hitzewelle dieses Sommers gilt für 18 Departements in Frankreich die Warnstufe Orange, teilte der Wetterdienst Meteo France am Mittwoch mit. Praktisch überall in Frankreich liegen die Temperaturen in den kommenden Tagen oft weit über 30 Grad, örtlich wird es bis zu 40 Grad warm.


Ermittlungen zu Geschäftspraktiken: Trump verweigert Aussage

NEW YORK/WASHINGTON: Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat bei einer Befragung unter Eid zu seinen Geschäftspraktiken die Aussage eigenen Angaben zufolge verweigert. Er habe es auf Anraten seiner Verteidigung abgelehnt, die Fragen zu beantworten und sich auf das Recht berufen, das jedem Bürger gemäß der Verfassung der Vereinigten Staaten zustehe, verkündete Trump am Mittwoch auf der von ihm mitbegründeten Plattform «Truth Social».

Kurz zuvor war Trump im Zuge einer Untersuchung wegen möglicherweise illegaler Geschäfte im Büro der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James eingetroffen. Die Demokratin James leitet seit Jahren zivilrechtliche Ermittlungen gegen das Firmenimperium des Republikaners. Trump und die Trump Organization haben James zufolge irreführende Finanzberichte verwendet, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen. Trumps Konzern weist die Anschuldigungen zurück.


Zoll findet an der Grenze in Auto knapp sechs Kilo Marihuana

OSNABRÜCK/BAD BENTHEIM: Drogen im Wert von rund 65.000 Euro haben Zollbeamte bei einer Fahrzeugkontrolle an der deutsch-niederländischen Grenze bei Bad Bentheim sichergestellt. In dem aus den Niederlanden eingereisten Auto fanden die Zöllner rund 5,9 Kilo Marihuana und 750 Gramm Amphetamin, teilte das Hauptzollamt Osnabrück am Mittwoch mit. Auf die im Auto versteckten Rauschmittel führte die Zollbeamten am Dienstag ein Drogenspürhund, der unter den Vordersitzen mehrere Pakete fand.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft kamen die Reisenden in Untersuchungshaft. Sie hatten bei der Befragung durch die Zöllner angegeben, dass sie für einen Tag in den Niederlanden zu einer Autobesichtigung waren. Die Frage nach mitgeführten Waffen, Betäubungsmitteln oder Bargeld verneinten sie, wie es hieß. Die Zöllner hatten allerdings Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Aussagen, wie es hieß.


Nach Massenvergewaltigung : Sieben Männer angeklagt

JOHANNESBURG: Nach einer Massenvergewaltigung von acht Frauen hat die Polizei in Südafrika sieben Männer angeklagt. Den Beschuldigten würden mehrfache Vergewaltigung und schwerer Diebstahl vorgeworfen, teilte die Polizei der nördlichen Provinz Gauteng am Mittwoch mit. Die Männer sollen Ende Juli acht Frauen vergewaltigt haben. Insgesamt untersuchen Beamte nach Angaben von Polizeiminister Bheki Cele mindestens 32 Vergewaltigungsfälle.

Ende Juli hatten schwerbewaffnete Täter in der Ortschaft Krugersdorp nahe der Wirtschaftsmetropole Johannesburg eine Filmcrew überfallen, die in einer stillgelegten Bergbaumine ein Musikvideo drehte. Die vergewaltigten Frauen sind laut Polizei Models im Alter zwischen 19 und 35 Jahren. Die Angreifer stahlen demnach auch Geldbörsen, Handys und Schmuck.

Polizisten erschossen zwei der Täter auf der Flucht. Die Beamten hatten zunächst mehr als 100 Verdächtige festgenommen, viele davon illegale Einwanderer.

Sexuelle Übergriffe sind in Südafrika mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern ein großes Problem. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden laut Polizeistatistiken 10.818 Menschen vergewaltigt. Die Polizei nimmt jedoch an, die Dunkelziffer liege wesentlich höher, da die meisten Fälle nicht gemeldet würden.


Aufräumarbeiten nach Überschwemmungen in Seoul angelaufen

SEOUL: Nach heftigem Regen und Überschwemmungen in der südkoreanischen Millionenmetropole Seoul und Umgebung sind die Aufräumarbeiten voll angelaufen. Straßenreiniger und Soldaten halfen am Mittwoch, Schlamm und Geröll von Straßen und Gehwegen zu beseitigen sowie beschädigte Häuser wiederherzustellen, wie südkoreanische Sender berichteten. Während sich das Wetter in der Hauptstadtregion im Norden des Landes im Lauf des Tags beruhigte, gab es Starkregen-Warnungen für die südlicheren Landesteile.

Die Zahl der geborgenen Todesopfer des Unwetters erhöhte sich vom Dienstagabend um einen auf zehn. Wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, wurde ein zuvor vermisster Mann in Seoul tot aus einem Kanalschacht gezogen, in den er gestürzt war. Durch die Wassermassen habe sich offensichtlich die Abdeckung geöffnet. Bis zum Mittwochabend galten sechs weitere Menschen noch als vermisst.

Von Montag bis Mittwochmorgen wurden in der Hauptstadtregion die stärksten Niederschläge seit Jahrzehnten registriert. Zahlreiche Straßen und U-Bahnstationen mussten vorübergehend gesperrt werden. Den Berichten zufolge wurden mehr als 3700 Wohnungen und Gebäude überflutet, die meisten von ihnen in Seoul. Laut Yonhap will die Seouler Stadtverwaltung in Zukunft den Bau von Tiefparterre-Wohnungen nicht mehr genehmigen. In einer solchen Wohnung im südlichen Bezirk Gwanak waren am Dienstag drei Menschen aus einer Familie ertrunken.


Ex-Opel-Chef Lohscheller soll US-Truckhersteller Nikola führen

PHOENIX/FRANKFURT: Der frühere Opel-Chef Michael Lohscheller steigt bereits nach wenigen Monaten an die Spitze des US-Truckbauers Nikola auf. Der bisherige Chef der Motor-Sparte soll zum Jahreswechsel die Konzernleitung von seinem Vorgänger Mark Russell übernehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch am Hauptsitz Phoenix in Arizona mitteilte. Der 53 Jahre alte Lohscheller hatte erst im Februar bei den US-Amerikanern angeheuert, die als Tesla-Konkurrent im großen Stil Lastwagen mit Elektro-Antrieb auf den Markt bringen wollen.

Lohschellers wichtigste Aufgabe bleibt der Hochlauf der Serienproduktion. Laut eigener Mitteilung hat Nikola im zweiten Quartal des Jahres 48 Batterie-Lastwagen ausgeliefert, wobei es Lieferschwierigkeiten beim Batterie-Zulieferer Romeo Power gegeben hat, der vor wenigen Tagen von Nikola übernommen wurde. Bislang hat Nikola ausschließlich Verluste eingefahren, verfügt aber nach eigener Einschätzung über ausreichende Mittel.

Das 2015 gegründete Unternehmen setzt vollständig auf elektrische Nutzfahrzeuge, die mit Batterien und perspektivisch mit Brennstoffzellen angetrieben werden. Neben der Fabrik in Arizona soll gemeinsam mit Iveco eine Lastwagen-Fertigung in Ulm aufgebaut werden. Wegen irreführender Aussagen war das börsennotierte Unternehmen zwischenzeitlich ins Visier der US-Börsenaufsicht geraten und hatte nach Betrugsvorwürfen gegen den Gründer Trevor Milton deutliche Kursabschläge hinnehmen müssen.

Lohscheller verfügt über globale Erfahrungen im Autogeschäft und war unter anderem VW-Finanzchef in den USA. Seit 2017 hatte er als CEO den Autobauer Opel im neuen Mutterkonzern PSA saniert, der wiederum zu Jahresbeginn 2021 mit Fiat Chrysler im neuen Stellantis-Konzern aufging. Ein Engagement als Chef des ersten Autoherstellers Vietnams, Vinfast, blieb im Jahr 2021 mit nur vier Monaten eine kurze Episode.


Fischsterben an der Oder - Staatsanwaltschaft ermittelt

WARSCHAU: Tausende tote Fische und viele Fragen - nach einem Fischsterben an der Oder ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Wroclaw (Breslau) wegen eines möglichen Umweltdelikts. Bereits Ende Juli kam es polnischen Medien zufolge zu ersten Berichten über Angler, die tote Fische am Ufer gefunden hatten. Inzwischen sind es nach Behördenangaben Tausende, die zunächst in Niederschlesien, inzwischen aber auch in der Wojwodschaft Lubuskie weiter nördlich gefunden wurden. Angler, die mehrere Tonnen toter Fische aus dem Fluss gefischt hatten, sprachen von einer «ökologischen Tragödie».

Inspektoren des Gewässeramts in Niederschlesien hatten den Berichten zufolge bereits Ende Juli Wasserproben an drei Stellen entnommen. Der hohe Sauerstoffgehalt im Wasser weiche von den typischen Sauerstoffkonzentrationen im Sommer ab, hieß es nach der Analyse. Es sei möglich, dass eine Substanz mit stark oxidierenden Eigenschaften ins Wasser gelangt sei, teilte die Behörde Anfang August mit. Zudem wurde an zwei Stellen die giftige Substanz Mesitylen nachgewiesen. Auf das Ergebnis weitere Analysen wird noch gewartet, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Marek Cebula, der Bürgermeister der Ortschaft Krosno Odrzanskie, rief die Einwohner der Stadt am Mittwoch auf, das Oderufer und insbesondere Kontakt mit dem Wasser zu meiden, bis die Ursache des Fischsterbens geklärt sei. «Wir haben keine offizielle Mitteilung über eine Verunreinigung der Oder erhalten», schrieb er auf der Webseite der Stadt. Es sei bedauerlich, dass die Bürgermeister der Oder-Städte nicht von den zuständigen Behörden informiert worden seien. «Ein ordentlicher Informationsfluss ist hier Gold wert.»


Mutmaßlicher Drogenschmuggler nach Stuttgart ausgeliefert

Stuttgart (dpa/lsw) - Der mutmaßliche Boss eines Drogenschmugglerrings ist von Albanien nach Deutschland ausgeliefert worden.

Der Mann sei mit Hilfe der Zielfahndung aufgespürt und dann Anfang März anlässlich der Einreise von der Türkei nach Albanien festgenommen worden, teilte das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft in Stuttgart am Mittwoch mit. Er müsse sich nun vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Die Bande soll rund eine Tonne Marihuana und Kokain geschmuggelt haben. Vier Bandenmitglieder seien schon zu Freiheitsstrafen von bis zu neuneinhalb Jahren verurteilt worden.


Trump wird in New Yorker Rechtsstreit unter Eid aussagen

NEW YORK: Der frühere US-Präsident Donald Trump soll Medienberichten zufolge an diesem Mittwoch in einem zivilrechtlichen Streit um die Geschäftspraktiken seines Unternehmens in New York unter Eid aussagen. Dies berichteten die «New York Times» und andere US-Medien übereinstimmend am frühen Morgen (Ortszeit). Trump werde sich mit Mitarbeitern der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hinter verschlossenen Türen treffen, schrieb der Sender Fox News. Es sei unklar, welche Fragen gestellt würden und ob Trump bereit sei, alle zu beantworten.

Die Demokratin James leitet seit Jahren zivilrechtliche Ermittlungen gegen das Firmenimperium des Republikaners wegen möglicherweise betrügerischer Geschäftspraktiken. Trump und die Trump Organization haben James zufolge irreführende Finanzberichte verwendet, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen. Es geht auch um den Verdacht, dass die Firma des ehemaligen Präsidenten falsche Angaben zum Wert von Immobilien gemacht haben soll. Trumps Konzern weist die Anschuldigungen zurück.

Trump selbst schrieb am Dienstagabend auf der von ihm mitbegründeten Plattform «Truth Social», er werde James «morgen für eine Fortsetzung der größten Hexenjagd in der US-Geschichte» treffen. Weitere Details nannte er nicht. Dem Bericht von Fox News zufolge ist Donald Trump das letzte Mitglied der Familie, dessen Befragung noch aussteht. Seine Kinder Ivanka und Don Jr. sagten demnach bereits aus.

Nach dem Tod von Ivana Trump, der ersten Ehefrau des früheren US-Präsidenten, wurden die im Juli geplanten Aussagen unter Eid von Donald Trump und den beiden gemeinsamen Kindern zunächst verschoben.


Pariser Polizei erschießt mit Messer drohenden Mann in Flughafen

PARIS: Die Polizei hat im Pariser Flughafen Charles de Gaulle einen Mann erschossen, der die Beamten mit einem Messer angreifen wollte.

Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sicherheitspersonal habe die Polizei um Hilfe gebeten, weil der Obdachlose sich trotz Aufforderung nicht aus dem Terminal entfernen wollte, berichtete die Zeitung «Le Parisien». Beim Eintreffen der Beamten habe er erst versucht, diese zu schlagen. Dann sei er mit einem Messer auf einen Polizisten losgegangen. Dieser gab nach einer erfolglosen Warnung einen Schuss auf den Mann ab, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Pressefotografen, der zufällig Zeuge des Vorfalls wurde.


Musk: Erste Tesla-Sattelschlepper bis Ende des Jahres

AUSTIN: Tesla will erste Fahrzeuge seines um lange Zeit verzögerten Elektro-Sattelschleppers bis Ende des Jahres ausliefern. Es handelt sich dabei um die Version mit rund 800 Kilometern Reichweite, wie Firmenchef Elon Musk am Mittwoch bei Twitter ankündigte. Er nannte keine weiteren Details wie etwa Stückzahlen. Nach früheren Äußerungen Musks wurde die Produktion des Sattelschleppers Tesla Semi für das kommende Jahr erwartet.

Das Fahrzeug wurde von Musk Ende 2017 vorgestellt und die Produktion damals für 2019 in Aussicht gestellt. Danach zog es Tesla allerdings vor, die vorhandenen Kapazitäten in der Batterie-Produktion für Personenwagen wie Model 3 und Model Y zu verwenden.

Tesla verspricht geringere Kosten als beim Betrieb herkömmlicher Diesel-Lastwagen unter anderem durch günstigen Strom an seinen speziellen Schnell-Ladestationen in den USA sowie einfachere Wartung. Unter den Interessenten sind Logistik-Dienste wie Fedex, DHL und UPS sowie der Supermarkt-Riese Walmart. Es soll auch eine Ausführung mit einer Reichweite von rund 480 Kilometern geben.


Streit übers Rasenmähen endet tödlich - Mann angeklagt

KANSAS CITY: Ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit ist in den USA tödlich ausgegangen. Ein 42-Jähriger schoss am Sonntag in Kansas City im US-Bundesstaat Missouri auf seinen Nachbarn, der sich über das Rasenmähen beschwert hatte, wie die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jackson County bereits am Montag mitteilte. Der Nachbar, ein 41-Jähriger, erlitt der Zeitung «Kansas City Star» zufolge einen Kopfschuss und starb später in einem Krankenhaus.

Der mutmaßliche Schütze wurde wegen Mordes zweiten Grades - das entspricht nach deutschem Recht in etwa dem Totschlag - angeklagt. Er selbst habe die Polizei nach den Schüssen auf seinen 41-jährigen Nachbarn gerufen, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft weiter. Die beiden Männer hätten sich schon seit zehn Jahren im Streit befunden, sagte der Angeklagte dem «Kansas City Star» zufolge der Polizei. Am Tag der Tat habe der Nachbar ihm gesagt, der Rasenmäher sei zu laut.

Auf Videoaufnahmen von Überwachungskameras ist der Staatsanwaltschaft zufolge zu sehen, wie der 41-Jährige an seinem eigenen Haus, das neben dem des 42-Jährigen liegt, ankommt und ihm etwas sagt, der Nachbar dann aber eine Waffe zückt und mehrfach auf ihn schießt. Das Opfer habe keine Waffe in der Hand gehalten, so die Staatsanwaltschaft weiter.


China kündigt Abschluss von Militärübungen rund um Taiwan an

PEKING: Chinas hat seine Militärübungen rund um Taiwan nach eigenen Angaben vorerst abgeschlossen. Man habe «verschiedene Aufgaben erfolgreich erledigt», teilte das östliche Kommando der Volksbefreiungsarmee am Mittwoch mit. Durch gemeinsame Militäroperationen der Streitkräfte im See- und Luftraum rund um die Insel Taiwan sei die Kampffähigkeit der Armee «effektiv getestet» worden.

Veränderungen der Situation in der Taiwanstraße würden jedoch weiterhin großer Aufmerksamkeit geschenkt werden. So seien «regelmäßigen Patrouillen» geplant. Auch sollen weiterhin militärisches Training und andere Vorbereitungen erfolgen. Das Militär werde die Souveränität und territoriale Integrität Chinas «entschlossen schützen», hieß es.

Als Reaktion auf einen Taiwan-Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte China seit vergangener Woche großangelegte Militärübungen rund um die Inselrepublik durchgeführt und dabei auch eine mögliche Eroberung der Insel geübt. Die chinesische Führung lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab, weil sie die Insel als Teil der Volksrepublik ansieht. Hingegen versteht sich Taiwan längst als unabhängig.


Premier-Kandidatin Truss legt sich mit britischen Medien an

DARLINGTON: Die derzeitige Favoritin für die Nachfolge des britischen Premiers Boris Johnson hat zum wiederholten Mal gegen die Medien ausgeteilt. Bei einem Wahlkampfauftritt im nordenglischen Darlington beschuldigte die konservative Politikerin Journalisten am Dienstagabend, ihre Fragen auf eine «linksgerichtete Art und Weise» zu stellen. Einige Medien würden «das Land heruntermachen». Als das Publikum rief, «die Medien» seien für den Niedergang Boris Johnsons verantwortlich, stimmte Truss ihnen indirekt zu - sie wolle dem «exzellenten Publikum» nicht widersprechen.

Zuvor hatte die amtierende Außenministerin mehrfach die Medien beschuldigt, ihre Pläne - etwa für Gehälter im öffentlichen Dienst - falsch dargestellt zu haben. Tatsächlich hatte sie in diesen Fällen selbst Pläne geändert oder Aussagen widerrufen.

Zum Abschied entschuldigte sich Truss in Darlington bei dem Moderator der Veranstaltung, dem TalkTV-Journalisten Tom Newton Dunn, für die Medienschelte. «Es ist billig - und das wissen Sie», gab dieser Kontra.

Tatsächlich genießt Liz Truss, die in Umfragen unter den konservativen Parteimitgliedern deutlich vor ihrem Rivalen und Ex-Finanzminister Rishi Sunak liegt, breite Unterstützung in den konservativ geprägten britischen Medien. Sowohl die «Daily Mail» als auch der «Telegraph» haben sich explizit für die Kandidatin ausgesprochen. Der «Daily Express» titelte am Mittwoch «In Liz We Trust» (deutsch: «Liz hat unser Vertrauen»).


Angreifer befreien mehr als 800 Häftlinge aus Gefängnis im Kongo

KINSHASA: In der Demokratischen Republik Kongo sind nach offiziellen Angaben mehr als 800 Häftlinge aus einem Gefängnis entkommen. Wie die Regierung in der Hauptstadt Kinshasa mitteilte, drangen mutmaßliche Rebellen in der Nacht zum Mittwoch in die Anstalt in der Stadt Butembo im Osten des Landes ein und verhalfen den Häftlingen zur Flucht. Insgesamt seien dort annähernd 900 Menschen inhaftiert gewesen. Zwei Polizisten und vier Angreifer seien bei Auseinandersetzungen getötet worden.

Am Mittwoch suchten die Behörden nach den entflohenen Häftlingen. Bis zum Nachmittag seien 115 Insassen wieder festgenommen worden, hieß es vonseiten der Regierung. Eine lokale Organisation, die mit der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zusammenarbeitet, hatte zunächst von bis zu 500 entkommenen Häftlingen berichtet.

In dem zentralafrikanischen Land mit 90 Millionen Einwohnern kommt es recht häufig zu bewaffneten Angriffen auf Gefängnisse. Oft versuchen Rebellengruppen, Milizen oder kriminelle Banden, verurteilte Straftäter zu befreien. Im Mai 2017 entkamen mehr als 4000 Häftlinge aus einer Haftanstalt in der Hauptstadt Kinshasa.


Mann stürzt vor vielen Beobachtern aus fünftem Stock

WEIßENFELS: Im Osten Deutschlands ist ein 38-Jähriger vor den Augen zahlreicher Menschen aus dem fünften Stock eines Hauses gestürzt. Er starb an den Verletzungen, wie die Polizei am Mittwoch in der Stadt Weißenfels im Bundesland Sachsen-Anhalt mitteilte.

Der Mann hatte sich demnach am Dienstagabend zunächst außerhalb seines Fensters an der Hauswand festgehalten, bevor er schließlich abrutschte und in die Tiefe fiel. Unklar war, warum er überhaupt aus seinem Fenster geklettert war. Einen Suizidversuch hält die Polizei aber für unwahrscheinlich. Das tragische Geschehen wurde von etwa 100 Menschen beobachtet.


Migranten in Seenot südlich von Rhodos - zahlreiche Vermisste

ATHEN: Nach dem Untergang eines Bootes mit Migranten nahe der griechischen Ferieninsel Rhodos werden Dutzende Menschen vermisst. Wie ein Sprecher der Küstenwache im griechischen Rundfunk am Mittwoch weiter mitteilte, konnten bislang 29 Menschen aus den Fluten gerettet werden. Insgesamt sollen jedoch nach Angaben der Geretteten rund 80 Menschen an Bord des untergegangenen Bootes rund 40 Seemeilen südlich von Rhodos gewesen sein, fügte der Sprecher hinzu.

Die Rettungsaktion werde durch Winde der Stärke sechs erschwert. An der Such- und Rettungsaktion nehmen neben Patrouillenbooten der Küstenwache ein Schiff der griechischen Kriegsmarine, drei vorbeifahrende Frachter und ein Hubschrauber teil. Die meisten der geretteten Menschen - alle Männer - stammen aus Afghanistan, hieß es weiter seitens der Küstenwache.

Das Boot war den Behörden zufolge in der Türkei gestartet und sollte die Menschen nach Italien bringen. Entlang dieser langen und wegen der Winde sehr gefährlichen Route kommt es auf den oft veralteten Booten immer wieder zu Schäden. In diesem Jahr wurden bereits etliche Boote manövrierunfähig, schlugen Leck oder liefen auf Grund. Dabei kamen auch Menschen ums Leben.


Forscher entdecken neues Henipavirus - 35 Infizierte

PEKING: In China sind 35 Menschen an einem neu nachgewiesenen Henipavirus erkrankt. Die Infektionen mit dem Langya-Henipavirus (LayV) benannten Erreger traten in den Provinzen Shangdong und Henan vor allem bei Farmern auf, die zuvor in engem Kontakt mit Tieren standen. Das berichtete ein Team von Wissenschaftlern aus China, Singapur und Australien im Fachmagazin «New England Journal of Medicine». Die Infektionen wurden demnach im Zeitraum zwischen Ende 2018 und Anfang 2021 entdeckt.

Hinweise auf eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch seien nicht gefunden worden. Von Todesfällen berichteten die Forscher nichts. Unter den 35 Patienten waren 26 ausschließlich mit LayV infiziert. Diese Patienten litten unter Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Husten und Muskelschmerzen. Bei einem Teil der Patienten gab es Hinweise auf Leber- und Nierenschäden. Bei Tests in Tieren wurde das Virus vorwiegend in Spitzmäusen entdeckt, wie die Forscher um Wei Liu vom Institute of Microbiology and Epidemiology in Peking berichten.

Das Virus sei wahrscheinlich tierischen Ursprungs und trete wohl nur sporadisch bei Menschen auf. Jedoch seien weitere Untersuchungen notwendig, um den Erreger und die damit verbundenen menschlichen Krankheiten besser zu verstehen.


Mit Schwimmring abgetrieben - Fünfjährige ertrinkt in Südfrankreich

MARIGNANE: Ein auf einem Schwimmring abgetriebenes fünf Jahre altes Mädchen ist in einem großen See an der französischen Mittelmeerküste nahe Marseille ertrunken. Zwar hätten alarmierte Retter das Mädchen am Dienstagabend noch aus dem Wasser bergen können, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ein zweites drei Jahre altes Mädchen, das sich ebenfalls an den Schwimmring geklammert hatte, konnte unterdessen ansprechbar, aber unterkühlt aus dem großen See bei Marignane geborgen werden, der unmittelbar an das Meer grenzt.

Wie die Zeitung «La Provence» berichtete, waren die Kinder weggetrieben worden, und der Ring überschlug sich. Die zuerst eintreffenden Feuerwehrleute seien sofort ins Wasser gesprungen und 500 Meter weit geschwommen, um die Dreijährige zu retten. Das ältere Kind habe ein Taucher erst später von einem Hubschrauber aus rund einen Kilometer vom Ufer entfernt lokalisiert. Für das Mädchen kam jede Hilfe zu spät.


Experte warnt vor Terror aus Afghanistan: Geschichte wiederholt sich

KABUL: Nach der Tötung des Al-Kaida-Chefs Aiman al-Sawahiri in Kabul hat der Experte Tamim Asey vor Terrorgefahr aus Afghanistan gewarnt. «Afghanistan ist erneut zu einem sicheren Hafen für den Terrorismus geworden», sagte der ehemalige Vizeverteidigungsminister ein Jahr nach der Machtübernahme der Taliban. Die Taliban behandeln nach Worten von Asey Terrorgruppen wie Gäste - mit Ausnahme von Anhängern des sogenannten Islamischen Staats (IS). Die Taliban selbst bestritten jüngst, von Al-Sawahiris Aufenthalt in der afghanischen Hauptstadt gewusst zu haben.

Die militant-islamistische Bewegung ist seit August 2021 wieder an der Macht. Nach den Al-Kaida-Anschlägen vom 11. September hatte 2001 eine US-geführte Militärinvasion die Taliban in Afghanistan gestürzt. Die damalige Führung hatte der Terrorgruppe und dem Drahtzieher der Anschläge, Osama bin Laden, Unterschlupf gewährt. Asey warnte nun vor neuen Anschlägen. «Ich mache mir Sorgen, dass im Westen oder in der Region etwas passieren könnte», so Asey. «Ich sehe auch, dass sich die Geschichte wiederholt.»


Belugawal aus der Seine trotz Rettungsaktion gestorben

PARIS: Der tagelang in einer Seine-Schleuse in Frankreich feststeckende Belugawal ist trotz einer Rettungsaktion gestorben. Nach der Bergung aus der Schleuse in der Nacht zum Mittwoch habe sich die Atmung des Tiers während des Transports in ein Meerwasserbecken in der Normandie zusehend verschlechtert, teilte die Präfektur in Caen mit. Deswegen sei der Wal eingeschläfert worden, erklärte Amtstierärztin Ollivet Courtois. Mit einem Kühllaster hatte der vor über einer Woche in der Seine lokalisierte weiße Wal zur Behandlung nach Ouistreham gebracht werden sollen.

Nach einer mehrstündigen Rettungsaktion, an der über 80 Experten beteiligt waren, wurde der Belugawal am Mittwochmorgen gegen vier Uhr aus der Schleuse gehoben, wie die Präfektur in Évreux mitteilte. Eine erste Untersuchung bestätigte den schlechten Zustand des abgemagerten Wals. Veterinäre hielten seine Überlebenschancen deshalb für gering. Dennoch startete der Transport des mit Tüchern feucht gehaltenen Wals gegen 06.30 Uhr. Was nun mit dem Tier geschehen wird, ist noch offen. Weshalb der eigentlich in arktischen und subarktischen Gewässern beheimate Weißwal sich in die Seine verirrt hatte, ist nicht bekannt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein großer Wal in den französischen Fluss verirrt hat: Im Mai verhungerte ein Orca nach wochenlanger Odyssee in der Seine, im Juli wurde mutmaßlich ein Finnwal in der Flussmündung bei Le Havre gesichtet.


China droht erneut mit notfalls gewaltsamer Einnahme Taiwans

PEKING: Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen um Taiwan hat China erneut damit gedroht, die Inselrepublik notfalls auch mit militärischen Mitteln einzunehmen. China werde stets große Anstrengungen unternehmen, eine friedliche Wiedervereinigung mit Taiwan zu erreichen, hieß es in einem am Mittwoch von der chinesischen Regierung veröffentlichten Weißbuch zur Taiwan-Frage. «Aber wir werden nicht auf die Anwendung von Gewalt verzichten, und wir behalten uns die Möglichkeit vor, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen», hieß es weiter. Die Anwendung von Gewalt sei «unter zwingenden Umständen» der «letzte Ausweg».

Man werde keine ausländische Einmischung in Taiwan tolerieren, so die chinesische Führung. «Wir werden jeden Versuch, unser Land zu spalten, vereiteln», hieß es. «Das historische Ziel der Wiedervereinigung unseres Heimatlandes muss und wird verwirklicht werden.» Ähnliche Drohungen hatte China auch in der Vergangenheit immer wieder in Bezug auf Taiwan ausgesprochen.

Die jüngsten Spannungen wurden vergangene Woche durch einen Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ausgelöst, die gegen den Widerstand Pekings nach Taipeh gereist war. Die chinesische Führung lehnt solche offiziellen Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab, weil sie die Insel als Teil der Volksrepublik ansieht. Hingegen versteht sich Taiwan längst als unabhängig. Seit dem Pelosi-Besuch übte die Volksbefreiungsarmee in anhaltenden Manövern nicht nur eine See- und Luftblockade, sondern auch eine mögliche Eroberung der Insel.

Pelosi verteidigte am Dienstag ihre Reise. «Das, was die Chinesen jetzt tun, ist das, was sie immer tun», sagte sie mit Blick auf die Militärmanöver in der Straße von Taiwan. Die Demokratin sagte, sie habe «überwältigende parteiübergreifende Unterstützung» für ihren Besuch erfahren.


Tui erwartet dank starker Buchungen weiter operativen Jahresgewinn

HANNOVER: Der weltgrößte Reisekonzern Tui rechnet trotz der Engpässe an vielen Flughäfen in diesem Sommer mit Urlauberzahlen nahe dem Vorkrisen-Niveau. Derzeit hätten die Buchungen mit 11,5 Millionen Gästen rund 90 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hannover mit. Nach zwei verlustreichen Jahren und der Rettung des Konzerns durch den deutschen Staat rechnen der scheidende Vorstandschef Fritz Joussen und sein designierter Nachfolger Sebastian Ebel für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September weiterhin mit einem signifikant positiven operativen Gewinn vor Sondereffekten (bereinigtes Ebit).

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni sprang der Umsatz im Vergleich zum pandemiebelasteten Vorjahreszeitraum von 650 Millionen auf 4,4 Milliarden Euro nach oben. Für einen Gewinn reichte dies allerdings noch nicht: Weil der Konzern wegen Flugausfällen und -verspätungen vor allem in Großbritannien Sonderkosten von 75 Millionen Euro schultern musste, lag das bereinigte operative Ergebnis noch mit 27 Millionen im Minus. Ein Jahr zuvor hatte der operative Verlust sogar 670 Millionen betragen. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre diesmal ein Fehlbetrag von rund 357 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust von rund 935 Millionen Euro gestanden.


Forscher beschreiben neue Art der riesigen Tiefsee-Asseln

TAINAN: Unter Blumentöpfen oder unter Steinen: Kellerasseln tummeln sich gern in Gärten herum. Forscher präsentieren nun eine Tiefsee-Assel, die sehr viel größer als eine gewöhnliche Kellerassel ist.

Forscher haben eine neue riesige Assel-Art im Golf von Mexiko identifiziert. Das Tier mit dem Fachnamen Bathynomus yucatanensis sei rund 26 Zentimeter lang und damit etwa 25-mal größer als eine gewöhnliche Kellerassel, schreibt das Team in der Fachzeitschrift «Journal of Natural History».

Die Art mit der fleckigen und gelbfarbenen Oberseite wurde in einer Tiefe von 600 bis 800 Metern vor der Halbinsel Yucatán entdeckt. Ursprünglich dachte Forscher, es handele sich um eine Variante der Riesenassel Bathynomus giganteus. Doch eine genauere Untersuchung eines Tieres, das 2017 in einer Köderfalle gefangen wurde, ergab eine Reihe einzigartiger Merkmale, wie das Team um Ming-Chih Huang von der National University of Tainan (Taiwan) berichtet. Mit der Identifizierung der neuen Art erhöhe sich die Gesamtzahl der bekannten Bathynomus-Arten im Golf von Mexiko auf drei. Das Erscheinungsbild der Arten ähnelt sich den Angaben zufolge sehr.

Weltweit sind demnach etwa 20 derzeit existierende Bathynomus-Arten bekannt, die in tiefen Bereichen der Ozeane leben und über Kiemen atmen. Diese Asseln gehören zu der gleichen Tiergruppe wie die Landasseln, die sich unter Steinen oder in der Erde befinden. Sie sehen sich bis auf die Größe recht ähnlich. Die größten der Meerestiere können rund 50 Zentimeter lang werden. Wie die Kellerasseln sind sie für den Menschen völlig harmlos.


Neue Festnahme nach Tod von 39 Migranten in Lkw

BUKAREST: Fast drei Jahre nach dem qualvollen Tod von 39 Migranten aus Vietnam in einem Lastwagen in Großbritannien ist ein weiterer mutmaßlicher Schlepper festgenommen worden. Der 48-jährige Rumäne, der den Unglückstransport mit organisiert haben soll, sei am Mittwoch in seinem Heimatland aufgespürt und dem Haftrichter vorgeführt worden, teilte das Polizeipräsidium in Bukarest mit. Gegen den Mann liege ein internationaler Haftbefehl aus Großbritannien vor. Ein Gericht in Bukarest solle nun über eine Auslieferung an die britischen Behörden entscheiden.

Die Toten waren am 23. Oktober 2019 in Grays östlich von London in einem Lkw entdeckt worden. Es handelte sich um 31 Männer und 8 Frauen aus Vietnam. Sie hatten jeweils mehr als 10.000 Euro bezahlt, um nach Großbritannien gebracht zu werden. Experten zufolge stieg die Temperatur in dem versiegelten Container während der Überfahrt von Belgien nach England auf bis zu 40 Grad. Die Migranten hätten keine Überlebenschance gehabt.

In der Sache waren bereits in Belgien und in Großbritannien mehr als 25 Personen zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. Dem nun festgenommenen Rumänen werfen die britischen Ermittler fahrlässige Tötung und Unterstützung illegaler Migration vor.

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