Neues aus dem Ausland am Freitag

Foto: Pixabay/Photomat
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Mercedes-Arbeiter in Alabama stimmen gegen Gewerkschafts-Vertretung

TUSCALOOSA: Nach ihrem Erfolg bei VW ist die US-Gewerkschaft UAW mit dem Versuch gescheitert, auch Mercedes-Arbeiter in zwei Werken im Bundesstaat Alabama unter ihr Dach zu bringen. Laut dem am Freitag veröffentlichten Abstimmungsergebnis sprachen sich 56 Prozent gegen eine gewerkschaftliche Vertretung durch die UAW aus. Mit insgesamt 4687 abgegebenen Stimmen nahmen 92 Prozent der Beschäftigten teil, wie Mercedes mitteilte.

Für die US-Gewerkschaft UAW, die ihren Einfluss über die drei amerikanischen Autoriesen hinaus ausweiten will, ist das ein herber Rückschlag. Gerade in den südlichen Bundesstaaten wie Alabama ist sie bisher schwach vertreten. Nachdem es der UAW im April gelungen war, im dritten Anlauf zur gewerkschaftlichen Vertretung für amerikanische VW-Arbeiter zu werden, machte sie sich Hoffnungen auf mehr. Die Gewerkschaft versucht gerade auch, Arbeiter bei Toyota in Kentucky und Hyundai in Alabama zu organisieren.

Rückenwind gab der Gewerkschaft zuletzt, dass sie im vergangenen Herbst nach einem wochenlangen Streik bei den US-Konzernen General Motors, Ford und Stellantis bessere Arbeitsbedingungen und Einkommenserhöhungen von rund 25 Prozent durchsetzen konnte.


Möglicher Terror gegen LGBTQI+-Gemeinschaft: USA mahnen zur Vorsicht

WASHINGTON: Die US-Regierung veröffentlicht regelmäßig Reisehinweise für ihre Bürgerinnen und Bürger im Ausland. Nun rät das US-Außenministerium zu besonderer Vorsicht.

Die US-Regierung ruft ihre Bürgerinnen und Bürgern wegen möglicher Terroranschläge gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft weltweit zu Wachsamkeit auf. «Aufgrund der Möglichkeit von Terroranschlägen, Demonstrationen oder gewalttätigen Aktionen gegen US-Bürger oder deren Interessen rät das Außenministerium US-Bürgern in Übersee zu erhöhter Vorsicht», schrieb das US-Außenministerium am Freitag in einem weltweiten Sicherheitshinweis.

Man sei sich des erhöhten Potenzials für von ausländischen Terrororganisationen inspirierte Gewalt gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft bewusst. US-Bürgerinnen und -Bürger sollten etwa bei Pride-Veranstaltungen wachsam sein. Die englische Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans, queere sowie intergeschlechtliche Menschen. Das Pluszeichen sowie das Sternchen sind Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.


Explosion in Militärakademie in St. Petersburg

ST. PETERSBURG: Durch eine Explosion in einer Militärakademie in St. Petersburg sind am Freitag nach Armeeangaben sieben Soldaten verletzt worden. Als offizielle Version verbreitete das Militär in Russlands nördlicher Metropole, eine alte Granate aus Zeiten des Zweiten Weltkrieges habe von selbst gezündet. Die genauen Umstände würden untersucht. Russische Telegram-Kanäle schlossen nicht aus, dass eine ukrainische Drohne die Akademie der Fernmeldetruppen angegriffen haben könnte.

Die Explosion habe keinen - so wörtlich - «terroristischen Charakter», sagte der Gouverneur von St. Petersburg, Alexander Beglow, der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Auch damit war gemeint, dass es nicht um einen ukrainischen Angriff gehe. Videos zeigten, wie Krankenwagen und Feuerwehrwagen auf das Militärgelände im Nordosten der Stadt fuhren.


Mehrere ausländische Touristen in Afghanistan getötet

KABUL: In Afghanistan sind bei einem Angriff mit Schusswaffen mindestens drei ausländische Touristen getötet worden. Auch ein Afghane sei bei dem Vorfall in der zentralen Provinz Bamian ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Innenministeriums der regierenden Taliban, Abdul Matin Kani, am Freitag, wie der lokale Sender Tolonews berichtete. Zudem seien vier weitere ausländische Staatsbürger und drei Afghanen verletzt worden. Laut Kani sind vier Personen in Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen worden. Weitere Angaben zu der Tat oder die Nationalität der Opfer wurden nicht gemacht. Zunächst reklamierte keine Gruppe die Attacke für sich.

Die Provinz Bamian ist berühmt für ihre landschaftliche Schönheit und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die Provinz galt bereits vor der erneuten Machtübernahme der Taliban, als die Islamisten noch gegen die von internationalen Truppen gestützte afghanische Regierung kämpften, als eine der ruhigsten und sichersten im Land. Tausende Afghanen besuchten den Nationalpark Band-e Amir oder besichtigten die Überreste zweier monumentaler Buddha-Statuen, Zeugen der präislamischen Vergangenheit des Landes. Seit der Machtübernahme der Taliban 2021 und dem Abzug der internationalen Truppen verzeichnen die lokalen Behörden auch wieder einen Anstieg ausländischer Touristen.

Auch wenn sich die Sicherheitslage mit dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen deutlich gebessert hat, gibt es nach wie vor immer wieder Anschläge. Die meisten reklamiert die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für sich, die mit den Taliban trotz ideologischer Nähe verfeindet ist. Vor allem Angehörige der schiitischen Minderheit in dem Land geraten immer wieder ins Visier des IS. Die Terrormiliz betrachtet Schiiten als Abtrünnige des Islams und verachtet sie.


Schweden erhöht Sicherheitsmaßnahmen rund um israelische Objekte

STOCKHOLM: Die schwedische Polizei hat die Sicherheitsmaßnahmen rund um jüdische und israelische Objekte im gesamten Land erhöht. Das teilte die Polizei am Freitag mit. In der Nacht zu Freitag waren in der Nähe der israelischen Botschaft in Stockholm mutmaßlich Schüsse gefallen. Daraufhin wurde ein großes Gebiet im Zentrum von Stockholm abgesperrt; mehrere Personen wurden in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bislang noch niemand verhaftet.

Man wisse nicht, ob der Vorfall mit der israelischen Botschaft im Zusammenhang stehe oder ob es ein Zufall sei, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT. Man wolle aber auf der sicheren Seite sein und erhöhe deshalb unter anderem die Polizeipräsenz in gewissen Gegenden. In einer Mitteilung der Polizei hieß es, dass die Behörde eng mit dem schwedischen Nachrichtendienst sowie mit Vertretern der jüdischen Gemeinden zusammenarbeite.

Ende Januar war vor der israelischen Botschaft in Stockholm ein gefährlicher Gegenstand gefunden worden. Mehrere schwedische Medien berichteten davon, dass es sich um eine Handgranate gehandelt habe. Der schwedische Nachrichtendienst ermittelte wegen des Verdachts einer Terrortat.


British Museum hat fast die Hälfte der gestohlenen Objekte wieder

LONDON: Das British Museum hat nach der beispiellosen Diebstahlserie bisher mehr als 600 der rund 1500 verschwundenen Gegenstände zurückerhalten. Zuletzt seien 268 Objekte wiedergefunden worden, teilte das Museum am Freitag in der britischen Hauptstadt London mit. Damit seien nun insgesamt 626 vermisste Stücke wieder da. Sie wurden demnach in aller Welt verstreut aufgestöbert. Aufsichtsratschef George Osborne sagte, 100 weitere Objekte seien bereits identifiziert worden.

Das Museum hatte im Sommer bekannt gegeben, dass etliche Gegenstände aus den Beständen fehlten, gestohlen oder beschädigt seien, darunter römische und griechische Juwelen und Perlen. Ein Mitarbeiter wurde entlassen, er weist die Vorwürfe zurück. Der deutsche Museumsdirektor Hartwig Fischer hatte nach Bekanntwerden der Diebstahlserie seinen Posten früher abgegeben als geplant.

Osborne sagte, die meisten Menschen und auch er hätten erwartet, dass die Objekte nie wieder auftauchen würden. «Aber das Team des British Museum hat sich geweigert aufzugeben», sagte er. «Mit cleverer Detektivarbeit und einem Netzwerk von Helfern haben wir ein beachtenswertes Ergebnis erzielt.» Fast die Hälfte der gestohlenen Gegenstände sei wiedergefunden worden.


Nach Gebäudeeinsturz : 33 Tote und 19 Vermisste

KAPSTADT: ? Elf Tage nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Gebäudes in Südafrika haben Rettungskräfte am Freitag eine traurige Bilanz gezogen: Von 81 Bauarbeitern, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks vergangenen Montag auf der Baustelle befanden, sind 33 Menschen ums Leben gekommen, während 19 Arbeiter weiter offiziell als vermisst gelten.

Insgesamt 29 Menschen wurden lebend aus den Trümmern geborgen. Behörden stellten die Rettungsarbeiten am Freitag ein. Die Ursache für den Einsturz des sich im Bau befindenden Wohnhauses in der Kleinstadt George ist weiter ungeklärt. Präsident Cyril Ramaphosa ließ eine Untersuchung einleiten, deren Ergebnisse noch erwartet werden.


Unwetter in Norditalien: Mann in Fluss gestürzt - tot

COMO: Norditalien ist in den vergangenen Tagen von teils schweren Unwettern heimgesucht worden. Ein 66-jähriger Mann stürzte in der Stadt Cantù südlich von Como in der Lombardei in einen Fluss - seine Leiche wurde am Freitag von Einsatzkräften geborgen, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Mann war beim Einsturz einer Brücke ins Wasser gefallen und seit Donnerstagabend vermisst worden. Er wurde etwa drei Kilometer flussabwärts gefunden. Die Feuerwehr musste in der Lombardei in 48 Stunden zu rund 1000 Einsätzen ausrücken.

Während sich in der Lombardei mit der Hauptstadt Mailand die Lage laut Feuerwehr verbessert hat, sorgte Starkregen in Venetien in manchen Orten für Überschwemmungen. In der Provinz Padua trat nach einem Dammbruch ein Bach über die Ufer. In einer Ortschaft waren mehrere Häuser isoliert, sodass die Feuerwehr zur Evakuierung der Menschen ausrückte. In Venetien zählten die Einsatzkräfte in zwei Tagen rund 1800 Einsätze. Heftige Niederschläge gab es auch in der bei Touristen beliebten Lagunenstadt Venedig.


Unwetter machen Frankreichs Grenzregion zu Deutschland zu schaffen

METZ/STRAßBURG: Unwetter mit starkem Regen haben in der französischen Grenzregion zu Deutschland für Verkehrsbehinderungen, vollgelaufene Keller und geflutete Ortszentren gesorgt.

Menschen kamen durch die Wassermassen am Donnerstagabend und Freitag in Lothringen und im Elsass aber bislang nicht zu Schaden. Wie die Feuerwehr in Metz am Freitag mitteilte, gab es in der Region Moselle mehr als 300 Einsätze in rund 70 Gemeinden. 270 Feuerwehrleute rückten mit rund 200 Fahrzeugen aus. Besondere betroffen war die an das Saarland angrenzende Region um Saint-Avold und Sarreguemines.

Innenminister Gérald Darmanin rief die Bewohner zu großer Vorsicht auf, für die Region sei die Warnstufe rot verhängt worden. Fotos der Zeitung «Le Républicain Lorrain» zeigten die überflutete Innenstadt von Boulay und Bouzonville, wo Eltern ihre Kinder vorzeitig aus der Schule abholen mussten. Die Autobahn A320 wurde in Fahrtrichtung Saarbrücken in einem Abschnitt gesperrt. Auch im Elsass mussten etliche Kreisstraßen wegen Überschwemmungen gesperrt werden. Gerade kleine Flussläufe traten nach heftigen Regenfällen binnen kurzer Zeit über die Ufer. Einzelne Autos wurden vom Wasser weggetrieben.


Lange Gefängnisstrafen nach «regelrechter Hinrichtung»

SOLNA: Zwei junge Männer sind in Schweden wegen Mordes zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Wie das Bezirksgericht Solna am Freitag mitteilte, habe es sich bei dem Mord an einem 35-jährigen Mann um eine «regelrechte Hinrichtung einer wehrlosen Person» gehandelt. Demnach soll ein damals 16-Jähriger vor etwa einem Jahr in Solna nördlich von Stockholm mit einer Kalaschnikow auf den 35-Jährigen geschossen haben. Ein 20 Jahre alter Mann soll einen Schuss aus einer halbautomatischen Waffe abgegeben haben.

Der 20-Jährige wurde nun wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, der zum Tatzeitpunkt 16-Jährige zu fünf Jahren und zwei Monaten. Außer wegen Mordes wurde der Jüngere auch wegen schwerer Körperverletzung verurteilt, weil ein Schuss aus seiner Kalaschnikow seinen 20-jährigen Komplizen traf. Zwei weitere Männer im Alter von 26 und 32 Jahren müssen wegen Beihilfe zum Mord 13 Jahre und zehn Monate sowie 13 Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Die Männer haben drei Wochen Zeit, um Berufung gegen das Urteil einzulegen.

In der Mitteilung des Gerichts heißt es, dass die Tat im Zusammenhang mit einem Konflikt zwischen mehreren kriminellen Gruppierungen stehen könnte. Schweden ringt seit mehreren Jahren mit kriminellen Banden, die sich vor allem durch Drogenhandel und Betrug finanzieren. Wegen der Bandenkonflikte kommt es immer wieder zu tödlichen Schüssen und Sprengstoffanschlägen. Nicht selten werden dabei auch Unbeteiligte erschossen. Unter den Tätern und Opfern sind zunehmend Minderjährige, manche von ihnen 14 Jahre und jünger.


Fico nach Attentat ein zweites Mal operiert

BRATISLAVA: Der slowakische Regierungschef Robert Fico ist nach dem Attentat auf ihn ein zweites Mal operiert worden. Der Eingriff sei ein «Standard-Schritt» gewesen, teilten Vizepremier Robert Kalinak und die Leiterin der Klinik in der Regionalhauptstadt Banska Bystrica, Miriam Lapunikova, nach Angaben der Nachrichtenagentur TASR mit. Das Regierungsamt in Bratislava hatte zuvor bestätigt, dass der 59 Jahre alte Politiker weiterhin auf der Intensivstation behandelt wird.

Fico war am Mittwoch von einem 71-jährigen Mann angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Angreifer wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Am Samstag soll ein Gericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft entscheiden, ihn in Untersuchungshaft zu nehmen. Das teilte die Staatsanwaltschaft der TASR mit.


Ex-Präsident Gasparovic: «Slowakei ist total gespalten»

PRAG/BRATISLAVA: Der frühere slowakische Präsident Ivan Gasparovic hofft nach dem Attentat auf Regierungschef Robert Fico auf eine Überwindung der Spannungen in der Gesellschaft. «Die Slowakei ist total gespalten», beklagte der 83-Jährige am Freitag im tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Er sei froh, dass sich das Land zumindest in diesem schrecklichen Moment geeint habe. «Selbst diejenigen, die völlig andere Ansichten über Fico und die Politik in der Slowakei vertreten, sind sich dessen bewusst geworden, dass es so wohl nicht weitergeht», sagte Gasparovic. Der Jurist stand von 2004 bis 2014 an der Spitze des Landes.

Aus dem Nationalrat, dem Einkammerparlament, sei «ein Zirkuszelt und ein Boxring» geworden, kritisierte der Ex-Präsident weiter. Dort werde etwa über private Angelegenheiten von Politikern gesprochen oder Hass verbreitet. Fico war am Mittwoch durch mehrere Schüsse verletzt worden, als er auf einem Platz in der Kleinstadt Handlova Anhänger begrüßte. Er befindet sich nach einer langen Operation im Universitätskrankenhaus in Banska-Bystrica.

Gasparovic betonte, dass er nicht nur viele Jahre als Politiker mit Fico zusammengearbeitet habe. Bereits zuvor sei Fico einer seiner Studenten an der juristischen Fakultät der Comenius-Universität in Bratislava gewesen. Zu dessen Zustand sagte er unter Berufung auf frühere Äußerungen des Vize-Premiers Robert Kalinak: «Es ist nicht alles in Ordnung, aber er ist in einem solchen Zustand, dass wir eine große Hoffnung haben, dass es gut ausgeht.»


Slowakische Präsidentin lädt Parteien für Dienstag ein

BRATISLAVA: Die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova will nach dem Attentat auf Regierungschef Robert Fico die politischen Spannungen abbauen und hat die Parteien dazu am Dienstag zu einem Gespräch eingeladen. Das teilte ihr Sprecher am Freitag mit. Das noch bis 15. Juni amtierende Staatsoberhaupt Caputova und ihr gewählter Nachfolger Peter Pellegrini wollen demnach bei dem Treffen gemeinsam auftreten. Weitere Details würden später bekannt gegeben.

Ministerpräsident Fico war am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in der Kleinstadt Handlova von einem 71-jährigen Mann niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Fico musste nach Angaben des Innen- und des Verteidigungsministers fünf Stunden lang operiert werden. Inzwischen sei er aber bei Bewusstsein und ansprechbar, sagte Pellegrini am Donnerstag nach seinem Besuch beim Verletzten in der Klinik in Banska Bystrica.

Caputova hatte gleich nach dem Angriff nicht nur die Tat verurteilt, sondern zugleich alle Parteien aufgerufen, ihre Emotionen zu zügeln. Die Schüsse habe zwar ein einzelner Täter abgegeben, «aber die angespannte Atmosphäre des Hasses war unser gemeinsames Werk», hatte sie erklärt.


Mann legt Feuer in Synagoge - Von Polizei erschossen

ROUEN: Die Polizei hat im französischen Rouen in der Normandie einen Mann erschossen, der die dortige Synagoge angezündet hat. Dies teilte Innenminister Gérald Darmanin am Freitag über X mit. Wie der Sender franceinfo meldete, wurde frühmorgens die Polizei alarmiert, weil Rauch aus der Synagoge stieg. Vor Ort kam ein Mann mit einem Messer und einer Eisenstange auf sie zu; daraufhin schoss einer der Polizisten.

Weitere Verletzte gab es nicht, doch ist der Schaden in der Synagoge groß, wie die Präsidentin der jüdischen Gemeinde von Rouen, Natacha Ben Haïm, dem Sender BFMTV sagte. Viele Möbel seien beschädigt, die Wände seien schwarz. Der Mann war nach Angaben des Bürgermeisters von Rouen über eine Mülltonne in den ersten Stock der Synagoge geklettert und hatte dort einen Brandsatz geworfen.


Südkoreas Militär: Nordkorea feuert ballistische Rakete ab

SEOUL: Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens eine Rakete in Richtung offenes Meer abgefeuert.

Südkoreas Generalstab ging davon aus, dass es sich dabei um eine ballistische Rakete handelt, deren Starts oder auch nur Tests dem abgeschotteten Nachbarland durch UN-Beschlüsse untersagt sind. Die Rakete sei nach dem Start am Freitag in Richtung des Meers zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan geflogen, teilte die oberste Kommandostelle in Seoul mit. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Ballistische Raketen können - je nach Bauart - mit einem Atomsprengkopf bestückt werden. Das von Kim Jong Un regierte Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms internationale weitgehend isoliert.


Umarmung zum Abschied: Xi und Putin beenden Gespräche in Peking

PEKING: Mit einer harmonischen Geste haben Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ihre Gespräche in China beendet. Nach einem eintägigen Programm in Peking reichten sich Putin und Xi am Donnerstagabend zunächst die Hände und umarmten sich kurz darauf zum Abschied, wie auf einem Video des Staatssenders CCTV zu sehen war. Xi winkte seinem Gast nach, als dieser in einer Limousine in die Dunkelheit fuhr.

Am Freitag setzte Putin seinen zweitägigen Staatsbesuch in der nordchinesischen Stadt Harbin fort. Dort wollte der Kremlchef unter anderem eine russisch-chinesische Messe und eine Universität besuchen. Harbin hat eine russische Vergangenheit, die noch heute im Stadtbild sichtbar ist, etwa durch die ehemalige russisch-orthodoxe Kirche. Die Industriemetropole liegt in Chinas nördlichster Provinz Heilongjiang, die an Russland grenzt, und ist bei den Chinesen für ihr Eisfestival im Winter bekannt.

Bei den Gesprächen am Vortag in Peking hatten Putin und Xi eine weitere enge Zusammenarbeit vereinbart. China und die Kriegspartei Russland sprachen sich in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine außerdem für eine Lösung durch politische Einigung aus. Putin lobte Chinas Friedensbemühungen. Für die kommende Friedenskonferenz in der Schweiz hat Peking bislang allerdings nicht zugesagt. Ein vor mehr als einem Jahr vorgeschlagener Zwölf-Punkte-Plan zu Lösung des Konflikts stieß international wegen seiner vagen Vorschläge auf wenig Zuspruch.

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