Neues aus dem Ausland am Freitag

Neues aus dem Ausland am Freitag

Brandanschlag auf Kathedrale von Managua

MANAGUA: Auf die Kathedrale von Managua ist ein Brandanschlag verübt worden. Das Feuer verursachte schwere Schäden in einer Seitenkapelle der Kirche, wie die Erzdiözese der nicaraguanischen Hauptstadt am Freitag mitteilte. Ein vermummter Mann habe einen Molotow-Cocktail auf das Kruzifix geschleudert, zitierte die Zeitung «La Prensa» mehrere Augenzeugen. «Das war eine geplante Tat», sagte Kardinal Leopoldo Brenes.

Das Motiv für den Anschlag war zunächst unklar. In dem seit rund zwei Jahren andauernden Machtkampf zwischen der sandinistischen Regierung von Präsident Daniel Ortega und der Opposition bieten katholische Kirchen in dem mittelamerikanischen Land den Demonstranten immer wieder Schutz vor regierungstreuen Schlägertrupps.


US-Wetteramt warnt vor Hurrikan an der Ostküste Floridas

WASHINGTON: Der US-Wetterdienst hat wegen eines heranziehenden Wirbelsturms für die Ostküste Floridas eine Hurrikanwarnung erlassen. Der Hurrikan «Isaias» der niedrigsten Stärke eins soll aus Richtung der Bahamas kommend ab Samstagabend (Ortszeit) nahe an der Ostküste des US-Bundesstaats vorbeiziehen, wie das Nationale Hurrikanzentrum am Freitagabend erklärte. Der Sturm soll der Prognose zufolge nicht direkt auf das US-Festland treffen, an der Küste kann es aber zu Flutwellen, Überschwemmungen und hohen Windgeschwindigkeiten kommen.

Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, forderte die Bürger in den betroffenen Gebieten auf, sich mit Wasser, Lebensmitteln und nötigen Medikamenten für mindestens sieben Tage einzudecken. Es könne auch zu Stromausfällen kommen, warnte er. DeSantis verhängte für die voraussichtlich betroffenen Bezirke an der Ostküste am Freitagabend den Notstand - unter anderem, um den Behörden zur Vorbereitung auf den Sturm größere Befugnisse zu geben.

Der Hurrikan soll der Prognose zufolge bis Samstag noch über Teile der Inselkette der Bahamas ziehen und Windböen von bis zu 120 Stundenkilometern mit sich bringen. Vor der Küste Floridas soll der Sturm dann nach Nordosten abdrehen und sich abschwächen. Am Donnerstag hatte «Isaias» als schwächerer Tropensturm im karibischen US-Außengebiet Puerto Rico für Sachschäden und Stromausfälle gesorgt.


US-Truppenabzug: EVP-Fraktionschef Weber will «europäische Truppe»

BRÜSSEL: Der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament, Manfred Weber, hat nach der Ankündigung eines Teilabzugs der US-Truppen aus Deutschland EU-Soldaten gefordert. «Europa muss jetzt endlich konkret werden. Der Aufbau einer europäischen Einsatztruppe, die unter EU-Kommando steht, muss angepackt werden», sagte Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

«Wir Europäer müssen endlich erwachsen werden. Die USA wird, egal wie die Präsidentschaftswahl ausgeht, nicht als Weltpolizist zurückkommen. Und es ist ja eine berechtigte Kritik, dass wir Europäer uns zu wenig Gedanken über unsere Verteidigung gemacht haben», sagte Weber. Die EU-Truppen sollten aber «nur in den Einsatz gehen, wenn das Europäische Parlament dafür grünes Licht gibt».

Die USA hatten angekündigt, etwa 12.000 der 36.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Mehr als die Hälfte sollen vorerst in die USA zurückkehren, 5600 innerhalb Europas verlegt werden.


Nach Twitter-Hack: Staatsanwalt klagt zwei weitere Verdächtige an

SAN FRANCISCO: Nach der massiven Hacker-Attacke auf Twitter-Konten von Prominenten Mitte Juli wirft die zuständige Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Kalifornien zwei weiteren Verdächtigen Mittäterschaft vor. Dem 19-Jährigen Mason S. aus Großbritannien wird unter anderem Hacking, Betrug und Geldwäsche zur Last gelegt, dem 22-Jährigen Nima F. aus Florida wird Beihilfe zum unerlaubten Eindringen in einen Computer vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft in San Francisco am Freitag mitteilte. Beiden drohen im Fall einer Verurteilung mehrjährige Haftstrafen und Bußgelder.

Kurz zuvor war in Florida ein 17-Jähriger als «Drahtzieher» des Hacks festgenommen worden. Ihm werden 30 Anklagepunkte zur Last gelegt. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwalt in Florida, weil er nach örtlichem Recht als Erwachsener zur Rechenschaft gezogen werden kann. Das wäre nach Bundesrecht nicht möglich, was eine geringere Strafe zur Folge hätte. Gegen die beiden anderen Verdächtigen wird nach Bundesrecht ermittelt. Nima F., online bekannt als «Rolex», drohen demnach bis zu fünf Jahre Haft. Dem in Großbritannien lebenden S., bekannt als «Chaewon», könnten bis zu 45 Jahre Haft drohen.

Bei dem beispiellosen Twitter-Hack waren die Konten zahlreicher Prominenter gekapert worden, darunter der frühere US-Präsident Barack Obama, Microsoft-Gründer Bill Gates und Tesla-Chef Elon Musk. Auch Firmen-Accounts, etwa von Apple, wurden gehackt. Die Accounts riefen Nutzer in Tweets dazu auf, Kryptowährung Bitcoin auf ein bestimmtes Konto zu schicken - verbunden mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen. Dabei kamen nach Angaben der Ermittler mehr als 100.000 US-Dollar zusammen.


Snooker-WM: Titelverteidiger Trump mit viel Mühe zum Auftakt

SHEFFIELD: Titelverteidiger Judd Trump hat bei der Snooker-Weltmeisterschaft in Sheffield mit viel Mühe die Auftakthürde gemeistert. Der topgesetzte Engländer siegte am Freitag gegen seinen Landsmann Tom Ford mit 10:8. Snooker-Genie Ronnie O'Sullivan steigt erst am Sonntag ein. Die beiden Top-Stars können frühestens im Finale aufeinandertreffen.

Die WM hätte eigentlich am 18. April beginnen sollen, wurde wegen der Coronavirus-Pandemie aber verschoben und findet nun vom 31. Juli bis 16. August statt.


US-Berufungsgericht kippt Todesurteil gegen Boston-Bomber Zarnajew

BOSTON: Ein US-Berufungsgericht hat das Todesurteil gegen den «Boston-Bomber» Dschochar Zarnajew gekippt. Wie aus Gerichtsunterlagen vom Freitag hervorgeht, hoben die Richter die Entscheidung von 2015 auf und ordneten an, dass über das Strafmaß neu entschieden werden müsse. Dabei stellte das Gericht klar, dass Zarnajew trotzdem mindestens lebenslange Haft erwarte: «Dschochar wird seine verbleibenden Tage im Gefängnis verbringen. Die einzige Frage ist, ob er durch Hinrichtung sterben wird.»

Grund für die Entscheidung ist die Ansicht der Juristen, dass das Gericht im Prozess nicht sichergestellt habe, dass die Geschworenen tatsächlich unvoreingenommen gegenüber Zarnajew sind. «Das Bezirksgericht war nicht in der Lage, Vorurteile oder Befangenheit zu identifizieren, indem es sich weigerte, potenziellen Juroren inhaltsspezifische Fragen zu dem zu stellen, was sie (über den Fall) gelesen und gehört hatten.»

Zarnajew hatte im April 2013 gemeinsam mit seinem kurze Zeit später getöteten Bruder Tamerlan im Zieleinlauf des Boston-Marathons zwei Sprengsätze gezündet, durch die drei Menschen getötet und 260 verletzt wurden. Zarnajew hatte die Tat gestanden und sitzt heute in einem Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado.


Hitzewelle rollt über Frankreich - Neue Rekorde

PARIS: Bei der Hitzewelle in Frankreich mit Temperaturen um die 40 Grad hat es in mehreren Orten neue Rekorde gegeben. Wie der Wetterdienst Météo France am Freitagabend mitteilte, wurde es in der Gemeinde Gueugnon im zentralfranzösischen Département Saône-et-Loire 41,5 Grad warm, damit sei der bisherige Rekord von 1983 leicht überschritten worden (41,2 Grad). In der Hafenstadt Boulogne-sur-Mer am Ärmelkanal zeigte das Thermometer 37,9 Grad an - damit war es heißer als im vergangenen Jahr, als 36,4 Grad gemessen wurden. Auch an anderen Orten gab es neue Höchstwerte.

Frankreich war schon vor gut einem Jahr von einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen heimgesucht worden. Im südfranzösischen Ort Vérargues im Département Hérault waren am 28. Juni 46 Grad gemessen worden. In mehreren Orten im Süden wurde außerdem die 45-Grad-Marke geknackt.


Fitch senkt Ausblick für Kreditwürdigkeit der USA auf negativ

NEW YORK: Die Ratingagentur Fitch betrachtet die Bonität der weltgrößten Volkswirtschaft USA angesichts der steigenden Staatsverschuldung etwas kritischer.

Die Kreditwächter bestätigten am Freitag (Ortszeit) zwar das Top-Rating «AAA», senkten den Ausblick für die Kreditwürdigkeit aber von «stabil» auf «negativ», so dass eine Abstufung drohen könnte. Fitch begründete die Entscheidung mit der anhaltenden Verschlechterung der US-Staatsfinanzen und einem fehlenden fiskalpolitischen Plan zum Abbau des Haushaltsdefizits und Schuldenstands. Fitch hatte bereits im März gewarnt, dass das Risiko einer baldigen Abstufung der Kreditwürdigkeit gestiegen sei.


Drei Tech-Giganten strahlen - Dow legt nur etwas zu

NEW YORK: Unerwartet starke Quartalszahlen dreier Branchen-Giganten haben am Freitag die wichtigsten US-Technologie-Indizes angetrieben. Die Standardwerte legten nach einem durchwachsenen Handelsverlauf weniger deutlich zu. Hier sorgten einige negative Unternehmensnachrichten für eine etwas getrübte Stimmung.

Der Dow Jones Industrial machte zwischenzeitliche Verluste wett und schloss 0,44 Prozent höher bei 26.428,32 Punkten. Auf Wochensicht ergibt dies ein Minus von 0,16 Prozent. Die Monatsbilanz hingegen zeigt ein Plus von gut 2 Prozent.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,77 Prozent auf 3271,12 Zähler aufwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 zog um 1,78 Prozent auf 10.905,88 Zähler an.


Microsoft an Videoplattform Tiktok interessiert

NEW YORK: Der US-Softwareriese Microsoft ist Kreisen zufolge an der internationalen Videoplattform Tiktok interessiert. Das Unternehmen verhandele über den Kauf des US-Geschäfts, berichtete die Nachrichtenagentur Boomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Tiktok-Eigentümer ByteDance sieht sich aktuell großem Druck der USA ausgesetzt, die Aktivitäten der Plattform in den Vereinigten Staaten zu verkaufen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump begründet das mit Sicherheitsbedenken.

So hatte Außenminister Mike Pompeo eine Sperre von Tiktok in den USA nicht ausgeschlossen. Nach seinen Angaben könnten damit private Informationen in die Hände der Kommunistischen Partei Chinas gelangen. Wegen Sicherheitsbedenken und der Kontrolle durch Chinas Behörden spürt das populäre Tiktok schon länger politischen Gegenwind in den USA. In Indien wurde die Plattform schon verboten. Wegen des Argwohns im Ausland bemüht sich das Unternehmen schon länger, seine internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen.


Nach massivem Twitter-Hack: 17-Jähriger in den USA festgenommen

TAMPA: Rund zwei Wochen nach einer massiven Hacker-Attacke auf prominente Twitter-Konten hat die Polizei im US-Bundesstaat Florida einen 17-Jährigen als Hauptverdächtigen festgenommen. Gegen den «Drahtzieher» des Hacks lägen 30 Anklagepunkte vor, erklärte Staatsanwalt Andrew Warren in Tampa. Graham Ivan C. werde von der Justiz angesichts der Schwere der Vergehen als Erwachsener behandelt, weswegen ihm eine längere Haftstrafe drohen könnte, sagte er.

Bei dem beispiellosen Twitter-Hack waren die Konten zahlreicher Prominenter gekapert worden, darunter Barack Obama, Bill Gates und Elon Musk. Auch Firmen-Accounts, etwa von Apple, wurden gehackt. Die Accounts riefen Nutzer in Tweets dazu auf, Kryptowährung Bitcoin auf ein bestimmtes Konto zu schicken - verbunden mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen. Dabei kamen nach Angaben der Ermittler mehr als 100.000 US-Dollar zusammen.


58 Menschen im Ärmelkanal gerettet

CALAIS: Französische Einsatzkräfte haben 58 Migranten im Ärmelkanal in Sicherheit gebracht.

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend berichtete, waren unter ihnen acht Kinder. Es gab mehrere Einsätze, um die Menschen zu retten. Die zuständige Meerespräfektur warnte ausdrücklich vor dem Überqueren des Ärmelkanals, der als einer der meistbefahrenen Seewege der Welt und auch deshalb als besonders gefährlich gilt. Nach dem Bericht versuchten seit Jahresbeginn mindestens 682 Menschen, von Frankreich aus über den Kanal nach Großbritannien zu gelangen.


Retter von Havannas Altstadt: Kubanischer Historiker Leal gestorben

HAVANNA: Er galt als Vater der Altstadt von Havanna und einer der profundesten Kenner der kubanischen Geschichte - jetzt ist der Historiker Eusebio Leal im Alter von 77 Jahren gestorben. Er sei einer schweren Krankheit erlegen, berichtete die kommunistische Parteizeitung «Granma» am Freitag. «Heute ist der Kubaner von uns gegangen, der Havanna gerettet hat», schrieb der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel auf Twitter.

Leal trieb über Jahrzehnte hinweg die Restaurierung der historischen Altstadt von Havanna voran. 1982 wurde der koloniale Stadtkern zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Unter seiner Leitung wurden die Festung San Carlos de la Cabaña, die Festung Castillo de los Tres Reyes del Morro und Hunderte Häuser im alten Stadtkern der kubanischen Hauptstadt restauriert. Zuletzt beaufsichtigte er die Arbeiten am Kapitol von Havanna, an dem auch die Firma MD Projektmanagement GmbH aus Thüringen beteiligt war. Zu der von ihm geführten Behörde gehörten auch zahlreiche Hotels und Restaurants sowie Tausende Mitarbeiter.

Für seinen Einsatz für die Erhaltung der historischen Bauwerke wurde Leal 2017 mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Wegen gesundheitlicher Probleme zog er sich zuletzt zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Im vergangenen Jahr führte er anlässlich des 500. Gründungsjubiläums von Havanna aber noch einmal das spanische Königspaar durch seine Heimatstadt.


Zwei Tote und sieben Schwerverletzte bei Zugunglück

LISSABON: Bei einem Zugunglück in Portugal hat es Medienberichten zufolge mindestens zwei Tote Toten und sieben Schwerverletzte gegeben. Ein Schnellzug vom Typ Alfa Pendular sei am Freitagnachmittag bei der Stadt Coímbra etwa 200 Kilometer nördlich von Lissabon auf einen Instandhaltungswagen gekracht und teilweise entgleist, meldete die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf den Sprecher des örtlichen Katastrophenschutzes, Carlos Tavares.

Passagiere an Bord des Zuges hätten sich im Augenblick des Unglücks in Panik zu Boden geworfen, berichtete die Zeitung «Diário de Notícias» unter Berufung auf Augenzeugen. Eine große Anzahl von Rettungskräften sei vor Ort, um die Verletzten zu bergen. Warum der Reparaturwagen auf dem Gleis stand, war zunächst nicht bekannt. Die Strecke ist zweigleisig und der Zug sei in Richtung Norden unterwegs gewesen.


Regionale Fahrverbote in Tirol: Abfahrten auf Fernpass-Route gesperrt

INNSBRUCK: Angesichts des erwarteten starken Reiseverkehrs hat das österreichische Bundesland Tirol erneut erste regionale Fahrverbote an Wochenenden verhängt. Von Samstag 7.00 Uhr bis Sonntag 19.00 Uhr sind Ausweichrouten entlang der Fernpass-Strecke (B 179) für Durchreisende in beiden Richtungen gesperrt. Konkret betrifft die Maßnahme die Abfahrten im Bereich Reutte-Nord und Vils an der Grenze zu Bayern. Wer im Stau steht, kann also nicht über Nebenstrecken ausweichen. Das regionale Fahrverbot gilt an den Wochenenden im Zeitraum vom 1. August bis zum 13. September. Ausgenommen ist etwa der Anliegerverkehr.

Im Sommer 2019 und im vergangenen Winter war es bereits zu wesentlich umfassenderen Fahrverboten gekommen. Betroffen waren damals insgesamt etwa zehn Ausweichrouten - auch im Raum Kufstein und auf dem Weg zum Brenner. Die Behörden analysieren, ob im Laufe der nächsten Wochen die Fahrverbote ausgeweitet werden. Der Schritt soll die Anwohner in den Gemeinden entlang der Transitstrecken vor allem Richtung Italien entlasten. Die Bürger dort klagen über Lärm, Gestank und Stau.


Angeklagte leugnen Journalistenmord

BRATISLAVA: Im slowakischen Journalistenmord-Prozess haben sich die Angeklagten für «nicht schuldig» erklärt. Das Verfahren steuerte am Freitag mit den Schlussplädoyers der Verteidigung auf sein Finale zu. Dabei geht es um den Mord am Investigativ-Journalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten Martina Kusnirova am 21. Februar 2018. Die beiden 27-Jährigen wurden in ihrem Haus erschossen. Angeklagt sind der Unternehmer Marian Kocner als mutmaßlicher Auftraggeber des Mordes sowie eine mutmaßliche Organisatorin und ein als Mittäter beschuldigter Ex-Polizist.

Aus den Stellungnahmen der Angeklagten und ihrer Anwälte wurde am Freitag deutlich, dass sie eine von den meisten Beobachtern erwartete Verurteilung zu langen Haftstrafen nicht akzeptieren wollen. Durch eine seit langem erfolgte Vorverurteilung in den Medien sei ein «Effekt des von vornherein gewünschten Täters» entstanden, erklärte etwa der Verteidiger Kocners.

Der Investigativ-Journalist Kuciak hatte über zwielichtige Geschäfte des Millionärs Kocner berichtet, aber auch über andere Verfilzungen von Politik und Geschäftemacherei. Eine erst nach seinem Tod veröffentlichte Reportage löste Massendemonstrationen gegen Korruption aus und führte zum Rücktritt der damaligen Regierung.


CDU-Spenden in falschem Namen - Ermittlungen ausgeweitet

KOBLENZ: Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat ihre Ermittlungen zu möglicherweise illegalen Spenden an die CDU in Rheinland-Pfalz ausgeweitet. Dabei gehe es um drei weitere Spenden an den CDU-Kreisverband Cochem-Zell aus dem Jahr 2015, bei denen sich «der Anfangsverdacht von Straftaten ergeben» habe, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Ermittelt wird nun gegen vier weitere Beschuldigte.

Einer von ihnen steht im Verdacht, insgesamt 19.000 Euro in bar an die drei anderen übergeben und diese gebeten zu haben, die Beträge in ihrem Namen an den Kreisverband zu spenden. So soll das auch geschehen sein. Damit bestehe der Anfangsverdacht unzulässiger Spenden nach dem Parteiengesetz, erklärte die Staatsanwaltschaft. Entgegen der gesetzlichen Bestimmungen sei «die Namensnennung des tatsächlichen Spenders ... unterblieben».

Weitere Angaben seien wegen der fortdauernden Ermittlungen und wegen der «zugunsten der Beschuldigten zu berücksichtigenden Unschuldsvermutung» nicht möglich, teilte die Behörde mit. Die CDU Rheinland-Pfalz hatte 2017 eine Strafzahlung für die Annahme illegaler Spenden akzeptiert, die dem ehemaligen Geheimagenten Werner Mauss zugerechnet wurden. Der Landesverband musste Strafe in doppelter Höhe zahlen - insgesamt 112.000 Euro.


Kräftiges Umsatzplus der Schwarz-Gruppe mit Lidl, Kaufland & Co

NECKARSULM: Die Schwarz-Gruppe mit ihren Supermarktketten Lidl und Kaufland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich zugelegt. Der Gesamtumsatz kletterte um 8,6 Prozent auf 113,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Corona spielte in dem Geschäftsjahr 2019/20, das bei der Schwarz-Gruppe am 29. Februar endete, noch keine Rolle.

Lidl steigerte den Umsatz laut Unternehmensangaben um fast 10 Prozent auf 89 Milliarden Euro. Kaufland legte um 4,5 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro zu. Die beiden Supermarktketten seien mit mehr als 12.500 Filialen in 33 Ländern aktiv. Die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 458.000 Beschäftigten.


Ansturm auf niederländische Küste - Bahn warnt Reisende

ZANDVOORT: Bei tropischen Temperaturen hat es einen Ansturm auf Strände in den Niederlanden gegeben. Die Bahngesellschaft NS warnte am Freitag in einem ungewöhnlichen Aufruf Reisende, nicht in Richtung des westlich von Amsterdam gelegenen Badeorts Zandvoort zu fahren. «Verschieben Sie Ihren Besuch und fahren Sie jetzt nicht mit dem Zug dorthin», teilte die Bahngesellschaft via Twitter mit. Zandvoort und andere Badeorte sind auch bei deutschen Touristen beliebt.

Behörden wiesen Erholungssuchende auf überfüllte Parkplätze in Zandvoort, Hoek van Holland und anderen Küstengemeinden hin und rieten ebenfalls von Reisen ab, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. In dem Land wurden Temperaturen von deutlich über 30 Grad gemessen.


21 Dorfbewohner wohl wegen vergiftetem Alkohol gestorben

NEU DELHI: Mindestens 21 Menschen sind nach dem Trinken von illegal gebrautem und wohl giftigem Alkohol in Indien gestorben. Die Behörden des Bundesstaates Punjab gaben am Freitag bekannt, eine Untersuchung einzuleiten. Bei den Toten handle es sich um Dorfbewohner - hauptsächlich arme Bauern und Arbeiter. Ein weiterer Dorfbewohner sei in einem kritischen Zustand, hieß es. Der Regierungschef von Punjab kündete an, die Hersteller des illegal gebrauten Alkohols hart zu bestrafen.

In Indien floriert das Geschäft mit illegal gebrautem Alkohol, weil er deutlich günstiger ist als der kommerziell produzierte. Er enthält aber oft Methanol, eine Chemikalie, die beispielsweise in Frostschutzmittel verwendet wird. Jährlich sterben im 1,3-Milliarden-Einwohnerland laut Regierungsangaben rund Tausend Menschen nach dem Genuss solchen Alkohols.


Möglicher Maulwurf in Abhöraffäre bei Volkswagen enttarnt

WOLFSBURG: In der Abhöraffäre um mitgeschnittene Gespräche einer VW-internen Arbeitsgruppe ist der mutmaßliche Maulwurf bei Volkswagen enttarnt. Ein Mitarbeiter des Konzerns wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa-AFX vom Freitag freigestellt. Das Online-Wirtschaftsmagazin «Business Insider» hatte zuvor darüber berichtet.

Ein VW-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu den Informationen äußern. Solange staatsanwaltschaftliche Ermittlungen andauerten, äußere sich der Konzern nicht zu der Angelegenheit, sagte auch Volkswagen-Markenfinanzchef Alexander Seitz am Freitag. Der Konzern hatte eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, nachdem der Vorgang zunächst intern untersucht worden war.

Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass ein Unbekannter in den Jahren 2017 und 2018 Gespräche einer Arbeitsgruppe systematisch mitgeschnitten hatte. In den Arbeitsrunden ging es darum, wie mit der unliebsamen Zulieferergruppe Prevent umgegangen werden soll, mit der VW seit Jahren im Clinch liegt. Bevor VW im März 2018 alle Verträge mit Prevent kündigte, beriet sich das Unternehmen nach mehreren Lieferstopps wohl längere Zeit, ob und wie Prevent als Zulieferer «ausgesteuert» werden sollte, wie es im Branchenjargon heißt. «Business Insider» sprach von rund 50 Stunden Audiomaterial aus mindestens 35 Aufnahmen.


EU-Sanktionen gegen Hacker: Russland kündigt Gegenmaßnahmen an

MOSKAU: Moskau droht mit Maßnahmen gegen die Sanktionen der Europäischen Union wegen mehrerer mutmaßlicher Hackerangriffe aus Russland und China. So ein unfreundlicher Akt dürfe natürlich nicht unbeantwortet bleiben, teilte das russische Außenministerium am Freitag in Moskau mit. «Wie immer wird das in der Diplomatie «spiegelbildlich» sein.»

Brüssel habe diese Entscheidung ohne Beweise und unter einem weit hergeholten Vorwand getroffen. Dass es politische Hintergründe gebe, sei offensichtlich.

Die EU hatte am Vortag erstmals Sanktionen gegen mehrere Hacker aus Russland und China verhängt. Betroffen sind vier russische Spezialisten, denen die EU einen versuchten Cyberangriff auf die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen in Den Haag vorwirft. Zudem sind das Hauptzentrum für Spezialtechnologien des russischen Militärgeheimdiensts GRU sowie zwei mutmaßliche Mitglieder der chinesischen Hackergruppe APT10 gelistet.


Von der Leyen verlangt Ende der Diskriminierung von Roma

BRÜSSEL: Vor dem Holocaust-Gedenktag für die Roma hat die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen alle EU-Staaten aufgefordert, die Minderheit vor Diskriminierung und Rassismus zu schützen. «Wir müssen dem Antiziganismus mit Offenheit und Akzeptanz, den Hassreden und Hassverbrechen mit Toleranz und Achtung der Menschenwürde und Mobbing mit Aufklärung über den Holocaust begegnen», erklärte von der Leyen am Freitag in Brüssel.

Der Gedenktag für etwa 500.000 von deutschen Nationalsozialisten ermordete Sinti und Roma ist der 2. August, also Sonntag. «Die Erinnerung an ihre Verfolgung führt uns die Notwendigkeit vor Augen, die Herausforderungen anzugehen, mit denen sie auch heute noch konfrontiert sind und die allzu oft übersehen werden», betonte von der Leyen. Alle 27 EU-Staaten müssten sich dazu verpflichten, soziale Gerechtigkeit und Gleichheit in jeder Hinsicht zu erreichen. Von der Leyen gab die Erklärung zusammen mit ihren zuständigen Kommissarinnen Vera Jourova und Helena Dalli ab.

Auch der UN-Berichterstatter für Minderheiten hatte zuletzt gewarnt, dass die Volksgruppe der Roma seit einigen Jahren immer stärker eingeschüchtert und angegriffen werde. Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie seien etwa auf sozialen Medien falsche Gerüchte mit rassistischen Untertönen gegen Roma verbreitet worden, berichtete Fernand de Varennes am Donnerstag in Genf.


Chamenei: Trump könnte mit Iran-Verhandlungen im Wahlkampf punkten

TEHERAN: Der Iran lehnt Verhandlungen mit den USA auch deshalb ab, weil US-Präsident Donald Trump mit solchen Gesprächen bei der Präsidentenwahl im November punkten könnte. «Dieser alte Mann, der in den USA an der Macht ist, könnte von diesen Verhandlungen profitieren, auch bei den Wahlen», sagte der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei am Freitag im Staatsfernsehen.

Der Geistliche Chamenei hat laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen des Landes. Er ist ein Gegner von Verhandlungen mit den USA und insbesondere mit der Trump-Regierung. «Seine Sanktionen sind definitiv ein Kapitalverbrechen, weil die sich nicht nur gegen die politische Führung der Islamischen Republik richten, sondern auch gegen die Menschen im Iran», sagte der Ajatollah. Mit solch einem Land werde der Iran nicht verhandeln.

Nach Trumps Ausstieg 2018 aus dem Wiener Atomabkommen und der Verhängung neuer Wirtschaftssanktionen steckt der Iran in einer akuten Wirtschaftskrise. Die hat sich durch den Ausbruch der Corona-Seuche Ende Februar noch verschärft. Der Ölexport als Haupteinnahmequelle des Gottesstaates ist blockiert. Die Währung Rial ist nicht mal mehr die Hälfte wert. Trumps «maximaler Druck» hat auch militärische Spannungen zwischen den beiden Erzfeinden ausgelöst.


Hongkongs Regierung verschiebt Parlamentswahl

HONGKONG: Die Hongkonger Regierung hat die im September geplante Parlamentswahl verschoben.

Regierungschefin Carrie Lam begründete den umstrittenen Schritt am Freitag damit, dass die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der chinesischen Sonderverwaltungsregion wieder gestiegen sei.


Dutzende kranke Flüchtlinge fliegen nach Deutschland

ATHEN: Deutschland hat am Freitag eine weitere Gruppe kranker Minderjähriger und deren Familienmitglieder aufgenommen. Es handelt sich um 90 Jugendliche und Angehörige, wie das griechische Migrationsministerium mitteilte. Bereits am Donnerstag waren 85 Minderjährige und 90 Angehörige aus Athen nach Deutschland gebracht worden. Diese Flüchtlinge hatten zuletzt in völlig überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis gelebt.

Die Ausreise von minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland nach Deutschland und anderen EU-Staaten war vorübergehend wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden. Der Plan sieht vor, dass rund 1600 Minderjährige in andere EU-Staaten und in die Schweiz gebracht werden sollen.


Kleine Säugetiere haben Fleisch von Dinosauriern gefressen

TÜBINGEN: Kleine Säugetiere haben sich vor 160 Millionen Jahren auch vom Aas riesiger Dinosaurier ernährt. Das fanden Forscher um Hans-Ulrich Pfretzschner von der Universität Tübingen heraus, als sie Funde aus dem Nordwesten Chinas noch einmal untersuchten, teilte die Hochschule am Freitag mit. Dabei fanden die Wissenschaftler vom Fachbereich Geowissenschaften winzige Bissspuren an der Halsrippe eines zu Lebzeiten rund 20 Meter langen und mehrere Tonnen schweren Sauropoden. Sie seien die bisher ältesten bekannten Nagespuren von Säugetieren auf Dinosaurierknochen.

Weil das hungrige Tier nur die Größe einer heutigen Spitzmaus gehabt haben könne, deuteten die Spuren darauf hin, dass sich die Säuger auch von Aas ernährten. Nur so hätten die Kleinen das Fleisch der Großen fressen können. Unter den frühen Säugetieren habe es eine große Vielfalt von Ernährungsweise gegeben. Direkte Belege wie etwa Bissspuren an Knochen seien aber sehr selten. Die bisher ältesten seien höchstens 100 Millionen Jahr alt gewesen, sagte der Erstautor der Studie, Felix Augustin. «Daher ist unsere Entdeckung aus der Zeit vor etwa 160 Millionen Jahren so besonders.»

Im Jahr 2000 hatten Forscherinnen und Forscher einer chinesisch-deutschen Expedition in der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas zahlreiche Fossilien von Wirbeltieren ausgegraben. Bei einer erneuten Durchsicht fielen dem Tübinger Team nun die Bissspuren auf.


Reporter ohne Grenzen bestürzt über Todesurteile gegen Journalisten

BERLIN: Die Organisation Reporter ohne Grenzen zeigt sich bestürzt über Todesurteile gegen Journalisten in mehreren Ländern. Dieses Jahr seien bereits vier Medienschaffende im Jemen und ein Redakteur im Iran zum Tode verurteilt worden und könnten jederzeit hingerichtet werden, teilte Reporter ohne Grenzen am Freitag mit. «Es ist unvorstellbar, dass Journalistinnen und Journalisten auch im Jahr 2020 immer noch zu dieser archaischen und barbarischen Strafe verurteilt werden», sagte Vereinsgeschäftsführer Christian Mihr.

Die vier jemenitischen Reporter waren den Angaben zufolge vor fünf Jahren von den Huthi-Rebellen entführt, mit Gewalt verhört und gefoltert worden. Zuvor hatten sie unter anderem über den Krieg im Jemen und Menschenrechtsverletzungen durch die Huthis berichtet.

Gegen den iranischen Regierungskritiker Ruhollah Sam, der eine Webseite und einen Kanal auf dem Nachrichtendienst Telegram betrieben hatte, hat ein Teheraner Revolutionsgericht Ende Juni ein Todesurteil verhängt. Sam, der aus dem französischen Exil über politische Korruption im Iran berichtet hatte, war im Oktober 2019 bei einer Reise nach Bagdad entführt worden. «Mit den jüngsten Urteilen steigt die Zahl der Medienschaffenden, die weltweit mit einer Hinrichtung rechnen müssen, auf neun», listete Reporter ohne Grenzen auf.


Peking «tief besorgt» über Sanktionen der EU gegen Hacker aus China

PEKING: Die chinesische Regierung hat sich «tief besorgt» über die geplanten Sanktionen der Europäische Union gegen mehrere Hacker aus China gezeigt. Außenamtssprecher Wang Wenbin sagte am Freitag vor der Presse in Peking, die Entwicklung werde genau verfolgt. Die Nachverfolgung von Cyber-Angriffen sei hoch komplex und heikel. Auch habe die EU selber gesagt, die Maßnahmen zielten nicht auf ein bestimmtes Land. China hoffe, dass die EU und ihre Mitglieder «nicht zu strafenden oder konfrontativen Maßnahmen greifen». China sei selbst eines der Opfer von Cyber-Attacken.

Die EU hatte am Vortag erstmals Sanktionen gegen mehrere Hacker aus China und Russland verhängt. Insgesamt wurden Strafmaßnahmen gegen sechs Einzelpersonen erlassen. Hinzu kommen Sanktionen gegen zwei Unternehmen aus China und Nordkorea sowie gegen ein russisches Geheimdienstzentrum. Die Strafmaßnahmen sehen vor, dass die EU nun Vermögenswerte einfrieren kann. Zudem gelten EU-Einreiseverbote. Genannt wurden zwei mutmaßliche Mitglieder der chinesischen Hackergruppe APT10. Sie sollen bei einer Aktion mit dem Namen «Cloud Hopper» IT-Dienstleister weltweit angegriffen haben.


Surfer vor Australiens Westküste von Hai attackiert

PERTH: Vor der Westküste Australiens ist ein Surfer von einem Hai attackiert und am Bein verletzt worden. Der junge Mann sei in Bunker Bay etwa 260 Kilometer südlich von Perth von dem vier Meter langen Weißen Hai angegriffen worden - vor den Augen von 15 anderen Surfern, wie lokale Medien am Freitag berichteten. Auf Bildern der Webseite «WAtoday» war das durchbissene Surfbrett des Opfers zu sehen. Erst kurz zuvor hatte der Verein «Surf Life Saving WA» gewarnt, dass in der Region ein Hai gesichtet worden sei. Der Verletzte wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Strand wurde zunächst geschossen.

Statistiken zufolge gab es in diesem Jahr in Australien bereits sechs tödliche Haiattacken, bei sechs weiteren Angriffen der Raubfische wurden Menschen verletzt. Erst Mitte Juli war eine 29-Jährige an der Ostküste in der Nähe des Great Barrier Reefs von einem Hai angegriffen und schwer verletzt worden. Wenige Tage später hatte ein Hai vor Tasmanien einen zehn Jahre alten Jungen von einem Fischerboot ins Wasser gezogen und an Arm, Kopf und Brust verletzt.


Australier steigt im Zoo ins Aquarium und lässt sich filmen

SYDNEY: Im australischen Sydney ist ein Mann in ein Wasserbecken eines Zoo-Aquariums gestiegen, um mit den Fischen zu schwimmen - und hat jetzt Ärger mit der Justiz. Die Freunde des 30-Jährigen filmten lachend die Aktion, die anschließend in sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Mann in Unterhose mehrmals in das riesige Becken abtaucht, in dem zahlreiche kleine bis mittelgroße tropische Fische ihre Bahnen ziehen.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf und wirft dem Aquarium-Taucher unter anderem beleidigendes Verhalten, die Störung des Geschäftsbetriebs und das unrechtmäßige Betreten eines Tiergeheges vor, wie es in einer Mitteilung hieß. Am 17. September muss der Mann im Vorort Blacktown vor Gericht erscheinen.


Britischer Tabakkonzern BAT legt leicht zu

LONDON: Der britische Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) hat trotz der Corona-Krise im ersten Halbjahr sein Geschäft leicht ausgebaut. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 12,3 Milliarden Pfund (rund 13,6 Mrd Euro) zu, wie der Hersteller von bekannten Marken wie Lucky Strike, Pall Mall und Dunhill am Freitag in London mitteilte. Das Unternehmen schlage sich in Anbetracht der schwierigen Umstände gut, sagte Konzernchef Jack Bowles.

Weil BAT im Vorjahr in Kanada eine hohe Strafzahlung leisten musste, die auf den Gewinn gedrückt hatte, stieg das operative Ergebnis im abgelaufenen Quartal um 16,4 Prozent auf 5,1 Milliarden Pfund. Unter dem Strich stand sogar ein um fast ein Viertel höherer, auf die Anteilseigner entfallender Überschuss von 3,46 Milliarden Pfund.

An seiner wegen der Pandemie kürzlich angepassten Prognose hält BAT fest. Demnach erwartet der Tabakkonzern im laufenden Geschäftsjahr 2020 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 1 und 3 Prozent. Der Konzern verwies allerdings darauf, dass dieser Ausblick auf der Annahme beruhe, dass die weltweite Erholung sich im zweiten Halbjahr fortsetze. Zudem bestätigte das Unternehmen seine Mittelfristziele.


Afghanistans Präsident ordnet Freilassung 500 weiterer Taliban an

KABUL: Afghanistans Präsident Aschraf Ghani hat im Streit um den Gefangenentausch mit den militant-islamistischen Taliban die Freilassung von 500 weiteren Inhaftierten angeordnet. Dies sei eine Geste des guten Willens nach der Ankündigung der Taliban für die dreitägige Waffenruhe, sagte der Präsident während seiner Ansprache zum Opferfest Eid al-Adha am Freitag.

Die Taliban hingegen fordern die Freilassung von 400 bestimmten Kämpfern. Ghani habe jedoch «keine Befugnis», diese Inhaftierten freizulassen, hieß es. Zur Klärung dieser Frage will der Präsident eine sogenannte Loja Dschirga, eine große Ratsversammlung, einberufen. Loja Dschirgas werden in Afghanistan regelmäßig abgehalten, wenn große nationale Fragen geklärt werden sollen. Die Ergebnisse sind für die Politik aber nicht bindend.

Der Gefangenenaustausch war als Vorbedingung für innerafghanische Friedensgespräche in ein Abkommen aufgenommen worden, das die USA mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) unterzeichnet hatten. Die afghanische Regierung in Kabul war nicht daran beteiligt worden, weil die Taliban damals direkte Gespräche abgelehnt hatten. Bis zu 5000 inhaftierte Taliban sollten im Tausch gegen 1000 von den Rebellen festgehaltene Gefangene freikommen. Die afghanische Regierung setzte bisher 4600 Taliban auf freien Fuß, die Taliban ließen 1005 ihrer Gefangenen frei.


US-Truppenabzug sorgt für Ärger in der Koalition

BERLIN: Der geplante US-Truppenabzug aus Deutschland sorgt nun auch innerhalb der Koalition in Berlin für Ärger. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich will als Reaktion auf die geplante Reduzierung der Truppenstärke um 12.000 Soldaten die Rüstungskooperation mit den USA auf den Prüfstand stellen und stößt damit bei der Union auf Unverständnis und Kritik. Mützenich kritisiere zwar zurecht das Verhalten von US-Präsident Donald Trump, sagte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter der Deutschen Presse-Agentur. «Jedoch hat er leider nicht verstanden, dass wir unsere Freiheit, auch die Freiheit Unsinniges und Aberwitziges zu fordern, den jahrzehntelangen Sicherheitsgarantien der USA verdanken.»

Auch der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte wies die Forderung Mützenichs zurück. Die Ankündigung des Truppenabzugs sei zwar bedauerlich, sagte er der dpa. «Aber die SPD sollte hier keiner weiteren Entfremdung innerhalb des Bündnisses das Wort reden.» Die USA blieben weiter der wichtigste Partner Deutschlands außerhalb Europas.

Mützenich hatte der «Süddeutschen Zeitung» zuvor gesagt, Trump betreibe eine Politik aus «Willkür und Druck». Dies könne «nicht die Grundlage für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit» sein. «Vor diesem Hintergrund werden auch die Rüstungskooperationen in einem neuen Licht bewertet werden müssen.» Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will unter anderem einen Teil der in die Jahre gekommenen Tornado-Kampfjets mit 45 F-18-Kampfflugzeugen des US-Herstellers Boeing ersetzen.


Stimmung in Chinas Industrie besser als erwartet

PEKING: Die Stimmung in der chinesischen Industrie ist besser als erwartet. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Juli von 50,9 im Vormonat auf 51,1 Punkte, wie das Statistikamt am Freitag in Peking berichtete. Das wichtige Konjunkturbarometer lag damit leicht über den Vorhersagen von Experten und deutet auf eine weitere Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft nach der Corona-Krise hin.

Die Politik, die Eindämmung der Lungenkrankheit mit der wirtschaftlichen Entwicklung auszubalancieren, «hat weitere greifbare Ergebnisse gezeigt», zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua Zhao Qinghe vom Statistikamt. Die wirtschaftliche Dynamik erhole sich weiter. Über der Marke von 50 Punkten ist von einer Ausweitung der industriellen Tätigkeit auszugehen, darunter von einer Kontraktion.


DTM-Chef Berger schließt Abkehr vom Profirennsport aus

SPA-FRANCORCHAMPS: DTM-Chef Gerhard Berger hat für die vom Aus bedrohte Rennserie eine Abkehr vom Profisport ausgeschlossen. «Für mich ist ausschlaggebend, dass wir unsere DTM-DNA behalten. Das sind schnelle, spektakuläre Autos in einem Profirennsport, kein Kundenrennsport», sagte der 60 Jahre alte Österreicher in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag) vor dem Saisonstart am Samstag auf der Strecke in Spa-Francorchamps. «Es könnte eine Mischung der Technologien geben. Auch GT3-Fahrzeuge kommen in Betracht, das ist logisch und vernünftig. Aber unter meiner Führung wird es wieder eine DTM sein, wie ich sie kenne.»

Nach dem angekündigten Ausstieg von Audi zum Jahresende bleibt der DTM nach aktuellem Stand in BMW nur noch ein Hersteller. Damit steht das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) vor dem Aus.

Der ursprüngliche DTM-Saisonstart am 24. April im belgischen Zolder war wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. Unter einem strengen Hygienekonzept soll nun auf neun Events bis zum Saisonfinale am 8. November in Hockenheim der Champion ermittelt werden. Auf dem Traditionskurs in Spa-Francorchamps findet am Samstag (9.00 Uhr/ ran.de) das erste Freie Training der Notsaison statt.


Bus aus «Into the Wild» soll in Alaska ins Museum kommen

ANCHORAGE: Ein rostiger, ausrangierter Bus, der durch das Schicksal des «Into-the-Wild»-Aussteigers Christopher McCandless bekannt wurde, soll in ein Museum kommen. Man stehe mit dem Museum of the North der Universität von Alaska in der Stadt Fairbanks in Verhandlungen, teilte die Behörde für Naturressourcen und Umwelt am Donnerstag mit.

Der Bus war Mitte Juni von den Behörden in Alaska aus der Wildnis am Stampede Trail, unweit des Denali National Parks, entfernt worden. Das Gefährt mit dem Beinamen «Magic Bus» hatte immer wieder Wanderer und Abenteurer angelockt, teilweise mit tödlichen Folgen. Allein seit 2010 kamen zwei Menschen in reißenden Flüssen ums Leben.

Der Bus aus den 1940er Jahren, der zeitweise Bauarbeitern als Notunterkunft diente, war 1996 durch den Jon-Krakauer-Roman «Into the Wild» bekannt geworden. Oscar-Preisträger Sean Penn verfilmte das Buch 2007 mit Emile Hirsch in der Hauptrolle des jungen US-Aussteigers, der nach Tagebuchaufzeichnungen 114 Tage in dem Bus mitten in der Wildnis wohnte. Mager und entkräftet war der 24-jährige McCandless möglicherweise von dem Verzehr giftiger Samen geschwächt. Seine Leiche wurde im September 1992 in dem Bus gefunden.


Deutscher UN-Botschafter: Kein Frust wegen diplomatischer Eiszeit

NEW YORK: Zum Abschluss der deutschen Präsidentschaft im UN-Sicherheitsrat hat Botschafter Christoph Heusgen trotz vieler Blockaden im wichtigsten UN-Gremium ein positives Fazit gezogen. Auch in einem Klima nationaler Alleingänge habe es sich ausgezahlt, ambitionierte Projekte im mächtigsten UN-Gremium nicht zurückzustellen. So wisse man zum Beispiel, dass die Trump-Regierung den Klimawandel nicht anerkenne, habe aber trotzdem eine Resolution zum Thema Klimawandel-bedingter Konflikte eingebracht und damit den Grundstein für eine weitere Entwicklung gelegt.

Auch beim Thema der grenzübergreifenden humanitären Hilfe in Syrien, bei dem der Sicherheitsrat sich letztendlich auf eine eingeschränkte Verlängerung geeinigt hatte, die im Kern den Forderungen Russlands entsprach, habe man alles gegeben. «Da gibt es keinen Frust, wir haben wirklich hart gekämpft».

Deutschland ist als nicht-ständiges Mitglied auf zwei Jahre in den Sicherheitsrat gewählt. Dort können die fünf ständigen Mitglieder jeden ungewollten Vorstoß mit einem Veto blockieren. Deutschland hatte im Juli den Vorsitz in dem Gremium.


Neue iPhones kommen dieses Jahr «einige Wochen» später

CUPERTINO: Die neuen Modelle von Apples iPhone werden in diesem Jahr nicht wie gewohnt im September herauskommen. Die Markteinführung werde sich «um einige Wochen» verzögern, sagte Finanzchef Luca Maestri am Donnerstag (Ortszeit) in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Angesichts der Arbeitsunterbrechungen in der chinesischen Fertigungsindustrie wegen der Corona-Krise war darüber bereits im Frühjahr spekuliert worden. Von Apple werden in diesem Jahr erneut mehrere iPhone-Modelle erwartet. Medienberichten zufolge werden sie erstmals den superschnellen 5G-Datenfunk unterstützen.

Apple bringt neue iPhones seit Jahren im September heraus. Eine Ausnahme gab es 2017 - damals kam das damalige Top-Modell iPhone X erst im November auf den Markt.


Saudi-Arabiens König Salman verlässt nach Operation das Krankenhaus

RIAD: Saudi-Arabiens König Salman hat nach einer Operation offiziellen Angaben zufolge am Donnerstag das Krankenhaus verlassen.

Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Mitteilung des saudischen Hofstaats. Salman war dem Bericht zufolge bei der Operation vergangene Woche erfolgreich die Gallenblase entfernt worden. Der Gesundheitszustand des Königs ist immer wieder Gegenstand von Spekulationen. Vor drei Jahren hatte König Salman viele Kompetenzen an seinen Sohn übergeben, Kronprinz Mohammed bin Salman.


Waldbrand im Südwesten Frankreichs «unter Kontrolle»

PARIS: In Südfrankreich sind mindestens 50 Hektar Wald verbrannt. Das Feuer war in der Nacht zum Freitag aber «unter Kontrolle», wie der Bürgermeister der Stadt Anglet, Claude Olive, mitteilte. Dennoch sei die Lage kompliziert, weil es noch immer punktuell Feuer in der Nähe von Häusern gebe, fügte er hinzu. Die Feuerwehr werde die Situation mit großer Wachsamkeit beobachten.

Wegen des Waldbrands bei Anglet im Südwesten des Landes nahe der spanischen Grenze hatten zahlreiche Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Das Feuer war am Donnerstagabend gegen 18 Uhr ausgebrochen, wie französische Medien berichteten. Mehrere angrenzende Wohnhäuser seien evakuiert worden, sagte Bürgermeister Olive dem Sender France Bleu. Die Feuerwehr war mit Löschflugzeugen im Einsatz. Auf Bildern und Videos war eine riesige dunkle Rauchwolke zu sehen.


Dreitägige Waffenruhe in Kraft

KABUL: In Afghanistan ist eine dreitägige Waffenruhe für die Dauer des islamischen Opferfests Eid al-Adha in Kraft getreten. Die Feuerpause gilt seit Mitternacht Kabuler Zeit (21.30 Uhr MESZ am Donnerstagabend) zunächst für 72 Stunden. Darauf hatten sich die militant-islamistischen Taliban und Afghanistans Regierung am Dienstag verständigt. Bereits zum jüngsten Fest des Fastenbrechens hatte es eine dreitägige Waffenruhe gegeben.

Trotz geplanter Friedensgespräche gibt es in Afghanistan weiterhin viel Gewalt. Am Donnerstagabend wurden bei der Explosion einer Autobombe in der afghanischen Provinz Logar nach Angaben von Provinzräten mindestens 18 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Die Taliban dementierten, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Für Streit sorgte bisher auch ein Gefangenenaustausch zwischen Regierung und Taliban, der im Rahmen eines Abkommens zwischen den USA und den Taliban Ende Februar vereinbart worden war. Die Feuerpause hat maßgeblich der US-Sondergesandte für Aussöhnung in Afghanistan, Zalmay Khalilzad, eingefädelt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr.


EU verlängert Sanktionen gegen islamistische Terroristen

BRÜSSEL: Die EU hat ihre Sanktionen gegen mutmaßliche Terroristen um sechs Monate verlängert und einen mutmaßlichen Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat neu auf die Liste gesetzt. Es handelt sich um einen 23-jährigen französischen Staatsbürger, wie der Rat der EU-Länder am Donnerstagabend mitteilte. Sein Vermögen wurde eingefroren und ein Reiseverbot verhängt.

Personen und Organisationen auf der Anti-Terror-Liste sind mit Strafmaßnahmen belegt. Dazu gehört etwa die Beschlagnahme ihres Vermögens in der Europäischen Union. Die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 angelegte Liste wird alle sechs Monate aktualisiert. Derzeit stehen darauf 14 Personen und 21 Organisationen


Mützenich stellt wegen US-Truppenabzug Rüstungsprojekte in Frage

BERLIN: SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich stellt wegen des geplanten US-Truppenabzugs Rüstungsprojekte mit den Amerikanern in Frage. US-Präsident Donald Trump betreibe eine Politik aus «Willkür und Druck», sagte Mützenich der «Süddeutschen Zeitung». Dies könne «nicht die Grundlage für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit» sein. «Vor diesem Hintergrund werden auch die Rüstungskooperationen in einem neuen Licht bewertet werden müssen.»

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will unter anderem einen Teil der in die Jahre gekommenen Tornado-Kampfjets mit 45 F-18-Kampfflugzeugen des US-Herstellers Boeing ersetzen. Sie sollen teilweise dafür ausgerüstet werden, im Ernstfall die in Deutschland stationierten US-Atombomben abzuwerfen. Mützenich hatte sich zuletzt für einen Abzug der noch etwa 20 in Deutschland lagernden Atombomben ausgesprochen - mit Unterstützung von Parteichef Norbert Walter-Borjans. Greenpeace hatte die Kosten der F-18-Flieger jüngst auf knapp acht Milliarden Euro geschätzt.

Die USA wollen etwa 12.000 der 36.000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Mehr als die Hälfte sollen in die USA zurückkehren, 5600 innerhalb Europas verlegt werden.

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