Neues aus dem Ausland am Donnerstag

Neues aus dem Ausland am Donnerstag

Verheerende Dürre vertreibt Hunderttausende Menschen in Somalia

GENF: Eine verheerende Dürre hat in Somalia in Ostafrika nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr schon 750.000 Menschen aus ihren angestammten Regionen vertrieben. Ähnliches passierte schon im vergangenen Jahr. Damit mussten seit Anfang 2021 insgesamt bereits eine Million Menschen ihre Dörfer verlassen, in denen Wasserquellen versiegt, Nutztiere verendet und Nahrungsmittel auf den Feldern verdörrt sind. Das berichteten das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf und der norwegische Flüchtlingsrat (NRC) am Donnerstag.

Der NRC-Direktor in Somalia, Mohamed Abdi, sprach von schrillenden Alarmglocken. «Die finanzielle Unterstützung muss aufgestockt werden, bevor es zu spät ist», sagte er. Zwei Dürrejahre hintereinander habe es in Somalia seit 40 Jahren nicht mehr gegeben. Es sei das vierte Mal seit Ende 2020, dass eine sonst übliche Regenzeit teils ausfiel.

Insgesamt dürfte in Somalia die Zahl der von einer Hungerkrise bedrohten Menschen in diesem Jahr von fünf auf sieben Millionen steigen, berichteten die Organisationen. Für 213.000 Menschen drohe die Situation sogar katastrophal zu werden, wenn nicht mehr Spendengeld zusammenkomme. Gründe seien unter anderem der Klimawandel und der russische Angriff auf die Ukraine, der die Getreideausfuhr monatelang verhinderte und die Weltmarktpreise in die Höhe trieb.


Sprecher: UN-Chef wird nicht mit Pferd durch New York reiten

NEW YORK: UN-Chef António Guterres (73) will ein ihm geschenktes Pferd nicht aus der Mongolei mit nach New York bringen. «Ich glaube nicht, dass wir den Generalsekretär in absehbarer Zeit mit seinem Pferd in einen Kreisverkehr reiten sehen werden», sagte Sprecher Stephane Dujarric am Donnerstag. Das Ross mit dem Namen Hope - auf deutsch: Hoffnung -, das Guterres bei einem Besuch in dem asiatischen Land von Präsident Uchnaagiin Chürelsüch überreicht wurde, bleibe in der Obhut mongolischer Experten.

«Mongolen sind sehr gut darin, sich um Pferde zu kümmern», so Dujarric weiter. Er wisse von keinem Plan des Portugiesen Guterres, Hope in die Chefetage des UN-Hauptquartiers am East River in Manhattan oder gar in die Gärten der Vereinten Nationen zu holen.


Handgreiflichkeiten bei Babis-Wahlkampf

PRAG: Bei einer Wahlkampfveranstaltung des tschechischen Ex-Ministerpräsidenten Andrej Babis ist es Medienberichten zufolge am Donnerstag zu Handgreiflichkeiten zwischen Anhängern und Gegnern des liberal-populistischen Politikers gekommen. Das zeigten Videos der Kundgebung in Aussig an der Elbe (Usti nad Labem) in Onlineberichten. Babis-Kritiker forderten den Gründer und Parteichef der «Allianz unzufriedener Bürger» ANO auf Transparenten zum Rückzug aus der Politik auf oder bezeichneten ihn als «Totengräber der Demokratie». Andere verhinderten mit Trillerpfeifen, dass die Rede des Milliardärs zu verstehen war.

ANO-Anhänger entrissen Gegnern Transparente und attackierten sie. Laut Nachrichtenportal «Novinky.cz» war auch ein Mitarbeiter einer ANO-Parlamentsabgeordneten involviert. Diese bedauerte gegenüber dem Portal das Verhalten ihres Mitarbeiters als «inakzeptabel» und kündigte Konsequenzen an.

Die Präsidentschaftswahl ist im Januar 2023. Babis reist seit Monaten mit einem Wohnmobil durch Tschechien, dabei kam es bereits mehrfach zu Rempeleien. In einzelnen Orten erntete die Polizei Kritik für zu grobes Einschreiten gegen Demonstranten. Nach Umfragen gilt Babis als Favorit für die Präsidentschaftswahl, obwohl er seine Kandidatur noch nicht offiziell bekannt gegeben hat. Der aus der Slowakei stammende Unternehmer war von 2017 bis 2021 tschechischer Ministerpräsident und wird von EU-Institutionen verdächtigt, ungerechtfertigt Fördergelder für seine Firmengruppe bezogen zu haben.


US-Justizminister: Professionalität des FBI nicht in Frage stellen

WASHINGTON: Nach den Durchsuchungen der Bundespolizei FBI im Anwesen des Ex-Präsidenten Donald Trump hat US-Justizminister Merrick Garland davor gewarnt, die Professionalität seiner Mitarbeiter in Frage zu stellen. «Ich möchte mich zu den jüngsten unbegründeten Angriffen auf die Professionalität der Agenten und Staatsanwälte des FBI und des Justizministeriums äußern: Ich werde nicht tatenlos zusehen, wenn ihre Integrität zu Unrecht angegriffen wird», sagte er bei einer kurzfristig anberaumten öffentlichen Ansprache am Donnerstag in Washington.

Die Männer und Frauen des FBI und des Justizministeriums seien «engagierte patriotische Staatsdiener», die das amerikanische Volk jeden Tag aufs Neue vor Gewaltverbrechen, Terrorismus und anderen Bedrohungen schützten. «Sie tun dies unter großen persönlichen Opfern und Risiken für sich selbst», sagte Garland.

Nach der Trump-Razzia im US-Bundesstaat Florida am vergangenen Montag waren Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden teils heftig kritisiert worden. Es wuchs auch die Sorge vor gewaltsamen Übergriffen. «Gewalt gegen Strafverfolgungsbehörden ist keine Lösung - egal, worüber oder auf wen jemand wütend ist», sagte FBI-Direktor Christopher Wray am Mittwoch in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska.

Ein bewaffneter Mann versuchte am Donnerstag, in eine Außenstelle des FBI in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio einzudringen. Als die Polizei ihn zur Rede stellte, sei er geflohen, teilte das FBI mit. Zu den Motiven des Mannes war zunächst aber nichts bekannt.


Deutsche Seenotretter dürfen mit 87 Geretteten in Sizilien anlegen

POZZALLO: Das deutsche Seenotrettungsschiff «Sea-Eye 4» darf mit 87 Migranten an Bord nach fast zwei Wochen Wartezeit in Sizilien anlegen. Die italienischen Behörden wiesen den Rettern Pozzallo im Süden der Mittelmeerinsel als sicheren Hafen zu, wie die Organisation Sea-Eye am Donnerstagabend mitteilte. Das Schiff soll Pozzallo am Freitag erreichen. Die «Sea-Eye 4» hatte die Menschen aus Nordafrika vor mehr als einer Woche an Bord geholt.

Die Organisation aus Regensburg hatte nach eigenen Angaben tagelang versucht, in Malta anzulegen. Die Menschen waren auf hoher See in einer Zone im zentralen Mittelmeer gefunden worden, für die der Inselstaat zuständig ist. Malta lehnte ab, weswegen dann Italien kontaktiert wurde.


Demokratie-Manifest: Universitäten fordern freie Wahlen

SÃO PAULO: Rund zwei Monate vor der Präsidentenwahl in Brasilien haben sich mehrere Universitäten im Land für demokratische Grundwerte eingesetzt. Ein Manifest zur Verteidigung der Demokratie und des Wahlsystems wurde am Donnerstag an Universitäten in São Paulo, Rio de Janeiro und der Hauptstadt Brasília verlesen. Die Erklärung hatten Hunderttausende unterschrieben, darunter Juristen, Unternehmer, Künstler und Politiker wie der linke Ex-Staatschef und Präsidentschaftskandidat Luiz Inácio Lula Silva.

«Wir wollen freie und ruhige Wahlen, wir wollen einen Wahlprozess ohne Fake News oder Einschüchterungen», sagte der Rektor der Universität von São Paulo, Carlos Gilberto Carlotti Júnior, bei der Verlesung an der renommierten Hochschule. «Die brasilianischen Universitäten sind das Gegenteil des Autoritarismus.» Er gedachte auch den Opfern der Militärdiktatur (1964 - 1985).

Der «Brief an die Brasilianerinnen und Brasilianer in Verteidigung des Rechtsstaats», erinnert an ein Manifest aus dieser Zeit (1977), das damals ebenfalls von der Uni in São Paulo verbreitet wurde. Ein zweites verlesenes Manifest zur Verteidigung der Demokratie und der Justiz stammt vom mächtigen Industrieverband des Bundesstaates São Paulo, Brasiliens wirtschaftlicher Lokomotive. Die Veranstaltung am Donnerstag endete mit «Bolsonaro raus»-Rufen, rund um Verlesungen an den Universitäten kam es zu Demonstrationen.

Amtsinhaber Jair Bolsonaro, der als Verehrer der Militärdiktatur gilt, hatte das Manifest nicht unterzeichnet. Er spielte die Initiative herunter. Kritiker werfen dem Rechtspolitiker vor, mit aufrührerischen Äußerungen und Falschbehauptungen die Polarisierung in Brasilien verstärkt zu haben. Immer wieder hat er zudem demokratische Institutionen bedroht und das brasilianische Wahlsystem in Zweifel gezogen. Im Stile des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat Bolsonaro angedeutet, das Ergebnis der Wahl im Oktober womöglich nicht akzeptieren zu wollen.


Zentrum-Allianz für Italien-Wahl formiert

ROM: Ex-Regierungschef Matteo Renzi und der frühere Minister Carlo Calenda haben für die Parlamentswahl in Italien eine neue Zentrumsallianz formiert. Die beiden Parteien Italia Viva (Renzi) und Azione (Calenda) wollen am 25. September moderate Wähler für sich gewinnen und damit möglicherweise in eine Rolle als Königsmacher kommen. In aktuellen Umfragen führt der Mitte-Rechts-Block angeführt von den postfaschistischen Fratelli d'Italia um Parteichefin Giorgia Meloni deutlich. Mitte-Links um die Sozialdemokraten käme nach den Erhebungen selbst mit der Zentrumsgruppe nicht auf eine Mehrheit.

Die neue Allianz hofft auf einen Zustrom von Wählern etwa aus Silvio Berlusconis Partei Forza Italia; die beiden Ministerinnen Mariastella Gelmini und Mara Carfagna haben die Partei des Ex-Ministerpräsidenten bereits verlassen und sollen zwei wichtige Gesichter im Wahlkampf der Moderaten werden. Angeführt wird die Kampagne von Calenda. Dessen Ziel ist, den noch amtierenden, parteilosen Ministerpräsidenten Mario Draghi nach der Wahl zu einem Weitermachen zu überreden.


Opposition: Tote bei Protesten in Somaliland

MOGADISCHU: In der von Somalia abgespaltenen ostafrikanischen Region Somaliland sind laut Opposition fünf Menschen bei Protesten getötet worden. Die Polizei habe die fünf Demonstranten am Donnerstag erschossen, hundert weitere seien festgenommen worden, hieß es von der Oppositionspartei Waddani. Den Protesten vorausgegangen war eine Ankündigung des Präsidenten der Region, Muse Bihi Abdi, die für November angesetzte Präsidentenwahl verschieben zu wollen. Die Opposition will den Wahltermin aber einhalten.

Die Demonstranten versammelten sich am Donnerstag in der Hauptstadt der abgespalteten Region, Hargeisa, sowie der zweitgrößten Stadt Somalilands, Buro. Die Regierung äußerte sich zu den Protesten nicht. Zuvor war in der Region am Horn von Afrika stundenlang das Internet abgestellt gewesen. Der Anführer einer weiteren Oppositionspartei in Somaliland, Feisal Warabe, drohte indes in lokalen Medien damit, eine Interimsregierung einsetzen zu wollen. Die US-Botschaft in der somalischen Hauptstadt Mogadischu forderte die Oppositionsführer in Somaliland auf, gewaltsame Proteste zu vermeiden und zu Gesprächen zurückzufinden.

Die Region im Norden Somalias mit ihren rund 3,5 Millionen Einwohnern ist seit mehr als drei Jahrzehnten praktisch unabhängig. Völkerrechtlich wird das Land jedoch nur von Taiwan anerkannt.


Polens Umweltbehörde: Fischsterben wohl durch Industrie verursacht

WARSCHAU: Das Fischsterben in der Oder ist nach Angaben der polnischen Umweltschutzbehörde wahrscheinlich von einer Wasserverschmutzung durch die Industrie ausgelöst worden. «Alles deutet darauf hin, dass die Verschmutzung der Oder, die zum Sterben zahlreicher Fische geführt hat, industriellen Ursprungs sein könnte», sagte die stellvertretende Leiterin der Behörde, Magda Gosk, am Donnerstag. Die Umweltbehörde versuche, mit Drohnenüberflügen potenzielle Verschmutzungsquellen aufzuspüren und festzustellen, wie der Zustand des Flusses sei. Man untersuche, um welche Substanz es sich handelt und «vor allem, wer diese Substanz wo in die Oder eingeleitet hat», sagte Gosk weiter.

Das Fischsterben in der Oder beunruhigt seit Tagen die Menschen in Brandenburg an der Grenze zu Polen. Tausende tote Fische wurden in dem Fluss entdeckt, ein Teil davon auf Höhe der Stadt Frankfurt (Oder) und umliegender Orte.

Der Chef der polnischen Wasserbehörde, Przemyslaw Daca, sagte am Donnerstag, Mitarbeiter seiner Behörde, Angler und freiwillige Helfer hätten insgesamt zehn Tonnen verendeter Fische geborgen. «Das zeigt, dass wir es mit einer gigantischen und entsetzlichen Umweltkatastrophe zu tun haben.»

Anfang August hatte das Gewässeramt in Wroclaw (Breslau) mitgeteilte, dass der hohe Sauerstoffgehalt im Wasser von den typischen Sauerstoffkonzentrationen im Sommer abweiche. Es sei möglich, dass eine Substanz mit stark oxidierenden Eigenschaften ins Wasser gelangt sei. Zudem wurde an zwei Stellen die giftige Substanz Mesitylen nachgewiesen. Die örtliche Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines möglichen Umweltdelikts.


Niederländische Bauern stoppen vorläufig radikale Protestaktionen

AMSTERDAM: Nach wochenlangen, zum Teil gewalttätigen Protesten gegen Umweltauflagen in den Niederlanden hat die radikalste Bauern-Organisation ein vorläufiges Ende der harten Aktionen angekündigt. Als «Zeichen des guten Willens» solle vorerst nur noch friedlich demonstriert werden, etwa mit Fahnen und Protestschildern, erklärte der Anführer der Farmers Defence Force (FDF), Mark van den Oever, am Donnerstag in einer Videobotschaft. Die Gruppierung hoffe, dass die Regierung nach dieser Geste ihre Pläne zurückziehe.

Die Regierung hatte nach einem höchstrichterlichen Urteil Pläne vorgelegt, um den Stickstoff-Ausstoß drastisch zu reduzieren. Um die Naturgebiete zu schützen, müssen demnach bis 2030 die Emissionen um die Hälfte verringert werden. Das kann nach Berechnungen der Regierung das Aus von 30 Prozent der Viehbetriebe bedeuten, die der größte Verursacher sind. Die Niederlande sind weltweit einer der größten Exporteure von landwirtschaftlichen Produkten.

Bauern hatten als Protest Autobahnen und Grenzübergänge nach Deutschland blockiert, Brände gelegt und Mist, Müll, aber auch Asbest auf Straßen gekippt. Die Lager von Supermärkten waren blockiert und Politiker bedroht worden. Gemäßigte Bauernverbände hatten diese Aktionen verurteilt, da dadurch Menschen in Gefahr gebracht würden.

Noch in der vergangenen Woche hatte FDF die «härtesten Aktionen überhaupt» angekündigt und mit einer Eskalation gedroht, nachdem die Regierung bei einer ersten Gesprächsrunde keine Zugeständnisse gemacht hatte.


Estland und Lettland ziehen sich aus Chinas 17+1-Format zurück

TALLINN/RIGA: Estland und Lettland ziehen sich aus dem Kooperationsprogramm Chinas mit Ländern Mittel- und Osteuropas zurück. Die beiden baltischen EU- und Nato-Länder wollen sich künftig nicht mehr an dem sogenannten 17+1-Format beteiligen. Stattdessen werde man sich bilateral und über die Entwicklung der EU-China-Beziehungen um «konstruktive und pragmatische Beziehungen» zu Peking bemühen. Dies teilten die Außenministerien in Tallinn und Riga am Donnerstag mit. Zuvor war im Mai 2021 bereits Litauen aus dem Format ausgestiegen.

«Chinas 17+1-Format war schon lange vor dem Austritt Litauens überflüssig und spaltend», kommentierte der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis auf Twitter. «Auch Lettland und Estland schließen jetzt die Tür. 14+1 sollte durch EU27+1 ersetzt werden.»

Zwischen Litauen und China war es in den vergangenen Monaten zu Spannungen und einem Handelskonflikt gekommen. Peking hatte seine diplomatischen Beziehungen zu dem baltischen Staat herabgestuft, nachdem dieser Taiwan erlaubt hatte, in der litauischen Hauptstadt Vilnius eine Repräsentanz unter eigenem Namen zu eröffnen.


Blinken: Ruanda und DR Kongo wollen Dialog wieder aufnehmen

KIGALI: US-Außenminister Antony Blinken hat sich besorgt über Ruandas mutmaßliche Militäroperationen in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo geäußert. Das ostafrikanische Land soll einem UN-Bericht zufolge die Rebellengruppe M23 im Osten der DR Kongo unterstützen. Nach einem Treffen mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame am Donnerstag sagte Blinken, beide Staatschefs hätten ihm versichert, direkte Gespräche wieder aufnehmen zu wollen. Am Vortag hatte er sich mit Kongos Präsident Félix Tshisekedi getroffen.

Blinken, der mit seinem Besuch in Ruanda seine Asien- und Afrika-Reise abschließt, kritisierte außerdem die Verurteilung von Paul Rusesabagina, der als Held des «Hotel Ruanda» durch den gleichnamigen Hollywoodfilm bekannt wurde. Die USA seien weiterhin überzeugt, dass der Prozess nicht gerecht gewesen sei.

1994 gewährte Rusesabagina mehr als 1200 Menschen insbesondere der Tutsi-Minderheit Zuflucht in seinem Hotel und rettete damit ihre Leben. Ein ruandisches Gericht befand Rusesabagina im vergangenen Jahr allerdings des Terrorismus für schuldig und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von 25 Jahren. Den Richtern zufolge soll er den bewaffneten Flügel einer von ihm mitgegründeten Oppositionsbewegung finanziell und logistisch unterstützt haben.


Zug tötet drei Migranten in Nordgriechenland

ATHEN: Drei Migranten sind von einem Zug nahe der nordgriechischen Stadt Drama erfasst und getötet worden.

Die Menschen hätten am Donnerstag neben den Schienen geschlafen und seien vom Zug überrascht worden, teilte die griechische Polizei weiter mit. Aus welchen Ländern sie stammten, blieb zunächst unklar, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Sicherheitsbeamte vermuten, dass die drei Männer auf dem Weg zur nordmazedonischen Grenze gewesen seien, um danach weiter nach Mitteleuropa zu reisen. Migranten, die aus der Türkei nach Griechenland kommen, folgen oft den Gleisen, um Polizeikontrollen auf den Straßen in Nordgriechenland auszuweichen.


US-Repräsentantenhaus stimmt über Klima- und Sozialpaket ab

WASHINGTON: Nach lange andauerndem Streit über Investitionen für den Sozial- und Energiebereich in den USA stimmt das US-Repräsentantenhaus an diesem Freitag über ein umfassendes Gesetzespaket ab. Die Zustimmung der Kammer gilt als wahrscheinlich, hier haben die Demokraten eine größere Mehrheit als im US-Senat. Der Senat hatte die Pläne am Wochenende mit einer knappen Mehrheit gebilligt, nachdem zuvor lange über die Ausgaben gestritten worden war. Das Paket ist nur noch ein Bruchteil dessen, was US-Präsident Joe Biden ursprünglich für Klima und Soziales durchsetzen wollte.

Der Entwurf sieht mehr als 370 Milliarden Dollar (etwa 363 Milliarden Euro) für Klima- und Energieprogramme vor. Dies seien die umfangreichsten Staatsmittel in der US-Geschichte im Kampf gegen den Klimawandel, schrieb die «Washington Post». Das neue Gesetz soll in den Vereinigten Staaten eine deutliche Senkung der Treibhausgasemissionen bis zum Ende des Jahrzehnts ermöglichen. Dafür soll eine Mindeststeuer von 15 Prozent für Großunternehmen gelten. Auch die Senkung der Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente ist in dem Entwurf vorgesehen.

Für Biden ist es wichtig, dass das Gesetz verabschiedet wird - die Billigung durch den Senat war ein wichtiger Erfolg für ihn. Der demokratische Präsident kämpft seit längerer Zeit mit niedrigen Zustimmungswerten. Experten halten es aufgrund von Umfragewerten für wahrscheinlich, dass die Demokraten bei den Wahlen im November ihre knappe Mehrheit in einer Kammer oder sogar beiden Kammern verlieren.


Fischsterben in Oder - Umweltminister kritisiert polnische Behörden

POTSDAM: Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) hat zuständige Behörden in Polen wegen fehlender Informationen über das Fischsterben in der Oder kritisiert. Man habe zwar Kontakt mit der polnischen Seite, sagte Vogel am Donnerstag Radioeins vom RBB. Allerdings sei man über die Ereignisse in Opole, die offenbar am 27. oder 28. Juli stattgefunden hätten, bisher nicht offiziell informiert worden. Man wisse «nur von Dritten und aus Medien, dass in größerem Umfang Lösungsmittel freigesetzt wurden, die möglicherweise für das Fischsterben mitverantwortlich» seien, sage der Minister. «Es ist festzustellen, dass die vereinbarten Meldewege nicht eingehalten wurden und wir deswegen auch viele Informationen nicht haben, die wir hätten haben sollen.»

In jedem Fall sei es eine seltsame Erscheinung, dass der Sauerstoffgehalt in der Oder in den vergangenen Tagen trotz der hohen Temperaturen merklich gestiegen sei, sagte Vogel. «Das spricht dafür, dass Stoffe abgegeben wurden, die diesen Effekt herbeigeführt haben und möglicherweise als Nebeneffekt dieses Fischsterben ausgelöst haben.»

Der Umweltminister geht davon aus, dass das Landeslabor spätestens am Wochenende Ergebnisse von Proben-Untersuchungen vorlegen werde. Die Analyse, um welche Stoffe es sich handele, sei ausgesprochen kompliziert. Außerdem werde geprüft, ob Ausbaggerungen auf polnischer Seite oder die Einleitung ungeklärter Abwässer eine Rolle gespielt hätten.


Bischof seit einer Woche von Polizei festgehalten

MATAGALPA: In Nicaragua darf ein regierungskritischer Bischof seit einer Woche seine Residenz nicht mehr verlassen. Gegen Rolando Álvarez wird wegen «destabilisierender Handlungen» gegen den Staat ermittelt, wie aus einer Polizeimitteilung hervorging. Die Polizei hat das Haus umstellt, in dem sich Álvarez und weitere zehn Personen aufhalten. «Wir sind hier versammelt und werden festgehalten», sagte der Bischof am Donnerstag während einer Messe, die live auf Facebook übertragen wurde. Die autoritäre Regierung von Präsident Daniel Ortega ließ zuletzt rund 100 Nichtregierungsorganisationen und eine Reihe von kirchlichen und örtlichen Radio- und Fernsehsendern schließen.

Am 4. August wurde der Bischof von Matagalpa von Polizisten vor dem Haus zunächst daran gehindert, zu einer Messe in der Kathedrale zu gehen. Am nächsten Tag warf die Polizei «hohen kirchlichen Behörden» unter der Führung von Álvarez vor, gewalttätige Gruppen organisieren zu wollen und zum Hass anzustiften. Zum Schutz der Bevölkerung müssten die Personen, gegen die ermittelt werde, zu Hause bleiben, hieß es. Die Betroffenen wurden nicht namentlich genannt.

Der Ex-Guerillero Ortega geht seit Jahren massiv gegen politische Gegner und die freie Presse vor. Bei Protesten gegen die Regierung kamen im Jahr 2018 mehr als 350 Menschen ums Leben, zahlreiche Oppositionelle sitzen in Haft. Auch Vertreter der katholischen Kirche werden immer wieder unter Druck gesetzt.


Palästinensischer Häftling wegen Hungerstreiks in Krankenhaus

TEL AVIV/RAMALLAH: Nach mehreren Monaten Hungerstreik ist ein palästinensischer Häftling in ein israelisches Krankenhaus eingewiesen worden. Der Zustand des Mannes namens Chalil Awaudah habe sich rapide verschlechtert, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan am Donnerstag. Der 40-Jährige sei nur noch Haut und Knochen, teilte ein Häftlingsverband unter Berufung auf seinen Arzt im Krankenhaus mit. Seine Freilassung war eine Bedingung der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad für eine Waffenruhe in den jüngsten Auseinandersetzungen mit Israel. Israel lehnte dies ab. Trotzdem gibt es nun eine Feuerpause.

Der Palästinenser aus dem Westjordanland befindet sich Medienberichten zufolge seit mehr als 160 Tagen mit einer Unterbrechung im Hungerstreik. Er war Ende vergangenen Jahres von israelischen Streitkräften festgenommen worden und ist seither in sogenannter Administrativhaft. Dies ermöglicht es, Verdächtige sechs Monate ohne formelle Anklage festzuhalten. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Freilassungen von palästinensischen Häftlingen, die in Hungerstreik waren.

Das israelische Militär hatte am Freitag eine großangelegte Militäraktion gegen den Islamischen Dschihad im Gazastreifen gestartet. Dutzende Menschen starben. Die militanten Palästinenser feuerten daraufhin Raketen auf israelische Ortschaften. Nach dreitägigen Kämpfen wurde am Sonntag eine Waffenruhe vereinbart. Der Eskalation vorangegangen war die Festnahme des Dschihad-Anführers Bassem Saadi im Westjordanland. Ein Militärgericht verlängerte am Donnerstag seine Haft bis mindestens Dienstag, wie israelische Medien berichteten. Der Islamische Dschihad fordert seine Freilassung.


Führender Taliban-Geistlicher bei Anschlag in Kabul getötet

KABUL: In Afghanistans Hauptstadt Kabul ist ein führender Geistlicher der militant-islamistischen Taliban bei einem Anschlag getötet worden. Nach Angaben des afghanischen Nachrichtensenders Tolo News von Donnerstag kam der einflussreiche Geistliche Rahimullah Hakkani - nicht zu verwechseln mit dem Taliban-Führer Anas Hakkani - bei einer Explosion in seiner Religionsschule ums Leben. Sein Tod wurde auch von den Taliban bestätigt. Wer hinter dem Anschlag steckt, war unklar. Die Taliban sprachen von einer «brutalen Attacke eines gnadenlosen Feindes».

Seit der Rückkehr der militanten Islamisten an die Macht vor einem Jahr kam es in Afghanistan mehrfach zu Angriffen gegen die neuen Herrscher. Im Juni attackierten Unbekannte eine große Taliban-Versammlung in Kabul. Zu vielen Angriffen bekannten sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder die afghanische Widerstandsgruppe Nationale Befreiungsfront (NRF).


Behörde kritisiert Arbeit britischer Polizei bei Eigentumsdelikten

LONDON: Einbrüche, Raub und Diebstahl: Bei diesen Eigentumsdelikten versagt die Polizei in England und Wales nach Angaben einer Aufsichtsbehörde häufig. Wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Behörde HMICFRS hervorgeht, werden oft Gelegenheiten ausgelassen, Straftaten aufzuklären und Opfer häufig nicht gut beraten. Ob die Geschädigten mit ernsthaften Ermittlungen rechnen könnten, komme einer Lotterie gleich, so die Mitteilung der Behörde.

Oftmals, so legt es der Bericht nahe, wird erst gar nicht ernsthaft mit den Ermittlungen begonnen. Hintergrund sei häufig ein Mangel an Ressourcen und Ausstattung. Doch es hapere schon daran, die Opfer bei ihrem ersten Anruf zu beraten. So seien bei mehr als 70 Prozent der ersten Telefonate nach einem Einbruch keine Hinweise gegeben worden, wie Beweismittel am Tatort geschützt werden können.

Das spiegle sich auch in der Statistik wider. Zahlen des britischen Innenministeriums zufolge führen die Ermittlungen der Polizei in England und Wales zu Raubüberfällen nur in sieben Prozent zu einer Anklage, bei Diebstahl sind es sogar nur vier Prozent.

«Der Umgang mit schweren Eigentumsdelikten durch die Polizei ist nicht durchgehend gut genug. Zu viele Täter bleiben auf freiem Fuß und den meisten Opfern widerfährt nicht die Gerechtigkeit, die sie verdienen», heißt es in der Mitteilung der Behörde. Der Polizei wird darin geraten, die Einhaltung von Standards bei der Bekämpfung von schweren Eigentumsdelikten besser zu gewährleisten.


Generalstaatsanwaltschaft ermittelt in RBB-Affäre

BERLIN: Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu der Affäre um die zurückgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger übernommen. Das teilte ein Behördensprecher am Donnerstag auf Anfrage mit.

Als Grund dafür nannte der Sprecher die Bedeutung der Sache. Weitere Angaben machte er jedoch nicht. Die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen aufgenommen wegen des Anfangsverdachts der Untreue und Vorteilsannahme. Der RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) ist einer der öffentlich-rechtlichen Sender innerhalb der ARD.

Die Ermittlungen richten sich nach Angaben der Behörde gegen Schlesinger, ihren Ehemann sowie den zurückgetretenen RBB-Verwaltungsratschef und Messe-Chefkontrolleur Wolf-Dieter Wolf. Das Online-Medium «Business Insider» hatte den Fall Ende Juni ins Rollen gebracht. Es geht um angebliche Vetternwirtschaft und auffällige Privilegien für die Intendantin.

Im Kern geht es um die Frage, ob die frühere Senderchefin und Wolf miteinander einen zu laxen Umgang bei der möglichen Kollision von beruflichen und privaten Interessen gepflegt haben könnten. Beide wiesen Vorwürfe zurück. Schlesingers Ehemann bekam Aufträge von der landeseigenen Messe Berlin. Derzeit läuft eine externe Untersuchung einer Anwaltskanzlei. Ergebnisse liegen noch nicht vor.


Englischer Rugby-Club verzichtet auf Tomahawk-Gesang

EXETER: Der englische Rugby-Club Exeter Chiefs wird künftig auf das Einspielen von Gesängen verzichten, die an nordamerikanische Ureinwohner erinnern. Die Maßnahme gehöre zum Identitätswechsel des Vereins, der wegen derlei Aktionen in die Kritik geraten war. In der Vergangenheit waren die Gesänge eingespielt worden, zu denen die Zuschauer einen Schlag mit einem Tomahawk imitierten.

Eine Organisation amerikanischer Ureinwohner hatte den «Tomahawk Chop»-Gesang als erniedrigend eingestuft. Dazu wurden die Fans aufgefordert keinen Kopfschmuck aus Federn mehr zu tragen. «Die Welt ändert sich, und wir müssen uns mit ihr ändern», sagte Club-Geschäftsführer Tony Rowe. Den Namen Chiefs (Häuptlinge) will der Club aber beibehalten.


Beißende Fische schrecken Schwimmer in Südfrankreich auf

HENDAYE: An Südfrankreichs Stränden klagen Schwimmer verstärkt über Bisse durch Fische, die nahe des Ufers unterwegs sind. Die Bisse in Beine, Füße und Zehen stammten vermutlich von 30 bis 45 Zentimeter langen Grauen Drückerfischen, die sich wegen des Klimawandels und der Erwärmung des Meerwassers verstärkt zur Nahrungssuche in seichte Bereiche wagten, berichtete die Zeitung «Le Parisien» am Donnerstag.

Über 40 Badegäste seien alleine am Montag am Strand von Hendaye nahe der spanischen Grenze von Fischen gebissen worden. Auch in der Nähe von Cannes an der Côte d'Azur wurde ein Schwimmer im nur 50 Zentimeter tiefen Wasser gebissen, einen anderen Fall gab es nach einem Bericht des Senders BFMTV in der Bucht von Saint-Tropez.

Die Bisse des Drückerfisches, der 14 Zähne im Ober- und acht im Unterkiefer hat, seien nicht schmerzhaft und für den Menschen ungefährlich. Wie Meeresfisch-Experte Benjamin Lafon der Zeitung sagte, verleite die Erhitzung des Meereswassers die Fische dazu, bei der Nahrungssuche ihr Revier auszudehnen - bis zu den Waden der Badegäste. Während ihrer Fortpflanzungsphase im Sommer zeigten sich die ohnehin nicht menschenscheuen Fische aggressiv.

Experte Samuel Somot vom Nationalen Meterologischen Forschungsinstitut (CNRM) erklärte dem «Parisien», dass das Wasser an der französischen Mittelmeerküste statt jahreszeitüblicher 21 bis 22 Grad aktuell bis zu 28 Grad warm sei. Dies begünstige die Rückkehr des im vergangenen Jahrhundert an den französischen Küsten fast ausgestorbenen Fisches.


Elsässische Stadt will öffentliche Blumenbeete mit Restwasser retten

COLMAR: Das elsässische Colmar sorgt sich angesichts eines teilweisen Gießverbots um seine angesehene Blumenpracht und hat nun Bürger um Hilfe gebeten. Sauberes Restwasser etwa aus Eiskübeln, Karaffen oder vom Waschen von Obst und Gemüse sollten nach Willen des Bürgermeisters, Éric Straumann, in die Blumenkästen und Blumenbeete der Stadt gegossen werden. Solch solidarisches Handeln würde das florale Erbe Colmars schützen, hieß es in einer Mitteilung der Stadt vom Donnerstag. Der Aufruf richtete sich demnach insbesondere an Gastwirtinnen und Gastwirte.

Hintergrund des Appells ist die anhaltende Trockenheit in Frankreich und damit einhergehende lokale Regeln zur Wassernutzung. Während Colmar laut einer Anordnung der Behörden von Anfang August Bäume und Sträucher abends, nachts und frühmorgens weiterhin bewässern darf, bleiben öffentliche Blumenkübel und -beete trocken. Die Regeln gelten nicht nur für Colmar, sondern für zahlreiche Kommunen in der Gegend.

Straumann hatte bei der Präfektur um eine Ausnahmeregelung gebeten. Schließlich gehe es bei Colmar um eine offiziell ausgewiesene Blumenstadt, dessen Besonderheiten berücksichtigt werden sollten. Man wolle die Investitionen in Handwerk und Pflanzen nicht verloren wissen. Außerdem gebe es wegen des Klimawandels und der Trockenheit bereits eine angepasste Bewässerung. Dem städtischen Antrag wurde am Donnerstag aber nicht stattgegeben.


Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen

WASHINGTON: Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich in der vergangenen Woche etwas schwächer entwickelt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg um 14.000 auf 262.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer etwas höheren Zahl von 265.000 gerechnet.

Allerdings war die Entwicklung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt in der Woche zuvor besser als bisher bekannt. Die entsprechenden Daten wurden deutlich revidiert. Wie das Arbeitsministerium weiter mitteilte, waren nicht - wie zunächst gemeldet - 260.000 Anträge eingereicht worden, sondern nur 248.000.

Die Erstanträge sind ein kurzfristiger Indikator für die Entwicklung des Jobmarkts. Nach einem überraschend starken Arbeitsmarktbericht für Juli, der einen unerwartet starken Anstieg neuer Stellen zeigte, steht die Entwicklung der Hilfsanträge derzeit besonders stark im Fokus der Finanzmärkte.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt gilt weiterhin als robust. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte zuletzt den soliden Arbeitsmarkt als Argument gegen eine Rezession in der größten Volkswirtschaft der Welt angeführt. Im ersten Halbjahr ist die US-Wirtschaft rechnerisch zwar geschrumpft. Es gibt aber auch Hinweise, dass es sich dabei nicht um eine klassische, breit angelegte Rezession handelt.


EU-Kommission kritisiert Passage zu E-Autos in US-Klimapaket

BRÜSSEL/WASHINGTON: Die EU-Kommission hat das Gesetzesvorhaben von US-Präsident Joe Biden für Klimaschutz und Soziales in den USA in Teilen kritisiert. Konkret geht es um eine Passage, die Steuervorteile für Käuferinnen und Käufer von E-Autos nur dann vorsieht, wenn ein bestimmter Anteil der Batterieteile aus den USA stammt. «Die Europäische Union ist zutiefst besorgt über dieses neue potenzielle transatlantische Handelshindernis, das die USA derzeit diskutieren», sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel.

«Wir glauben, dass das diskriminierend ist, also dass es ausländische Produzenten gegenüber US-Produzenten diskriminiert», sagte die Sprecherin. «Wir fordern die USA weiterhin dazu auf, diese diskriminierenden Elemente von dem Gesetzesentwurf zu entfernen und sicherzustellen, dass er vollständig im Einklang mit der WHO steht», sagte die Sprecherin.

US-Medien hatten berichtet, dass die Einschränkung bei den Steuervorteilen auf Drängen des Demokraten Joe Manchin in den Gesetzestext gekommen war. Die Demokraten waren wegen ihrer nur hauchdünnen Mehrheit auf die Zustimmung des Senators aus West Virgina angewiesen und hatten deshalb Zugeständnisse machen müssen. Am Sonntag stimmte der Senat dem umfangreichen Investitionspaket dann zu. Allerdings handelt es sich um eine deutlich reduzierte Version im Vergleich zu Bidens ursprünglichen Plänen.

Am Freitag stimmt das Repräsentantenhaus darüber ab. In dieser Kammer des Kongresses gilt eine Mehrheit für die Gesetzespläne als gesichert.


Erste Wettfahrt bei Titelkämpfen der Heißluftballonfahrer

HELDBURG: Mit der ersten Wettfahrt haben am Donnerstag die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Heißluftballonfahren in Südthüringen begonnen. In Bad Colberg bei Heldburg nahe der Landesgrenze zu Bayern stiegen am frühen Morgen 31 bunte Ballone in den Himmel und sorgten unter anderem bei den Gästen einer benachbarten Rehabilitationsklinik für Aufsehen, wie der Vorsitzende des Thüringer Ballonsportclubs, Swen Gaudlitz, sagte. «Ich glaube, da hat keiner mehr geschlafen.» Die von Frauen und Männern gesteuerten Gefährte aus Deutschland, Polen, Luxemburg und der Schweiz waren etwa zwei Stunden in der Luft.

Während der Fahrt mussten sie sechs Wettkampfaufgaben bewältigen. Dazu gehörte, ein vorgegebenes Ziel auf der Grundlage errechneter Koordinaten anzusteuern. In den nächsten Tagen sind Gaudlitz zufolge weitere fünf Wettfahrten geplant.

Die hohe Waldbrandgefahr in der Region beeinträchtigt nach Einschätzung der Organisatoren die Wettfahrten nicht. Zu den Auflagen an die Ballonpiloten gehöre, nicht im Wald zu landen, sagte Gaudlitz. Das sei eigentlich eine Selbstverständlichkeit. «Auch unter normalen Bedingungen halten wir uns vom Wald fern.»


Nach Gaza-Kämpfen: Zehnjährige Palästinenserin stirbt an Verletzungen

TEL AVIV/GAZA: Nach den jüngsten Kämpfen im Gaza-Konflikt ist palästinensischen Angaben zufolge ein zehn Jahre altes Mädchen an seinen Verletzungen gestorben. Das Kind sei zuvor in einem Jerusalemer Krankenhaus behandelt worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Kreisen der Familie. Die Zahl der Toten der dreitägigen Gefechte steigt damit nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums auf 48, darunter 17 Kinder und 4 Frauen. 360 Menschen im Gazastreifen wurden demnach verletzt.

Die Palästinenser machten israelische Luftangriffe für die Opfer verantwortlich. Israels Armee betonte dagegen, fehlgeleitete Raketen der palästinensischen Organisation Islamischer Dschihad hätten zivile Opfer im Gazastreifen gefordert.

Das israelische Militär hatte am Freitag eine großangelegte Militäraktion gegen den Islamischen Dschihad im Gazastreifen gestartet. Die militanten Palästinenser feuerten daraufhin Raketen auf israelische Ortschaften. Nach dreitägigen Kämpfen wurde am Sonntag eine Waffenruhe vereinbart.


Als Baum verkleideter Mann erschreckt Radfahrerin

INGOLSTADT: Ein als Baum verkleideter Mann hat im bayerischen Ingolstadt eine Fahrradfahrerin erschreckt.

Und zwar so sehr, dass die 45-Jährige stürzte und sich verletzte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Frau war am Mittwoch mit ihrem Ehemann in einem Stadtpark unterwegs und schilderte den Ermittlern die Situation so: Der unter anderem mit Plastik-Efeublättern verkleidete Mann sei plötzlich aus einem großen Blumentopf mit ausgestreckten Armen auf sie zugesprungen. Zwar habe der unbekannte Mann ihr noch seine Hilfe angeboten, sei dann aber mitsamt dem größeren Blumentopf verschwunden. Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen für die kuriose Situation.


Scholz will Merkels Israel-Politik fortsetzen

BERLIN: Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich ausdrücklich hinter den Kurs seiner CDU-Vorgängerin Angela Merkel gestellt, das Einstehen für die Sicherheit Israels zur Staatsräson zu erklären.

«Wir werden die Israel-Politik in großer Kontinuität fortsetzen», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag bei seiner Sommerpressekonferenz in Berlin. «Es ist wichtig, dass wir den Staat Israel und seine Existenz sichern und unterstützen. Da haben wir als Land eine große Verantwortung.» Hintergrund ist der millionenfache Mord an Juden durch die Nazis unter dem Diktator Adolf Hitler.


Fischsterben an der Oder - «Sowas haben wir noch nicht erlebt»

FRANKFURT (ODER): Der Berufsfischer Henry Schneider hat sich erschüttert über das massive Fischsterben in der Oder geäußert. Die wirtschaftlichen Folgen seien noch nicht abschätzbar. «Sowas haben wir noch nicht erlebt. Tote Fische sind überall zu sehen. Es sind viele», sagte der Fischermeister. Er führt in Brieskow-Finkenheerd im Kreis Oder-Spree, nicht weit entfernt von Frankfurt (Oder), einen Familienbetrieb in der fünften Generation.

Für sein aktuelles Geschäft sieht er bislang keine direkten Folgen. «Wir kommen gut über den Sommer», sagte Schneider. Da die Oder extremes Niedrigwasser führe, habe er bereits vor drei Wochen die Fischerei in der Oder eingestellt und sei auf andere Gewässer ausgewichen. Ob Laich- und Jungfische gestorben seien, lasse sich erst in einigen Monaten sehen. «Es kann schlimm ausgehen, oder es kann sein, dass die Anrainer mit einem blauen Augen davon kommen.»

In der Oder ist es zu einem massiven Fischsterben gekommen. Behörden in Brandenburg warnen davor, das Flusswasser zu nutzen oder in Kontakt damit zu kommen. In Polen ermittelt die Staatsanwaltschaft Wroclaw (Breslau) wegen eines möglichen Umweltdelikts. Ob giftige Chemikalien die Ursache sind, war am Donnerstag weiterhin unklar.


Dutzende Migranten südlich von Rhodos vermisst

ATHEN: Nach einem Bootsunglück nahe der griechischen Ferieninsel Rhodos sucht die Küstenwache den zweiten Tag in Folge nach Überlebenden. Ein rund 15 Meter langes Boot mit Migranten an Bord war am Mittwoch Leck geschlagen und gesunken. «Die Hoffnung schwindet, Überlebende zu finden», sagte eine Sprecherin der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen.

Bislang konnten die griechischen Behörden und ein vorbeifahrender Frachter 29 Menschen retten. Die Geretteten machten unterschiedliche Angaben über die Zahl der Menschen an Bord des untergegangenen Bootes. Es sollen 60 bis 80 gewesen sein. Da bislang keine Leichen gefunden wurden, gehen die Beamten der Küstenwache davon aus, dass die Vermissten das sinkende Boot nicht rechtzeitig verlassen konnten.

Das Boot war den Behörden zufolge in der Türkei gestartet und sollte die Menschen nach Italien bringen. Entlang dieser langen und wegen der Winde sehr gefährlichen Route kommt es auf den oft veralteten Booten immer wieder zu Schäden. In diesem Jahr wurden bereits etliche Boote manövrierunfähig, schlugen Leck oder liefen auf Grund. Dabei kamen auch Menschen ums Leben.


Mitglied der «Beatles»-Terroristen nach Großbritannien ausgeliefert

LONDON: Ein mutmaßliches früheres Mitglied der als «Beatles» bezeichneten britischen Zelle von IS-Terroristen ist nach Großbritannien ausgeliefert worden. Der 38 Jahre alte Aine Leslie Davis hatte zuvor eine Haftstrafe in der Türkei abgesessen. Er wurde nach seiner Ankunft am Londoner Flughafen Luton festgenommen, wie Scotland Yard mitteilte. Ihm werden verschiedene terroristische Vergehen vorgeworfen. Er wurde noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft gebracht.

Die Zelle, deren mutmaßlicher Anführer Mohammed Emwazi bei einem US-Drohnenangriff im Jahr 2015 ums Leben gekommen sein soll, wird mit der Entführung, Misshandlung und teilweisen Ermordung von mehr als 20 westlichen Geiseln in Syrien in Verbindung gebracht. Teilweise wurden die Opfer vor laufender Kamera grausam enthauptet. Die Aufnahmen wurden als Propagandamaterial im Internet verbreitet. Wegen ihres deutlich britischen Zungenschlags wurden die Mitglieder der Zelle von Überlebenden als «Beatles» bezeichnet.

Ein weiteres Mitglied der Gruppe, Alexanda Kotey, wurde im April in den USA zu lebenslanger Haft verurteilt. Ebenfalls in den Vereinigten Staaten schuldig gesprochen wurde El Shafee Elsheikh, der in Kürze sein Strafmaß erhalten soll.


Spanien nimmt weitere knapp 300 Flüchtlinge aus Afghanistan auf

MADRID: Rund ein Jahr nach dem Abzug der letzten US-Soldaten aus Afghanistan hat Spanien weitere knapp 300 schutzbedürftige Menschen aus dem nun von den Taliban regierten Konfliktland aufgenommen. Eine Maschine mit 294 Afghanen sei am späten Mittwochabend aus der pakistanischen Hauptstadt Islamabad kommend auf dem Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz bei Madrid gelandet, teilte die spanische Regierung in der Nacht auf Donnerstag mit.

Es handelt sich demnach um ehemalige Mitarbeiter der spanischen Behörden und deren Angehörigen, die vor den Taliban ins Nachbarland Pakistan geflohen seien. Die Afghanen wurden von Außenminister José Manuel Albares empfangen. Die Flüchtlinge kommen nun zunächst ins Erstaufnahmezentrum in Torrejón de Ardoz. Damit erhöht sich die Zahl der Schutzsuchenden aus Afghanistan, die Spanien insgesamt evakuiert hat, den amtlichen Angaben zufolge auf etwa 3900.

Spanien hatte die Evakuierungen ehemaliger Mitarbeiter in Afghanistan am 27. August vorigen Jahres - einen Tag nach zwei blutigen Anschläge in Kabul - kurzfristig für beendet erklärt. Bei den Attentaten waren damals mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zahlreiche US-Soldaten.


Großer Brand auf der griechischen Ferieninsel Thasos

ATHEN: Auf der griechischen Ferieninsel Thasos hat die Feuerwehr am Donnerstag gegen einen großen Waldbrand angekämpft. Ein Dorf musste evakuiert werden. Sechs Löschflugzeuge, sechs Helikopter und Hunderte Feuerwehrleute und Freiwillige und Militäreinheiten sind im Einsatz, um die Flammenfront zu stoppen, wie die Feuerwehr am Morgen mitteilte.

Die Insel im Norden der Ägäis ist dicht bewaldet. Dicke Rauchwolken seien am Donnerstagmorgen aus weiter Entfernung zu sehen gewesen, berichteten örtliche Medien. Verletzt wurde bislang niemand, teilte der Bürgermeister der Insel Lefteris Kyriakidis im staatlichen Rundfunk mit.

In Griechenland sind dieses Jahr bisher nach Angaben des Zivilschutzes mehr als 13.000 Hektar verbrannt. Neben Brandstiftung wird als Ursache der Brände von den Meteorologen der Klimawandel genannt. Nach Monaten der Trockenheit, wegen hoher Temperaturen und starker Winde herrschten Zustände, die jedes kleine Feuer zu einem riesigen Waldbrand machen könnten, sagten Meteorologen am Donnerstag im Staatsrundfunk.


Drei Tote bei Explosion in Indiana - viele Häuser beschädigt

WASHINGTON: Bei einer massiven Explosion in Evansville im US-Bundesstaat Indiana sind mindestens drei Menschen getötet worden. Mindestens 39 Häuser seien beschädigt worden, elf davon seien unbewohnbar, berichteten US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) übereinstimmend unter Berufung auf die Feuerwehr.

Es könne noch weitere Opfer in den Trümmern geben, denn manche der beschädigten Häuser könnten aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Die Ursache der Explosion werde untersucht.

Bilder zeigten am Donnerstag das Ausmaß der Zerstörung: Vielen Häusern fehlten Wände, Trümmerteile bedeckten ganze Straßen. Die Explosion hatte einen Radius von umgerechnet rund 30 Metern, wie Feuerwehrchef Mike Connelly der lokalen Tageszeitung «Courier & Press» berichtete. Die meisten Straßen in der Gegend waren zunächst gesperrt.


Salzgitter mit deutlichem Gewinnsprung im ersten Halbjahr

SALZGITTER: Preiserhöhungen für seine Produkte haben dem Stahlhersteller Salzgitter im zweiten Quartal in die Hände gespielt.

Aufgrund von Gewinnsprüngen bei der Stahlerzeugung, der Verarbeitung des Materials und im Handel stieg der Vorsteuergewinn (EBT) um mehr als das Dreifache auf rund 970 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Salzgitter mitteilte. Der Außenumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte auf 6,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben Salzgitter 781 Millionen Euro nach 231 Millionen im Vorjahr. Der Konzern bestätigte zudem die im Juni erhöhte Prognose.


Höhere Stahlpreise treiben Thyssenkrupp an

ESSEN: Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp profitiert weiter von den gestiegenen Stahlpreisen. Umsatz und operatives Ergebnis nahmen im dritten Geschäftsquartal (per Ende Juni) deutlich zu. Dagegen belasten den Konzern die gestiegenen Zinsen: Hier musste Thyssenkrupp in dem Zusammenhang millionenschwere Wertminderungen vornehmen, was den Nettogewinn drückte. Die Prognose für den Jahresüberschuss senkte das Unternehmen daher.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um gut ein Viertel auf knapp elf Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Die Auftragseingänge legten um 13 Prozent auf knapp zehn Milliarden Euro zu. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) konnte Thyssenkrupp mit 721 Millionen Euro fast verdreifachen. Wegen der gestiegenen Zinsen und damit einhergehender höherer Kapitalkosten musste Thyssenkrupp Wertberichtigungen von 480 Millionen Euro vornehmen. Das Nettoergebnis nach Minderheiten ging daher von 125 Millionen auf 76 Millionen Euro zurück.


Indien feiert Geschwisterfest - Mann findet «Schwestern» via Tinder

NEU DELHI: In Indien feiern gerade viele Menschen ein wichtiges hinduistisches Fest, bei dem sich Geschwister ehren. Dabei binden Schwestern ihren Brüdern am Donnerstag ein Armband aus roten und goldenen Fäden sowie teils auch Glasperlen um, das sie beschützen soll. Sie singen Mantras und sprechen Gebete. Die Brüder wiederum verpflichten sich, ihre Schwestern zu beschützen und geben ihnen ein Geschenk als Dankeschön. Oft füttern die Geschwister sich gegenseitig mit Süßigkeiten.

In diesen Tagen berichteten in Indien viele Medien von einem Mann ohne Schwestern, der Angst hatte, etwas zu verpassen - und dann auf der Dating-App Tinder nach Ersatz-Schwestern fürs Fest suchte. Er habe inzwischen zwei interessierte Frauen gefunden, nun würden sie zu dritt feiern.

Das Fest ist gerade in ländlichen Gegenden in Nordindien für verheiratete Frauen wichtig. Denn nach patriarchaler Tradition gehören sie nach der Heirat zur Familie des Ehemannes, leben mit ihm bei den Schwiegereltern und sehen ihre eigenen Eltern kaum noch. Beim Fest haben sie aber eine Gelegenheit, ihre Eltern wieder zu besuchen, denn ihre Brüder leben traditionell weiter bei ihnen. Aber auch in urbanen Gegenden ist das Fest sehr populär und inzwischen wird es teils auch von Leuten gefeiert, die nicht miteinander verwandt sind, von Frauen untereinander oder von Muslimen, obwohl es ein Hindu-Fest ist.

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Norbert K. Leupi 11.08.22 18:50
Abgefackelt ! Herr M.POHL
Bis dato hat man nur aus Frankreich im Weingebiet in der Umgebung von Bordeaux gehört , dass auch Pyromanen unterwegs waren ! Von Brandstiftern in Olivenhainen war (noch) nicht die Rede !
Martin Pohl 11.08.22 18:20
NKL
Wer weiß, wieviele Olivenhaine zusätzlich noch abgefackelt sind.
Norbert K. Leupi 11.08.22 14:40
Die Folgen von Feuer , Trockenheit ...
Hitze und Dürre treiben die Preise von Olivenoel in Zukunft deutlich in die Höhe ! Die drei grössten Exportländer von Olivenoel : Spanien , Italien und Griechenland mussten dieses Jahr drastische Auswirkungen auf die Olivenoel-Ernte hinnehmen ! Damit nicht genug : Das trockene Wetter und der Wassermangel könnte sogar auch die Ernten der nächsten Saison beeinträchtigen ! Die Produzenten gehen von einem Preisanstieg von 20-25% aus !