Neues aus dem Ausland am Dienstag

Neues aus dem Ausland am Dienstag

Biden: Trump hat «weiße Flagge» vor Coronavirus geschwenkt

WASHINGTON: Eine Woche vor der US-Wahl hat der Präsidentschaftskandidat der Demokraten Amtsinhaber Donald Trump Kapitulation vor dem Coronavirus vorgeworfen.

«Donald Trump hat die weiße Flagge geschwenkt, unsere Familien im Stich gelassen und sich dem Virus ergeben», sagte Biden am Dienstag (Ortszeit) bei einer Wahlkampfveranstaltung in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. «Aber das amerikanische Volk gibt nicht auf.» Biden kündigte für den Fall seines Sieges an: «Ich werde einen Plan zur verantwortungsvollen Bekämpfung dieser Pandemie aufstellen, der dieses Land zusammenführen wird.» Er warf Trump vor, nicht auf die Wissenschaft zu hören. Die Pandemie hat in den USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität bislang mehr als 226.000 Menschen das Leben gekostet.


US-Wahl: Schon jetzt halb so viele Wähler wie 2016

WASHINGTON: Eine Woche vor der Präsidentenwahl in den USA haben bereits mehr als 69 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Stimmen, die bei der Wahl vor vier Jahren abgegeben wurden, wie am Dienstag aus Daten des «U.S. Elections Project» des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida hervorging. 2016 stimmten der Wahlkommission FEC zufolge rund 137 Millionen Amerikaner ab.

Bei der Wahl am 3. November tritt der republikanische US-Präsident Donald Trump gegen den demokratischen Herausforderer Joe Biden an. Außerdem werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und gut ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben.

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird bei der Wahl in den USA erwartet, dass mehr Amerikaner als sonst von der Möglichkeit Gebrauch machen, ihre Stimme vor dem eigentlichen Wahltag persönlich oder per Briefwahl abzugeben. Nach den Daten des Projekts scheinen bislang erheblich mehr registrierte Demokraten als Republikaner ihre Stimme frühzeitig abgegeben zu haben. Die Registrierung bei einer Partei sagt nicht unbedingt etwas über das Stimmverhalten aus.


Cloud-Geschäft verhilft Microsoft zu Gewinnsprung

REDMOND: Das boomende Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet hält den Software-Riesen Microsoft auf Erfolgskurs. Im abgelaufenen Geschäftsquartal (bis Ende September) nahm der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar (11,8 Mrd Euro) zu, wie Microsoft am Dienstag nach US-Börsenschluss in Redmond im US-Bundesstaat Washington mitteilte. Der Umsatz wuchs um zwölf Prozent auf 37,2 Milliarden Dollar.

Microsoft übertraf die Erwartungen der Wall-Street-Analysten deutlich, die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit Kursaufschlägen. Das lukrative Geschäft mit Cloud-Services für andere Unternehmen und Apps brummte weiter - Microsofts Azure-Plattform steigerte die Erlöse um 48 Prozent. Auch mit seinen Office-Programmen profitierte der Konzern vom pandemiebedingten Trend zur Heimarbeit.

Starker Nachfrage erfreuten sich zudem das Gaming-Geschäft rund um die Xbox-Spielkonsole und Microsofts «Surface»-Tablets, hier gab es Umsatzanstiege um 30 beziehungsweise 37 Prozent. Insgesamt verbuchte die PC-Sparte, zu der auch das Betriebssystem Windows zählt, einen sechsprozentigen Zuwachs der Erlöse auf 11,8 Milliarden Dollar. Microsoft hat die Corona-Krise bislang nichts anhaben können, die Aktie ist seit Jahresbeginn um mehr als 36 Prozent gestiegen.


Trump greift muslimische Abgeordnete an: «Hasst» die USA

LANSING/MICHIGAN: US-Präsident Donald Trump hat die aus Somalia stammende US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar erneut scharf angegriffen. Bei einer Wahl seines Herausforderers Joe Biden Anfang November würde die Einwanderung aus Staaten mit vielen Terroristen - unter anderem Syrien und Somalia - stark ansteigen, behauptete Trump am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Michigan. «Wisst ihr, wenn ich an Somalia denke, denke ich an Omar. Ilhan Omar», sagte Trump unter den Buhrufen der Menge und fuhr fort, dass die muslimische Volksvertreterin die USA hasse. «Sie mag es, uns zu erzählen, wie wir unser Land regieren sollen, ist das nicht nett?».

Omar, die als Kind mit ihrer Familie aus Somalia in die USA geflüchtet war, ist zusammen mit anderen demokratischen Abgeordneten des linken Flügels bereits des Öfteren von Trump öffentlich verbal attackiert worden. Vergangenes Jahr warf sie Trump vor, sie mit der Verbreitung eines Tweets in Lebensgefahr zu bringen. Der Präsident hatte eine Botschaft geteilt, in der behauptet wurde, dass Omar am Jahrestag der Anschläge des 11. September gefeiert und getanzt habe. Sie wurde im Internet daraufhin heftig angefeindet. Die Abgeordnete hatte klar gestellt, dass das verbreitete Video nicht am 11. September, sondern Tage später aufgenommen worden sei.


Flieger mit 1,5 Tonnen Kokain sichergestellt

CHETUMAL: An Mexikos Karibikküste sind in einem Flugzeug 1,5 Tonnen Kokain gefunden worden. Soldaten stellten die Drogen und den Flieger kurz nach dessen Landung am Flughafen der Stadt Chetumal am Dienstag sicher, wie Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador in seiner täglichen Pressekonferenz mitteilte. Ein Mensch an Bord sei festgenommen worden. Zuvor sei das Eindringen von drei Flugzeugen in Mexikos Luftraum festgestellt worden, von denen nur das eine gelandet sei. Woher es stammte, sagte López Obrador nicht.

Die Lokalzeitung «Por Esto!» berichtete, der Flieger sei niedrig und ohne Licht geflogen. Er habe keine Landeerlaubnis gehabt.

In der Region im Südosten Mexikos, an der Grenze zum mittelamerikanischen Belize, sowie auch im nicht weit entfernten Norden Guatemalas, werden immer wieder mit Drogen beladene Flugzeuge entdeckt. Sie stammen in der Regel vermutlich aus Südamerika. In Mexiko sind mächtige kriminelle Organisationen aktiv, die unter anderem durch den Drogenschmuggel in das nördliche Nachbarland USA viel Geld einnehmen.


Bürgermeister: New Yorker sollten über Feiertage nicht verreisen

NEW YORK: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat die Bewohner der Millionenmetropole aufgefordert, wegen der Coronavirus-Pandemie über die in den kommenden Monaten anstehenden Feiertage nicht zu verreisen. «Wir haben eine echte Bedrohung einer zweiten Welle hier in New York und wir kämpfen dagegen, aber wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen», sagte der demokratische Politiker am Dienstag bei einer Pressekonferenz. «Ich hasse es, das sagen zu müssen, aber ich rufe alle New Yorker auf, den Bundesstaat über die Feiertage nicht zu verlassen.»

Damit könne man sich selbst und seine Familie in Gefahr bringen, sagte de Blasio weiter. «Es werden harte Entscheidungen gefällt werden müssen, und jeder wird seine eigene Entscheidung treffen.» Wer unbedingt verreisen müsse, solle sich testen lassen und sich an Quarantäne-Regeln halten. Im November und Dezember reisen normalerweise sehr viele Amerikaner für Feiertage wie Thanksgiving und Weihnachten zu ihren Familien.

Der Bundesstaat New York und die darin gelegene gleichnamige Metropole an der US-Ostküste waren im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Inzwischen hat sich das Neuinfektionsgeschehen dort stabilisiert, ist zuletzt aber wieder leicht angestiegen.


«Charlie Hebdo» veröffentlicht Titelbild mit Erdogan-Karikatur

PARIS: Die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» hebt eine Karikatur des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan auf die Titelseite ihrer neuen Ausgabe. Die Zeichnung hat laut einer Twittermitteilung vom Dienstag den Titel «Erdogan - privat ist er sehr lustig» und zeigt den Präsidenten in einem Sessel sitzend, während er einer Frau den Schleier lüftet. Die neue «Charlie-Hebdo»-Ausgabe wird am Mittwoch erscheinen.

Die Stimmung zwischen Frankreich und der Türkei ist sehr aufgeheizt, denn der Streit um Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed war eskaliert. Erdogan warf seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron Islamfeindlichkeit vor und rief zu einem Boykott französischer Waren auf.

Macron hatte mehrfach die Meinungsfreiheit und das Veröffentlichen von Karikaturen verteidigt - zuletzt bei der Gedenkfeier für den von einem mutmaßlichen Islamisten enthaupteten Lehrer Samuel Paty. «Charlie Hebdo» hatte Anfang September umstrittene Mohammed-Karikaturen wieder veröffentlicht und damit in Teilen der muslimischen Welt für Protest gesorgt.


Biden und Trump gehen mit neuen TV-Spots in Wahlkampf-Endspurt

WASHINGTON: Mit sehr unterschiedlichen Wahlkampfspots wollen Joe Biden und Donald Trump in den letzten Tagen vor der US-Präsidentschaftswahl punkten. Das Biden-Team stellte am Dienstag eine Reihe von Werbeclips vor, in denen der Herausforderer unter anderem die Einheit des tief gespaltenen Landes beschwor und seine Unterstützung für die «Black Lives Matter»-Bewegung («Schwarze Leben zählen») bekräftigte. Auch wandte er sich an die Wähler und forderte diese auf, die «düstere, wütende Politik» der letzten Jahre unter Präsident Trump zu beenden.

Auch das Wahlkampfteam vom Präsident Trump veröffentlichte demgegenüber einen neuen Spot, in dem Biden das «Anheizen der Flammen» in «brennenden Städten» der USA vorgeworfen wird. Die Werbung spielt auf vereinzelte Gewaltausbrüche im Zuge der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den vergangenen Monaten an.

Nur eine Woche vor der US-Wahl am 3. November hat Biden bezüglich der Wahlkampfspenden und des damit verbundenen Werbebudgets einen deutlichen Vorteil gegenüber Trump. Beobachtern zufolge gibt er deutlich mehr Geld für TV-Werbung in den umkämpften Bundesstaaten aus als der Amtsinhaber.


Mindestens drei Migranten sterben bei Schiffbruch im Ärmelkanal

DÜNKIRCHEN: Bei der Überfahrt von Frankreich in Richtung Großbritannien sind nach Berichten mindestens drei Menschen ums Leben gekommen - darunter auch ein Kind. Das Boot der Migranten sei gekentert, teilte die Nichtregierungsorganisation Channel Rescue am Dienstag mit. Demnach wurden noch mehrere Menschen vermisst. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete unter Berufung auf die zuständige Präfektur vier Tote. Demnach ereignete sich der Vorfall nahe der Gemeinde Loon-Plage, westlich der französischen Küstenstadt Dunkerque (Dünkirchen).

Insgesamt 18 Menschen wurden nach offiziellen Angaben in Krankenhäuser in Calais und Dunkerque gebracht. In einer schriftlichen Mitteilung der Seepräfektur für den Ärmelkanal und die Nordsee vom Nachmittag war jedoch nicht von Toten die Rede. Die Präfektur sprach von einer großangelegte Rettungsaktion. Das Boot der Migranten sei gesunken. Lokalen Medienberichten zufolge waren Menschen aus dem Iran in dem Boot unterwegs gewesen. Die Seepräfektur war zunächst nicht für eine weitere Stellungnahme erreichbar.

In diesem Jahr haben schon fast 5000 Menschen in Hunderten kleinen Booten den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien überquert. Die Überfahrt gilt als besonders gefährlich, vor allem weil der Meeresarm von zahlreichen großen Schiffen befahren wird.


«Zeta» zieht an Mexiko vorbei - als Hurrikan an US-Küste erwartet

CANCÚN: Der Sturm «Zeta» ist über Mexikos Yucatán-Halbinsel hinweggezogen und bewegt sich in Richtung USA. Er verlor am Dienstag etwas an Stärke und wurde von einem Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft. Mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern war er in nordwestlicher Richtung unterwegs. Es werde erwartet, dass «Zeta» im Laufe des Tages (Ortszeit) über dem Golf von Mexiko wieder Hurrikan-Stärke erreiche, teilte das Nationale Hurrikanzentrum der USA mit. Für Teile des US-Küstengebiets, darunter die Stadt New Orleans, galt eine Hurrikanwarnung. Der Wirbelsturm werde voraussichtlich spät am Mittwoch dort Land erreichen.

«Zeta» hatte in Teilen der Yucatán-Halbinsel im Südosten Mexikos Bäume und Strommasten umstürzen lassen und Überschwemmungen sowie Stromausfälle verursacht. Nach ersten Erkenntnissen kam es aber zu keinen Todesfällen oder schweren Schäden, wie der Gouverneur des Bundesstaates Quintana Roo, Carlos Joaquín, mitteilte. Der Sturm hatte dort am späten Montagabend (Ortszeit) Land erreicht. Für einen Teil des Küstengebiets, zu dem beliebte Urlaubsorte wie Cancún und die Insel Cozumel gehören, war zuvor die höchste Alarmstufe ausgerufen worden.

In der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, aufgebraucht sind. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig war. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.


EU-Kommission stellt Rechtsrahmen für Mindestlöhne vor

BRÜSSEL: Die EU-Kommission stellt am Mittwoch ihre Pläne für Mindestlöhne in Europa vor. Geplant ist ein Rahmen für Lohnuntergrenzen, die sich an örtlichen Einkommen in den EU-Staaten orientieren. Kommissionsvize Valdis Dombrovskis präsentiert ihn am frühen Nachmittag (gegen 13.00 Uhr) zusammen mit Sozialkommissar Nicolas Schmit.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte versprochen, dass alle Arbeitnehmer in der Europäischen Union gerechte Mindestlöhne erhalten sollen, mit denen sie an ihrem Wohnort angemessen leben können. Nach Angaben der Kommission gilt jede sechste Arbeitskraft in der EU als Geringverdiener, die Mehrheit davon Frauen.

Die Kommission betont, dass es nicht etwa um einheitliche Mindestlöhne in allen EU-Staaten gehe und dass vorhandene Systeme, Traditionen und nationale Besonderheiten berücksichtigt werden sollten. Dennoch waren einige EU-Staaten skeptisch. Die Kommission hat ihre Pläne mit monatelangen öffentlichen Konsultationen vorbereitet.


Streit um Abtreibungsrecht : Organisation ruft zu Streik auf

WARSCHAU: Im Streit um eine Verschärfung des Abtreibungsverbots in Polen hat die polnische Frauenbewegung für Mittwoch zu einem landesweiten Streik aufgerufen. «Wir nehmen unbezahlten Urlaub. Wir schließen die Firma. Oder ganz einfach - wir gehen nicht zur Arbeit», heißt es in einem Aufruf der Organisation «Allpolnischer Frauenstreik». Leiterin Marta Lempart sprach von einem Generalstreik. Angesichts der Corona-Pandemie ist jedoch fraglich, wie hoch die Beteiligung sein wird.

Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts, wonach auch Schwangerschaftsabbrüche aufgrund schwerer Fehlbildungen des ungeborenen Kindes verfassungswidrig seien, gibt es in Polen seit Tagen Proteste. Diese bedeutet eine weitere Verschärfung des polnischen Abtreibungsrechts, das ohnehin schon zu den strengsten in Europa gehört.


Airbnb zieht es an die Nasdaq - Börsengang rückt näher

SAN FRANCISCO: Der Apartment-Vermittler Airbnb will seine Aktien an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq listen. Das teilte das kalifornische Unternehmen am Dienstag in San Francisco mit. Damit ist klar, dass der mit Spannung erwartete Börsengang immer näher rückt und die Nasdaq den Vorzug vor der New Yorker Konkurrenzbörse Nyse erhält. Airbnb hatte bereits im August einen vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, sich bislang aber noch nicht zur Wahl des Handelsplatzes geäußert.

Weiterhin offen bleibt, wann genau die Börsenpremiere geplant ist und wie viele Aktien dabei zu welchem Preis angeboten werden sollen. An den Finanzmärkten wurde das Debüt von Airbnb lange als spektakulärster US-Börsengang 2020 gehandelt, doch dann kam die Corona-Pandemie dazwischen. Nachdem monatelang unklar war, ob das Unternehmen an seinem Plan festhält, wird nun mit einer Erstnotiz im Dezember gerechnet. Die Geschäfte sollen sich inzwischen schon wieder deutlich vom ersten Einbruch durch die Pandemie erholt haben.


Drei Tote bei Verfolgungsjagd bei Brüssel

BRÜSSEL: Auf der Flucht vor der Polizei sind auf einer Autobahn nahe dem Brüsseler Flughafen am Dienstag drei mutmaßliche Einbrecher ums Leben gekommen. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldete, war die Polizei in Zaventem im nordöstlichen Brüsseler Umland am Morgen wegen eines versuchten Einbruchs alarmiert worden.

Die Polizisten nahmen die Verfolgung eines verdächtigen Fahrzeugs auf, eines gestohlenen Autos, wie sich herausstellte. Die mutmaßlichen Einbrecher fuhren auf die Autobahn E19, irrten sich aber in der Fahrtrichtung. Sie versuchten, bei Machelen wieder abzufahren, stießen dabei aber mit einem Kleinlastwagen zusammen. Dessen Fahrer wurde nur leicht verletzt, die drei Flüchtigen kamen ums Leben.


US-Konsulatsmitarbeiter in der Türkei zu Haftstrafe verurteilt

ISTANBUL: Ein türkisches Gericht hat einen Mitarbeiter des US-Konsulats wegen Unterstützung der Gülen-Bewegung zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Das Gericht in Istanbul habe eine Haftstrafe von fünf Jahren, zwei Monaten und 15 Tagen verhängt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Die Türkei macht den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen und seine Anhänger für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. Seine Bewegung betrachtet sie als Terrororganisation.

Nazmi Mete Cantürk war vorgeworfen worden, «regelmäßigen Kontakt» zu Polizisten gehabt zu haben, die Verbindungen zur Gülen-Bewegung haben sollen. Er wies das zurück. Cantürk ist auf freiem Fuß, es gilt nach Angaben von Anadolu jedoch eine Ausreisperre. Frau und Tochter Cantürks waren ebenfalls angeklagt, aber freigesprochen worden.

Im Juni war der US-Konsulatsmitarbeiter Metin Topuz in der Türkei wegen Terrorvorwürfen zu fast neun Jahren Haft verurteilt worden. Das hatte zu einem diplomatischen Schlagabtausch zwischen Vertretern beider Länder geführt. Die Festnahme von Konsulatsangestellten hatte 2017 die Beziehungen zwischen Washington und Ankara belastet.


Barrett am Obersten Gericht der USA vereidigt

WASHINGTON: Die konservative Juristin Amy Coney Barrett ist vollwertiges Mitglied des Obersten Gerichts der USA. Sie wurde am Dienstag vom Vorsitzenden Richter John Roberts vereidigt. Das Gericht veröffentlichte ein Bild der Zeremonie im kleinen Rahmen.

Die Kandidatin von US-Präsident Donald Trump war erst am Montagabend vom US-Senat bestätigt worden. Gerade einmal eine Stunde danach legte sie im Weißen Haus den Eid auf die Verfassung ab - die erste Stufe des Vereidigungsverfahrens.

Mit der 48-jährigen Barrett wird die Mehrheit der Konservativen am Obersten Gericht auf sechs der neun Sitze ausgebaut. Das könnte die Entwicklung der US-Gesellschaft auf Jahrzehnte beeinflussen. Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt und der Supreme Court hat oft das letzte Wort bei kontroversen Fällen - unter anderem zum Recht auf Abtreibung, zur Gesundheitsversorgung und Einwanderungspolitik.


US-Polizisten töten Schwarzen - Ausschreitungen in Philadelphia

WASHINGTON: Polizisten in der Stadt Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania haben einen 27-jährigen Schwarzen erschossen. Der Mann sei mit einem Messer bewaffnet gewesen und habe dieses trotz mehrfacher Aufforderungen nicht fallen lassen, erklärte ein Polizeisprecher. Der Verdächtige habe sich auf die Polizisten zubewegt, woraufhin zwei Beamte mehrfach auf ihn gefeuert hätten, sagte der Sprecher einem örtlichen Fernsehsender. Nach dem Vorfall vom Montagnachmittag kam es in der Nacht zum Dienstag zu Ausschreitungen, wie die Zeitung «Philadelphia Inquirer» berichtete. Dabei seien mehrere Polizisten verletzt worden, es habe auch Festnahmen gegeben.

Bürgermeister Jim Kenney erklärte mit Blick auf den Vorfall, der von Passanten mit Smartphones gefilmt wurde: «Ich habe das Video dieses tragischen Vorfalls gesehen. Es wirft schwierige Fragen auf, die beantwortet werden müssen.» Polizeichefin Danielle Outlaw versprach eine gründliche Untersuchung des Falls, um «die vielen unbeantworteten Fragen» zu klären. Die Polizei war wegen eines Berichts über einen Vorfall häuslicher Gewalt, der sich auf das spätere Opfer bezog, zu dem Ort im Westen Philadelphias gekommen.

In den USA war es seit Ende Mai landesweit zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Der Auslöser der Proteste war die brutale Tötung des unbewaffneten Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in der Stadt Minneapolis gewesen.


Karikaturen-Streit: Frankreich warnt Bürger im Ausland

PARIS: Im Streit um Karikaturen des Propheten Mohammed hat Frankreich Sicherheitshinweise für mehrere mehrheitlich muslimische Länder veröffentlicht. Unter anderem in der Türkei, in Indonesien, im Iran und in Bangladesch seien Französinnen und Franzosen aufgerufen, sich von Protesten fernzuhalten, hieß es am Dienstag vonseiten des Außenministeriums. Auch öffentliche Versammlungen sollten gemieden werden. «Darüber hinaus wird in diesem Zusammenhang empfohlen, die größte Wachsamkeit zu wahren, insbesondere auf Reisen und an Orten, die von Touristen und Auswanderergemeinschaften besucht werden», hieß in den Sicherheitshinweisen.

Staatschef Emmanuel Macron hatte mehrfach die Meinungsfreiheit und das Veröffentlichen von Karikaturen verteidigt - zuletzt bei der Gedenkfeier für den von einem mutmaßlichen Islamisten enthaupteten Lehrer Samuel Paty. Der Lehrer hatte im Unterricht Mohammed-Karikaturen als Beispiel für Meinungsfreiheit gezeigt. Vor allem streng gläubige Muslime lehnen eine bildliche Darstellung des Propheten ab und empfinden sie als beleidigend, explizit verboten ist sie im Koran aber nicht.

Macrons türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan rief dazu auf, französische Waren zu boykottieren. Pakistan und mehrere arabische Regierungen kritisierten Macrons Verteidigung von Karikaturen im Rahmen der Meinungsfreiheit. Macrons Äußerungen führten in mehreren mehrheitlich muslimischen Ländern zu heftigen Protesten.


Behörden: US-Amerikaner in Niger entführt

NIAMEY: Im westafrikanischen Niger ist den Behörden zufolge ein US-Amerikaner entführt worden. Er sei in der Nacht zum Dienstag im Dorf Massalata im Südwesten des Landes an der Grenze zu Nigeria von sechs Angreifern gekidnapped worden, sagte der Präfekt der Region, Ibrahim Abba Lelé. Eine Quelle in der US-Botschaft in Niamey, die nicht genannt werden wollte, bestätigte die Entführung. Wer hinter der Tat steckt sowie weitere Details waren zunächst unklar.

Immer wieder kommt es in Niger, vor allem im Westen und Südosten des Landes, zu Angriffen bewaffneter Gruppen. In der Sahelregion sind mehrere Terrorgruppen aktiv, einige haben Al-Kaida oder dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen. Jüngst wurden in Niger in einem Naturpark südlich der Hauptstadt Niamey sechs Franzosen und zwei Nigrer getötet.


Verdächtiger für Völkermord in Ruanda festgenommen

ROTTERDAM: Niederländische Ermittler haben einen Mann aus Ruanda unter dem Verdacht der Beihilfe am Völkermord in seiner Heimat 1994 festgenommen. Der 71-Jährige lebte seit etwa 20 Jahren in den Niederlanden, wie die Staatsanwaltschaft am Montag in Rotterdam mitteilte. Ruanda hatte den Angaben der Justizbehörden zufolge die Auslieferung des Mannes beantragt.

Der Mann soll zur Zeit des Völkermordes in der Hauptstadt Kigali Eigentümer einer Apotheke gewesen sein. Er soll unter anderem an Treffen teilgenommen haben, bei denen Ermordungen der Tutsis vorbereitet wurden. Außerdem soll er eine Liste mit potenziellen Opfern erstellt haben, teilte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf die Justiz in Ruanda mit.

In Ruanda waren 1994 bei den Gewalttaten nach Schätzungen rund 800.000 Menschen getötet worden. Angehörige der Hutu-Mehrheit töteten vor allem Tutsis und auch gemäßigte Hutus.


Massensterben von Robben vor Namibias Küste

WINDHUK: Angeschwemmte Kadaver tausender Robben vor Namibias Küste geben Tierschützern Rätsel auf.

Die toten Tiere, darunter sehr viele totgeborene Junge, wurden im Laufe der vergangenen Wochen von Mitarbeitern einer Tierschutzgruppe vor allem in einem Strandabschnitt am Pelican Point nahe der Hafenstadt Walvis Bay entdeckt. «Die aktuellen Schätzungen für die Robbenkolonie bei Pelican Point belaufen sich auf 5000 bis 7000 totgeborene Junge, die Anzahl der erwachsenen oder noch jungen Tiere, die in Zentralnamibia tot anlandeten, liegt auch in den Tausendern», sagte die Wissenschaftlerin Tess Gridley, die in einem Delfinprojekt an der Stellenbosch-Universität im benachbarten Südafrika forscht. Die Ursache für das Massensterben sei noch unbekannt, ebenso das genaue Ausmaß. Die Tierschützer wollen nun Drohnenbilder auswerten, um einen genaueren Überblick zu erhalten.


Trump sieht sich unter Berufung auf «echte» Umfragen vor Wahlsieg

WASHINGTON: Eine Woche vor der US-Wahl rechnet US-Präsident Donald Trump trotz relativ schlechten Abschneidens in öffentlich bekannten Umfragen weiter mit einem Wahlsieg. Die «echten Umfragen zeigen, dass ich gewinne», schrieb Trump am Dienstag auf Twitter.

Trump bezeichnet die öffentlich bekannten Erhebungen häufig als gefälschte Umfragen, die keinen Wert hätten. Wahlkampfteams haben in der Regel auch eigene, nicht veröffentlichte Umfragen. Bei einem Wahlkampfauftritt in Pennsylvania am Montag etwa hatte Trump gesagt, er werde die Wahl angesichts der «echten Umfragen» sehr «leicht» gewinnen, aber die Medien unterdrückten diese Information.

Der Republikaner liegt vor der Wahl am 3. November im Durchschnitt der landesweiten Umfragen deutlich hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Wegen des komplexen Wahlsystems, in dem es vor allem auf die Bundesstaaten ankommt, haben die Erhebungen jedoch nur begrenzte Aussagekraft. Allerdings deuten auch die Umfragen in entscheidenden Bundesstaaten auf einen Vorsprung Bidens hin.


Iran plant neue Friedensinitiative für Berg-Karabach-Konflikt

TEHERAN: Der Iran plant eine neue Friedensinitiative für den Konflikt um die Südkaukasusregion Berg-Karabach. Das gab Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Dienstag im Staatsfernsehen bekannt. Vizeaußenminister Abbbas Araghchi werde demnächst mit Offiziellen in Armenien und Aserbaidschan sowie Russland und der Türkei über die iranische Friedensinitiative reden, sagte der Sprecher. Was die neue Initiative beinhaltet und wann genau Araghchis Reise geplant ist, teilte Chatibsadeh nicht mit.

Schon vor drei Wochen hatte Präsident Hassan Ruhani den politschen Führern beider Konfliktländer den Iran als Vermittler vorgeschlagen. Seiner Meinung nach muss dieser Konflikt politisch gelöst werden.

Der Iran steckt im Berg-Karabach-Konflikt in einer politischen Zwickmühle. Teheran pflegt zu beiden Ländern gute Beziehungen und zieht es daher vor, weiterhin neutral zu bleiben. Auch will man innenpolitisch keine Spannungen, da im Land Millionen von iranischen Aseris und mehr als 150.000 Armenier leben. Anders als die Armenier stehen die Aseris in dem Konflikt auf der Seite ihrer «muslimischen Brüder» in Aserbaidschan. Die islamische Republik erkennt das territoriale Recht Aserbaidschans in Berg-Karabach zwar an, hat aber politisch bessere Beziehungen zu Eriwan. In den vergangenen Jahren hat insbesondere die Zusammenarbeit Bakus mit Erzfeind Israel zu Differenzen zwischen den beiden islamischen Nachbarländern geführt.


Tausende Muslime demonstrieren gegen Frankreich

DHAKA: Tausende Muslime haben in Bangladesch gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron protestiert, der die Veröffentlichung auch religionskritischer Karikaturen von der Meinungsfreiheit gedeckt sieht. Nach Angaben der Polizei demonstrierten knapp 3000 Menschen vor einer Moschee in der Hauptstadt Dhaka am Dienstag und liefen anschließend in Richtung französischer Botschaft. Die Veranstalter sprachen von mehr als 50.000 Demonstrationsteilnehmern. Bilder zeigten, wie Demonstranten die französische Flagge und Bilder von Macron verbrannten.

Macron hatte bei einer Gedenkfeier zu Ehren des von einem Islamisten enthaupteten Lehrers Samuel Paty gesagt, Frankreich werde nicht «auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen». Der Lehrer hatte im Unterricht Mohammed-Karikaturen als Beispiel für Meinungsfreiheit gezeigt. Macrons Äußerungen führten auch in anderen muslimischen Ländern zu Protesten.

Der Chef der Partei Islami Shahsantantra Andolon, die den Protest in Dhaka organisiert hat, forderte einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen Bangladeschs zu Frankreich. Die Veranstalter riefen auch zu einem Boykott französischer Produkte auf. Die Polizei sagte, sie habe die Demonstranten nach einigen Kilometern gestoppt.


Griechenland, Israel und Zypern wollen enger zusammenarbeiten

ATHEN: Die drei Mittelmeerstaaten Israel, Griechenland und Zypern wollen weiter zusammenarbeiten, um die Stabilität im östlichen Mittelmeer zu stärken. Dies erklärten die Außenminister dieser drei Staaten, Gabi Aschkenasi, Nikos Dendias und Nikos Christodoulides nach einem Treffen in Athen. «Wir wollen unsere Kooperation ausbauen, um die Stabilität und die Sicherheit in der Region zu stärken», sagte der israelische Außenminister nach einem Bericht des griechischen Staatsfernsehens (ERT). Mit Blick auf die Türkei erklärte der griechische Außenminister, diese Kooperation wende sich nicht gegen andere Staaten der Region. Die Beziehungen zwischen Ankara und diesen drei Mittelmeerstaaten sind seit Jahren angespannt.

Zuletzt hatten die Spannungen zwischen der Türkei und den beiden EU-Staaten Griechenland und Zypern wieder deutlich zugenommen. Griechenland und Zypern werfen der Türkei vor, in Meeresgebieten nach Erdgas zu suchen, die nach dem internationalen Seerecht nur von ihnen ausgebeutet werden dürfen. Zypern und Israel haben bereits nach Verhandlungen auf Grund des Internationalen Seerechts den Umfang ihrer Ausschließlichen Wirtschaftszonen festgelegt.

Die Türkei erinnert daran, dass sie das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen nicht unterschrieben habe und die erkundeten Zonen nach Lesart Ankaras zum türkischen Festlandsockel gehörten. Ankara akzeptiert es nicht, dass Inseln wie Kreta oder Rhodos eine Ausschließliche Wirtschaftszone haben.


Lage von LGBT-Gemeinde: Europarat entsendet Delegation nach Polen

STRAßBURG: Der Europarat entsendet angesichts der Lage von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans-Menschen (LGBT) in Polen eine Beobachtungsmission in das Land. Der Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates werde Anfang November für zwei Tage eine Delegation nach Polen schicken, teilte die Staatenorganisation am Dienstag mit. Diese soll sich dort am 2. und 3. November mit lokalen Behörden, Politikern, Aktivisten und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen treffen. Die Reise erfolge auf Bitte von Mitgliedern des polnischen Parlaments, teilte das Gremium mit.

Die Ergebnisse der Beobachtungsmission sollen dann dem Kongress und anderen Gemeinden berichtet werden. In Polen nimmt die Stimmungsmache gegen LGBT-Menschen zu. Im Wahlkampf hatte zuletzt auch Präsident Andrzej Duda offen gegen sexuelle Minderheiten gehetzt. Mehrere Gemeinden vor allem im Südosten des Landes haben sich zu «LGBT-Ideologie-freien» Zonen erklärt.

Der Europarat mit Sitz im französischen Straßburg kümmert sich um den Schutz und die Einhaltung der Menschenrechte in seinen 48 Mitgliedsstaaten. Er gehört nicht zur Europäischen Union.


«Das Boot» bekommt eine dritte Staffel

MÜNCHEN/BERLIN: Die Serie «Das Boot» geht in eine dritte Staffel. Das kündigte die Pay-TV-Plattform Sky am Dienstag an. «Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Staffeln freuen wir uns darauf, «Das Boot» endlich weitererzählen zu können», sagte der zuständige Sky-Manager Marcus Ammon laut Mitteilung. «Die Serie hat eine treue Fangemeinde, 96 Prozent der Zuschauer der ersten Episode der zweiten Staffel blieben bis zur letzten Folge dabei.»

Bavaria Fiction wird auch Season 3 des Kriegsdramas produzieren, diesmal in der extrem hohen Auflösung 8K. «Das Boot» sei die erste Serie weltweit, die in 8K und der Tonqualität Dolby Atmos hergestellt werde, betonten die Macher.


EU warnt Türkei vor Folgen von Boykott gegen französische Produkte

BRÜSSEL: Die EU hat den Boykottaufruf des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Produkte aus Frankreich scharf verurteilt. Ein solcher Aufruf stehe im Widerspruch zum Geist von Verpflichtungen, die die Türkei eingegangen sei, und werde die Türkei noch weiter von der EU entfernen, sagte ein Sprecher der für die EU-Handelspolitik zuständigen EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Vereinbarungen zwischen der EU und der Türkei sähen einen freien Warenverkehr vor.

Hintergrund des Boykottaufrufs von Erdogan waren Aussagen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über Meinungsfreiheit und das Veröffentlichen von Karikaturen. Frankreich werde nicht «auf Karikaturen und Zeichnungen verzichten, auch wenn andere sich davon zurückziehen», hatte Macron bei einer Gedenkfeier zu Ehren des von einem Islamisten enthaupteten Lehrers Samuel Paty gesagt.

Der Lehrer hatte im Unterricht Mohammed-Karikaturen als Beispiel für Meinungsfreiheit gezeigt. Viele Muslime lehnen eine bildliche Darstellung des Propheten ab und empfinden sie als beleidigend, explizit verboten ist sie im Koran aber nicht. Neben der Türkei kritisieren auch Regierungen der muslimisch geprägten Länder Jordanien, Marokko, Katar, Kuwait und Pakistan Macrons Äußerungen.


Chipkonzern AMD will Xilinx für 35 Milliarden US-Dollar kaufen

SANTA CLARA: Der Chipkonzern AMD will seinen Konkurrenten Xilinx in einem Aktien-Deal für rund 35 Milliarden US-Dollar (29,6 Mrd Euro) kaufen. Der Preis pro Papier solle bei etwa 143 US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag im kalifornischen Santa Clara mit. Eine Xilinx-Aktie könne in 1,7234 AMD-Aktien umgewandelt werden. Das entspreche einer Prämie von 25 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag.

Die Übernahme ist damit rund 5 Milliarden Dollar größer als zunächst von Insidern angenommen. Sie verleiht AMD vor allem in dem Geschäft mit Chips für Rechenzentren einen Schub - einem Bereich, in dem vor allem Konkurrent Intel traditionell stark aufgestellt ist. Erst vor wenigen Tagen hatte Nvidia ebenfalls Übernahmepläne angekündet - das US-Unternehmen will den britischen Chip-Designer Arm schlucken. Vorbehaltlich der Zustimmung etwa von Behörden wird Ende 2021 mit einem Abschluss der Transaktion gerechnet.


EU-Kommissionsvize Schinas positiv auf Corona getestet

BRÜSSEL: EU-Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und hat sich in Selbstisolation begeben. Dies teilte der 58-Jährige selbst am Dienstag auf Twitter mit. Es handele sich um das Ergebnis eines Routinetests. Kommissionschefin Ursula von der Leyen wünschte ihm ebenfalls auf Twitter gute Besserung.

Schinas ist nach Angaben eines Kommissionssprechers das zweite Mitglied des Kollegiums mit einem positiven Testergebnis, nach Jugendkommissarin Marija Gabriel. Der positive Test bei Schinas werde aber absehbar keine Auswirkungen auf das übrige Kollegium haben, da bei allen Kontakten und Sitzungen strenge Vorsichtsmaßnahmen gültig seien, sagte der Sprecher auf Anfrage.


Opposition in Tansania: Fünf Menschen kurz vor Wahlen getötet

DARESSALAM: Kurz vor den Wahlen in Tansania sind der Opposition zufolge mindestens fünf Menschen von Sicherheitskräften getötet worden. Sie seien auf der Insel Pemba, die zur halbautonomen Region Sansibar gehört, erschossen worden, einige in ihren Häusern, sagte am Dienstag Salim Bimani, ein Sprecher der Oppositionspartei ACT-Wazalendo. Zudem sei der Kandidat der Partei für die Präsidentschaft Sansibars, Seif Sharif Hamad, auf Unguja, der größten Insel des Archipels, festgenommen worden, als er seine Stimme abgeben wollte.

Der genaue Hintergrund der Vorfälle war zunächst unklar. Allerdings ist die Lage im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen in Tansania sehr angespannt. Präsident John Magufuli, der das ostafrikanische Land zunehmend autokratisch regiert, bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Die Regierung habe ein «Gesetzesarsenal» aufgebaut, um vor den Wahlen «alle Formen von Dissens zu unterdrücken und im Endeffekt gegen Meinungs- und Versammlungsfreiheit» vorzugehen, kritisierte jüngst Amnesty International. Demnach wurden in den vergangenen Monaten Oppositionelle festgenommen, Medienhäuser verboten, Online-Aktivismus kriminalisiert und die Arbeit von NGOs durch etliche Regulierungen erschwert.

Die Wahlen in der ehemaligen deutschen Kolonie mit ihren rund 58 Millionen Einwohnern findet am Mittwoch statt. Allerdings können einige Wähler in Sansibar bereits am Dienstag ihre Stimme abgeben. Die halbautonome Region hat eine eigene Regierung, Parlament und Präsidenten.


USA und Indien wollen Satellitendaten fürs Militär austauschen

NEU DELHI: Die USA und Indien wollen ein Verteidigungsabkommen zum Austausch von Satellitendaten zu Militärzwecken abschließen. Mit dem Abkommen würde die USA Indien Zugang zu GPS- und Echtzeitdaten gewähren, die die Leistungsfähigkeit von Waffensystemen wie Raketen und Drohnen, die Indien aus den USA erworben hat, verbessern würde. Indiens Verteidigungsministerium teilte nach einem Treffen von US-Verteidigungsminister Mark Esper und seinem indischen Kollegen Rajnath Singh in Neu Delhi mit, die beiden hätten die Erwartung ausgedrückt, dass das Abkommen während des Besuchs des US-Amerikaners unterschrieben werde.

Angesichts des Erstarkens Chinas in der Region arbeiten die USA und Indien seit einigen Jahren in Verteidigungsangelegenheiten stärker zusammen. Das Verhältnis Indiens zu China ist angespannt, nachdem es im Juni zu einem tödlichen Zwischenfall an der gemeinsamen Grenze im Himalaya gekommen ist. Die USA und China haben unter anderem einen Handelsstreit, Konflikte wegen des Coronavirus, Taiwan und der Machtbereiche im Südchinesischen Meer. US-Firmen haben Indien in den vergangenen Jahren Waffen für mehrere Milliarden Dollar verkauft.

US-Verteidigungsminister Mark Esper ist mit Außenminister Mike Pompeo eine Woche vor der US-Präsidentenwahl in Asien unterwegs. Von Indien geht es weiter nach Sri Lanka, auf die Malediven und nach Indonesien.


Kinder nach Explosion in Koranschule getötet und verletzt

ISLAMABAD: Bei einer Explosion in einer Koranschule sind im Nordwestens Pakistans mindestens vier Kinder getötet worden.

Etwa 40 weitere seien in der Stadt Peschawar verwundet worden, sagte ein Arzt eines Krankenhauses am Dienstag. Viele der Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren befänden sich in einem kritischen Zustand. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Die Polizei vermutete jedoch einen Sprengsatz, der in der Koranschule explodierte.


Tote und Verletzte nach Explosion von Autobombe

KABUL: Bei der Explosion einer Autobombe sind im Osten Afghanistans mindestens fünf Menschen getötet worden. 25 weitere seien bei der Attacke in der Provinz Chost verwundet worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag mit. Die Attacke soll auf Spezialkräfte der Polizei gezielt haben. Unter den Verletzen waren Polizeiangaben zufolge neun Zivilisten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Bombenanschlag.

Afghanistans Regierung spricht mit den militant-islamistischen Taliban seit September über Frieden, doch der Konflikt im Land geht mit einem hohen Gewaltniveau weiter. Am Sonntag starben bei einem Selbstmordanschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Kabul 24 Schülerinnen und Schüler, fast 60 wurden verwundet.


Haftbefehl gegen Boliviens Ex-Staatschef Morales aufgehoben

LA PAZ: Rund eine Woche nach dem Sieg seiner linken MAS-Partei bei der Präsidentenwahl in Bolivien hat ein Gericht in La Paz laut Medienberichten den Haftbefehl gegen den ehemaligen bolivianischen Staatschef Evo Morales aufgehoben. «Der Richter sah seine Rechte verletzt, vor allem das Recht auf Verteidigung, weil der Ex-Präsident nicht ordnungsgemäß vorgeladen wurde», zitierte die Zeitung «El Deber» den Gerichtspräsidenten Jorge Quino am Montag (Ortszeit). Für Dienstag war dem Bericht zufolge eine Anhörung zu einstweiligen Maßnahmen gegen den im argentinischen Exil lebenden Morales wegen Terrorismus und Finanzierung terroristischer Aktivitäten angesetzt.

Darüber, ob der komplette Prozess eingestellt werden würde oder die Ermittlungen gegen Morales weitergehen, gingen die Medienberichte zunächst auseinander. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den früheren Präsidenten im Juli Anklage erhoben. Morales wird vorgeworfen, während der Unruhen in Bolivien nach der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr per Telefon Anweisungen gegeben zu haben, Städte zu blockieren und so die Lieferung von Lebensmitteln zu verhindern. Dies sollte die Übergangsregierung in die Bredouille bringen.

Der damalige Präsident Morales war auf Druck des Militärs zurückgetreten, nachdem ihm Wahlbetrug vorgeworfen worden war, auch wenn manche Studien inzwischen zu einem anderen Ergebnis kommen. Eine Interimsregierung übernahm in dem Andenstaat. Die Anhänger von Morales sowie seine Verbündeten in der Region sprechen von einem Putsch. Die Neuwahl am 18. Oktober gewann Morales-Kandidat Luis Arce mit mehr als 55 Prozent der Stimmen.


Deutschland droht Niederlage vor EuGH wegen Lkw-Maut

LUXEMBURG: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilt am Mittwoch (9.30 Uhr) über die Berechnung der Lkw-Maut in Deutschland. Der Bundesrepublik droht vor dem höchsten europäischen Gericht eine Niederlage.

Geklagt hatte eine polnische Spedition. Sie fordert eine Rückzahlung deutscher Autobahnmaut aus den Jahren 2010 und 2011. Aus ihrer Sicht verstoßen die Mautsätze gegen die EU-Wegekostenrichtlinie. Wichtigster Streitpunkt sind dabei die Kosten für die Verkehrspolizei. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte den Europäischen Gerichtshof in diesem Musterprozess um Klärung mehrerer Fragen gebeten.

Der zuständige EuGH-Gutachter befand im Juni, dass es gegen EU-Recht verstößt, wenn auch die Kosten für die Verkehrspolizei bei der Maut angesetzt werden. Spielraum bei der Berechnung sieht er nicht. Seine Stellungnahme ist noch kein Urteil, doch oft folgen die obersten EU-Richter ihren Gutachtern.

Die Gesamteinnahmen aus der Lkw-Maut beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 7,5 Milliarden Euro. Knapp 50 Millionen flossen an die Kommunen. In Zeiten der Corona-Pandemie werden wegen einer geringeren Fahrleistung in diesem Jahr sinkende Einnahmen erwartet.


Aktivisten: Mindestens zwölf Tote bei Vergeltungsschlägen in Syrien

IDLIB: Als Reaktion auf einen russischen Luftangriff haben Rebellen im Nordwesten Syriens nach Angaben von Aktivisten bei Bombardements mindestens zwölf Regierungskämpfer getötet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte schätzte am Dienstag, dass die mit der Türkei verbündeten Milizen rund 900 Raketen und Granaten auf Stellungen der Armee und ihrer Verbündeten abgefeuert hätten.

Bei den russischen Luftangriffen in der Region waren am Montag mindestens 78 Rebellen ums Leben kommen, rund 100 weitere wurden verletzt. Russische Jets griffen die islamistische Miliz Failak al-Scham an, die von der Türkei unterstützt wird. Der Sprecher des Rebellenbündnisses Nationale Befreiungsfront (NLF) kündigte danach Vergeltungsschläge an.

Russland unterstützt im syrischen Bürgerkrieg den Präsidenten Baschar al-Assad, die Türkei dagegen Rebellen. Die Region um Idlib ist nach mehr als neun Jahren Bürgerkrieg die letzte große Rebellenhochburg. Seit Anfang 2019 wurden mindestens 1,4 Millionen Menschen durch die Kämpfe in dem Gebiet vertrieben.

Kremlchef Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatten sich im Frühjahr auf eine Waffenruhe für Idlib verständigt, wodurch die Gewalt zurückging. Russland und die Türkei stehen sich auch in der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus gegenüber. Während Moskau Armenien unterstützt, wurde der Türkei vorgeworfen, syrische Rebellen nach Aserbaidschan gebracht zu haben.


Bayern erlaubt kleinen Grenzverkehr ohne Quarantäne-Pflicht

MÜNCHEN: Menschen aus ausländischen Corona-Risikogebieten dürfen ab sofort wieder in Bayern einreisen, ohne umgehend in Quarantäne zu müssen. Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) verständigten sich bei einem Treffen am Dienstag in München darauf, die Hürden für den sogenannten «kleinen Grenzverkehr» abzubauen, also etwa für Fahrten zum Einkaufen oder für Arztbesuche im Nachbarland.

Bislang mussten Personen, die ohne negativen Corona-Test aus einem ausländischen Risikogebiet - dazu zählen derzeit etwa Tirol und Vorarlberg - einreisen, für 14 Tage in Quarantäne. Die bayerische Einreisequarantäneverordnung wird zum 9. November auch für den kleinen Grenzverkehr angepasst, dabei orientiert sich Bayern an einer Muster-Verordnung des Bundes. Und im Vorgriff auf diese Neuregelung werde man diesen Grenzverkehr jetzt schon «pragmatisch ermöglichen», sagte Herrmann. Das entspreche der Lebensrealität und den Bedürfnissen der Menschen in den grenznahen Gebieten, betonte er. In Österreich gibt es für Einreisende aus Deutschland keine Auflagen.

Gleichwohl rief Herrmann dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten und Kontakte wo immer möglich zu beschränken. Die oberste Maxime im Kampf gegen das Coronavirus bleibe Vorsicht und Umsicht, betonte er.

Für Berufspendler, die regelmäßig aus Risikogebieten etwa zum Arbeiten oder zum Studieren nach Bayern einreisen, gilt unabhängig davon die eben erst neu eingeführte wöchentliche Corona-Testpflicht.


Litauen überreicht Note an Belarus wegen geplanten AKW-Starts

VILNIUS: Litauen hat wegen der angekündigten Inbetriebnahme des umstrittenen Atomkraftwerks im Nachbarland Belarus (Weißrussland) eine diplomatische Note an Minsk überreicht. Die «verantwortungslose und voreilige» Aufnahme der Stromerzeugung in der Anlage an der Grenze zu dem baltischen EU-Land stelle eine Sicherheitsbedrohung für die Bürger Litauens, Belarus' und der EU dar, teilte das Außenamt in Vilnius am Dienstag mit.

Der litauische Stromnetzbetreiber Litgrid hatte zuvor mitgeteilt, vom belarussischen Energieunternehmen Belenergo über den geplanten Start des Atomkraftwerks in Ostrowez informiert worden zu sein. Demnach soll in dem nur rund 50 Kilometer von der litauischen Hauptstadt Vilnius entfernten Meiler zwischen 1. und 10. November die Stromproduktion aufgenommen werden.

Die Ex-Sowjetrepublik Belarus baut trotz massiver Vorbehalte der Regierung in Vilnius mit russischer Hilfe ihr erstes Atomkraftwerk mit zwei Reaktoren. In der Anlage wurde Anfang August der erste Brennstab im Zuge der geplanten Inbetriebnahme geladen. Sie gilt als Prestigeprojekt des durch Massenproteste stark unter Druck geratenen und inzwischen international weitgehend isolierten Machthabers Alexander Lukaschenko.

Litauen bemängelte wiederholt die Nicht-Einhaltung von Sicherheits- und Umweltstandards. Es hat das Kraftwerk daher zur Bedrohung der nationalen Sicherheit erklärt und will keinen Strom daraus beziehen.

Die Beziehungen zwischen Minsk und Vilnius sind auch durch Litauens Unterstützung für die belarussische Opposition belastet. Das EU-Land hat zuletzt viele Oppositionelle aus Belarus aufgenommen, darunter auch Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja. Lukaschenko hat Vilnius wiederholt beschuldigt, die Proteste anzufachen.


Die ältesten Präsidentschaftskandidaten der US-Geschichte

WASHINGTON: Kein anderer US-Präsident war zu Beginn seiner ersten Amtszeit älter als Donald Trump: Bei der Amtseinführung im Januar 2017 war er 70 Jahre alt. Sollte Joe Biden am 3. November gewinnen, würde er den heute 74-Jährigen bei diesem Rekord ablösen: Biden würde noch vor der Amtseinführung am 20. Januar seinen 78. Geburtstag feiern. Zum Zeitpunkt der Wahl 2024 wäre Biden 81 Jahre alt.

Vor Trump hielt Ronald Reagan den Rekord als ältester Präsident: Bei seiner Amtseinführung im Januar 1981 stand er kurz vor seinem 70. Geburtstag. Bis dahin war William Henry Harrison ältester Präsident: 1840 gewann er im Alter von 67 Jahren. Harrison starb als erster Präsident im Amt - am 32. Tag an den Folgen einer Lungenentzündung.

Trump und Biden sind die ältesten Männer, die sich je um das Amt des Präsidenten beworben haben. Der Republikaner Bob Dole war während seiner Kandidatur 1996 gegen den Demokraten Bill Clinton 73 Jahre alt. Der Republikaner John McCain war 72 Jahre alt, als er 2008 gegen den späteren Wahlsieger Barack Obama antrat. Obama war damals 47 Jahre alt.

Hätte sich der Demokrat Bernie Sanders im Vorwahlkampf vor der diesjährigen Wahl gegen Joe Biden durchgesetzt, hätte er ebenfalls alle Rekorde gebrochen. Der Senator aus dem Bundesstaat Vermont ist Anfang September 79 Jahre alt geworden.

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