Neues aus dem Ausland am Dienstag

Foto: Rüegsegger
Foto: Rüegsegger

Südkorea und Japan melden neuen Raketentest Nordkoreas

TOKIO/SEOUL: Nordkorea hat nach südkoreanischen und japanischen Angaben erneut eine Rakete in Richtung offenes Meer abgefeuert. Wie die japanische Küstenwache und das südkoreanische Militär am Mittwochmorgen (Ortszeit) mitteilten, handelte es sich vermutlich um eine ballistische Rakete. Ballistische Raketen können - je nach Bauart - mit einem Atomsprengkopf bestückt werden. Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms internationalen Sanktionen. Starts und selbst Tests ballistischer Raketen jeglicher Reichweite sind dem abgeschotteten Land durch UN-Beschlüsse verboten. Die Führung in Pjöngjang setzt sich aber immer wieder über diese Verbote hinweg.

Nordkorea hatte erst vor wenigen Tagen nach Angaben des südkoreanischen Militärs etwa zehn Raketen in Richtung offenes Meer abgefeuert. Dabei handelte es sich demnach vermutlich um ballistische Raketen von kurzer Reichweite. Die Geschosse waren ins Meer zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan gefallen. Auch die am Mittwoch getestete Rakete ging nach Informationen der japanischen Regierung im Meer außerhalb der exklusiven Wirtschaftszone Japans nieder. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.


Polizei: Fünf Tote in Las Vegas - Schütze nimmt sich das Leben

LAS VEGAS: An zwei Tatorten in Las Vegas findet die Polizei die Leichen von fünf Schussopfern. Zudem stoßen sie auf ein verletztes Mädchen. Ein Tatverdächtiger nimmt sich nach Angaben der Polizei das Leben.

Bei einer Bluttat in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) sind nach Polizeiangaben fünf Menschen ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Schütze habe sich Stunden später das Leben genommen, als er von Beamten gestellt wurde, teilte die Polizeibehörde am Dienstag (Ortszeit) mit. Die Opfer, vier Frauen und ein Mann, seien Montagnacht in zwei Wohnungen im Norden von Las Vegas gefunden worden. Zudem stießen die Ermittler an einem der Tatorte auf ein 13-jähriges Mädchen, das mit einer Schussverletzung in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Der tatverdächtige Schütze war zunächst flüchtig. Am Dienstag wurde der 47-jährige Mann in Las Vegas gesichtet und von Beamten umzingelt. Laut Polizeibericht ignorierte er Aufforderungen, seine Waffe abzulegen. Er habe sich selbst das Leben genommen, hieß es.


Spanische Polizei rettet verirrten britischen Urlauber

TENERIFFA: Auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa sucht die Polizei seit Tagen nach einem vermissten 19-jährigen Briten. Der bleibt verschwunden, aber ein Landsmann hatte mehr Glück.

Die spanische Polizei hat bei der Suche nach einem auf Teneriffa vermissten 19-jährigen Briten einen Urlauber aus Schottland gerettet, der sich dort in den Bergen verlaufen hatte. Der Mann sei erschöpft aber ansonsten wohlbehalten in einer Schlucht gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher in Buenavista del Norte auf Anfrage am Dienstag. «Ihm geht es gut», betonte der Polizist.

Der Mann sei am Freitag zu einer Wanderung im Nordwesten der Insel vor der Westküste Afrikas aufgebrochen. Als er auch Stunden später nicht zum Startpunkt zurückgekehrt sei, hätten Bewohner des Ortes Los Carrizales die Polizei alarmiert. In derselben Region sucht die Polizei bereits seit Montag vergangener Woche nach dem 19-jährigen Jay Slater. Von ihm fehlte zunächst weiter jede Spur. Am Dienstag wurde eine Spezialeinheit der Guardia Civil aus Madrid entsandt, um die Suche zu intensivieren, wie die Pressestelle der Zivilgarde auf Anfrage mitteilte.


Die UN stellt jährlichen Weltdrogenbericht vor

WIEN: Die Vereinten Nationen stellen am Mittwoch die Trends auf dem weltweiten Markt für illegale Drogen vor.

In seinem jährlichen Bericht analysiert das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien nicht nur Anbau, Produktion und Handel mit verschiedenen Substanzen, sondern auch die Lage von Konsumenten und Suchtkranken. Jährlich sterben etwa 600.000 Menschen an den Folgen von Drogenkonsum, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mitteilte. Der Weltdrogenbericht wird am Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Drogenhandel veröffentlicht.


Oberster US-Gesundheitsbeamter erklärt Waffengewalt zur Krise

WASHINGTON: Der oberste Gesundheitsbeamte der USA hat die Waffengewalt in den USA zur Krise der öffentlichen Gesundheit erklärt. «Waffengewalt ist eine Krise der öffentlichen Gesundheit in den USA, die eine ernsthafte Gefahr für unsere Gesundheit und das Wohlergehen unseres Landes darstellt», sagte Vivek Murthy am Dienstag.

Rund 50.000 Menschen sterben in den USA nach Angaben der Gesundheitsbehörden jedes Jahr an Verletzungen, die durch - selbst oder von anderen ausgelöste - Waffen zugefügt wurden. Bei Kindern und Jugendlichen sind Verletzungen durch Waffen inzwischen die häufigste Todesursache.

Murthy empfiehlt, unter anderem mit mehr Geld für Forschung sowie strengeren Gesetzen für Kauf und Lagerung von Waffen gegenzusteuern. Der politische Widerstand dagegen war vor allem auf Seiten der Republikaner in den vergangenen Jahren allerdings immens.


Demonstranten stürmen Parlament

NAIROBI: Bei Protesten gegen ein neues Steuergesetz haben Demonstranten in der kenianischen Stadt Nariobi am Dienstag das Parlamentsgelände gestürmt. Polizeifahrzeuge wurden in Brand gesetzt, ebenso ein Teil des Parlamentgebäudes. Die Polizei des ostafrikanischen Landes setzte gegen die Demonstranten Tränengas, Wasserwerfer und auch scharfe Munition ein. Nach Angaben der kenianischen Menschenrechtskommission wurde ein Demonstrant tödlich getroffen, außerdem erlitten mindestens drei Menschen Schussverletzungen.

Mehrere hundert Menschen durchbrachen die Absperrungen rund um das Parlament. Fernsehbilder zeigten eingeworfene Fenster und Zerstörungen im Parlamentsgebäude. Im Parlament fand zu diesem Zeitpunkt die dritte Lesung des umstrittenen Steuergesetzes statt. Viele Menschen befürchten, dass durch das Gesetz die Lebenshaltungskosten weiter steigen. Auch die Kirchen und Geschäftsleute haben sich gegen das Gesetz ausgesprochen.

Die Proteste hatten ausgesprochen friedlich begonnen. Allerdings war die Stimmung nach dem harten Vorgehen der Polizei zunehmend aufgeheizt. Während der Stürmung des Parlaments verharrten hunderte von Demonstranten weiter friedlich außerhalb des Parlaments.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.