Neues aus dem Ausland am Dienstag

Foto: Rüegsegger
Foto: Rüegsegger

Sieben Tote bei Unfall - fünf Jugendliche unter Opfern

CHARTRES: Bei einem Autounfall in Frankreich sind fünf Jugendliche und zwei Senioren ums Leben gekommen.

Das Auto mit den 17- bis 19-Jährigen an Bord stieß frontal gegen zwei weitere Wagen und fing Feuer, teilte die örtliche Präfektur mit Sitz in Chartres südwestlich von Paris am späten Dienstagabend mit. Neben den Jugendlichen starben auch zwei Menschen im Alter von 80 und 85 Jahren. Zwei weitere Menschen kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Der Unfall ereignete sich am frühen Dienstagabend im südlich von Chartres gelegenen Bailleau-le-Pin.


Zweijährige verschluckt Cannabis und fällt in Koma

PAU: Eine Zweijährige ist in Frankreich zeitweise ins Koma gefallen, nachdem sie von ihren Eltern in einem Plastik-Ei verstecktes Cannabis verschluckt hat. Für die Fahrlässigkeit wurden die Eltern in Pau in Südfrankreich zu Geldstrafen von 500 und 1000 Euro verurteilt, wie die Zeitung «Le Parisien» am Dienstag unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft berichtete.

Das Mädchen war Ende Mai in der Garage auf das in der gelben Plastikverpackung eines Überraschungseis versteckte Cannabis gestoßen. Die Mutter hatte das schnell bemerkt und ein Cannabis-Stück aus dem Mund ihrer Tochter entfernt. Dennoch hatte das Kind von der Droge etwas verschluckt und wachte am kommenden Morgen nicht mehr auf. Das Mädchen lag mehrere Tage in einer Klinik im Koma, ehe es ihm wieder besser ging.


Lettlands Präsident Rinkevics besucht Grenze zu Russland

KARSAVA: Lettlands Staatspräsident Edgars Rinkevics hat sich am Dienstag über den Bau des Grenzzauns an der östlichen EU-Außengrenze seines Landes zu Russland informiert. In Militäruniform sah er sich mit Grenzschutz-Chef Guntis Pujats die Bauarbeiten in der Nähe von Karsava an. Rinkevics würdigte die Fortschritte bei der Errichtung der Barriere. Die Lage an der Grenze zu Russland bezeichnete Pujats als relativ ruhig.

Lettlands Ostgrenze zu Russland ist 283 Kilometer lang. Zur besseren Sicherung soll bis Ende 2025 ein mit Stacheldraht verstärkter Zaun errichtet werden. Nach Angaben des Grenzschutzes sind etwa 130 Kilometer davon fertiggestellt.

Rinkevics sagte, dass nach dem Zaunbau der Aufbau der militärischen Infrastruktur anstehe. Dabei gehe es nicht nur um Grenzsicherung, sondern auch um Verteidigung. Lettland und seine Nachbarn Estland und Litauen, die wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine um ihre Sicherheit besorgt sind, wollen ihre Grenzen zu Russland und dessen Verbündeten Belarus mit Verteidigungsanlagen und Bunkern gegen mögliche Angriffe sichern.


Proteste gegen geplante Steuererhöhungen

NAIROBI: Die Polizei ist in der kenianischen Hauptstadt Nairobi hart gegen Demonstranten vorgegangen, die am Dienstag gegen geplante massive Steuererhöhungen protestierten und versuchten, in die Nähe des Parlaments zu gelangen. Medienberichten zufolge wurden mehr als 200 Menschen vorläufig festgenommen. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Tränengas und Wasserwerfer gegen die gewaltfrei demonstrierenden Menschen ein.

Auch Journalisten und Rechtsanwälte wurden bei ihrer Arbeit angegriffen und verletzt. Ein Reporter wurde aus einem fahrenden Polizeifahrzeug gestoßen, mehrere eindeutig als Journalisten erkennbare Berichterstatter wurden vorübergehend festgenommen, wie der kenianische Medienrat berichtete.

Die Regierung kündigte am Nachmittag an, ein Teil der umstrittenen Steuererhöhungen wie 16 Prozent Mehrwertsteuer auf Brot sowie höhere Steuern für Lebensmittel wie Kartoffeln, Eier oder Zwiebeln würden gestrichen. Das Steuergesetz soll am kommenden Dienstag in dritter Lesung verabschiedet werden. Auch Unternehmen und Geschäftsleute hatten Einwände gegen das Gesetz geäußert, das die Lebenshaltungskosten in dem ostafrikanischen Land erheblich nach oben treiben könnte.


Haftstrafe für Uni-Professor wegen Spionage für Russland

TARTU: In Estland ist ein Ex-Professor der Universität Tartu wegen Spionage für Russland zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der russische Staatsbürger wurde am Dienstag von einem Gericht in Tallinn für schuldig befunden, im Interesse und im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes gegen die Republik Estland gehandelt zu haben. Demnach soll der Akademiker Informationen über die Innen-, Verteidigungs- und Sicherheitspolitik des baltischen EU- und Nato-Landes sowie damit verbundene Personen und Infrastruktur gesammelt haben.

Der Professor war im Januar von der estnischen Sicherheitspolizei festgesetzt worden und saß seitdem in Untersuchungshaft. Die Universität Tartu hatte das Arbeitsverhältnis mit dem Akademiker wegen der Spionage-Vorwürfe beendet. Der Wissenschaftler war seit 2010 an der Hochschule tätig. Nach Angaben der Sicherheitspolizei soll er für den russischen Militärgeheimdienst GRU spioniert haben.


Plastikabfälle brennen im Straßburger Hafen

STRAßBURG: Im Hafen der elsässischen Metropole Straßburg ist Rauch zu sehen. Der Brandort liegt nicht weit von der deutsch-französischen Grenze entfernt.

In einem Industriegebiet des Straßburger Hafens haben unweit der französisch-deutschen Grenze Plastikabfälle gebrannt. Wie die Präfektur in Straßburg am Dienstag berichtete, wurde das Feuer gegen 6.45 Uhr unter Kontrolle gebracht. Menschen wurden demnach nicht verletzt. Experten hätten keine besondere Umweltbelastung festgestellt.

Über die Ursache des Brandes gab es zunächst keine Angaben. Im Einsatz waren laut Präfektur 64 Feuerwehrleute. Im Gebiet des Straßburger Hafens gibt es zahlreiche Industriebetriebe. Die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland verläuft in der Rheinmitte.

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