Neues aus dem Ausland am Dienstag

Foto: Pixabay/Dan Novac
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Tsunami-Warnung auf den Philippinen nach Erdbeben in Taiwan

TAIPEH: Nach dem schweren Erdbeben vor der Ostküste Taiwans haben nach Japan auch die Philippinen eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Es würden hohe Tsunami-Wellen erwartet, die stundenlang andauern könnten, teilte das nationale Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) am Mittwoch mit. Menschen in mehreren Provinzen des Inselstaates wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und die Küstenregionen zu verlassen. Boote sollten festgemacht werden, während solche, die sich bereits auf hoher See befänden, dort bleiben und nicht in Richtung Ufer fahren sollten, hieß es.

Zuvor hatte in der ostasiatischen Inselrepublik Taiwan am Morgen (Ortszeit) die Erde mit Stärken über 7,0 gebebt. Taiwans Wetterbehörde registrierte südöstlich der Küste bei Hualien in einer Tiefe von 15,5 Kilometern eine Bebenstärke von 7,2. Die Erdbebenwarte in den USA (USGS) gab eine Stärke von 7,4 in dem Gebiet an.


Berichte über Verletzte nach schwerem Erdbeben auf Taiwan

TAIPEH: In Taiwan sind Erdbeben für die die Menschen nichts Neues. Doch am Mittwoch wackelten Gebäude und der Boden wie schon lange nicht mehr.

Bei dem schweren Erdbeben vor der Ostküste Taiwans sind laut lokalen Medienberichten Menschen verletzt und Häuser schwer beschädigt worden. Im nördlich gelegenen Neu-Taipeh stürzte ein Lagerhaus ein und verletzte dabei drei Menschen, wie mehrere Medien am Mittwoch berichteten. Zuvor hatte in der ostasiatischen Inselrepublik Taiwan am Morgen (Ortszeit) die Erde mit Stärken über 7,0 gebebt. Taiwans Wetterbehörde registrierte südöstlich der Küste bei Hualien in einer Tiefe von 15,5 Kilometern eine Bebenstärke von 7,2. Die Erdbebenwarte in den USA (USGS) gab eine Stärke von 7,4 in dem Gebiet an.

Auch aus anderen Teilen des Landes wurden Schäden gemeldet. Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen und Premier Chen Chien-jen wurden am Vormittag in der zentralen Notfall-Leitstelle in Neu-Taipeh, das die Hauptstadt Taipeh umgibt, erwartet. Taiwans wichtiger Halbleiter-Hersteller TSMC hielt die Produktion an, wie die Behörde des Industrieparks der Stadt Hsinchu mitteilte. Die Firma evakuierte laut Berichten Arbeiter während des Bebens aus der Produktion. Gegenwärtig überprüfe die Firma den Zustand der Maschinen.


Schweres Erdbeben vor Küsten Taiwans

TAIPEH: Taiwan liegt in einem erdbebengefährdeten Gebiet. Nun wurde die Insel erneut erschüttert. Das Ereignis ließ Erinnerungen an ein schweres Beben vor fast 25 Jahren wach werden.

Die ostasiatische Inselrepublik Taiwan ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Wie die taiwanische Wetterbehörde mitteilte, hatte das Beben am Mittwochmorgen eine Stärke von 7,2. Das Epizentrum lag südöstlich der osttaiwanischen Insel Hualien. Laut Augenzeugen war das Beben auch in der Taiwanischen Hauptstadt Taipei deutlich zu spüren. In Japan löste die Erschütterung vor Taiwan eine Warnung vor einem drei Meter hohen Tsunami für nahegelegene Inseln der südwestjapanischen Präfektur Okinawa aus. Die Bewohner der betroffenen Inseln wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Zuletzt wurde Taiwan im September 1999 von einem Beben der Stärke 7,3 getroffen. Damals kamen mehr als 2400 Menschen ums Leben. Taiwan liegt in einer erdbebengefährdeten Zone auf der Grenze der eurasischen Platte und der philippinischen Meeresplatte.


Schätzung: 18,5 Milliarden Dollar Sachschaden im Gazastreifen

WASHINGTON: Der Gaza-Krieg hat einer Schätzung der Weltbank und der Vereinten Nationen zufolge in dem abgeriegelten Küstenstreifen einen Sachschaden in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht. Die Institutionen bezifferten den Schaden an der kritischen Infrastruktur im Gazastreifen mit rund 18,5 Milliarden US-Dollar (rund 17,2 Milliarden Euro), wie aus einem am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Bericht hervorgeht. Dies entspricht den Angaben zufolge 97 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Gazastreifen und Westjordanland im Jahr 2022. In dem Bericht erfasst worden seien Schäden, die zwischen Oktober 2023 und Ende Januar 2024 entstanden seien, hieß es.

Dem Bericht zufolge machten Schäden an Wohngebäuden 72 Prozent des Gesamtschadens aus. Knapp zehn Prozent der Schäden betrafen demnach Nichtwohngebäude und knapp 20 Prozent die Infrastruktur wie Straßen oder Strom- und Wasserversorgung. Die Zerstörungen hätten in dem Zeitraum schätzungsweise 26 Millionen Tonnen Schutt und Trümmer hinterlassen, deren Beseitigung noch Jahre dauern dürfte.

Der Bericht befasst sich auch mit den Auswirkungen auf die Menschen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Gazastreifens stehe «am Rande einer Hungersnot» und die gesamte Bevölkerung leide unter akuter Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung. Mehr als eine Million Menschen seien obdachlos, 75 Prozent der Bevölkerung seien vertrieben worden. Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen treffe der Krieg am schlimmsten.


Estland und Litauen unterstützen Rutte als Nato-Generalsekretär

TALLINN/VILNIUS: Estland und Litauen unterstützen den niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte als Kandidat für den Posten als Nato-Generalsekretär. «Nach gründlichen Gesprächen haben wir Gewissheit erhalten, dass Mark Rutte bereit ist, Maßnahmen zur Stärkung des Bündnisses zu ergreifen, und dass Estland seine Ambitionen unterstützen kann», teilte das Außenministerium in Tallinn am Dienstag mit. Auch Regierungschefin Kaja Kallas, die selbst als mögliche Nachfolgerin des scheidenden Generalsekretärs Jens Stoltenberg im Gespräch war, drückte ihre Zustimmung für Rutte aus - gegen ihn hatte es in dem Baltenstaat zuvor Vorbehalte gegeben.

Litauen befürwortet ebenfalls die Kandidatur von Rutte. Der Niederländer gehöre zu den Politikern, die die Bedrohung durch Russland schon früh erkannten und der seine Haltung gegenüber Russland radikal veränderte, sagte Staatspräsident Gitanas Nauseda nach einem Treffen mit Rutte in Vilnius. Auch sei der 57-Jährige besonders sensibel und verständnisvoll gegenüber den Bedrohungen der Nato-Ostflanke.

Um zum Nato-Generalsekretär ernannt zu werden, benötigt Rutte die Zustimmung aller 32 Mitglieder des Bündnisses. Nach Angaben aus Bündniskreisen könnte er mittlerweile die Unterstützung von 28 Bündnisstaaten haben - unter anderem Ungarn und Rumänien gelten nicht als Unterstützer des Niederländers, dessen Kandidatur vor allem von Deutschland, Großbritannien und den USA unterstützt wird. Auch Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis bewirbt sich um den Nato-Chefposten.


Geiseldrama in Niederlanden: Verdächtiger psychisch auffällig

EDE: Der mutmaßliche Täter des Geiseldramas im niederländischen Ede war wegen Bedrohung vorbestraft und musste sich psychiatrisch behandeln lassen. Das teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Der 28 Jahre alte Mann war dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Untersuchungshaft wurde verlängert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird er nun auf seine Zurechnungsfähigkeit untersucht.

Der Verdächtige war demnach im Dezember zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt worden, von der drei Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zusätzlich wurde er zur Behandlung in einer psychiatrischen Klinik verpflichtet.

Der Mann war am Samstag in Ede nahe der deutschen Grenze festgenommen worden, nachdem er mehr als sieben Stunden lang vier Menschen in einer Kneipe als Geiseln genommen hatte. Er soll die Menschen mit Messern bedroht haben. Die Geiselnahme hatte einen Großeinsatz der Polizei zur Folge. Hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht und das Zentrum der Stadt für Stunden abgeriegelt.


Zahl der Braunbären in französischen Pyrenäen steigt

PARIS: Die Zahl der Braunbären in den Pyrenäen in Frankreich steigt. Gestützt auf Sichtungen und weitere Spuren geht das Braunbären-Netzwerk der französischen Behörde für Biodiversität (OFB) für 2023 von einem Bestand von 83 Bären aus. Im Vorjahr waren es noch 74 bis 76 Bären, wie das Netzwerk am Dienstag mitteilte. 16 Bärenjunge wurden demnach 2023 geboren. 1995 waren die Bären in den Bergen an der Grenze zu Spanien fast verschwunden. Seitdem hat ihr Bestand langsam wieder zugenommen und wächst seit 2006 um etwa zehn Prozent pro Jahr. Vergrößert hat sich im Laufe der Jahre auch das Verbreitungsgebiet der Braunbären in den Pyrenäen.

Allerdings bereiten die Bären Tierhaltern und Landwirten Probleme. Im vergangenen Jahr gab es im französischen Teil der Pyrenäen 349 Angriffe von Braunbären, bei denen 552 Nutztiere getötet oder verletzt wurden. Das war ein leichter Anstieg der Zahl von Angriffen im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Zahl der getöteten Tiere nach Behördenangaben rückläufig war. Um die Bären zu verjagen, dürfen Tierhalter notfalls Gummigeschosse einsetzen, wenn Schreckschuss- oder Leuchtmunition nicht ausreichen. Voraussetzung dafür ist, dass die Landwirte alle vorgesehenen Maßnahmen zum Schutz ihrer Herden bereits getroffen haben.


Senegals neuer Präsident wenige Tage nach Überraschungssieg vereidigt

DAKAR: Mehr als eine Woche nach seinem spektakulären Wahlsieg hat im Senegal der frühere Oppositionelle Bassirou Diomaye Faye sein Amt als Präsident angetreten. Der 44-Jährige leistete am Dienstag seinen Eid für eine fünfjährige Amtszeit, nachdem er anderthalb Wochen zuvor mit einer deutlichen Mehrheit von 54,28 Prozent zum Staatschef des westafrikanischen Küstenstaats mit rund 18 Millionen Einwohnern gewählt worden war. Faye löst den seit 2012 amtierenden Präsident Macky Sall ab. Um Salls Nachfolge und seinen Umgang mit der Opposition entbrannte jahrelang immer wieder Gewalt in dem Land, das als eine der stabilsten Demokratien Afrikas gilt. Regierungskandidat Amadou Ba erzielte nur 35,79 Prozent und gestand am Tag nach der Wahl seine Niederlage ein.

Faye ist der fünfte und jüngste Präsident des Landes, das seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1960 drei friedliche Machtwechsel erlebt hat. Seiner Amtseinführung wohnten neben mehreren Staatschefs und Regierungsvertretern aus der Region auch seine beiden Ehefrauen Marie Khone Faye und Absa Faye bei. Er ist der erste Präsident, der in einer bei der überwiegend muslimischen Bevölkerung des Senegal weit verbreiteten Mehrfachehe lebt. Der bis vor Monaten kaum bekannte Faye war als Ersatzkandidat für den vor allem bei der Jugend beliebten Oppositionsführer Ousmane Sonko angetreten und wurde erst zehn Tage vor der Wahl aus dem Gefängnis entlassen. Davor saß er elf Monate in Haft wegen eines Facebook-Beitrags, in dem er die Justiz kritisiert hatte.

Im Wahlkampf versprach der ehemalige Steuerinspektor und Gewerkschaftsführer, Korruption zu bekämpfen, Institutionen zu reformieren und das Land von Abhängigkeiten zu befreien. Für Aufsehen sorgten Ankündigungen, sich für eine Reform der von Ex-Kolonialmacht Frankreich dominierten Regionalwährung FCFA einzusetzen und die Verträge zu der in diesem Jahr beginnenden Förderung von Öl und Gas neu zu verhandeln. Zentrale Aufgabe wird die Schaffung von Jobs für Hunderttausende junge Menschen sein, die jährlich auf den Arbeitsmarkt drängen.


Zahl der Toten nach Brand in Istanbuler Nachtclub steigt auf 29

ISTANBUL: Die Zahl der Toten nach einem Feuer in den Räumen eines Nachtclubs in Istanbul ist auf mindestens 29 gestiegen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag unter Berufung auf das Istanbuler Gouverneursamt. Eine Person werde schwer verletzt in einem Krankenhaus behandelt.

Der Brand war dem Gouverneursamt zufolge in den Mittagsstunden in den unteren Etagen eines 16-stöckigen Wohnhauses ausgebrochen, die als Nachtclub genutzt würden. Der genaue Grund blieb unklar, das Feuer könnte aber bei Reparaturarbeiten ausgelöst worden sein, hieß es. Fünf Menschen seien bereits festgenommen worden, berichtete der Sender CNN Türk ohne weitere Details anzugeben. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen eingeleitet.

Das Gebäude befindet sich im Istanbuler Stadtteil Besiktas. Polizei und Feuerwehr sperrten das Gebiet weiträumig ab.


Ägyptischer Präsident Al-Sisi für dritte Amtszeit vereidigt

KAIRO: In Ägypten ist Präsident Abdel Fattah al-Sisi am Dienstag für eine dritte Amtszeit vereidigt worden. In einer Ansprache im Parlament versprach er, Reformen umzusetzen und dem «Schutz der nationalen Sicherheit Ägyptens in einem turbulenten regionalen und internationalen Umfeld» Priorität einzuräumen.

Bei der Präsidentenwahl in Ägypten Ende Dezember war Al-Sisi mit großer Mehrheit wiedergewählt worden und kann damit mindestens bis zum Jahr 2030 im Amt bleiben. Der 69-Jährige war nach einem Militärputsch im Jahr 2013 an die Macht gekommen und regiert das Land seitdem mit harter Hand. Nach Einschätzung von Kritikern gab es seit seiner Machtübernahme keine freie Wahl mehr im Land, die Opposition wurde nahezu komplett erstickt.


Nach Kommunalwahl in der Türkei: EU strebt engere Zusammenarbeit an

BRÜSSEL: Nach den Kommunalwahlen in der Türkei will die Europäische Union enger mit der Türkei an Reformen arbeiten, die das Land und die EU näher zusammenbringen können. Bei einer solchen Zusammenarbeit müssten Werte wie Grundrechte und Demokratie im Mittelpunkt stehen, sagte ein Sprecher des Europäischen Auswärtigen Dienstes am Dienstag in Brüssel. Insgesamt seien die Kommunalwahlen gut organisiert gewesen. In Anbetracht der hohen Beteiligung bei der Abstimmung begrüße die EU das starke Engagement der türkischen Bürger. Die Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union waren in den vergangenen Jahren nicht immer einfach. So wurde die Türkei etwa 1999 EU-Kandidat - aber eine Mitgliedschaft liegt derzeit in weiter Ferne.

EU-Chefdiplomat Josep Borrell hatte am Montag auf X (früher Twitter) geschrieben, die ruhige und professionelle Durchführung der Kommunalwahlen ehre die Türkei. Bei der Abstimmung am Wochenende hatte die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Niederlage erlitten und ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren. Erstmals seit ihrer Gründung 2002 wurde sie bei einer Wahl nur zweitstärkste Kraft im Land.


Acht Tote bei mutmaßlicher Schlepperfahrt mit Migranten

TIRANA: Bei einem Unfall mit einem mutmaßlichen Schlepperfahrzeug sind im Südosten Albaniens acht Menschen ums Leben gekommen.

Das Auto sei am frühen Dienstagmorgen von einer höher gelegenen Straße auf das Flussbett der Vjosa gestürzt, teilte die albanische Polizei mit. Der Fahrer habe die Kontrolle über den Wagen verloren, hieß es. Die sieben Mitfahrer beschrieb die Polizei als «Bürger aus Drittstaaten». Es wird vermutet, dass es sich bei ihnen um Flüchtlinge und Migranten handelte. Der Fahrer war den Angaben nach ein Albaner. Das südosteuropäische Land liegt auf einem der Nebenzweige der sogenannten Balkanroute, über die Menschen auf irreguläre Weise aus Asien nach Westeuropa gelangen.


Knochen von Émile gefunden: Suche geht weiter

LE VERNET: Im Fall des im Sommer verschwundenen zweijährigen Émile in Frankreich geht die Suche nach Spuren drei Tage nach dem Fund von Knochen des Jungen weiter. Wie es von der Gendarmerie am Dienstag hieß, sind noch immer etwa 100 Einsatzkräfte rund um die Fundstelle nahe dem südfranzösischen Bergdorf Le Vernet vor Ort. Nähere Details auch zu eventuellen weiteren Funden nannte ein Sprecher nicht. Am Abend wollte sich die zuständige Staatsanwaltschaft Aix-en-Provence zu dem Fall zu Wort melden.

Am Wochenende waren in der Nähe des Dorfes Knochen entdeckt worden - laut Gen-Analyse seien es die Gebeine des seit knapp neun Monaten vermissten Émile, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Medien schrieben, gefunden worden sei der Schädel des Kindes.

Der zweieinhalb Jahre alte Junge war bei seinen Großeltern in Le Vernet im Urlaub gewesen, als diese ihn am 8. Juli gegen Abend aus dem Blick verloren hatten. Zwei Zeugen hatten ausgesagt, gesehen zu haben, wie das Kind eine Straße herunterlief. Die Fahnder ermitteln wegen Entführung und Freiheitsberaubung, schlossen aber auch einen Unfall nicht aus.


Zypern zu Migration: Aufnahmekapazität am Limit

NIKOSIA: Nach zahlreichen Ankünften von Bootsflüchtlingen in den vergangenen Tagen hat in der EU-Inselrepublik Zypern am Dienstag der Nationale Sicherheitsrat zum Thema Migration getagt. «Angesichts der Geschwindigkeit der Ankünfte sind wir am Limit», sagte ein Regierungssprecher zyprischen Medien im Anschluss an die Sitzung.

Seit Sonntag waren im Meer östlich der Insel insgesamt 476 Migranten in zehn Booten von der zyprischen Küstenwache gerettet worden, wie die Zeitung «Cyprus Times» berichtete. Die meisten der Menschen stammten aus Syrien, die Boote stachen vom Libanon aus in See. Zypern sei das dem Libanon am nächsten gelegene EU-Land - die Migration von dort müsse gemeinsam mit der EU gebündelt koordiniert werden, um bewältigt werden zu können, sagte der Regierungssprecher. Man sei bereits mit dem Libanon im Gespräch und werde weitere Kontakte mit den dortigen Behörden knüpfen, um die Überfahrten zu stoppen.

Gemessen an der Bevölkerungsgröße verzeichnete Zypern laut EU-Statistik in den vergangenen Jahren bei weitem die meisten Asylanträge pro Jahr im Vergleich zu anderen EU-Staaten. Laut der Statistik des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind seit Jahresbeginn 2675 Migranten auf Zypern angekommen, also im Schnitt rund 30 Menschen pro Tag - zuzüglich der seit Sonntag angereisten 476 Menschen.


Viertes Todesopfer bei Busunfall auf A9 bei Leipzig identifiziert

LEIPZIG: Vier Frauen starben bei dem schweren Busunfall nahe Leipzig. Jetzt steht auch die Identität des vierten Opfers fest.

Knapp eine Woche nach dem schweren Busunfall auf der A9 bei Leipzig steht auch die Identität des vierten Todesopfers fest. Es handelt sich um eine 43 Jahre alte Frau aus der Ukraine, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz, am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Der Doppeldecker-Flixbus mit 54 Menschen an Bord war am vergangenen Mittwoch auf der Autobahn 9 von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gestürzt. Vier Frauen starben, darunter eine 47-jährige Polin, eine 20-jährige Indonesierin mit Wohnsitz in Berlin sowie eine 19-Jährige aus Bayern. 30 weitere Menschen waren zum Teil schwer verletzt worden.

Gegen den Busfahrer ermittelt die Staatsanwaltschaft. Dem 62-Jährigen werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Ob der Mann schon vernommen wurde, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. Auch zur Unfallursache konnte er noch keine konkreteren Angaben machen. «Es wird alles auf den Kopf gestellt», sagte Schulz. Gegenstand der Ermittlungen werde auch sein, ob die Reisenden in dem Bus angeschnallt waren.


Schüsse in finnischer Schule - mindestens drei Kinder verletzt

VANTAA: Bei dem Vorfall an einer Grundschule in der finnischen Stadt Vantaa nördlich von Helsinki sind mindestens drei Kinder verletzt worden.

Das teilte die finnische Polizei mit. Dort waren am Morgen Schüsse gefallen. Der Vorfall werde vor Ort weiter untersucht. Details gab es noch nicht. Ein mutmaßlicher Täter wurde nach Angaben der Polizei festgenommen. Auch dieser sei noch minderjährig. Die Öffentlichkeit wurde aufgefordert, sich von dem Gebiet fernzuhalten.


CTS Eventim will Festival- und Ticket-Geschäft von Vivendi übernehmen

MÜNCHEN: Der Konzertveranstalter CTS Eventim will das Festival- und internationale Ticket-Geschäft des französischen Medien- und Mischkonzerns Vivendi kaufen. Eine entsprechende Vereinbarung über eine Kaufoption sei geschlossen worden, teilte CTS Eventim am Dienstag in München mit. Das Management des MDax-Unternehmens zeigte sich zuversichtlich, das Vorhaben «in den kommenden Monaten» abzuschließen. Angaben zum Kaufpreis machten die Unternehmen nicht.

Insgesamt erzielten die zum Verkauf stehenden Vivendi-Geschäftsbereiche den Angaben nach im vergangenen Jahr einen Umsatz von 137 Millionen Euro. Der größte Teil davon entfällt auf das Ticket-Geschäft unter der Marke See Tickets. Sie ist demnach der zweitgrößte Eintrittskartenvertreiber in Großbritannien und auch in anderen europäischen Ländern aktiv.

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