Neue Standorte für Kohlekraftwerke gesucht

Zwei Protestler lesen einen Zettel der Polizei, der über das Versammlungsverbot am Regierungssitz informiert. Foto: The Nation
Zwei Protestler lesen einen Zettel der Polizei, der über das Versammlungsverbot am Regierungssitz informiert. Foto: The Nation

THAILAND: Nachdem die Regierung wegen anhaltender Bürgerproteste den Start für die beiden Kohlekraftwerke in Krabi und Songkhla um drei Jahre verschoben hat, soll der Stromdienstleister Electricity Generating Authority of Thailand (EGAT) neue Standorte suchen.

Das hat Energieminister Siri Jirapongphan angeordnet. Der Minister hält den Bau von Kohlekraftwerke für die Stromgewinnung weiter für notwendig, kann sich aber alternative Standorte vorstellen. Sie müssten nicht im Süden des Landes liegen. Der Masterplan zur nationalen Energieerzeugung für die Jahre 2015 und 2036 sieht die Errichtung von zwei Kohlekraftwerken vor. Während andere Länder den Ausstieg aus den Dreckschleudern planen, hält Thailand trotz heftiger Protest an dem Einsatz von Kohle für die Stromgewinnung fest.

Die seit fast zwei Wochen am Regierungssitz in Bangkok demonstrierenden Gegner der beiden in Krabi und Songkhla geplanten Kohlekraftwerke wollen ihren Protest so lange fortsetzen, bis Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha die Pläne für die Kraftwerke endgültig stoppt.

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Leserkommentare

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Alexander Thiele 13.02.18 08:59
Anstatt auf mittelalterliche Technik zu setzen wäre es sinnvoll die in Thailand ausrechend zur Verfügung stehende Sonne als Energiequelle zu nutzen.
Ingo Kerp 12.02.18 16:23
Das die bisherigen Bewohner der ursprünglichen Gebiete für die Kohlekraftwerke abgelehnt haben, ist mehr als vertändlich. Wer will schon in einer Kohlendioxyd geschwängerten Luft leben? Es gibt einfach zuviele Alternativen zu Kohlekraftwerken, deren Energienutzung bei lediglich 30 - 40 % liegt.
rene amiguet 12.02.18 14:05
Kohlekraftwerke
Die der Pläne für den Bau neuer Kohlenkraftwerke wollen also unbedingt doch noch durchgesetzt werden. Dies zeugt wahrhaftig von der Ignoranz in Bezug auf die Bevölkerung vonwegen Luftverschmutzung (siehe Lampang) und den klimatischen Veränderungen weltweit. Dies in einem Land mit enorm viel Sonnenschein und genügend Landreserven um die Sonne zu nutzen. Anm. d. Redaktion: Unangemessener Inhalt entfernt.