Neue Grenzwerte für Drogenbesitz

Foto: National News Bureau Of Thailand
Foto: National News Bureau Of Thailand

BANGKOK: Das Ministerium für öffentliche Gesundheit hat eine neue Maßnahme zur Festlegung von Grenzwerten für den Besitz verschiedener illegaler Drogen eingeführt, nach der Personen als Drogenkonsumenten und nicht als Drogenhändler oder -dealer eingestuft werden, um harte gesetzliche Strafen zu vermeiden.

Die Verordnung, die am 9. Februar 2024 in der „Royal Gazette“ angekündigt und von Gesundheitsminister Dr. Cholnan Srikaew unterzeichnet wurde, zielt darauf ab, zwischen persönlichem Gebrauch und Drogenhandel zu unterscheiden.

Nach den Leitlinien wird der Besitz von beispielsweise bis zu fünf Methamphetamin-Pillen oder 500 Milligramm als Drogenkonsum eingestuft, bei dem das Gesetz davon ausgeht, dass er die Drogen für den Eigenverbrauch bestimmt. Solche Personen werden ermutigt, sich einer Rehabilitationsmaßnahme zu unterziehen, anstatt ins Gefängnis zu gehen.

Die Maßnahme, die das Ergebnis einer öffentlichen Anhörung und der anschließenden Zustimmung des Kabinetts ist, legt auch Grenzwerte für andere Substanzen fest. Dazu gehören bis zu fünf Einheiten oder 1.250 mg für MDEA, 300 mg für Heroin, 100 mg für LSD, 1.250 mg für Ecstasy, 200 mg für Kokain, 5.000 mg für Opium, 30 ml für Cannabisextrakte mit mehr als 0,2 Prozent THC und 500 mg für Ketamin.

Die Strafverfolgungsbehörden sind angewiesen, diese Grenzwerte als Leitlinien für die Strafverfolgung zu verwenden, wobei der Schwerpunkt bei denjenigen, die die Kriterien erfüllen, auf der Rehabilitation liegt. Um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden, müssen sich die Straftäter bereit erklären, an einem Drogenentzugsprogramm teilzunehmen, dieses zufriedenstellend abzuschließen und sich dies bescheinigen zu lassen.

Trotz dieser neuen Obergrenzen sagte der Kommissar des Büros für Drogenbekämpfung, Generalleutnant Kirisak Tantinwachai, dass der Besitz kleiner Mengen von Drogen immer noch zu schweren Strafen führen kann, wenn es Beweise für die Absicht gibt, mit ihnen zu handeln oder sie zu exportieren, und wies darauf hin, dass die Verordnung keine milde Haltung gegenüber Drogendelikten bedeutet.

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Norbert Schettler 12.02.24 21:04
Helmut Ham/andre stecher
Sie reden aneinander vorbei, der eine Von D, der andere von TH.
Ob die Gesetze Cannabis betreffend hier in TH zurückgenommen werden ist auch noch nicht sicher, wobei das konsumieren in der Öffentlichkeit noch nie legal war und das ist auch gut so.
In obigem Bericht geht es allerdings hauptsächlich um diese scheiß Pillen und andere harte Sachen.
Helmut Ham 12.02.24 19:29
Cannabis
Die Cannabis-Legalisierung in Deutschland kommt! Ab dem 1. April 2024 soll Cannabis in Deutschland als Genussmittel frei zu kaufen und zu konsumieren sein. Jedenfalls habe ich grade mit Scholz telefoniert, bis zu 25 Gramm sollen frei zu kaufen sein Herr andre stecher. Zum 1. Juli 2024 sollen dann Cannabis-Clubs zum gemeinsamen Anbau möglich werden. Ampel-Fraktionen sind sich über Cannabis-Gesetz einig. So die Süd west Presse am 2.2.2024
Ich 12.02.24 19:28
Richtig so. Entkriminalisierung entlastet die Gerichte. Da ich weder Alkohol trinke oder sonstige Substanzen zu mir nehme unterstütze ich das.
andre stecher 12.02.24 12:00
Falsch
@Helmut Ham die Gesetze werden wieder zurückgenommen,was auch richtig ist.Und es eben nicht legal Canabis in der Öffentlichkeit zu konsumieren.
Helmut Ham 11.02.24 23:29
Drogenbesitz
In Deutschland wurden die Verfahren meist eingestellt wenn man nicht mehr als 6 Gramm Haschisch mitgeführt hat. Es gibt auch Länder wo 10 Gramm noch erlaubt sind. Jetzt wird das Zeug legal gemacht und die Menge angehoben. Cannabis wird nun auch für medinensische Zwecke erlaubt. Ab März soll es soweit sein.
Hans-Jürgen Thomas Kirchner 11.02.24 13:00
Ob das was bringt?
Das hat man in D vor vielen Jahren auch eingeführt. Den Besitz einer geringen Menge. Also hatten die Dealer meistens nur diese geringe Menge bei sich und sind mehrmals an ihren Bunker gegangen, um Nachschub zu holen.