Netanjahu hält am 24. Juli Rede vor US-Kongress zum Gaza-Krieg

Israelischer Premierminister Benjamin Netanjahu nimmt an einer Kabinettssitzung im Bible Lands Museum in Jerusalem teil. Foto: epa/Gil Cohen-magen
Israelischer Premierminister Benjamin Netanjahu nimmt an einer Kabinettssitzung im Bible Lands Museum in Jerusalem teil. Foto: epa/Gil Cohen-magen

WASHINGTON: Die Idee des Republikaners Mike Johnson kam schon im März auf, Ende Mai folgte die Einladung. Nun gibt es einen Termin für die Rede des israelischen Regierungschefs zum Gaza-Krieg.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird am 24. Juli vor beiden Kammern des US-Kongresses eine Rede zum Vorgehen Israels im Gazastreifen nach den Angriffen der Hamas vom 7. Oktober halten. Diesen Termin gaben der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, und der Minderheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, gemeinsam am Donnerstag (Ortszeit) bekannt, wie Johnson in einem Post auf der Plattform X schrieb.

Auch der Mehrheitsführer im US-Senat, der Demokrat Chuck Schumer, der laut US-Medien Netanjahu einmal als «Hindernis für Frieden» bezeichnete, schloss sich der Einladung zum 24. Juli an, wie er separat mitteilte.

Bereits Anfang Juni hatte Netanjahu die Einladung beider Parteien angenommen, eine Rede vor einer gemeinsamen Sitzung beider Kammern des US-Kongresses zu halten. Ein Termin wurde damals aber noch nicht genannt. «Ich bin sehr bewegt, das Privileg zu haben, Israel vor beiden Häusern des Kongresses zu vertreten und den Vertretern des US-Volkes und der ganzen Welt die Wahrheit zu sagen über unseren gerechten Krieg gegen diejenigen, die uns vernichten wollen», sagte Netanjahu in einer Erklärung, die der US-Sender ABC zitierte.

«Ich habe klare und tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten mit dem Ministerpräsidenten, die ich sowohl privat als auch öffentlich zum Ausdruck gebracht habe und auch weiterhin zum Ausdruck bringen werde», schrieb Schumer am Donnerstag in seiner Mitteilung. «Da aber die Beziehung der USA zu Israel eisern ist und über eine Person oder einen Regierungschef hinausgeht, habe ich mich der Bitte angeschlossen, ihn sprechen zu lassen.»

Zwischen Demokraten und Republikanern in den USA gibt es große Spannungen wegen unterschiedlicher Haltungen zum Gaza-Krieg und der Kriegsführung Netanjahus. Seine Rede werde die Demokraten wahrscheinlich weiter spalten, schrieb ABC. Einige der Demokraten hätten bereits gesagt, nicht anwesend sein zu wollen. Johnson, ein entschiedener Unterstützer des israelischen Ministerpräsidenten, hatte erstmals im März die Idee aufgebracht, Netanjahu in den US-Kongress einzuladen.

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