Swisscom-Führung nach Pannenserie unter Druck

Ein mit einer Drohne aufgenommenes Bild zeigt einen 128 Meter hohen Fernmelde- und Sendemast der Swisscom. Foto: epa/Valentin Flauraud
Ein mit einer Drohne aufgenommenes Bild zeigt einen 128 Meter hohen Fernmelde- und Sendemast der Swisscom. Foto: epa/Valentin Flauraud

BERN: Nach einer Pannenserie muss die halbstaatliche Schweizer Telekomfirma Swisscom im Parlament Rede und Antwort stehen. Am Dienstag waren erneut die Fest- und Mobiltelefonie des größten Schweizer Anbieters und teilweise der Notfallnummern über drei Stunden ausgefallen. Es war die vierte Panne in fünf Monaten. «Wir erwarten, dass die Swisscom ... Transparenz schafft über die Ursachen dieser Pannenserie», sagte der Vorsitzende der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, Jon Pult, am Mittwoch dem Radiosender SRF.

Die Ursachen stünden fest, sagte eine Swisscom-Sprecherin am Mittwoch: nach Erneuerungsarbeiten am Mobilfunksystem habe ein «unerwartetes Softwareverhalten» zu einer Überlastung der Mobiltelefonie geführt. «Wir werden der Politik die Fakten und Hintergründe der Störung darlegen und was wir unternommen haben, um solche Ausfälle in Zukunft zu vermeiden», sagte sie. Das Bundesamt für Kommunikation untersucht die Pannenserie auch.

Die Kommission wolle wissen, ob es bei der Swisscom strukturelle Probleme gebe, sagte Pult. Es müsse ein stabileres, sichereres Netz zur Verfügung stehen. Der Bund hält 51 Prozent der Swisscom-Anteile.

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