Nakhon Ratchasima leidet unter anhaltender Dürre

Die Dämme in Nakhon Ratchasima stehen kurz vor dem Austrocknen. Archivbild: The Nation
Die Dämme in Nakhon Ratchasima stehen kurz vor dem Austrocknen. Archivbild: The Nation

NAKHON RATCHASIMA: Das Bewässerungsamt von Nakhon Ratchasima bereitet die Befüllung mittelgroßer Dämme mit Wasser aus anderen Reservoiren vor, die mit lediglich 0,3 Prozent ihrer Kapazität einen kritisch niedrigen Pegel aufweisen.

Das Büro sagte jedoch, es müsse auf Regen warten, um zuerst den größeren Damm zu füllen. Gemäß der Behörde ist der Wasserstand in den Stauseen in den unter anhaltender Dürre leidenden Isaan-Provinzen nach den jüngsten Stürmen nur leicht gestiegen.

Während andere Landesteile im Nordosten unter Hochwasser leiden, sind die Auswirkungen der langanhaltenden Trockenperiode in Nakhon Ratchasima gravierend: Vier große Stauseen haben nur einen geringen Anteil an nutzbarem Wasser und verkümmern zu schlammigen Rinnsalen. Der derzeitige Wasserstand liegt bei nur noch 294,04 Millionen Kubikmetern oder 33,21 Prozent der Gesamtkapazität aller großen Stauseen, während der nutzbare Wasserstand bei 256,60 Kubikmetern oder 30,26 Prozent liegt.

Auf der Suche nach einer Lösung plant das Bewässerungsamt, im Oktober Wasser aus dem Chi-Fluss zu pumpen, um das Becken vom Ban-Huai-Takhro-Reservoir zu füllen. Für den Stausee Nong Kok wird derzeit ein Kanal ausgebaggert und gereinigt, um ihn mit Wasser aus dem Becken der Region Lam Chiang zu füllen. Vorausgesetzt es gibt Regen. Denn bisher sei die Fließgeschwindigkeit zu niedrig, um Wasser umzuleiten, so die Behörde.

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Henning Bensch 19.09.19 23:49
TACHLEES !! Ein hausgemachtes Problem....
Meine Frau und ich kommen aus SonGenoen und Umgebung, die Eltern betireben früher Landwirtschaft im großen Stil. - Mein Frau erinnert sich noch gut als Kind, wie es früher vor annähernd 60 Jahren i.d. Region um Korrat aussah, nämlich: Mit sehr viel WALD war die ganze Gegend besiedelt! Es herrschte dadurch ein Microklima, dass etwas morgens regelmäßig den Tau hervorbrachte! - Dann geschah Schreckliches, die Profitgier griff um sich und nach und nach wurden die ganzen Wälder um Korrat hin gerodet, an der Natur reiner Raubbau betrieben. Auch unser Vater stoisch haut bis heute gerne noch jeden Baum um, obgleich 87 Jahre. Die sich akut seit 7 Jahren merklich verschlimmernde Folgen sind klar im Zuge der jetzt stattfindenden Klimaveränderung: Ähnlich wie die Oberrheinische Tiefebene liegt Korrat/Umgebung in einer Senke - einer der mit am heißesten gewordenen Hotspots in Thailand!! Konnte man vor Jahren im Jan+Feb. noch ohne Klima schlafen, geht das jetzt (3 Tage i. Jan. diesen Jahres) gar nicht mehr. Eine unerträgliche "stehende" Hitze macht sicht breit (dazu die wilde Müllverbrennung) - Alles trocken, Landwirtschaft ade, Alles geht i.d. Fabriken. Eine wirklich übele Entwicklung analog was dem Amazonas blüht!!! Emigireren nach Thailand, wir haben bereits vor 2 Jahren davon Abstand genommen, denn es wird hier m.d. Klimaveränderung katastrophal für ganz Thailand u. die armen Menschen werden, Schlimm!
Thomas Thoenes 13.09.19 11:41
@Norbert Schettler
wahrscheinlich haben sie die Pumpstation als Gehäuse für die Pumpen eingestuft und das gehört ja wie bei jeder Aquariumpumpe unter Wasser. 555 Ja es ist sehr traurig wenn man sieht wie viel Gelder und Arbeit hier in sinnlosen Bauten versickert. Dabei wäre es so einfach. Man müsste nur mal den Maurer fragen wie viel Mörtel diese Wand benötigt und nicht immer den Fensterputzer.
TheO Swisshai 13.09.19 10:09
@Thomas Thoenes / Unterschied
Mit Wasserrohren verdient man kein Geld und mit Applaus auch nicht ! Heutzutage geht's aber nur noch um das. Thailand könnte zwar noch seinen guten Freund die USA fragen, ob sie nicht statt einer sinnlosen Mauer, besser so was bauen könnten. Zum Dank bekommt Trump ein Golfplatz und sein Name darf auf jedes einzelne Röhrchen. Das wären dann auch gleich die besten, genialsten, schönsten und wunderbarsten Röhrchen der Welt.
Siam Fan 13.09.19 10:07
Man lernt nie aus!
Korat hat mit 1070l/qm+a für TH wenig Niederschlag. Aktuell hat es hat es erst 470l/qm geregnet, aber die starken Monate sind September und Oktober. Der Lam Takhong Dam, wurde 1974 zu Zwecken der Bewässerung und Wasserversorgung in Betrieb genommen. Der See hat ein Volumen von 310mio qbm (Bhumobol Dam= 12.200mio qbm; Einzugsgebiet= 26.400qkm). Das Einzugsgebiet des Lam Takhong Damms, finde ich nicht. Ich vermute, das ist nicht viel. Seit 2002 wird der See auch als unteres Reservoir eines Pumpspeicherkraftwerkes (500MW) benutzt. Die zweite Stufe (+500MW) sollte 2018 in Betrieb gehen, jetzt wohl erst im Nov/19!? Ich werde nie verstehen, wie man so einen See dafür ausgewählt hat. Irgendwie zeichnet sich da wieder ein Schilda-Streich ab!?
Norbert Schettler 12.09.19 16:03
Zu schwer
Thomas Thoenes, hier in Ubon wuerden sich fuer dieses Vorhaben tausende von freiwilligen Helfern finden, die auch noch applaudieren wuerden. Der Sirinthon Damm ist ca 70km entfernt und noch lange nicht voll. Ich wohne 15km ausserhalb, auf der anderen Seite der Schnellstrasse steht vieles unter Wasser, einschliesslich der Pumpstation fuer unsere Leitungen, der ganze Amphoer hat schon 3 Tage kein Wasser. In einem Bezirk oder einer Stadt, die jedes Jahr schweren Regen abbekommt, sollte man doch solche Feinheiten beachten und die Pumpe etwas hoeher legen. Somit wird das mit Roehren oder Kanaelen ziehen wohl auch nichts werden.