Nachtleben-Branche drängt auf Öffnung

Plan zur Wiedereröffnung wird am Freitag beim CCSA eingereicht

Bangkoks Khao San Road im Dezember 2020. Foto: epa/Diego Azubel
Bangkoks Khao San Road im Dezember 2020. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Die Betreiber von Nachtlokalen werden am Donnerstag ihre Forderung nach der Wiedereröffnung ihrer Betriebe bekräftigen, nachdem das Gesundheitsministerium vorgeschlagen hat, bestimmte Provinzen als „grüne Zonen“ auszuweisen, in denen das Nachtleben wieder aufgenommen werden kann.

Khathawut Thongthai, Präsident der Association of Entertainment Professionals, sagte gegenüber der Presse, dass die Betreiber von Nachtlokalen und verwandten Unternehmen am Donnerstag mit Gen Supoj Malaniyom, dem Leiter des Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA), zusammentreffen werden, um die Wiedereröffnung ihrer Betriebe zu besprechen.

Er betonte, dass die betroffenen Unternehmer die Hilfsmaßnahmen und die finanzielle Unterstützung, die ihnen der Staat während der Pandemie gewährt hat, zwar zu schätzen wüssten, dass diese Hilfe aber nur vorübergehend und nicht nachhaltig sei.

„Nachdem die Zahl der täglichen Covid-19-Infektionen zurückgegangen ist und die nationale Impfkampagne auf alle Altersgruppen ausgeweitet wurde, ist es nun an der Zeit, die Beschränkungen für das Nachtleben zu lockern und der Branche zu ermöglichen, wieder auf die Beine zu kommen“, forderte Khun Khathawut.

Zuvor hatten die Nachtleben-Betreiber die Regierung aufgefordert, ihnen zu gestatten, ihre Geschäfte in den für den Tourismus geförderten Provinzen der „blauen Zone“ ab dem 1. Juni 2022 wieder zu öffnen, nachdem die Entscheidung getroffen worden war, das „Test & Go“-Einreisemodell am 1. Mai 2022 abzuschaffen.

In der Zwischenzeit tließ eine Quelle im Ministerium für öffentliche Gesundheit verlautbaren, dass das Ministerium seine Covid-19-Zoneneinteilung überarbeiten werde, wobei einige Provinzen wahrscheinlich als „grüne Zonen“ eingestuft werden sollen.

Gegenwärtig gibt es zwei farblich gekennzeichnete Zonen – 65 Provinzen mit hohem Kontrollbedarf („gelbe Zone“) und 12 „blaue Zonen“, in denen der Tourismus das Hautstandbein der lokalen Wirtschaft ist

Alkoholische Getränke können in Restaurants, die die Standards der Sicherheits- und Gesundheitsbehörde (SHA) Plus oder die „Covid-Free Setting“-Auflagen erfüllen, landesweit bis Mitternacht ausgeschenkt werden.

Die Regierung wird wahrscheinlich die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs von Nachtlokalen in den „grünen Zonen“ erlauben, und der Plan wird voraussichtlich am Freitag an die CCSA zur Prüfung weitergeleitet werden.

Thanakorn Kuptajit, Berater der Thai Alcohol Beverage Business Association, sagte, dass das Nachtleben und der Tourismussektor auf eine vollständige Wiedereröffnung am 1. Juni 2022 drängen.

„Die Wiedereröffnung wird etwa 300 Milliarden Baht für die Wirtschaft einbringen“, prophezeite er und wies darauf hin, dass davon unter anderem auch Köche, Musiker, Künstler und Taxifahrer profitieren würden.

Die Verbände fordern die Regierung auf, die Wiedereröffnung von Nachtlokalen, Kneipen, Bars und Karaoke-Salons, die die Standards „SHA Plus“ oder „Thai Stop Covid 2 Plus“ erfüllen, in zwei Stufen zu erlauben.

In Stufe 1 sollen die Vergnügungsstätten in den „blauen Zonen“, die sich auf 12 Provinzen und mehrere Bezirke in 16 anderen Provinzen erstrecken, ab dem 1. Juni 2022 wieder geöffnet werden.

In der Stufe 2 sollen die Lokale landesweit ab dem 1. Juli wieder geöffnet werden, sofern die erste Phase zufriedenstellend verlaufen ist.

„Wir sollten nicht warten, da wir sonst die Gelegenheit verpassen. Die Regierung und das CCSA sollten so bald wie möglich eine Entscheidung treffen“, so Khun Thanakorn.

Die Gruppe werden nach Aussage von Khun Thanakorn auch das Gesundheitsministerium auffordern, die Covid-19-Warnstufe von Stufe 3 auf Stufe 2 herabzustufen.

Das Ministerium hatte seine Covid-19-Warnstufe am 9. Mai 2022 von Level 4 auf Level 3 herabgesetzt, nachdem sich die Infektionen in 23 Provinzen stabilisiert hatten.

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kptnblaubaer 19.05.22 19:40
Der Aufsteller des Tages
@Ulrich Herzog: Danke für den Beitrag. Hat mir ein Schmunzeln entlockt, und das braucht bei all dem Mist, der da geschrieben wird, etwas :-)
Ulrich Herzog 19.05.22 13:20
Öffnung Protestmarsch
Herr Keep schicken Sie doch Ihre Frau voran. Dann wird das bestimmt was mit der Öffnung.
Ingo Kerp 19.05.22 12:20
Vielleicht sollten die Freelancer und sonstigen Damen des Kiezgewerbes sich mit ihren Kunden zusammenschließen und einen Protestzug zum Gesundheitsministerium starten. Viel Erfolg.