Nachtclub nach Razzia geschlossen

Archivbild: Bruno Passigatti / Adobe Stock
Archivbild: Bruno Passigatti / Adobe Stock

PATTAYA: Am Samstagmorgen (25. Mai 2024) um 03.00 Uhr hat eine umfangreiche Polizeioperation im „Dirty Pub Pattaya“, gelegen in der Soi Kho Phai, stattgefunden. Angeführt wurde der Einsatz von Chada Thaiseth, dem stellvertretenden Innenminister, gemeinsam mit dem thailändischen Büro für Drogenbekämpfung (NSB) und über 150 Mitarbeitern.

Die Aktion folgte mehreren Beschwerden besorgter Bürger, die den Pub als Zentrum für illegale Aktivitäten und Drogenhandel gemeldet hatten. Bekannt war der „Dirty Pub Pattaya“ als Treffpunkt vorwiegend junger Leute, bei denen der Konsum und Vertrieb illegaler Drogen sowie häufige körperliche Auseinandersetzungen an der Tagesordnung standen. Zudem wurde das Lokal wiederholt beschuldigt, außerhalb der gesetzlich erlaubten Öffnungszeiten zu operieren.

Bei ihrem Eintreffen stellten die Einsatzkräfte fest, dass mehr als 300 Personen im Pub Alkohol konsumierten und tanzten, obwohl der Betrieb bereits hätte geschlossen sein müssen. Es folgten umfangreiche Dokumentenkontrollen und Drogentests, bei denen 219 Gäste, darunter 103 Männer und 116 Frauen, positiv auf den Konsum illegaler Substanzen getestet wurden.

Die weiterführende Durchsuchung der Fahrzeuge der Besucher förderte zwei Schusswaffen sowie weitere illegale Substanzen zutage. Gegen die Eigentümer des Pubs sowie weitere beteiligte Personen wurden rechtliche Schritte eingeleitet. Ihnen wird vorgeworfen, ohne entsprechende Lizenz Dienstleistungen angeboten, alkoholische Getränke außerhalb der zulässigen Zeiten verkauft und den Konsum von illegalen Drogen innerhalb ihrer Räumlichkeiten ermöglicht zu haben.

Auf Anweisung von Anutin Charnvirakul, dem stellvertretenden Premierminister und Innenminister, wurde der „Dirty Pub Pattaya“ für die nächsten fünf Jahre geschlossen.

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Dieter Goller 27.05.24 18:50
Erklaerungsversuch
Vmtl. ist die Verwunderung des Herrn Jack ueber die persoenliche Teilnahme des Sts an der Razzia der Vorstellung geschuldet, dass es in einem demokratischen Rechtsstaat schwer vorstellbar ist, dass dies zur Dienstpostenbeschreibung eines Sts im Innenministeriums gehoeren duerfte. Postitiv koennte man die Anwesendheit des Sts zu dieser Zeit, an diesem Ort, als "Fuehren durch Vorbild" bewerten. Dem koennte allerdings entgegnet werden, dass es sich auch um 'reine Publicity" handeln koennte, waehrend seitens 'boeser Zungen" nicht auszuschliessen ist, dass man auf seine Expertise in derartigen Angelegenheiten nicht verzichten wollte. Amtshilfe von anderen Ressorts, mit ebenfalls "qualifiziertem Personal" auf Min-Ebene sei aber nicht erforderlich.
Monruedee Kanhachin 27.05.24 14:40
Herr Jack
Die Polizei und auch andere öffentliche Dienste unterstehen dem Innenministerium, und das nicht nur in TH. Was bitte soll daran ungewöhnlich sein? Das Innenministerium...bzw seine höchsten Beamten können diese Kontrollen anordnen und leiten.
Ingo Kerp 27.05.24 14:10
Ein informativer und umfassener Bericht zu der polizeilichen Massnahme und dem Vergehen durch den Club und deren Besitzer. Es beruhigt, das es doch immer noch "besorgte Buerger" gibt, die auf Misstaende hinweisen. Der die Aktion leitende stellvertr. Minister hat aber versaeumt darauf hinzuweisen, das der Club und die Gaeste dem Image der Stadt und Thailand schaden. Das gehoerte sonst immer zum Repertoire einer Stellungnahme.
Günter Jack 27.05.24 14:00
Dass ein Staatssekretär Razzien in Nachtclubs leitet, gibt es wohl auch nur in Thailand. Na, offenbar hat es sich ja wenigstens gelohnt.