Nachrichten zum Thema Seefahrt am Sonntag

Sanitäter verlegen einen Überlebenden eines Schiffsunglücks in ein Krankenhaus auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos. Foto: Panagiotis Balaskas/Ap/dpa
Sanitäter verlegen einen Überlebenden eines Schiffsunglücks in ein Krankenhaus auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos. Foto: Panagiotis Balaskas/Ap/dpa

Frachter-Unglück in der Ägäis: Ein Toter und zwölf Vermisste

ATHEN: In der Nähe der griechischen Insel Lesbos ist es zu einem Frachter-Unglück gekommen. Stürmischer Wind erschwert die Rettungsmaßnahmen.

Beim Untergang eines Frachters rund 4,5 Seemeilen südwestlich der griechischen Insel Lesbos ist am Sonntag mindestens ein Seemann ums Leben gekommen. Weitere zwölf Besatzungsmitglieder werden vermisst. Lediglich einer der Schiffbrüchigen konnte von der Besatzung eines Rettungshubschraubers im stürmischen Meer entdeckt, geborgen und in Sicherheit gebracht werden, wie der Sender (ERT) am Nachmittag unter Berufung auf die Küstenwache berichtete. Die Hoffnung, in der See weitere Überlebende zu finden, schwand am frühen Abend zusehends - nach Einbruch der Dunkelheit mussten die zwei beteiligten Hubschrauber die Suche einstellen.

Der Frachter «Raptor» hatte nach Angaben eines Sprechers der Küstenwache zunächst einen Maschinenschaden gemeldet und anschließend am Sonntagmorgen ein Notsignal gesendet. Danach verschwand das Schiff von den Radarschirmen der Küstenwache. «In der Region herrschten zu diesem Zeitpunkt starke Winde mit bis zu 4,5 Meter hohen Wellen», sagte der Sprecher. Bei der Fracht solle es sich um Salz handeln, hieß es im Bericht weiter.

Griechische Medien veröffentlichten im Laufe des Tages Fotos und Videos der Such- und Rettungsaktion, die zeigten, unter welch schweren Bedingungen die Arbeiten stattfanden. Die Aufnahmen entstanden unter anderem von der Brücke eines griechischen Kriegsschiffes aus; zu sehen ist, wie die Gischt der hohen Wellen das Deck der Fregatte überspült. Neben der Fregatte beteiligten sich auch drei Boote der Küstenwache und vorbeifahrende Schiffe an der Suche nach den Vermissten.

Laut dem Online-Seefahrtsportal «Marinetraffic.com» war das Unglücksschiff unter der Flagge des Inselstaats Komoren auf dem Weg von Ägypten nach Istanbul. Die Besatzungsmitglieder sollen aus Syrien, Indien und Ägypten stammen.

Im Südosten Europas tobt seit Samstag ein schwerer Sturm. Stellenweise erreichen die Winde nach Angaben des Meteorologischen Amtes in Athen (EMY) Böen bis Stärke elf - das entspricht «orkanartigem Sturm» mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern die Stunde. Fast alle Fährverbindungen zwischen den griechischen Inseln und dem Festland wurden deshalb vorübergehend eingestellt.


Wintereinbruch legt Rumäniens Schwarzmeer-Region lahm

CONSTANTA: Schneestürme und Verwehungen haben am Sonntag im Osten Rumäniens für Chaos gesorgt.

In rund 200 Ortschaften fiel der Strom aus, wovon rund 250.000 Menschen betroffen waren, wie rumänische Medien berichteten. Die Autobahnumfahrung bei der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta blieb zeitweise gesperrt, ebenso wie die Donaubrücke bei Braila. Der Hafen Constanta und alle anderen Häfen am rumänischen Schwarzen Meer stellten den Betrieb ein. Über Rumänien und seine Schwarzmeer-Häfen wird ein Teil der ukrainischen Getreide-Exporte abgewickelt, nachdem das russische Militär den regulären Seeweg über das Schwarze Meer mit Gewaltdrohungen blockiert. Auch im Nachbarland Bulgarien herrschte am Wochenende Schneechaos.

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