Nachrichten zum Thema Seefahrt am Sonntag

Ein Unfall in Bangladesch. Archivfoto: epa/MONIRUL ALAM
Ein Unfall in Bangladesch. Archivfoto: epa/MONIRUL ALAM

Passagierschiff in Bangladesch gekentert: Mindestens 23 Tote

DHAKA: Bei einem Schiffsunglück in Bangladesch sind mindestens 23 Menschen gestorben. Insgesamt hätten sich mehr als 100 Menschen auf dem Passagierschiff befunden, das am Sonntagnachmittag auf dem Fluss Karatoya im nördlichen Distrikt Panchagarh sank, wie die Zeitung «Daily Star» unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete.

Das Schiff sei auf dem Weg zu Feierlichkeiten des hinduistischen Festes Durga Puja in einem Tempel gewesen, hieß es. Etwa 80 Menschen seien gerettet worden, zehn seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Wie es zu dem Schiffsunglück kam, war zunächst unklar.

Auf den zahlreichen Flüssen in Bangladesch kommen Schiffsunglücke häufig vor. Experten zufolge sind die Sicherheitsvorkehrungen oft schlecht.


Regierung korrigiert Kosten für Bau von umstrittenen Kanal Istanbul

ISTANBUL: Der geplante Bau des umstrittenen neuen Kanals durch Istanbul wird laut türkischer Regierung teurer als bisher gedacht. Man müsse den geschätzten Wert von 15 auf 20 Milliarden US-Dollar korrigieren, sagte Infrastrukturminister Adil Karaismailoglu im Interview mit der Zeitung «Sabah» am Sonntag.

Der Kanal gilt als ein Prestigeprojekt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Er soll als künstlicher Seeweg durch Istanbul gegraben werden, um das Marmarameer und das Schwarze Meer zu verbinden. Berichten zufolge wäre er etwa 45 Kilometer lang und verliefe parallel zur Bosporus-Meerenge. Die Regierung will damit den Bosporus vom internationalen Schiffsverkehr entlasten. Entlang des Kanals sollen zudem neue Siedlungen und Luxuswohnungen entstehen. Kritiker des Projekts warnen unter anderem vor Umweltschäden durch den Bau.

Der Preis für das Bauprojekt waren in der Vergangenheit immer wieder angepasst worden. Die Opposition geht aber von noch höheren Kosten aus als offiziell bekanntgegeben. Laut Minister Karaismailoglu gebe es nun unter anderem Angebote aus China, Russland, Dänemark, den Niederlanden und Belgien zur Ausführung des Projekts.

Im Juni hatte die Regierung die Grundsteinlegung für eine Brücke als Baubeginn des Megaprojekts gefeiert. Die Opposition kritisiert das als «Täuschung» und argumentierte, die Brücke habe nichts mit dem Kanal zu tun, sondern sei Teil eines lange im Voraus geplanten Autobahnprojekts.


Dutzende Todesopfer nach Bootsunglück vor syrischer Küste

DAMASKUS: Nach einem Bootsunglück vor der syrischen Küste ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Mehr als 90 Menschen seien dabei ums Leben gekommen und Dutzende würden noch vermisst, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete von 89 Todesopfern. Die Suche nach Opfern laufe noch. Nach Informationen der Beobachtungsstelle waren mindestens 160 Menschen an Bord, darunter Syrer, Libanesen und Palästinenser. Mindestens 20 Menschen hätten das Unglück überlebt.

Das Boot mit Migranten verschiedener Nationalitäten war ursprünglich am Dienstag aus dem Libanon aufgebrochen, hieß es aus Kreisen des Hafens von Tripoli im Nordlibanon. Das Boot war vor der Insel Arwad bei der Hafenstadt Tartus in syrischen Gewässern gekentert. Immer wieder wagen viele Menschen aus dem Bürgerkriegsland die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer.

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