Kein Gas-Austritt mehr bei Nord-Stream-2-Pipeline

Foto: epa/Swedish Coast Guard
Foto: epa/Swedish Coast Guard

KOPENHAGEN: Aus der beschädigten Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 soll dänischen Behörden zufolge wohl kein Gas mehr austreten. Man sei vom Betreiber darüber informiert worden, dass sich der Druck in der Pipeline stabilisiert habe, teilte die dänische Energiebehörde am Samstagnachmittag auf Twitter mit.

Das deute darauf hin, dass kein Gas mehr ausströme. Zuvor waren aus den insgesamt vier Lecks an den beiden Nord Stream-Pipelines tagelang ununterbrochen große Mengen Gas ausgetreten. Zum Austritt aus den Leitungen von Nord Stream 1 gab es zunächst keine aktuellen Informationen. Zuvor war erwartet worden, das der Gas-Austritt an diesem Sonntag vorbei sein könnte.

Von den insgesamt vier Lecks befinden sich zwei in der schwedischen und zwei in der dänischen Wirtschaftszone. Die dänische Ministerpräsidenten Mette Frederiksen, betonte nach einem Treffen am mit ihrer britischen Amtskollegin Liz Truss am Samstag, die Lecks seien kein Unfall, sondern «Sabotage von kritischer Infrastruktur».

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Hermann Auer 03.10.22 05:30
@Strauss
Die Ostsee dürfte eines der meist überwachten Meere der Welt sein. Ich bin sicher, dass die NATO oder einer der Geheimdienste (natürlich auch russische darunter) sehr genau weiß, wer der Übeltäter ist. Aber wer im Glashaus sitzt, wirft am besten nicht mit Steinen, und so wird halt auch besser nichts veröffentlicht.

Wenn man sich mangels gesicherter Information auf ein Ratespiel einlassen will, dann hilft ein Youtube Video von Prof. Dr. Christian Rieck zum Thema "Nordstream Pipeline-Anschlag: Wer war es? (Spieltheorie)" weiter.

Strauss 03.10.22 03:20
Tja, Hermann,
Hör dir mal die Gegenargumentation der Russen an. Das stink aber arg nach Putin.....
Hermann Auer 02.10.22 18:30
@Strauss
Was hat der Russe damit zu tun? Die Frage "cui bono" für den offensichtlichen Sabotage-Akt führt nicht unmittelbar zu den Russen.
Strauss 02.10.22 17:10
also jetzt Zapfen drauf
eine ungereinigte Leitung einer Kläranlage anschliessen, und dem Russen ``Dreckbrühe`` zurückschicken.
Ingo Kerp 02.10.22 14:10
Zwei Lecks der Pipeline befinden sich in der schwedischen Wirtschaftszone. Wenn die Explosion an der Pipeline genau so intensiv untersucht wird, wie das Unglück der "Estonia"-Fähre durch die Schweden, wird die Welt nie eine Aufklärung erhalten.