Mehr Arbeitsplätze im europäischen Schiffbau gefordert

Ein Blick auf das IG-Metall-Logo vor der IG-Metall-Zentrale in Frankfurt am Main. Foto: epa/Armando Babani
Ein Blick auf das IG-Metall-Logo vor der IG-Metall-Zentrale in Frankfurt am Main. Foto: epa/Armando Babani

KIEL: Die IG Metall und der Gewerkschaftsverband Industriall Europe fordern ein stärkeres Engagement beim Aufbau von Arbeitsplätzen im europäischen Schiffbau. «Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Schiffbau in Europa», betonte die Co-Generalsekretärin von Industrieall Europe, Isabelle Barthès, nach einem zweitägigen Treffen von Gewerkschaften aus verschiedenen europäischen Ländern in Kiel.

Die Werften seien mit ihrem erstklassigen Know-how von strategischer Bedeutung für die Energieversorgung, den Transport und die Sicherheit in Europa. Daher appellierte Barthès: «Jetzt müssen die europäischen Staats- und Regierungschefs aktiv werden und einen zukunftsorientierten Plan für industrielle Investitionen verabschieden, der eine widerstandsfähige, faire und nachhaltige Zukunft für die europäische Industrie und unsere Arbeitsplätze fördert.»

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes dürfe nicht dazu führen, dass Geld für Investitionen in die Zukunft fehle, betonte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich. «Bei der Umstellung auf klimafreundlichere Schiffsantriebe, neuen Schiffstypen etwa für die Offshore-Industrie und der Absicherung von Finanzierungen für den Schiffbau sowie für den Bau von Offshore-Konverterplattformen brauchen wir weiter die Unterstützung durch den Staat.»

In den vergangenen Jahren hat die Branche laut Friedrich tausende Industriearbeitsplätze verloren. Nun gelte es, die restlichen 15.000 Arbeitsplätze an den deutschen Werften zu erhalten und neue Menschen einzustellen.

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