Nachrichten zum Thema Seefahrt am Mittwoch

Die Boote fahren während des Coronavirus-Notfalls in Triest in einem Kreis. Foto: epa/Mauro Zocchi
Die Boote fahren während des Coronavirus-Notfalls in Triest in einem Kreis. Foto: epa/Mauro Zocchi

Neue Corona-Regeln in Italien: Große Sorgen im Güterverkehr

ROM: In Italien wächst vor der geplanten Ausweitung des Corona-Passes auf die Arbeitswelt ab Freitag die Sorge vor Konsequenzen für die Wirtschaft. Vor allem Beschäftigte im Güterverkehr könnten dabei zum Problem werden. Medienberichten zufolge drohten die Arbeiter im wichtigen Hafen der norditalienischen Stadt Triest mit einer Blockade, sollte die Regierung in Rom nicht die Nachweispflicht für Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test fallen lassen.

Massimiliano Fedriga, der Präsident der Region Friaul-Julisch Venetien, in der Triest liegt, warnte vor einem enormen Schaden für die Wirtschaft und ganz Italien, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete.

Ab dem 15. Oktober müssen Arbeitnehmer den sogenannten Grünen Pass vorzeigen, wenn Sie zur Arbeit kommen. Die Regelung sorgte bereits für landesweite Proteste und Ausschreitungen. In Italien hatten bis Mittwoch rund 85 Prozent der Menschen über zwölf Jahren zumindest die eine Impfdosis gegen Covid-19 erhalten.

Die Logistik-Branche warnte vor Lieferproblemen und leeren Verkaufsregalen. Viele Fahrer seien aus dem Ausland und hätten den «Grünen Pass» nicht, weil sie nicht geimpft seien oder die Impfung aus ihren Heimatländern nicht anerkannt würden, hieß es vom Verband Fiap.


Fahrermangel: Britische Häfen beklagen Container-Rückstau

LONDON: Kurz vor Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts klagen britische Häfen über einen Rückstau. Containerschiffe würden umgeleitet oder müssten tagelang auf See auf die Einfahrt warten, berichteten britische Medien am Mittwoch. Unternehmen fürchten, dass es deshalb zu Verzögerungen etwa bei der Lieferung von Spielzeug und elektronischen Gütern kommen könnte. Dass etliche Container auf die Abholung warten, liegt auch an dem eklatanten Mangel an Lastwagenfahrern. Deshalb kann die Ladung nicht ins Hinterland transportiert werden. Zu dem seit Monaten bekannten Problem komme nun die übliche Zunahme durch das anlaufende Weihnachtsgeschäft hinzu, hatte der Verband British Ports Association kürzlich mitgeteilt.

Die Regierung zeigte sich zuversichtlich. «Die Situation verbessert sich», sagte der Generalsekretär der regierenden Konservativen Partei, Oliver Dowden, am Mittwoch dem Sender Sky News. «Ich bin zuversichtlich, dass die Leute ihre Spielsachen zu Weihnachten bekommen werden.»

Der Fahrermangel ist kein britisches Phänomen, auch in Deutschland und anderen EU-Ländern gibt es viel weniger Lastwagenlenker als benötigt werden. Allerdings spitzt der Brexit die Lage in Großbritannien zu, denn strenge Einwanderungsregeln erschweren den Zuzug von Fachkräften. Die Regierung, die im Zuge des EU-Austritts eine Hochlohn-Gesellschaft schaffen will, hat bis zu 5000 vorübergehende Visa für ausländische Arbeitskräfte ausgelobt, um aktuelle Engpässe zu lösen.

Bereits im Vorjahr hatten Container kurz vor Weihnachten die britischen Häfen verstopft. Das lag damals an den Folgen der Corona-Pandemie und den Brexit-Vorbereitungen, weil viele Unternehmen noch vor dem britischen Austritt aus der EU-Zollunion ihre Lager auffüllen wollten.

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