Nachrichten zum Thema Seefahrt am Mittwoch

Ankunft des ersten Containerschiffs aus dem Suezkanal in Rotterdam. Foto: epa/Robin Utrecht
Ankunft des ersten Containerschiffs aus dem Suezkanal in Rotterdam. Foto: epa/Robin Utrecht

Rotterdamer Hafen meldet Umschlagplus im ersten Quartal

ROTTERDAM: Europas größter Seehafen im niederländischen Rotterdam hat im ersten Quartal 2021 deutlich mehr Waren umgeschlagen. Verglichen mit dem Zeitraum Januar bis März 2020, als die Coronakrise in Europa noch kaum spürbar war, legte die Güterumschlagsmenge um 3 Prozent auf 115,8 Millionen Tonnen zu. «Damit macht der Rotterdamer Hafen den nächsten Schritt bei der Erholung nach dem Umschlagsrückgang im Jahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie», heißt in der Mitteilung vom Mittwoch.

Als größte aktuelle Herausforderung bezeichnete Hafenchef Allard Castelein «die logistische Abwicklung nach der Suezkanal-Blockierung». In der Wasserstraße in Ägypten, die das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, hatte im März das festgefahrene Containerschiff «Ever Given» quergelegen und damit den globalen Seeverkehr blockiert. Mehrere hundert Schiffe mussten auf Durchfahrt warten und treffen dementsprechend verspätet in ihren Zielhäfen ein.

Der Güterumschlag in den Häfen ist ein wichtiger Konjunkturindikator: Steigt der Welthandel an, schlägt sich das frühzeitig in den Häfen nieder. 2020 war der Umschlag der Seehäfen unter dem Eindruck der Corona-Rezession eingebrochen. In Rotterdam betrug das Minus beim Güterumschlag zum Beispiel 6,9 Prozent. Deutschlands größter Hafen Hamburg, europaweit nach Rotterdam und dem belgischen Antwerpen nach Tonnage die Nummer drei, kam nach früheren Angaben des Statistischen Bundesamtes auf ein Minus von 6,8 Prozent.

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