Nachrichten zum Thema Seefahrt am Freitag

Das Containerschiff Singapore Express aus Hongkong befördert Container von Hapag-Lloyd. Foto: epa/John G. Mabanglo
Das Containerschiff Singapore Express aus Hongkong befördert Container von Hapag-Lloyd. Foto: epa/John G. Mabanglo

Hapag-Lloyd stockt Prognose nach Gewinnsprung auf

HAMBURG: Der boomende Welthandel beschert der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd einen Gewinnsprung. Im ersten Halbjahr 2021 sprang das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Mrd Euro), nach rund 0,6 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor, wie die Hapag-Lloyd AG am Freitag auf vorläufiger Basis mitteilte.

Mit dem Rückenwind des ersten Halbjahres schraubt der Vorstand auch die Prognose für das Gesamtjahr in die Höhe: Das Konzern-Ebit werde nun in einer Bandbreite von 7,5 bis 9,5 Milliarden Dollar erwartet. Bisher hieß die Prognose nur: «deutlich über Vorjahr», als ein Ebit von 1,5 Milliarden Dollar zu Buche stand. Den endgültigen Halbjahresbericht veröffentlicht die Reederei am 12. August.

Das Schiff sei in japanischem Besitz und werde von der Firma mit Sitz in Großbritannien verwaltet, hieß es in der Mitteilung. Es habe sich auf dem Weg von Tansania in das Emirat Fudschaira befunden und keine Fracht an Bord gehabt.

Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, man sei sich der Berichte über einen Angriff auf ein Handelsschiff vor der Küste des Oman bewusst. Das Militär vor Ort untersuche den Vorfall.

Im Indischen Ozean und dem Golf von Oman sind in den vergangenen Monaten immer wieder Schiffe mit Verbindungen zu Israelis angegriffen worden. Anfang Juli war ein Frachtschiff attackiert worden, das laut Medienberichten zuvor im Besitz von Zodiac Maritime gewesen sein soll. Laut der israelischen Tageszeitung «Haaretz» vermutete Israel zu der Zeit, dass der Iran hinter dem Angriff stecke. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich im Februar und April, auch dazu beschuldigte Israel den Iran.

Im April war auch ein iranischer Frachter bei einer Explosion im Roten Meer leicht beschädigt worden. Berichten der «New York Times» zufolge ging dieser Angriff von Israel aus.

Der Iran ist mit Israel verfeindet. Israel wiederum hat mittlerweile diplomatische Beziehungen mit den beiden Golfanrainern Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain aufgenommen.


Hapag-Lloyd stockt Prognose nach Gewinnsprung auf

HAMBURG: Der boomende Welthandel beschert der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd einen Gewinnsprung. Im ersten Halbjahr 2021 sprang das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Mrd Euro), nach rund 0,6 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor, wie die Hapag-Lloyd AG am Freitag auf vorläufiger Basis mitteilte.

Mit dem Rückenwind des ersten Halbjahres schraubt der Vorstand auch die Prognose für das Gesamtjahr in die Höhe: Das Konzern-Ebit werde nun in einer Bandbreite von 7,5 bis 9,5 Milliarden Dollar erwartet. Bisher hieß die Prognose nur: «deutlich über Vorjahr», als ein Ebit von 1,5 Milliarden Dollar zu Buche stand. Den endgültigen Halbjahresbericht veröffentlicht die Reederei am 12. August.

Hapag-Lloyd zählt mit mehr als 240 Schiffen zu den weltweit wichtigsten Containerreedereien. Die nach der Corona-Rezession anspringende Konjunktur in vielen Weltregionen schlägt sich im globalen Warenhandel nieder. Hartnäckige Störungen in den Lieferketten tragen dazu bei, dass Transportkapazitäten knapp sind.

All dies lässt die Preise für Containertransporte auf See - im Branchenjargon Frachtraten - kräftig steigen. «Wir haben einfach nicht genug Schiffe, um all die Waren zu transportieren», beschrieb Reedereichef Rolf Habben Jensen Mitte Juni die Lage. Diese Situation dürfte aus Sicht von Hapag-Lloyd auch in der zweiten Jahreshälfte zu einer «weiterhin sehr starken Ertragsdynamik» führen.


Schiff im nordindischen Ozean attackiert - Verdacht auf Piraten

TEL AVIV: Ein japanisches Schiff ist nach Angaben der zuständigen britischen Firma im Norden des Indischen Ozeans angegriffen worden. Es gebe den Verdacht eines Vorfalls mit Piraten an Bord des Tankers M/T Mercer Street, teilte das britische Unternehmen Zodiac Maritime am Freitag auf Twitter mit. Vorsitzender der Zodiac-Gruppe ist der israelische Geschäftsmann Ejal Ofer.

Das Schiff sei in japanischem Besitz und werde von der Firma mit Sitz in Großbritannien verwaltet, hieß es in der Mitteilung. Es habe sich auf dem Weg von Tansania in das Emirat Fudschaira befunden und keine Fracht an Bord gehabt.

Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, man sei sich der Berichte über einen Angriff auf ein Handelsschiff vor der Küste des Oman bewusst. Das Militär vor Ort untersuche den Vorfall.

Im Indischen Ozean und dem Golf von Oman sind in den vergangenen Monaten immer wieder Schiffe mit Verbindungen zu Israelis angegriffen worden. Anfang Juli war ein Frachtschiff attackiert worden, das laut Medienberichten zuvor im Besitz von Zodiac Maritime gewesen sein soll. Laut der israelischen Tageszeitung «Haaretz» vermutete Israel zu der Zeit, dass der Iran hinter dem Angriff stecke. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich im Februar und April, auch dazu beschuldigte Israel den Iran.

Im April war auch ein iranischer Frachter bei einer Explosion im Roten Meer leicht beschädigt worden. Berichten der «New York Times» zufolge ging dieser Angriff von Israel aus.

Der Iran ist mit Israel verfeindet. Israel wiederum hat mittlerweile diplomatische Beziehungen mit den beiden Golfanrainern Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain aufgenommen.


US-Marine geht nach Großbrand auf Kriegsschiff gegen Soldat vor

SAN DIEGO: Ein Jahr nach dem Großfeuer auf einem US-Kriegsschiff im Hafen von San Diego wirft die US-Marine einem Soldaten vor, für den Brand verantwortlich zu sein. Wie ein Sprecher der zuständigen Dritten Flotte am Donnerstag mitteilte, wiesen die Ermittlungen auf Brandstiftung hin. Der tatverdächtige Marinesoldat habe zum Zeitpunkt des Feuers auf dem Schiff «Bonhomme Richard» zur Besatzung gehört. In dem Fall soll es nun eine erste Anhörung geben.

Das Feuer war im vorigen Juli im Innern des Schiffes ausgebrochen. Es konnte erst nach vier Tagen gelöscht werden. Dutzende Seeleute und Zivilisten mussten damals wegen leichter Verletzungen, etwa wegen Rauchvergiftung, behandelt werden. Der Schaden war so groß, dass das Schiff später stillgelegt wurde.

Die «Bonhomme Richard» war ein amphibisches Angriffsschiff, mit einem kleinen Flugzeugträger vergleichbar. Von dem Schiff konnten etwa Hubschrauber starten. Es war mehr als zwanzig Jahre im Einsatz.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.