Nachrichten zum Thema Seefahrt am Dienstag

Foto: Freepik
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Indisches Gericht schließt Fall zum Tod zweier Fischer

NEU DELHI: Das Höchste Gerichte Indiens hat einen Fall eingestellt, bei dem zwei italienischen Marinesoldaten vorgeworfen wurde, 2012 zwei indische Fischer getötet zu haben.

Das oberste Gericht Indiens erklärte die Einstellung des Falls am Dienstag damit, dass Italien nun 100 Millionen Rupien (1,1 Millionen Euro) an die indische Regierung gezahlt habe, wie das indische Rechtsportal «Live Law» berichtete. Das Gericht wies die Behörden an, das Geld an die Familien der Opfer und den Besitzer ihres zerstörten Bootes auszuzahlen.

Der internationale Schiedsgericht in Den Haag hatte im vergangenen Sommer geurteilt, dass die beiden Italiener vor einem italienischen Gericht antreten und vor einer strafrechtlichen Verfolgung in Indien geschützt werden sollten. Gleichzeitig sollte demnach Italien Entschädigung für die verlorenen Leben zahlen.

Die beiden Marinesoldaten hatten 2012 einen italienischen Öltanker vor der indischen Küste bewacht - und dabei auf das Boot mit den Fischern geschossen. Die Soldaten sagten, dass sie die Fischer für Piraten hielten. Indien warf ihnen Mord vor. Italien argumentierte, dass sie sich in internationalem Gewässer aufgehalten hätten. Zwischen Neu Delhi und Rom gab es danach mehrjährige diplomatische Spannungen.

Am Dienstag schrieb Italiens Außenminister Luigi Di Maio auf Twitter ohne Hinweis auf Zahlungen, alle Gerichtsverfahren in Indien gegen die zwei Marinesoldaten seien eingestellt. «Danke an diejenigen, die konsequent an dem Fall gearbeitet haben, danke an unser unermüdliches Diplomatisches Korps.»

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