Nachrichten aus der Wirtschaft am Montag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Erdogan verteidigt trotz Lira-Absturz Politik niedriger Zinsen

ISTANBUL: Trotz der schwächelnden Lira will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an seiner umstrittenen Niedrigzinspolitik festhalten. Er sei immer gegen eine Erhöhung der Zinsen gewesen und werde es auch in Zukunft sein, sagte Erdogan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Er werde keine Kompromisse eingehen.


Noch immer im Einsatz: Britische Soldaten beliefern Tankstellen

LONDON: Auch fast zwei Monate nach ihrem ersten Einsatz helfen britische Soldaten bei der Belieferung von Tankstellen. Landesweit seien 210 Kräfte eingespannt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen.


RWI: Wirtschaftliche Lage vieler deutscher Pflegeheime angespannt

ESSEN: Die Wirtschaftslage vieler deutscher Pflegeheime ist einer Studie zufolge angespannt. 26,5 Prozent der Heime hätten 2019 rote Zahlen geschrieben, berichtete das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. 2016 wiesen nur rund 10 Prozent der Pflegeheime einen Jahresverlust aus.


Symbolischer Baustart für Ostseetunnel auf Fehmarn

PUTTGARDEN: Mit einem Spatenstich auf der Insel Fehmarn sind die Arbeiten am Ostseetunnel zwischen Deutschland und Dänemark symbolisch gestartet worden. Die Zugverbindung werde durch den 18 Kilometer langen Tunnel für Reisende zwischen Hamburg und Kopenhagen attraktiver, sagte der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht.


Creditreform: Zahlungsmoral der Unternehmen weiter gut

NEUSS: Die Zahlungsmoral der deutschen Unternehmen ist nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform trotz Corona-Krise weiter recht gut. Der Zahlungsverzug beim Begleichen von Rechnungen sei auch im dritten Quartal mit durchschnittlich 9,4 Tagen «auf niedrigem Niveau» geblieben, berichtete die Wirtschaftsauskunftei.


Fachkräfte gesucht - Maschinenbauer wollen Personal aufstocken

FRANKFURT/MAIN: Deutschlands Maschinenbauer beklagen eine Verschärfung des Fachkräftemangels. Die Mehrheit der 356 im November befragten Personalverantwortlichen sieht Engpässe bei allen Beschäftigtengruppen mit Ausnahme der Hilfskräfte, wie der Branchenverband VDMA mitteilte.


Tesla produziert in Grünheide erste Autos in Testlauf

GRÜNHEIDE: Der US-Autobauer Tesla hat in seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin bereits mehrere Elektroautos testweise produziert. Der Umfang der vorzeitigen Zulassungen für einzelne Bauschritte umfasst nach Angaben von Tesla begrenzt auch die Fertigung.


British Airways fliegt wieder nach Südafrika

LONDON: British Airways nimmt nach einem zeitweisen Stopp wegen der Omikron-Variante ihre Flugverbindungen nach Südafrika wieder auf. Bereits am Montag sollten die ersten Flüge in das Land wieder abheben, wie ein Sprecher mitteilte.


Netzbetreiber kommen bei Mobilfunk-Abdeckung an Verkehrswegen voran

BONN: Deutschlands Netzbetreiber haben ihre Mobilfunk-Abdeckung an Autobahnen und ICE-Strecken deutlich verbessert. Diese Hauptverkehrswege würden nun vollständig mit dem LTE-Standard versorgt, teilte die Bundesnetzagentur mit.


Ifo-Umfrage: Materialmangel in der Industrie verstärkt sich weiter

MÜNCHEN: Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich verstärkt. Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts hervor. 74,4 Prozent der im November befragten Firmen klagten demnach über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen.


Autozulieferer kommen durch Halbleitermangel ins Schleudern

MÜNCHEN: Der Halbleitermangel setzt den Autozulieferern weltweit immer mehr zu. Während viele große Autohersteller im vergangenen Quartal Rekordgewinne machten, sind der Unternehmensberatung PwC zufolge 24 Prozent ihrer Zulieferer finanziell solide aufgestellt.


EZB-Direktorin Schnabel: Keine Hinweise auf unkontrollierte Inflation

FRANKFURT/MAIN: Der Anstieg der Teuerungsraten dürfte nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank bald beendet sein. Die EZB gehe davon aus, dass im November der Höhepunkt erreicht sei und sie 2022 allmählich zurückgehen werde, sagte Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel im ZDF.


Inflation springt in Deutschland im November über 5 Prozent

WIESBADEN: Die Inflation in Deutschland hat im November erstmals seit rund 29 Jahren wieder die Fünf-Prozent-Marke erreicht. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.


Indisches Parlament setzt umstrittene Agrarreform außer Kraft

NEU DELHI: Nach rund einem Jahr anhaltender Bauern-Protesten hat das indische Parlament eine umstrittene Agrarreform außer Kraft gesetzt. Die Abgeordneten beider Parlamentskammern stimmten am Montag in Neu Delhi für diese Aussetzung. Die Reform zur Marktöffnung sollte es unter anderem Unternehmen erleichtern, Produkte direkt von Bauern zu kaufen.

Bislang wird in Indien Getreide meist in staatlich organisierten Großmärkten mit Mittelsmännern zu garantierten, aber nicht gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreisen gehandelt. Die Regierung argumentierte stets, dass mehr Privatwirtschaft das Einkommen der Landbevölkerung steigern werde - die Landwirte befürchteten aber genau das Gegenteil. Für Premierminister Narendra Modi ist die Aussetzung der Reform eine herbe politische Niederlage.

Die Landwirtschaft in Indien gilt als ineffizient, entsprechend sehen viele Reformbedarf. Das Thema ist allerdings politisch heikel, denn noch heute lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Die meisten sind Kleinbauern ohne Erwerbsalternativen.

Tausende Bäuerinnen und Bauern protestierten rund ein Jahr gegen die Reform und zelteten dazu über Monate in der Hauptstadt Neu Delhi - viele davon weiterhin. Sie haben nun noch weitere Forderungen: Unter anderem setzen sie sich für einen gesetzlich gesicherten Mindestpreis für Getreide und Entschädigungen für Familien von rund 700 Bauern ein, die während des teils eskalierenden Protests gestorben sind.


Dax stabilisiert sich nach Omikron-Schock

FRANKFURT/MAIN: Nach dem Ausverkauf wegen einer neuen Coronavirus-Variante hat sich der Dax gefangen. Er stieg am Nachmittag um 0,74 Prozent auf 15.370,41 Zähler. Der MDax zeigte sich mit einem Aufschlag von 1,08 Prozent auf 34.215,50 Punkte ein wenig dynamischer.


Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1276 Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Montag gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1276 (Freitag: 1,1291) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8868 (0,8856) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8458 (0,8462) britische Pfund, 128,21 (128,82) japanische Yen und 1,0440 (1,0446) Schweizer Franken fest.

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