Nachrichten aus der Wirtschaft am Montag

Passagier auf einem Bahnsteig steht neben dem Logo der Deutschen Bahn (DB) in einem Zug. Foto: epa/Armando Babani
Passagier auf einem Bahnsteig steht neben dem Logo der Deutschen Bahn (DB) in einem Zug. Foto: epa/Armando Babani

Bericht: Bahn verschiebt Inbetriebnahme von Stuttgart 21 auf Ende 2026

BERLIN/STUTTGART: Die Deutsche Bahn verschiebt nach einem Bericht des «Spiegel» die Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs auf Dezember 2026. Das umstrittenste Bahnprojekt Deutschlands verzögere sich damit erneut um ein weiteres Jahr, meldete das Nachrichtenmagazin am Montag. In Aufsichtsratskreisen hieß es, eine vollständige Inbetriebnahme von Stuttgart 21 im Jahr 2025 sei ausgeschlossen.


Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,0756

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Montag gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0756 (Freitag: 1,0898) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9297 (0,9175) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84565 (0,85120) britische Pfund, 168,74 (169,52) japanische Yen und 0,9637 (0,9696) Schweizer Franken fest.


Jeder Vierte pumpt sich Geld

FRANKFURT/HAMBURG: Ob Reparaturen an Haus oder Auto, defekte Haushaltsgeräte oder offene Tierarztrechnungen - viele Menschen in Deutschland mussten sich für solche Ausgaben in den vergangenen zwei Jahren Geld leihen. Ein Viertel (25 Prozent) der von YouGov für die Direktbank Barclays befragten 2027 Erwachsenen hatten demnach nicht genug Puffer, um einen finanziellen Engpass aus eigenen Mitteln zu überbrücken.


Studie: Handy für Bürgergeld-Empfänger oft einzige Internetverbindung

NÜRNBERG: Für viele Empfänger von Bürgergeld ist das Smartphone die einzige Verbindung ins Internet. Das geht aus einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. 26 Prozent der Leistungsbezieher hätten keinen PC oder Laptop. In der Gesamtbevölkerung sind es nur sechs Prozent. Sieben Prozent der Leistungsbezieher hätten überhaupt keinen Zugang zum Internet. Dies treffe vor allem für ältere und wenig gebildete Menschen in der Grundsicherung zu.


KPMG: Firmen planen trotz Krieges Investitionen in der Ukraine

MÜNCHEN/BERLIN: In der Ukraine tätige deutsche Unternehmen haben sich bei einer Umfrage des Wirtschaftsprüfers KPMG und der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer vorsichtig optimistisch gezeigt. 43 Prozent der im April und Mai befragten 142 Firmen planten neue Investitionen, teilte KPMG mit. 42 Prozent erwarteten in den kommenden zwölf Monaten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Ukraine.


Wirecard: Brauns Verteidigung fordert Aufklärung der Spionage-Vorwürfe

MÜNCHEN: Im Wirecard-Prozess fordert die Verteidigung des früheren Vorstandschefs Markus Braun die Aufklärung der vermuteten Spionage- und Geheimdienstaktivitäten in dem 2020 kollabierten Dax-Konzern - um Braun zu entlasten. Anwältin Theres Kraußlach beantragte am Montag die Ladung zahlreicher Zeugen aus österreichischen und russischen Geheimdienstkreisen. Außerdem soll die Kammer vom Bundesnachrichtendienst dessen Akte über den seit vier Jahren untergetauchten Ex-Vertriebschef Jan Marsalek anfordern.


Vodafone will 5G-Handynetz verbessern - Konkurrenz ist weiter

DÜSSELDORF: Der Telekommunikationsanbieter Vodafone will sein 5G-Handynetz in Deutschland ausbauen. Derzeit seien rund 92 Prozent der Haushalte in Reichweite von 5G-Antennen von Vodafone, bis spätestens März 2025 sollen es 95 Prozent sein, sagte der Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot. Bestehende Mobilfunkstationen würden zudem mit zusätzlichen Kapazitäten ausgestattet. Dies geschieht auch wegen der anstehenden Zubuchung von Handykunden des Wettbewerbers 1&1.


Verkehrsunternehmen müssen Betrieb zeitweilig einschränken

BERLIN: Fast jedes zweite Verkehrsunternehmen in Deutschland muss gelegentlich den Betrieb wegen Personalengpässen vorübergehend einschränken. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes VDV. Dafür wurden 135 Betriebe im März und April befragt. Knapp 43 Prozent gaben dabei an, dass im vergangenen Jahr Fahrten aus personellen Gründen ausfallen mussten. Dem Verband zufolge fehlen zurzeit allein 20.000 Busfahrer.


Heil will gemeinsam mit Habeck strenge Lieferkettenregeln umsetzen

BERLIN: Das Bundesarbeitsministerium setzt auch nach neuen Vorschlägen von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf eine gemeinsame Umsetzung strenger Lieferkettenregeln in Deutschland. Habeck hatte vor Familienunternehmen vorgeschlagen, das deutsche Lieferkettengesetz für rund zwei Jahren auszusetzen. Ein Sprecher von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) entgegnete, im Sinne eines fairen Wettbewerbs habe sich das Arbeitsressort für ein nationales und europäisches Lieferkettengesetz eingesetzt.


Ölpreise legen zum Wochenstart leicht zu

SINGAPUR: Die Ölpreise sind am Montag mit leichten Aufschlägen in die Woche gestartet. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 79,82 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli stieg um 18 Cent auf 75,71 Dollar.

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich im Laufe der Woche auf die US-Geldpolitik. Am Mittwoch gibt die Zentralbank Federal Reserve ihre Zinsentscheidung bekannt. Zudem werden Hinweise auf den mittelfristigen Kurs erwartet. Die Ausrichtung der US-Notenbank hat insbesondere über den Dollarkurs erhebliche Auswirkungen auf den Erdölmarkt.

Darüber hinaus veröffentlichen das Ölkartell Opec und die Industrieländer-Organisation IEA im Wochenverlauf ihre jeweiligen Monatsberichte. Investoren achten auf die Einschätzungen der beiden Institutionen zu Angebot und Nachfrage.

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