Nachrichten aus der Wirtschaft am Mittwoch

Federal Reserve Chairman Jerome Powell sagt vor dem House Financial Services Committee aus. Foto: epa/Sarah Silbiger
Federal Reserve Chairman Jerome Powell sagt vor dem House Financial Services Committee aus. Foto: epa/Sarah Silbiger

US-Notenbank: Wirtschaftsdynamik schwächt sich etwas ab

WASHINGTON: Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich nach Einschätzung der US-Notenbank Fed in mehreren Regionen etwas abgeschwächt. Die Wirtschaft sei im Zeitraum von Anfang September bis Anfang Oktober mit einem mäßigen bis moderaten Tempo gewachsen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht («Beige Book»). In ihrem letzten Bericht hatte die Fed noch von einem moderatem Tempo gesprochen.

«Mehrere Distrikte berichteten, dass sich das Wachstumstempo verlangsamte, was auf Unterbrechungen der Lieferketten, Arbeitskräftemangel und die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Delta-Variante zurückzuführen war», schreibt die Fed. Probleme bei den Lieferketten sorgten demnach weiterhin für Angebotsengpässe. Zudem bleibe der Preisdruck hoch: «Die meisten Bezirke meldeten deutlich gestiegene Preise, die durch die steigende Nachfrage nach Waren und Rohstoffen angeheizt wurden», schreibt die Fed.


Gastronomie-Erholung beflügelt Metro-Umsätze im Schlussquartal

DÜSSELDORF: Die Erholung der Gastronomie hat dem Großhandelskonzern Metro ein starkes Schlussquartal beschert. Die Umsätze stiegen im vierten Quartal (per Ende September) um 9,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro und lagen damit deutlich über dem Niveau von vor der Pandemie, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Flächenbereinigt betrug das Plus 8,8 Prozent. Damit übertraf Metro die Erwartungen der Analysten deutlich.

Das Geschäftsjahr 2020/21 schloss der Großhändler dennoch mit einem Umsatzrückgang ab - das schwache erste Quartal, als das Unternehmen unter den zahlreichen Restriktionen und Restaurantschließungen im Zuge der Corona-Pandemie litt, konnte nicht mehr aufgeholt werden. So sanken die Erlöse um 3,4 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro, flächenbereinigt blieb ein kleines Minus von 0,4 Prozent.

Ergebniszahlen legten die Düsseldorfer nicht vor. Jedoch soll das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) am oberen Ende der Prognosespanne liegen. Hier hatte Metro bislang eine Bandbreite von plus 50 Millionen Euro bis minus 75 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Den Geschäftsbericht will der Konzern am 15. Dezember veröffentlichen.


Dax bleibt auf Richtungssuche

FRANKFURT/MAIN: Der Dax ist am Mittwoch auf Richtungssuche geblieben. Am Nachmittag stand ein kleines Minus von 0,10 Prozent auf 15.499,84 Punkte zu Buche. Für den MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen ging es zur Wochenmitte um 0,20 Prozent auf 34.520,89 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich kaum vom Fleck. Der Euro gab etwas nach und kostete zuletzt 1,1640 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1655 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,24 Prozent am Vortag auf minus 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozent auf 143,72 Punkte. Der Bund-Future legte am Nachmittag um 0,23 Prozent auf 168,84 Punkte zu.


Netflix wächst dank Blockbustern wie «Squid Game» wieder stärker

LOS GATOS: Netflix lockt dank Serienhits wie «Squid Game» wieder mehr Nutzer an. Im dritten Quartal legte die weltweite Zahl der Abonnenten um 4,4 Millionen auf knapp 214 Millionen zu. Damit übertraf der Streaming-Dienst die eigene Prognose von 3,5 Millionen neuen Kunden klar und lag auch über den Schätzungen der meisten Experten. Im Vierteljahr davor hatte Netflix mit 2,2 Millionen Neuzugängen die Erwartungen enttäuscht. Der Nettogewinn stieg in den drei Monaten bis Ende September verglichen mit dem Vorjahreswert um über 80 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar (1,25 Mrd Euro). Die Erlöse wuchsen um 16 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag im kalifornischen Los Gatos mitteilte.


Behörde senkt Rendite für Netzbetreiber - Kritik aus Energiebranche

BONN: Mit neuen Renditen für Netzbetreiber hat die Bundesnetzagentur ein Signal der Entspannung für die Strom- und Gaspreise gegeben. Die Regulierungsbehörde veröffentlichte am Mittwoch in Bonn sogenannte Eigenkapitalzinssätze, die Netzbetreiber bekommen. Diese Rendite wird sinken, das steht nun fest. Wirksam werden die neuen Vorgaben 2023 beim Strom und 2024 beim Gas. Dann könnten die von den Endkunden getragenen Netzentgelte etwas geringer ausfallen - vorausgesetzt es kommt zu keinem starken Anstieg von Kosten, die die Betreiber in Rechnung stellen dürfen. Ein weiterer Kostenzuwachs ist durchaus möglich, weil der Ausbau der Netze und die Maßnahmen zur Systemsicherheit teuer sind.


BGH stärkt Verbraucherrechte beim Treppenlift-Kauf

KARLSRUHE: Verbraucherinnen und Verbrauchern steht beim Kauf eines maßangefertigten Treppenlifts ein vierzehntägiges Widerrufsrecht zu. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe entschieden. (Az. I ZR 96/20) Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte gegen die Firma AP+ Treppenlifte geklagt, die zur Kölner Liftstar Gruppe gehört. Diese hatte bei passgenau produzierten Kurvenliften ein Widerrufsrecht verneint. Gerichte in Deutschland hatten in solchen Rechtsstreitigkeiten die Vertragslage bisher unterschiedlich bewertet. Der BGH hat nun Klarheit geschaffen, was beide Seiten nach der Urteilsverkündung begrüßten.


Bericht: Facebook will Firmennamen ändern

MENLO PARK: Facebook möchte einem Medienbericht zufolge seinen Firmennamen ändern. Um den Fokus auf die virtuelle Welt «Metaverse» zu legen, soll es in der kommenden Woche einen Namenswechsel geben, berichtete das US-Technologie-Portal «The Verge» am Mittwoch. Das als gut vernetzt geltende Portal beruft sich auf eine Quelle «mit direkter Kenntnis der Angelegenheit». Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wolle auf der Connect-Konferenz des Unternehmens am 28. Oktober darüber sprechen. Die Änderung solle das Bestreben signalisieren, für mehr als nur soziale Medien bekannt zu sein.


Bundesbank-Präsident Weidmann tritt aus persönlichen Gründen zurück

FRANKFURT/MAIN: Bundesbank-Präsident Jens Weidmann legt überraschend sein Amt aus persönlichen Gründen zum Jahresende nieder. Er habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um seine Entlassung aus dem Amt zum 31. Dezember 2021 gebeten, teilte die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mit. «Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass mehr als 10 Jahre ein gutes Zeitmaß sind, um ein neues Kapitel aufzuschlagen - für die Bundesbank, aber auch für mich persönlich», schreibt Weidmann in einem Brief an die Beschäftigten. Der promovierte Volkswirt hatte sich mehrfach kritisch zur ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geäußert.


Hohe Inflation: Argentinien friert Preis von über 1400 Produkten ein

BUENOS AIRES: Wegen der vergleichsweise hohen Inflation hat die argentinische Regierung die Preise von mehr als 1400 Produkten eingefroren. Für die kommenden 90 Tage dürfen die Unternehmen die Preise nicht anheben, wie Handelsstaatssekretär Roberto Feletti am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte die linke Regierung von Präsident Alberto Fernández die Verhandlungen mit dem Verband der Lebensmittelindustrie ohne Einigung abgebrochen. Auf der Liste der Produkte stehen vor allem Lebensmittel und Hygieneprodukte.

Die Inflationsrate in Argentinien liegt bei über 50 Prozent - das ist eine der höchsten Teuerungsraten der Welt. Das einst reiche Land steckt in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Argentinien leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft. Die Landeswährung Peso wertet immer weiter ab. Der Schuldenberg wächst ständig.


K+S wartet auf grünes Licht für Gemeinschaftsunternehmen

BRÜSSEL/KASSEL: Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Reks durch K+S und die Remondis-Tochter Remex zieht sich wegen Bedenken der Wettbewerbshüter hin. Die EU-Kartellwächter sorgen sich laut einer Mitteilung vom Mittwoch wegen einer möglicherweise zu großen Marktmarkt bei der Entsorgung giftiger Flugasche. Die von dem hessischen Düngerkonzern und Remex unterbreiteten Vorschläge hätten nicht ausgereicht, diese zu zerstreuen. Der Fall werde daher an das Bundeskartellamt weitergereicht, das die Folgen der Marktkonzentration besser beurteilen könne.

Sollte die Prüfung länger dauern, könnte das Folgen für die Jahresziele von K+S haben. Denn diese umfassen beim operativen Ergebnis (Ebitda) einen einmaligen Ertrag von rund 200 Millionen Euro aus der Reks-Gründung. Der Aktienkurs des Konzerns fiel am Mittwoch um mehr als 2 Prozent.


UN: 2030 noch doppelt so viele fossile Brennstoffe wie zulässig

NAIROBI: Regierungen weltweit wollen den Vereinten Nationen (UN) zufolge im Jahr 2030 noch doppelt so viele fossile Brennstoffe produzieren wie das Pariser Klimaabkommen zulässt. Die Schere zwischen der geplanten Brennstoffproduktion und dem 1,5 Grad-Grenzwert habe sich seit 2019 nicht geschlossen; bis 2040 könne sie sogar noch größer werden, teilten die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) und führende Forschungsinstitute am Mittwoch mit.

«Die globale Kohle-, Öl- und Gasförderung muss sofort und steil zurückgehen, um die langfristige Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen», sagte Ploy Achakulwisut, die Hauptautorin des Berichts und Wissenschaftlerin des Stockholm-Umweltinstituts (SEI). «Die Regierungen planen und unterstützen jedoch weiterhin ein Niveau der Produktion fossiler Brennstoffe, das weit über dem liegt, was wir sicher verbrennen können.»

Regierungen wollen demnach im Jahr 2030 etwa 110 Prozent mehr fossile Brennstoffe, 240 Prozent mehr Kohle, 57 Prozent mehr Öl und 71 Prozent mehr Gas produzieren als mit den im Pariser Abkommen vorgeschriebenen Temperaturgrenzen vereinbar wäre. Deutschland trage maßgeblich zu dem Produktionsanstieg bei, hieß es in dem Bericht. Die Bundesrepublik bleibe aktuell der weltweit größte Braunkohleproduzent, der kohlenstoffintensivsten Kohleart. Nach den Beschlüssen des Bundestags zum Kohleausstieg dürfen die Kraftwerke bis zum Jahr 2038 laufen.


Preise für Neubauwohnungen in China erstmals seit 6 Jahren gefallen

PEKING: In China sind die Preise für Neubauwohnungen zum ersten Mal seit sechs Jahren gesunken. Wie aus einer Mitteilung des nationalen Statistikamtes vom Mittwoch hervorgeht, fielen die Preise in 70 Städten des Landes im September im Schnitt um 0,08 Prozent im Monatsvergleich. Dies ist der erste Rückgang seit April 2015. Die Immobilienmärkte in China hatten in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt. Auch bei den Preisen für bestehende Wohnungen wird ein Preisrückgang gemeldet. Hier habe es im September ein Minus von 0,19 Prozent gegeben.

Der chinesische Immobilienmarkt wird durch die Krise des Evergrande-Konzerns erschüttert, die sich zunehmend auf die Branche insgesamt ausweitet. Der Immobilienkonzern ist hoch verschuldet. Bei den Zinszahlungen für Anleihen von Evergrande kam es zuletzt mehrfach zu Verzögerungen. Im Zuge der Evergrande-Krise sind weitere Immobilienfirmen ins Straucheln geraten.


Inflation in Eurozone steigt auf höchsten Stand seit 13 Jahren

LUXEMBURG: Die Inflation im Euroraum hat sich im September weiter verstärkt und den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise seien gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Erhebung wie bestätigt. Höher war die Inflation zuletzt im September 2008.

Im August hatte die Rate noch bei 3,0 Prozent und im Juli bei 2,2 Prozent gelegen. Besonders stark verteuerte sich im September erneut Energie, die 17,6 Prozent teurer war als ein Jahr zuvor. Preise für Industriegüter stiegen um 2,1 Prozent. Lebens- und Genussmittel kosteten 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dienstleistungen waren 1,7 Prozent teurer.

Die Kernteuerungsrate ohne Energie und Lebensmittel stieg ebenfalls. Sie erhöhte sich von 1,6 Prozent im August auf 1,9 Prozent. Volkswirte hatten dies erwartet. Die Kerninflation gilt vielen Ökonomen als zuverlässigere Messgröße für die Teuerung, da sie in der Regel weniger stark schwankt.

Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation von 2 Prozent an. Sie betrachtet den Inflationsanstieg aber als vorübergehend und verweist auf zahlreiche Sondereffekte, die überwiegend auf die Pandemie zurückgehen.


EU-Parlament: Mehr gegen zu hohen Fleischkonsum unternehmen

STRAßBURG: Gegen einen übermäßigen Konsum von Fleisch und hochverarbeiteten Lebensmitteln wie Tiefkühlpizza und andere Fertigprodukte sollte nach dem Willen des EU-Parlaments mehr getan werden. Zudem fordern die Abgeordneten eine verpflichtende Nährwertangabe auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen. Das geht aus einer Reaktion des Parlaments auf die Vorschläge der EU-Kommission zur sogenannten Farm-to-Fork-Strategie (etwa: Vom Hof auf den Tisch) hervor. Wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde, stimmte eine große Mehrheit für diese Position.

Die Farm-to-Fork-Strategie ist eines der prominentesten Vorhaben der EU-Kommission, um die europäische Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Die Brüsseler Behörde hatte im Mai vergangenen Jahres vorgeschlagen, dass unter anderem bis 2030 nur noch die Hälfte an Pestiziden und 20 Prozent weniger Dünger verwendet werden soll. Zudem sieht die Strategie vor, dass bis dahin ein Viertel der landwirtschaftlichen Fläche nach Bio-Kriterien bewirtschaftet werden soll. Allerdings ist derzeit noch ungeklärt, ob diese Ziele rechtlich bindend sein werden.

Die Strategie an sich begrüßte das Parlament. Zudem forderten die Abgeordneten, dass sich die EU-Kommission stärker dafür einsetzen soll, die Position der Landwirte innerhalb der Versorgungskette zu stärken und eine gründliche Folgenabschätzung zu den möglichen Auswirkungen vorzulegen.

Der europäische Bauernverband Copa Cogeca fürchtet, die Strategie könne dazu führen, dass Bäuerinnen und Bauern in Europa weniger Lebensmittel produzieren. Zwar teile man prinzipiell das Ziel, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, doch brauche es Untersuchungen, wie sich die Ziele auf die Landwirtschaft auswirkten. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft sieht in dem Vorhaben «die große Chance, dass die scheinbare Diskrepanz zwischen Ökologie und Ökonomie endlich aufgelöst wird».


Ölpreise geben nach - Steigende US-Reserven belasten

SINGAPUR: Ein Anstieg der Ölreserven in den USA hat den Höhenflug der Ölpreise zunächst ausgebremst. Am Mittwochmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 84,59 US-Dollar. Das waren 49 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 37 Cent auf 82,59 Dollar.

Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der US-Lagerbestände an Rohöl um 3,29 Millionen Barrel verzeichnet hat.

Im weiteren Verlauf des Tages bleibt der Fokus am Ölmarkt auf die Entwicklung der amerikanischen Ölreserven gerichtet. Am Nachmittag werden die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung veröffentlicht. Diese werden am Markt stark beachtet und könnten den Ölpreisen neue Impulse geben. Auch bei den offiziellen Regierungsdaten wird mit einem Anstieg der Reserven gerechnet.


Nachfrage nach Kaffee und Tiernahrung treibt Nestlé an

VEVEY: Eine rege Nachfrage nach Kaffee, vegetarischen Produkten und Haustiernahrung treibt den Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé an. Das Management um Konzernchef Mark Schneider wird nun abermals optimistischer für das Wachstum im laufenden Jahr. Der Umsatz dürfte 2021 aus eigener Kraft um 6 bis 7 Prozent zulegen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Bislang war ein Anstieg bis zu 6 Prozent in Aussicht gestellt worden.

Im abgelaufenen Quartal erreichte der Konzern ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft um 7,6 Prozent. Wechselkurse und Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen bremsten. Insgesamt wuchs der Umsatz um 2,2 Prozent auf 63,3 Milliarden Franken (59 Mrd Euro). Der Konzern schnitt damit besser ab als von Experten erwartet.


Pharmakonzern Roche hebt Umsatzziel an - Corona-Geschäfte helfen

BASEL: Die Erholung des Pharmageschäfts und weitere Zuwächse in der Diagnostiksparte stimmen Roche für das laufende Jahr optimistischer. Konzernchef Severin Schwan rechnet laut einer Mitteilung vom Mittwoch für 2021 im Jahresvergleich zu konstanten Wechselkursen nun mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bisher war er von einem Plus im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte der Konzern den Umsatz um 6 Prozent auf 46,7 Milliarden Franken (43,4 Mrd Euro). Währungsbereinigt stand ein Plus von 8 Prozent zu Buche. Die Schweizer schnitten damit besser ab als von Experten erwartet. Rückenwind liefert vor allem die kleinere Diagnostiksparte, die unter anderem von der Nachfrage nach Corona-Tests profitiert. Das Pharmageschäft legte auch dank des Geschäfts mit neuen Medikamenten im dritten Quartal zu, womit sich für Januar bis September eine im Jahresvergleich in etwa stabile Entwicklung ergibt.

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