Nachrichten aus der Wirtschaft am Mittwoch

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,0749

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Mittwoch gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0749 (Dienstag: 1,0715) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9303 (0,9332) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84455 (0,84540) britische Pfund, 169,78 (169,41) japanische Yen und 0,9506 (0,9512) Schweizer Franken fest.


Moderate Verluste im ruhigen Börsenhandel

FRANKFURT/MAIN: Die Erholung am deutschen Aktienmarkt ist zur Wochenmitte ins Stocken geraten. Der deutsche Leitindex Dax sank am Nachmittag um 0,24 Prozent auf 18.088,62 Punkte. Der MDax mit den mittelgroßen Werten sank am Mittwochnachmittag um 0,36 Prozent auf 25.498,65 Zähler.


EU-Kommissarin sieht Probleme bei Apples Umsetzung von Digital-Gesetz

BRÜSSEL: EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sieht erhebliche Probleme bei Apples Umsetzung der neuen europäischen Regeln für große Online-Plattformen. Das Gesetz DMA zwang Apple unter anderem, auf dem iPhone erstmals das Herunterladen von Apps auch außerhalb des hauseigenen App Stores zu erlauben.


Nvidia dank KI-Boom wertvollstes Unternehmen an der Börse

NEW YORK: Der KI-Boom hat den Chip-Konzern Nvidia zum wertvollsten Unternehmen an der Börse gemacht. Nvidia kam am Dienstag auf einen Börsenwert von gut 3,33 Billionen Dollar und überholte damit den Software-Riesen Microsoft.


Analyse: Homeoffice-Angebot wächst - auch nach Corona

GÜTERSLOH: Stellenangebote für Homeoffice-Jobs haben einer Analyse zufolge innerhalb von fünf Jahren erheblich zugenommen - und das auch nach der Pandemie. Der Anteil an Online-Stellenanzeigen mit Homeoffice-Möglichkeit habe sich seit 2019 auf fast 18 Prozent im Jahr 2023 verfünffacht, berichtete die Bertelsmann Stiftung.


Rasanter Solarausbau - ohne deutsche Modulhersteller

MÜNCHEN: Der globale Ausbau der Sonnenenergie schreitet rasant voran - doch deutsche und europäische Solarmodulhersteller spielen dabei kaum noch eine Rolle. In diesem Jahr wird der weltweite Zubau an installierter Solarstromleistung voraussichtlich erstmals die Schwelle von 500 Gigawatt überschreiten, erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) auf Grundlage internationaler Marktstudien. Im vergangenen Jahr waren es weltweit 444 Gigawatt, davon nach Schätzung des Verbands 15 Gigawatt in Deutschland.


Einige Zeitungen dünner: Tarifstreit in Druckindustrie mit Warnstreiks

NÜRNBERG: Ob Zeitungen, Bücher oder Etiketten: Wegen der Tarifauseinandersetzung in der Druckindustrie kommt es zu Einschränkungen in Betrieben. Auch Zeitungsleserinnen und -lesern bekamen die Folgen von Warnstreiks in vereinzelten Fällen zu spüren. Am Donnerstag treffen sich Gewerkschaft und Arbeitgeber erneut zu Verhandlungen in einem Nürnberger Hotel, wie beide Seiten vorab bestätigten.


Breiter Protest gegen Sparpläne bei Autobahnen

BERLIN: Sparpläne der Bundesregierung bei Autobahnen sorgen für wachsenden Protest. Verkehrspolitiker der SPD, Gewerkschaften und auch der Aufsichtsrat der bundeseigenen Autobahngesellschaft warnten am Mittwoch vor Kürzungen.


Elementarschadenversicherung: Buschmann für Angebotspflicht

BERLIN: Bundesjustizminister Marco Buschmann lehnt eine verpflichtende Elementarschadenversicherung weiterhin ab, sondern tritt nur für eine Angebotspflicht der Versicherer ein. Der FDP-Politiker sagte am Mittwoch in Berlin, es sei gut, wenn sich Menschen dafür entschieden, Gebäude gegen Hochwasserschäden und andere Elementarschäden abzusichern, und «jeder sollte dafür auch ein Angebot bekommen».


Amazon investiert weiter Milliarden in Deutschland

MÜNCHEN: Der US-Konzern Amazon will weitere zehn Milliarden Euro in Deutschland investieren, den Großteil davon in seine Cloud-Internetdienstleistungen. Der kleinere Teil soll in den Ausbau von Logistik, Robotik sowie zwei neue Unternehmenszentralen fließen, wie das deutsche Amazon-Hauptquartier am Mittwoch in München mitteilte.


Kabinett beschließt Vorschlag für komplett digitale Arbeitsverträge

BERLIN: Die Bundesregierung hat einen Vorschlag der Ampel-Fraktionen aufgegriffen, der den bürokratischen Aufwand für Arbeitgeber und börsennotierte Unternehmen etwas reduzieren soll. In seiner Sitzung am Mittwoch verabschiedete das Kabinett ein Dokument, das unter anderem vorsieht, dass Arbeitsverträge künftig in der Regel vollständig digital abgeschlossen werden können, etwa per E-Mail.


Habeck vor Reise: Beziehungen zu China komplexer geworden

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht «deutlich komplexere» Beziehungen Deutschlands zu China. Vor seiner Abreise nach Ostasien am Mittwoch verwies der Grünen-Politiker auf die wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen. Die EU-Kommission droht China wegen Wettbewerbsverzerrungen mit Strafzöllen auf chinesische E-Autos. Habeck sagte: «Das wird sicherlich die Reise stark prägen, wenngleich die Kommission im Lead ist und dort die Verhandlungen führt.»

Der Minister sprach von einer anspruchsvollen Reise. Auch der völkerrechtswürdige Angriffskrieg Russlands in der Ukraine werde sicherlich immer als Thema «mitschwingen», so Habeck. Er wolle auch Menschenrechtsfragen ansprechen.«Umgekehrt ist China ein wichtiger Handelspartner für Deutschland.»

Habeck fliegt zunächst nach Südkorea, am Freitag reist er weiter nach China. Habeck hatte sich davor ausgesprochen, dass die deutsche Wirtschaft einseitige Abhängigkeiten von China verringert.


Ölpreise kaum verändert

SINGAPUR: Die Ölpreise haben sich am Mittwoch nach ihren jüngsten Gewinnen stabil präsentiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete 85,37 US-Dollar. Das waren 4 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli stieg um 3 Cent auf 81,60 Dollar.

Zur Wochenmitte glichen sich die Risikobereitschaft an den Märkten sowie die Anzeichen für einen Anstieg der Rohöllagerbestände als stützende beziehungsweise belastende Faktoren in etwa aus. So hatte das American Petroleum Institute am Dienstag einen Anstieg der landesweiten Ölvorräte gemeldet. Die Regierung indes veröffentlicht ihre offiziellen Daten wegen des heutigen Feiertags erst am Donnerstag.

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