Nachrichten aus der Wirtschaft am Mittwoch

Die US-Zentralbank vor ihrer nächsten Zinsankündigung in Washington DC. Foto: epa/Jim Lo Scalzo
Die US-Zentralbank vor ihrer nächsten Zinsankündigung in Washington DC. Foto: epa/Jim Lo Scalzo

US-Notenbank signalisiert künftig kleinere Zinsschritte

WASHINGTON: Die US-Notenbank Fed hat ein vorsichtigeres Zinserhöhungstempo in Aussicht gestellt. «Eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer war der Ansicht, dass eine Verlangsamung der Zinserhöhung wahrscheinlich bald angemessen wäre», heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Zinsentscheidung vom 02. November. «Eine Reihe» von Fed-Vertretern sagte demnach, ein langsameres Tempo der Zinserhöhungen würde es erlauben, die Fortschritte bei der Zielerreichung zu bewerten.

Auf der Sitzung Anfang November hatte die Fed ihren Leitzins zum vierten Mal in Folge kräftig um 0,75 Prozentpunkte erhöht. US-Notenbankchef Jerome Powell und andere Fed-Vertreter hatten zuletzt ein zurückhaltenderes Vorgehen in Aussicht gestellt. Schließlich hat die Fed im laufenden Jahr die Leitzinsen bereits von fast null auf aktuell 3,75 bis 4,0 Prozent angehoben. Zudem hat sich die Inflation in den vergangenen Monaten etwas abgeschwächt.


Streit um EU-Milliarden: Kommission plant Entscheidung gegen Ungarn

BRÜSSEL: Ungarn muss trotz der jüngst ergriffenen Maßnahmen gegen Korruption die Aussetzung von EU-Zahlungen in Milliardenhöhe befürchten. Experten der EU-Kommission seien nach einer Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass die von der Regierung in Budapest veranlassten Maßnahmen gegen den möglichen Missbrauch von EU-Mitteln nicht ausreichend seien, um das eingeleitete Verfahren zum Einfrieren von Geldern zu beenden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch in Brüssel. Es soll den anderen Mitgliedstaaten deswegen vorgeschlagen werden, wie ursprünglich geplant rund 7,5 Milliarden Euro aus dem Gemeinschaftshaushalt zurückzuhalten.

Eine entsprechende Empfehlung wird den Planungen zufolge in der kommenden Woche von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den 26 anderen Kommissionsmitgliedern beschlossen werden. Sie könnte dann Anfang Dezember bei einem Treffen der Finanzminister der EU-Staaten angenommen werden. Notwendig wäre dabei allerdings eine qualifizierte Mehrheit - das heißt mindestens 15 der 27 EU-Staaten müssten zustimmen und diese müssten zusammen mindestens 65 Prozent der Gesamtbevölkerung der EU ausmachen.

Mit Spannung werden die weiteren Entwicklungen vor allem deswegen erwartet, weil Ungarn erhebliche Mittel in der Hand hält, um Druck auf die EU auszuüben. So könnte die Regierung in Budapest beispielsweise alle Entscheidungen blockieren, für die in der EU Einstimmigkeit erforderlich ist. Das gilt zum Beispiel für Sanktionen gegen Russland oder Beschlüsse zur Unterstützung der Ukraine.


Russische Raketenangriffe: Großflächige Blackouts in der Ukraine

KIEW: Neue russische Raketenangriffe haben zu großflächigen Blackouts in der Ukraine geführt. «Die heutigen Raketenangriffe haben zu vorübergehenden Abtrennung aller Atomkraftwerke und der Mehrzahl der Wärme- und Wasserkraftwerke geführt», teilte das Energieministerium in Kiew am Mittwoch per Facebook mit. Zudem seien Objekte des Energienetzes beschädigt worden. Wegen der Schwere der Schäden werde die Reparatur Zeit benötigen. Genauere Angaben zur Zahl der betroffenen Haushalte machte die Behörde nicht.

Russland führt seit knapp neun Monaten einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Nach militärischen Rückschlägen setzt Moskau verstärkt auf die Zerstörung der ukrainischen Energieinfrastruktur.


EU-Energieminister besprechen europäischen Gaspreisdeckel

BRÜSSEL: Bei einem EU-Ministertreffen in Brüssel sollen an diesem Donnerstag weitere Maßnahmen gegen die hohen Energiepreise beschlossen werden. Erstmals diskutieren die für Energiefragen zuständigen Minister dabei auch einen neuen Vorschlag der EU-Kommission, den Gaspreis im europäischen Großhandel zu deckeln. Dabei geht es darum, dass Gas unter bestimmten Bedingungen nicht für über 275 Euro pro Megawattstunde an Großkunden verkauft werden darf. Konkret betrifft das bestimmte Verträge am niederländischen Handelsplatz TTF.

Über den Vorschlag werden schwierige Verhandlungen erwartet. Die Mehrheit der EU-Staaten will einen europäischen Gaspreisdeckel und besonders Italien, Griechenland, Belgien und Polen drängen darauf. Das Preislimit wurde jedoch bereits dafür kritisiert, dass es so hoch ist und die Bedingungen so streng, dass es wohl nicht zum Einsatz kommen würde. Deutschland, die Niederlande und einige andere Staaten sehen einen festen Gaspreisdeckel hingegen skeptisch, ihnen geht der Vorschlag trotz des hohen Limits zu weit.

Auf der Tagesordnung stehen zudem zwei weitere Notfallgesetze, die weniger umstritten sind als der Gaspreisdeckel. Neue Regeln für gemeinsame Gaseinkäufe sollen der EU eine größere Macht auf dem internationalen Gasmarkt verleihen, so dass sie im kommenden Jahr zu günstigeren Preisen einkaufen kann. Zudem sollen Genehmigungen für Solaranlagen und andere Projekte mit erneuerbarer Energie beschleunigt werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Minister diese Gesetze verabschieden können.


EU-Parlamentspräsidentin ruft Städte zu Generatoren-Spenden auf

STRAßBURG: Um Menschen in der Ukraine trotz russischer Angriffe auf die dortige Infrastruktur im Winter mit Energie versorgen zu können, ruft EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola die EU-Städte zu Spenden auf. Konkret geht es darum, Generatoren zu sammeln, um eine Notversorgung für Menschen sicherzustellen, wie das EU-Parlament am Mittwoch mitteilte. «Der Bedarf ist nahezu unbegrenzt», sagte Metsola. Millionen Menschen in der Ukraine seien von der Stromversorgung abgeschnitten.

Die Kampagne «Generatoren der Hoffnung» wird unterstützt vom Verbund Eurocities, ein Netzwerk von mehr als 200 Städten in 38 Ländern. In Deutschland sind beispielsweise Berlin, Bonn, Köln, Dresden, Hamburg, Frankfurt und München Teil von Eurocities.

Die Generatoren sollen dazu beitragen, wichtige Einrichtungen im Land wie Krankenhäuser, Schulen, Wasserversorgungseinrichtungen, Hilfszentren, Notunterkünfte, Telefonmasten und vieles mehr mit Energie zu versorgen.


Raumfahrtagentur Esa erhält deutlich höheres Budget

PARIS: Die europäische Raumfahrtagentur Esa erhält ein deutlich erhöhtes Drei-Jahres-Budget in Höhe von 16,9 Milliarden Euro. Das haben die 22 Mitgliedsländer am Mittwoch auf dem Esa-Ministerratstreffen in Paris entschieden. Gegenüber dem bisherigen Budget ist das ein Plus von 17 Prozent, aber dennoch weniger als die von der Esa angestrebte Erhöhung auf rund 18 Milliarden Euro. Alle geplanten Raumfahrt-Vorhaben ließen sich dennoch ohne Einschnitte umsetzen, sagte Esa-Chef Josef Aschbacher. Zu dem Budget der Raumfahrtagentur trägt Deutschland rund 3,3 Milliarden Euro bei, Frankreich etwa 3,2 Milliarden.

«Europa kann seine Raumfahrtambitionen erfüllen, so dass es mit China und den USA mithalten kann», sagte Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire zum Abschluss der Esa-Tagung. Das Budget ermögliche es der Esa, unabhängig und souverän im Weltraum zu operieren, ohne Aufgaben an China oder die USA delegieren zu müssen.


Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,0325

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Mittwoch gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0325 (Dienstag: 1,0274) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9685 (0,9733) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86369 (0,86338) britische Pfund, 145,75 (145,20) japanische Yen und 0,9795 (0,9791) Schweizer Franken fest.


Dax etwas schwächer vor US-Daten

FRANKFURT/MAIN: Vor wichtigen US-Konjunkturdaten hat sich im Dax am Mittwoch nicht allzu viel getan. Nach seinem tags zuvor erreichten höchsten Stand seit Anfang Juni gab der deutsche Leitindex am Nachmittag 0,17 Prozent nach auf 14.398,26 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,35 Prozent auf 25.530,60 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone gewann 0,1 Prozent. Der Euro kostete am Nachmittag 1,0327 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Dienstag etwas tiefer auf 1,0274 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 2,00 Prozent am Vortag auf 1,99 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,35 Prozent auf 127,94 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,2 Prozent auf 140,14 Zähler.


Netzbetreiber kommen beim Schließen von Funklöchern nur langsam voran

BONN: Deutschlands Mobilfunk-Netzbetreiber hinken beim Schließen von 4G-Funklöchern hinterher. 2019 hatten sich die Firmen verpflichtet, bis Ende 2022 in 500 «weißen Flecken» neue Funkstationen zu bauen und damit dort endlich Empfang zu ermöglichen. Doch ein Bericht der Bundesnetzagentur zeigt, dass die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica längst noch nicht so weit sind. Die Behörde rechnet damit, dass alle drei Firmen dieses Ziel verfehlen werden. Die Netzbetreiber begründen dies unter anderem mit schwieriger Standortsuche und mit langwierigen Genehmigungsverfahren.


Erstes Schiff zur Flüssigerdgas-Umwandlung in Deutschland

MUKRAN: Das erste Spezialschiff zur Umwandlung von verflüssigtem Erdgas in den gasförmigen Zustand ist in Deutschland angekommen. Die «Neptune» lag am Mittwochmorgen vor dem Hafen von Mukran auf Rügen. Das Schiff sollte nach Angaben des Unternehmens Deutsche Regas im Laufe des Vormittags einlaufen. Im Industriehafen von Lubmin bei Greifswald soll es dann als schwimmendes Terminal für Flüssigerdgas (LNG) dienen. Deutschland setzt beim Ersatz russischen Pipeline-Gases unter anderem auf per Schiff geliefertes LNG.


Corona-Proteste und Ausschreitungen bei Apple-Zulieferer Foxconn

PEKING: Rund um das weltgrößte iPhone-Werk in der chinesischen Metropole Zhengzhou ist es wegen der strikten Corona-Maßnahmen zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. Der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn, der das Werk betreibt, bestätigte am Mittwoch die Zusammenstöße. Wie in sozialen Medien geteilten Videos zu sehen war, kam es sowohl in der Nacht als auch bei Tageslicht zu tumulthaften Szenen. Hunderte Arbeiter versammelten sich und marschierten gegen ein Großaufgebot von Sicherheitskräften. Polizisten mit Schlagstöcken und Plastik-Schutzschildern versuchten, die Menschen zurückzudrängen. Es kam zu Zusammenstößen.


Spritpreise geben deutlich nach - E10 auf Niveau zu Kriegsbeginn

MÜNCHEN: Die Preise an deutschen Tankstellen haben erneut deutlich nachgegeben. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich binnen Wochenfrist um 6,4 Cent pro Liter, Diesel um 6,5 Cent, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte. E10 kostete im bundesweiten Tagesschnitt des Dienstags demnach 1,785 Euro pro Liter, Diesel 1,899 Euro. Lässt man die Phase der vorübergehenden Steuersenkung im Sommer außer acht, war Super E10 zuletzt am Tag des Beginns von Russlands Krieg gegen die Ukraine billiger, Diesel zuletzt am 3. März.


Bangladeschs Textilhersteller bleiben auf Lagerbeständen sitzen

DHAKA: Textilhersteller in Bangladesch bleiben derzeit im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine auf Lagerbeständen sitzen. Mehrere westliche Modehäuser hätten in den vergangenen Monaten angesichts der weltweiten Inflation und der angespannten Budgets von Verbrauchern um die Aufschiebung von Auslieferungen von Bestellungen gebeten, sagte der Präsident der Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association (BGMEA), Faruque Hassan, der Deutschen Presse-Agentur. Bangladesch ist der zweitgrößte Textilhersteller weltweit nach China und produziert vorwiegend für westliche Länder. Nun hofften die Textilproduzenten auf mehr Verkäufe beim Black Friday und der Vorweihnachtszeit in Europa und den USA - und anschließend wieder auf mehr Bestellungen, sagte Hassan.

Doch nicht nur weniger Bestellungen machen den Textilproduzenten zu schaffen. Bei der Stromproduktion setzt das Land stark auf importierten Treibstoff und dieser wurde im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine teurer. In der Folge liefen derzeit viele Fabriken nur mit halber Kapazität, sagte ein früherer Anführer der Bangladesh Knitwear Manufacturers and Exporters Association, Fazlul Hoque.

Der Textilsektor ist wichtig für die Wirtschaft des 160-Millionen-Einwohner-Land und beschäftigt gut vier Millionen Arbeiterinnen, vorwiegend Frauen, in rund 4000 Fabriken. Kürzlich hatten sich Bangladesch und der Internationale Währungsfonds (IWF) angesichts der Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Krieg auf ein Hilfsprogramm in Höhe von insgesamt 4,5 Milliarden US-Dollar (4,5 Milliarden Euro) geeinigt. Die auf dreieinhalb Jahre angelegte Vereinbarung auf Arbeitsebene bedürfe noch der Zustimmung durch das IWF-Management, hieß es.


Angriffe auf Ukraine: Massive Blackouts auch in Nachbarland Moldau

CHISINAU/KIEW: Nach neuen russischen Raketenangriffen auf die Ukraine hat auch deren Nachbarland, die Republik Moldau, von großflächigen Blackouts berichtet. «Nach Russlands Bombardierung des ukrainischen Energiesystems in der vergangenen Stunde haben wir landesweit massive Stromausfälle», schrieb der moldauische Vizepremier Andrei Spinu am Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram. Der Versorger Moldelectrica arbeite daran, das Problem zu lösen.

Der ukrainische Kraftwerkbetreiber Enerhoatom teilte mit, insgesamt drei Atomkraftwerke hätten nach den Angriffen vom Stromnetz abgetrennt werden müssen. Ob es einen Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen und den Stromausfällen in Moldau gab, war zunächst unklar.

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu hingegen machte Moskau klar verantwortlich: «Russland hat Moldau im Dunkeln gelassen», schrieb sie auf Facebook. «Egal wie schwer es jetzt sein mag, unser einziger Weg (...) muss in Richtung der freien Welt bleiben», fügte die Politikerin, die ihr Land in Richtung EU führen will, hinzu.

Russland hat die Ukraine vor knapp neun Monaten angegriffen. Nach zunehmenden militärischen Rückschlägen begann Moskau vor einigen Wochen mit gezielten Angriffen auf die Energieversorgung des Nachbarlandes und richtete dabei bereits massive Schäden an. Die Ukraine, die ihren Bürgern nun immer wieder stundenweise den Strom abschalten muss, um größere Engpässe zu vermeiden, spricht von «Energieterror».


Russland will Dünger über ukrainischen Hafen Odessa exportieren

MOSKAU: Kremlchef Wladimir Putin hat sich für eine Ausfuhr von russischem Dünger über den ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa ausgesprochen. «Wir arbeiten mit den UN daran, mit den Kollegen aus der Organisation.(...) Sie kennen meine Position, ich bin nicht dagegen», sagte der 70-Jährige der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Mittwoch bei einem Treffen mit dem Chef des Düngemittelproduzenten Uralchem, Dmitri Masepin. Dieser hatte ihn gebeten, den Export von Ammoniak über Odessa wieder aufzunehmen. Seit Sowjetzeiten gibt es eine Ammoniakleitung vom russischen Toljatti nach Odessa.

Die Leitung hat eine Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Bis zum Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar wurde der giftige und stechend riechende, aber für die Landwirtschaft wichtige Dünger durch die Pipeline gepumpt und in Odessa verschifft. Inzwischen hat Uralchem den Bau einer neuen Leitung zum russischen Hafen Taman begonnen. Diese Pipeline wird allerdings erst Ende 2023 in Betrieb genommen, das Werk arbeitet daher im Kurzbetrieb.

Masepin bat Putin nun, im Rahmen des Getreidedeals Druck zu machen, damit die Lieferungen nach und über Odessa wieder aufgenommen werden. Die Ukraine stelle politische Forderungen, die über die Kompetenzen von Uralchem hinausgingen, sagte der russische Milliardär dabei.

Russland hat erst vor kurzem nach langem Zögern einer Verlängerung des Getreideabkommens zugestimmt, das die Entsperrung der vom Krieg stark betroffenen ukrainischen Seehäfen durch die russische Flotte vorsieht. Moskau begründete seine Bedenken damit, dass es bislang entgegen der ursprünglichen Abmachung im Gegenzug keine Erleichterungen für den Export russischer Nahrungs- und Düngemittel gegeben habe.


Euro baut Gewinne aus

FRANKFURT/MAIN: Der Euro hat am Mittwochmorgen seine Kursgewinne vom Vortag ausgebaut. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,0325 US-Dollar und damit etwas mehr als am Abend davor. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch etwas tiefer auf 1,0274 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. In Europa werden die Einkaufsmanagerindizes von S&P Global erwartet. Die Indikatoren geben einen Hinweis auf den Zustand der Konjunktur. In den USA richten sich die Blicke auf mehrere Wirtschaftszahlen, die vor dem Nationalfeiertag «Thanksgiving» anstehen.

Am Abend veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung. Anleger warten auf Hinweise auf den geldpolitischen Kurs. Aktuell wird damit gerechnet, dass die Fed ihr hohes Straffungstempo bald etwas verringert.

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